Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./20. Jahrhundert

Ort
Vallendar
Veranstalter
Institut für Theologie und Geschichte religiöser Gemeinschaften der Philosophisch-Theologischen Hochschule, Vallendar
Datum
05.02.2010 - 07.02.2010
Von
Gisela Fleckenstein, Nachlässe und Sammlungen, Historisches Archiv der Stadt Köln

Zur zehnten Jahrestagung des Arbeitskreises Ordensgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts versammelten sich Wissenschaftler aus dem Hochschulbereich, Ordensleute, Archivare und an der Thematik Interessierte. 40 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden diskutierten Themen zur neueren Ordensgeschichte. Zur Diskussion forderten vor allem methodische Probleme am Schnittpunkt zwischen Kirchengeschichte und Ordensgeschichte sowie über das Quellenverständnis heraus. Wie schon in den vergangenen Jahren, wurden viele Facetten der Ordensgeschichte vorgestellt.

ANNELIES VAN HEIJST (Tilburg) thematisierte hermeneutische und methodische Herausforderungen bei der Erforschung karitativ tätiger Frauengenossenschaften in den Niederlanden im 19. und 20. Jahrhundert. In einem 2004 gestarteten Projekt sollen 90 in den Niederlanden tätige Kongregationen zusammenfassend vorgestellt werden. Es geht dabei, wie die Referentin darlegte, um die Darstellung der Erfahrungen aus der Sicht der von der Arbeit der Schwestern Betroffenen und um das tägliche (religiöse) Leben der Schwestern selbst. Zielgruppe seien am Thema interessierte Leser. Damit werde die innerkirchliche Perspektive verlassen. Die Kongregationen würden mit ihrer Tätigkeit (Erziehung, Krankenpflege, Mission etc..) in den Kontext der niederländischen Kirche und Gesellschaft gestellt. Es würden auch die Stellungnahmen ausgetretener Ordensleute berücksichtigt. Die Forschergruppe stellte fest, dass viele Archive bereinigt wurden. Sie enthielten nur Material, welches man für eine harmonisierende Geschichtsschreibung verwenden konnte. Deshalb mussten auch Quellen und Schriften aus Nichtordensarchiven herangezogen werden. Es war problematisch, die Ordensgemeinschaften nach ihren geistlichen Wurzeln zu unterscheiden, die in bisherigen Darstellungen überakzentuiert wurden. Beriefen sich die Gemeinschaften doch hauptsächlich auf die Franziskus- und Augustinusregel. In der Praxis unterschieden sie sich bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil allerdings nicht, weil eine neoscholastische Ausrichtung dominierte.

Zu diesem Projekt schloss sich ein Beitrag von MARJET DERKS (Nijmegen) an, welcher die „Erneuerungsfalle“ als Problem ausführlich darstellte. In der Oral History wurde deutlich, dass die Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil durch die Brille der Erneuerung wahrgenommen wurde. Viele Mythen seien einfach unreflektiert übernommen worden. So zum Beispiel, dass in den 1960er-Jahren besonders viele Schwestern die Ordensgemeinschaft verließen. Faktum sei aber, dass in vielen Gemeinschaften gerade zwischen 1910 und 1930 viel mehr Kandidatinnen gingen als blieben. Viele angebliche Tatsachen hätten sich als Allgemeinwissen verfestigt. Es habe sich auch festgesetzt, dass Schwestern nur für Gotteslohn beziehungsweise umsonst gearbeitet hätten, was nicht stimme. Die einzelne Schwester erhielt keinen Lohn, wohl aber erzielte die Gemeinschaft Einkünfte für die Arbeit. Als Beispiel diente die 1832 in Holland gegründete Kongregation „Schwestern Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit“ (SCMM). Die Schwestern sahen sich selbst als modern, griffen aber in öffentlichen Darstellungen, wie bei Auftritten im Fernsehshows, in ihrem Museum oder bei einem für die Gemeinschaft errichteten Denkmal („Sisters of Steel“ in Tilburg) auf vorkonziliare Präsentationsformen zurück. Durch das Tragen eines Ordensgewands in öffentlichen Auftritten wird Kontinuität zur Vergangenheit suggeriert. Je nach Situation werde auf die Kontinuität oder die Veränderung zurückgegriffen. Dies rühre vielleicht daher, dass die Erneuerung in den 1960er- und 1970er-Jahren von außen (Feministische Theologie, Soziologie etc.) an die Gemeinschaft herangetragen wurde. Es bestehe die Gefahr, eine neue Vergangenheit zu konstruieren. So greife diese Kongregation in der Gegenwart die Tradition der Menschenrechte als durchgängiges geistliches Ziel auf. Historiker müssen als Außenstehende diesen Spagat bzw. diese Falle bei der Geschichtsschreibung berücksichtigen.

