„Von der Monarchie zur Republik“. Forschungsperspektiven zur Demokratiegeschichte in der Frühphase der Weimarer Republik (1918-1923)

Ort
Stuttgart
Veranstaltungsort
Senatssaal der Universität Stuttgart, Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart
Veranstalter
Landesarchiv Baden-Württemberg; Universität Stuttgart, Abteilung Landesgeschichte des Historischen Instituts; Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
Datum
09.11.2017 - 10.11.2017
Bewerbungsschluss
27.10.2017
Von
Dr. Simone Tibelius

Mit dem Beginn der Weimarer Republik verbindet man gemeinhin Ereignisse wie den Matrosenaufstand in Kiel, die Ausrufung der Republik am 9. November 1918 in Berlin oder die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags.
Weniger bekannt als das Geschehen auf Reichsebene ist der demokratische Aufbruch in Baden, Hohenzollern und Württemberg: Wie gestalteten sich die Revolution, das Ende der Monarchien und der Beginn der Demokratie im deutschen Südwesten? Inwiefern beeinflussten Räte- und Frauenbewegungen den demokratischen Umbruch vor Ort? Und wie veränderten sich das Leben an Universitäten und das gesellschaftliche Zusammenleben durch die Integration von Zwangsmigrantinnen und -migranten vor allem aus dem Elsass und Lothringen?
Diese Fragen greift die Tagung auf und rückt regionale Aspekte in den Mittelpunkt.
In drei Sektionen wird die Umbruchzeit von 1918 bis 1923 aus regionalgeschichtlicher Perspektive beleuchtet.
Der Abendvortrag wendet sich dabei speziell an die interessierte Öffentlichkeit.
Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion. In dieser wird erörtert, welchen Beitrag Archive zur Erforschung der Demokratiegeschichte heute leisten können.

Programm

Donnerstag, den 9. November 2017

ERÖFFNUNG

10:30 Begrüßung:
Prof. Dr. Peter Scholz (Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Stuttgart)

Grußworte:
Theresia Bauer MdL (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)
Prof. Dr. Robert Kretzschmar (Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg)
Prof. Dr. Sabine Holtz (Vorsitzende der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg / Universität Stuttgart)

SEKTION I: DIGITALE PRÄSENTATION VON QUELLEN ZUR SÜDWESTDEUTSCHEN DEMOKRATIEGESCHICHTE

Einführung und Moderation:
Prof. Dr. Gerald Maier (Stellvertretender Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg)

11:15 Freischaltung der archivalischen Quellensammlung durch Ministerin Theresia Bauer MdL

Vorstellung der Quellensammlung:
Dr. Andreas Neuburger, Dr. Simone Tibelius, Christina Wolf (Landesarchiv Baden-Württemberg)

12:15 Dr. Florian Brückner (Universität Stuttgart): Zwischen Fortschritt und Blockade – Hohenzollern, Baden und Württemberg im Vergleich 1918–1923

13:00 Gemeinsamer Mittagsimbiss

SEKTION II: REVOLUTION UND POLITISCHER UMBRUCH

Moderation:
Prof. Dr. Sabine Holtz

14:00 Prof. Dr. Ursula Rombeck-Jaschinski (Universität Stuttgart): Überlebte Tradition? – Das Ende der Monarchien in Südwestdeutschland

14:45 Dr. Julian Aulke (Universität Göttingen): Produktion – Konstruktion – Materialität: Raum als mehrdimensionale Analysekategorie zur Erforschung sozialer Unruhen während der Revolution 1918/20

15:30 Kaffeepause

16:00 Prof. Dr. Angela Borgstedt (Universität Mannheim): Die Integration von Zwangsmigranten nach dem Ersten Weltkrieg. Elsässer, Lothringer und andere Flüchtlinge im Südwesten

16:45 Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Universität Münster): Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte in Westfalen 1918/19

ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG
Ort: Tiefenhörsaal der Universität, Keplerstr. 17, M 17.02

18:00 Begrüßung:
Prof. Dr. Sabine Holtz

Prof. Dr. Wolfram Pyta (Universität Stuttgart): Verheißungen und Verwerfungen beim Beginn einer Demokratie – Kulturgeschichtliche Überlegungen zum Start der Weimarer Republik

19:00 Empfang

Freitag, den 10. November 2017

SEKTION III: GESELLSCHAFT IM WANDEL

Moderation:
Dr. Nicole Bickhoff (Landesarchiv Baden-Württemberg)

09:00 Prof. Dr. Sylvia Schraut (Universität München): Schwieriger Übergang oder Bruchlandung? Die bürgerliche Frauenbewegung des Kaiserreichs in der ersten deutschen Demokratie

09:45 Dr. Marco Birn (Kreisarchiv Reutlingen): Studieren in Zeiten des Umbruchs. Akademisches Leben an südwestdeutschen Universitäten zu Beginn der Weimarer Republik

10:30 Kaffeepause

11:00 Prof. Dr. Cord Arendes (Universität Heidelberg): Archivalische Quellen „im Einsatz“: Das Praxisprojekt Geflüchtet, unerwünscht, abgeschoben – „lästige Ausländer“ in der Weimarer Republik

11:30 Laura Moser (Universität Heidelberg): Der Versuch zu bleiben. Einbürgerungsanträge in der Republik Baden

11:45 Dr. Peter Exner (Landesarchiv Baden-Württemberg): Demokratie wagen? Baden 1818–1919: Eine Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg

BEITRÄGE DER ARCHIVE ZUR ERFORSCHUNG DER DEMOKRATIEGESCHICHTE

12:15 Podiumsdiskussion

Moderation:
Prof. Dr. Gerald Maier
Prof. Dr. Sabine Holtz

Diskutantinnen und Diskutanten:
Prof. Dr. Julia Angster (Universität Mannheim)
Dr. Nicole Bickhoff (Landesarchiv Baden-Württemberg, Leiterin des Hauptstaatsarchivs Stuttgart / Vorsitzende des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins e.V.)
Dr. Michael Hollmann (Präsident des Bundesarchivs)
Sven Felix Kellerhoff (Leitender Redakteur der WELT)
Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann (Landesarchiv Baden-Württemberg, Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe)
Dr. Franz-Josef Ziwes (Landesarchiv Baden-Württemberg, Stellvertretender Leiter des Staatsarchivs Sigmaringen)

13:30 Ende der Tagung

Kontakt

Dr. Simone Tibelius

Landesarchiv Baden-Württemberg, Eugenstraße 7, 70182 Stuttgart

0711/212-4287

simone.tibelius@la-bw.de

Zitation
„Von der Monarchie zur Republik“. Forschungsperspektiven zur Demokratiegeschichte in der Frühphase der Weimarer Republik (1918-1923), 09.11.2017 – 10.11.2017 Stuttgart, in: H-Soz-Kult, 25.09.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-35120>.
Redaktion
Veröffentlicht am
25.09.2017
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