Aktuell/

Buchrezensionen/

Neueste Geschichte
Taschwer, Klaus: Hochburg des Antisemitismus, Wien 2016
Rez. von Rainer Leitner, Graz

Die im Jahr 1365 gegründete Wiener Alma Mater Rudolphina kann als älteste noch existierende Universität des deutschsprachigen Raumes auf eine lange Geschichte zurückzublicken, ihre wissenschaftliche Glanzzeit erlebt sie wohl in den Jahrzehnten um 1900. Zu dieser Zeit zählt die Hauptstadt der Donaumonarchie zu den kulturell, künstlerisch und wissenschaftlich bedeutendsten Zentren.

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Neueste Geschichte
Steinfeld, Thomas: ICH WILL, ICH KANN, Konstanz 2016
Rez. von Andreas Gelhard, Institut für Philosophie, Universität Wien

Wer sich für die Geschichte der Selbsttechniken interessiert, die heute unser Leben bestimmen, der wird immer wieder auf die Schwelle um 1900 zurückkommen. Von William Sterns Entwurf einer Differentiellen Psychologie über Hugo Münsterbergs Programm der Arbeits- und Organisationspsychologie bis zu Sigmund Freuds Begründung der Psychoanalyse entstehen zu dieser Zeit zahlreiche Test-, Trainings- und Therapietechniken, die heute zum Standardrepertoire der boomenden Beratungsindustrie gehören.

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Frühe Neuzeit
Speer, Andreas; Berger, Andreas (Hrsg.): Wissenschaft mit Zukunft, Köln, Weimar, Wien 2016
Rez. von Sandra Salomo, Stiftung Kloster Dalheim Email:

Der vorliegende Sammelband verfolgt das Ziel, das Thema Hochschule mit neuen Impulsen wieder zum Gegenstand aktueller Geschichtsforschung zu machen und in die maßgeblichen Entwicklungen der europäischen Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte einzuordnen. Er soll dabei die Diskussionen auf der 2013 durchgeführten Tagung „Zurück in die Zukunft? Die ‚alte‘ Kölner Universität im Kontext der europäischen Universitätsgeschichte“ anlässlich des 625.

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Neuere Geschichte
Schmidt, Jürgen: Arbeiter in der Moderne, Frankfurt 2015
Rez. von Franziska Rehlinghaus, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Wo ist er geblieben, der Arbeiter in der Geschichte? Einst wirkmächtiger gesellschaftlicher und politischer Akteur, bedeutungsvolles Sinnbild mit teilweise ikonischer Qualität, analytische Kategorie und dementsprechend bevorzugtes Untersuchungssubjekt der Sozialgeschichtsschreibung Bielefelder Prägung, wirkt eine Geschichte des Arbeiters oder der Arbeiterin im 21.

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Termine/

Call for Papers
17.11.2017 Kleist-Museum

Kleists Michael Kohlhaas polyperspektivisch
Studientag am Kleist-Museum
17. November 2017

Call for Papers

Das Kleist-Museum widmet der wohl bekanntesten Erzählung Heinrich von Kleists, Michael Kohlhaas, einen Studientag; Anliegen ist es, interdisziplinäre Perspektiven auf den Text in gemeinsamen Diskussionen zusammenzuführen.
Die anhaltende Wirkungsmacht dieser Geschichte um einen der „rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen“, dessen „Rechtgefühl […] ihn zum Räuber und Mörder machte“, liegt in der zeitlosen Gegenüberstellung von Recht und Gerechtigkeit, Mittel und Zweck.

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Call for Papers
17.11.2017 - 18.11.2017 Dorothea Ahrens (Professur für NDL mit dem Schwerpunkt Ethik); Lena Hübner (Professur für NDL mit dem Schwerpunkt Ethik); Martina Weingärtner (Institut für Evangelische Theologie)

Gesellschaften bieten ihren Mitgliedern Deutungssysteme, anhand derer bestimmte menschliche Merkmale (etwa der Kategorien Herkunft, Religion oder Leiblichkeit) bewertet und als Makel interpretiert werden können. Solche Stigmata sind soziale Konstrukte, die in einem Wechselspiel von Individuum und Gesellschaft als kultur- und milieuspezifisches Phänomen immer wieder neu bestimmt werden.

