Zwei Staaten – eine Krone. Die polnisch-sächsische Union 1697-1763

Ort
Chemnitz
Datum
24.10.2013 - 26.10.2013
Veranstalter
Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Technische Universität Chemnitz; Sächsisches Staatsministerium des Innern
Von
Anke Bertz/Marian Bertz, Institut für Europäische Geschichte, Technische Universität Chemnitz

Im Jahr 2013 jährt sich zum 250. Mal das Ende der 1697 geschlossenen Union zwischen dem Kurfürstentum Sachsen und dem Königreich Polen-Litauen. Aus diesem Anlass widmete die Professur für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Technischen Universität Chemnitz gemeinsam mit dem sächsischen Innenministerium dem historischen Ereignis eine Tagung.

Den Eröffnungsvortrag hielt HEINZ DUCHHARDT (Mainz). Als berühmte Beispiele für Personalunionen nannte er die spanisch-portugiesische und die englisch-schottische Union. In Deutschland sei diese Entwicklung auf das Streben der Fürsten nach Souveränität zurückzuführen, die mit dem Erwerb eines Königstitels gesteigert werden sollte. Für den sächsischen Kurfürsten sei Polen dafür der „einfachste Weg“ gewesen.

HELMUT NEUHAUS (Erlangen) verdeutlichte, dass dynastische Verbindungen zwischen den Habsburgern und Wettinern erst nach dem Übertritt letzterer zum Katholizismus möglich gewesen wären. Die Konversion der Wettiner führte aber gleichzeitig zu einer schwächeren Stellung bei den protestantischen Fürsten, sodass schließlich der Kurfürst von Brandenburg neuer Führer der evangelischen Reichstände wurde. Neuhaus fasste die Ära der polnisch-sächsischen Union als „politisch verheerend“, aber „kulturell glanzvoll“ zusammen. Die fehlende Landbrücke sei als Symbol für den Abstand der beiden Länder zu sehen. Letzten Endes seien es zwei Staaten, einer mit einem Kurhut und einer mit einer Krone, gewesen.

In der darauf folgenden Diskussion wurde im Hinblick auf die Verbindung zwischen Sachsen und Polen-Litauen Kritik am Begriff der Union geäußert, da diese Staatenunion, so Neuhaus, keine völkerrechtliche Grundlage gehabt hätte.

MATTHIAS STADELMANN (Erlangen/Eichstätt) zeigte auf, dass Polen-Litauen seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts besonders auf kultureller Ebene großen Einfluss auf Russland gehabt habe und das überlegene Vorbild gewesen sei. Sachsen dagegen lag schlichtweg außerhalb des russischen Horizonts. Vor dem Großen Nordischen Krieg sei Russland der „Juniorpartner“ Sachsens und Polens gewesen, nach der Niederlage Augusts II. habe sich das Zarenreich aber als überlegen herausgestellt. Nur mit russischer Hilfe sei August wieder polnischer König geworden. In der Folgezeit betrieb Russland gezielt eine weitere Schwächung seines ehemaligen Verbündeten.

Auf Preußens Rolle während der Zeit der sächsisch-polnischen Union ging HENDRIK THOSS (Chemnitz) ein. Er stellte die seit der Frühen Neuzeit zwischen Brandenburg-Preußen und dem Kurfürstentum Sachsen bestehende Konkurrenz um die Vormachtsstellung im Reich heraus. Die Grundlage für die Entscheidung zugunsten Preußens legten die unterschiedlichen Fähigkeiten der Monarchen: Während Friedrich Wilhelm die Konsolidierung der Staatsfinanzen und den Aufbau des Heeres forcierte, war die Regierungszeit Friedrich Augusts durch eine schlechte Wirtschafts- und Finanzpolitik gekennzeichnet. Die Überlegenheit Preußens auf militärischer Ebene setzte sich unter ihren Nachfolgern fort und manifestierte sich schließlich endgültig in der Niederlage Sachsens 1763. Nach dem Ende des Dritten Schlesischen Krieges sei Sachsen in politischer Bedeutungslosigkeit versunken und Preußens Aufstieg besiegelt worden.

