(Digitale) Medien und Gedächtnis. Jahrestagung des Arbeitskreises "Soziales Gedächtnis-Erinnern-Vergessen" der DGS-Sektion "Wissenssoziologie"

Ort
Erlangen
Veranstalter
Arbeitskreis "Soziales Gedächtnis-Erinnern-Vergessen", DGS-Sektion "Wissenssoziologie"
Datum
17.03.2016 - 18.03.2016
Von
Marie-Kristin Döbler / Gerd Sebald, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Medialität ist ein konstitutiver Aspekt für Weltzugänge. Das ist in Halbwachs’ Theorie des kollektiven Gedächtnisses ebenso wie in der Assmann’schen Konzeption der kulturellen Gedächtnisse oder im systemtheoretischen Theorieentwurf ein Gemeinplatz. Gleichwohl bleiben genauere Bestimmungen des Verhältnisses von Medien und sozialen Gedächtnissen entweder auf einer sehr allgemeinen Ebene oder sie sind sehr eng mit einem konkreten empirischen Phänomen verknüpft. Es wurde bisher wenig untersucht, wie sich dieses Verhältnis in den sozial und medial hochdifferenzierten Gesellschaften der Gegenwart darstellt und wie die Verknüpfung funktioniert. Von diesem Befund ausgehend lud der Arbeitskreis »Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen« zu seiner nunmehr fünften Tagung. Am 17. und 18. März 2016 stellten 12 Referent_innen sowie als Keynote Anna Reading (King’s College, London) in der Orangerie im Schlosspark von Erlangen ihre Forschungsergebnisse vor.

In einer kurzen Eröffnung verwies GERD SEBALD (Erlangen) auf die Notwendigkeit, gerade angesichts der nahezu unbegrenzten digitalen Speichermöglichkeiten den Gedächtnisbegriff von der Metapher und dem Modell des Speichers zu lösen und Gedächtnis stattdessen als eine stets gegenwärtige Operation der Rekonstruktion zu fassen. Er verwies außerdem auf die Aspekte der Personalisierung der Medien, die Veränderung des alltäglichen Lebens durch die mobile digitale Technologie und auch auf die Veränderung der Zeitvorstellungen, die sich mit den digitalen (Gedächtnis-)Techniken ergeben (können).

Das erste Panel mit dem Titel „Social Media“ eröffnete CHRISTOFER JOST (Freiburg) mit seinem Vortrag „Gedächtnisproduktion als webbasierte Aneignungspraxis: Populäre Songs und ihre Neuinterpretation auf Youtube“. Er ging von der These aus, dass Musik ein wichtiges Element der sozialen Gedächtnisproduktion und der Integration von Gesellschaften ist. Dies erkenne man sowohl an der Kanonisierung (Besten Listen, Evergreens und ähnliches) durch „Experten“ wie z.B. Musikjournalisten und Massenmedien als auch am alltäglichen und lebensweltlich verankerten Einsatz bzw. der Reproduktion durch den „Mann auf der Straße“. Populäre Musik unterliegt in ihrer Präsentation den Logiken des Marktes und der Massenmedien, auch wenn sich mit der Entstehung der Social Media-Plattformen eine neue Form der Aneignung populärer Musik entwickelt hat. Beliebte Songs werden, abhängig von instrumentaler und stimmlicher Komplexität, performativ angeeignet, dabei filmisch dokumentiert und dann auf der Videoplattform Youtube veröffentlicht. Dieser neue „globale Volksgesang“ als musikbezogenes Erinnern generiert so neue und eigene Aufmerksamkeitsökonomien und Gedächtnisstrukturen / Gedächtnisse.

