Cosmic enthusiasm: The cultural impact of space exploration on the Soviet Union and Eastern Europe since the 1950s

Ort
Basel
Veranstalter
Monica Rüthers, Basel; Carmen Scheide, Konstanz; Eva Maurer, Fribourg; Julia Richers, Basel
Datum
22.01.2009 - 24.01.2009
Von
Ekaterina Emeliantseva, Historisches Seminar, Universität Zürich

Für die sich nach dem Zweiten Weltkrieg neu formierende sowjetische Gesellschaft spielte die Raumfahrt eine besondere Rolle. Als die Sowjetunion im Oktober 1957 als erstes Land einen Satelliten in die Erdumlaufbahn schoss, löste dies im Westen einen regelrechten Sputnik-Schock aus. Der erste bemannte Weltraumflug von Jurij Gagarin im April 1961 markierte einen weiteren Punktegewinn für die Sowjetunion im Wettlauf mit den USA. Der technologische und militärische Wettkampf des Kalten Krieges bildete bis anhin den hauptsächlichen Rahmen, in dem die sowjetische Raumfahrt untersucht wurde. Erst vor kurzem gewannen kulturelle Perspektiven auf die Weltraumfahrt an Aufmerksamkeit.[1] Wenig erforscht bleibt weiterhin die kulturgeschichtliche Dimension der sowjetischen Erforschung und Eroberung des Weltalls: der Einfluss der Weltraumfahrt auf die Gesellschaft, auf den Alltag und die populäre Kultur nicht nur in der Sowjetunion, sondern auch in anderen Ländern des Ostblocks. Insbesondere die Wechselwirkungen zwischen der Weltraumfahrt, der Politik und den Lebenswelten der einzelnen Menschen blieben dabei weitgehend unberücksichtigt. Diesem Desiderat widmete sich im Januar 2009 (22.-24.01.09) am Historischen Seminar Basel eine internationale Konferenz unter dem Titel „Cosmic enthusiasm: The cultural impact of space exploration on the Soviet Union and Eastern Europe since the 1950’s“.

Die Konferenz widmete sich drei Themenkomplexen. (1) Zum einen standen die Einflüsse der Raumfahrt auf den Alltag im Vordergrund. Wie änderte der Eintritt des Kosmos in die Lebenswelten der Sowjetmenschen die materielle und visuelle Kultur? Führte die Kosmos-Euphorie zu einem neuen Lebensgefühl, zu neuen emotionalen Stilen und Ausdrucksformen? (2) Der zweite Themenkomplex war den längerfristigen Wirkungen der Raumfahrt für die sowjetische Geschichte und für Osteuropa generell gewidmet. In diesem Zusammenhang standen auch die Fragen des Kosmos als Erinnerungsort und Reservoir für die ‚Sowjetnostalgie“ im zeitgenössischen Russland. (3) Der dritte Komplex widmete sich vergleichenden Perspektiven auf die Weltraumfahrt in Ost und West.

In insgesamt 15 Vorträgen präsentierten die Vertreterinnen und Vertreter aus Geschichte, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte ein breites Spektrum an empirischen Einzeluntersuchungen und breiteren Überblicken, die hier in einer Auswahl besprochen werden.

MATTHIAS SCHWARTZ (Berlin) widmete sich sowjetischen populärwissenschaftlichen Zeitschriften der 1950er- und 1960er-Jahre und deren Rolle in der Vorbereitung des öffentlichen Diskurses über den Kosmos und der Begeisterung, die nach 1957 zu einem regelrechten Kosmos-Fieber führte. Am Beispiel der Science-Fiction-Erzählungen, die in den Zeitschriften „Wissen ist Macht“ sowie „Technik für Jugend“ publiziert wurden, zeigte Schwarz auf, wie diese Literatur die Innenwelten der sowjetischen Bürger mit dem Weltraum verband. Sie habe ein neues Lebensgefühl des Seins im Weltall bewirkt: extraordinäre körperliche Erfahrungen, unerwartete Wenden im Leben des Einzelnen und Visionen hätten die Menschen als Einflüsse des Kosmos gedeutet. Entbehrungen im Alltag seien angesichts der überwältigenden Vision der Kontakte mit dem Universum verblasst.

