Conflict Groups and _Disputatio_. Intra- and Extra-Academic Lines of Conflict around the Parisian University, c. 1300

Ort
Münster
Veranstalter
Martin Kintzinger / Georg Jostkleigrewe, SFB 1150 "Kulturen des Entscheidens" Projekt A02 „Contingentia und Disputatio: Entscheiden in der wissenschaftlichen Theorie des westeuropäischen Spätmittelalters"
Datum
10.12.2015 - 11.12.2015
Von
Jan-Hendryk de Boer, Historisches Institut, Graduiertenkolleg „Vorsorge, Voraussicht, Vorhersage. Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln“, Universität Duisburg-Essen

Zum Start des Projekts „Contingentia und Disputatio: Entscheiden in der wissenschaftlichen Theorie des westeuropäischen Spätmittelalters“, das innerhalb des neu eingerichteten SFB 1150 „Kulturen des Entscheidens“ (Teilprojekt A 2) an der Universität Münster angesiedelt ist, fand am 10. und 11. Dezember 2015 in Münster eine internationale Tagung statt, die mit Konfliktgruppen und Disputationen zwei zentrale Parameter in den Mittelpunkt stellte, anhand derer sich die Rolle von Kontingenz in mittelalterlichen Diskussionen und Handlungszusammenhängen erforschen lässt. Gerahmt wurden die Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, den USA, Neuseeland und Israel durch eine Einführung und eine Projektvorstellung, in denen der Veranstalter MARTIN KINTZINGER und GEORG JOSTKLEIGREWE (beide Münster) ihr Forschungsvorhaben zur Diskussion stellten. Auf diese Weise war es möglich, die verschiedenen Impulse der Vorträge zu bündeln und – erklärte Absicht der Veranstalter – als Anregungen für die eigene Arbeit aufzunehmen. Die intensive Schlussdiskussion bestätigte, dass dieses Vorgehen klug gewählt worden war: So war es möglich, inhaltliche, konzeptionelle wie methodische Annahmen nicht a priori als Setzungen allen Diskussionen voranzustellen, sondern sie in Beziehung zu den Perspektiven der Tagungsteilnehmer zu setzen. Auf diese Weise konnten nicht nur zahlreiche Ratschläge gegeben werden, wie das Projekt erfolgreich umzusetzen sei, sondern auch die Spezifik des Ansatzes deutlich werden, Kontingenz und Disputation anhand der Interdependenzen von Praktiken und Theorien des Entscheidens zu erforschen. Die Existenz und Wirksamkeit – bzw. die Nichtexistenz oder Unwirksamkeit – von Kontingenzkonzepten lasse sich anhand verschiedener Dimensionen untersuchen: Zu fragen sei nach Rahmung, Modi, Ressourcen, symbolischen Performanzen und Narrativen. Dabei sei damit zu rechnen, dass akademische Konzepte und Praktiken auf externe Verfahren des Entscheidens Einfluss gehabt hätten – womit eine Frage benannt wurde, die für die Gelehrten- und Universitätsgeschichte in den letzten Jahren zunehmend wichtiger geworden ist, nämlich die nach dem Zusammenhang von Institutionen wie Universitäten und Akademien und ihren Umwelten. Anhand dieser Perspektive ließen sich die Tagungsbeiträge konzeptionell in zwei Ansätze unterteilen: Am ersten Tag dominierten funktionalistisch argumentierende Beiträge, in denen universitäres bzw. gelehrtes Wissen vor allem als kommunikative Ressource in Erscheinung trat, welches in Konflikten aus strategischen Erwägungen heraus genutzt werden konnte, um die eigene Person bzw. Gruppe gegen Konkurrenten in Stellung zu bringen. Die Vorträge des zweiten Tages hingegen fragten nach der Eigenlogik universitärer Disziplinen und konnten so zeigen, wie Wissensbestände, Denkstile und Weisen der Selbstpräsentation durch ihr Zusammenwirken Faktoren darstellten, die Unterscheidungen zwischen den Universitäten einerseits und anderen Institutionen wie Höfen andererseits bzw. – systemtheoretisch gesprochen – zwischen System und Umwelt stabilisierten. Beide Ansätze erwiesen sich als komplementäre Zugriffsweisen, die gerade in ihrem Zusammenspiel die spezifische Rolle von Kontingenz in Kommunikationsverhältnissen zu erhellen erlaubten.