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Konferenz
22.06.2017 - 24.06.2017 Kleist-Museum

Heillose Menschen? Religiöse Implikationen in den Werken Heinrich von Kleists

Im Rahmen des 500. Reformationsjubiläums veranstaltet das Kleist-Museum eine internationale und interdisziplinäre Konferenz, die eine systematische Untersuchung des Themenfeldes ‚Religion in Kleists Werken‘ anstoßen möchte.

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Call for Papers
20.09.2017 - 22.09.2017 Driburgerkreis

Der Driburger Kreis findet dieses Jahr vom 20. – 22. September 2017 im Vorfeld der Jahrestagung der Gesellschaft für Geschichte der Wissenschaften, Medizin und Technik GWMT (ehemals DGGMNT und GWG) in Münster statt. Er richtet sich an Studierende, Promovierende und Nachwuchswissenschaftler/innen der Medizin-, Wissenschafts- und Technikgeschichte und angrenzenden Disziplinen.

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Ausstellungsrezensionen/

Durth, Werner; Pehnt, Wolfgang; Wagner-Conzelmann, Sandra Otto Bartning (1883–1959). Architekt einer sozialen Moderne
31.03.2017 - 18.06.2017 Akademie der Künste
Rez. von Joachim Nicolas Trezib, Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Universität Potsdam

Otto Bartning verdient es, als einer der ganz großen deutschen Architekten im 20. Jahrhundert bezeichnet zu werden, doch hat sein Nachruhm nie die Größe seiner historischen Bedeutung erreicht. Mit der seit dem 31. März in der Akademie der Künste in Berlin präsentierten Ausstellung „Otto Bartning.

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Knigge, Volkhard; Löffelsender, Michael; Lüttgenau, Rikola-Gunnar; Stein, Harry (Hrsg.) Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945
17.04.2016 Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Rez. von Cornelia Siebeck, Berlin / Ruhr-Universität Bochum

Unter dem Titel „Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945“ ist seit April 2016 in der Gedenkstätte Buchenwald eine neue Dauerausstellung zur Geschichte des Konzentrationslagers zu sehen. Sie ersetzt die vorherige Ausstellung zum Thema, die 1995 eröffnet worden war.

Betritt man das historische Gebäude der Effektenkammer auf dem ehemaligen Lagergelände, kommt man in einen großen Raum, der bis auf Infotheke und Garderobe leer zu sein scheint.

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Tagungsberichte/

20.04.2017 - 21.04.2017 Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Von Elisa Heinrich, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Den Anlass für das Symposium in der Gedenkstätte Ravensbrück bildete die Kontroverse um die Frage nach der Legitimität eines öffentlichen Gedenkens an lesbische Frauen im Nationalsozialismus. Die im Zuge der Realisierung des ‚Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen’ im Berliner Tiergarten erstmals heftig geführte Debatte setzt sich momentan in der Frage nach einem Gedenkzeichen – einer von Aktivistinnen gestalteten Gedenkkugel – in der Gedenkstätte Ravensbrück fort.

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06.04.2017 - 07.04.2017 Doktoratskolleg für Mitteleuropäische Geschichte, Andrássy Universität Budapest
Von Andra-Octavia Drăghiciu, Institut für Geschichte, Universität Graz

Am 6. und 7. April 2017 fand unter dem Titel „Menschen und ihre Biografien. Mitteleuropäische Lebenswege im Brennpunkt“ die 6. internationale und interdisziplinäre Tagung des Doktoratskollegs für Mitteleuropäische Geschichte an der Andrássy Universität Budapest statt. In einer angenehmen Atmosphäre tauschten sich Doktorandinnen und Doktoranden von deutschen, österreichischen und ungarischen Forschungseinrichtungen zu den facettenreichen Herangehensweisen an mitteleuropäischen Biografien aus.

