Seminar: „Ich bin damit groß geworden, mit der gesamten Sache Neuengammme.“ Transgenerationale Auswirkungen von NS-Verfolgung

Ort
Hamburg
Veranstaltungsort
Studienzentrum der KZ- Gedenkstätte Neuengamme, Jean- Dolidier- Weg 75, 21039 Hamburg
Veranstalter
KZ- Gedenkstätte Neuengamme
Datum
20.02.2010 - 21.02.2010
Bewerbungsschluss
15.02.2010
Von
Oliver von Wrochem

Mit Ende des zweiten Weltkrieges war nicht alles vorbei, die Überlebenden der Konzentrationslager versuchten ein neues Leben aufzubauen, überhaupt wieder in ein „normales“ Leben zurückzukehren. Sie mussten Wege finden, um mit dem Erlittenen der Verfolgung zurechtzukommen. Angehörige suchten Ihre Verwandten und erkannten, dass sie diese nie wieder sehen würden. So entwickelten die Menschen unterschiedlichste Verdrängungs- bzw. Verarbeitungsmechanismen. Für einige war es wichtig, sofort Zeugnis abzulegen, andere schwiegen, manchen ist es bis heute nicht möglich über das Erlebte zu sprechen. Gerade innerhalb der Familien wurde oft geschwiegen, um die eigenen Kinder zu schützen.

Wie gestaltete sich der familiäre Dialog? Welche Auswirkungen hat die Verfolgung bis heute auf die Zweite und Dritte Generation? Und was bedeutet eigentlich der Begriff „Zweite“ bzw. „Dritte Generation“?
In diesem zweitägigen Seminar werden wir uns mit der Vielfältigkeit des Themas der Zweiten und Dritten Generation und mit der Geschichte des Konzentrationslagers Neuengamme unter diesem besonderen Blickwinkel beschäftigen.

Programm

Sonnabend, 20. Februar 2010

10.00 Uhr: Oliver von Wrochem: Einführung
10.15 Uhr: Vorstellungsrunde
11.30 Uhr: Karin Heddinga: KZ-Syndrom und Traumatisierung
12.30 Uhr: Diskussion
13.00 Uhr: Mittagspause
13.30 Uhr: Führung über das Gelände
15.30 Uhr: Kaffeepause
16.00 Uhr: Austausch über ausgewählte Texte aus „Vater“, Roman von Carl Friedmann
17.00 Uhr: Ende des ersten Tags

Sonntag, 21. Februar 2010

10.30 Uhr: Nachgespräch zum 1. Tag und Besuch der Hauptausstellung
11.45 Uhr: Sandra Wachtel: „Das ist doch schon längst vorbei!“ Über die Spätfolgen der Shoah bei den Nachkommen der Opfer
12.45 Uhr: Diskussion
13.15 Uhr: Mittagspause
13.45 Uhr: Zweite und Dritte Generation – individuelle Annäherungen
14.45 Uhr: Kaffeepause
15.00 Uhr: Zweite und Dritte Generation – Präsentation und Diskussion
16.00 Uhr: Abschlussgespräch
17.00 Uhr: Ende des Workshops

Seminarleitung:
Karin Heddinga: Pädagogin und freie Gedenkstättenpädagogin
Sandra Wachtel: Historikerin und freie Gedenkstättenpädagogin

Teilnahmebeitrag: 15 Euro inklusive Verpflegung.
Übernachtungsplätze können auf Anfrage vermittelt werden

Kontakt

Informationen:
Dr. Oliver von Wrochem
KZ- Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum
Jean- Dolidier- Weg 75
21039 Hamburg

Email: Studienzentrum@bksm.hamburg.de

Tel.:040-428131-543 oder 040-428131-515.

Fax: 040-428131-525

Zitation
Seminar: „Ich bin damit groß geworden, mit der gesamten Sache Neuengammme.“ Transgenerationale Auswirkungen von NS-Verfolgung, 20.02.2010 – 21.02.2010 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 04.02.2010, <www.hsozkult.de/event/id/termine-13180>.
Redaktion
Veröffentlicht am
04.02.2010
Klassifikation
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Land Veranstaltung