Xenophobe Diskurse in Deutschland und Polen im Kontext des europäischen Kommunikationsraums

Ort
Jena
Veranstalter
Aleksander Brückner Zentrum für Polenstudien/Friedrich-Schiller-Universität in Jena
Datum
15.06.2017 - 16.06.2017
Bewerbungsschluss
01.04.2017
Von
Aleksander Brückner Zentrum für Polenstudien

Call for Papers: Internationaler Workshop “Xenophobe Diskurse in Deutschland und Polen im Kontext des europäischen Kommunikationsraums”

Termin: 15-16.06.2017, Jena Friedrich-Schiller-Universität in Jena
Konzept: PD Dr. hab. Vladislava Warditz

Der interdisziplinär ausgerichtete Workshop befasst sich mit einem virulenten Thema der europäischen Gegenwart, nämlich mit stereotypisierten Vorstellungen des Eigenen und des Fremden, die nicht selten in Xenophobie münden. Verwurzelt in der archaischen Mythologie und Folklore, sind diese Vorstellungen in verschiedenen Ausdrucksformen moderner Kulturen, wie in Sitten und Bräuchen, Glaubensvorstellungen und Vorurteilen, bis heute verankert. Sie treten in Alltagssituationen in Erscheinung, werden aber auch immer wieder im publizistischen und populistischen Diskurs funktionalisiert bzw. instrumentalisiert. Daher soll sich der geplante Workshop mit aktuellen xenophoben Diskursen aus der Sicht unterschiedlicher Disziplinen, insbesondere der Linguistik, Soziologie, Politikwissenschaft, Kulturanthropologie und Geschichtswissenschaft, auseinandersetzen und die Prinzipien ihrer Konstruktion offenlegen.
Neben der Analyse sprachlich und kulturell verankerter archaischer Muster (Matrizen) der Grenzziehung zwischen dem Eigenen und dem Fremden soll die Frage nach deren aktuellen Begründungen und Bedeutung für die gesellschaftlichen Akteure (z.B. Parteiengefüge, Wahlverhalten, gesellschaftliche Integration) aufgeworfen werden.
In diesem Kontext sind Analysen des interkulturellen Austauschs, der Sprache der Massenmedien, des Jugendjargons sowie der Kommunikation in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft heute und in der Vergangenheit als Untersuchungsgegenstand willkommen.

Ziel des Workshops ist der Austausch und die Vernetzung in einem interdisziplinären Zusammenhang, der neue Fragestellungen für das bereits etablierte Forschungsfeld „Polen in seinen europäischen und internationalen Verflechtungen“ am Aleksander-Brückner-Zentrum aufwirft.

Zur aktiven Teilnahme am Workshop schicken Sie bitte ein Abstract und einen Kurzlebenslauf (Gesamtumfang: ca. 2000 Zeichen) bis zum 01.04.2017 an christoph.maisch@uni-jena.de. Eine Bestätigung über die Annahme Ihrer Präsentation erhalten Sie bis zum 10.04.2017. Arbeitssprachen sind Englisch und Deutsch.

Reise- und Unterkunftskosten werden (vorbehaltlich der Mittelzusage, die im März 2017 erwartet wird) von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung getragen.

Kontakt

Christoph Maisch

Friedrich-Schiller-Universität Leutragraben 1 Raum 08S08 D-07743 Jena

+49 (0) 3641 / 9-44704

christoph.maisch@uni-jena.de

Zitation
Xenophobe Diskurse in Deutschland und Polen im Kontext des europäischen Kommunikationsraums, 15.06.2017 – 16.06.2017 Jena, in: H-Soz-Kult, 19.03.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-33568>.
Redaktion
Veröffentlicht am
19.03.2017
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Land Veranstaltung