Perspektiven des Bergbauerbes im Museum: Vernetzung, Digitalisierung, Forschung

Ort
Bochum
Veranstaltungsort
Technische Hochschule Georg Agricola, Studierendenzentrum, Gebäude 3 / Eingang C, Herner Straße 45, 44787 Bochum
Veranstalter
Montanhistorisches Dokumentationszentrum, Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Datum
16.11.2017 - 18.11.2017
Bewerbungsschluss
23.10.2017
Von
Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok) am Deutschen Bergbau-Museum Bochum (DBM)

Die wissenschaftliche Tagung des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) am Deutschen Bergbau-Museum Bochum (DBM) bilanziert die Ergebnisse aus dem inzwischen abgeschlossenen Projekt "Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung" zur Erfassung des materiellen Erbes des deutschen Steinkohlenbergbaus sowie seiner Museen und Sammlungen. Die Tagung wagt zudem einen Blick in die Zukunft bergbaulicher Sammlungen und Sammlungskonzepte nach 2018.
Wenn Ende 2018 die letzten beiden deutschen Steinkohlenzechen stillgelegt werden, stellt sich nach Jahrhunderten der u. a. landschaftlichen Prägung durch den Steinkohlenbergbau verstärkt die Frage nach dem Erhalt der materiellen Hinterlassenschaften des Bergbaus als wichtigen Zeugnissen vergangener Lebens- und Arbeitswelten. Zeugnisse dieser Art finden sich über ganz Deutschland hinweg verstreut.
Doch wer sind die Sammlungsträger und wie sieht die Zukunft dieser Sammlungen aus? Welche Möglichkeiten bestehen, sich untereinander zu vernetzen? Wie lassen sich einheitliche Standards bei der Erfassung, Dokumentation und Digitalisierung von Sammlungsgut aufstellen? Und nicht zuletzt: Wie lassen sich die Bergbausammlungen für die Forschung (digital) erschließen und zugänglich machen?
Um darauf Antworten zu finden, sollen Fallbeispiele sowohl aus Sicht einzelner Museen als auch aus den am Bergbau interessierten historischen und kulturwissenschaftlichen Disziplinen diskutiert werden.
Im Rahmen der Tagung werden wichtige Ergebnisse des Forschungsprojektes präsentiert - darunter eine eigene Website für Bergbausammlungen.
Die dreitägige Tagung richtet sich an Historiker, Kulturwissenschaftler, Sammlungsforscher und Wissenschaftler benachbarter Disziplinen sowie Mitarbeitende aus Museen aus Bereichen wie Sammlung, Dokumentation, Konservierung oder Digitalisierung. Anmeldefrist ist der 23. Oktober 2017.
Die Tagung des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) wird im Rahmen des Projektes "Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung" veranstaltet. Projekt und Tagung werden unterstützt durch die RAG-Stiftung.

Anmeldung
Um Anmeldung zur Tagung wird bis zum 23. Oktober 2017 per E-Mail an Dr. Stefan Siemer gebeten: stefan.siemer@bergbaumuseum.de

Tagungsort
Technische Hochschule Georg Agricola, Studierendenzentrum, Gebäude 3 / Eingang C, Herner Straße 45, 44787 Bochum

Anreise
Mit dem ÖPNV: Ab Bochum Hauptbahnhof fahren Sie mit der U35 CampusLinie Richtung Herne bis zur Haltestelle "Deutsches Bergbau-Museum" (2. Haltestelle vom HBF aus). Der Ausgang zur Technischen Hochschule ist ausgeschildert.
Über die Autobahn: Sie fahren über die A 40 Dortmund-Essen, Abfahrt Bo-Zentrum, Richtung Zentrum auf die Herner Straße bis zur Eisenbahnbrücke. Direkt nach der Brücke biegen Sie rechts in den Schwarzen Weg ein. Dort befindet sich die Einfahrt zu den Parkplätzen der Hochschule.

