Rassismen in Kolonialismus und Nationalsozialismus. Formen – Funktionen – Folgen. Verflechtungsgeschichtliche Perspektiven für die Bildungsarbeit

Ort
Hamburg
Veranstalter
Forschungsstelle Hamburgs (post)koloniales Erbe, Universität Hamburg; Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte, Universität Augsburg; KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Datum
03.11.2016 - 04.11.2016
Von
Malina Emmerink, Historisches Seminar, Universität Hamburg

Kolonialismus und Nationalsozialismus wurden in Deutschland bisher meist als getrennte historische Phänomene betrachtet, erforscht und vermittelt. Während der Nationalsozialismus zu Recht seit langem im Fokus akademischer, geschichtsdidaktischer und medialer Aufmerksamkeit steht, gilt dies für den Kolonialismus erst in jüngster Zeit. Dabei wird letzterer noch immer oft auf seine praktische Ausprägung als koloniale Fremdherrschaft verkürzt und seine mentalitätsgeschichtliche Bedeutung unterschätzt.

Die innovative Frage, inwiefern Kolonialismus und Nationalsozialismus in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit gemeinsam gedacht, aufeinander bezogen und im Sinne einer Verflechtungsgeschichte zusammen vermittelt werden können, stand im Mittelpunkt des zweitägigen Workshops, der im Rahmen eines Kooperationsprojekts der Universitäten Hamburg und Augsburg sowie der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg veranstaltet wurde. Ziel des Workshops war es, erste Ergebnisse des von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) geförderten Projektes „Rassismen in Kolonialismus und Nationalsozialismus. Formen – Funktionen – Folgen“ vorzustellen und kritisch zu erproben. Er richtete sich daher an ExpertInnen, MultiplikatorInnen und zivilgesellschaftliche AkteurInnen.

In seinem eröffnenden Grußwort verortete der Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme DETLEF GARBE (Hamburg) die Wurzeln völkischer „Lebensraum“-Ideologien und nationalsozialistischer Rassismen im europäischen Kolonialismus und unterstrich ihre Fortwirkung über die Nachkriegszeit und die Phase der Dekolonialisierung hinaus. Er begrüßte den verflechtungsgeschichtlichen Ansatz des laufenden Projekts als wichtige Bemühung, die traditionell eurozentrische Sicht auf den Nationalsozialismus durch eine globale Perspektive zu erweitern.

Im Namen der Stiftung EVZ begrüßte SONJA BEGALKE (Berlin) die Projektpartner und WorkshopteilnehmerInnen und hob insbesondere die Chancen des Projekts für die Arbeit mit heterogenen Gruppen in Gedenkstätten und die Überwindung ausgrenzender Erinnerungsdiskurse hervor.

Die Begrüßungen der verantwortlichen Projektpartner rundete der Leiter der Forschungsstelle Hamburgs (post)koloniales Erbe und Professor für Geschichte Afrikas JÜRGEN ZIMMERER (Hamburg) ab. Er betonte die Aktualität des Projektthemas angesichts (wieder)erstarkender völkischer und rassistischer Bewegungen und kritisierte die einflussreiche Vorstellung, seit der Überwindung des Antisemitismus nach 1945 sei auch das Thema Rassismus in Deutschland abgeschlossen. Zimmerer bedankte sich bei allen Involvierten für ihre bisherige Arbeit im Projekt, die aufgrund verschiedener Perspektiven auf das Thema nicht frei von inhaltlichen Kontroversen sei.

Als thematischer Einstieg folgten zwei sehr unterschiedlich strukturierte Impulsvorträge. Per Skype zugeschaltet zeigte JOSHUA KWESI AIKINS (Berlin) anhand konkreter Beispiele im Stadtbild Berlins, dass die koloniale Vergangenheit bis heute nachwirkt und an umkämpften Erinnerungsorten in der Gegenwart verhandelt wird. Er veranschaulichte zudem verschiedene Kontinuitäten von Kolonialismus und Nationalsozialismus – beispielsweise die Errichtung kolonialer Gedenkorte durch die NationalsozialistInnen – und plädierte dafür, diese im öffentlichen Raum multiperspektivisch sichtbar zu machen.

Mit seiner Ankündigung, Verwirrung stiften zu wollen, machte WULF D. HUND (Hamburg) den Fokus seiner folgenden Ausführungen bereits deutlich: In seinem dichten und beispielreichen Vortrag betonte er die Komplexität des Phänomens Rassismus und sensibilisierte die Veranstaltenden und Teilnehmenden für einen kritischen und präzisen Umgang mit dem Rassismusbegriff. Am Beispiel der Konstruktion von „Weißsein“ im Kontext rassistischer Stigmatisierung und durch zahlreiche historische Bezüge unterstrich er die Vielfältigkeit historischer Ausprägungen von Rassismus.

