Die Freiburger „Kartaus“ und die Umnutzung ehemaliger Klosteranlagen

Ort
Freiburg im Breisgau
Veranstalter
Internationale Freunde der Kartäuserforschung; Abteilung Landesgeschichte, Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Datum
29.04.2011 - 01.05.2011
Von
Katharina Ungerer-Heuck / Johannes Waldschütz, Historisches Seminar, Universität Freiburg

Im Dornröschenschlaf sei die Freiburger Kartause in den vergangenen Jahren gelegen, so schrieb die lokale Badische Zeitung zwei Tage vor Beginn der Tagung anlässlich des Bekanntwerdens der künftigen Nutzungspläne: Nachdem die „Kartaus“ bis 2009 als Altersheim genutzt wurde, soll dort nun mit maßgeblicher Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung ein United World College (UWC) mit Internat entstehen. Nicht zuletzt die ungeklärte Zukunft der Freiburger Kartause war Anlass der Tagung, wobei deren Stoßrichtung konzeptionell eine doppelte war: Einerseits sollten neuere Forschungen zur reichen historischen und künstlerischen Tradition der Kartause vorgestellt werden, andererseits sollten denkmalpflegerische Grundlagen für die Umnutzung der Anlage mit dem barocken Prioratsgebäude – Kreuzgang, Zellen und Kirche waren dem Umbau zum Schloss im späten 18. Jahrhundert zum Opfer gefallen – durch den Vergleich mit der Umnutzung anderer Kartausen und Klosteranlagen diskutiert werden.

Eine Einführung in die Geschichte des Kartäuserordens sowie dessen Ordensleben und theologische Grundlagen gab JAMES HOGG (Salzburg). Er hob besonders die Entwicklung des Ordens von der Errichtung einiger Zellen im Gebirge der Chartreuse durch Bruno von Köln 1084 über die zwischen 1121 und 1127 niedergeschriebenen Consuetudines Cartusiae bis zur danach einsetzenden und bis ins 15. Jahrhundert anhaltenden Gründungswelle von Kartausen hervor.

Die Einbindung der Freiburger Kartause in die Ordensstrukturen untersuchte SÖNKE LORENZ (Tübingen). Die verschiedenen Kartäuserpriorate seien vom Orden „Provinzen“ zugeteilt worden, wobei diese Provinzen primär als Visitationsbezirke gedient hätten, weshalb deren Zuschnitt mehrfach geändert worden sei. So wurde die von Bern bis Flandern reichende Provincia Rheni aus den Provinzen, Alemannia Superior und Alemannia Inferior herausgeschnitten, wobei die Namensgebung der letztgenannten Provinzen allein von deren Lage zur Grande Chartreuse geprägt sei und nicht mit „Ober-“ und „Niederdeutschland“ korreliert habe.

Gegen den oft vorgebrachten Topos, Kartausen und andere Reformklöster seien bewusst in der „Einsamkeit“ errichtet worden, wandte sich HERMAN JOSEF ROTH (Bonn). Für deren Lage und bauliche Ausgestaltung sei das häufig auch sekundär genutzte „immobile Stiftungsgut“ entscheidend gewesen, sodass „städtische“ Kartausen sowohl in der Stadt (Köln, Basel) als auch an herausgehobener Stelle vor der Stadt (Mainz, Koblenz) lagen oder später in die Ummauerung (Nürnberg, Erfurt) eingeschlossen wurden. Aber auch „ländliche“ Kartausen seien – ähnlich wie viele Zisterziensergründungen – zum überwiegenden Teil nicht in völliger Abgeschiedenheit, sondern an Verkehrswegen (Mauerbach) und Flüssen (Ittingen) errichtet worden. Grundsätzlich sei die Lage häufig von der Vornutzung als Burg (Thorberg) oder Kloster anderen Ordens (Tückelhausen, Koblenz) bestimmt gewesen. Letztlich, so Roth, ließen sich keine „planerischen Vorgaben“ für die Lage von Kartausen erkennen, lediglich ihre konkrete bauliche Ausgestaltung sei von den landschaftlichen Gegebenheiten diktiert worden.

