Invented Jewish Traditions. Jüdisches Erbe in Europa zwischen Erinnerung und Inszenierung

Ort
Hamburg
Datum
17.11.2013 - 20.11.2013
Veranstalter
Institut für Geschichte der deutschen Juden, Hamburg; Instituto Cervantes, Hamburg
Von
Joachim Schlör, The Parkes Institute for the Study of Jewish/non-Jewish Relations, University of Southampton

Das Thema der topographischen Dimension jüdischer Geschichte und Kultur und der räumlichen Ausdrucksformen jüdisch-nichtjüdischer Beziehungen hat in den letzten Jahren verstärkte Aufmerksamkeit gefunden. Begriffe und Annäherungen wie der von Diana Pinto entworfene „(new) Jewish Space“ – für die eher imaginäre und imaginierte, auch literarische oder visuelle Konstruktion – und „Jewish Place(s)“ – für die Beschreibung und Analyse konkreter Orte und Wege jüdischen Lebens und der Erinnerung daran – wurden in zahlreichen Veranstaltungen und Publikationen diskutiert, in Deutschland und anderen europäischen Ländern, in Israel, auch in den USA (und jeweils auf durchaus unterschiedliche Weise). Zu nennen sind hier, beispielhaft, die im Potsdamer DFG-Graduiertenkolleg „Makom: Ort und Orte im Judentum“ entstandenen Arbeiten ebenso wie Beiträge von Maoz Azaryahu in Haifa, Charlotte Fonrobert und Vered Shemtov in Stanford oder Barbara E. Mann in New York.[1]

Während eine übergreifende und umfassende Definition von Jewish Space noch aussteht und wohl auch nicht zu haben sein wird, aus gutem Grund, wurde das Konzept doch bei verschiedenen Gelegenheiten durch eine produktive Konfrontation mit verwandten Arbeitsbereichen, etwa der Stadt- und der Migrationsgeschichte, sinnvoll eingesetzt.[2] Ein solcher Dialog ist den Veranstaltern der hier zu besprechenden Konferenz, Anna Menny und Michael Studemund-Halévy vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden, auf beeindruckende Weise gelungen. Konzeptionell trafen hier drei wesentliche Forschungsbereiche aufeinander: Untersuchungen zur Erinnerungskultur – weniger „der jüdischen“ als der „mit dem Jüdischen“ (Erbe) befassten; Forschungen im Bereich der (nach Hobsbawm) „invented traditions“; und eben solche Projekte, die sich mit dem räumlichen Niederschlag von Erinnerung („lieux de mémoire“ und „milieux de mémoire“) und Erbe („heritage“ und „inheritance“) in Städten, Dörfern, oder Regionen in Europa beschäftigen. Ort und Erinnerung ist denn auch der passende Titel einer Ausstellung (und der dazugehörigen Publikation) der beiden Veranstalter, die einen „historischen Streifzug durch das jüdische Hamburg von 1930“ von Martin Cohen, veröffentlicht im Israelitischen Familienblatt, zum Anlass nahmen, über die Orte von damals und von heute nachzudenken und ihnen in Bildern und Texten nachzugehen; die Eröffnung der Ausstellung im Gebäude Beim Schlump 83 ging der Tagung voraus.

Im Einführungsvortrag sprach YFAAT WEISS (Jerusalem), die Leiterin des Franz-Rosenzweig-Forschungszentrums, über „Raub und Erbe: Jüdische Kulturgüter im Nachkriegseuropa“. Sie zeichnete, wie schon bei der Konferenz Traces and Treasures. Preserving and Exploring German-Jewish Collections in Israeli Archives im Juni 2013 in Jerusalem, „the historical circumstances of the mid 1940s, throughout which heirless Jewish cultural property found their home in Jerusalem“, detailliert nach. Damit war, nachträglich betrachtet, ein „elephant in the room”: nämlich Israels Anspruch, der zuständige Ort, die natürliche Heimat für die Zeugnisse jüdischer Kultur, auch der Diaspora, zu sein (Franz Kafkas von Max Brod aufbewahrte Manuskripte stehen dafür ebenso wie die Wandgemälde von Bruno Schulz im galizischen Drohobyc). Die im Vortrag aufgeworfenen wichtigen Fragen nach „ownership, belonging and legitimacy“ wurden, wenn auch ohne Bezug zu Israel, in den Diskussionen aufgegriffen.

