Ort
Berlin
Veranstalter
Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
Datum
11.07.2003 - 01.02.2004
Rezensiert für H-Soz-Kult von
Axel Kreienbrink, Osnabrück/Berlin

MigrationsGeschichte(n) in Berlin, Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, 11. Juli 2003 - 1. Februar 2004

weitere Ausstellungen:
Geteilte Welten – Einwanderer in Hamburg, Ausstellung im Museum der Arbeit Hamburg, 31. Oktober 2003 - 31. Mai 2004

hier geblieben – Zuwanderung und Integration in Niedersachsen 1945 bis heute, Wanderausstellung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Historischen Museum Hannover, 23. Oktober 2002 - 16. Februar 2003.
Weitere Präsentationsorte:
Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, 9.März - 16. Juni 2003
Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, 29. Juni - 10. August 2003
Bürgerhalle im Rathaus Wolfsburg, 24. August - 19. Oktober 2003
Braunschweigisches Landesmuseum, 2. November 2003 - 25. Januar 2004
Kreismuseum Syke, 8. Februar - 4. April 2004
Kreismuseum Peine, 18. April - 27. Juni 2004
Städtisches Museum Göttingen, 11. Juli - 12. September 2004

Migration museal

Migration wird in den Debatten um das neue Zuwanderungsgesetz, besonders wenn sie mit Sicherheitsaspekten verbunden werden, wieder verstärkt negativ konnotiert. Damit kehrt die politische Diskussion in gewisser Weise wieder auf jahrzehntelang gehaltene Positionen zurück, die man nach dem migrationspolitischen Aufbruch 1999 mit dem neuen Staatsbürgerschaftsrecht und dem anschließend verabschiedeten Zuwanderungsgesetz für überwunden glaubte. Doch auch wenn auf der politischen Ebene zum Teil weiter im Zustand der "Erkenntnisverweigerung" (Bade) verharrt und nicht akzeptiert wird, dass wir längst ein Einwanderungsland sind, ist die gesellschaftliche Diskussion glücklicherweise wesentlich weiter. Eine wachsende Anzahl von Forschungen wird publiziert und universitäre Forschungseinrichtungen nähern sich dem Thema von den verschiedensten Disziplinen. Da die so gewonnenen Erkenntnisse aber nicht nur in der Academia verbleiben sollen, müssen sie darüber hinaus in das Bewusstsein der Gesellschaft getragen werden. Ein Weg dazu ist der Versuch, ein deutsches Migrationsmuseum auf den Weg zu bringen.[1] Damit wird die Frage nach der Repräsentation und Anerkennung von Migranten und Migration in der deutschen Öffentlichkeit verbunden, die Ohliger einen gleichsam "weichen" Bereich von Integration neben Eingliederung in den Arbeitsmarkt oder Spracherwerb nennt.[2] Gelänge dies, so Ohliger weiter, böten sich zwei Chancen, nämlich durch eine "verstärkte symbolische Anerkennung […] ein Deutungsangebot für Zuwanderer [zu] schaffen und diese so stärker in die Gesellschaft ein[zu]beziehen bzw. zum integrativen Teil der Gesellschaft" zu machen. Zum anderen könnte ein derartiges Museum zu einem Bewusstseinswandel beitragen, da mehr über die "fremde Welt" der Migranten bekannt und weitergehend der Begriff der Zugehörigkeit zur Nation "herausgefordert bzw. erweitert" würde.[3]

Parallel zu diesen Überlegungen gibt es seit einigen Jahren eine wachsende Anzahl von Ausstellungen, die sich der Geschichte und Gegenwart von Migration nach Deutschland annehmen. Ein wesentlicher Vorreiter ist dabei der Verein DoMiT in Köln, der 1998 zusammen mit dem Ruhrlandmuseum die große Ausstellung "Fremde Heimat" zur Migration aus der Türkei organisierte.[4] In diesem Diskussionszusammenhang sind auch drei aktuelle Ausstellungen in Berlin, Hamburg und Niedersachsen zu sehen. Auf den ersten Blick bieten sie eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten, die über das schiere Sujet Migration hinaus gehen. So beschränken sie sich auf die lokale bzw. regionale Perspektive, sie arbeiten mit Texten, Fotos und Objekten, wobei der obligate Koffer nicht fehlen darf. Und sie bringen weitere Medien zum Einsatz, wie Audio- und Videoaufzeichnungen mit Zeitzeugeninterviews. Aber dennoch haben sie jeweils unterschiedliche Zugänge beispielsweise in Bezug auf den gewählten zeitlichen Rahmen, die behandelten Migrantengruppen oder die Art ihrer Einbeziehung.