Anders als bei vielen anderen Kartausen war die Gründung der Freiburger Kartause 1346, wie HEINZ KRIEG (Freiburg) darlegte, nicht eine landesherrliche Stiftung, sondern die eines Bürgers, des Freiburger Ritters Johannes Snewlin, genannt „der Gresser“. Dabei habe als Anlass der Gründung nicht, wie von der späten Ordensüberlieferung des 19. Jahrhunderts angenommen, eine Pilgerfahrt des Stifters ins Heilige Land, sondern die Sorge um das Seelenheil im Vordergrund gestanden. Der Stifter hatte in seinem 1347 verfassten Testament der Kartause Mittel zur Einrichtung von drei weiteren Pfründen (insgesamt dann fünf) hinterlassen, dennoch sei es weniger die finanzielle Grundausstattung gewesen, die dem noch 1403 als ärmlich und notleidend bezeichneten Kloster langfristig zum Erfolg verhalf, sondern die „institutionelle Einbindung“ der Stadt und deren Führungsschichten in Snewlins Testament. Um mögliche Ansprüche seiner Neffen abzuwehren, hatte dieser nämlich sechs vom Rat bestellte Bürger als „Testamentsvollstrecker“ eingesetzt und so – ergänzt durch ein institutionalisiertes Gebetsgedenken für Rat und Bürgerschaft als Mitstifter – die enge Beziehung des Kartäuserklosters zur Stadt und zahlreiche Stiftungen von Stadtbürgern wohl erst ermöglicht.

Als Exponenten einer „Wendezeit“ charakterisierte FELIX HEINZER (Freiburg) den bedeutendsten Prior der Freiburger Kartause, den 1525 verstorbenen Gregor Reisch. Unter Bezugnahme auf die von Harald Müller[1] vorgebrachten methodischen Überlegungen zur Verortung von „Humanisten im Kloster“ wies Heinzer für Reisch einen Briefwechsel mit anderen „Humanisten“ zurück, betonte aber dessen Rolle als Beschaffer von Handschriften und als „wissenschaftlicher Berater“ für die Hieronymus-Ausgabe des Basler Druckers Johannes Amerbach. Reischs Hauptwerk, die Margarita Philosophica sei nicht nur aufgrund ihrer Form (erste gedruckte Enzyklopädie, Register) neuartig gewesen, sondern auch in ihrem Inhalt drücke sich der Wandel der „Textsorte Enzyklopädie“ aus: Nicht mehr „Ordnung der Dinge“, sondern auch „Möglichkeiten des Erkennens … das Verhältnis von Erkenntnistheorie und Universalwissenschaft“ sei Intention des Werks gewesen. Abschließend konnte Heinzer eine Handschrift der Freiburger Universitätsbibliothek mit Exzerpten aus Augustins De civitate dei als Autograph Reischs einordnen und so einen neue Perspektiven eröffnenden Einblick in die Arbeitsweise Reischs (die Exzerpte finden sich als Zitate im Text der Margarita wieder!) bieten.

Den zwischen 1512 und 1525/1530 entstandenen Glasfenstern der Kartause widmete sich DANIEL PARELLO (Freiburg). Während er für die traditioneller ausgeführten sogenannten „kleinen Kartausscheiben“ eine Urheberschaft des in Freiburg tätigen Glasmalers Hans Gitschmann von Rappoltstein plausibel machen konnte, wies er die teilweise auf Entwürfen Hans Baldungs beruhenden „großen Kartausscheiben“– in perspektivischer Untersicht ausgeführt und von einer „vollkommen veränderten Bildauffassung“ zeugend – Gitschmans Atelier, der sogenannten Ropsteinwerkstatt, zu. Die teilweise mit Stifterinschriften bzw. Wappen versehenen Glasfenster seien in Zusammenhang mit den Neubauten Reischs zu bringen, der auch als der Initiator einer „Gemeinschaftsstiftung“ angesehen werden könne: Die Glasfenster wurden vom Kaiser, auswärtigen Adligen, aber auch von Stadtrat, Bürgern, Geistlichen und Universitätsgelehrten gestiftet. Nicht endgültig geklärt werden konnte der ehemalige Standort der Glasfenster, die bereits zur Mitte des 16. Jahrhunderts einsetzenden Besucherinschriften lassen aber nur an einen der Öffentlichkeit zugänglichen Teil wie den großen Kreuzgang oder den Chor der Laienkirche denken.