Die Vorträge von CATHLEEN LEWIS (Washington D.C.), IINA KOHONEN (Helsinki) und ANNELI PORRI (Tallinn) fokussierten auf die Repräsentation der sowjetischen Weltraumfahrt in den visuellen Medien. Lewis analysierte die Science-Fiction-Filme von Pavel Klušancev der 1950er- und früher 1960er-Jahre, deren Entstehungsbedingungen und ihre visuelle Sprache. Mit beschränkten Mitteln habe Klušancev Filme produziert, die einem technisch informierten sowjetischen Zuschauer den neuesten Stand der technologischen Entwicklung vermittelten und für die Visionen der in der nahen Zukunft möglichen regulären Flüge auf den Mond, Mars und die Venus begeistern sollten. Kohonen stellte die Fotografien der Kosmonauten aus den frühen 1960er-Jahren in den Kontext der sowjetischen Propaganda. Die fotografische Repräsentation der Weltraumfahrt und ihrer Helden gab Kohonen zufolge einen konkreten visuellen Rahmen für das abstrakte Chruščevsche politische Programm. Am Beispiel der Kosmonauten-Portraits aus der Zeitschrift „Ogonek” zeigte Iina Kohonen auf, wie die ritualisierten Aufnahmen in Standartposen den neuen Menschen der dem Kommunismus nahen Gesellschaft repräsentieren sollten: Fröhliche Kosmonauten, abgebildet in schönen Wohnräumen mit ihren glücklichen und gebildeten Frauen und gut erzogenen Kindern bei aktiver Freizeitgestaltung – doch nicht als unerreichbare mytische Gestalten, sondern als gewöhnliche Sowjetmenschen im Hier und Jetzt. Die Grenze zwischen der Zukunftsvision und der Gegenwartsrealität sollte somit verschwinden. Porri hingegen verwies in ihrem Vortrag auf das subversive Potential der Kosmonauten-Thematik in der estnischen Kunst. Das vom Zentrum favorisierte Thema, das aber keinerlei Bezug zu Estland hatte, habe einen Spielraum fürs Experimentieren mit Formen und Technik gewährt. Während zu Sowjetzeiten die Themen des Kosmos keinen prominenten Platz in der estnischen Kunst hatten, gewannen sie in den 1990er-Jahren an Popularität, allerdings unter ironischem Vorzeichen.

Den Fragen der Erinnerung an die Kosmonauten und nach dem Platz der Weltraumfahrt im kulturellen Gedächtnis gingen in ihren Vorträgen VLADIMIR SADYM (Krasnodar), ANNA EREMEEVA (Krasnodar), SLAVA GEROVICH (Cambridge) und TREVOR ROCKWELL (Edmonton) nach. Sadym und Eremeeva analysierten die Bedeutung der Raumfahrt für die Region Krasnodar. Während Sadym die Strukturen und Tätigkeiten der regionalen öffentlichen Oranisationen darstellte, die sich mit Raumfahrt befassen, konzentrierte sich Eremeeva auf die identitätsstiftende Funktion der Raumfahrt für die Region Krasnodar und ihre Umdeutung seit der Perestrojka. Zwar gab es keine Kosmodrome in dieser Region, doch zahlreiche Wissenschaftler und Ingeneure aus Krasnodar waren in die Raumfahrtprogramme der 1950er- bis 1980er-Jahre involviert. Viele Veteranen der Kosmodrome von Bajkonur und Plesetsk wohnen jetzt in Krasnodar und einige Kosmonauten sowie führende Ingenieure waren in dieser Region geboren. Im Selbstverständnis und der Repräsentation von Krasnodar spiele bis heute die Raumfahrt eine herausragende Rolle. Das sowjetische Erbe werde in diesem Zusammenhang als positiv bewertet, die Kosmonauten werden jedoch Eremeeva zufolge als universelle Helden gesehen, die auch in der post-sowjetischen Zeit ihre Vorbildfunktion erhalten hätten. Gerovich widmete sich in einer faszinierenden Analyse den Ambivalenzen und Widersprüchen des Mythos um den legendären Raketenkonstrukteur Sergej Korolev als einem der Fluchtpunkte für die Sowjetnostalgie im heutigen Russland. Den Grundstein für diesen Mythos habe Korolev selbst gelegt, als er sich zum Schüler und Erben von Ciolkovskij stilisierte. Die Aufnahme der offiziellen Nationalikone in seinen Lebensweg qualifizierte Korolev in den Augen der Parteileitung für eine ähnliche Rolle und ermöglichte somit die Initiierung des Weltraumfahrtprojekts. Korolev selbst war sich offenbar im Klaren über die Anpassungen in seiner öffentlichen Selbstrepräsentation (er hatte Ciolkovkij vermutlich nur einmal kurz gesehen). Zugleich war ihm auch seine widersprüchliche Präsenz in der Öffentlichkeit als „Hauptkonstrukteur” und die gänzliche Absenz als Person Korolev bewusst. Korolev formte Gerovich zufolge nicht nur seinen eigenen persönlichen Mythos, sondern auch den Mythos von der sowjetischen Eroberung des Weltalls. Mit seinem Tod gewann das offizielle Narrativ über den Kosmos Momentum und ein neues Verehrungsobjekt. Am Beispiel des Spielfilms über Korolev „Die Zähmung des Feuers” (1972) analysierte Gerovich die Mechanismen der Produktion und Verbreitung des Korolev-Mythos und ging schliesslich auf die Fragmentierung des Masternarrativs in konkurrierende Geschichten ein, die Korolevs Gegner und Jünger in den letzten Dekaden der Sowjetunion tradierten. Dabei hob Gerovich hervor, dass die individuellen Erinnerungen und offizielle Narrative hier aufs Engste verflochten wurden und sich gegenseitig beeinflussten. Ein rarer Fall, bei dem der Einfluss individueller Erfahrungen auf kollektive Erinnerungsmuster zu identifizieren möglich war. Rockwell analysierte in seinem Vortrag den Gagarin-Kult im Kontext des propagandistischen Projektes des Neuen Menschen. Dabei hob er hervor, dass Gagarins Autobiographie „Der Weg in den Kosmos” wenig über die reale Person aussagt. Vielmehr sei sie ein Fundus für Themen und Motive der zeitgenössischen Propaganda: kommunistisches Bewusstsein und Moralkodex, Familie, Maskulinität, Atheismus und Arbeit. Die Ikone Gagarin überlebte das Ende der Sowjetära und in dieser Hinsicht hat sich das Kosmos-Fieber Rockwell zufolge noch nicht ausgelebt.

