Der Kieler Matrosenaufstand in der Revolution 1918. Epizentrum eines politischen Umbruchs? Wissenschaftlicher Workshop im Vorfeld des 100. Jahrestages der Kieler Novemberereignisse 1918

Place
Kiel
Host/Organizer
Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Abteilung Regionalgeschichte, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Date
03.03.2016 - 05.03.2016
By
Julia Fendler, Amt für Kultur und Weiterbildung, Landeshauptstadt Kiel

Das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum plant zum hundertsten Jahrestag des Matrosenaufstandes 2018 eine Sonderausstellung und lud daher gemeinsam mit der Abteilung Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu einem Workshop, der die aktuelle Forschungslage ausloten und neue Forschungsfragen für die Ausstellung ergeben sollte. Die Leitfrage des Workshops: Kann der Matrosenaufstand als Ausgangspunkt für die revolutionären Ereignisse und damit für demokratische Entwicklungen in Deutschland ab November 1918 gewertet werden?

KLAUS WEINHAUER[1] (Bielefeld) betonte im Einstiegsvortrag die globale Parallelität von Kriegen und sozialen Unruhen in den Jahren 1916 bis 1923. Kriege wirkten mobilisierend auf soziale Bewegungen und führten zu sozialen und politischen Umbrüchen. Revolutionsforschung habe so gut wie nicht stattgefunden, so dass viele Forschungsfragen offen seien.

JANN MARKUS WITT (Kiel), STEPHAN HUCK[2] (Wilhelmshaven) und MARTIN RACKWITZ[3] (Kiel) stellten die Ereignisse der Jahre 1917 und 1918 in Kiel und Wilhelmshaven dar. Witt referierte den Forschungsstand zur Kieler Ereignisgeschichte und ging auf die zum Aufstand führende Unzufriedenheit der Marinemannschaften ein: Hintergrund waren die Bedeutungslosigkeit der Flotte im Krieg, mangelhafte Versorgung der unteren Ränge und schlechte „Menschenführung“. Schließlich führte der Plan der „letzten Ausfahrt“ gegen Großbritannien zur Meuterei, die in Kiel ihren Höhepunkt erreichte. Hucks Beitrag setzte bei den Marineunruhen von 1917 ein, denen harte disziplinarische Maßnahmen folgten. Die Mannschaften wurden zunehmend politisiert, wozu der spezielle Sozialraum „Schiff“ beitrug. Rackwitz ergänzte die Rolle der Kieler Zivilbevölkerung, welche sich in den letzten zwei Kriegsjahren zunehmend politisierte. Es gab schwere Hungerunruhen. Vereinzelt wurden Friedensforderungen laut. Der große Arbeiterstreik Anfang 1918, an dem über 30.000 Kieler teilnahmen, begann aus politischen Gründen und führte zu weitreichenden Forderungen nach einer Regierungsbeteiligung der Arbeiter und einem schnellen Kriegsende.

MARK JONES[4] (Berlin/Dublin) betonte die Bedeutung der soldatischen Verweigerung des „Endkampfs“. Die Kieler Ereignisse beurteilte er als wichtigen Schritt zum Waffenstillstand im Westen. Jones betonte die Bedeutung von lokalen Gerüchten, Angst und räumlichen Machtdynamiken, die sich in einem Zeitraum von nur sieben Tagen geändert hätten. Dass Menschenmassen symbolische Orte besetzten, stelle einen besonderen revolutionären Aspekt der Ereignisse in Deutschland dar. Der entscheidende, die Revolution auslösende Zündfunke seien die am 3. November in Kiel abgefeuerten Schüsse gewesen. In diesem Moment habe das kaiserliche Regime seine Legitimität verloren.

Der zweite Workshopabschnitt stellte das Kriegsende in anderen Städten in den Mittelpunkt, um Vergleiche und Beziehungen herauszuarbeiten. GERHARD ENGEL[5] (Am Mellensee) referierte über die Sonderstellung Bremens und stellte Bezüge zu Kiel dar. Bereits während des Krieges bestanden Kontakte einzelner Bremer Parteimitglieder mit Flottensoldaten in Kiel. Engel stellte fest, dass Bremen kein Impulsgeber für die Kieler Ereignisse 1918 war, aber die Nähe der Kieler Matrosen zur linksradikalen Bewegung in Bremen interessante Forschungsgebiete eröffne. Er wies darauf hin, dass die meisten Matrosen selbst Arbeiter gewesen seien.