In ihrer Einführung konzentrierten sich ANNA MENNY und MICHAEL STUDEMUND-HALEVY (beide Hamburg) auf „das Fehlende“: auf die Bedeutung und die Ästhetik der Absenz, des nicht mehr Vorhandenen, konkret: auf den durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft in Deutschland und die deutsche Okkupation Europas verursachten Verlust jüdischen Kulturguts im weitesten Sinne und die dadurch entstandene „Leere“ in den Städten, die seit Kriegsende, und verstärkt seit den 1980er-Jahren, durch neue Raumentwürfe und Gestaltungen (Museen, Gedenkstätten, Lehrpfade, Exkursionen, Begegnungszentren etc.) auf unterschiedlichste Weise und oft in einem nichtjüdischen Kontext zu „füllen“ versucht wird. Diese Entwicklung war bereits 2002, vor allem für Ost- und Mitteleuropa, Gegenstand des vielzitierten und ebenso häufig missverstandenen Buchs Virtually Jewish. Reinventing Jewish Culture in Europe von RUTH ELLEN GRUBER.[3] „I coined“, sagte sie in ihrem Vortrag, „the terminology to describe an intense, visible, vivid Jewish presence in places where few Jews actually live today – and where non-Jews often took on the roles that Jews would play. Contrary to the way some have interpreted it, I do not use the phrase in a pejorative, dismissive or negative way, but as a means of describing an observed phenomenon.” Mit genau dieser eher ethnographischen als moralisierenden Haltung stellte die institutionell nicht gebundene, dafür umso engagiertere Forscherin Ruth Ellen Gruber im zweiten Vortrag bei Tagungsbeginn neue Entwicklungen in Polen und Tschechien vor, bei denen deutlich wird (und auch nachwachsenden Generationen vermittelt werden soll), dass einerseits – im Blick auf die Vergangenheit – „Jews have not been sitting around for 2000 years waiting to be killed in the Holocaust“ und andererseits – im Blick auf Gegenwart und Zukunft – neue Räume entstanden sind, sei es bei kulturellen Festivals wie in Krakau oder in aktuellen Museumsgründungen wie in Warschau, mit denen eine „new authenticity“, auch unter der aktiven Beteiligung jüdischer Künstler und Intellektueller, geschaffen wird. Das geschieht nicht immer auf unproblematische Weise, wie die Überlegungen von SANDRA LUSTIG (Hamburg) zum sogenannten (aber wohl doch nicht ganz passend benannten) „Jewish Disneyland“ zeigten.