Den Anfang machte mit dem Vortrag von OLIVIER CANTEAUT (Paris) die Umwelt, genauer der Hof der letzten Kapetinger. In einer prosopographischen Untersuchung überprüfte Canteaut die Annahme, die Auseinandersetzungen am Hof ließen sich durchweg als Elemente eines übergeordneten Konflikts zwischen fest gefügten Fraktionen bzw. organisierten Gruppen verstehen, nämlich einer Partei der Legisten und einer Partei der Barone. Nicht zuletzt anhand mehrerer grafischer Aufbereitungen der personalen Netzwerke zwischen 1314 und 1328 gelang es, diese Behauptung zu widerlegen. Strukturierende Prinzipien für die in Zusammensetzung und Ausrichtung beweglichen Gruppierungen waren demnach vor allem die geographische Organisation der Akteure sowie Klientelbeziehungen. Die vermeintliche Gruppierung der Reformer war mithin weniger durch gemeinsame inhaltliche Zielsetzungen verbunden, sondern zuallererst über die Bindung an Charles de Valois. ‚Reform‘ war ein Argument, eine kommunikative Ressource, mit der diese Gruppierung sich am Hof positionieren und ihre Anliegen durchsetzen wollte. Die Anliegen der Gruppierungen waren insbesondere den Interessen der Großen am Hof verpflichtet, zu denen sich Akteure, die dem König weniger nahestanden, ins Verhältnis setzten. Entsprechend bildeten laut Canteaut einige immer wieder aufbrechende Konflikte am Hof der letzten Kapetinger Kristallisationspunkte, an die sich – abhängig von personalen Konstellationen und situativen Interessen – eine Vielfalt weitere Konflikte und variabler Allianzen anlagern konnten.

WILLIAM J. COURTENAY (Madison) legte dar, dass unter Philipp dem Schönen erstmals der Versuch unternommen worden sei, die Pariser Universität für das Prestige des Königs zu nutzen. In seinen ersten Herrschaftsjahren habe Philipp die Universität stark gefördert, ohne dass es einen Masterplan gegeben hätte, die Universität aus dem päpstlichen Einfluss zu lösen – eine Annahme, wie sie aus der Betrachtung ex post naheläge. Ab 1297 habe Philipp im Konflikt mit Bonifaz VIII. versucht, Profit aus seiner Förderung der Universität zu schlagen. Mehrfach habe der König die Universität und insbesondere die theologische Fakultät gedrängt, in Gutachten darzulegen, dass sein Gegenspieler nicht rechtmäßig Papst geworden sei. Die verlangte offizielle Bestätigung seines Kurses von der Universität habe er gleichwohl nicht erhalten, da die Magister mehrheitlich zur gegenteiligen Ansicht gelangt seien. 1303 habe sich diese Situation wiederholt. Doch wiederum sei es dem König und seinem Hof nicht gelungen, eine offizielle Billigung der Kampagne gegen den Papst zu erwirken. Die gleichen Erfahrungen habe der König bezüglich seines Vorgehens gegen die Templer machen müssen: Während die Gelehrten am Hof ihn unterstützt hätten und er auch einzelne Universitätstheologen für sich habe gewinnen können, habe sich die Korporation insgesamt den externen Vereinnahmungsversuchen entzogen. 1308 hätten die Magister der Theologie die Frage diskutiert, ob die Templer Häretiker seien. Doch nur drei von ihnen hätten diese Frage bejaht, wohingegen die Mehrheit sich erneut der angetragenen Politisierung zu entziehen versucht habe. Eine funktionalistische Sicht der Universität sei mithin von außen an sie herangetragen und nur von einer Minderheit der Magister mitgetragen worden, wogegen die Mehrheit trotz des zunehmenden königlichen Drucks einen kommunikativen Eigensinn zu bewahren versucht habe.