Nicht die wissenschaftliche Beschäftigung an sich, sondern die der an der Universität „mittels redender Kommunikation“ betriebene Form der Wissenschaft, sei ein Gegensatz zum auf Schweigen ausgerichteten Ordensideal der Kartäuser gewesen, so DIETER MERTENS (Freiburg). Unter Rückgriff auf Niklas Luhmann schied Mertens eine auf Transzendenz gerichtete Innenzone von einer weltzugewandten Außenzone, wobei erst das nach außen gerichtete System den Rückzug der Mönche ermöglichte. Deshalb seien die Kartäuser, anders als die Bettelmönche, nicht während, wohl aber vor ihrer Ordenszeit als Universitätsangehörige greifbar. Wenn dennoch enge Beziehungen zwischen Freiburger Universität und Kartause bestanden, so einerseits weil zahlreiche Stiftungen Freiburger Universitätsangehöriger für die Kartause überliefert sind, andererseits aufgrund des „institutionellen Einflusses“, den sich die Kartause unter den Prioren Keßlin (1475-1486) und Reisch (1501-1525) bei den beiden ältesten Freiburger Studienhäusern, der Domus Carthusiana und dem Collegium Sapientiae, sichern konnte. Durch die Stipendiatenauswahl hätten sich die Kartäuser für ungefähr ein Jahrhundert großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Gruppe der Universitätstheologen gesichert, während ihr eigenes Interesse an Universitätsabsolventen viel pragmatischer gewesen sei: In die Kartause eingetretene Universitätsabsolventen seien meist innerhalb kurzer Zeit als Prior eingesetzt und so der die „Innenzone“ (Kontemplation) ermöglichenden „Außenzone“ (Organisation, Verwaltung, Repräsentation) zugeführt worden.

Freiburg sei nach Buxheim die wichtigste Schwesterkartause für die Kartause Ittingen gewesen, so MARGRIT FRÜH (Frauenfeld), die dies anhand von personellen, spirituellen, finanziellen und künstlerischen Verbindungen illustrierte. Von den 318 namentlich bekannten Patres und Brüdern seien allein 32 aus der Freiburger Kartause gekommen, unter ihnen ein Rektor und fünf Prioren, also ein beträchtlicher Teil des „Führungspersonals“. Nach dem Ittinger Sturm von 1524 sei die Bibliothek mit Büchern aus Freiburg neu ausgestattet worden und im Dreißigjährigen Krieg habe die Freiburger Kartause Ittingen mittels einer Schuldverschreibung geholfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken. Aus der gleichen Zeit datiert eine Gebetsverbrüderung, die vorsah, dass in beiden Konventen jeweils gleiche Gebete des Gedenkens für die Verstorbenen des anderen Konvents gesprochen wurden. Auch Kunstwerke, so das Ittinger Vortragekreuz (um 1280) und das Ittinger Antiphonar, eine Pergamenthandschrift von 1493 mit Darstellung der christlichen Heilgeschichte, seien nach heutigem Wissenstand aus der Freiburger Kartause gekommen.

Ein neu entdecktes Inventar von 1775 diente FRANK LÖBBECKE (Freiburg), der die bauliche Entwicklung der Freiburger Kartaus als Interpretationsschlüssel zu dem bereits bekannten Grundriss aus dem 18. Jahrhundert vorstellte. Zwar sind auf diesem der mittelalterliche Konvent mit Kirche und Mönchszellen sowie der Barockbau dargestellt, eine Verortung der von Gregor Reisch Anfang des 16. Jahrhunderts gebauten Zellen ist aber weiterhin nicht definitiv möglich. Da bei Geländearbeiten in den letzten Jahrzehnten immer wieder Mauerzüge und Gewölbeteile ans Licht gekommen sind, liege jedoch die Vermutung nahe, dass die Fundamente des Konvents unter der Grasnarbe erhalten seien. Eine archäologische Untersuchung des Areals mit geophysikalischen Methoden sowie Probegrabungen würden weitere Klarheit bringen und Anhaltspunkte für den künftigen Umgang mit diesem Areal geben. Abschließend wies Löbbecke anhand von Architektenaufmaßplänen des Jahres 2009 nach, dass der mittelalterliche Vorgängerbau des barocken Priorats nicht vollständig abgebrochen wurde, sondern im Kellergeschoss weiterhin erhalten ist. Eine ergänzende qualifizierte bauhistorische Untersuchung würde auch hier weitere Aufklärung versprechen.