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22.03.2017 - 24.03.2017 Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte Rom; Deutsches Archäologisches Institut, Rom
Von Marina Unger, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin

Zum ersten Mal haben die Fototheken der Bibliotheca Hertziana (BH) und der Abteilung Rom des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI Rom) eine gemeinsame Konferenz veranstaltet. Der thematische rote Faden zog sich entlang der Faktizität und des Gebrauchs der Fotografie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

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29.03.2017 - 31.03.2017 Franz-Xaver Bischof / Harry Oelke, Kath.-Theol. Fakultät Ludwig-Maximilians-Universität München; Bayerische Staatsbibliothek München; Katholische Akademie Bayern; Evangelische Akademie Tutzing
Von Regina Maria Wiedenbauer, Ludwig-Maximilians-Universität München

,Es luthert allerorten!“ – diese Einführung traf es auf der Tagung ,,Luther und Eck“, veranstaltet von der Evangelischen und der Katholischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Katholischen Akademie in Bayern und der Evangelischen Akademie Tutzing auf den Punkt: Das Jahr 2017 steht voll und ganz im Zeichen Martin Luthers und der Reformation.

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Miszellen/

Web-News

Liebe Leserinnen und Leser von H-Soz-Kult,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der zuletzt neu ins Themenportal Europäische Geschichte eingestellten Artikel, Essays, Materialen und Quellenauszüge.

Essay/Artikel:

Chiara Bonfiglioli: A Working Day that has no End: The Double Burden in Socialist Yugoslavia.
Abstract:
The film Od 3 do 22 [From 3 am to 10 pm] was made by Croatian director Krešimir Golik in 1966, and is considered a classic of documentary film in the former Yugoslav region.[2] The 1960s were a time of intellectual opening in Yugoslavia, and a new movement of film authors, known as the Yugoslav Black Wave, started to explore everyday societal problems and marginal subjects.

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Nachrichten

Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert hat am Mittwoch, 17. Mai 2017, den Wissenschaftspreis 2017 des Deutschen Bundestages an die Gießener Europa- und Verfassungsrechtlerin Prof. Dr. Jelena von Achenbach verliehen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre 2014 veröffentlichte Dissertation „Demokratische Gesetzgebung in der Europäischen Union.

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Forschungsprojekte

New Transnational Studies Series with Springer Publishing (2017) to seek submissions from scholars and practitioners in fields related to series foci as outlined below.

Global Germany in Transnational Dialogues presents original research work from contributors in a cutting-edge collection of case and monograph studies in humanities, business, economics, law, education, cultural studies and science.

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Nachrichten

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich auf eine Petition verweisen, die sich - wie dem Titel zu entnehmen - gegen die drohende Aussetzung der Immatrikulation für das WS17/18 im Bachelor Japanologie an der Universität Halle richtet. Da die Japanologie in Halle auch einen historischen Schwerpunkt hat, hoffen wir auf Ihre Unterstützung und wären Ihnen für eine Unterschrift sehr dankbar.

https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-aussetzung-der-immatrikulation-des-bachelors-japanologie-an-der-universitaet-halle

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Zeitschriften/

Luso-Brazilian Review publishes interdisciplinary scholarship on Portuguese, Brazilian, and Lusophone African cultures, with special emphasis on scholarly works in literature, history, and the social sciences. Each issue of the Luso-Brazilian Review includes articles and book reviews, which may be written in either English or Portuguese.

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2017 jährt sich zum 500. Mal der berühmte Thesenanschlag, bei dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelte. Um und über das damit verbundene, nicht zuletzt durch Luther neu aufgesetzte Verhältnis von Politik, Macht und Kirche wird im Angesicht des Reformationsjubiläums in diesem Jahr (weiter) gerungen werden.

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National Identities explores the correlation/mapping between identity, people, state and nation, and examines the complexities of how national identities are created, represented and adopted in any period from antiquity to the current day, and from any geographical location. The focus of the journal is on identity, on how cultural factors (language, architecture, music, gender, religion, the media, sport, encounters with ‘the other’ etc.) and political factors (state forms, wars, boundaries) contribute to the formation and expression of national identities and on how these factors have been shaped and changed over time.

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