Monastica Historia III. Kommunikation zwischen Kloster und Welt in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Ort
Melk
Veranstalter
Diözesanarchiv St. Pölten; Institut für Geschichte und FWF-Projekt „Benediktiner, Kirchenreform und Staat in Österreich, 1720–40“ (P-28016), Universität Wien; Benediktinerstift Melk; Verein zur Erforschung monastischer Gelehrsamkeit in der Frühen Neuzeit (VEMG)
Datum
21.09.2016 - 23.09.2016
Von
Irene Rabl, Institut für Geschichte, Universität Wien / Verein zur Erforschung monastischer Gelehrsamkeit in der Frühen Neuzeit (VEMG)

Von 21. bis 23. September 2016 fand im Benediktinerstift Melk in Niederösterreich die dritte Auflage der Monastica Historia-Vortragsreihe – nach Monastica Historia I: „Leben und Alltag in böhmisch-mährischen und niederösterreichischen Klöstern in Spätmittelalter und Neuzeit“ (Brünn 2008, Tagungsband von 2011) und Monastica Historia II: „Ordenshistoriographie in Mitteleuropa. Gestaltung und Wandlung des institutionellen und persönlichen Gedächtnisses in der Frühen Neuzeit“ (St. Pölten 2014, Tagungsband von 2015) – statt. Diese Reihe wurde 2008 vom Diözesanarchiv St. Pölten und dem Mährischen Landesarchiv Brünn ins Leben gerufen, um im Rahmen von regelmäßig stattfindenden internationalen Tagungen verschiedene Aspekte historischer Klosterforschung zu diskutieren. Die Monastica Historia III-Tagung versammelte unter dem Titel „Kommunikation zwischen Kloster und Welt in Spätmittelalter und Früher Neuzeit“ 16 Vortragende aus Tschechien, Ungarn, Deutschland und Österreich, die sich in sechs Sektionen über verschiedenste klösterliche Kommunikationsformen (intern, nach außen, nach innen, zwischen den Klöstern bzw. Orden) austauschten.

Nach der Begrüßung durch den Melker Prior und Archivar P. Wilfried Kowarik griffen META NIEDERKORN (Wien) und THOMAS WALLNIG (Wien) in ihrer Keynote das Tagungsthema auf und stellten es anhand einiger Beispiele aus dem Melker Stiftsarchiv bzw. der Stiftsbibliothek anschaulich dar. Meta Niederkorn beantwortete Fragen wie „Was will man kommunizieren“ oder „Welche Position will man als Kloster in der Welt vertreten“ mit Hilfe einiger mittelalterlicher Handschriften (beispielsweise Cod. Mell. 391, 1394 und 1842), die neben der Hausgeschichte Klosterannalen, Kalender und Papstkataloge enthalten und anhand derer abgelesen werden kann, wie repräsentativ die Geschichte eines Hauses geschrieben und wie kritisch mit der eigenen Tradition umgegangen wurde. Später präsentierte Niederkorn noch den Melker Benediktinerpater Gregor Mayer (Profess 1778), der auch als Professor für orientalische Sprachen an der Universität Wien lehrte, um anhand seiner Arbeiten – er setzte sich unter anderem mit Texten über Mädchenbildung von Mary Wollstonecraft auseinander und übersetzte die syrische Chronik des Gregorius Barhebraeus – zu veranschaulichen, mit welchen (auch zeitgenössischen) Texten sich Mönche im Kloster beschäftigten und welche Methodenvielfalt im Hinblick auf die Quellenkritik sie bei deren Bearbeitung anwandten. Thomas Wallnig begann seine Ausführungen mit der Aussage, dass klösterlicher Wissensraum Einflüsse von außen (Hof, Buchmarkt etc.) widerspiegelt und erläuterte seine mikrohistorische Perspektive anhand zweier Zitate aus der Korrespondenz des Melker Benediktiners Bernhard Pez mit dem protestantischen Gelehrten Johann Georg Eckhart, um beide Männer als Teil einer späteren kritischen, bürgerlichen Gesellschaft vorzuführen: 1) Brief Eckhart an Pez vom 18. August 1718 und 2) Brief Pez an Eckhart vom 11. August 1720.