CHRIS JONES (Christchurch) demonstrierte am Beispiel des Theologen Johannes von Paris, wie die Konkurrenz von Loyalitäten Handeln und Denken von Akteuren prägen konnte. Johannes, der 1305 wegen seiner Abendmahlsthesen aus der Universität ausgeschlossen wurde, wurde laut Jones zum Verhängnis, dass er drei Herren zugleich dienen wollte, nämlich der Universität, dem König und seinem Orden, den Dominikanern. Auch wenn Johannes heute als Kritiker eines päpstlichen Suprematieanspruches gelte, ergebe die genaue Analyse seiner Schriften ein differenzierteres Bild: Wenn Johannes die Geschichte als Argument nutzte, zeigte er sich gleichermaßen von seinen Ordensbrüdern Martin von Troppau und Vinzenz von Beauvais abhängig. Stand der Letztgenannte dem französischen Hof nahe, war der erste vom Papst beauftragt worden. Johannes bemühte sich nun, beide Anliegen in sein Denken zu integrieren. Auch wenn er bestrebt war, die Position des französischen Königs zu stärken, und daher die Idee einer universalen Herrschaft ablehnte, legten seine Vorlagen doch nahe, intensiv über das Kaisertum nachzudenken. Dem Kaiser schrieb er nicht nur die Herrschaft über die Welt zu, sondern auch die Aufgabe, den Papst zu korrigieren, wenn dieser sich irre. Den Kaiser bestimmte er so als Träger einzigartiger, jedoch nicht universaler Macht. Auch wenn er die weltlichen Gewalten gegenüber dem Papst stärkte, scheint er, so das Ergebnis von Jones, doch ein – aus Sicht des Betroffenen – zu ambivalentes Bild der Macht und Stellung des französischen Königs entworfen zu haben. Denn als der Gelehrte den Schutz des Königs gegen die Universität gebraucht hätte, wurde ihm dieser nicht gewährt. Also wandte sich Johannes an den Papst, doch der Versuch, das universitäre Urteil aufheben zu lassen, endete mit dem Tod des Gelehrten, bevor eine Entscheidung gefällt worden war.

SOPHIA MENACHE (Haifa) widmete sich abermals den Auseinandersetzungen zwischen König, Papst und Universität zu Beginn des 14. Jahrhunderts, die bereits William J. Courtenay dargestellt hatte. Zugleich nahm sie, damit die Brücke zum Vortrag von Olivier Canteaut schlagend, den Hof der Kapetinger als weiteren Akteur in den Blick. Dieser habe sich seit dem späten 13. Jahrhundert immer stärker Universitätsabsolventen geöffnet, so dass die Einflusssphären von Hof und Universität einander zunehmend überschnitten hätten. Die Kirche habe auf diese Weise ihr Monopol auf die intellektuelle Elite verloren. Aus dieser Entwicklung sei die Dynamik der verschiedenen Auseinandersetzungen zwischen Papst und König mit der zwischen den Parteien stehenden, mühsam ihre Eigenständigkeit behauptenden Universität abzuleiten. In Bezug auf Bonifaz VIII. wie auf den Umgang mit den Templern habe es erhebliche Meinungsverschiedenheiten unter den Magistern gegeben. Auch im Streit um die hochumstrittenen Thesen zur beseligenden Schau (visio beatifica), die Johannes XXII. aufgestellt hatte, hätten sich die unterschiedlichen Anliegen und Loyalitäten der Theologen gezeigt, die sich hätten entscheiden müssen, ob sie als Angehörige einer Korporation, als Mitglieder eines Ordens oder als Glieder der Kirche handeln wollten. Diese Uneinigkeit habe es den französischen Königen erschwert, die Universität in ihrem Sinne zu instrumentalisieren, ohne jedoch ihre Versuche zu verhindern, das Prestige der Universität für ihre Interessen zu nutzen.