GEORG KÖGLMEIER[6] (Regensburg) beleuchtete die Entwicklungen in München. Er betonte die Besonderheit Bayerns: der frühe Zeitpunkt der Beseitigung der Monarchie am 7. November 1918, die lange Dauer der revolutionären Ereignisse sowie die Radikalität der Bewegung und ihrer Niederschlagung. Auffällig ist, dass die vorrevolutionäre Verwaltung in der Umbruchzeit erhalten blieb. Die Kieler Unruhen waren in München bekannt. Köglmeier fragte daher nach der Rolle der Matrosen in München. Im November 1918 waren knapp 1000 Matrosen (aus Pula) vor Ort, die sich an die Spitze des Umsturzes stellten und als die radikalsten Revolutionsanhänger galten.

AXEL WEIPERT[7] (Berlin) stellte in seinem Vortrag die Motive, Organisations- und Aktionsformen sowie Ziele der Berliner Rätebewegung dar. Als preußische Hauptstadt, Industriestandort und Zentrum der Arbeiterbewegung ist Berlin besonders interessant für das Forschungsfeld der Rätebewegungen. Die Unzufriedenheit innerhalb der Arbeiterbewegung kann in direkte Korrelation zur Revolution gesetzt werden. Wie Weipert verdeutlichte, fokussiert sich die Forschung primär auf den Revolutionsbeginn, weswegen die Erforschung der Zeit ab 1919 ein Forschungsdesiderat darstellt. In Berlin lässt sich ein kontinuierlicher Prozess von Anti-Kriegs-Demonstrationen bis ins Jahr 1920 rekonstruieren. Einen Höhepunkt der Berliner Rätebewegung bildete der Generalstreik im März 1919. Weipert gelangte zu einer Neuinterpretation, wonach Berlin vom Frühjahr 1919 bis zum Frühjahr 1920 zentraler Ort einer „zweiten Revolution“ war, welche sich in ihren Zielen stark von der ersten unterschied.

KATHLEEN CANNING[8] (Michigan) und INGRID SHARP (Leeds) beleuchteten die Bedeutung von Frauen in der Revolution. Canning betonte, entscheidend sei, dass die Bevölkerung zum Zeitpunkt der Revolution aus einem alle Lebensaspekte verändernden Krieg kam. Gender und Sexualität seien im Krieg von Seiten der Obersten Heeresleitung beachtet und reguliert worden. Themen, die die Behörden beschäftigten, waren zum Beispiel die Frauenarbeit in der Kriegsindustrie und die Rückführung ins Hausfrauendasein, Moral, Hygiene, Geburtenraten und Straßenproteste von Frauen. In vielen Bereichen erschienen Frauen der Militärregierung unberechenbar und unbeherrschbar. Dabei führten tatsächlich die städtischen Lebensbedingungen im Krieg zu einer Politisierung vieler Frauen und einer langfristigen Änderung des Selbstbildes. Sharp führte dies in ihrem Vortrag weiter, der Beispiele von Kieler Frauen vorstellte, die laut eigener Aussage eine aktive Rolle in der Revolution 1918. Festhalten lässt sich, dass es keine einheitliche weibliche Erfahrung der Revolution gab. Ein Schlüsselbegriff der anschließenden Diskussion war der der Transition: Wo und wie lassen sich soziale und kulturelle Umbrüche und Veränderungen festmachen?

FLORIAN ALTENHÖNER[9] (Berlin) stellte dar, wie Anfang November 1918 Informationen über die Kieler Ereignisse nach Berlin gelangten (unter anderem Presse, Schaltstelle Bahnhof), wie die Behörden versuchten, dies zu unterbinden und welche Folgen für die Bevölkerung die eingehenden Informationen hatten. Generell kann man für diese ersten Novembertage von einer Kommunikationsexplosion in Berlin sprechen. Was die Quellenlage betrifft, gibt es drei Probleme: Erstens sind viele staatliche und militärische Akten zum Thema nicht erhalten, zweitens fanden die Bedingungen, unter denen Journalisten und Zeitungsredaktionen ihre Arbeit verrichteten, kaum Niederschlag in den Quellen und drittens liegen hauptsächlich Quellen aus dem Bürgertum vor. Die Situation war geprägt von Unsicherheit, die Berliner warteten stets auf Neuigkeiten. „Kiel“ wurde zum Schlagwort für die Revolution an sich.

