Archäologie und Nation: Kontexte der Erforschung „vaterländischen Alterthums“. Eine Tagung zur Geschichte der Archäologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1800–1860

Ort
Nürnberg
Veranstalter
Ingo Wiwjorra / Dietrich Hakelberg, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Datum
07.03.2012 - 09.03.2012
Von
Ingo Wiwjorra, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte die einheimische Archäologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz einen regelrechten Boom. Die historischen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen, unter denen sich die ‚vaterländische Altertumskunde’ entwickelte, waren das Leitthema der Tagung "Archäologie und Nation: Kontexte der Erforschung 'vaterländischen Alterthums'", die vom 7. bis 9. März 2012 im Aufseßsaal des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg stattfand. 20 Archäologen und Historiker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien waren der Einladung von Ingo Wiwjorra und Dietrich Hakelberg gefolgt, um für die Geschichte der Archäologie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiterführende Forschungsansätze zu präsentieren.

Wie JUTTA ZANDER-SEIDEL (Nürnberg) in ihrer Begrüßung im Namen der Direktion des Germanischen Nationalmuseums hervorhob, ist das Tagungsthema eng mit der Gründungsgeschichte des Germanischen Nationalmuseums verknüpft. Ihr wird das Haus bis Ende 2013 einen eigenen Ausstellungsbereich widmen.

Die Tagung ergänzte das DFG-Projekt „Archäologische Forschungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Auflösung des Alten Reichs bis 1852“, in dessen Rahmen am Germanischen Nationalmuseum zeitgenössische Publikationen digitalisiert und erschlossen werden.[1] Aufgrund der Digitalisierungsinitiativen der vergangenen Jahre ist ein großer Teil der gedruckten Monographien und Aufsätze in einer umfänglichen Online-Bibliographie zugänglich. Die Tagung verfolgte daher auch das Ziel, über den intensiven Gebrauch dieser Online-Ressourcen zu neuen quellennahen Forschungen zur Geschichte der Archäologie anzuregen. Diese Tagung schloss an das Arbeitsgespräch „Vorwelten und Vorzeiten. Archäologie als Spiegel historischen Bewußtseins in der Frühen Neuzeit“ an, das 2006 an der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel stattfand.[2]

In die erste thematische Sektion zum historischen Kontext und zur Programmatik der ‚Vaterländischen Altertumskunde’ führte WOLFGANG BURGDORF (München) mit einem Vortrag über „Kulturelle Kompensationen des Reichsunterganges 1806 in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“ ein. Von den im Reichsstaatsrecht geschulten Eliten und vom Adel sei der Untergang der alten Ordnungen mit einem starken Verlustgefühl verbunden gewesen. Die von dieser Seite getragene bzw. geförderte Beschäftigung mit Sprachwissenschaft, Literatur, Rechtsgeschichte, Mythologie, Volkskunde und auch mit der vaterländisch ausgerichteten Archäologie habe dazu beigetragen, vergangene Größe zu imaginieren und so die gefühlten Verluste zu kompensieren.

Dieses quellenübergreifende Spektrum war für die ‚vaterländische Altertumskunde’ Programm, meinte DIETRICH HAKELBERG (Freiburg). Die Archäologie habe in Sammlungs- und- Forschungskonzeptionen stets nur einen Teilaspekt gebildet. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewege sich die ‚vaterländische Altertumskunde’ in einem Spannungsfeld verschiedener politischer Haltungen: zwischen einem föderativen Nationalismus, einem auf einzelstaatliche Souveränität abzielenden Partikularismus oder den altständisch-restaurativen Interessen adeliger Altertumsforscher.

