Zeitenwende 11. September? Eine transatlantische Bilanz zehn Jahre danach

Ort
Heidelberg
Veranstalter
Heidelberg Center for American Studies; Zentrum für Europäische Geschichts- und Kulturwissenschaften, Ruprecht-Karls Universität Heidelberg; Institut für England- und Amerikastudien, Goethe Universität Frankfurt am Main
Datum
09.09.2011 - 11.09.2011
Von
Eva-Maria Kiefer, Heidelberg Center for American Studies

In der ERP-Konferenz vom 9.-11. September 2011 im Heidelberg Center for American Studies wurde der Aspekt des 11. September 2001 als Zeitenwende für unterschiedliche Themenbereiche debattiert. Ziel war eine transatlantische Bilanz zehn Jahre nach den Terroranschlägen. In jeder der sechs Sektionen beschäftigte sich ein Vortrag mit den USA, der zweite fokussierte Europa und/oder Deutschland. Den Vorträgen der Referenten/innen, häufig Nachwuchswissenschaftler/innen, schloss sich meist ein Expertenkommentar an, der einen Bogen zwischen beiden Vorträgen schlug. Ein Eröffnungsvortrag Frank-Walter Steinmeiers (Berlin) und eine die Konferenz abrundende Podiumsdiskussion mit Peter Struck (Berlin) vervollständigten das Programm.

In seiner Einführung legte SIMON WENDT (Frankfurt am Main) das konzeptionell-analytische Fundament, um eine Verortung des 11. September versuchen zu können. Er lieferte eine Arbeitsdefinition des Begriffes Zeitenwende, die den Zäsurcharakter des Wortes und vor allem die daraus langfristig eintretende Veränderung im Vergleich zu vorangegangenen Entwicklungen betonte. Zudem hob Wendt die Wirkungsmächtigkeit des 11. September hervor: alleine die Wahrnehmung als Zäsur könne einen realen Wandel anstoßen. Der aktuelle Forschungsstand zum Thema bezeichne 9/11 im Sinne der weltpolitischen Bedeutung eher als Katalysator. Die Katalysatorfunktion des 11. September wurde von einem Großteil der Referenten aufgegriffen.

In der ersten Sektion referierte zunächst TILL KARMANN (Heidelberg) über die Auswirkungen von 9/11 auf den Antiamerikanismus in Deutschland. 9/11 bedeute keine Zeitenwende. Antiamerikanismus in Deutschland sei seit dem Zweiten Weltkrieg tief im deutschen Amerikabild verankert und kulturell begründet. Zudem sei die Bezeichnung „Antibushismus“ passender: Die nach 9/11 in Deutschland auflodernden Sympathie- und Solidaritätsgefühle stellten, so Karmann, lediglich eine Unterbrechung im andauernden Antiamerikanismus gegenüber der Bush-Regierung dar.

Im Anschluss beschrieb MARTIN THUNERT (Heidelberg) die Rolle des 11. September als Katalysator einer Europawahrnehmung in den USA, die ihren Ursprung im 19. Jahrhundert habe. Nach 9/11 seien diesbezüglich keine neuen Gräben erkennbar, wenn auch die USA europäische Verantwortung fordere. Ein spezifischer Blick zeige einen scharfen Kontrast zwischen dem Deutschlandbild der amerikanischen Eliten und dem der Bevölkerung in den USA. Nicht erst seit 9/11, sondern schon seit dem Berlinumzug hätten die Eliten in Amerika ein modernisiertes Deutschlandbild angenommen. Das Bild der amerikanischen Bevölkerung hingegen, sei seit dem Dritten Reich eingefroren.

In seinem Kommentar schloss sich PHILLIPP GASSERT (Augsburg) den Ausführungen von Simon Wendt an, dass ein Katalysatorereignis wie 9/11 dann zum Wendepunkt werden könne, wenn die Bevölkerung überzeugt sei von einer solchen Zäsur. Nicht also das Ereignis an sich, sondern die Auffassung über das Ereignis sei entscheidend. Er stellte das Europa- bzw. Amerikabild des jeweils anderen als „Präferenz der Sprechenden“ dar, das mehr über das Ursprungsland als über das Betrachtete aussage. So spiegele das demografische Problem in Europa die eigenen Schwierigkeiten in den USA ebenso, wie der Antiamerikanismus der Selbstversicherung diene.