Der Benediktiner-Pater JOHANNES SCHABER (Ottobeuren) stellte einen Zugang zur Ordensgeschichte über die Philosophie dar. Ausgehend von den Konzilskonstitutionen Lumen gentium und Perfectae caritatis machte er Wandel am Ursprung fest. Eine Erneuerung des Ordenslebens könne nur durch die Rückkehr zum Ursprung bzw. zu den Anfängen stattfinden. Die Regel aller Regeln sei das Evangelium. Dann komme die Rückbesinnung auf den Geist des Ordensgründers bzw. der Ordensgründerin. Nur durch die Rückbesinnung auf das Ursprungscharisma könne eine Anpassung (Modernisierung) vorgenommen werden. In einer retrospektiven Fragestellung könne man sich des Ursprungs vergewissern und prospektiv fragen, was das Neue sei, etwa an einem Bettelorden im Vergleich zu den Benediktinern. Die Erneuerung des Ordenslebens durch Rückkehr zum Ursprung und Gründungscharisma enthebe den Historiker aber nicht des Problems, einen Anfang beziehungsweise Ursprung setzen zu müssen, wie beispielsweise durch eine Gründungsgestalt.

Bis zur Änderung des Passgesetzes am 20. Juli 2007 konnte in der Bundesrepublik in die Personaldokumente ein Ordens- oder Künstlername eingetragen werden. Mit dem Wegfall dieser Möglichkeit ist es Ordensleuten nicht mehr möglich, ihre doppelte Identität (Zivil- und Ordensname) amtlich nachzuweisen. GISELA FLECKENSTEIN (Köln) stellte die daraus für Ordensleute erwachsenden Nachteile im rechtlichen, praktischen und theologischen Bereich dar. Durch Proteste der Deutschen Ordensobernkonferenz, der FDP-Fraktion sowie einiger SPD-Abgeordneter wurden die Änderungen im Passgesetz wieder zurückgenommen, so dass ab 01. November 2011 Ordens- und Künstlername wieder eingetragen werden können. Obwohl Ordensleute in der Bundesrepublik eine Minderheit bilden und es in fast allen anderen Ländern der Europäischen Union unüblich ist, erhielt der Ordensname seinen angestammten Platz in den deutschen Personaldokumenten wieder zurück.

Über 450 Jahre katholische Mission in Japan gab BEATE LÖFFLER (Dresden) einen knappen Überblick. In den Mittelpunkt stellte sie als sichtbare Zeugen der Mission christliche Kirchenbauten bzw. Gottesdiensträume. In einer ersten Missionsphase im 16. und 17. Jahrhundert – begonnen von Jesuiten – fand der katholische Glaube in Japan Verbreitung. Seine Unterdrückung bzw. sein Schattendasein änderte sich erst wieder im 19. Jahrhundert, als Japan neue Kontakte zur westlichen Welt knüpfte (so genannte Ungleiche Verträge) und andere Ordensgemeinschaften in Japan Fuß fassten. In dieser Zeit wurde vor allem neoromanische und neogotische Architektur nach Japan importiert. Die Japaner selbst sträubten sich gegen die Übernahme japanischer Architekturelemente in Kirchenbauten. Heute seien in Japan viele Kirchenbauten von Architekten aus Deutschland und der Schweiz zu finden.

Die Don Bosco Schwester MARIA MAUL (Vöcklabruck) warf in ihrem Referat, unter dem Aspekt der Nähe und Distanz, einen Blick auf das Verhältnis zwischen den Salesianern Don Boscos (gegründet 1859) und den Don Bosco Schwestern (gegründet 1872 als Töchter Mariä Hilfe der Christen). Wie die Salesianer bei der männlichen Jugend, hatten die Schwestern die Aufgabe der Erziehung und Bildung der weiblichen Jugend. Don Bosco selbst habe schon 1877 Regeln für den Umgang zwischen beiden Ordenszweigen verfasst, weil Schwestern in den Männerklöstern die Haushaltsführung übernahmen. Die Schwestern wurden 1906 rechtlich selbstständig. Die Patres waren immer die Seelsorger der Schwestern. Man unterstützte sich gegenseitig, was teilweise zu Spannungen führte. In Deutschland und Österreich hätten die beiden Orden heute ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und Distzanz erreicht.

