Textile trade and distribution in antiquity / Textilhandel und -distribution in der Antike

Ort
Marburg
Datum
09.04.2013 - 01.04.2013
Veranstalter
Kerstin Droß-Krüpe, Seminar für Alte Geschichte, Philipps-Universität Marburg
Von
Teresa Traupe / Louisa Thomas, Marburg

Textilien zählen seit jeher zu den begehrtesten Gütern der Menschheit. Daher scheint es überraschend, dass die antike Textilproduktion erst in den letzten Jahrzehnten zunehmende Aufmerksamkeit innerhalb der Forschung erfuhr und wirtschaftswissenschaftliche Faktoren wie Handel und Distribution von Textilien aller Produktions- und Qualitätsstufen vorher nahezu völlig außer Acht gelassen wurden. Dies nahm die Veranstalterin Kerstin Droß-Krüpe zum Anlass, um renommierte Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen wie der Alten Geschichte, der Altorientalistik und Archäologie sowie Textilforscher/-innen und Naturwissenschaftler/-innen zu einer interdisziplinären Tagung zu laden, die als solche die erste ihrer Art war. Am 09. und 10. April 2013 fanden sich daher Vortragende und Interessierte aus dem In- und Ausland in Marburg ein, um gemeinsam ihre Forschungsergebnisse zusammenzutragen.

In unserer Zeit steigt zunehmend das Bewusstsein dafür, dass eine Jeans von der Baumwollernte bis zum Verkauf in unseren Läden eine Reise von annähernd 50.000 Kilometern zurücklegt und der Produktionsweg eines T-Shirts schon einmal von den USA nach China und zurück führt.[1] Doch woher kamen Textilien in der Antike, welche Handelswege waren erschlossen und wo wurden sie verarbeitet? In ihrem Eröffnungsvortrag sprach KERSTIN DROß-KRÜPE über die langen Produktionswege, die damals wie heute zwischen der Ernte der Fasern und dem fertigen Kleidungsstück liegen. Die oben genannten Fragen sind für Textilen schwieriger zu beantworten, als man es von Gütern wie Wein oder Olivenöl gewohnt ist.

Ebenfalls in die Einführende Sektion gehörte der Vortrag von MIKO FLOHR (Oxford/Leiden), der versuchte, die bisherige Mikro-Perspektive bei der Betrachtung der Textilökonomie zugunsten einer Makro-Perspektive aufzugeben. Zwar basiert das Narrativ der römischen (Textil-)Ökonomie, dessen Entwicklung er anregte, auf vielen schwer überprüfbaren Annahmen, dennoch konnte Flohr die Relevanz und Chancen verdeutlichen, die der ehrgeizige Versuch, die grundlegenden Strukturen und Klassifikationen der Produktion und Distribution von Textilien zu erfassen, in sich birgt.

Die Sektion ‚Textiles in the Greek and Roman world‘ eröffnete MARIE-LOUISE NOSCH (Kopenhagen), die sich in ihrem Vortrag insbesondere mit Leinen bzw. Flachs im antiken Griechenland befasste. Dabei stellte sie die Bedeutung der Flachsfaser für die Herstellung von Kleidung, Seil und Segeltuch heraus und widersprach der in der Forschung verbreiteten Ansicht, dass Flachs aufgrund der klimatischen Bedingungen nicht in Griechenland zu kultivieren sei. In der Diskussion stützen weitere Experten diese These. Flachs sei unter sehr unterschiedlichen Bedingungen zu kultivieren. Vielmehr, so Nosch, habe der hohe Bedarf an Flachs und Leinen für Kleidung, Schifffahrt, Gebäudeeinrichtung oder als Transport- und Lagerungshilfe sowohl die heimische Kultivierung als auch Importe erfordert. In den historiographischen Quellen werfen allerdings die Namensgebungen der Stoffe bzw. der Flachsfasern Probleme auf, denn es ist nicht klar, ob bei der Benennung nach Orten auf die Herkunft, die Produktionsstätte oder nur auf einen typischen Handelsort rekurriert wird.[2]

