Zivilcourage und Kompromiss - Bausoldaten in der DDR 1964 - 1990

Ort
Potsdam
Veranstalter
Robert-Havemann-Gesellschaft
Datum
03.09.2004 - 05.09.2004
Von
Matthias Rogg, Militärgeschichtliches Forschungsamt

Wir waren "das klappernde Schutzblech am Prunkwagen des Sozialismus" charakterisierte ein ehemaliger Bausoldat rückblickend seine Dienstzeit. [1] Dieses Bild bringt ein Dauerproblem der untergegangenen DDR, die Schere zwischen ideologischem Anspruch und real existierender Wirklichkeit, in einem ganz besonders sensiblem Bereich griffig auf den Punkt. Die bewaffneten Organe, allen voran die Nationale Volksarmee, sollten beispielhaft die enge Verbundenheit von Staat, Partei und Volk, die Tugendhaftigkeit der "sozialistischen Persönlichkeit" und die materielle Überlegenheit des Systems unter Beweis stellen. [2] Tatsächlich entpuppte sich beim Militär für Viele die wahre Gestalt der sozialistischen Gesellschaft; allerdings weniger als "Prunkwagen", sondern vielmehr als lahme Karre mit stotterndem Motor, die dem selbst gewählten Anspruch zu keiner Zeit gerecht werden konnte. Die Bausoldaten haben ohne Zweifel das Ihre dazu beigetragen, diesen Widerspruch offen zu legen. Wer sich auf die Suche nach "Ochs und Esel" begibt, die den Sozialismus "in ihrem Lauf" am Ende doch aufgehalten haben, wird früher oder später auf die Bausoldaten stoßen.

40 Jahre nach dem Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vom 6. September 1964, einen waffenlosen Dienst für Wehrpflichtige einzuführen und 15 Jahre nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes ist es an der Zeit, den historischen Ort einer kleinen, offenbar aber wirkungsmächtigen gesellschaftlichen Gruppe in der DDR näher zu beleuchten. Organisiert von der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. und unterstützt von zahlreichen renommierten Stiftungen und Institutionen, fanden sich über 250 Tagungsteilnehmer Anfang September auf einem dreitägigen Kongress in Potsdam zusammen. [3] Die klug gewählte Überschrift "Zivilcourage und Kompromiss" deutete bereits den Spannungsbogen an, in dem die Bausoldaten ihren Dienst versehen mussten. Es gehörte viel persönlicher Mut dazu, in der DDR den "Friedensdienst mit der Waffe" zu verweigern. Wer sich nicht anpasste, dem drohten vielfältige Repressionen, vor allem das Versagen einer qualifizierten Ausbildung, insbesondere eines Studiums. Das Nein gegen den Dienst mit der Waffe war also auch eine Entscheidung für einen nonkonformen Lebensentwurf. Viele Zeitzeugen stellten während der Tagung immer wieder die prägende Kraft dieses Entschlusses für ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung heraus. Eine ähnlich große Bedeutung hatte das Zeugnis der Verweigerung auch für Außenstehende, die sich an den Nichtangepassten orientieren und aufrichten konnten. Für manche öffnete der Schritt zum waffenlosen Dienst den engen Spielraum, den die Grenzen der Diktatur im Alltag markierten. Neben der Zivilcourage stand aber auch der schon in der Bezeichnung erkennbare Kompromiss. Bausoldaten waren in erster Linie Soldaten, eingebunden in das Gefüge der Armee, in militärische Einheiten zusammengefasst, uniformiert, an militärische Gesetze gebunden und nicht selten für militärische Aufgaben abgestellt. Von den "normalen" NVA-Angehörigen unterschieden sie sich äußerlich durch einen silbernen, später goldenen Spaten auf der Schulterklappe und der Zusage, keinen aktiven Waffendienst leisten zu müssen. Dieser wahrlich sehr kleine gemeinsame Nenner erlaubte den Einsatz von Bausoldaten an militärischen Anlagen, zum Beispiel Schießplätzen, Flugplätzen oder Fahrschulstrecken für Panzer. Das von allen Armeeangehörigen geforderte Gelöbnis konnte gerade christlich geprägte "Spatensoldaten" in tiefe Gewissensnot treiben. Viele junge Männer empfanden dies als fragwürdige Übereinkunft. Die einzige Alternative aus dem Dilemma bildete die totale Dienstverweigerung, die meistens eine längere Inhaftierung zur Folge hatte. Ein ernst gemeinter, nichtmilitärischer Ersatzdienst im karitativen oder sozialen Bereich wurde erst im Wendewinter 1989/90 eingerichtet. Der Bausoldatendienst sollte keine wirkliche Alternative darstellen, sondern eher abschreckend wirken. Der Staat wollte "normale" Soldaten zur Erfüllung der sicherheitspolitischen Bündnisverpflichtungen und vielleicht mehr noch zur Herrschaftsverdichtung und Disziplinierung nach innen.
Die Vielschichtigkeit der Problematik verdeutlicht ein Blick auf die praktische Umsetzung. Bis zur Auflösung des Warschauer Paktes war die DDR der einzige Ostblockstaat, in dem ein waffenloser Alternativdienst geleistet werden konnte. Andererseits schien die politische Führung ihren eigenen Argumenten nicht zu trauen, denn die im Gesetzblatt der DDR vom 16. September 1964 abgedruckte "Verordnung [...] über die Aufstellung von Baueinheiten" durfte offiziell weder ausgelegt, noch verteilt werden. Ungezählte private Abschriften und die mündliche Weitergabe, vor allem in kirchlichen Kreisen, sicherten dennoch die Verbreitung. Von offizieller Seite verschwieg man das Thema. [4] Mit Ausnahme einer Produktion des Armeefilmstudios aus der Wendezeit [5] existiert kein Filmmaterial über die Soldaten mit dem goldenen Spaten. Auch die Zeitungen nahmen den Dienst ohne Waffe praktisch nicht zur Kenntnis. Und dennoch stieg die Zahl der "Spatensoldaten" kontinuierlich von 0,2 % (1964) auf annähernd 3 % (1988). Unmittelbar vor der Wende soll das Potential der Verweigerer annähernd 12.000 Mann umfasst haben. Angesichts der drohenden Konsequenzen veranschaulichen diese Zahlen, wie weit das SED-Regime an Glaubwürdigkeit verloren hatte.

