Willy-Brandt-Gespräch 2006: "Mehr Demokratie wagen" (1969) - "Mehr Freiheit wagen" (2005). Orientierungen für eine Gesellschaft im Umbruch?

Ort
Berlin
Veranstaltungsort
Rotes Rathaus, Festsaal
Veranstalter
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
Datum
10.10.2006
Von
Dr. Wolfgang Schmidt

Willy-Brandt-Gespräch 2006:
"Mehr Demokratie wagen" (1969) - "Mehr Freiheit wagen" (2005). Orientierungen für eine Gesellschaft im Umbruch?
Dienstag, 10. Oktober 2006, 19 Uhr, Festsaal des Roten Rathauses, Berlin

»Wir wollen mehr Demokratie wagen.«
Diese Botschaft Willy Brandts charakterisierte den Reformwillen der sozial-liberalen Koalition auf äußerst einprägsame Weise und wurde zu einem der Markenzeichen der 1969 ins Amt gekommenen Bundesregierung.

In ihrer Regierungserklärung 2005 hat Angela Merkel die Worte des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers aufgegriffen, um für die Große Koalition ein ähnlich lautendes Leitmotiv zu formulieren: »Lassen Sie uns mehr Freiheit wagen!«

Was die Ankündigung von 1969 und der als Ergänzung dazu deklarierte Appell von 2005 sowohl historisch als auch für die Gegenwart und Zukunft Deutschlands bedeuten, darüber diskutieren Prof. Dr. Richard Schröder, Prof. Dr. Gesine Schwan, Prof. Dr. Claus Offe, Niels Annen (SPD-MdB), Arnold Vaatz (CDU-MdB) und Tissy Bruns (Der Tagesspiegel) im diesjährigen Willy-Brandt-Gespräch der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung.

Folgenden Fragen soll dabei nachgegangen werden: • Welches Bild von Reform, ihrer Notwendigkeit und Ziele, ist mit den beiden Losungen jeweils verbunden? Was sind die Gemeinsamkeiten, die Unterschiede, die Brüche?
• Wie wurde das »Wir wollen mehr Demokratie wagen« 1969 in der Bundesrepublik rezipiert und wie strahlte der Satz auf die DDR aus? Was hat der Reformprozess der Ära Brandt tatsächlich bewirkt?
• Welche Vorstellung von Freiheit wird in der Regierungserklärung von 2005 vertreten? Wie wurde und wird der Aufruf »Lassen Sie uns mehr Freiheit wagen!« aufgenommen?
• Was sind die Konsequenzen für die praktische Politik nach einem Jahr Großer Koalition? Wo brauchen wir neue Freiheitsspielräume?
• Was sagt uns »Mehr Demokratie wagen« heute – in einer Zeit, wo sich mehr und mehr Menschen von der Politik abwenden und vielen Jugendlichen politisches Engagement nicht lohnend erscheint?

Um Anmeldung wird gebeten unter:
Tel 030 / 78 77 07-0
Fax 030 / 78 77 07-50
info@willy-brandt.de

Programm

Begrüßung
Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Kuratoriums der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung

Impulsvortrag
Prof. Dr. Richard Schröder, Professor für Philosophie in Verbindung mit Systematischer Theologie an der Humboldt-Universität Berlin

Podiumsdiskussion
Niels Annen, MdB und Mitglied des Vorstands der SPD
Prof. Dr. Claus Offe, Professor für Staatstheorie an der Hertie School of Governance in Berlin
Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder
Arnold Vaatz, MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender und Mitglied der Grundsatzprogramm-Kommission der CDU

Moderatorin: Tissy Bruns, Leitende Redakteurin (Parlament) bei Der Tagesspiegel

Empfang

Kontakt

Dr. Wolfgang Schmidt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
John-F.-Kennedy-Platz 1
10825 Berlin

Tel 030 / 78 77 07-0
Fax 030 / 78 77 07-50
w.schmidt@bwbs.de

Zitation
Willy-Brandt-Gespräch 2006: "Mehr Demokratie wagen" (1969) - "Mehr Freiheit wagen" (2005). Orientierungen für eine Gesellschaft im Umbruch?, 10.10.2006 Berlin, in: H-Soz-Kult, 29.09.2006, <www.hsozkult.de/event/id/termine-6027>.
Redaktion
Veröffentlicht am
29.09.2006
Klassifikation
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Land Veranstaltung