Im Anschluss führte PHILIPP BERNHARD (Augsburg) in das Projekt und seine geschichtsdidaktischen Ziele ein. Er thematisierte die zentrale Herausforderung des Projekts: Mit dem zu erarbeitenden Bildungsmaterial sowohl der Komplexität des Themas und den spezifischen Zugriffen der Projektpartner gerecht zu werden, als auch dessen niedrigschwellige Rezeption zu ermöglichen. Ziel sei es, Kolonialismus und Nationalsozialismus im Sinne einer „multidirektionalen Erinnerungskultur“ nach Michael Rothberg[1] als verflochtene, nicht konkurrierende Phänomene historisch und erinnerungskulturell neu auszuloten.

Nach einer Kaffeepause wurden die beiden Teilprojekte vorgestellt und im Anschluss erste Materialvorschläge für den Zeitraum 1933 bis 1939 (Modul 1) in zwei Gruppen zur Diskussion gestellt. CÄCILIA MAAG (Hamburg) geht der Frage nach, inwiefern die nationalsozialistischen Kriegs- und Herrschaftspraktiken in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs als koloniale Unternehmungen untersucht werden können. Sie stützt sich dabei auf ein postkoloniales Verständnis von Kolonialismus als historisches und mentales Phänomen, das über die ereignisgeschichtliche Dimension hinausgeht. Insbesondere beleuchtet sie die rassistischen Grundlagen der Osteuropawahrnehmung im nationalsozialistischen Deutschland und Prozesse (kolonial)rassistischer Vergesellschaftung im so genannten „deutschen Osten“. SUSANN LEWERENZ (Hamburg) untersucht (Über-)Lebenswege, Handlungsspielräume und -weisen von People of Color in Deutschland. Ihr Fokus auf biographischen Quellen eröffnet dabei eine verflechtungsgeschichtliche Perspektive auf vielschichtige Rassismuserfahrungen von als „schwarz“ definierten Menschen vor, während und nach dem Nationalsozialismus.

Die anschließenden Erprobungseinheiten zeigten, dass beide Ansätze fruchtbare Beispiele für eine gemeinsame Untersuchung von Kolonialismus und Nationalsozialismus darstellen. Die Diskussionen der Quellen machten aber auch deutlich, dass es für das Erreichen der Projektziele einer vorsichtigen Auslotung der teilweise sehr verschiedenen Interessen, Herangehensweisen und Vermittlungstraditionen in Wissenschaft, Schulen und Gedenkstätten bedarf. In ihrem Bericht über die Einheit zum Teilprojekt von Cäcilia Maag betonte MAREN RÖGER (Augsburg) die Bedeutung historischer Slawenbilder für aktuelle Rassismen im Kontext der Migrationsgesellschaft und plädierte für eine differenzierte Untersuchung von Kontinuitäten, die auch Intersektionalitäten mit Klasse und Religion einbezieht. GOTTFRIED KÖßLER (Frankfurt am Main) und KIEN NGHI HA (Berlin) hoben in Bezug auf die Einheit zum Teilprojekt von Susann Lewerenz hervor, dass die diskutierten Biographien vielfältige thematische Anknüpfungspunkte lieferten. Es sei jedoch wichtig, die in der Kleingruppe diskutierte Frage nach dem didaktischen Umgang mit Biographien und Lücken in den Quellen im Blick zu behalten.

Nach einem einführenden Plädoyer für die Einbeziehung postkolonialer Perspektiven in die Erforschung und Vermittlung von Nationalsozialismus und Holocaust von Jürgen Zimmerer begann der zweite Workshoptag mit einem erneuten Input zu den Inhalten und Zielen der beiden Teilprojekte, diesmal für die Zeit des Zweiten Weltkriegs (Modul 2). Anhand der wesentlichen Elemente des nationalsozialistischen Vernichtungskriegs im Osten demonstrierte Cäcilia Maag überzeugend dessen strukturelle Ähnlichkeiten mit Methoden kolonialer Kriegführung. Sie wies darauf hin, dass der Anschein der Präzedenzlosigkeit des Ostkriegs vor allem darauf zurückzuführen sei, dass er bisher nur mit europäischen Kriegen in Beziehung gesetzt wurde. Eine postkoloniale Perspektive könne sowohl zu einem besseren Verständnis der nationalsozialistischen Kriegführung als auch zu einer präziseren Auseinandersetzung mit Kriegen im kolonialen Kontext beitragen. Susann Lewerenz fokussierte in ihrem Vortrag auf die Auswirkungen der Kriegsentwicklungen auf People of Color in Deutschland und an den Kriegsfronten. Dabei machte sie deutlich, dass die Ausprägung und Vehemenz der rassistischen Diskriminierung stark von den jeweiligen kriegs- und bündnispolitischen Interessen abhängig war und stellte in diesem Kontext diverse Verflechtungen zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus heraus. So seien beispielsweise nach dem Ende der nationalsozialistischen Kolonialpläne für Afrika 1943 die repressiven Maßnahmen gegen People of Color massiv ausgeweitet worden.