Um dem Charakter einer ersten Fachtagung zum Thema Bausoldaten Rechnung zu tragen, entschieden sich die Veranstalter für eine große thematische Breite. Generalvorträge, Podien, die Vertiefung in themenbezogenen Arbeitsgruppen und nicht zu vergessen ein anspruchsvolles kulturelles Beiprogramm garantierten Vielfalt in der Einheit. Der ökumenische Gottesdienst unter dem Motto "Suchet den Frieden und jaget ihm nach" verwies auf den christlich motivierten, pazifistischen Grundgedanken vieler, vielleicht sogar der meisten Bausoldaten. Trotz der thematischen Breite schienen sich eher ehemalige Waffendienstverweigerer denn Vertreter der DDR- und/oder Militärgeschichte von der Veranstaltung angesprochen zu fühlen. Die Präsenz von Zeitzeugen spiegelte eine Mannigfaltigkeit der Wahrnehmungen und Lebenswirklichkeiten, die auch in einzelnen Vorträgen zur Geltung kam.

Auf der Grundlage ihrer bisherigen Forschungen referierten Peter Schicketanz (Garbsen) [6] und Uwe Koch (Magdeburg) [7] zur Entstehungsgeschichte und den zeitlichen Entwicklungslinien des Bausoldatendienstes. Mit dem Bau der Mauer und der unmittelbar danach erfolgten Einführung der Wehrpflicht 1962 mussten sich alle volljährigen Männer mit der Realität des Wehrdienstes auseinandersetzen. Schicketanz betonte, dass anfangs weder die NVA noch die Gerichte der DDR mit einer nennenswerten Zahl von Wehrdienstverweigerern rechneten. Vor allem der "aufrechte Gang und der massive Druck der ersten Totalverweigerer" hätten die Aufstellung von Baueinheiten bewirkt. Die Bausoldaten trugen daraufhin ihre Form der Zivilcourage in eine Armee, die mental in keiner Weise darauf vorbereitet war. Dieses unangepasste Verhalten wird vor allem in der Fülle von Eingaben deutlich, die im Verhältnis erheblich über dem NVA-Durchschnitt lagen. In diachroner Betrachtung verwies Uwe Koch auf drei annähernd gleich lange Entwicklungsschritte in der Geschichte der Baueinheiten. Die erste Phase (1964-1972) zeigte eine große Verunsicherung der NVA-Führung im Umgang mit den "Spatensoldaten". Ausgehend von nur vier Standorten (Bärenstein, Garz, Saßnitz und Prenzlau) erfolgte ein zentraler, von den übrigen Armeeangehörigen isolierter Einsatz vor allem an militärischen Objekten. In der zweiten Phase (1972 bis Anfang 80er Jahre) bemühte man sich den Dienst der Bausoldaten dem der "normalen" Armeeangehörigen anzugleichen und zum dezentralen Einsatz überzugehen. Die Schlussphase (Anfang 80er Jahre bis zur Wende) war angesichts der desolaten wirtschaftlichen Situation durch immer häufigere Einsätze in Schlüsselindustrien gekennzeichnet. Dabei wurde, wie Justus Vesting (Halle) [8] in seinem Vortrag dokumentierte, auf die gesundheitlichen Risiken oftmals keine Rücksicht genommen. Schwerste Arbeiten, zum Beispiel im Braunkohletagebau oder in der chemischen Industrie, wurden nicht selten von Bausoldaten verrichtet. Tätigkeiten, für die sich sonst in der DDR kaum jemand fand, mussten die "Dreckschippen" erledigen. Bausoldaten und reguläre Armeeangehörige kamen dabei oft parallel zum Einsatz. Die "Volksarmee" vermietete diese Arbeitskräfte allerdings nicht selbstlos an die "Volkseigenen Betriebe", sondern ließ sich den tarifüblichen Lohn auszahlen.