Der rege Gedankenaustausch nach dem Vortrag von HERBERT GRAßL (Salzburg), machte im Zuge der Marburger Tagung den weiterhin bestehenden Diskussionsbedarf ebenfalls deutlich. Hier wurden die Schwierigkeiten im Umgang mit griechischen und römischen Schriftquellen zu Textilien deutlich hervorgehoben, insbesondere die Vielfalt an Begrifflichkeiten etwa zu verschiedenen Grundstoffen, Herstellungsstadien oder auch Kleidungsstücken. Der lateinische Begriff byssus etwa wurde als Materialbezeichnung insbesondere für feine Frauenbekleidung (oft im Kontext des Isis-Kults) verwendet, kann aber auch die sogenannte Muschelseide bezeichnen. Um die Bedeutungen erschließen zu können, ist der interdisziplinäre Austausch über neue Befunde daher unerlässlich. Selbiges gilt auch für den alten Orient, wie CÉCILE MICHEL später vor Augen führte. Graßl schlug in seinem Vortrag für sieben Bleietiketten aus Virunum, der Hauptstadt der römischen Provinz Noricum, neue Lesarten vor. Dabei widerlegte er eindrucksvoll die Deutung bestimmter Abkürzungen aus bisherigen Publikationen und verdeutlichte die Bedeutung der Bleietiketten als Quellen zum Textilgewerbe im Noricum.

Noch weiter nördlich gelegenen Gebieten widmete sich die Untersuchung von WIM BROEKAERT (Gent). Er stellte dar, warum sich John F. Drinkwaters Wirtschaftsmodell auch mit Modifikationen nicht auf den antiken Textilhandel anwenden lässt. Dabei wies er auf die unterschiedlichen strukturellen Bedingungen von antiken und mittelalterlichen Tuchhändlern hin. Letztere waren als Darlehensgeber zu Kriegszeiten im Bewusstsein der Herrscher als ein unverzichtbarer wirtschaftspolitischer Faktor verankert, erhielten Privilegien, mussten zeitweise aber auch mit starker Besteuerung rechnen. Antike Tuchhändler hingegen seien von den Mächtigen kaum wahrgenommen worden. So spricht sich auch Broekaert dafür aus, die antike Wirtschaftstheorie mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse über die Textilproduktion und -distribution weiterzuentwickeln.

KAI RUFFING (Marburg) stellte in seiner Untersuchung zum Seidenhandel in der römischen Kaiserzeit die Diskrepanz zwischen der Bewertung von Seide in Schriftquellen und dem nachgewiesen florierenden Handel vor. Dabei wurde unter anderem der Luxusdiskurs angesprochen, der sich in der antiken Literatur in besonderem Maße entspinnt und Seide als orientalisches Luxusgut und somit als Zeichen zunehmender Verweichlichung und Effeminierung charakterisiert, das vornehmlich von Frauen getragen wurde. Trotz der Verurteilung in der Literatur betonte Ruffing den großen Andrang auf Seide, der sich im Handel durch römische Kaufleute und eventuell sogar die Herstellung von Seidenstoffen im italischen Gabii – möglicherweise durch einen Spezialisten aus dem Osten des Reiches – niederschlug. Die besondere Position Palmyras in der Seidenherstellung wurde ebenso deutlich herausgestellt wie die Bedeutung lokaler Eliten für ihren Handel und Verkauf. Spätestens bei Luxusgütern wie Seide kann also von Kleidung als Statussymbol gesprochen werden.

In der Sektion ‚Make it seen – Visualisation of status and gender in textile contexts‘ reflektierte MARY HARLOW (Kopenhagen/Leicester) etwas allgemeiner das Modeverständnis der Antike sowie die soziale Komponente von Kleidung. So führte sie mehrere historiographische Zeugnisse ins Feld, aus denen ebenfalls die Eigenschaft der Kleidung als Statussymbol – vor allem für den römischen Kaiser – hervorging. In der anschließenden Diskussion wurde betont, wie wertvoll Textilprodukte in ihrer Staffelung vom Rohprodukt bis hin zur fertigen Kleidung waren, sodass sie in manchen Regionen sogar als Währung vorstellbar gewesen seien. Außerdem wurde die generelle Frage nach Konsumdenken in der römischen Welt angesprochen.