JENS SCHULZE-FORSTER (Dresden) präsentierte den sächsischen Altertumsforscher Karl Benjamin Preusker in seinen Funktionen als Wissenschaftspionier und Bildungsreformer. Die am Dresdener Landesamt für Archäologie begonnene Erschließung und Digitalisierung des Preusker-Nachlasses gewährt Einblick in das feinverästelte Gelehrtennetzwerk und gibt zugleich Zeugnis von der breiten Rezeption vaterländischer Altertümer im Gelehrtenmilieu.[3]

Die zweite Sektion „Organisations- und Institutionalisierungsansätze“ war frühen Museumsgründungen sowie der Rolle der Archäologie in den Geschichts- und Altertumsvereinen gewidmet. GABRIELE B. CLEMENS (Saarbrücken) ließ in ihrem Vortrag über die archäologischen Aktivitäten der deutschen Altertumsvereine den heterogenen Charakter der verschiedenen lokalen Initiativen deutlich werden. Ob ein Geschichtsverein seinen Schwerpunkt auch auf archäologische Forschungen setzte, sei meistenteils auf das Engagement einzelner Persönlichkeiten zurückzuführen, sowie von deren Fähigkeit, tragfähige Netzwerke zu bilden. Die Altertumsvereine gründeten nicht allein auf einer bürgerlich-emanzipatorischen Initiative. Staatsloyale Adelige oder die Souveräne selbst hätten eine maßgebliche Rolle gespielt.

Die regionalspezifische Note der Vereinsgründungen kam im Beitrag von TIMO SAALMANN (Bamberg) über den „Historischen Verein zu Bamberg und die Archäologie Oberfrankens“ zum Tragen. Die Grabhügelforschungen des Pfarrers Lukas Hermann seien hauptsächlich von der Frage der ethnischen Zugehörigkeit der Bestatteten geleitet gewesen. Ob die Grabhügel in Franken Slawen oder Deutschen zuzuschreiben seien, habe jedoch noch jenseits eines gesamtdeutschen Nationalismus gestanden.

Die Vorträge von MARIANNE POLLAK (Wien) und BRIGITTA MADER (Triest) über die frühe Denkmalpflege in der Habsburgermonarchie sowie über die denkmalschützerischen Bestrebungen Kaiser Franz I. ließen erkennen, dass sich die archäologischen Forschungen in Österreich unter völlig anderen Voraussetzungen als in den deutschen Staaten entwickelten. Vereinsgründungen wie in Deutschland hätte es nur vereinzelt gegeben. Angesichts der flächendeckenden Präsenz römischer Altertümer hätten die Eliten „zur Ehre des Reichs“ einen Anschluss an das transnationale antike Erbe gesucht. Eine nationaldeutsche Identifikation unter Berufung auf ein gemeinsames Altertum habe es nicht gegeben.

Im österreichischen Kaiserreich gab es hingegen Tendenzen, die national-kulturelle Eigenständigkeit der Tschechen auch unter Berufung auf ein eigenständiges Altertum zu legitimieren. In seinem Vortrag über „Die tschechische Nationalbewegung, das Revolutionsjahr 1848 und die erste mitteleuropäische Professur für prähistorische Archäologie in Prag“ zeichnete VLADIMÍR SALAČ (Prag) hierzu das Bild einer slawophilen bürgerlichen Emanzipationsbewegung. Trotz der Symbolkraft des schon 1818 gegründeten tschechischen „Nationalmuseums“ sei die böhmische Altertumsforschung in ein überwiegend deutschsprachig geprägtes Intellektuellenmilieu eingebunden gewesen.

Der Vortrag von JASPER V. RICHTHOFEN (Görlitz) gab einen kursorischen Überblick über den Beitrag der Görlitzer Wissenschaftsgesellschaften zur archäologischen Forschung in der Oberlausitz. Die archäologischen Interessen eines aufklärerischen Universalgelehrtentums hätten später eine vaterländische Prägung erhalten, als Fragen zur ethnischen Deutung prähistorischer Bestattungen in der sorbisch geprägten Lausitz größere Bedeutung erlangten.

Die dritte Sektion „Erkenntnisinteressen im Wettstreit: Um Völker und Vorfahren“ behandelte die häufig diskutierten ethnischen bzw. kulturellen Interpretationen archäologischer Funde als römisch-antik, als germanisch, keltisch oder slawisch. STEFAN LEHMANN (Halle) richtete den Blick auf die schon im frühen 19. Jahrhundert deutlich auseinandergelaufene Entwicklung der Klassischen und ‚vaterländischen‘ Archäologie. Nur wenige Gelehrte, die sich für die künstlerische Ästhetik der griechisch-römischen Antike begeisterten, hätten die nicht-antiken vaterländischen Altertümer überhaupt wahrgenommen. Stattdessen habe in diesem Milieu eine patriotische Rezeption des ‚schönen’ klassischen Altertums stattgefunden.