KNUT KOLLEX[10] (Kiel) beschäftigte sich mit der Frage, ob der Aufruhr einer homogenen Gruppe einiger weniger (der Matrosen), deren Revolte von einer weit größeren, aber ebenfalls homogenen Gruppe (der Arbeiter) übernommen wurde, als Beginn einer deutschen Demokratie begriffen werden könne. Er kam zu dem Schluss, dass auch andere soziale Gruppen betrachtet werden müssen. Dementsprechend lauteten seine Forschungsfragen, wie die Kieler Mehrheitsbevölkerung zur Revolution stand, und ob die Matrosen den Keim des Umsturzes in die Kieler Bevölkerung setzten oder auf eine bereits politisierte Öffentlichkeit trafen. Dies laufe auf die Frage hinaus, ob Kiel der Katalysator der Revolution oder nur ihre austauschbare Bühne gewesen sei. Zu ihrer Beantwortung müsse zunächst die Frage nach der Politisierung der Bevölkerung geklärt werden. Mit einer Analyse von lokalen Tageszeitungen näherte Kollex sich diesem Thema an.

Der letzte Workshoptag begann mit einem Überblick über das Kriegsende im internationalen Vergleich von JÖRN LEONHARD[11] (Freiburg). Leonhard betonte die globalhistorische Dimension von Demobilisierung und Gewalt: In Frankreich war das Vertrauen in die politische Führung erschüttert, die Republik wurde allerdings nicht in Frage gestellt. Die Habsburgermonarchie befand sich durch ihr multiethnisches Heer in einer Sonderlage: Die Soldaten kämpften bald nicht mehr für die Monarchie, sondern für ihre jeweilige Nation und beschleunigten so den Zerfall des Vielvölkerstaates. In Russland stand Nikolaus II. als Oberbefehlshaber in unmittelbarer Kritik. Es kam zu Widerstand, Befehlsverweigerungen und Massendesertionen. Auch im Deutschen Reich kam es bereits im Spätsommer 1918 vermehrt zu Desertionen, Selbstverstümmelungen und Disziplinlosigkeit, im Herbst zu Befehlsverweigerungen. Eine politische Radikalisierung lag noch nicht vor. Die militärische Führung war nicht bereit, sich durch das Parlament führen zu lassen. In Berlin entstand ein politisches Vakuum, als der Kaiser im Oktober abreiste. Nach dem 4. November offenbarte sich das ganze Ausmaß der Legitimationskrise, der Staat ergab sich der neuen Ordnung. Die militärische Situation fungierte als Katalysator der politischen Legitimationskrise.

WOLFGANG NIESS[12] (Stuttgart) gab einen Überblick über die historiografische Rezeption der Revolution. Er stellte heraus, dass ihre Deutungen stärker von politischen Konstellationen als von historischer Forschung geprägt waren. Die wesentlichen Interpretationsmuster bestanden bereits in den 1920er-Jahren (etwa: „Dolchstoß“). Das bürgerliche Lager betrachtete die Revolution als nationales Unglück, während die politische Mitte sie als Störung geordneter Reformbewegungen ansah und den Abwehrkampf gegen den Bolschewismus propagierte. Die (radikale) Linke sah die Ereignisse als Beginn der sozialistischen Revolution, die Sozialdemokratie als Geburtsstunde der Republik. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten verschwanden positive Deutungen. Ab circa 1960 setzte eine ‚Wiederentdeckung‘ der Revolution ein. Bis Mitte der 80er-Jahre standen die Bewertungen ‚Kampf gegen den Bolschewismus‘ und ‚verpasste Chance‘, bedingt durch die deutsch-deutschen Beziehungen, einander gegenüber. Erst in den letzten Jahren gibt es neue Forschungsansätze.

OLIVER AUGE[13] (Kiel) stellte dar, wie in Kiel mit den Novemberereignissen 1918 umgegangen worden ist. Zum fünfzigsten Jahrestag des Matrosenaufstandes wurde eine Aufarbeitung der Ereignisse gefordert, da diese in Gesellschaft und Politik immer noch als Schmach empfunden wurden. Zum sechzigsten Jahrestag erfolgte ein erstes Zeichen der Aufarbeitung durch die Erstellung einer Inschrift am Kieler Gewerkschaftshaus. Mit Dirk Dähnhardts Arbeit[14] begann die historische Aufarbeitung des Themas, welches nach wie vor ein lokales Politikum darstellte. Dähnhardts These, der 9. November 1918 sei der bedeutendste Beitrag Kiels zur deutschen Geschichte, wurde damals stark kritisiert. Mittlerweile wird der Matrosenaufstand als demokratiegeschichtliches Alleinstellungsmerkmal erkannt, das sich selbst für stadthistorische Imagebildung eignen könnte.