LAURA VORBERG und ANNA ZEITLER (beide Erlangen) untersuchten anschließend in einem Doppelvortrag mit dem Titel „Mediated Memories. Digital Discourses of Politics and Catastrophes“ die Gedächtniswirkung der Kurznachrichtenplattform Twitter in ihrer Rolle im aktuellen US-Wahlkampf und beim Umgang mit emotional negativ bewegenden Ereignissen bzw. Katastrophen. Dabei gingen sie von der These aus, dass Twitter die funktionale Logik der Massenmedien und die Zirkulation des Wissens verändert. Die potentielle Responsivität ermöglicht digitale Diskurse in einem veränderten Zeitrahmen und hat so Einfluss auf das Gedächtnis der Öffentlichkeit. Diese These erläuterten sie an zwei Beispielen, einmal wie die Panne von Marco Rubio bei einer Debatte unter US-Präsidentschafts-Kandidaten, als er einen Satz mehrfach wörtlich wiederholte, auf Twitter aufgegriffen wurde und darüber neues Material für selektive Anschlüsse kreierte, und zum anderen die mediale Resonanz auf Twitter bei den jüngsten Terroranschlägen in Paris. Die Schnelligkeit dieses Mediums ermöglicht zeitnahe Reaktionen, aber ein vielfach geteiltes und verbreitetes Narrativ stellt sich erst nach einiger Zeit ein bzw. braucht etwas Zeit und geteilte Wissensstrukturen / geteiltes Wissen, um sich durchzusetzen. Dabei wird dann auch die Verbindung zu anderen medialen Formen relevant: Rubios Panne wurde neu gemischt und mit Film- oder Tonsequenzen etwa aus bekannten Spielfilmen montiert und damit als Witz bzw. als Grundlage für satirische Auseinandersetzung (in anderen Medien) weiterverbreitet. Bei den Pariser Anschlägen diente Twitter zunächst den staatlichen Organen und auch Angehörigen als schnelles Informationsmedium. Dann entwickelte sich unter anderem durch Selbstreferentialität sowie Bezug auf andere Twitternachrichten und -strukturen, die sich im Kontext von vorherigen Terroranschlägen etabliert hatten (z.B. Anschläge auf Charlie Hebdo), ein spezifisches Narrativ, das die Twitternachrichten zu einer „Mitleidsmaschine“ machte. Beide Beispiele verdeutlichten, dass Twitter jeweils in der Vernetzung und Verlinkung der einzelnen tweets und deren Auftauchen in anderen Kontexten oder Medien eigene Gedächtniskonfigurationen schafft.

Im Keynote-Vortrag „Gender and Memory in the Globital Age“ ging ANNA READING (London) von den neuen energetischen und materiellen Assemblagen der Medien aus, um die damit induzierten Veränderungen im Umgang mit Vergangenheit und mit der Konstruktion von Geschlecht in den Blick zu nehmen. Aus einer theoretischen Einführung zur Medialität in ihrem Verhältnis zu „memory agents“ und „memory capital“ entwickelte sie sechs „globital trajectories“ ((trans)mediality, velocity, extensity, modality, valency, viscosity), die gleichsam als methodische Sonden die Untersuchung von Phänomenen des medialen und gedächtnisbezogenen Wandels anleiten können. In einem zweiten Teil übertrug sie die theoretischen und methodischen Überlegungen auf die existentiellen Phänomene Geburt, Leben und Tod und die durch Medialität induzierten Veränderungen dieser Phänomene, etwa die „digitale Geburt“, die mit computergenerierten Sonographiebildern bereits vor der eigentlichen Geburt auf Social Media-Plattformen stattfindet. Ähnliche Verschiebungen lassen sich im Umgang mit Fehl- oder Totgeburten bzw. deren medialer Präsentation beobachten. Die medialen Technologien setzen als „domestizierende Techniken“ auch und gerade in solchen existentiellen Momenten Erinnern und Vergessen in eine neue Relation; digitale Medien führen damit zu einer massiven Veränderung sozialer Gedächtnisse.

Im zweiten Panel „Movie(ng) Images“ standen die bewegten Bilder im Mittelpunkt der Vorträge. MARIE-KRISTIN DÖBLER (Erlangen) entwickelte in ihrem Vortrag „Film as Frame“ den Rahmenbegriff als methodisches Instrument, um Filme und die mit ihnen verbundene geteilte Erfahrung zu analysieren. Rahmen als Teil von sozialen Gedächtnissen und Produkt kondensierter Erfahrungen, wurden dabei in Anlehnung an Halbwachs als Erinnerungs- und Referenzrahmen, in Anlehnung an Goffman als für Handlungen und Kommunikation relevante Interaktionsrahmen verstanden. Es wurde am Beispiel Film, konkret mit dem Verweis auf die James Bond Reihe, argumentiert, dass Rahmen als essentieller Bestandteil sozialer Gedächtnisse identifiziert werden können. Betrachtet man diese auf die angesprochenen zwei Arten, wird deutlich, wie sie kollektive Erfahrungen ermöglichen, Erinnerungsprozesse anleiten und Gedächtnisse strukturieren. Unter Verweis auf unterschiedliche Interaktionskontexte wie z.B. Familien wurde dann gezeigt, wie Filme als Bestandteil eines geteilten Wissensvorrates als sachlicher oder zeitlicher Referenzrahmen dienen und dadurch Gruppenkohäsion und -identifikation fördern.

