Pourquoi éditer des textes médiévaux au XXIe siècle? 8e rencontre de la Gallia Pontificia

Ort
Paris
Datum
17.05.2013
Veranstalter
Olivier Canteaut, École nationale des chartes; Rolf Große, Deutsches Historisches Institut Paris; Martina Hartmann, Monumenta Germaniae Historica
Von
Julian Schulz, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die table ronde zur Gallia Pontificia, die seit 1999 alle zwei Jahre veranstaltet wird, fragte diesmal nach der Zukunft der Editionen. Die kritische Bearbeitung von Urkunden, literarischen, juristischen und historiographischen Texten, aber auch ein Blick auf die Erschließung von Quellen der Frühen Neuzeit sollten Gegenstand der Debatte sein. Anlass, sich mit dieser Thematik zu befassen, ist der in der Geschichtswissenschaft wie auch den Nachbardisziplinen allgemein festzustellende Rückgang der Arbeit an und mit den Quellen. Die Tagung hatte sich zum Ziel gesetzt, die Notwendigkeit und Bedeutung editorischer Arbeiten zu hinterfragen.

Zum Auftakt beleuchtete JEAN DUFOUR (Paris) in einem Streifzug durch die Geschichte des französischen Editionswesens schlaglichtartig die bedeutenden Meilensteine der systematischen Erschließung von Urkunden- und Aktenmaterial. Als Ausgangspunkt wählte Dufour die Vorbereitung eines inventaire général (1746), das einer Urkundenedition als Grundlage dienen sollte. Seitdem habe sich die Erfassung und Veröffentlichung in verschiedener Weise weiterentwickelt. Zu nennen seien die Bearbeitung wichtiger Urkundenbestände durch François Moreau, Benjamin Guérard und Léopold Delisle. Daneben erlangten Einzeleditionen sowie größere Reihen (Recueil des Historiens de la France) starken Einfluss. Maurice Prou, Georges Tessier und Robert-Henri Bautier perfektionierten diese Herangehensweise mit ihren Bänden der Reihe Chartes et diplômes. Ein Verdienst der 1829 gegründeten École des chartes sei die Ausprägung der Diplomatik als Wissenschaftsdisziplin. So verschieden die Editionsmethodik der einzelnen Forscher auch gewesen sein mag, ihre Ergebnisse bleiben bis heute von großem Wert. Eine einschneidende Veränderung brachte mit Beginn der 1980er-Jahre die Informatik in Form von Onlineeditionen (ENC-Projekte: ARTEM, Cartulaire blanc de Saint-Denis) mit sich, die auch in den folgenden Beiträgen eine Rolle spielen sollten.

Nach dieser Einführung in den Tagungsgegenstand widmete sich MARTINA HARTMANN (München) einem ersten Spezialfall, der Edition merowingischer und karolingischer Deperdita. In ihrer Begriffsdefinition unterschied sie zwei Arten von Quellen: literarisch und diplomatisch bezeugte Deperdita. Lange Zeit fanden Deperdita Eingang nur in französische Editionen. Heute gehöre diese Vorgehensweise auch in Deutschland zum editorischen Standard. Um die Entwicklung von Schriftlichkeit in Verwaltung und Regierung verstehen zu können, sei es entscheidend, sich dem Primat der erhaltenen Quellen gegenüber nicht erhaltenen zu entziehen. Als zukunftweisende Publikationsform gelte die Onlineedition. In der Datenbank „Ergänzungen zu den MGH Diplomata der Karolinger- und Ottonenzeit“ würden beispielsweise die gedruckten Editionen um neue Erkenntnisse erweitert und mit den digitalisiert vorliegenden Diplomata-Bänden (dMGH) verknüpft. In der Diskussion wurde die Frage nach der Frequentierung der Datenbanken von Hartmann und Dufour positiv beantwortet. Hartmann verneinte die Frage, ob sich die Definition von Deperdita durch die intensive Auseinandersetzung mit ihnen verändern würde. Außerdem sprach sie sich gegen eine dritte Kategorie neben erhaltenen Urkunden und Deperdita in Form von „erfassten, aber nicht edierten Urkunden“ aus.

