Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 2018: Themenband „Sprache“

Ort
Oldenburg
Veranstalter
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Datum
16.06.2017
Bewerbungsschluss
16.06.2017
Von
PD Dr. Beate Störtkuhl

cfa - Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 2018: Themenband „Sprache“

Historische Wandlungsprozesse und aktuelle Erscheinungsformen von Sprachen sind ein Spiegel sozialer und kultureller Gegebenheiten. Dies gilt insbesondere auch für die Interferenzen von Sprachen und Gesellschaften in multilingualen Räumen. Die Zusammenhänge zwischen Sprache und regionalen oder lokalen Zugehörigkeiten sowie den Nationaldiskursen seit dem 19. Jahrhundert und die damit einhergehenden Sprachkontakte und -konflikte eröffnen ein weit gestecktes Forschungsfeld. Angesichts der Rolle von Sprache als Deutungs- und Herrschaftsinstrument für Politik, Kultur und Gesellschaft hat die Untersuchung von Sprachen und ihren Bezügen zu sozialen Gruppen und Gemeinschaften (z. B. Minderheiten) eine herausgehobene Bedeutung in regionalgeschichtlichen Diskursen. Vor diesem Hintergrund sind auch staatliche Positionierungen (Sprachförderung, Institutionalisierung, gesetzliche Rahmenbedingungen, Sanktionierungen) gegenüber Sprachen und Sprechergruppen aufschlussreich.

Der Themenband „Sprache“ des Jahrbuchs des Bundesinstituts will das skizzierte Fragenspektrum am Beispiel der deutschen Sprache im östlichen Europa und ihrer Wechselbeziehungen mit den umgebenden Sprachen in Geschichte und Gegenwart erörtern.
Erwünscht sind Beiträge, die sich mit historischen oder aktuellen Ausformungen des Deutschen im östlichen Europa befassen. Dabei können theoretische, methodologische, historische oder sprachsoziologische Fragestellungen aufgegriffen werden. Als Themen in Betracht kommen auch die Situation der deutschen Sprache im östlichen Europa vor und nach 1945 sowie ihre Entwicklung bis zur Gegenwart. Texte, die sich mit dem Forschungsstand zu bestimmten Fragen auseinandersetzen, sind ebenfalls willkommen.

Mögliche Themenschwerpunkte sind:
- Forschungspositionen und -desiderate, neuere methodologische Zugänge
- Sprachgeschichte
- Sprachkontaktforschung (z. B. Lehnwortforschung, Mehrsprachigkeit, Interferenzen, Mischsprachen)
- Varietätenlinguistik, Dialektforschung
- Sprache und Zugehörigkeiten/Identitäten (Regional-, Stadt- und Gruppensprachen, Genderfragen)
- Sprache und Minderheiten
- Sprachenpolitik
- Sprache und Ideologie (z. B. Sprachpurismus, Nationalsozialismus, Kommunismus)
- Deutsch als überregionale Sprache
- Aktuelle Situation des Deutschen

Bitte senden Sie ein Exposé (max. 2.400 Zeichen) Ihres geplanten (unveröffentlichten) Beitrags, dazu einen kurzen Lebenslauf mit Angaben zu Ihrer derzeitigen Tätigkeit bis zum 16. Juni 2017 an nachstehenden Kontakt.

Bei Annahme des Vorschlags erbitten wir die Einsendung des druckreifen Textes (max. 50.000 Zeichen) bis zum 31. Dezember 2017. Das Stylesheet des Bundesinstituts wird den Autorinnen und Autoren vorab zugesandt.

Kontakt

Dr. Jens Stüben, BKGE, Oldenburg
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte
der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147 a
26127 Oldenburg

Tel. 0441 96195-15

jens.stueben@bkge.uni-oldenburg.de

Zitation
Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 2018: Themenband „Sprache“, 16.06.2017 Oldenburg, in: H-Soz-Kult, 19.05.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-34189>.