Die zweite Sektion beschäftigte sich mit dem Thema Religionsdialoge und -konflikte. MOUNIR AZZAOUI (Aachen) betonte zunächst, dass die Frage nach 9/11 als Zäsur eng verknüpft sei mit dem Adressaten, an den diese Frage gerichtet sei. Bei der Betrachtung der Auswirkungen von 9/11 auf das Zusammenbringen von Muslimen unterschiedlicher Rassen in den USA beleuchtete er drei Teilaspekte: Partizipationsmöglichkeiten, Repräsentation, sowie Integration von Muslimen. Er befand alle Aspekte als unzureichend und plädierte dafür, Religion mehr Platz im öffentlichen Raum zu geben, um auch im politischen Raum aktiv werden zu können.

TIM KARIS (Münster) beleuchtete die Verwendung von Narrativen im Islamdiskurs in deutschen Fernsehnachrichten vor und nach 9/11. Der 11. September stelle keinen Bruch zum bereits existierenden Narrativ „islamistischer Terrorismus“ (Islam versus Westen) dar, das sich nach dem Bombenanschlag auf das World Trade Center 1993 gegen andere Narrative durchgesetzt habe. Nach 9/11 habe es jedoch eine verstärkte Koppelung der Narrative „islamistischer Terrorismus“ und „muslimische Migration“ gegeben. So bedeute 9/11 hinsichtlich des Islamdiskurses deutscher Fernsehnachrichten insofern eine Zäsur, als die Berichterstattung über Terrorismus als Anknüpfungspunkt diene, um vom muslimischen Leben in Deutschland zu berichten.

In ihrem Kommentar stellte INKEN PROHL (Heidelberg) klar, dass es nicht den Islam gebe und plädierte für Pluralismus beziehungsweise eine Individualisierung der Religion. Die Narrative vom „islamistischen Terrorismus“ und „religiösen Terrorismus“ gelte es zu revidieren. Auch sie betonte die Wichtigkeit der Reaktion der sozialen Akteure bei der Beantwortung der Frage, ob 9/11 eine Zeitenwende darstelle und warnte davor, dass die Darstellung von 9/11 als Zeitenwende auch zu Dramatisierungszwecken genutzt werden könne.

Den ersten beiden Sektionen schlossen sich drei Buchvorstellungen zum Thema „9/11 als Zäsur?“ an. BIRTE CHRIST (Gießen) stellte die Essaysammlung mit dem provozierenden Titel „9/11: Kein Tag, der die Welt veränderte“, die sie gemeinsam mit Michael Butter und Patrick Keller veröffentlicht hat, vor.[1] Auch dieses Buch diskutiert die zuvor bereits mehrfach erwähnte Katalysatorrolle des 11. September in zehn Einzelbeiträgen, um ein kaleidoskopisches Bild möglicher Veränderungen durch 9/11 in Politik, Gesellschaft und Kultur der USA zu zeichnen.

TOBIAS ENDLER (Heidelberg) gab Einblicke in sein Buch „After 9/11: Leading Political Thinkers about the World, the U.S. and Themselves: 17 Conversations“. Schwerpunkt des Buches sei die Darstellung der Selbstwahrnehmung der im Buch interviewten Intellektuellen. Von den interviewten herausragenden „public intellectuals“ verschiedener politischer Standpunkte der USA griff er für die Buchvorstellung beispielhaft Standpunkte heraus, um deren Unterschiedlichkeit aber auch überraschende Gemeinsamkeiten herauszustellen.

BERND GREINER (Hamburg) rundete die Vortragsreihe mit einem Buch zum 11. September ab, das verdeutliche, dass 9/11 auch nach zehn Jahren noch eine Aktualität besitze und das Nachdenken über die Ereignisse nicht abgeschlossen sei. Er sah 9/11 als Ausdruck eines Problems größerer Dimension: die USA müsse sich von Hegemonialansprüchen verabschieden.[2]