SIGRUN LEHNERT (Hamburg) analysierte in ihrem Vortrag „Die Kino-Wochenschau als Quelle der Erinnerung“ westdeutsche und ostdeutsche Kino-Wochenschauen aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Die direkt nach dem Zweiten Weltkrieg als Medium der Reeducation genutzt, aber in den 50er-Jahren dann wieder unter deutscher Leitung produziert wurden. Neben der je spezifischen Selektivität der Beiträge wurde die besondere Sequentialität in den Berichten zu den Eichmann-Prozessen untersucht und die Frage erörtert, inwiefern diese Dramaturgie Erinnern und Vergessen angeleitet und dadurch das kollektive Gedächtnis strukturiert hat. Hierfür erwies sich der Vergleich zwischen ost- und westdeutscher Berichterstattung als hilfreich, die gleichzeitig auf die dahinterliegenden unterschiedlichen Erinnerungskulturen und -politiken aufmerksam machte.

Danach stellte sich OLIVER DIMBATH (Augsburg) die Frage, ob „Spielfilme als soziales Gedächtnis“ konzipiert werden können. In Differenz zu explizit der Erinnerung gewidmeten Dokumentarfilmen werden Spielfilme gemeinhin als nicht relevant für soziale Gedächtnisse angesehen. Die fiktionalen Filme beziehen sich auf Vergangenheit, weniger durch explizite, mehr oder weniger authentische Rekonstruktionen, sondern insbesondere durch ihren Produktionskontext als Dokumente einer gesellschaftlichen Vergangenheit. Film wird aber auch unabhängig von seiner Fiktionalität nicht als eigenständiges soziales Gedächtnis analysiert, sondern als Erinnerungsstimulus, der vergangene Verhaltensweisen und Interaktionsordnungen als Wissensvorrat enthält.

Das erste Panel „Image Memory“ am zweiten Konferenz-Tag startete mit einem Beitrag von KRISTINA CHMELAR (Erlangen) zum Thema „Historisches im Bild“. Am Beispiel der von Chmelar analysierten Ausstellung des Instituts für Zeitgeschichte (IFZ) zur Aufarbeitung der SED-Diktatur wurden zunächst theoretische Überlegungen vorgestellt, die den derzeitigen Stand der Auseinandersetzung mit Bildern und Fotos im Speziellen widerspiegeln. Denn insbesondere Fotografien werden dazu benutzt, eine historische Wirklichkeit zu konstruieren. Sie identifizierte zwei große Herangehensweisen an visuelles Material: Die einen behandeln Fotos als ‚echt‘ – dazu zählen Ansätze, die Bilder einerseits als sekundäre Illustration betrachten oder andererseits, aus der Kunstgeschichte kommend, den Fokus auf die Bilder selbst legen. Demgegenüber stehen Ansätze, die Bilder prozessual und mit Produktion zusammen denken; Bilder werden dann entweder als „autonome Sinnproduzenten“ behandelt, die selbst konstitutive Wirkungen entfalten, oder aber als Resultat diskursiver Praktiken und damit als Produkt angesehen. Vor diesem Hintergrund skizzierte Chmelar eine postkonstruktivistische (Re-)Lektüre von Barthes' Theorie der Fotografie für den Umgang mit Bildern v.a. im Kontext von Ausstellungen. Man müsse sich dabei immer fragen, inwiefern Bilder als Speicher und Zeitzeugnis zu verstehen seien oder aber ob sie als Selektions- und damit ggf. auch Machtinstrument betrachtet werden müssten, das die Sinnproduktion und das Verstehen des Besuchers oder Zuschauers lenkt und damit dessen Gedächtnis strukturiert.