Im ersten Vortrag in der von Tomaš Černušák (Brünn) moderierten Sektion 1 („Kloster und Welt“) präsentierte JAN ZDICHYNEC (Prag) drei Frauenkonvente (St. Marienstern, St. Marienthal und Lauban) und zeigte auf, dass persönliche Kommunikation nach außen für diese Klosterschwestern aufgrund von Klausurbestimmungen und der Grundregel, Individualität grundsätzlich zu begrenzen, schwierig war. Jedoch trafen bei Wallfahrten, Festen und Zeremonien „Kloster und Welt“ aufeinander und beim Beichtdienst oder bei Begräbnissen drang die Welt in das Kloster ein. Die Frauenkonvente waren auch auf den Landtagen vertreten. Gut dokumentiert ist beispielsweise das Leben von Äbtissin Anastasia Rösler von St. Marienthal (reg. 1764–1784), da noch ein Gratulationsdruck anlässlich ihrer Wahl und Benediktion (mit dem Titel Die Fruchtbringende Rose an den Wasser-Bächen von 1765) sowie Korrespondenz überliefert ist. Im Anschluss daran sprach JINDRA PAVELKOVÁ (Brünn) über zwei von P. Paul Harlacher OSB verfasste Handschriften (Fascis diversarum) in der Bibliothek des Klosters Rajhrad. Harlacher trat 1737 in das Kloster ein und arbeitete in der Klosterküche und im Refektorium. In seinen beiden Handschriften finden sich (Fest-)Predigten, Musterformulare, Abschriften von Urkunden, Alte Drucke und Grafiken, Informationen über Konvent und Orden sowie Nachrichten aus dem Krieg oder beispielsweise die Geschichte von Polen. Harlacher sammelte darin aber auch Unterlagen, die für die tägliche Verwaltungsarbeit notwendig waren. Und schließlich sprach MARTINA BOLOM-KOTARI (Königgrätz) als dritte Vortragende dieser Sektion über Urkunden mährischer Prämonstratenser und ihre Bedeutung als Kommunikationsform zwischen Kloster und Urkundenempfänger. Anhand dieser Urkunden lassen sich heute Netzwerke innerhalb der ständischen Gesellschaft, aber auch innerhalb des Ordens erkennen.

Sektion 2 („Kloster in der Welt I“) wurde von Heidemarie Bachhofer (St. Pölten) moderiert und beinhaltete aufgrund einer kurzfristigen Absage nur den Vortrag von JIŘÍ HAVLÍK (Prag) über Jesuiten als Beichtväter. In seinem biographisch angelegten Vortrag stellte Havlík unter anderem die Beichtväter Jan Tanner SJ und Johann Steiner SJ vor, die im Dienste adeliger Familien, aber auch tschechischer Bischöfe standen. Beichtväter in der Frühen Neuzeit waren erfahrene Wissenschafter und Manager mit guten Organisationsfähigkeiten, die ihre Schützlinge oft auf diplomatische Missionen begleiteten und als Privatsekretäre fungierten. Sie fungierten dadurch als Schnittstelle zwischen Adel und dem Orden. Nach Havlíks Vortrag füllten zwei Projektpräsentation die Zeit bis zum Abendessen aus: JINDRA PAVELKOVÁ stellte das neue Projekt an der mährischen Landesbibliothek zu den beiden Benediktinerklöstern Braunau und Rajhrad vor und THOMAS AIGNER (St. Pölten) das Projekt rund um das ehemalige Benediktinerkloster Mariazell in Österreich.

Den zweiten Tag und die dritte Sektion („Kloster in der Welt II“), moderiert von Meta Niederkorn, eröffnete JAKUB ZOUHAR (Königgrätz) mit seinen Ausführungen über Reisen von Dominikanern der böhmischen Provinz zu Generalkapiteln nach Rom. Als Beispiel führte er P. Ignaz Swieteczky (geb. 1719) und sein (in lateinischer Sprache verfasstes) Tagebuch über die Reise zum Generalkapitel 1777 an. Auf 128 Seiten sind Reiseverlauf (inklusive Übernachtungen, Audienzen und Stadtbeschreibungen) und Kosten gut nachvollziehbar. P. GOTTFRIED GLASSNER (Stift Melk) sprach danach über Melker Benediktiner, die zwischen 1600 und 1745 an den Universitäten Wien, Salzburg, Bologna, Rom und Prag studierten. Von einigen dieser Mönche wie beispielsweise Victorin Haan oder Cornelius Franz Xaver Bernhardt sind noch Vorlesungskompendien überliefert. Ausschlaggebend für Melker Studien in diesen wichtigen Universitätsstädten der Frühen Neuzeit waren sicher die Äbte, die ihre Studenten zur Ausbildung außerhalb des Klosters schickten, wie beispielsweise Abt Berthold Dietmayr. IRIS HASLINGER (Wien) beendete den Reigen über Kommunikation durch Besuche der Generalkapitel und Universitäten mit ihrer Darstellung von sozialer und religiöser Kommunikation durch grundherrschaftliche Obrigkeit anhand der Pfarre und des Wallfahrtsortes Windigsteig / Rafings im niederösterreichischen Waldviertel. Haslinger beschrieb detailliert die immer wiederkehrenden Dispute rund um die aufgrund der florierenden Wallfahrt wirtschaftlich gut gestellte Pfarre, beispielsweise den grundherrschaftlichen Streit zwischen dem Stift Zwettl und der angrenzenden Herrschaft Meires.