Die Motive, den Dienst mit der Waffe trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen zu verweigern, konnten derweil unterschiedlicher nicht sein. Vor allem in den Anfangsjahren dominierten religiös-pazifistische Überlegungen. Im Laufe der Zeit sammelten sich unter den Bausoldaten immer mehr aufmüpfige junge Männer, die sich von den rigiden Ordnungsvorstellungen des Staates deutlich distanzierten. In den letzten Jahren schlug die innere Verweigerung in offene politische Opposition um. Der Spatendienst bildete für nicht wenige nur noch einen Zwischenschritt zum Ausreiseantrag.

Vor allem die Einwürfe von Zeitzeugen verdeutlichten immer wieder, dass der Dienst in den Baueinheiten keinesfalls verallgemeinert werden darf. Es machte eben einen großen Unterschied, wann man eingezogen wurde und wo der Arbeitseinsatz erfolgte - von der Willkür mancher Vorgesetzter ganz zu schweigen. Das Angebot von insgesamt 12 Arbeitsgruppen erlaubte es bestimmte Themenfelder zu vertiefen und gemeinsame Erfahrungen auszutauschen. Die Bandbreite reichte von Fragen der Alltagserfahrung, der Rolle der Amtskirchen und der seelsorgerlichen Begleitung bis zu aktuellen Fragen der Wehrpflicht, der Wehrdienstverweigerung und der Militärseelsorge in der Bundeswehr. Hier zeigte sich der Wunsch, das historische Thema zu öffnen um, wie es der Kongressleiter Wolfgang Stadthaus formulierte, "die Erfahrungen der Vergangenheit in die Gegenwart einbringen und die Vergangenheitsaufarbeitung in der heutigen politischen Bildungsarbeit unterstützen."

Wie nicht anders zu erwarten eröffnete der Blick nach vorn ein nicht minder breites Spektrum. In seiner einfühlsamen Laudatio dankte Joachim Gauck den Bausoldaten dafür, Gewaltfreiheit und Pazifismus eine Stimme in einem Staat gegeben zu haben, "in dem Gewalt so offen vergötzt wurde". Sie seien in der DDR wie "Edelsteine in einer Wüste" gewesen, die heute ihre wichtige aber wenig glanzvolle Rolle als "Ziegelsteine im Mauerwerk" akzeptieren müssten. Die Bausoldaten hätten durch ihre Haltung bewiesen, dass es sich lohnt für die Gesellschaft ein Zeichen zu setzen. In den abschließenden Podien plädierte Gauck für einen realpolitischen Ansatz, ohne dabei auf Visionen zu verzichten. Man müsse genau zwischen einer Armee in einer Diktatur und Streitkräften in einer Demokratie unterscheiden. Vor diesem Hintergrund sprach er sich dezidiert für die Existenz der Bundeswehr aus. Ähnlich argumentierte der frühere EU-Administrator von Mostar, Hans Koschnick, der zudem auf die Chancen und die Risiken präventiver Friedensmaßnahmen hinwies. Nicht alle Kongressteilnehmer teilten Gaucks und Koschnicks realpolitischen Ansatz. Vielleicht spiegelte sich darin eine lebenslange Skepsis gegenüber jeder Form von organisierter Gewalt - angesichts teilweise bitterer Erfahrungen ein nachvollziehbares Misstrauen, das nicht vorschnell verurteilt werden sollte.

