Bekenner, Bekennen und Bekenntnis. Zugänge zu den Konfessionskulturen der Frühen Neuzeit. 5. Erlangener Sommerkurs zur Reformationsgeschichte

Ort
Erlangen
Veranstaltungsort
Erlangen
Veranstalter
Prof. Dr. Birgit Emich / Dr. Natalie Krentz Lehrstuhl für Neuere Geschichte I, Universität Erlangen-Nürnberg
Datum
27.07.2015 - 30.07.2015
Bewerbungsschluss
31.05.2015
Von
Natalie Krentz

Mit dem Thema „Bekenner, Bekennen und Bekenntnis: Zugänge zu den Konfessionskulturen der Frühen Neuzeit“ veranstaltet der Lehrstuhl für Neuere Geschichte I der Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Birgit Emich/ Dr. Natalie Krentz) in diesem Jahr den bereits fünften Sommerkurs zur Reformationsgeschichte. Der Kurs wird vom 27. bis zum 30. Juli 2015 in Erlangen stattfinden und richtet sich an Postdocs, Promovierende und fortgeschrittene Studierende, die im Umfeld des Themas arbeiten oder einfach Interesse an der Reformations- und Konfessionsgeschichte haben. Unter der Leitung ausgewiesener Experten − zugesagt haben Stefan Ehrenpreis, Daniel Gehrt, Anja-Silvia Göing, Henning Jürgens, Christian Kühner, Elizabeth M. Plummer, Manfred Pirner und Christiane Witthöft − wird das Kursthema gemeinsam erarbeitet und diskutiert.
Bekenntnisse waren in der Frühen Neuzeit von zentraler Bedeutung: Die Unterteilung der Gesellschaft in konfessionelle Großgruppen, die sich über ihr jeweiliges Bekenntnis, die Confessio, definierten, gaben dem konfessionellen Zeitalter seinen Namen; die Bekenntnisschriften selbst, also etwa die Confessio Augustana des Luthertums oder die Professio Fidei der katholischen Kirche, mussten nicht nur von Pfarrern, sondern auch von Inhabern weltlicher Ämter und sogar von Mitgliedern der Universitäten mit einem Treueid beschworen werden. Akte des Bekennens, mit denen sich einzelne Akteure zu einer Bekenntnisgemeinschaft zugehörig zeigten, wurden zwar immer wieder verlangt, konnten aber auch in gänzlich anderen Medien und Formen erfolgen als allein durch Text und Eid. Bekennen gehörte damit auch zum Alltag der Menschen. Dazu zählten das Bekennen der eigenen Sündhaftigkeit unter der Beichte, der konfessionell geprägte Unterricht in Schulen und Universitäten sowie vielfältige kirchliche und weltliche Rituale und auch einfache Handlungen des täglichen Lebens. Insgesamt eröffnet die Frage nach den Bekenntnissen, den Bekennern und den Akten des Bekennens einen Zugang zu den unterschiedlichen Konfessionskulturen der Frühen Neuzeit.
Die Themen werden jeweils unter der Leitung einschlägig forschender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Vorträgen und Diskussionen gemeinsam erarbeitet. Das Programm besteht aus Fachvorträgen und gemeinsamen Arbeitseinheiten, ebenso ist eine Exkursion geplant. Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen die Gelegenheit erhalten, eigene Projekte vorzustellen. Der Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Diskussion, zu deren Vorbereitung ein Reader erstellt wird.

Wenn Sie Interesse haben, an dem Kurs teilzunehmen, richten Sie bitte eine formlose Bewerbung mit Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben bis zum 31. Mai 2015 an natalie.krentz@fau.de Falls Sie ein Projekt vorstellen möchten, fügen Sie bitte eine kurze Projektskizze bei. Bewerbungen ohne eigene Projektskizze sind ebenfalls sehr willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos und für eine Unterkunft in Erlangen wird gesorgt.

Kontakt

Natalie Krentz

Department Geschichte, Kochstraße 4, 91052 Erlangen

09131 85 23937

natalie.krentz@fau.de

Zitation
Bekenner, Bekennen und Bekenntnis. Zugänge zu den Konfessionskulturen der Frühen Neuzeit. 5. Erlangener Sommerkurs zur Reformationsgeschichte, 27.07.2015 – 30.07.2015 Erlangen, in: H-Soz-Kult, 21.04.2015, <www.hsozkult.de/event/id/termine-27760>.