BOGUSŁAW DYBAŚ (Thorn) zeigte, dass August der Starke nach seiner erfolgreichen Wahl zum polnischen König im Jahr 1697 schnell Ideen zu Reform und Ausbau der staatlichen Strukturen, der Verteidigung und der Wirtschaft Polens entwickelte. Auch sein Agieren im Großen Nordischen Krieg sollte diesen Zielen dienen. In den ersten, schwierigen Jahren seiner Herrschaft – August verlor zwischen 1707 und 1709 sogar zeitweilig den Thron – habe er indes überwiegend nur auf den Beistand der Aristokraten bzw. der Konstitutionalisten unter ihnen zählen können. Nach dem erfolgten Generationenwechsel im polnischen Adel sei jedoch eine merkliche Stabilisierung der Herrschaft des Königs eingetreten. Insgesamt werde der betrachtete Zeitraum in der polnischen Historiographie gleichwohl als Beginn des Niedergangs Polen-Litauens angesehen.

Wenngleich die genannten staatlichen Reformvorhaben in Polen durch den Großen Nordischen Krieg vorübergehend in den Hintergrund gedrängt wurden, so klärte doch vor allem der Sejm von 1717, wie ADAM PERLAKOWSKI (Krakau) darlegte, das anfangs offene Verhältnis zwischen Herrscher und Untertanen eindeutig. Dieser formulierte eine Reihe von Verhaltensregeln für den neuen Regenten und seine sächsischen Staatsbediensteten. So durfte August Polen pro Jahr nur für drei Monate verlassen und den sächsischen Beamten war es untersagt, sich in innerpolnische Angelegenheiten einzumischen. Versuche der sächsischen Seite, auch in Polen ein Geheimes Kabinett zu gründen, waren so zum Scheitern verurteilt. Die sächsischen und polnischen Vorstellungen zur Modernisierung der staatlichen Verwaltung ließen sich, wie die Wettiner feststellen mussten, letztlich nicht vereinen.

MARIAN DROZDOWSKI (Stolp) betonte, dass besonders die ältere polnische Forschung Augusts des Starken Herrschaft als negativ für Polen angesehen habe, wobei die Erholung der Wirtschaft unberücksichtigt geblieben sei. So hätten ein sächsisch-polnisches Zollabkommen und ein Handelsabkommen mit Österreich den Handel begünstigt. In der Landwirtschaft, im Manufakturwesen und beim Ausbau der Flüsse konnten teils deutliche Verbesserungen erreicht werden. Die Implementierung einer sächsisch geprägten Finanzpolitik scheiterte dagegen. Dieser standen die feudalen Strukturen Polens im Wege. Nach dem Einbruch im Großen Nordischen Krieg setzte sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch unter August III. fort, brach nach dessen Tod jedoch erneut ab.

Einen neuen Blickwinkel auf die internationalen Verflechtungen Polen-Litauens und Sachsens, aber auch die Mechanismen des Ancien Régime, bot JOSEF JOHANNES SCHMID (Mainz). Moritz von Sachsen, ein illegitimer Sohn Augusts des Starken, war hierbei zweifelsohne die schillerndste Figur. 1721 trat er in französische Dienste ein und erreichte 1747 den höchstmöglichen Rang der französischen Armee. Neben seiner glanzvollen Offizierskarriere bemühte er sich durch die Vermittlung der Heirat Maria Josephas von Sachsen mit Louis Ferdinand, Dauphin von Frankreich, erfolgreich um die Aufhebung des französisch-sächsischen Antagonismus. In die Kategorie überraschender Heiratsverbindungen gehöre auch die Eheschließung zwischen Maria Amalia von Sachsen und Carlos III. von Spanien, ebenfalls dem Hause Bourbon entstammend. Maria Christina von Sachsen dagegen, wurde nach der fehlgeschlagenen Verheiratung mit Stanislaus I. Leszczyński – er starb zuvor – Äbtissin des Reichsstifts in Remiremont (Lothringen). Auf diesem Weg sei sie direkt für französische Interessen, die Gallisierung Lothringens, instrumentalisiert worden. Insgesamt verdeutliche sich bei der Betrachtung dieser Beispiele einmal mehr die herausragende Bedeutung, die Heiratsverbindungen zwischen den Fürstenhäusern für die Politik des 18. Jahrhunderts hatten. Erstaunlich sei es aber, dass auch Verbindungen abseits der sonst „üblichen“ eingegangen wurden, mit denen sich die Rahmenbedingungen der internationalen Beziehungen schnell und nachhaltig ändern konnten.