Die übersichtliche Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen in Berlin nahm sich des Themas unter der Prämisse "Migration und Arbeit" an und stellte es mit acht Objekten dar, die mit weiteren flankierenden Objekten und Texttafeln in ihre kulturellen und historischen Zusammenhänge eingebettet wurden. Die erste Station beleuchtete das späte 19. Jahrhundert unter dem Titel "Gewerbe und Industrialisierung" und zeigte den damals italienisch beherrschten Drehorgelbau in Berlin. Weiter zurück wurde der Blick nicht gerichtet, obwohl auch hugenottische Manufakturgründungen im 18. Jahrhundert oder polnische Industriearbeiter ein denkbares Sujet gewesen wären.[5] Die weiteren Stationen zeigten aber, dass der Schwerpunkt der Ausstellung auf den letzten Jahrzehnten beziehungsweise in der Gegenwart lag. Denn nach Anwerbung und Beschäftigung von Gastarbeitern beschäftigten sich die weiteren Objekte mit der beruflichen Selbständigkeit von Migranten am Beispiel der "Döner-Industrie", transnationalen Handelsbeziehungen, in deren Mittelpunkt hier ansässige Migranten stehen (Kokosfasern-Blumenerde aus Sri Lanka), der alltäglichen Religionsdarstellung am Arbeitsplatz, dem Konflikt mit anderen Traditionen am Beispiel von Kopftüchern und schließlich Versuche der Gemeinschaftsbildung und Identifikation mit dem Wohnort in Form von Nachbarschaftsprojekten. Die Objekte zusammen mit den weitestgehend gut verständlichen Texten ergaben ein spannendes, vielfältiges Bild, das weniger auf Probleme, sondern mehr auf die Leistungen und Möglichkeiten von Migranten hinwies. Eine Videostation mit kurzen Einführungen und Interview-Einspielern zu den Bereichen Ankommen, Heimat, Altern in der Migration und nachkommende Generationen rundete die gelungene Schau ab.

Diese Ausstellung war ein Berliner Beitrag innerhalb des europäischen Ausstellungsprojekts "Migration, Work and Identity", an welchem Museen aus sechs Ländern beteiligt sind, die zudem durch die gemeinsam erarbeitete Wanderausstellung "Crossing Borders" verbunden werden.[6]

Zu diesem Verbund gehört auch das Hamburger Museum der Arbeit mit seiner Ausstellung "Geteilte Welten".[7] Der Titel setzt sich bewusst von dem Essener Ausstellungstitel "Fremde Welten" (1998) ab und spielt gleichzeitig mit den verschiedenen Bedeutungsebenen des Wortes "teilen". Dort "ihre" Welt, hier "unsere" Welt und doch eine einzige Welt, in der wir alle zusammen leben und arbeiten. Die Ausstellung zieht einen weiten Bogen, beginnt mit Schlaglichtern zur Hamburgischen Einwanderungsgeschichte um 1600, 1800 und 1900 und legt dann wie in Berlin den Schwerpunkt auf die letzten Jahrzehnte und die Gegenwart. Entsprechend sind die großen Abteilungen der Arbeitswelt beziehungsweise dem Wohnen und dem Leben im öffentlichen Raum gewidmet. Ergänzt wird dies durch einen Abschnitt über soziale und politische Arbeit, der vor allem das Engagement für Migranten behandelt – inklusive nachvollziehbarer Kritik an der Ausländerpolitik des seit 2001 regierenden konservativen Senats. Den Schlusspunkt setzten "Hamburger und Hamburgerinnen", die die Vielfalt ihrer Identitäten oder Kulturen in der gemeinsamen Stadt mit weiteren Objekten und einer Fotoportraitreihe demonstrieren.