Der Genderproblematik im Zusammenhang mit der Weltraumfahrt widmeten sich in ihren Vorträgen ROSHANNA SYLVESTER (Chicago) und JULIA RICHERS (Basel). Julia Richers stellte die Figur der ersten Kosmonautin Valentina Tereškova in den Kontext des transkontinentalen Gender-Wettkampfs. Die sowjetische Führung habe den Weltraumflug von Tereškova als Beweis instrumentalisiert, dass sowjetische Frauen die volle Gleichberechtigung erreicht hatten und dies nur im überlegenen sozialistischen System möglich wurde. Zugleich sei der Körper von Tereškova ein Objekt exotisierender Untersuchungen über den spezifischen Einfluss der Raumfahrt auf den weiblichen Körper gewesen. Der erste Flug einer Kosmonautin löste eine breite Debatte über die Weiblichkeit im Westen wie im Osten aus. Während die westlichen Medien die Benachteiligung der sowjetischen Frauen im häuslichen Bereich kritisierten, betonten die sowjetischen und osteuropäischen die Errungenschaften im Arbeitsbereich. Dennoch gewann das öffentliche Bild der ersten Kosmonautin später immer stärker 'weibliche' und 'häusliche' Züge: als vorbildliche Hausfrau, die Wert auf ihr Äusseres legt. Dies erlaubte es Richers zufolge, sie zu einer neuen Ikone der Nachkriegsgeneration zu stilisieren, die für den neuen Lebensstil und soziale Mobilität stand, als die sowjetische Übergangsgesellschaft der Chruščevschen Ära die Gender-Rollen neu verhandelte. Sylvester ging in diesem Kontext der Vorbildfunktion der Tereškova für Schulmädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren nach. Dabei konnte sie feststellen, dass das Interesse der sowjetischen Schulmädchen an Technik und Naturwissenschaften in den Jahren direkt nach Tereškova's Flug 1963 den Höhepunkt erreichte. Allerdings kehrten die alten Muster relativ schnell zurück.

Der Bedeutung der Raumfahrt für die antireligiöse Propaganda widmete sich in ihrem erhellenden Vortrag VICTORIA SMOLKIN (Berkeley). Gerade die sowjetische Nachkriegsgesellschaft habe den marxistisch-leninistischen Atheismus auf eine harte Probe gestellt und bis in die späten 1950er-Jahre sei die sowjetische Führung uneinig über die Methoden der atheistischen Propaganda und die Bedeutung des Atheismus gewesen. Die Erfolge der Raumfahrt boten in diesem Zusammenhang eine wirksame Waffe gegen „religiöse Überbleibsel”. In ihrer Analyse zeigte Smolkin, wie die entsprechenden Institutionen und Presseorgane den Kosmos für die atheistische Propaganda (etwa im Planetarium) einsetzten. Dabei schufen diese eine Plattform für die Entwicklung einer neuen sowjetischen Kosmologie, die allerdings nur schwer in die Köpfe und Herzen der Sowjetbürger Eingang fand. Viele waren für die aus der Sicht der Propagandisten offensichtliche Widerlegung religiöser Dogmen durch die Eroberung des Weltalls nicht empfänglich und sahen in der Raumfahrt keinen Widerspruch zur Religion. Dieser Misserfolg habe zur Modifikation der antireligiösen Propaganda geführt: mehr Wert wurde nun auf Philosophie statt auf Wissenschaft gelegt.