SABINE SCHRENK (Bonn) diskutierte in ihrem Vortrag die Möglichkeit, dass chinesische Seidenfasern nicht nur im östlichen Mittelmeerraum weiterverarbeitet wurden, sondern Seidenproduktion auch im Weströmischen Reich vorstellbar sei. Anhand ikonographischer Zeugnisse machte sie deutlich, dass die alexandrinische und rhodische Motivik im Laufe der Zeit durchaus auch im Westen rezipiert wurde. Daher lässt sich allein über das Bildprogramm der Seiden ihr Produktionsort nicht eindeutig bestimmten. Ein angeregter Gedankenaustausch erfolgte im Anschluss, in dem der Technologietransfer durch spezialisierte Seidenweber ins Weströmische Reich einerseits und die Bedeutung des Handelsweges für die Orte der Weiterverarbeitung andererseits als wichtige Anhaltspunkte unterstrichen wurden. Für den Transport über den Landweg läge Syrien als Weiterverarbeitungsstätte nahe, für den Seeweg Alexandria.

Die Sektion ‚Textiles between East and West‘ eröffnete ROBERT ROLLINGER (Innsbruck/Helsinki). In seinem Vortrag beschäftigte er sich vornehmlich mit griechischen Spezialisten im Bereich der Textilproduktion und Verarbeitung im alten Vorderasien bzw. dem Achaimenidenreich. In diesem Zusammenhang führte er an, dass achaimenidische Königsinschriften etwa von Steinmetzen aus Ionien und Lydien berichten, jedoch nichts über Händler oder Textilien aus dem griechischsprachigen Raum aussagen. Wohl aber existieren historiographische Zeugnisse. So äußert Plutarch etwa in seiner Alexander-Vita, dass der Makedonier in Susa 200 Jahre alten hermionischen Purpur entdeckt habe, der von der Peloponnes stamme. Auch ikonographische Zeugnisse, wie die bekannten Gabenbringer-Reliefs am nördlichen und östlichen Seitenaufgang des Apadana in Persepolis, lassen auf eine Verbindung zwischen Textilien aus dem ionischen Raum und dem Achaimenidenreich schließen. So scheinen die Gabenbringer aus dem Westen des Reiches (vermutlich Griechen) dem Großkönig Wollknäuel und Stoffe zu präsentieren – ein Deutungsvorschlag, der im Zuge der anschließenden Diskussion bestärkt werden konnte. Aramäische Zollregister aus dem achaimenidischen Ägypten verweisen zudem auf eine Kontrolle des Handels durch Hellenen Ioniens und der Ägäis.

Beim Thema Handel im weiteren Sinne blieb auch der nächste Referent. EIVIND HELDAAS SELAND (Bergen) befasste sich in einem aufschlussreichen Vortrag mit dem Grenzgebiet zwischen dem Römischen und Parthischen (später Sassanidischen) Reich, als Analyseinstrument setzte er die Neue Institutionenökonomik, insbesondere die Transaktionkostentheorie, ein. In den von ihm untersuchten Regionen konnte er zeigen, dass die römischen Autoritäten aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung von Textilien aus dem Osten, nach Kontrolle durch Besteuerung des Handels strebten. Im Gegensatz dazu bemühten sich Händler darum, ihre Kosten in Bezug auf Sicherheit, Transport und Zoll möglichst gering zu halten und nahmen dabei den Weg durch die Wüste in Kauf, um der Besteuerung entlang der Flussgrenze zu entgehen. Seland verwies insbesondere darauf, dass der Austausch von Textilien mehr bedeutete als ‚Handel‘: Er war verbunden mit politischen Interessen, mit den Gefahren des Raubes, der saisonalen Abhängigkeit sowie Kosten durch Schutzgelder, Zölle oder Tribute.

JOHN PETER WILD (Manchester) beschloss den ersten Tag mit seinen Ausführungen zu den 1994 begonnenen Ausgrabungen in dem an der ägyptischen Küste des Roten Meeres gelegenen, römischen Hafen Berenike. Dabei stellte er den Textilhandel zwischen Berenike und dem indischen Subkontinent sowie dessen Beschreibung in den Periplus Maris Erythraei in den Fokus seiner Betrachtungen. Wild führte hochinteressante archäologische Funde an. Kurios ist etwa die Entdeckung eines Schiffes griechischen Namens in Berenike, das über ein Segeltuch aus indischer Baumwolle und über einen Mast aus Teakholz verfügte. Weiterhin verwies er auf die Tatsache, dass in unterschiedlichen Häfen unterschiedliche Produktionsstufen von Textilien veräußert wurden. So erwarb man in Indien primär Tuch, in Rom hingegen Gewänder.