Die Frage, wie komplex die geplanten Bildungsmaterialien sein dürfen bzw. sein müssen, stand im Mittelpunkt der zweiten Gruppeneinheit zum Schwerpunktthema Osteuropa, so STEFAN PETKE (Berlin) in seiner Zusammenfassung. Dabei sei deutlich geworden, dass insbesondere bei einem akademisch noch so umstrittenen Ansatz ein Kompromiss zwischen wissenschaftlichen Ansprüchen und vermittlungspraktischen Erfahrungswerten gefunden werden müsse. EKATERINA MAKHOTINA (Bonn) bewertete den verflechtungsgeschichtlichen Ansatz für Osteuropa als sinnvolle Perspektive und sprach sich dafür aus, die oft schwierige Aufarbeitung und Erinnerung von Opfer- und Tätergeschichten lokal zu verankern. Seinen Kommentar zur zweiten Erprobungseinheit von Susann Lewerenz nutzte THOMAS LUTZ (Berlin) für eine Kritik an dem Ansatz des Gesamtprojekts. Dabei bezweifelte er sowohl die Bedeutung kolonialer Rassismen für die Entstehung der nationalsozialistischen Weltanschauung als auch die dargestellten Ähnlichkeiten der Kriegführung und plädierte stattdessen für eine stärkere Beachtung des Ersten Weltkriegs als Vorgeschichte des Nationalsozialismus. Die anschließende Diskussion verdeutlichte, dass das Projekt in mehrfacher Hinsicht Neuland betritt und daher ein differenzierter und multiperspektivischer Umgang mit den konkreten Inhalten erforderlich ist (Welche Rassismen stehen im Fokus und wie veränderten sie sich im Zeitverlauf? Wo liegen Kontinuitäten und wo Brüche?). Zudem birgt das Projekt die Gefahr von Missverständnissen, da viele sensible Fragen (beispielsweise nach Schuld und Moral, Opferhierarchien, Relativierung oder Verharmlosung) tangiert werden.

Die von SUSANNE POPP (Augsburg) moderierte Round Table-Diskussion rückte abschließend das Ziel der Niedrigschwelligkeit der Bildungsmaterialien sowie die Frage des Gegenwartsbezugs in das Zentrum der Diskussion. AISCHA AHMED (Berlin) regte zu einer weiteren Konkretisierung von Zielsetzung und -gruppen des Projekts an. Zur Reduzierung der Komplexität empfahl sie, sich methodisch an lokalen, personalisierten Beispielen statt abstrakten Konzepten zu orientieren und unterschiedliche Rassismuserfahrungen der Lernenden einzubeziehen. Auch Gottfried Kößler sieht in der Heterogenität aktueller Lerngruppen eine Chance für eine multiperspektive Annäherung an historische Rassismen und bezeichnete dabei die Weiterbildung von MultiplikatorInnen als zentrales Ziel des Projekts. Dafür sei es jedoch nötig, die beiden Teilprojekte inhaltlich und methodisch noch enger zu verknüpfen. RAMSES MICHAEL OUESLATI (Hamburg) plädierte nachdrücklich für eine praxisorientiere Ausrichtung des Projekts. Die Materialien müssten den Themenkomplex verständlich, anschaulich und anschlussfähig vermitteln und im Sinne einer antirassistischen Empowerment-Pädagogik auf die Gegenwart ausgerichtet sein.

Den zweiten Workshoptag rundete ein thematischer Rundgang durch die Daueraustellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ab, in dem GISELA EWE (Hamburg) kompetent und anschaulich in die Geschichte von People of Color in Neuengamme und seinen Außenlagern einführte.