Die Schau ist angenehm weiträumig aufgebaut und sehr bilderreich. Neben den großen Bildtafeln finden sich immer noch weitere kleine, die in die Hand genommen werden können. Neben einer Vielzahl von Objekten, die zu einem erheblichen Teil von Migranten zur Verfügung gestellt worden sind, verteilen sich über die ganze Ausstellung Audio- und Videostationen, an denen die Ausstellungsmacher auf das Material zurückgreifen, dass sie mit der Sammlung lebensgeschichtlicher Interviews gesammelt erfaßt haben. Sie kommen aus dem bewussten Ansatz, die Ausstellung nicht über, sondern mit und für Migranten zu gestalten. Die Interviews sind daher nicht nur zur Illustration der Ausstattung gemacht worden, sondern haben das Ziel, im Rahmen der "Werkstatt für Migrationsgeschichten" "dem Einwanderungsgedächtnis der Stadt möglichst viele Gesichter und Stimmen – oder Gestalt" zu geben.[8] Daher ist geplant, diese Zeugnisse von Zeitzeugen ebenso wie bei anderen Ausstellungsprojekten langfristig zu erhalten[9], womit dazu beigetragen wird, die Sammlungen bundesdeutscher Museen um den Aspekt Migration zu ergänzen. Die Einspieler an den Medienstationen sind zusammengeschnitten nach thematischen Gesichtspunkten, die spannend die Facetten von Beweggründen, ersten Erfahrungen, Arbeitswelten oder dem Sich-als-Hamburger-fühlen ausleuchten. Bei den Filmen hätte man sich manchmal gewünscht, per Einblendung Herkunft oder Namen des Sprechers/der Sprecherin zu erfahren, wie z.B. bei der japanischen Schriftstellerin, die 1994 den Lessingpreis der Stadt Hamburg erhalten hatte und dann doch keine Verlängerung der Aufenthaltsberechtigung erhalten sollte, obwohl sie erfolgreich freischaffend, aber nicht abhängig beschäftigt war.[10] Wer sich ausgiebig auf die Interviews und Objekte einlassen will, sollte ausreichend Zeit für die Ausstellung mitbringen. Dreieinhalb Stunden sind schnell verflogen, ohne dass man alles aufgenommen hätte.

In ihrer ersten Abteilung führt die Ausstellung aber auch vor Augen, welche Probleme die museale Aufbereitung von historischen Migrationsprozessen bereitet. Für das Einwanderungsgeschehen in Hamburg in früheren Jahrhunderten wurden ausgehend von der Schwierigkeit, geeignete Exponate zu finden, einige Bildzeugnisse und vor allem Schriftstücke gewählt. Sie sind für sich durchaus interessant, doch insgesamt gerät es zur Präsentation von "Flachware". Der Betrachter ist schnell ermüdet und geht, noch gefördert durch die sparsame Beleuchtung zum Schutz der alten Papiere, vorüber. Vielleicht hätte man zu Faksimiles und Transkriptionen greifen sollen. Die Konfrontation mit Auszügen in damaliger Sprache statt lediglich einer Zusammenfassung würde die Reise in die Vergangenheit sehr viel unmittelbarer und eindrücklicher machen.[11] Dass die reine Präsentation von Dokumenten durchaus interessant, und wenn man sich darauf einlässt, auch bewegend sein kann, zeigt der "Noteinlass" in die Ausstellung (in das Einwanderungsland Deutschland), wo man in einem engen Gang mit Schriftwechseln konfrontiert wird, die z.B. eine Abschiebung in ihrer ganzen Härte deutlich werden lassen.

Die erste Abteilung bietet nach Auffassung des Rezensenten noch ein Problem, das mit Blick auf ein mögliches Museum der Migrationen von Interesse ist, nämlich das der konzeptionellen Überdehnung. Diese entsteht, indem auch die Auswanderung von Deutschen, der Transit von Auswanderern aus dem Osten sowie die Zwangsmigrationen von vertriebenen deutschen Juden, Kriegsgefangenen und Displaced Persons thematisiert werden. So wichtig es ist, darauf hinzuweisen, dass auch dies zum Bereich der Migrationen dazugehört und es sich anbietet, bei Hamburg mit seiner Vergangenheit als Auswandererhafen zu zeigen, dass beispielsweise auch Deutsche früher anderweitig Einwanderer waren, so wirken die Briefe aus Brasilien, das Bild der jüdischen Kindertransporte in England oder der "Stolperstein" doch nur wie beigestellt und irritierend.[12] Ohne ihre Einbettung verpufft die Wirkung und bringt kaum etwas für die Gesamtschau. Wäre der Kontrast intendiert, sollten in einer anderen Ausstellung die Ähnlichkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Ausgangs- und Zielsituationen der Migranten herausgearbeitet werden. Diese Einschränkungen tun dem Gesamteindruck der sehr empfehlenswerten Ausstellung, die noch bis Ende Mai zu sehen ist, jedoch keinen Abbruch.

Die Wanderausstellung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung "hier geblieben"[13] hat ihren regionalen Fokus auf dem Land Niedersachsen und damit auch den zeitlichen Rahmen auf die Zeit nach 1945 gelegt. Sie nimmt nicht nur ausländische Arbeitsmigranten in den Blick, sondern erweitert die Perspektive auf Flüchtlinge und Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler sowie ausländische Flüchtlinge und Asylbewerber, die gleichrangig nebeneinander präsentiert sind. Daneben werden übergreifend grundsätzliche Fragen von Eigen- und Fremdbildern sowie unter dem Aspekt von Kulturimport aufgenommen.