Die Wandlungsprozesse katholischer apostolisch-tätiger Frauenorden in der Bundesrepublik in den 1960er- und 1970er-Jahren sind das Thema eines Dissertationsvorhabens von KIRSTEN GLÄSEL (Bochum), das sie in ihrem Vortrag vorstellte. Mit einem Blick auf die so genannte Ordenskrise bis zur Würzburger Synode möchte sie in der Analyse von Debatten über Transformationsprozesse der Frauenorden in der Zeitschrift „Ordenskorrespondenz“ die veränderte Rolle der Ordensfrau betrachten. Die theoretischen Reflexionen sollen mit praktischen Beispielen (Ursulinen und Schwestern vom Guten Hirten) gespiegelt werden. In die Betrachtung soll der sozialgeschichtliche Hintergrund der Bundesrepublik mit einem besonderen Fokus auf die Emanzipation der Frau, die 1968er Bewegung der Bildungsdebatte beziehungsweise –reform einbezogen werden. Wie wurden diese Strömungen im Hinblick auf das Aggiornamento des Zweiten Vatikanischen Konzils in den Frauenorden rezipiert? Wer oder was war für die Krise verantwortlich? Griffen Frauenorden die Chance zur Erneuerung und Anpassung an die Moderne auf?

Einen tiefen Einblick in das Innenleben einer Gemeinschaft gab ERIK SODER VON GÜLDENSTUBBE (Würzburg). Der von seinem Bischof mit weitgehenden Rechten ausgestattete erste Spiritual (geistlicher Begleiter) der Kongregation der Töchter des allerheiligsten Erlösers, Konrad Hock (1868-1935), wollte das geistliche Leben der sehr auf die Krankenpflegepraxis ausgerichteten Schwestern tiefgreifend erneuern. Hock führte mit der Mädchenbildung einen neuen Tätigkeitsbereich in der Gemeinschaft ein. Dies sahen einige Schwestern als Widerspruch zu ihren ursprünglichen Aufgaben an. Hock schlug vergeblich eine ihm wohl gesonnene Schwester zur Generaloberin vor. Der Spiritual trat ab und übernahm erfolgreich eine Pfarrei. Doch gegen den Willen seines Nachfolgers wählten ihn viele Schwestern immer noch als Beichtvater. Es kam zum Eklat, als ihm sein Nachfolger Unregelmäßigkeiten im Umgang mit den Frauen unterstellte. Hock wurde nach Rom zitiert, zwar von allem Verdacht frei gesprochen, aber doch für zwei Jahre in einem Demeritenhaus interniert. Hock war auch als viel geachteter Schriftsteller tätig. Tragisch war, dass seine erwiesene Unschuld weder dem Würzburger Diözesanklerus noch den Erlöserschwestern mitgeteilt wurde. Seitens der Diözese habe man kein weiteres Aufsehen erregen wollen und der Bischof entzog sich den Anordnungen der vatikanischen Behörden, die über widersprüchliche Aussagen irritiert waren, nach einer weiteren Untersuchung.

Das Versepos „Dreizehnlinden" begründete 1878 den Ruhm des Arztes Friedrich Wilhelm Weber als Dichter. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Werk ein Bestseller und war – mit Unterbrechung durch die NS-Zeit – lange Jahre als Schullektüre verankert. Der Salesianer NORBERT WOLF (Benediktbeuern) ordnete die Dichtung über das imaginäre karolingische „Modellkloster“ an der Weser, in dem Gewalt durch Liebe überwunden wurde, in seine historischen Kontexte der Entstehungs- und Rezeptionszeit ein. Die Veröffentlichung fällt mit der beginnenden Wende im Kulturkampf zusammen. Wolff hielt das sprachlich nicht einfache Epos für eine unter ordensgeschichtlichen Aspekten heute noch gewinnbringende Lektüre. Eine Betrachtung der Theologie Friedrich Wilhelm Webers sei ein Desiderat der Forschung.

WOLFGANG SCHAFFER (Köln) gab einen Überblick über die Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Freiburg zwischen 1918 und 1965. In diesem Zeitraum gab es 1.714 Niederlassungen. Die Ordenslandschaft im Erzbistum veränderte sich mit der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung gravierend, weil erst jetzt wieder Männerorden zugelassen waren, die zuvor nur in Hohenzollern Fuß fassen konnten. Diese übernahmen in der Regel Aufgaben in der Seelsorgsaushilfe und in der Wallfahrt. Die Bereiche Schule, Bildung und Karitas wurden von Schwesterngemeinschaften abgedeckt. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges errichteten französische Kongregationen aufgrund der neuen Grenzen auch Mutterhäuser auf deutschem Gebiet. Zahlenmäßig erreichten die Ordensgemeinschaften um 1960 ihren Höhepunkt. Die Studie ist Teil der geplanten Freiburger Bistumsgeschichte.

