Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte

Ort
Eichstätt
Veranstaltungsort
Öffentlicher Teil: Spiegelsaal in der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz, Residenzplatz 1, 85072 Eichstätt; Tagung: Priesterseminar Eichstätt, Leonrodplatz 3, 85072 Eichstätt
Veranstalter
Prof. Dr. Waltraud Schreiber, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt; Prof. em. Dr. Béatrice Ziegler, Pädagogische Hochschule FH Nordwestschweiz; Prof. Dr. Christoph Kühberger, Universität Salzburg
Datum
15.11.2017 - 17.11.2017
Von
Matthias Hirsch

Die geschichtsdidaktische Community hat auf der Grundlage des narrativen Geschichtsverständnisses eine intensive Phase breit angelegten Arbeitens zum Historischen Lernen unter der Perspektive
der Kompetenzorientierung hinter sich. An der Tagung werden zehn Jahre intensive Forschungsarbeit unter dem Paradigma eines narrativ-konstruktivistischen Geschichtsverständnisses und der darauf bezogenen Kompetenzorientierung resümiert. Anlass für die Tagung ist zwar die Publikation des Kompetenzstrukturmodells, das die FUER-Gruppe vor zehn Jahren vorlegte, Absicht ist aber, mit der Tagung in breitem Austausch das Geleistete zu bilanzieren und weiter zu denken. Es sollen die zentralen Herausforderungen für Forschung und Pragmatik für die kommenden 10 Jahre angesprochen und diskutiert werden.

Die Anmeldung für die Tagung ist ab sofort auf der Website gdt-eichstaett.de möglich. Die Website bietet sukzessive weitere Informationen zur Tagung und zusätzliche Details zu den einzelnen Vorträgen und Workshops. Auch das Tagungsprogramm wird dort laufend präzisiert.

Programm

Mittwoch, 15. November 2017 (öffentlich)

16.00 – 16.30: Eintreffen

16.30 – 17.30: Postersession, Einführung und Gespräche
Prof. Dr. Waltraud Schreiber, KU Eichstätt-Ingolstadt und die präsentierenden NachwuchswissenschaftlerInnen

Abendanlass: Welche Bedeutung hat historisches Denken / Kompetenzorientierung in unterschiedlichen Feldern?

18.00 – 18.15: Begrüßung zum Abendanlass
Prof. Dr. Waltraud Schreiber, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

18.15 – 18.30: Die Perspektive der Geschichtsdidaktik
Prof. Dr. Thomas Sandkühler, Vorsitzender der Konferenz für Geschichtsdidaktik

18.30 – 18.45: Die Perspektive der Bildungspolitik
Ministerialdirektor Herbert Püls (Bayern), KMK, Vorsitzender der Amtschefs-Kommission „Qualitätssicherung in Schulen“

18.45 – 19.00: Die Perspektive der Geschichtswissenschaft
NN

19.00 – 19.15: Die Schulperspektive: Kompetenzorientierung im Geschichtsunterricht – Bilanz und Perspektiven
Prof. Dr. Roland Wolf, Mitglied des Bundesvorstands des Verbands Geschichtslehrer Deutschlands und Vorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg

19.15 – 19.30: Die Perspektive der internationalen geschichtsdidaktischen Forschung
Prof. Dr. Carla van Boxtel, Universität Amsterdam

19.30 – 19.45: „Vom Nutzen und Sinn der Geschichte für das Leben“. Gedenkstätten als außerschulische Lernorte der Demokratie
Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer

19.45 – 20.00: Innenblicke: Die FUER-Gruppe in wissenssoziologischer Perspektive
Prof. Dr. Béatrice Ziegler, ehem. Pädagogische Hochschule FH Nordwestschweiz, Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik Aarau (ZDA)

20.00 – 20.15: Abschließende Diskussion
Prof. Dr. Waltraud Schreiber

Donnerstag, 16. November 2017

1. Konzeptionen Historisches Denken / Kompetenzorientierung
Moderation: Prof. Dr. Martin Lücke, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

09.00 – 09.05: Begrüßung und Einleitung
Prof. Dr. Martin Lücke, Freie Universität Berlin

09.05 – 09.35: Keynote: Narrative Kompetenz
Prof. Dr. Michele Barricelli, Ludwig-Maximilians-Universität München