CÉCILE MICHEL (Nanterre) verdeutlichte am zweiten Tagungstag die lange Tradition der Textilproduktion in Altvorderasien, indem sie auf den im zweiten Jahrtausend v.Chr. bereits florierenden Handel zwischen Assyrien und Anatolien abhob. Dabei stellte sie mit den assyrischen Privatarchiven von Händlern bereichernde und aufschlussreiche Quellen (wie Briefe und Verträge) vor, die besonders die Beteiligung assyrischer Frauen an der Textilproduktion verdeutlichen. Die Waren wurden mittels Eselkarawanen durch die Wüste transportiert, wobei der Fernhandel primär in privater Hand lag, aber von lokalen Autoritäten durch Zölle kontrolliert wurde. Michel zeigte auf, wie sich die begehrten assyrischen Textilien vom Handelsgut zu Geschenken an lokale Eliten entwickeln konnten und in welchem Maße anatolische Fürsten und Beamte von assyrischen und babylonischen Textilien profitierten. In der fruchtbaren Diskussion am Ende des Vortrages wurde auf die vorherrschende Fluktuation von Preisen etwa durch Krieg oder Ausfall von Karawanen hingewiesen.

Die Sektion unter dem Titel ‚More than texts – (New) Analytical methods‘ bot neuen naturwissenschaftlichen Ansätzen Raum. Beide Referentinnen konnten leider nicht persönlich anwesend sein, dennoch boten die jeweils von Kolleginnen verlesenen Paper hoch interessante Einblicke in die Möglichkeiten, die durch die Einbeziehung naturwissenschaftlicher Methoden für Fragen der Textildistribution eröffnet werden. KARIN M. FREI (Kopenhagen) präsentierte ihre Adaption der Strontiumisotopenanalyse, die bereits zuvor für archäologische Studien im Migrationsverhalten von Menschen und Tieren Anwendung gefunden hatte. Diese musste eigens von der Zahnschmelz- und Knochenanalyse auf die Untersuchung von Textilfasern angepasst werden, was eine extreme Herausforderung darstelle, wie die Referentin betonte. Die Stontiumkonzentration wird bestimmt durch den Erdboden, weil das Element von dort über die pflanzliche Nahrung in die Körper von Mensch und Tier gelangt. So können bei genügend Proben Strontium-Landkarten erstellt werden, die eine Lokalisierung des Ursprungsortes der Proben ermöglichen.

Im Anschluss stellte MARGARITA GLEBA (London) ihre Methode der Wollfaseranalyse vor, welche insbesondere dem Verständnis der qualitativen Entwicklung von Textilfasern dient. So gelingt es ihr, die Verwendung von Wolle unterschiedlicher Schafrassen im archäologischen Fundmaterial nachzuweisen.

Verschiedene ikonographische Handwerksdarstellungen zeigte HANS RUPPRECHT GOETTE (Berlin). Dabei unterschied er deutlich zwischen Berufsdarstellungen auf der einen Seite und berufsähnlichen Darstellungen von Ehrenämtern, Staatsdiensten sowie symbolischem Besitz auf der anderen Seite. Berufsdarstellungen, die ein Textilhandwerk abbilden, konnten jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Szenen, die die Verpackung und den Treideltransport von Stoffen zeigen, finden sich etwa auf der wohlbekannten Igeler Säule, dem Grabmal der Secundinii, deren mythologisches Programm nach Goette auf einen makedonischen Händler deuten könnte.

Resümierend verglich JOHN PETER WILD diese erste größere Fachtagung, die den antiken Textilhandel von verschiedensten Seiten beleuchtete, mit der Geburt eines Kindes: ein schönes Bild für den gemeinsamen Nenner der knapp 50 Experten aus zehn verschiedenen Ländern mit ihren zeitlich und räumlich doch recht unterschiedlichen Spezialgebieten. Aus der stetig wachsenden Zahl von Einzelstudien stimmige allgemeinere Aussagen abzuleiten und schließlich anhand der gewonnenen Beobachtungen zum Textilhandel dem Diskurs zur antiken Wirtschaft neue Impulse zu geben, ist eine der langfristigen Aufgaben, die sich der junge Forschungszweig setzte.

