Erste Mitteldeutsche Konferenz für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte

Ort
Halle an der Saale
Veranstalter
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Datum
13.03.2012
Von
Heinz-Jürgen Voß/Maximilian Schochow, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Halle an der Saale

Auf Initiative des von Florian Steger geleiteten Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fand in diesem Jahr die Erste Mitteldeutsche Konferenz für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte statt. Sie bildete den Auftakt für eine nun regelmäßig stattfindende Jahrestagung zu medizin- und wissenschaftsgeschichtlichen Themen. Dabei knüpft Steger an die vor vielen Jahren von Eduard Seidler (Freiburg im Breisgau) eingeführte „Freiburger Brezelkonferenz“ an, die heute von Robert Jütte (Stuttgart) und Wolfgang U. Eckart (Heidelberg) als südwestdeutsche Regionalkonferenz zur Medizin- und Wissenschaftsgeschichte („Brezelkonferenz“) alternierend in Stuttgart und Heidelberg weitergeführt wird.

Den Auftakt bildete der Vortrag von ANDREAS KLEINERT (Halle an der Saale), der die Briefedition zu Leonhard Euler (1707-1783) vorstellte. Mit ihr sollen die bereits gedruckten und editierten Werke Eulers (72 Bände, seit 1911) um eine Edition der Briefe erweitert werden. Für 3100 Briefe sind zehn Bände vorgesehen, von denen bereits die Bände 1, 2, 5 und 6 erschienen sind. Kleinert betreut den „Halle-Band“ (Band 8). In ihm finden sich kommentiert unter anderem Briefe von Wenzeslaus Johann Gustav Karsten (38 Briefe), Christian Gottlieb Kratzenstein (8), Johann Gottlob Krüger (4), Johann Joachim Lange (12), Johann Adam Osiander (4) und Johann Andreas Segner (157). Da die zehn Bände nicht alle Briefe enthalten können, ist eine digitalisierte Veröffentlichung der Briefe in lesbarer, aber nicht reproduzierbarer Qualität angedacht.

Ein abgeschlossenes Projekt stellte ANDREAS CHRISTOPH (Jena) vor, der sich dem Geographischen Institut in Weimar widmete. Das Geographische Institut wurde 1791 von Friedrich Justin Bertuch als ein Fachverlag gegründet, der Karten, Atlanten und Globen sowie dazugehörige Reisebeschreibungen anfertigte und vertrieb. Im 19. Jahrhundert war das Institut einer der führenden Verlage. So bietet das zur Verfügung stehende Material einerseits einen Zugang zu den zeitgenössischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihrer innovativen bildhaften Umsetzung. Andererseits bildete es die Grundlage für die stattgefundene Ausstellung „Die Welt aus Weimar“. Auch die Produktion des Materials interessiert in dem Projekt und wird beispielsweise durch den Nachbau historischer Globen experimentell-wissenschaftsgeschichtlich untersucht.

Ein Langzeitforschungsprojekt zu den deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert in den Bereichen Chemie, Pharmazie und Medizin präsentierte ORTRUN RIHA (Leipzig). In dem von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig verantworteten Akademienprojekt der Union der deutschen Akademien der Wissenschaft konnten bereits 1600 Personen ausfindig und in einer biographischen Datenbank online erfasst und zugänglich gemacht werden. In vielen Fällen zeigten sich dabei Diskrepanzen zu bisherigen biographischen Veröffentlichungen, sodass eine verlässliche Informationsbasis für weitere Forschungsarbeiten erstellt wird. Innerhalb des Akademienprojekts sind zahlreiche Publikationen erschienen. Im Auf- und Ausbau befindlich ist eine Datenbank, über die ELENA ROUSSANOVA (Leipzig) sprach. In die Datenbank gehen deutsche und russische Wissenschaftler ein, die auf einem der untersuchten Gebiete tätig waren und bei denen sich deutsch-russische Briefwechsel oder weitere Beziehungen feststellen lassen.[1]

