The Economics of the Cold War

Ort
Hamburg
Veranstaltungsort
Hamburger Institut für Sozialforschung
Veranstalter
Hamburger Institut für Sozialforschung
Datum
02.09.2009 - 04.09.2009
Bewerbungsschluss
15.04.2009
Von
Christian Th. Müller

CALL FOR PAPERS
The Economics of the Cold War
Hamburger Institut für Sozialforschung
Sechste internationale Konferenz einer Serie “Between ‘Total War’ and ‘Small Wars’: Studies in the Societal History of the Cold War”, Hamburg 02.-04. September 2009
Organisation: Bernd Greiner, Christian Th. Müller, Dierk Walter, Claudia Weber

Der Kalte Krieg war auch und nicht zuletzt durch die Konfrontation und den Wettbewerb zweier gegensätzlicher Wirtschaftssysteme gekennzeichnet. Er wurde deshalb über weite Strecken auf dem Feld der Wirtschafts-, Handels- und Sozialpolitik ausgetragen. Dessen ungeachtet ist die Rolle der Wirtschaft im Kalten Krieg bislang nicht gebührend systematisch, diachron und blockübergreifend sowie international vergleichend untersucht worden.

Die Tagung steht daher unter den folgenden Leitfragen:

- Wie wurde die Entwicklung der Wirtschaft durch den Kalten Krieg geprägt?
- Wie wurde der Kalte Krieg auf wirtschaftlichem Gebiet geführt?
- Was sind Spezifika einer Wirtschaftsgeschichte des Kalten Krieges?
- Wie und inwieweit lassen sich wirtschafts-, handels- und sozialpolitische Maßnahmen, die direkt den Zwecken des Kalten Krieges dienten, zuverlässig von allgemeinen Modernisierungseffekten abgrenzen?

Besonderes Augenmerk soll dabei neben den Super- und Großmächten auf kleinere Akteure insbesondere an der Peripherie gelegt werden.

Für die Konferenz sind folgende Themenkomplexe geplant:

1. Überblicksdarstellungen zur Wirtschaftsgeschichte des Kalten Krieges, zur Geschichte der wirtschaftlichen Kriegführung und zur Entwicklung der nationalen Wirtschaften.
2. Volkswirtschaftliche und soziale Effekte von Rüstungspolitik in Markt- und Planwirtschaft.
3. Wirtschaftlicher Systemwettbewerb in den Bereichen Lebensstandard, soziale Fürsorge und Infrastruktur („Schaufensterkonzept“, „Magnettheorie“).
4. Art und Vergabe von Entwicklungshilfe im Systemwettbewerb (Wirtschaft, Rüstung, Bildung).
5. Internationale Wirtschaftsorganisationen (IWF, OECD, RGW) und ihre Auswirkungen auf die ökonomische Entwicklung der Mitgliedsstaaten.
6. wirtschaftliche Kriegführung versus Wirtschaftskooperation jenseits der Blocklogik.
7. ökologische Auswirkungen von Wirtschaftspolitik im Dienste des Kalten Krieges.

Innerhalb der genannten Komplexe sind Vorschläge zu den folgenden Themen besonders erwünscht.

- Wirtschaftspolitische Folgen chinesischer Großmachtpolitik (Komplex 2)
- Die ökonomischen Implikationen des Wettlaufes ins All (Komplex 2)
- Adenauers Rentenpolitik und ihre Bedeutung im Systemwettbewerb (Komplex 3)
- Die Rolle der Berlinförderung im Kalten Krieg (Komplex 3)
- Chinesische Entwicklungshilfe und ihre innenpolitischen Folgen für die chinesische Wirtschaft/Bevölkerung (Komplex 4)

Konferenzsprache ist Englisch. Das Hamburger Institut für Sozialforschung erstattet den eingeladenen Teilnehmern die notwendigen Reisekosten im üblichen Rahmen (Bahnfahrt 2. Klasse, für außereuropäische Teilnehmer Flugreise in der Economy Class) und sorgt für die Unterbringung während der Tagung.

Themenvorschläge in Form ein- bis zweiseitiger Exposes nebst einem kurzen Lebenslauf einschließlich Publikationsliste in englischer Sprache können bis zum 15. April 2009 beim Hamburger Institut für Sozialforschung eingereicht werden. Kontakt:

coldwar@his-online.de

Wir erwarten von den eingeladenen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, dass sie bis zum 1 August 2009 ein bis zu 15-seitiges Papier zu dem von ihnen vorgeschlagenen Thema einreichen.

Kontakt

Dr. Christian Th. Müller
Hamburger Institut für Sozialforschung
Mittelweg 36
20148 Hamburg
e-mail: coldwar@his-online.de

Zitation
The Economics of the Cold War, 02.09.2009 – 04.09.2009 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 08.03.2009, <www.hsozkult.de/event/id/termine-11000>.