150 Jahre Schleswig-Holstein in Preußen

Ort
Friedrichsruh
Veranstaltungsort
Otto-von-Bismarck-Stiftung, Am Bahnhof 2, 21521 Friedrichsruh
Veranstalter
Prof. Dr. Oliver Auge
Datum
01.12.2017 - 01.12.2017
Bewerbungsschluss
26.11.2017
Von
Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

2017 jährt sich die Eingliederung der Herzogtümer Schleswig und Holstein in das Königreich Preußen zum 150. Mal. Von der einen Seite als Schleswig-Holsteins Eintritt in die Moderne bewertet, sieht die andere Seite die Machtübernahme kritisch und verweist dabei auf die damit einhergehenden starken, teils radikalen Veränderungen der hergebrachten soziopolitischen Ordnung.
Die regionalgeschichtlich konzipierte Tagung widmet sich aus diesem Anlass der zentralen Frage nach der Bedeutung dieser Inkorporation für die neue preußische Provinz Schleswig-Holstein in langer Sicht und für das Königreich selbst. Wie implementierten die neuen Machthaber – erfolgreich – ihre politischen Vorstellungen und ihre umfassende Reform- und Modernisierungspolitik in der schleswig-holsteinischen Bevölkerung, die zu Anfang mehrheitlich alles andere als begeistert von der preußischen Machtübernahme war? Wie wirkte sich die neue Verwaltung auf die junge preußische Provinz konkret aus? Welche Veränderungen ergaben sich für die schleswig-holsteinische Bevölkerung und die neu entstandene dänische Minderheit im nördlichen Teil Schleswigs? Dabei werden die Rolle der Kieler Universität genauso wie preußische Einflüsse auf die Architektur und der Stellenwert Kiels für die Kaiserliche Marine in den Blick genommen. Außerdem geht es um die Bedeutung des Herzogtums Lauenburg, das im Jahr 1876 Teil der Provinz Schleswig-Holstein wurde und dem in vielerlei Hinsicht eine Sonderrolle innerhalb dieser Verwaltungseinheit zukam. Mit der Tagung wird die erfolgreiche Zusammenarbeit der Kieler Abteilung für Regionalgeschichte mit der Otto-von-Bismarck-Stiftung fortgesetzt.

Die Tagung wird gefördert von der Otto-von-Bismarck- Stiftung in Friedrichsruh und der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Für die Teilnahme wird eine Anmeldegebühr in Höhe von 10 Euro erhoben.

Programm

Vorläufiges Tagungsprogramm:

09.00 – 09.15 Uhr
Grußwort
Ulrich Lappenküper (Friedrichsruh)

09.15 – 09.30 Uhr
Einführung
Oliver Auge (Kiel)

09.30 – 10.15 Uhr
Bismarck und die Schleswig-Holsteiner und Lauenburger. Eine schwierige Beziehung
Tobias Köhler (Hamburg)

10.15 – 11.00 Uhr
Was brachte Schleswig-Holstein Preußen?
Frank Möller (Greifswald)

11.00 – 11.30 Uhr
Kaffeepause

11.30 – 12.15 Uhr
Waren die Lauenburger gute Preußen?
Carsten Walczok (Börnsen)

12.15 – 13.00 Uhr
Preußische Einflüsse auf Städtebau und öffentliches Bauen in Schleswig-Holstein nach 1867
Katharina Priewe (Kiel)

13.00 – 14.15 Uhr
Mittagspause

14.15 – 15.00 Uhr
Reform und Modernisierung der neuen Provinz – Schleswig-Holstein zwischen 1867 und 1890
Frank Lubowitz (Aabenraa)

15.00 – 15.45 Uhr
Die Minderheitenfrage im kaiserzeitlichen Schleswig-Holstein
Mogens Rostgaard Nissen (Flensburg)

15.45 – 16.30 Uhr
Kiel und das Kaiserreich. Bezugspunkte der Identität einer Marinestadt
Johannes Rosenplänter (Kiel)

16.30 – 17.00 Uhr
Kaffeepause

17.00 – 17.45 Uhr
Eine „heuchlerische Brut?“ Die Universität Kiel wird preußisch
Lisa Kragh (Kiel)

17.45 – 18.30 Uhr
„Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben?“: Preußen in der Wahrnehmung der Schleswig-Holsteiner bis zum Ersten Weltkrieg
Caroline Elisabeth Weber (Kiel)

18.30 – 19.00 Uhr
Zusammenfassung
Martin Göllnitz (Kiel)

Kontakt

Caroline Elisabeth Weber

Historisches Seminar der CAU zu Kiel Leibnizstr. 8, 24118 Kiel

0431-880-3559
0431 880-1524
cweber@email.uni-kiel.de

Zitation
150 Jahre Schleswig-Holstein in Preußen, 01.12.2017 – 01.12.2017 Friedrichsruh, in: H-Soz-Kult, 05.10.2017, <www.hsozkult.de/event/id/termine-35258>.