Nach diesem Exkurs wandte sich KLAUS FITSCHEN (Leipzig) einem der zentralen Ereignisse im Zusammenhang mit der Herstellung der polnisch-sächsischen Union zu – dem Konfessionswechsel Augusts des Starken. Glaubenswechsel von Herrschern seien zu dieser Zeit an sich nichts Außergewöhnliches gewesen. Bei August weckte der Übertritt zum Katholizismus in der evangelischen Geistlichkeit Befürchtungen vor einem Verlust der Privilegien und der Ausbreitung der katholischen Religion in Sachsen. Entgegen aller Vermutungen blieb der Katholizismus indes im Wesentlichen auf die Wettiner und Dresden beschränkt, mithin eine Minderheit im ansonsten weiterhin protestantischen Kurfürstentum.

STANISŁAW ROSZAK (Thorn) erweiterte das bis dahin gewonnene Bild Augusts III. um eine kulturelle Komponente. Die Ära Augusts III. sei in Polen als Blütezeit der Wissenschaft und Kultur empfunden worden, in deren Zeit die Gründung der Akademie der Wissenschaften und die Eröffnung der Warschauer Bibliothek 1747 fiel. Letztere entstand auf Betreiben der büchersammelnden Brüder Załuski, die ihre Privatbibliothek der Öffentlichkeit zugänglich machten und damit ein Zentrum des intellektuellen Lebens in Warschau schufen. Zur Bereicherung des Gelehrtendaseins trugen auch verschiedene Zeitungen bei, die anfänglich auf Deutsch, später auch auf Latein und Polnisch erschienen. Insgesamt sei August III. ein Erneuerer der Kultur, Literatur sowie der Wissenschaften gewesen – ein Umstand, der vor allem aufgrund der langen Friedensperiode möglich gewesen sei.

Den Bauvorhaben Augusts II. und seines Nachfolgers widmete sich WALTER MAY (Dresden). Das erste große Bauprojekt war die Umgestaltung des königlichen Schlosses in Warschau. Nach einem Brand in der Dresdner Residenz habe deren Umbau jedoch Priorität gehabt. Insgesamt bestand eine große stilistische Ähnlichkeit zwischen den Bauten in Warschau und Dresden, da die Vorstellungen der Herrscher von denselben Architekten umgesetzt wurden.

Die Residenzbauten Augusts des Starken und Heinrichs von Brühl stellte TOMASZ TORBUS (Danzig) vor. Brühl war nicht nur Premierminister Sachsens und Polens, sondern auch einer der größten Kunstmäzene seiner Zeit. Seine überragende Macht in der sächsisch-polnischen Regierung und Verwaltung wurde den Zeitgenossen beispielsweise in Warschau eindrucksvoll vor Augen geführt, denn das Brühlsche Palais war wesentlich größer und prächtiger als das in unmittelbarer Nähe gelegene Sächsische Palais, in dem die sächsischen Kurfürsten residierten. Bei der Planung der Bauten orientierten sich sowohl August II. und August III. als auch Brühl vor allem an der italienischen und französischen Architektur. Gleichwohl fanden sie in Polen keinen traditionslosen Raum vor, in dem eigene Konzepte uneingeschränkt hätten verwirklicht werden können.

ALINA ZORAWSKA-WITKOWSKA (Warschau) schlug den Bogen zum Musikleben am polnisch-sächsischen Hof. Sie unterstrich im Hinblick auf das Musik- und Theaterleben die Bevorzugung des Dresdener Hofes. So seien die Ausgaben für die Musikkapellen in der sächsischen Residenz beispielsweise viel höher gewesen als in Warschau. Dennoch pflegten die Wettiner die polnische Tanzmusik. Nachdem eine Polonaise der Eröffnungstanz bei der Hochzeit des Kronprinzen mit der Erzherzogin Maria Josepha gewesen war, wurden die sächsischen Hofbälle immer mit diesem Tanz eröffnet. Die Begünstigung Dresdens im Bereich des Musik- und Theaterlebens sei unter August III. etwas abgeklungen, wohl auch, da er sich weit häufiger in Warschau aufhielt als sein Vorgänger.