Während die Hamburger Ausstellung in besonderem Maß mit Erinnerungsstücken arbeitet, die großteils von Migranten hergegeben wurden, verdichtet die Konzeption die Exponate hier zu ganzen "Erinnerungsorten"[14] oder "Entdeckungsinseln", wie sie die Ausstellungsarchitekten nennen.[15] Es entstehen auf kleinem Raum reizvolle Inszenierungen, die mit entsprechendem Mobiliar für die jeweilige Gruppe eine wiederzuerkennende Atmosphäre schaffen (Wohnzimmer einer Flüchtlingsfamilie, Werkbank eines Arbeitsmigranten, Durchgangslager für Aussiedler, Containerunterkunft von Asylbewerbern). Darin integriert sind verschiedene Exponate (ebenfalls z.T. von Migranten) wie Dokumente (z.T. faksimiliert), die über Beweggründe, Ankunft und Aufenthalt Auskunft geben. Ergänzt wird dies durch kurze, aussagekräftige Zitate an den Wänden, die aus den Interviews stammen, die für diese Ausstellung mit Zeitzeugen geführt worden sind. Auf diese Art und Weise nähert sich die Ausstellung der Frage nach den Rahmenbedingungen für das Gelingen oder Scheitern von Integration.

Bei den Interviews setzt sich die weite Perspektive der Ausstellung fort, indem neben den Migranten ebenso autochthone Zeitzeugen zu Wort kommen, wie ein ehemaliger Personalreferent, ein Mitarbeiter aus der Aussiedlersozialarbeit oder der Leiter eines Flüchtlingszentrums. Im Gegensatz zu den Videos sind die Audio-Interviewausschnitte einzelner Personen allerdings jeweils recht lang, so dass man im Vergleich zu den Hamburger Beispielen schneller das Interesse verliert – abgesehen davon, dass man sich an einigen Stellen Straffung und eine bessere Interviewführung gewünscht hätte. Aber auch hier bleibt nach dem Besuch der positive Eindruck über eine Ausstellung, die deutlich vor Augen führt, dass Fremdheitserfahrung und Eingliederungsprobleme verschiedenste Migrantengruppen, unabhängig vom Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit, treffen. Und sie bietet Anlass, zu überlegen, inwieweit es sinnvoll sein kann, dass ein zukünftiges Museum der Migration zunächst nur als Museum der Arbeitsmigration zu verstehen [16] oder ob es trotz der Komplexität von Anfang an allen Gruppen (nach 1945) gewidmet sein sollte.