Sektion 4 („Kloster und Frömmigkeit“) wurde von Jindra Pavelková moderiert. JARMILA KAŠPÁRKOVÁ (Olmütz) stellte in ihrem Vortrag die Klarissen in Znaim und ihre Netzwerke rund um die zahlreichen Bittsteller, die um Gebet und Fürbitten der Klosterschwestern ansuchten, ins Zentrum. Das noch im Mährischen Landesarchiv erhaltene Seelenbuch wurde in den 30er-Jahren des 17. Jahrhunderts begonnen und enthält persönliche Fürbitten an die Schwestern. Keinerlei Informationen erhalten wir heute über finanzielle Belange, Frequenz oder Charakter der Gebete. Die Handschrift war allerdings so wichtig für den Konvent, dass sie sogar mit ins Exil reiste. Sie enthält auch Einträge, die für das Klostergedächtnis wichtig waren, und persönliche Schicksale des Konvents. Die beiden anderen Vorträge dieser Sektion drehten sich um Bruderschaften. VLADIMÍR MAŇAS (Brünn) sprach über die Bruderschaft und Konföderation des heiligen Johannes von Nepomuk auf dem Grünen Berg bei Saar. In seinem Vortrag konzentrierte er sich auf die noch erhaltenen Quellen wie beispielsweise Bruderschaftsbücher, Episteln (Rundschreiben der Bruderschaft mit Nekrologium) oder Totenzetteln. Auch Mitgliederstruktur und Abbildungen spielten in Maňas‘ Vortrag eine Rolle, so zeigte er beispielweise eine Grafik von 1730 mit der Darstellung einer Bruderschaftsprozession mit Insignien wie beispielsweise einer Bruderschaftslampe. Auch ZDENĚK ORLITA (Neu Titschein) widmete sein Referat Bruderschaften, allerdings beschäftigt er sich mit den Marianischen Kongregationen der Jesuiten im 17. und 18. Jahrhundert. Besonders interessiert sich Orlita für die Liturgie und beschrieb im Rahmen seiner Ausführungen einige Frömmigkeitsübungen wie Fasten, Selbstgeißelung oder häufiges Beichten. Bei Vergehen wurden den Mitgliedern der Kongregationen (körperliche) Strafen angedroht. Sein Wissen rund um diese Art der religiösen Selbstdisziplinierung im Gegensatz zur öffentlichen Selbstpräsentation zieht der Forscher dabei beispielsweise aus noch erhaltenen Instruktionen und Prozessionsbildern. Anhand solcher Bilder kann die Gesellschaft über ihre Positionierung innerhalb einer Prozession gut nachvollzogen werden.