Das ehemalige Zisterzienserkloster Altenberg im Bergischen Land wurde 1803 säkularisiert. Der bis heute erhalten gebliebene Altenberger Dom wurde 1857 durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zur Simultankirche bestimmt und wird mit genau festgelegten Zeiten als evangelische und katholische Kirche gemeinsam genutzt. REIMUND HAAS (Köln, Münster, Essen) berichtete über den gescheiterten Versuch, zwischen 1955 und 1958 wieder Zisterzienser aus Seligenporten in Altenberg anzusiedeln. Die Initiative sei von Zisterziensern ausgegangen, für die eine Niederlassung im Erzbistum Köln wegen möglicher finanzieller Unterstützung interessant gewesen sei. Erzbischof und Generalvikariat erklärten sich einverstanden, doch die Evangelische Landeskirche und die nordrhein-westfälische Landesregierung, die 1956 gerade zu einer SPD/FDP-Koalition wechselte, befürchteten eine Verdrängung der Evangelischen aus dem Dom und man ging soweit, dass eine Wiederansiedlung der Mönche dem „konfessionellen Frieden abträglich“ sei.

Im Juli 1958 nahm die Volkspolizei der DDR in der Niederlassung der Jesuiten in Biesdorf (Berlin) vier Jesuitenpatres fest, die unter anderem der Spionage für den Westen verdächtigt, vom Bezirksgericht Frankfurt an der Oder zu mehrjährigen Gefängnisstrafen mit Isolierungshaft im Zuchthaus Bautzen verurteilt wurden. Über den so genannten „Biesdorfer Jesuitenprozess“ berichtete CLEMENS BRODKORB (München). Der Prozess hatte eine einschüchternde Wirkung auf die weitere Tätigkeit der Jesuiten. Dieser einzige politische Prozess gegen katholische Priester in der DDR stehe zugleich exemplarisch für viele aus den gleichen Gründen geführte Prozesse gegen DDR-Bürger, in denen der Machtanspruch des SED-Unrechtsregimes demonstriert wurde. Wie aus den Archivalien hervorgehe, waren die Vorwürfe und die Festnahme vom Ministerium für Staatssicherheit von langer Hand vorbereitet. 1991 wurde der einzig noch lebende Pater in einem Verfahren rehabilitiert.

Die Vorträge und Diskussionen des nunmehr seit zehn Jahren bestehenden Arbeitskreises zeigen die Vielfalt der nationalen und internationalen Forschungslandschaft. Dabei geraten neben der Ereignisgeschichte zunehmend auch methodische und hermeneutische Fragen in den Mittelpunkt. Die nächste Tagung des Arbeitskreises findet vom 04. bis 06. Februar 2011 in Vallendar
statt.

Konferenzübersicht:

Gisela Fleckenstein (Köln): „Man ruft dich mit einem neuen Namen ....“. Zur doppelten Identität von Ordensleuten

Annelies van Heijst (Tilburg): Hermeneutical and methodological challenges in the research of charitable congregations of Dutch nuns in the 19th and 20th century

Marjet Derks (Nijmegen): The renewal trap. The dominance of the 1960s perspective in the historical representations of charitable congregations of nuns

Johannes Schaber OSB, Ottobeuren: Ordensgründungen als Ursprung und Anfang. Philosophische Reflexionen zur Deutung und Wertung von Ordensgründungen

Beate Löffler (Dresden): Fremd und Eigen. Die katholische Mission in Japan und ihre Kirchen

Maria Maul FMA (Vöcklabruck): Welche Nähe und Distanz? Ein-Blick in das Verhältnis von Salesianern und Don Bosco Schwestern zurzeit von Provinzial P. Dr. Franz Xaver Niedermayer und Provinzoberin Sr. Alba Deambrosis

Kirsten Gläsel (Bochum): Wandlungsprozesse katholischer Frauenorden in Deutschland im 20. Jahrhundert

Erik Soder von Güldenstubbe (Würzburg): Konrad Hock, der erste Spiritual der Erlöserschwestern in Würzburg – Notizen zu seinem Leben und seinen geistlichen Schriften

Norbert Wolff SDB (Benediktbeuern): „Modellkloster“ Dreizehnlinden

Wolfgang Schaffer (Köln): Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Freiburg 1918-1965

Reimund Haas (Köln): „ist dem konfessionellen Frieden abträglich“. Der gescheiterte Versuch der Cistercienser einer Wiederansiedlung in Altenberg 1955-1958

Clemens Brodkorb (München): Der „Biesdorfer Jesuitenprozess“ 1958

Zitation
Tagungsbericht: Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./20. Jahrhundert, 05.02.2010 – 07.02.2010 Vallendar, in: H-Soz-Kult, 09.03.2010, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3012>.