Dass es sich bei Gedächtnissen um Selektionsinstrumente handelt, betonte THORSTEN BENKEL (Passau) in seinem Vortrag „Digitaler Schmerz: Mediale Lebensweltrekurse und virtuelle Erinnerungsrituale bei Todesfällen“. Im Anschluss an Niklas Luhmann argumentierte er, dass der Tod einer Kommunikationsunterbrechung gleichkäme. Diese sei makrosoziologisch unproblematisch, da die Rolle und Position schlicht neu besetzt werden würden. Mikrosoziologisch hingegen würden strukturelle Veränderungen verursacht, die bearbeitet und bewältigt werden müssten. Trauer sei hierfür eine sozial akzeptierte und verständliche Praxis. Erinnerungen und Gedächtnisarbeit spielten dabei eine zentrale Rolle. Diese stünden in Abhängigkeit von Medien, die einerseits als Materialitäten gemeinsame Zeit konservieren, als Erinnerungsstützen dienen könnten, ggf. eine kreative Verarbeitung der Erlebnisse erlaubten oder aber analog zu traditionellen Formen, wie etwa Grabsteinen und Friedhöfen, der Trauerarbeit zu sehen seien.

Fröhlicheren, aber nicht unbedingt weniger emotionalen Themen wandte sich dann MICHAEL WETZELS (Berlin) mit seinem Vortrag „‚You’ll never walk alone‘ – Kollektive Gedächtnisrahmungen am Beispiel der Inszenierungen von Choreographien durch Fußballfans“ zu. Halbwachs' Theorie zum kollektiven Gedächtnis und Goffmans Konzept der situativen Rahmung aufgreifend analysierte er die Selbstorganisation von Fußballfans im Stadion und welche Formen kollektiver Erinnerung dafür grundlegend und notwendig sind. Im Kern für Wetzel stand dabei die Trägergruppe, die räumlich und zeitlich auf die begrenzt ist, die live dabei sind und miterleben, da man nur durch aktive Teilhabe das relevante Gedächtnis ausbildet. Diese theoretischen Überlegungen erläuterte er anhand von Videoaufzeichnungen aus Fankurven, wobei insbesondere Fanfreundschaften im Mittelpunkt standen.

Das Abschluss Panel der Tagung „(Media) Materialities and Memory“ wurde von JOHANA AHLRICHS (Braunschweig) mit der Analyse des Gebrauchs von Schulbüchern in ihrer Gedächtnisleistung eingeleitet. Sie postulierte bereits im Titel „Schulische Medien und soziales Gedächtnis – Die Rolle der Materialität“ einen Zusammenhang zwischen Medien, deren Materialität und sozialen Gedächtnissen, den sie unter Rückgriff auf ethnographische Beobachtungen in einer Schulklasse illustrierte. Der gedruckte Text in der Sicht- und Greifbarkeit des Schulbuchs werde als etwas Feststehendes und ‚Wahres‘ behandelt. Die Aufteilung eines Textes auf mehrere Seiten habe zudem zur Folge, dass nur die erste Seite gelesen würde; das Umblättern markiere eine Grenze, sei Widerstand, der zu einer praktischen Selektion und partiellen Erinnerung führe. Der Aufbau eines Buches hinterließe oder verursache bei Schüler_innen den Eindruck von Zusammenhang und Linearität; so hatten zwei näher zusammenliegende Seiten in der Interpretation von Schüler_innen auch inhaltlich einen engeren Zusammenhang und das was im Buch folgt, wurde auch als historisch folgend betrachtet. Als Fazit plädierte Ahlrichs für mehr Beachtung der Materialität von Schulbüchern, insbesondere wenn es um den Geschichtsunterricht geht.