09.35 – 10.05: Keynote: Kompetenzstruktur „FUER Modell“
Prof. Dr. Andreas Körber; Universität Hamburg

10.05 – 10.35: Fokus-Diskussion, insbesondere bezogen auf die Felder der Weiterentwicklung
Prof. Dr. Martin Lücke, Freie Universtität Berlin

10.35 – 11.00: Pause

11.00 – 12.00: Parallele Sektionen (Sektionszuschnitt: Vortragssektionen)

Sektion I
Moderation: Prof. Dr. Sebastian Barsch, Universität Kiel

Diversität
Prof. Dr. Bettina Alavi, Pädagogische Hochschule Heidelberg
Prof. Dr. Martin Lücke, Freie Universität Berlin

Emotionale und ästhetische Zugänge zur Historie – unvermeidliche und
kompetenzrelevante Anteile des Geschichtslernens
Prof. Dr. Bodo von Borries, Universität Hamburg

Sektion II
Moderation: Prof. Dr. Nicola Brauch, Ruhr-Universität Bochum

Historische Begriffe
Prof. Dr. Jörn Rüsen, Essen

Wie die Würmer in den Käse und der Sinn in die Geschichte kommen
Prof. Dr. Wolfgang Hasberg, Universität zu Köln

Sektion III
Moderation: Martin Nitsche, Pädagogische Hochschule FH Nordwestschweiz

Sprachsensibilität im Geschichtsunterricht
Prof. Dr. Saskia Handro, Universität Münster

Sprache und Geschichtsunterricht
Prof. Dr. Holger Thünemann, Universität zu Köln
Dr. Manuel Köster, Universität zu Köln

2. Historisch denken lernen durch Geschichtsunterricht. Zwischenhalte und Felder der Weiterentwicklung
Moderation: Prof. Dr. Charlotte Brühl-Gramer, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg

13.30 – 13.35: Begrüßung und Einleitung
Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg

13.35 – 14.10: Keynote: Mit Geschichtsschulbüchern historisch Denken lernen – Erkenntnisse aus dem CAOHT-Projekt
Prof. Dr. Christoph Kühberger, Dr. Roland Bernhard, Universität Salzburg

14.15 – 14.50: Keynote: Metakognition im Geschichtsunterricht. Ein Beitrag zur Diskussion über
Unterrichtsqualität
Prof. Dr. Meik Zülsdorf-Kersting, Universität Osnabrück

14.55 – 15.30: Keynote: «Reformstudie Belgien» und Konsequenzen für Theorie, Pragmatik und Empirie
Prof. Dr. Waltraud Schreiber, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

15.30 – 16.00: Fokus-Diskussion, insbesondere bezogen auf die Überlegungen zu „Konsequenzen“
Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg

16.00 – 16.30 Pause

16.35 – 17.00 / 17:05 – 17:30: Parallele Sektionen (Sektionszuschnitt: Forum Entwicklungsprojekte)
Berichterstattung Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer

Sektion I
Arbeiten wie Historiker (Quellenkritik und historische Kontextualisierung am Beispiel „Tagebuch der Anne Frank“)
Prof. Dr. Nicola Brauch, Ruhr-Universität Bochum

Sektion II
Historische Orientierung durch Spielfilmanalyse: Praxisbewährte Aufgabenformate und Perspektiven für die Weiterentwicklung
Mag. Dr. Heinrich Ammerer, Universität Salzburg

Sektion III
Auf die Diversität der Schülerschaft eingehen (am Beispiel eines digitalen Schulbuchs „mBook gemeinsames Lernen“)
PD Dr. Marcus Ventzke, Institut für Digitales Lernen, Eichstätt

Sektion IV
Risikokompetenz oder historische Orientierung? Zur Verortung der Gedenkstättenarbeit heute.
Prof. Dr. Alfons Kenkmann, Universität Leipzig

Sektion V
e-Book – eine Entwicklung und ihre Perspektiven
Dr. Rebecca Quick, Universität Duisburg-Essen
Sven Neeb, Universität Duisburg-Essen

Freitag, 17. November 2017

3. Lehrerbildung: Historisch denken lernen – Historisch denken lehren. Zwischenhalte und Felder der Weiterentwicklung
Moderation: Prof. Dr. Christian Kuchler, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

09.00 – 09.05: Begrüßung und Einleitung
Prof. Dr. Christian Kuchler, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