VERENA SCHWARTZ (Wünsdorf) befasste sich in ihrem Vortrag über Christian Keferstein mit der ‚Keltomanie’, deren Anhänger das Keltenvolk schwärmerisch zum alleinigen Urheber kultureller Entwicklung erhoben hätten. Kefersteins Suche nach den keltischen Ursprüngen seiner Heimatstadt Halle/Saale steht neben zahlreichen anderen ‚keltomanen’ Deutungen von Sprach- und Sachaltertümern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die vergleichend bis heute nicht näher erforscht sind.

Dem germanomanen Lager zuzurechen sind Wilhelm und Ludwig Lindenschmit. Der Vortrag von HUBERT FEHR (Freiburg) über die archäologischen Forschungen des Brüderpaars akzentuierte deren xenophoben Nationalismus. Mit ihren Forderungen nach Autochthonie, germanischer Abstammungshomogenität und dezidiert rassenanthropologischen Ansätzen hätten die Lindenschmits bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts den Radikalisierungen späterer Jahrzehnte vorgegriffen.

SEBASTIAN BRATHER (Freiburg) befasste sich in seinem Vortrag über die ‚Slawische Archäologie‘ in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem schon im 18. Jahrhundert virulenten siedlungsgeschichtlichen Problem, ob Slawen oder Germanen als Ureinwohner der Gebiete östlich der Elbe anzusehen seien. Diskussionsstränge, Argumente und Kontexte dieser ethnischen Deutungen wurden anhand der Publikationen des Theologen und Historikers Johann Gottlob Worbs exemplifiziert.

Die Formulierung des Dreiperiodensystems, die Entdeckung des Neandertalers und der Pfahlbauten sowie die Thesen Charles Darwins gaben der vaterländischen Altertumsforschung um die Mitte des 19. Jahrhunderts neue Impulse. Der Vorgeschichte und Wirkung dieser Neuentdeckungen widmete sich die vierte Tagungssektion. HARTMUT GRÄF (Öhningen) stellte den Kleinbauern Kaspar Löhle vor, dessen erste Pfahlbaufunde in Wangen am Bodensee bis an den Anfang des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Deren Bedeutung sei jedoch erst mit der Pfahlbauentdeckung 1854 am Zürichsee erkannt worden. Die Korrespondenz Löhles mit Ferdinand Keller wurde als wichtige Quelle zur Geschichte der Pfahlbauforschung und zur Biographie Löhles charakterisiert.

URS B. LEU (Zürich) befasste sich mit dem Paläobotaniker Oswald Heer, der aufgrund der Ähnlichkeit tertiärer Pflanzenfunde und Pflanzenreste aus den Pfahlbausiedlungen mit lebenden Arten die Evolutionsthese Charles Darwins anzweifelte. Die mehrere tausend Briefe umfassende Korrespondenz Heers dokumentiert ein weitreichendes internationales Gelehrtennetzwerk der Natur- wie der Altertumsforschung des 19. Jahrhunderts.

DIRK BACKENKÖHLER (Stuttgart) richtete sein Augenmerk auf den in den 1820er-Jahren entdeckten und seither nahezu vergessenen Fund fossiler quartärer Menschenknochen bei Köstritz und deren frühe Interpretationen lange vor der Entdeckung des Neandertalers. Überraschend konnte Backenköhler die Funde von Köstritz im Berliner Naturkundemuseum ausfindig machen, wo diese aktuell bearbeitet und datiert werden.