Übernachtung
Für die Buchung von Hotelzimmern nutzen Sie bitte die Angebote von: Bochum Marketing

Programm

Programm

Donnerstag, 16. November 2017

ab 13:00 Uhr - Anmeldung & Kaffee

14:00-14:30 Uhr - Begrüßung & Grußworte
Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum
Peter Schrimpf, RAG Aktiengesellschaft (angefragt)
Prof. Dr. Berhard Graf, Institut für Museumsforschung, Berlin

14:30-16:00 Uhr - Panel I: Das Projekt "Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung" (GBGV)
Moderation: Prof. Dr. Stefan Brüggerhoff, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum
Dr. Michael Farrenkopf, montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum: Das materielle Kulturerbe des Steinkohlenbergbaus – Strategien aus der Sicht des Deutschen Bergbau-Museums Bochum
Dr. Stefan Siemer, montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum: Die Erfassung der Vielfalt. Museen und Sammlungen zum Steinkohlenbergbau in Deutschland

16:00- 16:30 Uhr - Kaffeepause

16:30-18:00 Uhr - Panel II: Die Erschließung des Bergbauerbes im Projekt "Getrenntes Bewahren – Gemeinsame Verantwortung" (GBGV)
Moderation: Dr. Michael Farrenkopf, montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum
Dr. Michael Ganzelewski, montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum: Die Musealen Sammlungen im Montanhistorischen Dokumentationszentrum: Entwicklung und Perspektiven
Claus Werner, montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum: Sammlungsklassifikation und Objektnamenthesaurus zur Bergbautechnik am DBM
Dr. Stefan Przigoda montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum: Ein Webportal für das materielle Kulturerbe des Steinkohlenbergbaus – Die Entwicklung von www.bergbau-sammlungen.de

18:30 Uhr - Bergbauerbe 2.0 - oder: Warum muss ein Walzenschrämlader ins
Netz? Eine Podiumsdiskussion zu zeitgemäßer Wissensvermittlung und Forschungsinfrastrukturen
mit Launch der Website www.bergbau-sammlungen.de

ab 19:30 Uhr - abendliches Get-together mit Buffet und Poster-Präsentation der GBGV-Sammlungen

Freitag, 17. November 2017

ab 08.30 Uhr - Anmeldung

09:00-11:00 Uhr - Panel III: Bergbausammlungen an öffentlichen Museen
Moderation: Prof. Theo Grütter, Ruhr Museum, Essen
Dr. Thomas Schürmann, Volkskundliche Kommission für Westfalen, Münster: Sammeln in Bergbaumuseen und Schaubergwerken
Dr. Andreas Gundelwein, Deutsches Museum, München: Die bergbauliche Sammlung im Deutschen Museum
Dr. Dagmar Kift & Olge Dommer, LWL-Industriemuseum, Dortmund: Bergbau sammeln im LWL-Industriemuseum
Jan Färber, Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge, Oelsnitz: Das Sächsische Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge und seine Sammlungen

11:00-11:30 Uhr - Kaffeepause

11:30-13:15 Uhr - Panel IV: Perspektiven von Vereinssammlungen
Moderation: Dr. Walter Hauser, LVR-Industriemuseum, Oberhausen
Manfred Reis, Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein Kamp-Lintfort e.V., Kamp-Lintfort: Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein in Kamp-Lintfort
Wolfgang Imbsweiler, Saarländisches Bergbaumuseum, Bexbach: Das Saarländische Bergbaumuseum Bexbach mit Untertageanlage
Christan Israel, Bergbaumuseum Ibbenbüren, Ibbenbüren & Dr. Thomas Schürmann, Volkskundliche Kommission für Westfalen, Münster: Das Bergbaumuseum Ibbenbüren
Martin Gernhardt, Initiativkreis Bergwerk Consolidation e.V., Gelsenkirchen: Bergbaudinosaurier und Aktenberg. Der Initiativkreis Bergwerk Consol