Gestützt auf neuere wissens- und wissenschaftssoziologische Ansätze ging MARCEL BUBERT (Göttingen / Münster) dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik am Beispiel der Pariser Artistenfakultät in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts nach. Johannes de Garlandia und Bonaventura traten dabei als Kritiker allzu weitgefasster Ansprüche der Artistenmagister auf. Vor allem letzterer war in der Philosophie ebenso wie in der Politik bestrebt, Positionen auf transzendente Prinzipien zurückzuführen und so einen epistemischen wie institutionellen Primat der Theologie zu sichern. Vor diesem Hintergrund schien dem großen Selbstbewusstsein, das einige Artesmagister artikulierten, selbst eine politische Dimension zuzukommen, da sie sich derartigen Indienstnahmen verweigerten. Wenn Roger Bacon die Disziplinen eng aneinanderbinden und die Theologie von der Philosophie abhängig machen wollte, schlug er gegenüber seinem Ordensbruder Bonaventura einen gegenläufigen Kurs ein. Laut Bubert ist eine solche Opposition jedoch zu einfach gedacht. Berücksichtigt werden müsse vielmehr die interne soziale Logik der Wissenschaften, welche anhand der Theorien von Luhmann und Bourdieu präziser herausgearbeitet werden könne. Gelehrte Praxis besitze demnach eigene soziale Dynamiken, die sich etwa daran ablesen ließen, dass sich Philosophen über ihre Tätigkeit als Lehrer definierten. Externe Einflüsse seien gemäß den Regeln des wissenschaftlichen Feldes gefiltert und eigenlogisch umgearbeitet worden, so dass es den Artesmagistern als sozialer Gruppe eigentümlich gewesen sei, politische Positionen vor dem Hintergrund ihrer institutionell-disziplinären Selbstverortung zu reflektieren und zu artikulieren.

Auch CATHERINE KÖNIG-PRALONG (Freiburg i.Br.) untersuchte eigenlogische Dimensionen gelehrter Praxis um 1300. Sie zeigte, inwiefern die Opposition zwischen Klerikern und Laien als sozialen Kategorien mit je eigenen epistemischen und diskursiven Eigenschaften Resultat der Imagination einer Gruppe von Pariser Theologen war. Über Analogiereihen gelang es, sinnhafte Einheiten zu bilden, mit denen die Welt geordnet werden konnte. So standen im Denken dieser Theologen die Kleriker den Laien gegenüber wie der Himmel der Erde oder der Mann der Frau. Schon bei Innozenz III. fanden sich Angriffe auf Laien, die heilige Texte lesen wollten, was als Vorrecht eines ‚doctorum ordo‘ angesehen wurde. Frauen und Laien sollten die Schrift hören, allein die Kleriker dürften sie lesen. Wie König-Pralong zeigte, wurde die Trias aus spekulativem Wissen, scholastischem Latein und Lektüre der Schrift in der Folgezeit zum konstitutiven Merkmal der Theologie erklärt, über das sich zugleich eine deutliche Scheidung der sie betreibenden Kleriker zu den Laien und ihren dann abzulehnenden theologischen und philosophischen Ansprüchen vollziehen ließ. Theologisches Wissen wurde für Thomas von Aquin oder Aegidius Romanus zum Monopol der Doktoren. Der hochgeschätzten Spekulation stellten sie die Rhetorik als Laienwissen gegenüber, das seinen Ort im weltlichen Bereich habe und sich lediglich an weniger feinsinnige Geister richtete. ‚Scientia‘ wurde von Thomas als Vervollkommnung begriffen und damit exklusiv definiert. Mit dem scholastischen Latein verfügte sie über eine eigene, institutionell an den Universitäten und Bettelordensstudien beheimatete Sprache, die eigene Techniken der Erzeugung gültigen Wissens bereitstellte. Um deren besonderen Rang herauszustreichen, imaginierte etwa John Peckham das reine Latein als wahre Sprache des Paradieses. Wenn sich ein Denker wie Dante selbst in die Tradition der ‚laici‘ einschrieb und für die Volkssprache optierte, sei dies, so König-Pralong, folglich als Dekonstruktion der theologischen Unterscheidung zu lesen.