09.05 – 09.35: Keynote: Die Ergebnisse von „VisuHist“ und die Folgen
Prof. Dr. Monika Waldis, Pädagogische Hochschule FH Nordwestschweiz, Aarau

09.35 – 10.05: Keynote: Effektive Kompetenzdiagnose in der Lehrerbildung (EKoL) – theoretische Modellierung und empirische Erfassung von fachdidaktischem Wissen und Können bei angehenden Geschichtslehrkräften
Dr. Mario Resch, Pädagogische Hochschule Heidelberg

10.05 – 10.30: Fokus-Diskussion, insbesondere bezogen auf die Überlegungen zu „Folgen“
Prof. Dr. Christian Kuchler, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

10.30 – 11.00 Pause

11.00 – 12.00: Parallele Sektionen (Sektionszuschnitt: Workshops)

Sektion I

„Obwohl ich nicht Geschichte unterrichten werde…“ – Geschichtskultur als Impuls historischen Denkens
Prof. Dr. Christine Pflüger, Universität Kassel

Sektion II
Fachdidaktisches und fachliches Wissen verbinden
Prof. Dr. Monika Fenn, Universität Potsdam

Sektion III
Holocaust Education – historisch denken lehren
Prof. Dr. Peter Gautschi, Pädagogische Hochschule Luzern

Sektion IV
Historisch denken lehren in inklusiven Klassen
Prof. Dr. Sebastian Barsch, Universität Kiel

4. Kompetenzausprägungen empirisch erfassen
Moderation: Prof. Dr. Holger Thünemann, Universität zu Köln

13.30 – 13.35: Begrüßung und Einleitung
Prof. Dr. Holger Thünemann, Universität zu Köln

13.35 – 14.05: Keynote: HiTCH. Bildungsforscher und Geschichtsdidaktiker messen historische Kompetenz
Prof. Dr. Johannes Meyer-Hamme, Universität Paderborn
Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Hector-Institut, Universität Tübingen

14.05 – 14.35: Keynote: Essayaufgaben als Möglichkeit der Erfassung historischer Urteilskompetenz von Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projekts „Adaptive Lernaufgaben in Geschichte“ (ALGe)
Prof. Dr. Andreas Michler, Universität Passau
Prof. Dr. Jutta Mägdefrau, Universität Passau

14.35 – 15.05: Fokussierte Diskussion zu Empirie und Geschichtsdidaktik
Prof. Dr. Holger Thünemann, Universität zu Köln

15.05 – 15.30: Pause

15.30 – 16.00: Parallele Sektionen (Sektionszuschnitt: Methodenvorträge)

Sektion I
Qualitative Methoden: Schüler-Interviews inhaltsanalytisch erschließen
Stefanie Zabold, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Moderation: Johannes Meyer-Hamme, Universität Paderborn

Sektion II
Qualitative Methoden: Maturaaufgaben inhaltsanalytisch erschließen
Prof. Dr. Irmgard Plattner, Pädagogische Hochschule Innsbruck
Moderation: Prof. Dr. Peter Gautschi, Pädagogische Hochschule Luzern

Sektion III
Quantitative Methoden: Zeitzeugenstudie
Prof. Dr. Christiane Bertram, Universität Konstanz
Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Hector-Institut, Universität Tübingen
Moderation: Prof. Dr. Andreas Körber, Universtität Hamburg

Sektion IV
Methoden-Triangulation oder Mixed Methods
Prof. Dr. Carla van Boxtel, Universität Amsterdam
Moderation: Prof. Dr. Saskia Handro, Universität Münster

Sektion V
Forschungspraxis mit Unterrichtsvideografien
Dr. Matthias Martens
Moderation: Prof. Dr. Monika Waldis, Pädagogische Hochschule FHNW

Kontakt

Für inhaltliche Fragen sind vorrangig Waltraud Schreiber (waltraud.schreiber@ku.de) und Stefanie Zabold (stefanie.zabold@ku.de) zuständig; für Fragen zur Postersession Matthias Hirsch (mhirsch@ku.de), für organisatorische Fragen Stefanie Zabold (stefanie.zabold@ku.de).

Zitation
Kompetent machen für ein Leben in, mit und durch Geschichte, 15.11.2017 – 17.11.2017 Eichstätt, in: H-Soz-Kult, 13.09.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-34965>.
Redaktion
Veröffentlicht am
13.09.2017
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