Am Abend lockte der öffentliche Vortrag FRANK-WALTER STEINMEIERs etwa 700 interessierte Zuhörer an. Nach einer gelungen pointierten Einführung durch WILFRIED MAUSBACH (Heidelberg), wurden den Besuchern Innenansichten des ehemaligen Kanzleramtschefs zu der Zeit am und um den 11. September eröffnet. Ein zentrales Anliegen Steinmeiers war die Beschreibung der damaligen Gefühlslage; die reale Angst, aus der heraus die damalige Handlungsweise gedeutet werden müsse. Die Zusage der „uneingeschränkten Solidarität“ Deutschlands an die USA wertete er als ein Bekenntnis zur Freundschaft, Ausdruck des Entsetzens und Demütigung einer betroffenen Nation. Er betonte, Deutschland habe sich damals nicht aufgedrängt, dies sei eine typisch nachträgliche Deutung. Für ihn habe schon damals festgestanden, dass die Anschläge für die US-Geschichte eine „tiefgreifende Zäsur für das amerikanische Sicherheitsgefühl“ bedeuteten. Gerade heute sei ihm nochmals deutlich geworden, dass die Welt, wie Teile der US-Regierung damals glaubhaft machen wollten, eben nicht aus reinem Schwarz und Weiß, sondern unterschiedlichen Grautönen bestehe. Eine Zukunftsaufgabe sei es, Terroristen von der Macht fernzuhalten. Steinmeier sah den Kampf gegen den Terror jedoch nicht als oberste Priorität für die nächsten 10 Jahre; da gäbe es andere wichtige Aufgaben, wie beispielsweise die Chancen und Risiken der Veränderungen in der arabischen Welt, denn Demokratie brauche „Demokraten und Erfolg“.

Am nächsten Tag beschäftigte sich die Konferenz zunächst mit dem Thema Migration und Einwanderungspolitik. DOROTHEE SCHNEIDER (Urbana-Champaign) beschrieb den nach 9/11 festzustellenden Wandel, dass Immigranten zunächst als Teil der Opfer, dann aber lediglich als Täter gesehen worden seien. Die US-Einwanderungspolitik an sich habe sich jedoch seit 9/11 nicht verändert. In den Jahren 2004 und auch 2005 sei die Zahl der Immigranten im Vergleich zu den Jahren davor unverändert, eher tendenziell steigend.

SÖREN KEIL (Kent) ging in seinem Vortrag zum gleichen Themenkomplex darauf ein, welchen Einfluss 9/11 auf die europäische Einwanderungspolitik hatte. Einen klaren Unterschied zu den Entwicklungen in den USA sah er darin, dass in Europa nach 9/11 keine Sekuritisierung stattgefunden habe. Europa habe die Anschläge vielmehr als einen kriminellen Akt denn als einen Krieg aufgefasst, was die Debatte auch um die Einwanderungspolitik präge. Diese habe sich zwar seit 9/11 gewandelt, eine gemeinsame Einwanderungspolitik sei jedoch nur in Teilen vorhanden.

Thema der folgenden Sektion war die Rolle des 11. September für die Medien. EVA-MARIA KIEFER (Heidelberg) beschrieb 9/11 als einen Katalysator für einen Wandel der Darstellung des Terrorismus in den Medien: technische Entwicklung der Medien und terroristische Intention nach Aufmerksamkeit seien hier zum ersten Mal in dieser Weise aufeinandergetroffen. Hinsichtlich der Interpretation des Terrorismus in den Medien sei 9/11 keine Zäsur, denn es sei vor allem der Sekuritsierungsprozess gewesen, der nur temporär einen Wandel in der Berichterstattung eingeleitet habe.

Im Anschluss gab WOLFGANG FRINDTE (Jena) Einblicke in seine Forschung. Statt die Frage nach der Zeitenwende zu beantworten, schwenkte er den Blick darauf, welchen Einfluss die mediale Darstellung von Terrorismus auf die Rezipienten haben kann. So zeigte er anhand von Graphiken und Statistiken, dass die Bedrohungswahrnehmung signifikant mit der medialen Berichterststattung korreliere, jedoch negativ mit der Anzahl verübter Terroranschläge. Es würde somit eine duale Differenzierung notwendig.

Die nächste Sektion beschäftigte sich mit der Bedeutung von 9/11 für die Außenpolitik. JOHN R. DENI (Heidelberg) begann seinen Vortrag mit der provokanten These 9/11 habe alles geändert, um dann, zumindest für den Bereich der amerikanischen Außenpolitik, das Gegenteil zu beweisen. Er verwies auf die Kontinuitäten in der US-Außenpolitik seit den 1990er Jahren, hob jedoch eine Neuerung deutlich heraus: die politische Reaktion auf 9/11 habe die Grenzen des politischen Einflussgebietes Amerikas gezeigt; die Zeit der USA als Hegemon sei (zumindest vorübergehend) vorbei.

KAI OPPERMANN (Köln) beschäftigte sich im Anschluss mit der Rolle des 11. September für die europäische und deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Auch er benutzte den Begriff des Katalysators. Durch 9/11 sei das Spannungsverhältnis zwischen deutscher Innenpolitik und internationaler Politik verschärft worden. Rollenerwartung an die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik und Rollenperzeption dieser stünden im Spannungsfeld zueinander. Nach 9/11 seien intensivierte internationale Erwartungen auf die deutsche Kultur der außenpolitischen Zurückhaltung getroffen.