13:15- 14:30 Uhr - Mittagsimbiss

14:30-15:30 Uhr - Panel V: Konservierung und Restaurierung des Bergbauerbes - Herausforderung und Chancen
Moderation: Norbert Tempel, LWL-Industriemuseum, Dortmund
Kornelius Götz, Büro für Restaurierungsberatung Götz-Lindlar GbR, Meitingen: "Vor der Hacke ist es duster!" – Zur Konservierung und Restaurierung von Bergbau-Objekten
Dr. Elena Gómez Sánchez, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum: Materialanalyse und Konservierung von Industrie-Kulturerbe: Risiken und Chancen des Materials Kunststoff in Museen

15:30-16:00 Uhr - Kaffeepause

16:00-17:30 Uhr - Panel VI: Vernetzung und Digitalisierung von musealen Sammlungen Moderation: Dr. Jörg Zaun, Technische Universität Dresden, Dresden
Frank von Hagel, Institut für Museumsforschung, Berlin: Vernetzt im Netz. Wohin mit den "eigenen" Objektdaten?
Georg Hohmann, Deutsches Museum, München: Form folgt Funktion: Methoden und Instrumente zur Vernetzung von Daten des kulturellen und technischen Erbes
Pedro Santos, Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung, Darmstadt: Autonome 3D-Scansysteme – Lösungen der 3D-Digitalisierung großer Sammlungen

ab 19:00 Uhr gemeinsames Abendessen

Samstag, 18. November 2017

09:00-11:00 Uhr - Panel VII: Forschung an historischen Objekten | Material Culture
Moderation: Dr. Stefan Siemer, montan.dok/Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum
Dr. Jochen Hennig, Humboldt-Universität zu Berlin: Gestaltung von Infrastrukturen: Zum Konzept eines Objektlabors für die Sammlungen der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Helmuth Albrecht, Technische Universität Bergakademie Freiberg, Freiberg: Mobil versus In Situ? – Artefakte als historische Quelle in der Industriearchäologie
Prof. Dr. Helmut Maier, Ruhr-Universität Bochum, Bochum: Bergbauerbe als Teil einer historischen Werkstoff-Forschung
PD Dr. Stefan Schulz, Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität Bochum, Bochum: Ein Bluttransfusionsgerät aus Kunstbernstein und das Netzwerk "Bergbau" – Forschung an Bergbauobjekten

11:00-11:30 Uhr - Kaffeepause

11:30-13:00 Uhr - Panel VIII: Forschung an historischen Objekten | Authentizität und Erinnerungskultur
Moderation: Dr. Dagmar Kift, LWL-Industriemuseum, Dortmund
Prof. Dr. Hans-Peter Hahn, Goethe-Universität, Frankfurt am Main: Materielle Kultur als Zeuge der Geschichte? Zum fragwürdigen Status von Überresten als Quelle historischer Rekonstruktion
Dr. Achim Saupe, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Potsdam & Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität: Kumpel, Kaue und Keilhaue: Historische Authentizität und Erinnerungskultur
Dr. Andreas Ludwig, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Potsdam: Erinnerungslandschaften. Über die Musealisierung von Individualitäten, Dingausstattungen und Infrastrukturen

13:00-13:30 Uhr - Tagungsabschluss & Schlussworte
Dr. Torsten Meyer & Dr. Michael Farrenkopf, Deutsches Bergbau-Museum Bochum, Bochum

13:30-14:00 Uhr - Imbiss

Sie erhalten das Tagungsprogramm auch als Flyer zum Download unter www.bergbaumuseum.de/gbgv-tagung

Kontakt

Stefan Siemer

Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
+49 (0) 234 5877 158

stefan.siemer@bergbaumuseum.de

Zitation
Perspektiven des Bergbauerbes im Museum: Vernetzung, Digitalisierung, Forschung, 16.11.2017 – 18.11.2017 Bochum, in: H-Soz-Kult, 11.09.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-34958>.
Redaktion
Veröffentlicht am
11.09.2017
Klassifikation
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