ELKE NAGEL (München) stellte die charakteristischen Zellenhäuschen und Kleingärten in ihren unterschiedlichen Ausprägungen vor. Standort, Grundrissgestaltung (Werkstatt, Studierstube, Betraum und Schlafalkoven), Belichtung, Belüftung, Haustechnik (Beheizung, Wasserversorgung und Abort) seien die in Stein gefasste Antwort auf das Einsiedlerleben nach den Vorschriften der Ordensregeln gewesen, jedoch der individuellen Topographie vor Ort angepasst worden, sodass zahlreiche unterschiedliche Typen von Kreuzgang und Zellenhäuschen entstanden seien. Der „Luxus des Wesentlichen“ habe auch die moderne Architektur wesentlich mitgeprägt, so sei vor allem Le Corbusier von den Zellenbauten der Kartäuser stark inspiriert worden und habe deren Grundzüge in mehreren Neubauprojekten weiterentwickelt.

Der von den Franziskanern abgespaltene Kapuzinerorden – im Unterschied zu den Kartäusern der Welt zugewandt – setzte sich aktiv für Krankenpflege und Armenfürsorge ein. Ihre „Westentaschenklöster“ innerhalb der Ortslage oder vor den Toren der Stadt seien zumeist in mehreren Bauphasen errichtet worden, wie STEFAN KING (Freiburg) herausarbeitete. In ihrer strikten, wenn auch anders ausgerichteten, Funktionalität seien die Kapuzinerklöster von der Grundidee mit Kartäuserkonventen durchaus vergleichbar, ihre Kirchen und Bibliotheken allerdings weniger repräsentativ gewesen. An zahlreichen Fallbeispielen aus Baden-Württemberg belegte King, dass Kapuzinerklöster nach der Säkularisation deshalb häufig an Privatpersonen verkauft wurden, eine Umnutzung beispielsweise als Gasthäuser, Krankenhäuser oder Fabriken erfuhren und so zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verbaut wurden. Erst mit der Weiterentwicklung des Denkmalbegriffs nach etwa 1975, weg von einem vorwiegend künstlerisch-ästhetischen zu einem geschichtswissenschaftlich begründeten Ansatz, kamen diese Klosteranlagen neu in den Fokus konservatorischer Beratungs- und Erhaltungstätigkeit.

Die Restaurierung und Wiederbelebung der Kartause Ittingen stellte JÜRG GANZ (Frauenfeld) vor. In einem langen Abstimmungsprozess zwischen der Bauherrschaft (Stiftung), den Archäologen, Architekten, Geologen, Denkmalpflegern, Bauleitern und Bauhandwerkern seien Synergieeffekte ausgeschöpft und ein Kulturzentrum mit vielfältiger Nutzung entwickelt worden. Als Stiftungszweck sei eine „wesensgerechte Nutzung“ – mit Substanzerhaltung im Vordergrund – festgelegt worden. Damit sei bereits im Vorfeld ein optimaler Rahmen für die Erhaltung der Anlage als Kulturdenkmal geschaffen worden. Das bauliche Ergebnis, ebenso wie der Prozess der Durchführung, würden in Fachwelt und öffentlicher Wahrnehmung bis heute als mustergültig bewertet. Im Hinblick auf Umnutzung und Umbau ehemaliger Klosteranlagen mahnte Ganz zu „Demut gegenüber der gebauten Geschichte“.

Die Kartause Allerengelberg im Schnalstal/Südtirol wurde nach ihrer Auflösung 1782 unter zahlreiche Eigentümer aufgeteilt und stark verändert, sie besteht bis heute als Dorf weiter. Ein Großbrand im Jahr 1924 führte zu weiteren Zerstörungen. HELMUT STAMPFER (Völs/Südtirol) berichtete, dass die Zersplitterung des Eigentums erhebliche Probleme für die seit 1974 laufende Restaurierung bereitet hätte. Die Erhaltung mittelalterlicher Bausubstanz und das Beseitigen von Störungen aus späterer Zeit müsse generationenübergreifend geplant und durchgeführt werden. Hochkarätige Kulturdenkmäler sollten von erfahrenen Baufachleuten bearbeitet werden, wobei deren ständige Präsenz für baubegleitende Untersuchungen und Baukontrolle erforderlich sei.