Die Musik, mit einem Schwerpunkt auf dem Wirken Johann Sebastian Bachs, war das Thema von SZYMON PACZKOWSKI (Warschau). Obwohl er von 1736 bis zu seinem Tod Königlich-Polnischer und Churfürstlich-Sächsischer Hof-Compositeur war, hat Bach Polen nie besucht. So sei es denn auch nahezu unbekannt, was er über Polen gewusst oder gedacht habe, wie der Referent bekennen musste. Eine größere Wirkung in und für Polen entfalteten jedoch Bachs Schüler Johann Gottfried Goldberg, Johann Kropfganz der Jüngere, Johann Philipp Kirnberger und Lorenz Mitzler.

MILOŠ ŘEZNÍK (Chemnitz) widmete seine Ausführungen dem Andenken Jacek Staszewskis, einem der bedeutendsten polnischen Historiker in der Forschung zur polnisch-sächsischen Union, der am 26. August diesen Jahres verstorben ist. Die polnische Historiographie des 19. Jahrhunderts deutete August II. und August III. zu Deutschen auf dem Thron um, die bereits Teilungspläne geschmiedet hätten, und bewertete ihre Regentschaft als negativ für Polen. Einen Wandel brachte hier erst die Zusammenarbeit zwischen der DDR und der VR Polen nach dem Zweiten Weltkrieg, wobei es Jacek Staszewski war, der als erster polnischer Historiker umfangreiche Monographien zu den Sachsen auf dem polnischen Thron schrieb und zentrale, bis heute nachwirkende Bedeutung bei der Neubewertung der polnisch-sächsischen Union erlangte.

JENS BOYSEN (Warschau) legte dar, dass in Sachsen die polnisch-sächsische Union als positive Epoche sowie als Vorbild für die föderative Ordnung auf europäischer Ebene wahrgenommen würde. Im Bereich der Schulbildung sei das vermittelte Bild der Union relativ ausgewogen, obgleich diese nur am Rande behandelt wird. Dagegen fiele die geringe Präsenz der Thematik in der sächsischen Museumslandschaft auf. Eine Ausnahme bildete hierbei nur die Ausstellung „Unter einer Krone“ von 1997/98. Auch bei den im Ausland präsentierten sächsischen Sammlungen sei der geringe Polenbezug zu bemerken.

Dieser Gedanke wurde in der darauf folgenden Diskussion aufgegriffen. Řezník machte auf die intensive touristische Nutzung des Augusteischen Zeitalters in Sachsen aufmerksam, wobei der Bezug zu Polen jedoch ebenfalls äußerst marginal ausfallen würde.

Vielen der Tagungsteilnehmer war sie ein Begriff, nur einige hatten sie, wie sich herausstellte, auch gelesen: die „Sachsen-Trilogie“ Józef Ignacy Kraszewskis, mit der sich MARTIN MUNKE (Chemnitz) befasste. Sie erschien in den 1870er-Jahren in Polen, auf Deutsch 1880 dagegen nur der erste Band, Teil 2 und 3 folgten in den 1950er-Jahren. Erst dann habe sie auch in Deutschland eine größere Wirkung entfaltet, wobei heute zunächst an die in den 1980er-Jahren entstandene Verfilmung gedacht werde. In der „Sachsen-Trilogie“ schlugen sich Kraszewskis kritische Ansichten zum Adel, Sachsen und der polnisch-sächsischen Union nieder, wie bereits im Referatstitel verdeutlicht wurde. Sachsen habe Polen verdorben, die Stände ausgeschaltet und die „normale“ Bevölkerung leiden lassen. Diese Sichtweise hängt aber nicht nur mit der in Řezníks Vortrag erwähnten damaligen generell negativen Beurteilung der Union zusammen, sondern auch mit Kraszewskis Bestreben, die Erinnerung an Polen und seine Tradition in den Zeiten polnischer „Nicht-Staatlichkeit“ wach zu halten, wie Munke betonte.