Einen kleinen Einblick in die Welt der Bausoldaten liefert die vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. verantwortete und zeitgleich zu sehende Wanderausstellung "Graben für den Frieden? - Die Bausoldaten in der DDR". [9] Auf 16 Schautafeln nähert sich die Ausstellung dem Thema auf einer streng chronologischen sowie einer thematischen Ebene. Hier werden Fragen der religiösen oder politischen Motive, des Arbeits- und Kasernenalltags, der Außenkontakte zu Kirchen- und Friedensgruppen und der Wahrnehmung durch die staatlichen Organe, allen voran das MfS mit einfachen Mitteln visualisiert und erklärt. Für eine inhaltliche Vertiefung empfiehlt sich der von Andreas Pausch verfasste Begleitband "Waffendienstverweigerung in der DDR". [10] Gut strukturiert, kompakt in der Darstellung und flüssig im Text ist diese Publikation allen zu empfehlen, die einen raschen und zugleich umfassenden Zugriff auf das Thema suchen.

Als literarische Auseinandersetzung liegt jetzt das lange vergriffene "Güllenbuch" von Holger Richter in einer Neuauflage vor. [11] Im November 1988 eingezogen gehörte der Autor zu den letzten Bausoldaten der DDR. Mit kraftvoller Sprache wird der Leser in den harten Alltag der militärischen Gesellschaft geführt. Subkulturelle Elemente, auf Abgrenzung zum Militärapparat abgestimmte Rituale und nicht zuletzt die eigenwillige "Güllensprache" erinnert an die binnensoziologischen Phänomene waffentragender Soldaten. [12] In der Ablehnung der Vorgesetzten und des Pflichtdienstes, die von feiner Ironie bis zur Verachtung reichen konnte, waren sich offensichtlich alle Armeeangehörigen der NVA gleich.

Schließlich gilt der Hinweis auf den schmalen aber wichtigen, von Thomas Widera herausgegebenen Sammelband "Pazifisten in Uniform". [13] Auf quellengesättigter Grundlage wird das Thema nicht isoliert betrachtet, sondern in einen größeren Zusammenhang gestellt. Peter Schicketanz referiert über die Reaktion der evangelischen Kirchen auf die Anordnung über die Aufstellung von Baueinheiten (S. 13-41); Christian Sachse wendet sich der Wehrerziehung zwischen 1952 und 1978 zu und lässt damit die angestrebte Militarisierung der Gesellschaft deutlich werden (S. 43-71); Matthias Kluge wirft in biographischer Perspektive einen Blick auf das Friedensseminar in Königswalde (S. 73-113); Stephan Wolf leistet einen wichtigen Beitrag, indem er die Sicht des Ministeriums für Staatssicherheit auf die "feindlich negativen" Bausoldaten analysiert (S. 115-149). Schließlich führt Thomas Widera die einzelnen Fäden zusammen und fragt, welche Rolle die Bausoldaten als Mittler gewaltloser Konfrontation spielten und wann ihre Ablehnung des bewaffneten Wehrdienstes in offenen politischen Protest umschlug (S. 151-216).

Der Kongress, die Wanderausstellung und die neuen Publikationen spiegeln die Komplexität des Themas. Allein die simple Frage, wie viele Bausoldaten genau ihren Dienst versehen haben, ist immer noch nicht schlüssig beantwortet. Das Fehlen einer zentralen Personaldatei behindert die systematische Befragung von Bausoldaten einer bestimmten Einheit. Ähnliche Defizite existieren bei der Wahrnehmung der "Spatis" durch die bewaffneten Armeeangehörigen, seien es Wehrpflichtige in gemischten Verbänden oder die Vorgesetzten, Unteroffiziere und Offiziere. Die letzte große Monographie zu den Bausoldaten, Bernd Eisenfelds Standardwerk "Kriegsdienstverweigerung in der DDR" liegt nunmehr 26 Jahre zurück - genauso lange, wie es die Spatensoldaten gab. [14] Eine umfassende Gesamtdarstellung wäre der Forschung zu wünschen.