Den Fokus auf päpstliche Urkunden richtete KLAUS HERBERS (Erlangen). Am Beispiel der Iberia Pontificia erörterte er die Frage nach Rationalität und anzustrebendem Perfektionsgrad bei Editionsprojekten. Begonnen in den Jahren 1925-27 durch Paul Fridolin Kehr, stelle die Bearbeitung der spanischen Papsturkunden heute einen speziellen Fall dar. Neben den bisher erschienenen Bänden (Papsturkunden in Spanien: Aragon und Navarra) wartet ein dritter Teil bis heute auf seine Veröffentlichung. Seit 2006 bereitet eine Projektgruppe des Göttinger Papsturkundenwerks das unter anderem von P. F. Kehr und Odilo Engels gesammelte Material für die Publikation vor. Aufgrund unterschiedlicher Bearbeitungsstände der Quellen wäre die Erstellung einer kritischen Edition mit erheblichem Aufwand verbunden. Im Sinne der Forschung, die bisher nur unzureichenden Zugriff auf spanische Papsturkunden besitzt, habe man mit der einfachen Transkription aller nicht bei Jaffé-Löwenfeld verzeichneten Urkunden einen pragmatischen Weg eingeschlagen. Im Zuge des Arbeitsprozesses sei eine XML-Datenbank entstanden, die es ermögliche, sich schrittweise dem langfristigen Ziel einer kritischen Edition anzunähern. In der Diskussion wurde die Frage nach der langfristigen Betreuung derartiger digitaler Angebote aufgeworfen. Um die Vorteile der dynamischen Internetpublikation gegenüber dem Buch gewährleisten zu können, müsse deren Finanzierung auf lange Sicht abgesichert werden. Dieser Aspekt werde bei zunehmenden Onlineeditionen in Zukunft eine große Rolle spielen.

ROLF GROSSE (Paris) äußerte die Einschätzung, dass das Formulieren eines Regests oft schwieriger sei als die Volledition einer Urkunde. Ein gutes Regest könne den Blick in die Urkunde ersetzen; dies sei gerade angesichts abnehmender Lateinkenntnisse wichtig. Wenngleich es Regestenwerke für zahlreiche Länder gebe, seien sie doch typisch für die deutsche Tradition der Erschließung mittelalterlicher Quellen. Dies führte Große aus am Beispiel der beiden größten Regestenprojekte, der Regesta Imperii und dem des Göttinger Papsturkundenwerks; auch auf die Jahrbücher der deutschen Geschichte ging er kurz ein. Wichtigste Aufgabe der Regesten sei die ordnende Erschließung großer Materialmengen. Die Berücksichtigung der Deperdita gestatte den Überblick über die gesamte Urkundenproduktion eines Ausstellers und ermögliche quantitative Untersuchungen; die Aufnahme historiographischer Regesten komme der Itinerarforschung entgegen.

