Nachkrieg und Medizin in Deutschland im 20. Jahrhundert

Ort
Ulm
Veranstaltungsort
Universität Ulm, Villa Eberhardt, Heidenheimer Straße 80, 89075 Ulm
Veranstalter
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Ulm
Datum
10.06.2014 - 10.06.2014
Von
Silvia Fischer

Zum bereits zweiten Mal wird am Dienstag nach Pfingsten aus heutiger medizinhistorischer Sicht der Frage nachgegangen, wie in Deutschland im „Zeitalter der Weltkriege“ und unmittelbar danach medizinisch-therapeutisch, aber auch sozialpolitisch und gesellschaftlich mit jenen verfahren wurde, die der Krieg gesundheitlich und körperlich oder geistig und seelisch massiv beeinträchtigt als „Versehrte“ entlassen hatte. – Standen bei der ersten Ulmer Tagung „Nachkrieg und Medizin in Deutschland im 20. Jahrhundert“ im Mai 2013 vor allem die Patientensicht, die Selbstwahrnehmung der „Versehrten“, aber auch der gesellschaftliche Umgang mit ihnen, ebenso wie die Perspektive der sie behandelnden Mediziner im Fokus der Vorträge und Diskussionen, werden diesesmal vor allem die Behandlungsversuche verletzter und erkrankter Soldaten anhand von Krankenakten beleuchtet, ihr eigenes, teilweise extremes, deviantes Verhalten beschrieben sowie handelnde Gruppen von Ärzten kollektivbiographisch untersucht.

Die Veranstalter freuen sich, mit dieser Tagung die Fortsetzung zur letztjährigen, positiv aufgenommenen Tagungsidee bieten zu dürfen und mögliche Impulse zu einer Reihe weiterer Ulmer Veranstaltungen zum Thema Nachkrieg und Medizin setzen zu können.

Programm

16.15 – 16.30 Uhr: Begrüßung
Prof. Dr. med. Heiner Fangerau, Direktor Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, und Dr. phil. Peter Steinkamp, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

Erster Weltkrieg

16.30 – 17.00 Uhr: Vortrag und Diskussion:
Niko Amend, cand. med. (Ulm): Giftgas! – Die Behandlung von kampfstoffverletzten deutschen Soldaten

17.00 – 17.30 Uhr: Vortrag und Diskussion:
Dr. phil. Peter Steinkamp (Ulm): Die Spanische Grippe im Spiegel von Krankenakten. – Zur Behandlung erkrankter deutscher Soldaten

17.30 – 18.00 Uhr: Erfrischungspause

Zweiter Weltkrieg

18.00 – 18.30 Uhr: Vortrag und Diskussion:
Dr. phil. Claudia Bade (Berlin/Hamburg): Projektskizze einer Gruppenbiographie von Truppenärzten der Wehrmacht

18.30 – 19.00 Uhr: Vortrag und Diskussion:
Philipp Rauh, M.A. (Erlangen/Freiburg): Sadisten, Weltanschauungstäter oder ganz normale Deutsche? KZ-Ärzte im Spiegel der nationalsozialistischen Täterforschung

19.00 – 19.30 Uhr: Vortrag und Diskussion:
Dr. phil. Peter Steinkamp (Ulm): Am Krieg zerbrochen. – Extremes Handeln von Kriegstraumatisierten in den Vierziger- bis Sechzigerjahren

19.30 – 19.45 Uhr: Ausklang und Verabschiedung

Kontakt

Peter Steinkamp

Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Ulm, Frauensteige 6, 89075 Ulm
0731 500 39917

silvia.fischer@uni-ulm.de

Zitation
Nachkrieg und Medizin in Deutschland im 20. Jahrhundert, 10.06.2014 – 10.06.2014 Ulm, in: H-Soz-Kult, 13.05.2014, <www.hsozkult.de/event/id/termine-24942>.
Redaktion
Veröffentlicht am
13.05.2014
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