Anmerkungen:
[1] Thomas Zimmermann, Klapperndes Schutzblech am Prunkwagen des Sozialismus, in: Heinz Janning, Klaus Pokatzky, Hans Jürgen Röder, Peter Tobiassen (Hg.), Kriegs-/ Ersatzdienstverweigerung in Ost und West, Essen 1990, S. 273-282.
[2] Zur aktuellen Forschungsdiskussion vgl. Hans Ehlert und Matthias Rogg (Hg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR. Forschungsfelder, Ergebnisse, Perspektiven (= Militärgeschichte der DDR, Bd. 8), Berlin 2004.
[3] Die Website zur Tagung: http://www.bausoldatenkongress.de; eine umfangreiche Tagungsdokumentation soll Ende 2004 vorgelegt werden.
[4] Axel Noack, "Leibsorge und Seelsorge". Bischof Axel Noack im Gespräch mit Horst Scheffler und Matthias Rogg, in: Ehlert / Rogg (Hg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR, S. 625-638; vgl. auch Horst Scheffler, "Zum Friedensdienst der Kirche" - Anmerkungen zur Handreichung für die Seelsorge an Wehrpflichtigen und zum Verhältnis von Kirche und Militär in der DDR, in: Ehlert / Rogg (Hg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR, S. 607-623.
[5] "Verweigerer im Dienst", Produktion D 485 des Armeefilmstudios der NVA, 1990 (29 min.), vgl. Ausbildungs- und Dokumentationsfilme, Armeefilmschau der Nationalen Volksarmee (1955-1991). Hrsg. vom Streitkräfteamt, Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr. Findbücher zu Beständen des Medienzentralarchivs, Sankt Augustin 1995, S. 162.
[6] Vgl. u.a. Peter Schicketanz, Entstehung und Entwicklung der Baueinheiten, in: Arbeitsstelle KDV und Friedensarbeit der Kirchenprovinz Magdeburg (Hg.). Studientagung. Zur Geschichte der Bausoldaten in der DDR. Einsichten und Konsequenzen für den Friedensdienst, Magdeburg 1994, S. 1-25.
[7] Vgl. Uwe Koch, Das Ministerium für Staatssicherheit, die Wehrdienstverweigerer der DDR und die Bausoldaten der Nationalen Volksarmee. Eine Übersicht über den Forschungsstand, in: Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (Hg.), Sachbeiträge 6, [Magdeburg] 3. Aufl. 1999.
[8] Justus Vesting, Mit dem Mut zum gesunden Risiko. Die Arbeitsbedingungen von Strafgefangenen und Bausoldaten in den Betrieben der Region Bitterfeld, Buna und Leuna unter besonderer Berücksichtigung des VEB Chemiekombinat Bitterfeld. Reihe Sachbeiträge Nr. 30, Magdeburg: Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt.
[9] Die Wanderausstellung kann beim Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V. ausgeliehen werden: info@archiv-buergerbewegung.de. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage http://archiv-buergerbewegung.de
[10] Andreas Pausch, Waffendienstverweigerung in der DDR ... das einzig mögliche und vor dem Volk noch vertretbare Zugeständnis. Hrsg. von Uwe Schwabe und Rainer Eckert im Auftrag des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V., Norderstedt 2004.
[11] Holger Richter, Güllenbuch. Eine Bausoldatengeschichte, Anderbeck 2004.
[12] Zur Soldatensprache der NVA vgl. Klaus Peter Möller, Der wahre E. Ein Wörterbuch der DDR-Soldatensprache, Berlin 2. Aufl. 2000; zum Innenleben der NVA vgl. neuerdings Rüdiger Wenzke, Zwischen Bestenabzeichen und Armeeknast. Wahrnehmungen und Forschungen zum Innenleben der DDR Volksarmee, in: Ehlert/ Rogg (Hg.), Militär, Staat und Gesellschaft in der DDR, S. 497-530.
[13] Thomas Widera (Hg.), Pazifisten in Uniform. Die Bausoldaten im Spannungsfeld der SED-Politik 1964-1989 (= Bericht und Studien Nr. 44, hrsg. vom Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V.), Göttingen 2004.
[14] Bernd Eisenfeld, Kriegsdienstverweigerung in der DDR - ein Friedensdienst? Genesis, Befragung, Analyse, Dokumente, Frankfurt a.M. 1978.

Zitation
Tagungsbericht: Zivilcourage und Kompromiss - Bausoldaten in der DDR 1964 - 1990, 03.09.2004 – 05.09.2004 Potsdam, in: H-Soz-Kult, 23.09.2004, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-564>.
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Veröffentlicht am
23.09.2004
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