Zu einem der Höhepunkte der Konferenz wurde der Vortrag von ASIF F. SIDDIQI (New York) zu Spannungen zwischen der Propaganda des Weltraumprogramms und dem Geheimhaltungsregime, das die Staatsgeheimnisse schützen sollte. Auf der Basis kürzlich zugänglich gemachter Archivmaterialien konnte Siddiqi überzeugend aufzeigen, dass zu keinem Zeitpunkt klare Richtlinien bestanden, welche ‚Fakten’ und auf welche Art und Weise öffentlich kommuniziert werden konnten und welche verschlossen bleiben sollten. Dabei identifizierte Siddiqi drei leitende Strategien für die Herstellung öffentlicher Narrative über die Raumfahrt: erstens, der Ausschluss von Zufällen und Eventualitäten aus der Meisterzählung, so dass alle Erfolge als notwendige Resultate wahrgenommen würden, zweitens, die Herstellung der „eingeschränkten Sichtbarkeit“ der Akteure und Objekte der Raumfahrt (nur wenige Personen wie die Kosmonauten, die ihre Flüge bereits absolviert hatten, oder öffentliche Sprecher mit wenig Kontakt zu den eigentlichen Akteuren und Objekten waren öffentlich zugänglich); und drittens, die Herstellung eines geschlossenen Meisternarrativs mit einem festen Repertoire an Geschichten und wenigen unfehlbaren Heroen. Die rhetorische Akrobatik, mit der die höchst geheimen Errungenschaften bekannt gegeben wurden, entstand laut Siddiqi als Produkt von ständigen Aushandlungen zwischen unterschiedlichen Gremien, Institutionen und Personen – den Konstrukteuren, Parteifunktionären, Wirtschaftseliten, Militärführung und Kosmonauten selbst. Eine optimale Lösung für das Problem, das Weltraumprogramm möglichst breit zu popularisieren und zugleich möglichst wenig Konkretes öffentlich zu machen, sei in der Sowjetunion nicht gefunden worden und habe einen Verhandlungs- und Interpretationsraum für alle Beteiligten geboten.

Dem Kosmos in den Beziehungen zwischen osteuropäischen Ländern widmete sich in ihrem Vortrag RADINA VUČETIĆ (Belgrad). Am Beispiel der Wahrnehmung sowjetischer Kosmonauten und amerikanischer Astronauten in Jugoslawien zeigte Vučetić auf, wie sich die Regierung Jugoslawiens sowie die Bürger politisch artikulieren konnten. Die sowjetischen Kosmonauten hätten bei ihren Besuchen relativ verhaltene Aufmerksamkeit erhalten, während die Astronauten der Apollo-11-Mission emphatisch als Helden des Universums gefeiert und zu neuen Ikonen Jugoslawiens hochstilisiert worden seien.

Bei der engagierten Schlussdiskussion gingen die Organisatorinnen der Konferenz nochmals auf die einleitenden Fragen ein. Als weitere Forschungsthemen oder Zugänge nannte MONICA RÜTHERS (Konstanz) den stärkeren Einbezug der spezifischen Medien, die für das Kosmos-Fieber von eminenter Bedeutung waren: etwa des sowjetischen Fernsehens und Runfunks. Zudem schlug sie vier Schlüsselkategorien für die Analyse der sozialen Folgen des Kosmos-Fiebers vor: Gender, Kindheit, Generation und Religion (vs. Atheismus). Möglich wären hier auch weitere Kategorien, wie etwa Ethnie/Nationalität oder Körper. CARMEN SCHEIDE (Basel/Konstanz) wies auf die Notwendigkeit hin, stalinistische visuelle Traditionen auf ihre Kontinuitäten bei der Kosmos-Thematik hin zu überprüfen. Als einen weiteren wichtigen Punkt hob sie den ökologischen Bereich hervor. EVA MAURER (Freiburg/CH) griff erneut die Frage nach der Periodisierung und dem Ende des Kosmos-Fiebers auf. Gute Gründe sprechen, wie Siddiqi betonte, dafür, den Tod Gagarins 1969 als das Ende der ersten Phase des Kosmos-Fiebers in der Sowjetunion zu sehen, oder zumindest als einen Wendepunkt im positiven Image der Kosmonauten und der Raumfahrt.