Im letzten Vortrag widmete sich OLGA WEIJERS (Paris) mit der Disputation jener Gattung, die bereits im Titel der Tagung als besonders aufschlussreich herausgestellt worden war. Die Disputation sei dadurch konstituiert, dass Situationen des Zweifels erzeugt worden seien, die mit dialektischen Mitteln überwunden werden sollten. Omnipräsent sei die Disputation an den Universitäten gewesen, weshalb die Frage naheliege, inwiefern sie Praktiken der Entscheidungsfindungen beeinflusst hätte. Tatsächlich sei es insbesondere der Universität Paris seit dem späten 13. und insbesondere im 14. Jahrhundert gelungen, sich als Autorität für Problemlösungen zu etablieren. In der Theologie ebenso wie in der Rechtswissenschaft habe die Disputation demonstriert, wie Probleme gelöst werden könnten, indem spezifische argumentative Verfahren in den Dienst der Wahrheitsfindung gestellt wurden. Besonders hochschulöffentliche Disputationen hätten in dieser Weise demonstrieren können, welche Möglichkeiten die wissenschaftlichen Techniken für die Problemlösung in verschiedenen disziplinären Fragen zu bieten hätten. Insbesondere die Fähigkeit zur systematisierten Unterscheidung und der darüber ermöglichten Argumentation pro und contra war, so zeigte Weijers an verschiedenen Beispielen, der epistemische Ertrag, der der Disputation bereits im Verständnis der Zeitgenossen innewohnte.

Die Vorträge sowie die Beiträge der intensiv geführten Schlussdiskussion zusammengenommen, wurde ersichtlich, dass die Tagung zwei verschiedene Ansätze in der Analyse der mittelalterlichen universitären Gelehrtenkultur zusammengebracht hatte, die zu durchaus unterschiedlichen Ergebnissen führten, welche Formen der Kommunikation zwischen Universitäten und anderen Institutionen bzw. zwischen Universitätsgelehrten einerseits und Königen, Päpsten, Hofleuten und Rechtspraktikern andererseits möglich waren. Nach Theorien und Praktiken des Entscheidens zu fragen, mag eine Strategie sein, in dieser Frage künftig zu neuen, plausiblen Einsichten zu gelangen.

Konferenzübersicht:

Olivier Canteaut (ENC, Paris): Barons, légistes, réformateurs: des factions dans l’entourage des derniers Capétiens?

William J. Courtenay (Madison, Wisconsin/USA): The Attempted Politicization of an Educational Community. The University of Paris under Philip the Fair

Chris Jones (Christchurch, Neuseeland): No man Can Serve Two Masters: John of Paris & the Problem of Royal Authority

Sophia Menache (Haifa): Regnum, Studium, and Sacerdotium in the Early Avignon Period: The University of Paris

Marcel Bubert (Göttingen / Münster): Towards a Sociology of Medieval Philosophy, with Special Reference to Paris around 1300. Some Preliminary Remarks

Catherine König-Pralong (Freiburg/Br.): Distribution sociale des savoirs et monopole sur la théorie. Un programme scolastique autour de 1300

Olga Weijers (IRHT, Paris): Le rôle de la disputatio scolastique dans la résolution de conflits

Martin Kintzinger / Georg Jostkleigrewe (Münster): Presententation of the project’s research programme

General Discussion

Zitation
Tagungsbericht: Conflict Groups and _Disputatio_. Intra- and Extra-Academic Lines of Conflict around the Parisian University, c. 1300, 10.12.2015 – 11.12.2015 Münster, in: H-Soz-Kult, 22.02.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6411>.