In seinem ausführlichen Kommentar zu den Vorträgen schlug GUNTHER HELLMANN (Frankfurt am Main) noch einmal den wichtigen Bogen zu der Frage nach dem 11. September als einer Zeitenwende, die den Aspekt des Wandels stärker in den Mittelpunkt rücke als den Aspekt der Kontinuität; es war jedoch allgemein festzustellen, dass die meisten Referenten/innen eher die Elemente des Wandels aufzeigten, da 9/11 für sie ein Katalysator für unterschiedliche Entwicklungen darstellte.

In der Sektion zum Thema Sicherheitspolitik und Terrorismusbekämpfung arbeitete ROBIN SCHRÖDER (Kiel) anhand der nationalen Sicherheitsstrategie der Regierung Bush nach 9/11 einen klaren Wandel in der amerikanischen Terrorismusbekämpfung heraus. Diese unterteilte er in direkte und indirekte Konsequenzen des Globalen Krieges gegen den Terrorismus. Durch den 11. September habe sich ein neues Kriegsbild ergeben, mit der Neuausrichtung der US-Streitkräfte und der NATO, die einem neuen Machtgefüge gegenüberstünden.

Laut WILHELM KNELANGEN (Kiel) spiele 9/11 für einen Wandel in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik eine größere Rolle als die Ereignisse 1989/90. Einer der Unterschiede, die sich durch 9/11 manifestierten, sei die Rolle des Militärs, das vor den Terroranschlägen kein, aber seit dem 11. September ein „selbstverständliches“ Instrument deutscher Antiterrorismuspolitik sei. Wenn jedoch eine wirkliche Zäsur in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik zu verzeichnen sei, dann eher im Jahre 2009, seitdem ein Strategiewandel stattgefunden habe und man sich fragen müsse, ob Deutschland eine Zivilmacht sei oder je war.

In der die Konferenz abschließenden, öffentlichen Podiumsdiskussion am 11. September 2011 diskutierten MANFRED BERG (Heidelberg), HEATHER DE LISLE (Berlin), BERND GREINER, OLIVIA SCHÖLLER (Berlin), und PETER STRUCK noch einmal über die übergeordnete Fragestellung der Konferenz: Stellte 9/11 eine Zeitenwende dar? Auch in dieser Diskussion wurde dem 11. September eine Katalysatorenrolle zugewiesen: für das Aufzeigen der Krisenanfälligkeit der USA im Allgemeinen, die Polarisierung der politischen Parteien im Speziellen und die Gefahr für demokratische Werte in der westlichen Welt. Nicht in Verbindung mit 9/11 stehe allerdings die Integrationsdebatte in Deutschland und der arabische Frühling, der auch mit der Präsenz der USA in Afghanistan nicht forciert worden sei, so die Mehrzahl der Gesprächsteilnehmer. Bezüglich der Frage, ob Deutschland sich aufgedrängt habe im Krieg gegen Afghanistan, fand Struck klare Worte der Verneinung. Deutschland müsse sich außerdem auch künftig seiner internationalen Rolle bewusst sein und könne Verantwortung nicht immer abgeben. Bei der Frage nach der Zeitenwende waren sich die Diskutanten nicht ganz einig. De Lisle und Struck sahen den 11. September ganz eindeutig als Zäsur. Greiner und Berg differenzierten: Es komme auf die Perspektive und das Gebiet an, von dem aus man das Ereignis betrachte.

Im Rahmen der Konferenz waren eindeutige Aussagen hinsichtlich der Frage, ob der 11. September eine Zeitenwende hervorrief, oftmals schwer auszumachen. Die meisten der Referenten schienen sich jedoch auf die Katalysatorrolle des 11. September einigen zu können. Zudem ist die Debatte um 9/11 als Zeitenwende eben nicht mit einem einfachen ja oder nein zu beantworten, was die Diskussion gerade so interessant macht. Die Forschungsergebnisse zur Konferenz werden im Frühjahr 2012 in einem Sammelband veröffentlicht.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung

Wilfried Mausbach (Heidelberg): Begrüßung

Simon Wendt (Frankfurt am Main) und Till Karmann (Heidelberg): „9/11 als Zeitenwende? Zum Problem einer transatlantischen Verortung“

Sektion I: Antiamerikanismus und „Antieuropäismus“
Moderation: Simon Wendt (Frankfurt am Main)

