Jenseits der Produktion-Konsum-Dichotomie: Möglichkeiten und Grenzen der "(Agro-)Food Studies"

Ort
Innsbruck
Veranstaltungsort
Universität Innsbruck, SOWI-Gebäude, Universitätsstraße 15
Veranstalter
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe "(Agro-)Food-Studies"
Datum
12.09.2011 - 13.09.2011
Bewerbungsschluss
31.08.2011
Von
Ernst Langthaler

Der Workshop wird von einer interdisziplinären Gruppe von ForscherInnen (aus Soziologie, Sozial- und Kulturanthropologie, Europäischer Ethnologie, Geschichte und Ökonomie) organisiert, die ihre Forschungsanstrengungen in diese Richtung bündeln und diesbezügliche Kooperationen entwickeln will:

- Andreas Exenberger (Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte der Universität Innsbruck)
- Timo Heimerdinger (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck)
- Christoph Kirchengast (Institut für Soziologie der Universität Innsbruck)
- Ernst Langthaler (Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, St. Pölten & Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien)
- Silvia Rief (Institut für Soziologie der Universität Innsbruck)
- Markus Schermer (Institut für Soziologie der Universität Innsbruck)
- Mathilde Schmitt (Institut für Gebirgsforschung Mensch und Umwelt der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Innsbruck)
- Gerhard Siegl (Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck)

Inhaltlicher Ausgangspunkt ist die fragmentierte Forschungslandschaft zu Nahrungs- bzw. Ernährungsphänomenen zwischen und in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, vor allem entlang einer konzeptionellen Produktion-Konsum-Dichotomie. Die kultur- und sozialwissenschaftliche Ernährungsforschung hat sich im internationalen Kontext in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten sukzessive zu einem interdisziplinären und multiparadigmatischen Forschungsfeld entwickelt, das nunmehr unter Bezeichnungen wie "Agro-Food Studies" oder "Food Studies" firmiert. Im deutschsprachigen Raum hingegen fristet dieser Themenkomplex nach wie vor ein Schattendasein. Vernetzungen von Forschenden und Institutionalisierungsbestrebungen sind hier bislang rar und von bescheidenem Erfolg gekrönt.

Mit unserem Workshop verfolgen wir folgende Ziele:

1. Diskussion zum aktuellen Stand der Forschung im Bereich "(Agro-)Food Studies" aus internationaler und deutschsprachiger Perspektive;
2. Impuls für einen breiten transdisziplinären wie interinstitutionellen wissenschaftlichen Grundlagendiskurs zu Nahrung und Ernährung;
3. Vernetzung von ForscherInnen aus dem deutschsprachigen Raum, die sich im weitesten Sinn mit Nahrungs- und Ernährungsphänomenen beschäftigen und Planung weiterer Aktivitäten.

Programm

Montag, 12. September 2011

13:00-13:30: Eintreffen der TeilnehmerInnen und Begrüßung

13.30-14.30: Einführung: Warum "(Agro-)Food Studies" hier und jetzt?

14:30-15:00: Pause

15.00-16.30: Impulsvortrag von Martina Kaller-Dietrich (Historikerin an der Universität Wien) mit Diskussion

16:30-17:00: Pause

17.00-18.30: Impulsvortrag von Ulrich Ermann (Geograph an der Universität Leipzig) mit Diskussion

Dienstag, 13. September 2011

09.00-11.00: Diskussion über die Gründung eines Netzwerkes "(Agro-)Food Studies" im deutschsprachigen Raum

11:00-11:30: Pause

11.30-13.30: Diskussion von Projektideen im Bereich "(Agro-)Food Studies"

Kontakt

Silvia Rief

Universität Innsbruck, Institut für Soziologie
A-6020 Innsbruck, Universitätsstraße 15/II
+43-(0)512/507-7947
+43(0)512/507-2841

silvia.rief@uibk.ac.at

Zitation
Jenseits der Produktion-Konsum-Dichotomie: Möglichkeiten und Grenzen der "(Agro-)Food Studies", 12.09.2011 – 13.09.2011 Innsbruck, in: H-Soz-Kult, 31.07.2011, <www.hsozkult.de/event/id/termine-16951>.