Nach der Präsentation einiger ausgewählter Handschriften aus Melker Beständen durch Meta Niederkorn führte Stiftsbibliothekar P. Gottfried Glassner durch die Mineraliensammlung und die Stiftsbibliothek. Bibliotheksmitarbeiterin Bernadette Kalteis zauberte speziell für die tschechischen Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer ein Fragment aus einer mittelalterlichen (Leitmeritzer) Handschrift hervor. Bei der letzten Sektion dieses Tages („Kloster und Politik“) übernahm Thomas Wallnig die Moderation und stellte zunächst ANDRÁS FORGÓ (Pecs) vor. Forgó beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Wahrnehmung der ständischen Politik in der Kommunikation ungarischer Ordensgeistlicher in der Frühen Neuzeit. Nach der Präsentation einiger aussagekräftiger Diagramme berichtete der ungarische Forscher von seiner Arbeit mit den Landtagsakten und von den interessanten Einblicken in die interne Kommunikation der Landtagsverhandlungen. Österreichische Klöster traten dabei als Mutterklöster ihrer ungarischen Dependancen auf. SERGE SCHMID (Trier) referierte im Anschluss in seinem Vortrag über den Lazariter-Orden und führte aus, wie hier anhand Ordenstracht und der in einem alemannischen Dialekt verfassten Statuten Kommunikation nach außen (und innen) Identität bildete. Die Statuten umfassen Regeln zum Gottesdienst, Fasten oder Behandlung von Reichen und Armen bzw. von Siechen, zur Verwendung böser Handzeichen, Regeln im Haus sowie der Kantorei und Gebete. Der Vortrag erlaubte spannende Einblicke in einen Orden, der sich aus von der Gesellschaft ausgeschlossenen Leprakranken zusammensetzte, und seine Lebensweise. PATRICK FISKA (Wien) erzählte im letzten Vortrag des Tages einen spannenden Kartäuserkrimi rund um P. Hugo Mellagen (gest. 1725) und seine abenteuerliche Reise quer durch Europa auf der Suche nach einem Standort für (s)ein neues (Prager) Kartäuserkloster (beispielsweise war das Schloss Troja in Prag im Gespräch). Seine Reise führte ihn bis nach Wien, wo Fiska in den Hofzahlamtsbüchern des Finanz- und Hofkammerarchivs, frei nach dem Motto „Follow the money“, Zahlungen von Mellagen im Zusammenhang mit der Karlskirche in Wien aufspüren konnte, die er als die Rückzahlungen eines Darlehens interpretiert. Der Fall wird auch in der Korrespondenz des Gaminger Kartäusers Leopold Wydemann, die Fiska im Rahmen seiner Mitarbeit beim Projekt „Die gelehrte Korrespondenz der Brüder Bernhard und Hieronymus Pez“ bearbeitet, erwähnt.

Die letzte Sektion („Kloster und Wahrnehmung“) am dritten Tagungstag wurde von Thomas Aigner (St. Pölten) moderiert und begann mit dem Vortrag von DANIELA HOFFMANN (Mannheim) über die Historiographie der Grandmontenser im späten Mittelalter. Hoffmann präsentierte die Geschichte des Bettelordens anhand dreier Regeltexte (1.) Elogia priorum Grandimontis, um 1200; 2.) Historia brevis, nach 1330; 3.) Historia prolixior, nach 1317) und arbeitete anschaulich deren unterschiedliche Arten der Kommunikation (Verehrung des Ordensgründers, Erinnerungspolitik) heraus. GERALD HIRTNER (Salzburg) beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Todesnachricht eines Benediktiners der Erzabtei St. Peter in Salzburg, P. Ambros Vonderthon (gest. 1806). Im Archiv ist noch seine positiv gehaltene Totenrotel überliefert, aber keine Kondolenzschreiben. Allerdings gibt es noch Briefe zweier Mitbrüder, die zu der Zeit in Rom studierten und an den damaligen Abt Dominik Hagenauer schrieben. Ein Brief beinhaltete große Bestürzung über den Tod (dieser Mitbruder folgte Vonderthon als Leiter der Mineraliensammlung nach) und ein Briefschreiber verhielt sich eher gleichmütig dem Ableben Vonderthons gegenüber. Jedoch hat sich noch ein „Gegennachruf“ von P. Beda Hübner erhalten, in dem dieser kein gutes Haar an dem eben Verstorbenen ließ. An all diesen Reaktionen lässt sich die Definitionsmacht des Abtes über die (offizielle) Vita in der Rotel Vonderthons ablesen. Der letzte Vortrag der Tagung kam von TOMÁŠ ČERNUŠÁK (Brünn) und widmete sich der Wallfahrtskirchen rund um Znaim und das Prämonstratenserkloster Klosterbruck (Louka) bzw. der spezifischen Wahrnehmung von Heiligen. Die Landschaft Böhmens wurde durch den Umbau von kirchlichen Einrichtungen (Klöster, Statuen etc.) transformiert und erlangte dadurch den Charakter eines sakralen Raumes.

Zusammenfassend lässt sich nun festhalten, dass betreffend Kommunikation zwischen Kloster und Welt in Spätmittelalter und Früher Neuzeit Unterschiede zwischen Männer- und Frauenkonventen zu beobachten sind. Mönche haben deutlich intensiveren Kontakt zu den Wissenswelten, weil sie Zugang zur Universität haben. Die Nonnen gewinnen über ihre Kontrakte gerade auch zu den Männerklöstern Einsicht in die Wissenswelten, sind aber dadurch, dass Frauen vom Studium ausgeschlossen sind, auf den Transfer über Männerklöster, ihre Seelsorger und ihre Stifter und Wohltäter angewiesen. Natürlich rezipieren Frauen ganz besonders auch über eigenständige Lektüre. Diese Welt begegnete der Außenwelt bei Wallfahrten, Bruderschaftsfesten, Prozessionen, Landtagen, allerdings unter Einhaltung bestimmter (normierter) Regeln und Formen. Während die Welt eines Männerklosters heute grundsätzlich recht gut dokumentiert ist (durch Besuche an Universitäten und Landtagen oder Reisen), sind Nonnen in Frauenkonventen weitaus schwerer fassbar und wenn, dann nur über ihre Kontakte (beispielsweise Korrespondenz) nach außen. Statuten und Regeltexte organisieren die innere (interne) Welt von Klöstern und spiegeln den Alltag und die Lebensweise eines klösterlichen Kosmos wider. Quintessenz der Tagung ist sicher, dass die Wissenschaft viel mehr Bearbeitungen (Editionen) historischer Texte braucht, um (nationen)vergleichend arbeiten zu können.