Im Blick auf kirchenrechtliche Quellen konstatierte WILFRIED HARTMANN (Tübingen), dass jede sorgfältig ausgearbeitete kritische und kommentierte Edition einen wesentlichen Mehrwert für die Wissenschaftsgemeinschaft mit sich bringe. Ziel sei nicht zwangsläufig die Suche nach dem „Ur- oder Idealtypus“, sondern die Darbietung der verschiedenen Erscheinungsformen historisch wirksamer Texte, um sie dem Historiker nutzenorientiert bereitzustellen. Zunächst wies er darauf hin, dass viele Rechtssammlungen (beispielsweise die Ivos von Chartres) nicht in kritischen Editionen vorliegen, sodass oft auf unzureichende Drucke des 16. Jahrhunderts zurückgegriffen werden müsse. Einigen gelungenen Editionsvorhaben neueren Datums stünden negative Beispiele gegenüber. Den zweiten Teil des Vortrags widmete Hartmann den unverzichtbar erscheinenden Bestandteilen einer kritischen Ausgabe. Dabei sei es zweitrangig, ob die Darstellung auf elektronischem Weg oder in Papierform erfolge. Beide Varianten besäßen Vor- und Nachteile, wenngleich es bei den bisher im Bereich der kirchenrechtlichen Quellen veröffentlichten Internetprojekten noch Potentiale auszuschöpfen gelte. Im Anschluss wurde die Frage diskutiert, ob sich die heutige Forschungslandschaft zu wenig einladend für Editionsvorhaben gestalte. Trotz ihrer verstärkten finanziellen Förderung habe noch kein Prinzipienwandel stattgefunden. Man erhoffe sich durch die Einbindung digitaler Hilfsmittel, der Wahrnehmung der Textedition als „minderem Handwerk“ entgegenzuwirken.

Mit ihrem Beitrag eröffnete PASCALE BOURGAIN (Paris) das Feld der Edition literarischer und historiographischer Texte. Sie betonte, dass sich am Grundprinzip der Edition – der Nutzbarmachung eines Textes für den Benutzer – auch im 21. Jahrhundert nichts ändern werde. Gegenstand sei dabei der Text, nicht das Werk. Im Gegensatz zum Werk, welches redigiert, abgeschrieben, übersetzt und dabei verfälscht werde, sei der Text als eine Art Momentaufnahme einzigartig. Diesen gelte es zu bewahren und mit ihm das Denken der Vergangenheit. Ohne Edition laufe ein Text Gefahr, verloren zu gehen oder sich in Inkonsistenz aufzulösen. In diesem Zusammenhang warf Bourgain die Frage auf, ob die moderne Textedition weiterhin ihr Ideal in der kritischen Edition zu sehen habe. Der Verzicht auf die Nachzeichnung sämtlicher Entstehungsphasen könne dem Benutzer einen Text in einer leichter rezipierbaren Version liefern. Weniger als kritische Edition denn als Arbeitsfassung erscheine die bereits mehrfach thematisierte digitale Edition. Unersetzbar erscheine sie als Begleitung philologischer Texte, deren Original als Digitalisat vorliege. Nur so könne die eingangs betonte Verflüchtigung abgewendet werden. Hier schließe sich der Kreis: Ob in Papierform oder als Onlinemedium, auf eine Textedition sei nicht zu verzichten.

Um Editionsprojekte wieder verstärkt als geschichtliche Grundlagenforschung in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken, empfahl CLAUDIA ZEY (Zürich) in ihrem Vortrag, nicht bei der Frage nach Methodik und Auswahl zu edierender Texte zu verharren. Weitere Aspekte seien zu berücksichtigen. Zunächst sei dies das Edieren in einem interdisziplinären Kontext, bei historiographischen Quellen eine Seltenheit, wie Zey exemplarisch anführte. Zielführend sei zudem die Übersetzung in eine moderne Sprache bei allgemein sinkender Altsprachenkompetenz. Bei der Frage nach der Publikationsart schloss sie sich der Auffassung von Bourgain an, wonach eine Onlineedition zu keinem Zeitpunkt eine letztgültige Arbeit darstellen werde. Als Ergänzung zur Druckfassung (siehe Iberia Pontificia) erscheine sie in jedem Fall sinnvoll. Nicht unwesentlich sei auch eine inhaltliche Analyse der Quelle durch den Editor in Form einer eigenständigen Publikation, um die Ergebnisse der Editionsleistung der Forschungsgemeinschaft näherzubringen. Schließlich zeige sich die deutsche Geschichtsforschung im Vergleich zu anderen Wissenschaftskulturen einer populären Aufbereitung historischer Arbeit zu wenig aufgeschlossen. In der Diskussion wurde angemerkt, dass aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung zuweilen Editionen (beispielsweise Dissertationsvorhaben) unveröffentlicht blieben. Hier könnten die vorgebrachten Aspekte eine Verbesserung der Situation herbeiführen.