Abgerundet wurde die Tagung durch Besuche der Kartausen Freiburg und Basel sowie der von Studierenden der TU München konzipierten Ausstellung „Von der Kartäuserzelle bis zur modernen Kleinwohnung“ im Freiburger Stadtmuseum.

Zwar musste die Tagung zentrale Aspekte der Geschichte und Bauforschung der Freiburger Kartause unberücksichtigt lassen: Stiftungswesen, „wirtschaftlicher Aufstieg“ und Beziehung zur Stadt[2], die Barockzeit mit großangelegtem Umbau sowie Innenausstattung und Bibliotheksbestand. Die erzielten Ergebnisse belegen jedoch eindrücklich die Bedeutung der Kartause für Stadt und Universität Freiburg. Es wäre zu wünschen, dass die Tagung als Ausgangspunkt einer intensiven historischen Auseinandersetzung mit der Kartause dient, zumal deren Erforschung wichtige Beiträge zur Bildungs-, Wissenschafts- und Frömmigkeitsgeschichte nicht nur Freiburgs liefern kann.

Der praktischen Bau- und Kunstdenkmalpflege brachte die Tagung einen großen Wissensgewinn für die Bewertung der Anlage und ihres Dokumentationswertes als Kulturdenkmal. Sie kann somit als Startpunkt für den denkmalpflegerischen Umgang im Rahmen des Umbaus zu Schule und Internat gelten. Bei Großprojekten der Denkmalpflege sollte es Standard sein, vor Planungsbeginn interdisziplinäre Veranstaltungen als essentiellen Teil der vorbereitenden Untersuchungen zu organisieren, um klare Grundlagen für pragmatische Entscheidungen zu gewinnen, Fehlinvestitionen vorzubeugen und die Nachhaltigkeit neuer Nutzungen sicherzustellen.

Konferenzübersicht:

James Hogg (Salzburg): Ordens- und Ideengeschichte der Kartäuser, Spiritualität und Klosterleben

Hermann Josef Roth (Bonn): Gründungssituation mittelalterlicher Kartausen

Heinz Krieg (Freiburg): Die Gründungsphase der Freiburger „Kartaus“

Frank Löbbecke (Freiburg): Die bauliche Entwicklung der Freiburger „Kartaus“

Felix Heinzer (Freiburg): Epitoma omnis philosophiae. Der Freiburger Kartäuserprior Gregor Reisch und seine „Margarita Philosophica

Daniel Parello (Freiburg): Die Ausstattung der Freiburger Kartause mit Glasgemälden der Ropstein-Werkstatt unter Gregor Reisch

Sönke Lorenz (Tübingen): Die Provincia Rheni

Margrit Früh (Frauenfeld/Schweiz): Freiburg, eine der wichtigsten Kartausen für Ittingen – Über Prioren, Mönche und Kunstwerke

Dieter Mertens (Freiburg): Die Freiburger „Kartaus“ und die Universität

Elke Nagel (München): Das Zellenhaus der Kartäuser

Stefan King (Freiburg): Umnutzungen ehemaliger Kapuzinerklöster von der Säkularisation bis heute

Jürg Ganz (Frauenfeld/Schweiz): Kartause Ittingen/Warth im Thurgau: Museum, Kulturzentrum, Gastronomie

Helmut Stampfer (Völs am Schlern/Italien): Die Kartause Allerengelberg/Schnalstal in Südtirol

Anmerkungen:
[1] Harald Müller, Habit und Habitus. Mönche und Humanisten im Dialog, Tübingen 2006.
[2] Für Basel dazu: Elsanne Gilomen-Schenkel, Die Kartause in Basel – Porträt eines städtischen Klosters, in: Ursula Huggle / Heinz Krieg / Thomas Zotz (Hrsg.), Kloster und Stadt am südlichen Oberrhein im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit, im Druck.

Zitation
Tagungsbericht: Die Freiburger „Kartaus“ und die Umnutzung ehemaliger Klosteranlagen, 29.04.2011 – 01.05.2011 Freiburg im Breisgau, in: H-Soz-Kult, 11.06.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3678>.
Redaktion
Veröffentlicht am
11.06.2011