„Säuberungen“ an Österreichs Hochschulen in der NS-Zeit und ihre Folgen

Ort
Wien
Veranstaltungsort
Wirtschaftsuniversität Wien, Welthandelsplatz 1, 1020 Wien, Gebäude D 4, Departementsbibliothek
Veranstalter
Prof. Dr. Peter Berger / PD Dr. Johannes Koll, Wirtschaftsuniversität Wien
Datum
20.03.2014
Bewerbungsschluss
18.03.2014
Von
Koll, Johannes

Welche Folgen hatte der „Anschluss Österreichs“ vom März 1938 für jene Dozenten, Angestellten und Studierenden an österreichischen Universitäten und Hochschulen, die aus „rassischen“ oder politisch-weltanschaulichen Gründen vom NS-Regime verfolgt wurden? Im Mittelpunkt steht die Entwicklung an der Hochschule für Welthandel, der Vorgängerinstitution der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien). Sie hatte in der Zwischenkriegszeit nicht zuletzt auf jüdische Studierende aus den Nachfolgestaaten des Habsburgerreiches eine starke Anziehungskraft ausgeübt; umso gravierender waren die „Säuberungen“ nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht. Die Technische Hochschule Wien und die Hochschule für Bodenkultur bieten gute Vergleichsmöglichkeiten. Insgesamt versucht der Workshop, eine Zwischenbilanz zur Nazifizierung des österreichischen Hochschulwesens und deren Konsequenzen für die Betroffenen zu ziehen.

Im Abschlussvortrag schlägt der Amsterdamer Historiker David Barnouw die Brücke zu den Niederlanden, deren Verwaltung im Zweiten Weltkrieg maßgeblich von Nationalsozialisten aus der „Ostmark“ geführt wurde.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Anmeldung bis 18. März 2014 erbeten unter geschichte@wu.ac.at.

Programm

09.30-10.00 Uhr:

Empfang der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

10.00-10.30 Uhr:

Rektor Christoph Badelt (WU Wien): Begrüßung

Danielle Spera (Jüdisches Museum Wien): Grußwort

Peter Berger (WU Wien): Einführung

10.30-12.00 Uhr:

PANEL 1:
Allgemeine Aspekte (Leitung: Klaus Taschwer, Der Standard)

Friedrich Stadler (Universität Wien):
Emigration und Vertreibung der Intellektuellen – vor und nach dem „Anschluss“. Ein Überblick

Helga Embacher (Universität Salzburg):
Exilbedingungen: Ende oder Beginn von wissenschaftlichen Karrieren?

12.00-14.30 Uhr:

Mittagspause

14.30-16.30 Uhr:

PANEL 2:
Die Hochschule für Welthandel 1938-1945 (Leitung: Brigitte Bailer-Galanda, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes)

Ingo Andruchowitz (WU Wien):
Die Vertreibung von Beschäftigten der Hochschule für Welthandel

Johannes Koll (WU Wien):
Der Ausschluss von Studierenden von der Hochschule für Welthandel

Roswitha Hammer / Regina Zodl (WU Wien):
Vom Schicksal der Bücher: Provenienzforschung an der Wirtschaftsuniversität Wien

16.30-16.50 Uhr:
Kaffeepause

16.50-18.10 Uhr:

PANEL 3:
Ausgewählte weitere Hochschulen (Leitung: Johannes Koll, WU Wien)

Juliane Mikoletzky (Technische Universität Wien):
„Säuberungen“ an der Technischen Hochschule Wien

Paulus Ebner (Technische Universität Wien):
Drei Säuberungswellen – Die Hochschule für Bodenkultur 1934-1945

18.10-18.30 Uhr:
Kaffeepause

18.30-20.00 Uhr:
Abschlussvortrag mit Diskussion (Leitung: Peter Berger, WU Wien):
David Barnouw (NIOD. Instituut voor Oorlogs-, Holocaust- en Genocidestudies):
Ein großdeutscher Exportartikel. Nationalsozialistische Hochschulpolitik in den besetzten Niederlanden 1940-1945

Kontakt

Johannes Koll

Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Welthandelsplatz 1, Gebäude D4, 1020 Wien, Österreich
0043131336-4707

johannes.koll@wu.ac.at

Zitation
„Säuberungen“ an Österreichs Hochschulen in der NS-Zeit und ihre Folgen, 20.03.2014 Wien, in: H-Soz-Kult, 06.03.2014, <www.hsozkult.de/event/id/termine-24369>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.03.2014
Beiträger