Im Mittelpunkt der Projektpräsentation von MAXIMILIAN SCHOCHOW (Halle an der Saale) standen Humanexperimente, die Anfang des 19. Jahrhunderts an zum Tode verurteilten Frauen durchgeführt wurden. Diese rekonstruierte er im Kontext (inter-)nationaler zeitgenössischer anatomischer und gerichtsmedizinischer Debatten, in denen es um die Frage ging, welche körperlichen Zeichen für ein Tötungsdelikt bzw. für einen Suizid sprechen. Darauf gaben die von Adolph Wilhelm Otto (1786-1845) durchgeführten Menschenexperimente Antwort. Nach einer Analyse der Rahmenbedingungen, des Aufbaus und der Durchführung der Experimente diskutierte Schochow Ergebnisse der Menschenversuche und ging auf die Humanexperimente des 19. Jahrhunderts aus medizinethischer Perspektive ein.

Die erfolgreiche Suche nach Quellenmaterial stellte PHILIPP TEICHFISCHER (Magdeburg) vor. Während man bislang davon ausging, dass der Nachlass von Johann Lukas Schönlein (1793-1864) in den 1940er-Jahren vollständig verlorengegangen sei, präsentierte Teichfischer die Rechercheergebnisse nach einzelnen Bestandteilen des Nachlasses. So konnten im Nachlass Erich Ebsteins (1880-1931) zahlreiche Materialien von Schönlein ausfindig gemacht werden – Autographen, 80 Briefe und Notizen. Ebstein hatte bereits 1909 zu Schönlein gearbeitet, und in der Folge 16 Aufsätze veröffentlicht. Aktuell wird die Idee einer Online-Publikation der Autographen zum Schönlein-Nachlass verfolgt.

Epilepsie vor dem Hintergrund geschlechtlicher Rollenerwartungen im deutschen Kaiserreich untersucht ANNA URBACH (Magdeburg) in ihrem Dissertationsprojekt. Am Beispiel der auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Heil- und Pflegeanstalt Uchtspringe soll die Militarisierung der Gesellschaft im Kaiserreich, die mit disziplinierenden Anforderungen an junge Männer verbunden war, gezeigt werden. Urbach machte deutlich, dass diese Anforderungen auch an Epilepsie-Patienten gestellt wurden, gleichwohl sie mit ihrer Diagnose als wehruntauglich ausgemustert worden waren. Detailliert führte sie ihre These am Beispiel von Franz R. aus, der als 18jähriger in Uchtspringe eingewiesen worden war.

Der „Münchner Kontinuität“ wandte sich MATHIAS SCHÜTZ (Halle an der Saale) in der Präsentation eines Forschungsprojekts zu, das als Kooperation zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München verfolgt wird. Als „Münchner Kontinuität“ wird die Berufungspraxis an der Anatomischen Anstalt in München seit 1923 gefasst, bei der vorrangig Wissenschaftler berücksichtigt wurden, die ihren Werdegang in München verfolgt hatten. Schütz arbeitete für die Zeit des Nationalsozialismus heraus, wie dort mit dieser „Kontinuität“ gebrochen wurde. So hielt Walter Vogt, Direktor des Instituts von 1935 bis 1941, die „Kontinuität“ für schädlich. Er beförderte die Entlassung von Mitarbeitern gemäß den NS-Rassegesetzen und und setzte sich dafür ein, diese Positionen auswärtig zu besetzen. Mit Max Clara, der von 1942 bis 1945 dem Institut vorstand, fiel auch die Leitung des Instituts an einen auswärtigen Kandidaten. Nach 1945 kehrte man zur „Kontinuität“ zurück.