DORIS TILLMANN (Kiel) präsentierte das Konzept der für 2018 geplanten Sonderausstellung zum Matrosenaufstand im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Zur Verfügung steht eine Fläche von 650 m². Angestrebt wird eine Besucherzahl von circa 50.000. Da es nur wenige Originalexponate gibt, werden die Szenografie und der Einsatz von Medien umso wichtiger sein. Ausgehend von den Objekten sollen Assoziationen, Mythen und Klischees, die es zum Matrosenaufstand bis heute gibt, aufgearbeitet und überprüft werden. Die Besucherinnen und Besucher sollen durch eine quellenkritische Einführung sensibilisiert werden: Viele Quellen haben sich im Laufe der Zeit als gefälscht oder falsch interpretiert herausgestellt. Auch dem aktuellen Forschungsstand und der Forschungsgeschichte soll Raum gegeben werden. Neben der reinen Ereignisgeschichte soll ein Hauptaugenmerk auf der politischen und sozialen Vorgeschichte und der Entwicklung und Verbreitung revolutionären Gedankengutes liegen.

Zum Abschluss bat Oliver Auge die Teilnehmenden um ihre Einschätzungen zum Stellenwert des Kieler Matrosenaufstandes für die Entwicklung der deutschen Demokratie und stellte die Frage nach der Aktualität des Revolutionsthemas. Es herrschte Konsens, dass der Matrosenaufstand ein wichtiges Datum der deutschen Demokratiegeschichte sei und dass es legitim sei, ihn als positives Alleinstellungsmerkmal der Stadt zu präsentieren. Es wurde herausgestellt, dass das Jubiläum eine Chance sei, sich mit neuen Forschungsfragen dem Thema zu nähern. Dazu gehören die Erfahrungswelt der Soldaten, der Blick auf das Transformationspotenzial der Revolution oder der Anspruch, die Ereignisse im November 1918 aus dem Krieg heraus als „vergangene Zukunft“ zu interpretieren.

Konferenzübersicht:

Grußworte

Stadtrat Wolfgang Röttgers, Kulturdezernent der Landeshauptstadt Kiel

Staatssekretär Rolf Fischer, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Einstiegsvortrag
Moderation: Doris Tillmann

Klaus Weinhauer (Bielefeld): Lokale Dynamiken – globale Verflechtungen: Soziale Bewegungen in der globalen Umbruchphase c. 1916-23

Kiel und Wilhelmshaven 1918: Stand der Forschung
Moderation: Doris Tillmann, Johannes Rosenplänter

Jann Markus Witt (Kiel): Von der Meuterei zur Revolution . Die Ereignisse in Wilhelmshaven und Kiel im Herbst 1918

Stephan Huck (Wilhelmshaven): Die Marineunruhen von 1917, der letzte Flottenvorstoß von 1918 und die anschließenden revolutionären Ereignisse in Wilhelmshaven

Martin Rackwitz (Kiel): Matrosenmeuterei und/oder Arbeiteraufstand? Die Rolle der Kieler Arbeiterschaft und Zivilbevölkerung im Vorfeld und während des Novembers 1918

Mark Jones (Berlin/Dublin): Violence, fears of violence, and the dynamics of revolution: Kiel, Germany and the world

Vergleiche und räumliche Beziehungen
Moderation: Oliver Auge

Volker Stalmann (Berlin): Die Revolution von 1918/19 in Hamburg – wg. Erkrankung des Referenten entfallen

Gerhard Engel (Am Mellensee): Revolutionäre Matrosen und Bremer Arbeiterbewegung vom November 1918 bis zum Ende der Bremer Räterepublik im Februar 1919

Georg Köglmeier (Regensburg): Die Revolution von 1918/19 in München – die Entwicklung vom Umsturz bis zur Niederschlagung der Räterepublik und die Rolle der Matrosen

Axel Weipert (Berlin): „Nicht die halbe, sondern die ganze Revolution!“ Die Berliner Rätebewegung neu betrachtet

Politisierung und Dynamisierung
Moderation: Doris Tillmann, Sonja Kinzler

Kathleen Canning (Michigan): Governance, Gender and the Dilemmas of Political Representation in November 1918