Konferenzübersicht:

Sektion I: Opening-session

Chair: Kai Ruffing

Begrüßung durch den Studiendekan Kai Ruffing

Kerstin Droß-Krüpe (Marburg): Setting up the framework – textiles between trade and distribution

Miko Flohr (Oxford/Leiden): Towards an economic history of textile manufacturing and trade in the Roman world?

Sektion II: Textiles in the Greek and Roman world

Chair: Oliver Stoll

Marie-Louise Nosch (Kopenhagen): Trade in linnen textiles in classical Greece

Herbert Graßl (Salzburg): Neue Texte zur Textilwirtschaft im südlichen Noricum

Wim Broekaert (Gent): Modelling the Roman textile industry in the Northern provinces: Conceptions and Comparisons

Kai Ruffing (Marburg): Der Seidenhandel in der römischen Kaiserzeit

Sektion III: Textiles between East and West I.

Chair: Herbert Graßl

Robert Rollinger (Innsbruck/Helsinki): Griechische Spezialisten im alten Vorderasien

Eivind Heldaas Seland (Bergen): Trading fairs, smugglers and caravans: organizing textile trade on the Syrian border

John Peter and Felicity Wild (Manchester): Berenike and textile trade on the Indian Ocean

Sektion IV: Textiles between East and West II.

Chair: Robert Rollinger

Cécile Michel (Nanterre): The Assyrian textile trade in Anatolia (19th century BCE): from traded goods to prestigious gifts

Sabine Schrenk (Bonn): Seidengewebe der spätantiken und frühbyzantinischen Zeit – Produktion und Distribution

Sektion V: More than texts (New) analytical Methods

Chair: Marie-Louise Nosch

Karen M. Frei (Kopenhagen): New possibilities to trace textile trade in antiquity – strontium isotope analysis

Margarita Gleba (London): Textiles to sheep: investigating ancient wool through fibre analysis

Sektion VI: Make it seen – Visualisation of status and gender in textile context

Chair: Marie-Louise Nosch

Mary Harlow (Kopenhagen/Leicester): Talking about fashion and Roman clothing

Hans Rupprecht Goette (Berlin): Zur Ikonographie von Textilhändlern in der Antike

John Peter Wild (Manchester): Conclusions / Final Discussion – research Gaps and Opportunities

Posterpräsentationen

Agnès Garcia-Ventura (Barcelona/Heidelberg): Weaving in Ur III Mesopotamia: a woman’s work?

Hang Lin (Würzburg): Fine craftsmanship and cultural bearers: silk textiles of the Khitan Liao (907-1125)

David Lumb (Toronto): North Syrian textile traditions and the economies of the Early Iron Age

Juliane Meyenburg (Marburg), Untersuchungen zur Frauenarbeit in der Römischen Kaiserzeit anhand von Papyri

Patrick Reinard (Marburg): Wirtschaftsgeschichtliche Untersuchungen zu den kaiserzeitlichen Papyrusbriefen

Małgorzata Siennicka (Warschau): Changes in the textile production in Late Bronze Tiryns, Greece

Maciej Szymaszek (Lublin): Distribution of textiles with signs interpreted as Greek letters in the Roman world

Agata Ulanowska (Warschau): The economics of weaving – aspects of labour in the Bronze Age Aegean

Michael Weigl (Wien): Textile production at Khirbat al Mudana in the Wadi ath-Thamad

Anmerkungen:
[1] Vgl. Pietra Rivoli, The Travels of a T-Shirt in the Global Economy: An Economist Examines the Markets, Power and Politics of World Trade, Hoboken 2009 (1. Auf. 2005).
[2] Zu der terminologischen Problematik in zahlreichen Schriftquellen zum Textilhandel ist im Juni 2014 eine Tagung in Kopenhagen unter dem Titel „Textile terminologies from the orient to the mediterranean 1000 BC – AD 1000“ geplant (<http://ctr.hum.ku.dk/uploads/Call_Textile_Terminologies.pdf/> (24.04.2013)).

Zitation
Tagungsbericht: Textile trade and distribution in antiquity / Textilhandel und -distribution in der Antike, 09.04.2013 – 01.04.2013 Marburg, in: H-Soz-Kult, 11.05.2013, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4792>.