Anmerkungen:
[1] Wohlgemerkt geht es hier nur um die Formen der Zuwanderung. Bezüglich Auswanderung gibt es seit knapp 20 Jahren Bestrebungen in Bremerhaven, ein Auswanderermuseum zu errichten (www.janmaat.de/auswand.htm). Eine jüngere Initiative stellt das Hamburger Projekt "Ballinstadt" dar, das bis 2006 gleichsam das deutsche Gegenstück zu Ellis Island errichten will (www.ballinstadt.com/de/index.htm). Überlegungen zu Migrationsmuseen für den Bereich Zuwanderung gibt es auch in anderen europäischen Staaten wie der Schweiz (www.migrationsmuseum.ch) oder Frankreich (www.generiques.org).
[2] Ohliger, Rainer, Thesen für ein Migrationsmuseum, in: Das historische Erbe der Einwanderer sichern. Die Bundesrepublik Deutschland braucht ein Migrationsmuseum. Dokumentation zur Fachtagung Brühl 4.-6. Oktober 2002, [Köln 2002], S. 28-43, hier S. 28. Siehe www.migrationsmuseum.de/materialien/Tagung-2002-10-04-Dokumentation.pdf. Siehe auch den Tagungsbericht http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=92 .
[3] Ebd., S. 41.
[4] Siehe Eryılmac, Aytac; Jamin, Mathilde (Hgg.), Fremde Heimat. Eine Geschichte der Einwanderung / Yaban, Sılan olur. Türkiye’den Almanya’ya Göçün Tarihi, Begleitband zur Ausstellung im Ruhrlandmuseum Essen 15.2. – 2.8.1998, Essen 1998. Zu weiteren Ausstellungen siehe u.a. Ceylan, Dursun (Hg.), Die türkische Einwanderung in Rheine. Stationen der türkischen Einwanderung – Rheine’dekı Türk Göçü. Kesitleriyle Almanya’yadaki Türk Göçü, Rheine 1998. Meiners, Uwe; Reinders-Düselder, Christoph (Hgg.), Fremde in Deutschland – Deutsche in der Fremde. Schlaglichter von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart, Begleitband zu einer gemeinsamen Ausstellung des Museumsdorfes Cloppenburg, Württembergischen Landesmuseums Stuttgart, Altonaer Museums – Norddeutsches Landesmuseum, Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, Kulturhistorischen Museums Magdeburg, Cloppenburg 1999. Dunkel, Franziska; Stramaglia-Faggion, Gabriella (Hgg.), Für 50 Mark einen Italiener. Zur Geschichte der Gastarbeiter in München, München 2000. Eryılmac, Aytac (Red.), 40 Jahre Fremde Heimat: Einwanderung aus der Türkei in Köln, Begleitband zur Ausstellung 27. Oktober bis 23. November 2001, Köln 2001. Ebenso die im Bonner Haus der Geschichte gezeigte europäische Wanderausstellung "Jeder ist ein Fremder – fast überall", die dort vom 19. November 2003 bis 15. Februar 2004 zu sehen war www.hdg.de/Final/deu/page3822.htm.
[5] Die weiter zurückreichende Migrationsgeschichte Berlins wurde zumindest in den Begleitinformationen zur Ausstellung erwähnt. Den Hugenotten widmet das Deutsche Historische Museum in Berlin Ende 2005 eine Schau.
[6] Siehe www.migration-identity.org. Die Wanderausstellung war vom 11. Dezember 2003 bis zum 29. Februar 2004 in Hamburg und wird ab Mai 2004 in Berlin zu sehen sein.
[7] Siehe www.Geteilte-Welten.de.
[8] Ellermeyer, Jürgen, Geteilte Welten – Hamburg und Migration. Ein Projekt des Museums für Arbeit, in: Eder, Angelika (Hg.), "Wir sind auch da!" Über das Leben von und mit Migranten in europäischen Großstädten, (Forum Zeitgeschichte 14), Hamburg 2003, S. 375-384, hier S. 382. Die Interviews wurden in Deutsch geführt.
[9] Alavi, Bettina, Einführung: Migration und historisch-politische Bildung, in: Eder, Angelika (Hg.), "Wir sind auch da!" Über das Leben von und mit Migranten in europäischen Großstädten, (Forum Zeitgeschichte 14), Hamburg 2003, S. 351-373, hier, S. 367f.
[10] Es handelt sich um Yoko Tawada.
[11] Es wird spannend sein, zu sehen, wie das Deutsche Historische Museum in Berlin dieses Problem mit seiner Ausstellung "’Wer ist Ausländer?’ -Arbeitsmigration und Integration in Deutschland von der Frühen Neuzeit bis heute" Ende 2005 löst.
[12] Ärgerlich und nicht einem korrekten wissenschaftlichen Umgang mit der Quelle Fotografie entsprechend ist es jedoch, wenn ein Bild mit Güterwaggons in einem Hamburger Bahnhof die Judentransporte evozieren soll, ausweislich des Datums aber von 1931 stammt.
[13] Siehe www.nlpb.de/hiergeblieben/index.html. Urban, Andreas; Winkler, Marianne, hier geblieben. Zuwanderung und Integration in Niedersachen 1945 bis heute. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung, (Schriften des Historischen Museums Hannover, 20), Hannover 2002. Als wissenschaftlicher Begleitband Bade, Klaus J.; Oltmer, Jochen (Hgg.), Zuwanderung und Integration in Niedersachsen seit dem Zweiten Weltkrieg, Osnabrück 2002. Weiterhin ist ein kostenloses Heft mit Unterrichtsmaterialien erschienen.
[14] Francois, Etienne; Schulze, Hagen (Hgg.), Deutsche Erinnerungsorte, Bd. 1-3, München 2001.
[15] Urban/Winkler (wie Anm. 13), S. 9.
[16] So Eryılmac, Aytac, Von der Migrantenselbstorganisation zum Museum?, in: Das historische Erbe (wie Anm. 2), S. 12-19, hier S. 17.

Zitation
Axel Kreienbrink: Rezension zu: Sammelrezension: Migration, 11.07.2003 – 01.02.2004 Berlin, in: H-Soz-Kult, 07.05.2004, <www.hsozkult.de/exhibitionreview/id/rezausstellungen-21>.
Redaktion
Veröffentlicht am
07.05.2004
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