Kommentar: Philipp Gassert (Augsburg)

Till Karmann (Heidelberg): „Wendepunkt 9/11? Antiamerikanismus in Deutschland vor und nach dem 11. September 2001“

Martin Thunert (Heidelberg). „Zwischen ‚cheese-eating surrender monkeys‘ und ‚moralischer Supermacht‘: Amerikanische Wahrnehmungen Europas vor und nach dem 11. September“

Sektion II: Religionsdialoge und –konflikte
Moderation: Till Karmann (Heidelberg)

Kommentar: Inken Prohl (Heidelberg)

Mounir Azzaoui (Aachen): „Repräsentation - Partizipation - Integration: Funktionen muslimischer Interessenorganisationen bei der politischen Inkorporation amerikanischer Muslime nach 9/11“

Tim Karis (Münster): „Diskursiver Wandel und Kontinuität im Islamdiskurs deutscher Fernsehnachrichten vor und nach dem 11. September 2001"

9/11 als Zäsur? Buchvorstellungen zum Thema
Moderation: Martin Thunert (Heidelberg)

Birte Christ (Gießen): „9/11: Kein Tag, der die Welt veränderte“

Tobias Endler (Heidelberg): „After 9/11: Leading Political Thinkers about the World, the U.S. and Themselves”

Bernd Greiner (Hamburger): „9/11: Der Tag, die Angst, die Folgen“

Öffentlicher Abendvortrag

Einleitung: Wilfried Mausbach (Heidelberg)

Frank-Walter Steinmeier (Berlin): „Der 11. September 2001: Innenansichten aus dem Kanzleramt“

Sektion III: Migration und Einwanderungspolitik
Moderation: Simon Wendt (Frankfurt am Main)

Dorothee Schneider (Urbana-Champaign): „Making Immigration Policy in Times of Crisis: 9/11 and U.S. Immigrants in Historical Perspective”

Sören Keil (Kent): „Europäische Einwanderungspolitik zwischen Multikulturalismus, ökonomischen Interessen und Sicherheitspolitik“

Sektion IV: Medien und Terrorismus
Moderation: Tobias Endler (Heidelberg)

Eva-Maria Kiefer (Heidelberg): „Neue Angst durch 9/11? Der Einfluss medial verstärkter Bedrohung in den USA“

Wolfgang Frindte (Jena): „Deutsche Massenmedien und die Interpretation terroristischer Bedrohung vor und nach dem 11. September“

Sektion V: Amerikanische, deutsche und „europäische“ Außenpolitik
Moderation: Till Karmann (Heidelberg)

Kommentar: Gunther Hellmann (Frankfurt am Main)

John R. Deni (Heidelberg): „September 11th, 2001 – a turning point in American foreign policy?“

Kai Oppermann (Köln): „9/11 und die veränderten Anforderungen und Restriktionen deutscher Außenpolitik“

Sektion VI: Sicherheitspolitik und Terrorismusbekämpfung
Moderation: Martin Thunert (Heidelberg)

Robin Schroeder (Kiel): „Amerikas ‚Global War on Terror‘ nach dem 11. September - Dimensionen und Konsequenzen“

Wilhelm Knelangen (Kiel): „Die deutsche Reaktion auf 9/11 - eine ‚neue‘ Politik der Terrorismusbekämpfung?“

Öffentliche Podiumsdiskussion

„Zeitenwende 11. September 2001?“
Moderation: Olivia Schoeller (Berlin)

Diskutanten: Manfred Berg (Heidelberg), Heather De Lisle (Berlin), Bernd Greiner (Hamburg), Peter Struck (Berlin)

Anmerkungen:
[1] Vgl. Georg Schild: Rezension zu: Butter, Michael; Christ, Birte; Keller, Patrick (Hrsg.): 9/11. Kein Tag, der die Welt veränderte. Paderborn 2011, in: H-Soz-u-Kult, 09.09.2011, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2011-3-150>.
[2] Vgl. Erik Fischer: Rezension zu: Greiner, Bernd: 9/11. Der Tag, die Angst, die Folgen. München 2011, in: H-Soz-u-Kult, 09.09.2011, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2011-3-148>.

Zitation
Tagungsbericht: Zeitenwende 11. September? Eine transatlantische Bilanz zehn Jahre danach, 09.09.2011 – 11.09.2011 Heidelberg, in: H-Soz-Kult, 15.10.2011, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-3847>.
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Veröffentlicht am
15.10.2011
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