Andere Problemstellungen bringe die Edition literarischer Texte mit sich, wie dies RICHARD TRACHSLER (Zürich) am Beispiel der Bearbeitung altfranzösischer Werke aufzeigte. Um die schwierige Lage, in der sich die Editionswissenschaft heute befinde, verstehen zu können, skizzierte Trachsler die historische Entwicklung dieses Zweigs der Literaturwissenschaft. Ihre Ursprünge sind bei denen der romanischen Philologie zu suchen. Am Ende des 19. Jahrhunderts fanden zwei verschiedene textkritische Methoden Anwendung. Der Lachmannschen Methode trat Joseph Bédier mit seiner Auffassung entgegen, im Bereich der Philologie sei es zielführender, auf ein einzelnes Manuskript zurückzugreifen. Dieses solle so wenig wie möglich korrigiert werden. Postmodernisten (1970er) wie auch die neuphilologische Strömung der 1990er Jahre sprachen sich im Sinne Bédiers gegen die Suche nach einem Urtext bei der variantenreichen Literatur des Mittelalters aus. Dies führe jedoch in letzter Konsequenz zu jener Krise, in der sich nach Auffassung von Trachsler die Edition literarischer Texte heute befinde. Der Markt, dessen Gesetzen das Editionsgeschäft folge, werde mit zahlreichen Ausgaben überhäuft, deren Wert jedoch oft zweifelhaft sei. Eine sorgfältigere Auswahl der zu edierenden Texte, die Rückbesinnung auf editorische Standards sowie die Frage nach dem Publikum, für das die Edition erstellt werde, könnten einen Ausweg aus dieser ungünstigen Situation bieten.

ARMAND JAMME (Lyon) näherte sich dem Thema über das historiographische Forschungsfeld des mittelalterlichen Rechnungswesens. Die Verschiedenheit der Quellen habe zu Editionen unterschiedlicher Methodik geführt. Jede Edition sei dabei ein Kind ihrer Zeit, die Wahl ihres Verfassers. Die textkritische Erschließung mittelalterlicher Buchhaltung habe dabei bis heute nichts an Aktualität eingebüßt, wenngleich fehlende Normen bei ihrer Bearbeitung Schwierigkeiten bereiten würden. Sowohl als Quelle zur Institutionalisierung der Staatsgewalt, zur Nachzeichnung der Entwicklung des Rechnungswesens (Entstehung der doppelten Buchführung), wie auch zur Erschließung einer spezifischen Fachsprache (epochen- und regionsabhängig) könnten Rechnungsbücher herangezogen werden. Sie stellten eine reichhaltige Quelle dar, die Einblick in das alltägliche Leben gebe. Nicht zuletzt gerieten sie – obwohl genuin nicht-diplomatisches Schriftgut – als Zeugen notarieller Schriftlichkeit ins Blickfeld von Diplomatik und Paläographie. Das Rechnungswesen scheine demnach mehr darzustellen als lediglich ein Hilfsmittel der Macht. Es sollte als wissenschaftlich eigenständige und empirische Disziplin angesehen werden. Die Edition dieses Quellentypus bleibe folglich auch im 21. Jahrhundert überaus wünschenswert.