Den Abschluss der Tagung bildete STEFAN GARSZTECKI (Chemnitz). Er wies auf die bestehende gute Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen beiden Akteuren hin, die mit dem Beitritt Polen zur EU noch einmal forciert wurde. Als Hindernis für diese positive Entwicklung nannte er Bürokratie und die Sprachbarriere. Deren Überwindung widmen sich jedoch viele Projekte.

Die durchweg gut besuchte und anregende Tagung zeigte die neuesten Forschungsergebnisse und aktuellen Bewertungen der polnisch-sächsischen Union aus polnischer wie deutscher Sichtweise auf. Leider unterblieb eine Gesamtbewertung der Union ebenso wie ein Lösungsansatz in der eingangs aufgeworfenen Frage, ob der Begriff der Union für die polnisch-sächsische Verbindung der Jahre 1697-1763 überhaupt in Frage komme. Vielleicht holt dies der im nächsten Jahr erscheinende Tagungsband nach.

Konferenzübersicht:

Frank-Lothar Kroll (Chemnitz): Eröffnung und Einführung

Arnold van Zyl (Chemnitz): Grußwort

Andreas Schmalfuß (Dresden): Grußwort

Rüdiger von Fritsch (Warschau): Grußwort

Jens Baumann (Dresden): Grußwort

Heinz Duchhardt (Mainz): Personalunionen in der Neueren Geschichte Europas

Sektion I: Politik und Diplomatie

Helmut Neuhaus (Erlangen): Die polnisch-sächsische Union, Habsburg und das Reich

Matthias Stadelmann (Erlangen/Eichstätt): Polen und Sachsen im Blickfeld der russischen Politik

Hendrik Thoß (Chemnitz): Preußen und die polnisch-sächsische Union

Sektion II: Regierung und Verwaltung, Religion und dynastische Lebenswelten

Bogusław Dybaś (Thorn): Anfänge und erstes Regierungshandeln König Augusts des Starken in Polen

Adam Perlakowski (Krakau): Staats- und verwaltungsrechtliche Aspekte der Union aus polnischer Perspektive

Marian Drozdowski (Stolp): Wirtschaft und Finanzen unter den Unionskönigen

Josef Johannes Schmid (Mainz): Dynastie zwischen Ost und West. Familienkontakte und Heiratsallianzen der Häuser Wettin und Bourbon im 18. Jahrhundert

Klaus Fitschen (Leipzig): Der Glaubenswechsel Augusts des Starken im Spannungsfeld toleranz- und konfessionspolitischer Probleme

Sektion III: Kunst, Kultur, Wissenschaft

Stanisław Roszak (Thorn): Der Herrscher und die Stadt. Das intellektuelle Milieu Warschaus während der Sachsenzeit

Walter May (Dresden): Bauämter und Architektur in Dresden und Warschau

Tomasz Torbus (Danzig): Residenzbauten in der Ära Brühl

Alina Zorawska-Witkowska (Warschau): Musikkultur und Musikpflege am polnisch-sächsischen Hof

Szymon Paczkowski (Warschau): Der Königlich Polnische und Churfürstlich Sächsische Hof-Compositeur Johann Sebastian Bach. Bach und Polen im 18. Jahrhundert

Sektion IV: Nachwirkungen, Erinnerungskultur, aktuelle Bezüge

Miloš Řezník (Chemnitz): Die polnisch-sächsische Staatenunion im deutsch-polnischen Rückblick. Einige historiographische Reminiszenzen in Erinnerung an Jacek Staszewski

Jens Boysen (Warschau): Die polnisch-sächsische Staatenunion in der sächsischen und deutschen Erinnerungskultur

Martin Munke (Chemnitz): Moralische Verdorbenheit und politischer Niedergang. Zum Bild der polnisch-sächsischen Union bei Józef Ignacy Kraszewski

Stefan Garsztecki (Chemnitz): Polen und Sachsen als Akteure in der Europäischen Union

Zitation
Tagungsbericht: Zwei Staaten – eine Krone. Die polnisch-sächsische Union 1697-1763, 24.10.2013 – 26.10.2013 Chemnitz, in: H-Soz-Kult, 09.12.2013, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5129>.