Der Workshop stellte die innovative Frage zur Diskussion, inwiefern Kolonialismus und Nationalsozialismus als verflochtene Phänomene gemeinsam erforscht und vermittelt werden können. Die Beiträge und Diskussionen zeigten dabei viele Chancen, aber auch mehrere Probleme auf: Die zentrale didaktische Herausforderung des Projekts wird es sein, ein Gleichgewicht zwischen der Komplexität des Themas und seiner niedrigschwelligen Anwendbarkeit in der Bildungsarbeit herzustellen. Zudem wird noch zu klären sein, ob der Schwerpunkt auf der Vermittlung historischer Ereignisse oder der rassismuskritischen Sensibilisierung der Lernenden für Gegenwartsdebatten liegen soll. Auch sind noch einige Reibungspunkte zu überwinden: So zeigten die zum Teil sehr kontroversen Diskussionen, dass es in der Vermittlungspraxis durchaus Widerstände gegen eine kolonialtheoretische Betrachtungsweise des Nationalsozialismus gibt. Ziel des Projekts sollte es daher sein, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und traditionsreiche Expertise aus der Vermittlungspraxis behutsam auszuloten und dabei auch postkoloniale Initiativen und Stimmen von People of Color aktiv einzubeziehen. Zudem würde eine genauere Verständigung über die zugrunde liegenden Kernkonzepte – wie der als thematische Klammer gewählte Begriff Rassismen – sowie eine Fokussierung und Annäherung der Teilprojekte die inhaltliche Struktur des Projekts klarer machen. Wünschenswert wäre es dabei, den bisherigen Fokus auf den Nationalsozialismus verflechtungsgeschichtlicher auszurichten und dadurch das Phänomen Kolonialismus noch stärker in den Blick zu nehmen.

Die Durchsetzung innovativer Ansätze in der Bildungsarbeit brauche immer Zeit und Energie, unterstrich Susanne Popp zum Abschluss. Das laufende Projekt könne daher lediglich Impulse für einen Konzeptwechsel in der Forschung und Bildung zu Kolonialismus und Nationalsozialismus setzen. In diesem Sinne ist das Projekt ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer Neubetrachtung beider Phänomene im Kontext der postnationalsozialistischen Migrationsgesellschaft. Der verflechtungsgeschichtliche Ansatz integriert neue Perspektiven in die klassischen Narrative und kann dadurch einen wichtigen Beitrag zur Überwindung eurozentrischer Perspektiven in Wissenschaft und Bildung leisten.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung
Detlef Garbe (KZ-Gedenkstätte Neuengamme/Hamburg), Sonja Begalke (EVZ/Berlin), Jürgen Zimmerer (Forschungsstelle Hamburgs (post)koloniales Erbe/Hamburg)

Verflechtungen – Impulse und Debatten

Joshua Kwesi Aikins (Berlin): Unauslöschliche Eindrücke: Koloniale Straßennamen und Kontinuitäten im Nationalsozialismus

Wulf D. Hund (Hamburg): „Wie die Deutschen weiß wurden“: ein Werkstatt-Bericht

Philipp Bernhard (Augsburg): Einführung in das Projekt „Rassismen in Kolonialismus und Nationalsozialismus. Formen – Funktionen – Folgen“

Erprobung I: Verflechtungen zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus 1933–1939

Cäcilia Maag (Hamburg): 1. Nationalsozialismus und Osteuropa: Koloniale Tradition und Spezifik

Susann Lewerenz (Hamburg): 2. Im Spannungsfeld von Kolonial-, Außen- und „Rassenpolitik“: People of Color im nationalsozialistischen Deutschland, 1933–1939

Report und Kommentar zu Gruppe 1: Maren Röger (Augsburg)

Report und Kommentar zu Gruppe 2: Kien Nghi Ha (Berlin) und Gottfried Kößler (Frankfurt am Main)

Erprobung II: Verflechtungen zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus im Zweiten Weltkrieg

Cäcilia Maag (Hamburg): 1. Rassistische Kriegführung und Herrschaft in Osteuropa

Susann Lewerenz (Hamburg): 2. People of Color im Fokus von Kriegspolitik, kolonialen Plänen und rassistischer Gewalt

Report und Kommentar zu 1: Ekaterina Makhotina (Bonn) und Stefan Petke (Berlin)

Report und Kommentar zu 2: Thomas Lutz (Berlin)

Round Table: Ziel Niedrigschwelligkeit: Geschichtsdidaktische Herausforderungen im Themenbereich Rassismen – Kolonialismus – Nationalsozialismus
Moderation: Susanne Popp (Augsburg)
DiskutantInnen: Aischa Ahmed (Berlin), Gottfried Kößler (Frankfurt am Main) und Ramses Michael Oueslati (Hamburg)

Anmerkung:
[1] Michael Rothberg, Multidirectional Memory: Remembering the Holocaust in the Age of Decolonization, Stanford 2009.

Zitation
Tagungsbericht: Rassismen in Kolonialismus und Nationalsozialismus. Formen – Funktionen – Folgen. Verflechtungsgeschichtliche Perspektiven für die Bildungsarbeit, 03.11.2016 – 04.11.2016 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 12.01.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6923>.