Die fünfte Sektion „Profis und Dilettanten“ suchte dem Phänomen gerecht zu werden, dass archäologisch forschende Gelehrte im 19. Jahrhundert noch keinen akademisch sanktionierten Standards unterworfen waren. Persönlicher Enthusiasmus und sachkundige Expertise lagen stets eng beieinander. FRED MAHLER (Uelzen) sah in den Forschungen Georg Otto Carl v. Estorffs die Grundlage für eine neuartige Landschaftswahrnehmung. Estorffs minutiöse Kartierung und Dokumentation der Großsteingräber in der Rodungsregion „Lüneburger Heide“ habe dazu beigetragen, die monumentalen Relikte des Altertums zum Kernbestandteil eines vermeintlich ‚natürlichen’ norddeutschen Landschaftsstereotyps werden zu lassen.

Geehrte Liebhaber und Sammler leisteten die frühe archäologische Erforschung der Insel Rügens, wie ACHIM LEUBE (Berlin) zeigen konnte. Die seinerzeit nur schwer erreichbare Insel sei nicht zuletzt durch die Hünengrab-Darstellungen Caspar David Friedrichs zu einem Ikon für die deutsche Nationalromantik geworden. Touristische Erschließung und archäologische Erforschung der Insel hätten sich gegenseitig bedingt.

INGO WIWJORRA (Nürnberg) suchte in seinem Abschlussvortrag über ‚Archäologische Reisen’ die ‚antiquarische Reise’ als eine Form konkreter archäologischer Forschung zu beschreiben und diese als eine Sonderform der Bildungsreise zu kategorisieren. Der patriotische Impuls der antiquarischen Reise sei von der selbständigen Inaugenscheinnahme von archäologischen Stätten und Geländedenkmälern ausgegangen, um so eine nähere Kenntnis des Vaterlandes zu gewinnen und sich mit seiner Geschichte zu identifizieren.

Ergänzend zum Vortragsprogramm im Aufseßsaal führte TOBIAS SPRINGER (Nürnberg) ca. 40 Tagungsgäste durch die vorgeschichtliche Sammlung des Germanischen Nationalmuseums, die er unter Aspekten ihrer Entstehungsgeschichte vorstellte.

Im Resümee wollten Ingo Wiwjorra und Dietrich Hakelberg die offensive Hinwendung zu den einheimischen Altertümern in Deutschland nicht mit einem einzigen nationalgeschichtlichen Schlüsselereignis, wie etwa dem Reichsuntergang oder den Freiheitskriegen verbinden. Die ‚vaterländische Altertumskunde’ sei vielmehr als ein Phänomen anzusehen, das den Aufstieg des Nationsgedankens seit den 1770er-Jahren ständig begleitete. In Österreich hingegen habe sich die Aufmerksamkeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf die antiken Monumente konzentriert, deren Nachruhm am ehesten für die Monarchie positiv rezipierbar war. In der Schweiz hätten die Kelten erst nach Gründung des Bundesstaats 1848 und der Pfahlbauentdeckung 1854 zum nationalen Urvolk avancieren können.

Das breite Themenspektrum der Tagungsbeiträge traf auf positive Resonanz. Eine Untersuchung zu den internationalen Beziehungen der Forscherpersönlichkeiten wie der Geschichts- und Altertumsvereine hätte das Bild von der Kontextualisierung der Altertumsforschung weiter vervollständigen können. Auch die sozialen Milieus der Gelehrten bedürfen einer weiteren Erforschung.

Konferenzübersicht:

Jutta Zander-Seidel (Nürnberg), Ingo Wiwjorra (Nürnberg), Dietrich Hakelberg (Freiburg/Br.): Begrüßung und Einführung

Sektion: ‚Vaterländische Altertumskunde’: Historische Rahmenbedingungen und Programmatik

Wolfgang Burgdorf (München): Kulturelle Kompensationen des Reichsunterganges 1806 in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Dietrich Hakelberg (Freiburg/Br.): „Ein vollständiges Gemälde teutscher Sitten, Kunst und Sprache“ – Vaterländische Altertumskunde als Programm

Jens Schulze-Forster (Dresden): „Über Mittel und Zweck der vaterländischen Altertumsforschung“ – Karl Benjamin Preusker (1786–1871) als Sammler, Altertumsforscher und Pädagoge