Konferenzübersicht:

Keynote
Meta Niederkorn und Thomas Wallnig (beide Wien): „Wissenswelten – Mönche und Laien im Gespräch“

Sektion 1 „Kloster und Welt“

Jan Zdichynec (Prag): „Welt im Kloster – Kloster in der Welt: Verschiedene Aspekte in den Beziehungen zwischen den (kirchlichen) Orden und der Gesellschaft am Beispiel der oberlausitzischen Frauenklöster im 17. und 18. Jahrhundert“

Jindra Pavelková (Brünn): „Das Interesse des Klosters Rajhrad an der Außenwelt aus der Perspektive des Fascis diversarum“

Martina Bolom-Kotari (Königgrätz): „Die (gesellschaftliche) Position von mährischen Prämonstratensern in der Frühen Neuzeit im Lichte ihrer besiegelten Schriftstücke"

Sektion 2 „Kloster in der Welt I“

Jiří Havlík (Prag): „Ordensbeichtväter bei tschechischen Adelsfamilien (16.–18. Jahrhundert)“

Sektion 3 „Kloster in der Welt II“

Jakub Zouhar (Königgrätz): „Reisen der Dominikaner der böhmischen Provinz zu den Generalkapiteln am Beispiel von Ignaz Swieteczky OP und seiner Reise nach Rom von 1777“

P. Gottfried Glaßner (Stift Melk): „Benediktiner an den Universitäten Prag, Salzburg und Wien“

Iris Haslinger (Wien): „Korrespondenz und Rechnungslegung als Quelle für Verwaltung von Pfarre und Wallfahrtsort Windigsteig/Rafings“

Sektion 4 „Kloster und Frömmigkeit“

Jarmila Kašpárková (Olmütz): „Ein Ort des Gebetes und der Gnade. Klarissen in Znaim und ein Netz von Bittstellern“

Vladimír Maňas (Brünn): „Bruderschaft und Konföderation des heiligen Johann von Nepomuk auf dem Grünen Berg bei Saar: ein Prestigenetz zwischen Welt und Kloster 1723–1783“

Zdeněk Orlita (Neu Titschein): „Die Karwoche unter der Leitung von Marianischen Kongregationen im 17. und 18. Jahrhundert. Liturgie als Raum für die symbolische Kommunikation“

Sektion 5 „Kloster und Politik“

András Forgó (Pecs): „Die Wahrnehmung der ständischen Politik in der Kommunikation ungarischer Ordensgeistlicher“

Serge Schmid (Trier): „Übernommene Identitäten – Die Statuten der Deutschherren und der Lazariter“

Patrick Fiska (Wien): „Ein Kartäusisches Abenteuer zwischen Kloster und Welt: Zum gescheiterten Versuch der Neuerrichtung der Prager Kartause Hortus Beatae Mariae im 18. Jahrhundert“

Sektion 6 „Kloster und Wahrnehmung“

Daniela Hoffmann (Mannheim): „Normwandel und ordensinterne Geschichtsschreibung. Die Historiographie der Grandmontenser im späten Mittelalter – Geschichtsschreibung als Ergebnis von Kommunikation und Tradition“

Gerald Hirtner (Salzburg): „Urteil, Vorurteil und Kommunikation. Das Beispiel einer Todesnachricht aus dem Kloster St. Peter“

Tomáš Černušák (Brünn): „Landschaftssakralisierung als spezifische Kommunikation des Prämonstratenserklosters Louka (Klosterbruck) bei Znaim“

Zitation
Tagungsbericht: Monastica Historia III. Kommunikation zwischen Kloster und Welt in Spätmittelalter und Früher Neuzeit, 21.09.2016 – 23.09.2016 Melk, in: H-Soz-Kult, 28.11.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6844>.