WIEBKE JANSSEN und SUSANNE WEIDEMANN-ZAFT (beide Halle an der Saale) untersuchen in einem von der DFG geförderten Projekt vergleichend die Entwicklung der akademischen Medizin in der DDR am Beispiel der Medizinischen Akademie Magdeburg und des Bereichs Medizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie ermitteln, auf welche Weise die SED Einfluss auf die akademische Medizin ausübte und welche individuellen Handlungsspielräume Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen hatten. Dazu kombinieren Janssen und Weidemann-Zaft quantitative und qualitative Methoden – sie analysieren Akten, erstellen eine Kollektivbiographie und kontrastieren die dadurch gewonnenen Erkenntnisse mit denen aus der Analyse narrativer Zeitzeugeninterviews.

Auch FLORIAN BRUNS (Erlangen) konzentrierte sich auf die medizinische Versorgung in der DDR. Aus den schriftlichen Eingaben von Patientinnen und Patienten an das Zentralkomitee (ZK) der SED fördert er die spezifischen Probleme der DDR-Medizin zu Tage. Um einen Mangel zu beheben, wandten sich Patienten oft direkt an das ZK der SED, weil sie den örtlichen Strukturen nicht trauten und von übergeordneter Stelle eine ihnen dienliche Entscheidung erwarteten. Eine Analyse der Textsequenzen eröffnet dabei einen Blick auf den Umgang der Ratsuchenden mit Institutionen in der Diktatur sowie deren virulenten Hoffnungen und Ängste.

Die Ergebnisse seiner Dissertation, in der er die frühneuzeitlichen kollektiven Einrichtungen zur Absicherung vor Krankheit und Tod untersuchte, stellte MARCEL KORGE (Leipzig) vor. Aufgrund der Datenlage beschränkte er sich auf die größeren städtischen Zentren in Sachsen. Er arbeitet heraus, welche Funktionen diese Vorläuferorganisationen übernahmen, die von handwerklichen Zusammenschlüssen eingerichtet wurden. Kranken- und Siechhäuser des Handwerks beschränkten sich dabei auf die eigene zünftige Klientel, so Korge. Lehrlinge wurden dort beispielsweise nicht aufgenommen, sondern im Fall einer Erkrankung zu ihren Eltern zurückgeschickt. Die aufkommenden kommunalen Einrichtungen lösten diese Form des Krankenunterstützungswesens ab.

Eine weitere Briefedition präsentierte THOMAS BACH (Jena) vom Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik (Ernst-Haeckel-Haus) der Universität Jena. Geplant ist die Edition der Briefe Ernst Haeckels, dessen Familienkorrespondenz 5400 Schreiben umfasst. Daneben sind 32.000 Briefe überliefert, die an Haeckel gerichtet wurden sowie etwa 1800 bis 2000 Briefen, die Haeckel verfasste. Neben einer Online-Veröffentlichung sind 25 Themenbände geplant, die gegenüber der Online-Edition umfangreicher kommentiert werden sollen.

Eine Projektidee, den Transfer von Wissen zwischen Halle und Arabien zu untersuchen, stellte HEINZ-JÜRGEN VOß (Halle an der Saale) vor. Dabei soll nicht nur Verweisen auf mittelalterliche Quellen aus Arabien in Arbeiten von halleschen Medizinern des 18. Jahrhundert nachgegangen werden, sondern insbesondere der Kenntnis zeitgenössischer arabischer Schriften und dem Kontakt zu arabischen Gelehrten. Halle bietet sich aufgrund des bereits 1701 von August Hermann Francke eingerichteten „Collegium orientale“, welches zahlreiche Wissenschaftler (mit Bezügen zur Medizin unter anderen Johann Heinrich Schulze und Johann Jacob Reiske) prägte, an.

Gab es Ärztinnen in der Antike? Antworten auf diese Frage sucht das von KRISTIN WITTE (Halle an der Saale) vorgestellte Projekt in der wissenschaftlichen Literatur seit 1800. Im Fokus dieses Forschungsprojekts steht somit nicht die Frage selbst, sondern die darauf zu findenden Antworten in der Forschung. Wie und mit welchen Interessen wurde die Frage zu unterschiedlichen Zeiten und von verschiedenen Gruppierungen beantwortet? Damit sollen Debatten und Erwartungen, welche die jeweiligen gesellschaftlichen Diskurse prägten, in den Blick genommen werden.