Auch JASMIN PFEIFFER (Erlangen) unterstrich die Bedeutung von Materialität. In „Textuelle Rahmungen von Erinnerung: Zur Metapher der Schwelle“ erörterte sie die Anwendbarkeit literaturwissenschaftlicher Konzepte wie etwa des Rahmens oder der Schwelle für die Analyse digitaler Medien. Ihres Erachtens weisen alle bisher zur Verfügung stehenden Konzepte spezifische Stärken, aber eben auch zentrale Schwächen und Reichweitenprobleme auf, da sie aus der Bearbeitung von Büchern heraus entwickelt wurden und der Dynamik und der Nicht-Linearität von Online-Angeboten oder digitalen Darbietungen nicht gerecht werden können. Von Netzwerken und multiplen Lesarten auszugehen, sei daher für diese Medien wichtig, die in entscheidender Weise den Leseeindruck einerseits und die Gedächtnisstrukturen, das Erinnern und Vergessen durch ganz praktische Selektionen (etwa: Folge ich diesem Link oder einem anderen?) andererseits fundamental prägen.

UTA BRETTSCHNEIDER (Dresden) beschloss mit den Ausführungen „Grenzraum im Netz. Virtualisierte Geschichtsbilder im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzgebiet“ das Panel und die Tagung. Sie betonte die Interdependenz verschiedener Materialisierungen von Geschichte, wie sie etwa in Form nationalstaatlicher Grenzen und (digitalen) Netzwerken der Geschichtsschreibung auftreten. Ihre Analyse zielte auf die Internetpräsenzen von grenzüberschreitenden und transnationalen Initiativen und die darin enthaltenen Konstruktionen von Vergangenheit. Grenzen wurden von ihr als soziale und räumliche Kontaktzonen verstanden, die anhand von Vergangenheitsbezügen auch im virtuellen Raum ausgehandelt werden. Dadurch werden reale Grenzen teils bestätigt, teils neu gezogen, in jedem Fall aber mit Sinn versehen, worüber sich deren Bedeutung für das Gedächtnis und die ggf. geteilte, wenn auch umkämpfte Geschichte ergibt. Zentral sind hierbei Prozesse der Abgrenzung, der Inklusion, der Identitätsbildung, die im „globital age“ in einem anderen Verhältnis zum alltagspraktischen Handeln stehen als es einst der Fall war.

Konferenzübersicht:

Social Media
Moderation: Oliver Dimbath

Christofer Jost (Freiburg): Gedächtnisproduktion als webbasierte Aneignungspraxis: Populäre Songs und ihre Neuinterpretation auf Youtube

Laura Vorberg (Erlangen): The Political Reality of the (Mass) Media? The Significance of Social Media and US Campaign Communication for the Social and Public Memory

Anna Zeitler (Erlangen): Media Events, Culture(s) of Memory and the Role of Social Media

Keynote
Moderation: Gerd Sebald

Anna Reading (King's College, London): Gender and Memory in the Globital Age

Movie(ng) Images
Moderation: Jasmin Pfeiffer

Marie-Kristin Döbler (Erlangen): Film as frame

Sigrun Lehnert (Hamburg): Die Kino-Wochenschau als Quelle der Erinnerung

Oliver Dimbath (Augsburg): Der Spielfilm als soziales Gedächtnis

Image Memory
Moderation: Gerd Sebald

Kristina Chmelar (Erlangen): Historisches im Bild

Thorsten Benkel (Passau): Digitaler Schmerz: Mediale Lebensweltrekurse und virtuelle Erinnerungrituale bei Todesfällen

Michael Wetzels (Berlin): »You'll never walk alone« – Kollektive Gedächtnisrahmungen am Beispiel der Inszenierung von Choreographien durch Fußballfans

(Media) Materialities and Memory
Moderation: Marie-Kristin Döbler

Johanna Ahlrichs (Braunschweig): Schulische Medien und soziales Gedächtnis – Die Rolle der Materialität

Jasmin Pfeiffer (Erlangen): Textuelle Rahmungen von Erinnerung: Zur Metapher der Schwelle

Uta Bretschneider (Dresden): Grenzraum im Netz. Virtualisierte Geschichtsbilder im deutsch-tschechisch-polnischen Grenzgebiet

Zitation
Tagungsbericht: (Digitale) Medien und Gedächtnis. Jahrestagung des Arbeitskreises "Soziales Gedächtnis-Erinnern-Vergessen" der DGS-Sektion "Wissenssoziologie", 17.03.2016 – 18.03.2016 Erlangen, in: H-Soz-Kult, 27.06.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6580>.