Ingrid Sharp (Leeds): Frauen in der deutschen Revolution 1918/19

Florian Altenhöner (Berlin): „Was tatsächlich seit Tagen in aller Munde ist“: Eine kurze Kommunikationsgeschichte Berlins im November 1918

Knut Kollex (Kiel): Kiel als Katalysator? Die Politisierung der Kieler Bevölkerung vor und während des Kieler Matrosenaufstandes

Julian Aulke (Göttingen): Revolutionäre Räume - Spatial Turn(s) in der Revolutionsforschung – wg. Erkrankung des Referenten entfallen

Moderation: Gabriele Lingelbach
Jörn Leonhard (Freiburg): Erschöpfung und Zerfall: Kriegsende und Revolutionsbewegungen 1918 im internationalen Vergleich

Erinnerung und Rezeption
Moderation: Gabriele Lingelbach

Wolfgang Niess (Stuttgart): Die Rezeption der Revolution 1918/19 in der deutschen Geschichtsschreibung

Oliver Auge (Kiel): Aufstand? Meuterei? Kiels Probleme im Umgang mit den lokalen Ereignissen vom November 1918

Doris Tillmann (Kiel): Konzeptidee zum Ausstellungsprojekt „100 Jahre Kieler Matrosenaufstand“

Impulsvortrag und Abschlussdiskussion
Moderation: Oliver Auge

Alexander Gallus (Chemnitz): Eine vergessene Revolution wiederentdeckt: auf dem Weg zur Reaktualisierung durch Historisierung – wg. Erkrankung des Referenten entfallen

Anmerkungen:
[1] Klaus Weinhauer u.a. (Hrsg.), Germany 1916-1923. A Revolution in Context, Bielefeld 2015.
[2] Stephan Huck u.a. (Hrsg.), Die Flotte schläft im Hafen ein. Kriegsalltag 1914-1918 in Matrosen-Tagebüchern, Sandstein 2014.
[3] Martin Rackwitz, Kriegszeiten in Kiel. Alltag und Politik an der Heimatfront 1914/18, Kiel 2013.
[4] Mark Jones, The Crowd in the German November Revolution, in: Klaus Weinhauer u.a. (Hrsg.), Germany 1916-1923, S. 37-58; eine Monografie ist in Vorbereitung.
[5] Gerhard Engel, Johann Knief. Ein unvollendetes Leben, Berlin 2011.
[6] Georg Köglmeier, Die zentralen Rätegremien in Bayern 1918/19. Legitimation, Organisation, Funktion, München 2001.
[7] Axel Weipert, Die Zweite Revolution. Rätebewegung in Berlin 1919/1920, Berlin 2015.
[8] Kathleen Canning, Das Geschlecht der Revolution. Stimmrecht und Staatsbürgertum 1918/19, in: Alexander Gallus (Hrsg.): Die vergessene Revolution, Bonn 2010, S. 84-116; Dies.: Gender and the Imaginary of Revolution in Germany, in: Klaus Weinhauer u.a. (Hrsg.), Germany 1916-1923, S. 103-126.
[9] Florian Altenhöner, Kommunikation und Kontrolle. Gerüchte und städtische Öffentlichkeit in Berlin und London 1914/1918, München 2008.
[10] Der Beitrag war ein erster Einblick in ein Dissertationsprojekt zur Revolution in Kiel und Schleswig-Holstein.
[11] Jörn Leonhard, Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs, München 2014; eine Monografie zum Kriegsende ist in Vorbereitung.
[12] Wolfgang Niess, Die Revolution von 1918/19 in der deutschen Geschichtsschreibung. Deutungen von der Weimarer Republik bis ins 21. Jahrhundert, Berlin u.a. 2013.
[13] Oliver Auge, Problemfall Matrosenaufstand. Kiels Schwierigkeiten im Umgang mit einem Schlüsseldatum seiner und der deutschen Geschichte, in: Demokratische Geschichte 25 (2014), S. 307-328.
[14] Dirk Dähnhardt, Revolution in Kiel, Kiel 1978.

Citation
Tagungsbericht: Der Kieler Matrosenaufstand in der Revolution 1918. Epizentrum eines politischen Umbruchs? Wissenschaftlicher Workshop im Vorfeld des 100. Jahrestages der Kieler Novemberereignisse 1918, 03.03.2016 – 05.03.2016 Kiel, in: H-Soz-Kult, 27.07.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6632>.
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27.07.2016
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