Die Sammlungsgründungen medizinhistorischer Abteilungen und Institute untersucht KARIN BASTIAN (Leipzig) in ihrem vorgestellten Dissertationsprojekt. Nach einer Aufbau- und Nutzungsphase, so Bastian, werde mit der Übernahme durch die Institute eine neue Phase der Sammlungen eingeleitet, die bislang kaum untersucht wurde. Solche Sammlungen entstanden in zwei Phasen. Auf die erste Phase um das Jahr 1920 folgte um das Jahr 1970 eine zweite Phase, die mit der Gründung medizinhistorischer Institute verbunden war. Ihre Untersuchung gründet Bastian auf geschriebenes Quellenmaterial und – sofern möglich – auf Interviews mit Leitern der Sammlungen.

Den Blick von der Forschung auf die Lehre wandte MATTHIAS ZAFT (Halle an der Saale) mit seinem Vortrag und präsentierte die Möglichkeiten des e-Learnings als Ergänzung des Lehrangebots im Bereich Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin. Es diene insbesondere der Unterstützung und Erweiterung curricularer Präsenzlehre, der Aktivierung selbständigen Lernens, der Erhöhung der Lernmotivation und der Überprüfbarkeit bisherigen Kenntnisstands. Entsprechende Angebote werden aktuell vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin in Halle entwickelt.

An die unterschiedlichen Methoden und Möglichkeiten des e-Learnings knüpfte EVA BRINKSCHULTE (Magdeburg) in ihrer Präsentation an und zeichnete einen Überblick über die am Bereich Geschichte, Ethik und Theorie der Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg aktuell vorangetriebenen Projekte. Diese richten sich neben dem Ausbau der Angebote im Bereich e-Learning auf die DDR-Geschichte, auf die Untersuchungen um die Heil- und Pflegeanstalt Uchtspringe sowie das Themenfeld Körpergeschichte. Hierzu entstehen Dissertationen und finden Tagungen statt. Aktuell werde ein Modell entwickelt, um Digitalisierung für Forschungsprojekte nutzbar zu machen.

Der Gastgeber FLORIAN STEGER (Halle an der Saale) beschloss die Tagung mit einem „Rundgang durch die Stadt Halle und ihre Medizingeschichte“. Er sprach über einen für 2013 in Vorbereitung befindlichen medizingeschichtlichen Stadtführer, in dem anhand von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten fünf Rundgänge durch die Stadt vorgeschlagen werden. Pestsäulen und Apotheken, Kranken- und Pflegeanstalten, der alte und neue Campus der Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums sowie Patienten-Arzt-Begegnungen werden einladend und verständlich beschrieben. Begleitet wird die gedruckte Edition von einer Online-Präsentation.

Zentrales Thema der Präsentationen und der sich anschließenden Diskussionen waren die Möglichkeiten der Neuen Medien für die Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Als eine produktive Ergänzung der Lehre an den Instituten wurden die Möglichkeiten des Web 2.0 übereinstimmend hervorgehoben. Hierdurch seien, unabhängig von den Lernplattformen (bspw. ILIAS, Moodle), die Kommunikationsformen zwischen den Lehrenden und Studierenden enorm erweitert worden. Vor allem die quantitativen Möglichkeiten des Internets seien im Rahmen von Digitalisierungsprojekten (wie bspw. Briefeditionen) als eine Chance zu verstehen, um die große Anzahl von Dokumenten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wie eine solche Edition im Einzelnen umgesetzt werden soll, ob sie ausschließlich der klassischen Edition entsprechen oder die Möglichkeiten des Web 2.0 ausschöpfen müsse, wurde intensiv diskutiert und ansatzweise beantwortet. Welche Rolle in diesem Zusammenhang die medizinhistorischen Sammlungen spielen und wie sie künftig ihre Exponate digital präsentieren können, blieb offen. Dahingegen bildeten das Akademienprojekt aus Leipzig und der digitale medizinhistorische Stadtrundführer aus Halle einen Ausblick auf den gelungenen Einsatz des Internets für die Medizin- und Wissenschaftsgeschichte.