Sektion: Organisations- und Institutionalisierungsansätze

Gabriele B. Clemens (Saarbrücken): Grabungsfieber und Sammeleifer. Die archäologischen Aktivitäten der deutschen Altertumsvereine

Timo Saalmann (Bamberg): Der Historische Verein zu Bamberg und die Archäologie Oberfrankens

Marianne Pollak (Wien): Frühe Denkmalpflege in der Habsburgermonarchie. Im Spannungsfeld von Aufklärung und politischem Katholizismus

Brigitta Mader (Triest): Hofreise mit Folgen. Die denkmalschützerischen Bestrebungen des österreichischen Kaisers Franz I. am Beispiel der antiken Reste von Pola/Pula (1816)

Vladimír Salač (Prag): Die tschechische Nationalbewegung, das Revolutionsjahr 1848 und die erste mitteleuropäische Professur für prähistorische Archäologie in Prag

Jasper v. Richthofen (Görlitz): Von der Aufklärung zur vaterländischen Altertumskunde – das Wirken der Görlitzer Wissenschaftsgesellschaften und der Beginn archäologischer Forschung in der Oberlausitz

Sektion: Erkenntnisinteressen im Wettstreit: Um Völker und Vorfahren

Stefan Lehmann (Halle/S.): Die klassische Antike und die ‚vaterländische’ Altertumsforschung

Verena Schwartz (Wünsdorf): „Kelten“ bei dem Laienforscher Christian Keferstein

Hubert Fehr (Freiburg/Br.): Die Germanisierung der Frühgeschichte: Frühmittelalterliche Grabfunde in den Arbeiten von Wilhelm und Ludwig Lindenschmit

Sebastian Brather (Freiburg/Br.): „Sind die Urnen-Begräbnisse […] slavischen oder deutschen Ursprungs?“ ‚Slawische Archäologie‘ in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Sektion: Entdeckungen und Innovationen der ‚vaterländischen Altertumskunde’

Hartmut Gräf (Öhningen): Kaspar Löhle – Entdecker der Pfahlbauten in Deutschland

Urs B. Leu (Zürich): Die archäobotanischen Argumente Oswald Heers (1809–1883) gegen Darwin

Dirk Backenköhler (Tübingen): Knochenlesen und Schädeldeuten – menschliche Fossilreste bis zur Entdeckung des Neandertalers

Sektion: Profis und Dilettanten

Fred Mahler (Uelzen): G. O. C. v. Estorff: Von den „Heidnischen Alterthümern“ zum „Gesamtwillen der Nation“

Achim Leube (Berlin): Die Insel Rügen und die Erforschung ihrer vorgeschichtlichen Denkmäler 1800–1860

Ingo Wiwjorra (Nürnberg): Archäologische Reisen und Spaziergänge in der Heimat – Zwischen vaterländischer Erbauung, touristischem Freizeitvergnügen und wissenschaftlichem Interesse

Tobias Springer (Nürnberg): Führung durch die vorgeschichtliche Sammlung des Germanischen Nationalmuseums

Anmerkungen:
[1] Siehe: <http://www.gnm.de/index.php?id=66> bzw. <http://www.clio-online.de/web=26268>.
[2] Siehe: Tagungsbericht Vorwelten und Vorzeiten. Archäologie als Spiegel historischen Bewußtseins in der Frühen Neuzeit. 20.11.2007-23.11.2007, Wolfenbüttel, in: H-Soz-u-Kult, 12.03.2008, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2032>.. Vgl. hierzu den Tagungsband: Dietrich Hakelberg u. Ingo Wiwjorra (Hg.): Vorwelten und Vorzeiten. Archäologie als Spiegel historischen Bewußtseins in der Frühen Neuzeit [=Wolfenbütteler Forschungen, 124], Wiesbaden 2010.
[3] Siehe: <http://www.preuskerportal.de>.

Zitation
Tagungsbericht: Archäologie und Nation: Kontexte der Erforschung „vaterländischen Alterthums“. Eine Tagung zur Geschichte der Archäologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 1800–1860, 07.03.2012 – 09.03.2012 Nürnberg, in: H-Soz-Kult, 29.05.2012, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4244>.