Während sich beim Blick auf die Epoche der Frühen Neuzeit zwar Bestandsmenge und Dokumententyp veränderten, stellte OLIVIER PONCET (Paris) bei der Editionsmethodik kaum Veränderungen gegenüber der des Mediävisten fest. In seinen Ausführungen betonte er, die massive Zunahme von Schriftlichkeit („Quellenwandel“) habe keinen Qualitätsverlust des überlieferten Quellenmaterials zur Folge. Mit schwer überschaubaren Beständen zu arbeiten sei dabei kein genuin modernes Phänomen, wie dies die vorab thematisierte Papsturkundenforschung zeige. Edieren bedeute auch immer, eine Auswahl zu treffen. Für die Neuzeit hätten seit dem 19. Jahrhundert insbesondere Korrespondenzen, Memoiren, Tagebücher wie auch Reiseberichte ein gesteigertes Interesse erfahren. Vernachlässigt wurden dagegen juristische und wirtschaftliche Quellen, vermutlich aufgrund ihres repetitiven Charakters. An Großprojekten wie der Edition der Urkunden der Könige von Frankreich unter der Ägide des Institut de France und des CNRS sei eine Rückkehr zu den Quellen feststellbar. Das Arbeiten im Kollektiv sowie der Einsatz von Datenbanken seien dabei die Maxime. Die Editionsmethodik habe durch die Text Encoding Initiative (TEI) erstmals seit dem 19. Jahrhundert wesentliche Fortschritte erzielt. Poncet resümierte, dass auch die Edition frühneuzeitlicher Quellen bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren habe.

Abschließend fasste OLIVIER GYOTJEANNIN (Paris) die zentralen Ergebnisse der table ronde zusammen. Die Editionsprojekte unterschiedlichster Textgattungen und Quellenarten hätten die heutige Editionslandschaft treffend skizziert. Vor der Sinnfrage „Pourquoi éditer…“ sei aufgrund der Materialfülle zunächst nach dem Editionsgegenstand gefragt worden. Gleichzeitig stellte sich die Frage nach der Art der Methodik: kritische Edition oder Regest, Buchform oder Internetpublikation. Insbesondere letztere wurde in den verschiedenen Beiträgen als unverzichtbares Hilfsmittel des Editors gelobt. Die Frage, für welches Publikum publiziert werde, sei eng verbunden mit der Frage nach dem „Warum“. Zum einen gebe es Editionen, die sich an eine breitere Öffentlichkeit richteten, wie dies bei literarischen Texteditionen und der Aufbereitung moderner Dokumente der Fall sei. Zum anderen handele es sich um (Neu-)Editionen vorwiegend mittelalterlicher Quellen, die sich an den Fachhistoriker richteten. Während sich erstere Form durch Angebot und Nachfrage des Marktes rechtfertige, so sei dies bei letzterer die Dienstleistung, die dem Historiker erbracht werde. Grundlagenarbeit, wie sie die Textedition darstelle, bleibe für Studium und Forschung weiterhin unverzichtbar – auch im 21. Jahrhundert.

Konferenzübersicht

Rolf Große (Paris): Introduction

Jean Dufour (Paris): L’édition d’actes médiévaux: une nécessité à adapter aux techniques nouvelles

Martina Hartmann (München): Die Edition von Quellen, die es nicht mehr gibt. Die merowingischen und karolingischen Deperdita

Klaus Herbers (Erlangen): Transcription ou edition? Des actes pontificaux espagnols inédits ou mal édités

Rolf Große (Paris): De l’utilité des regestes

Wilfried Hartmann (Tübingen): Probleme beim Edieren kirchenrechtlicher Quellen

Pascale Bourgain (Paris): Pourquoi éditer des textes latins au XXIe siècle?

Claudia Zey (Zürich): Wie ediert man historiographische Quellen des Mittelalters im 21. Jahrhundert?

Richard Trachsler (Zürich): Quels textes et pour qui? Le cas des textes littéraires en ancien français

Armand Jamme (Lyon): Histoire médiévale et comptabilités: du renouveau d’un champ historiographique au renouvellement des perspectives d’édition

Olivier Poncet (Paris): Les vertiges de l’historien moderniste. Éditer des textes en contexte de prospérité archivistique (XVe–XIXe siècle)

Olivier Guyotjeannin (Paris): Mot de conclusion

Zitation
Tagungsbericht: Pourquoi éditer des textes médiévaux au XXIe siècle? 8e rencontre de la Gallia Pontificia, 17.05.2013 Paris, in: H-Soz-Kult, 29.07.2013, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4946>.
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29.07.2013
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