Konferenzübersicht:

Andreas Kleinert (Halle an der Saale): Briefedition zu Leonhard Euler (1707-1783)

Ruth Schilling (Berlin): Ein Arzt und seine Praxis im 18. Jahrhundert: Johann Friedrich Glaser, Stadt- und Amtsphysicus in Suhl

Andreas Christoph (Jena): Die Welt aus Weimar. Zur Geschichte des geographischen Instituts

Ortrun Riha (Leipzig): Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert zwischen Deutschland und Russland auf den Gebieten Chemie, Pharmazie und Medizin – Akademienprojekt bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Elena Roussanova (Leipzig): Aufbau einer Personendatenbank im Rahmen des Akademienprojekts bei der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig „Wissenschaftsbeziehungen im 19. Jahrhundert zwischen Deutschland und Russland auf den Gebieten Chemie, Pharmazie und Medizin“

Maximilian Schochow (Halle an der Saale): Humanexperimente zwischen Leben und Tod. Gerichtsmedizinische Versuche an erhängten Frauen im 19. Jahrhundert

Philipp Teichfischer (Magdeburg): „Nachlassgeschichten“ – über die Wiederentdeckung eines Teils des Schönlein-Nachlasses

Anna Urbach (Magdeburg): Epilepsie-Geschichten am Beispiel der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Uchtspringe

Mathias Schütz (Halle an der Saale), Georg Marckmann (München), Jens Waschke (München) und Florian Steger (Halle an der Saale): Kampf um Kontinuität. Die Anatomische Anstalt der LMU im Nationalsozialismus

Wiebke Janssen (Halle an der Saale) und Susanne Weidemann-Zaft (Halle an der Saale): Akademische Medizin in der DDR und ihre Akteure

Florian Bruns (Erlangen): Eingaben von Patienten in der DDR als Quelle der Medizingeschichte

Marcel Korge (Leipzig): Kollektive Sicherung bei Krankheit und Tod. Fallstudien zum frühneuzeitlichen Zunfthandwerk in städtischen Zentren Sachsens (Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau)

Thomas Bach (Jena): Ernst Haeckels Briefe und das Projekt einer Haeckel-Briefedition

Heinz-Jürgen Voß (Halle an der Saale) und Florian Steger (Halle an der Saale): Wechselwirkungen? Medizinisches Wissen zwischen Arabien und Halle

Kristin Witte (Halle an der Saale) und Florian Steger (Halle an der Saale): Gab es Ärztinnen in der Antike? Eine wissenschaftshistorische Untersuchung der Legitimationsdiskurse – ein Werkstattbericht

Karin Bastian (Leipzig): Cinderellas Geburt. Die Sammlungsgründungen medizinhistorischer Abteilungen und Institute deutscher Universitäten im 20. und 21. Jahrhundert

Matthias Zaft (Halle an der Saale) und Florian Steger (Halle an der Saale): Installierung einer Lernplattform zur Ergänzung der Präsenzlehre für den Bereich Medizingeschichte und Medizinethik der medizinischen Fakultät der MLU – Arbeitsbericht

Eva Brinkschulte (Magdeburg): Magdeburger Forschungsprojekte und Forschungsperspektiven

Florian Steger (Halle an der Saale) und Maximilian Schochow (Halle an der Saale): Medizin in Halle. Ein Rundgang durch die Stadt Halle und ihre Medizingeschichte

Anmerkung:
[1] <http://drw.saw-leipzig.de/personendatenbank.html> (12.04.2012)

Zitation
Tagungsbericht: Erste Mitteldeutsche Konferenz für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte, 13.03.2012 Halle an der Saale, in: H-Soz-Kult, 21.04.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4200>.