Die in der Schlussdiskussion gezogene Bilanz der Konferenz verdeutlichte, dass sich die Vielschichtigkeit des Phänomens Kosmos mit Gewinn insbesondere durch Analysen der sozialen Praxis herausarbeiten lässt. Ein wichtiger Punkt wäre zudem die generelle Frage danach, inwiefern die Untersuchungen zur Raumfahrt ein neues Bild der sozialistischen Gesellschaften zu zeichnen vermögen, die die gängigen dualen Modelle überwinden. Einen erfolgreichen Einstieg hat diese Konferenz schon geleistet. Eine Publikation der Beiträge ist in Vorbereitung.

Konferenzübersicht:

Session I. Spaces of thought – historical, theoretical and literary approaches

Andrea Zink / Christof Weber, University of Basel: Limited or Infinite? Concepts of Space in Geometry and Semiotics of Literature

Matthias Schwartz, FU Berlin: A Dream Come True. Close Encounters with Outer Space in Soviet Popular Scientific Journals of the 1950’s and 60’s

Commentary and discussion: Michael Hagemeister, University of Basel

Session II. Representations of Soviet spaceflight from the 1950s to the 1970s

Cathleen Lewis, Smithsonian Institute, Washington D.C.: Visualizing Spaceflight: The Films of Pavel Klushantsev

Iina Kohonen University of Design and Art, Helsinki, The Heroic and the Ordinary: Photographic Representations of Soviet Cosmonauts in the Early 1960’s

Vladimir Sadym, Krasnodar: The Historical and Cultural Space Heritage Propaganda – the Experience of a Russian regional public organization

Anna Eremeeva, Krasnodar State University of Culture and Arts: Constructing Cosmic Enthusiasm: A Case Study of the Krasnodar Territory

Commentary and discussion: Eva Maurer, University of Fribourg

Session III. Space, utopia and children/youth

Roshanna Sylvester, DePaul University, Chicago: ‘Let’s Find Out Where the Cosmonaut School Is’: Soviet Girls and Cosmic Visions in the Aftermath of Tereshkova”

Victoria Smolkin, University of California, Berkeley: Kosmos and Cosmology: Space exploration and atheist education in the late Soviet period”

Dmitry Shlapentokh, Indiana University: The Rise and Fall of Cosmic Millenarianism in Russia

Commentary and discussion: Monica Rüthers, University of Constance

Session IV. Spaceflight as popular culture and cultural export

Radina Vučetić, University of Belgrade: Soviet cosmonauts and American astronauts in Yugoslavia – Who did the Yugoslavs love more?

Asif A. Siddiqi, Fordham University; New York: Unresolved Tensions: Mass Culture and Secrecy in the Soviet Space Program

Andrei Rogatchevskii, University of Glasgow: Space Exploration in Western and Soviet Popular Culture: Wishful Thinking vs Conspiracy Theories

Commentary and discussion: Ulrich Schmid, University of St. Gallen

Session V. Space memories

Slava Gerovitch, Massachusetts Institute of Technology: Memories of Space and the Spaces of Memory: Remembering Sergei Korolev

Commentary and discussion: Ekaterina Emeliantseva, University of Zürich

Session VI: Space heroes and heroines

Trevor Rockwell, University of Alberta, Edmonton: Truth and Legend: The New Soviet Man and Yuri Gagarin in Soviet Propaganda

Anneli Porri, Estonian Academy of Arts, Tallinn: Two Images of a Spaceman in Estonian Art: The Missing Myth of a Hero and the Fable of Failure

Roman Marek, University of Paderborn: Laika: First cosmonaut and space hero

Julia Richers, University of Basel: Valentina Tereshkova and the transcontinental battle of the sexes

Commentary and Discussion: Carmen Scheide, University of Basel

Anmerkungen:
[1] Vgl. Alexander C.T. Geppert: Tagungsbericht Imagining Outer Space, 1900-2000. 06.02.2008-09.02.2008, Bielefeld. In: H-Soz-u-Kult, 16.04.2008, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2070>; Lars Karl: Tagungsbericht Im Zeichen des Sputnik. Internationale Konferenz zum 50. Jahrestag des ersten künstlichen Erdtrabanten. 28.09.2007-30.09.2007, Berlin. In: H-Soz-u-Kult, 31.10.2007, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=1748>.

Zitation
Tagungsbericht: Cosmic enthusiasm: The cultural impact of space exploration on the Soviet Union and Eastern Europe since the 1950s, 22.01.2009 – 24.01.2009 Basel, in: H-Soz-Kult, 23.06.2009, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-2650>.
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Veröffentlicht am
23.06.2009
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