Die folgenden Sektionen widmeten sich konkreten Orten (oder Ortsbezügen) und den dort sich abspielenden und teilweise öffentlich debattierten Installationen und Inszenierungen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass erfreulicher Weise neben den places des aschkenasischen Judentums in Ost- und Mitteleuropa auch Orte der sephardischen, spanisch-jüdischen und portugiesisch-jüdischen Beziehungsgeschichte, sonst allzu oft vernachlässigt, berücksichtigt wurden. ANNA LIPPHARDT (Freiburg) plädierte, am Beispiel von „Vilne in New York“, für einen translokalen Zugang – der im Unterschied zum gerade en vogue befindlichen „transnationalen“ die Beziehungen zwischen realen Orten in den Mittelpunkt stellt – zum Thema der Aufbewahrung jüdischer Erinnerung. Die Erfahrungen jüdischen Lebens im „litauischen Jerusalem“, und die Erfahrungen der Zerstörung im Holocaust, werden heute zum großen Teil außerhalb von Vilnius verhandelt, etwa im New Yorker YIVO, auf Gedenkveranstaltungen und bei Ausstellungen, und selbst auf Friedhöfen. In Vilnius verbleibt, bei aller Mühe lokaler und internationaler Initiativen, eine nicht zu schließende Lücke. Wie das Bewusstsein solch einer Leerstelle lokal verhandelt wird, zeigte ROBERT JAN VAN PELT (Toronto) in einem fulminanten und sehr persönlichen Vortrag über Amsterdam. In der holländischen Lebenswelt ist das Haus, im Regelfall das Familienhaus, zentraler Bezugspunkt aller familiären, nachbarschaftlichen und damit auch aller urbanen Beziehungen. Nun hat, in Amsterdam unter der deutschen Besatzung 1940 und 1941, die Verfolgung der jüdischen Mitbewohner, ihre Festnahme und ihre Deportation, in einer solchen unmittelbaren Nachbarschaft stattgefunden: „The narration of the Holocaust in the Netherlands is a domestic one.“ So nimmt auch das Gedenken – die Frage nach dem „Erbe“, nach dem, was bleibt – eine nachbarschaftliche Form an: Mit der Frage „Is this your house?“ hat sich die Stadt Amsterdam, nur teilweise wirkungsvoll, der Frage (und ihren Konsequenzen) nach dem Versagen der Nachbarn, der „bystanders“, gestellt. Alleine über diesen Vortrag und die facettenreichen Fragen, die er aufgeworfen hat, könnte sich eine eigene Rezension schreiben lassen; immerhin sei, für vertiefende Information, auf das Projekt „Jewish Monument Community“ hingewiesen.[4] MICHAEL MENG (South Carolina) stellte „ a montage of memories in postwar Warsaw“ am Beispiel von Muranów vor, des Stadtgebiets von Warschau, das von den Okkupanten als Ghetto eingerichtet wurde war und, fast völlig zerstört, nach der Befreiung zum sozialistischen Vorzeigebezirk wurde. Das wichtigste Projekt, mit dem dieser memory space sich dem jüdischen Erbe stellt, ist das 2012 eröffnete – und noch fast leere – Jüdische Museum, in dem man sich wohl auch mit den Klischeebildern vom jüdischen Warschau und vom „Ostjudentum“ auseinandersetzen wird. Damit war eine Brücke zum Beitrag von NILS ROEMER (Dallas, Texas) geschlagen, der sich mit den Radierungen Hermann Strucks beschäftigte und zeigte, wie auch durch und auf Reisen Traditionen und Formen der Wahrnehmung „erfunden“ wurden. Anknüpfend an diese historische Erfahrung entstehen ja auch gegenwärtige Konstruktionen und Imaginationen von als „jüdisch“ empfundenen (oder erfundenen) Räumen durch Exkursionen, in Regionen wie Galizien ebenso wie in den Städten wie Berlin oder Wien, wohin MICHAELA FEURSTEIN-PRASSER (Wien) die Tagungsteilnehmer auf einen Stadtspaziergang führte.

Ein solcher Überblick stellt eine Möglichkeit dar, Beziehungen zwischen verschiedenen über die Stadt verstreuten Städten als Netzwerk von Erinnerungsmarken sichtbar zu machen; eine andere Option ist die ethnographische Tiefenbohrung an einem konkreten Ort. MAITE OJEDA MATA (Barcelona) stellte die aus Istanbul stammende Gemeinde vor, die sich in der Zeit der Industrialisierung Barcelonas in den Straßen um den Mercado San Antonio niedergelassen hatte – und von der praktisch keine sichtbaren Spuren im Stadtbild verbleiben. Aber auch ihre Lebenserfahrung ist der Stadt, zwar verwischt, eingeschrieben. Dieses Motiv der verschwundenen Spuren, der mühsam aus dem überwachsenen Stadtraum wieder herauszuarbeitenden einstigen jüdischen Präsenz, ist in Spanien von besonderer Bedeutung. Erst seit 1992, 500 Jahre nach der Vertreibung, mehren sich die Initiativen zur Erforschung und Sichtbarmachung des jüdischen Erbes – und heute ist es schon, wiederum durch Reisen und Besuche konstruiert, Gegenstand touristischer Vermarktung, einer Art von (nach Christoph Kühberger) „Vergangenheitsbewirtschaftung“, wie ANNA MENNY am Beispiel von Toledo in Kastilien und Girona in Katalonien sehr anschaulich vorführte: Erzählungen vom „goldenen Zeitalter“, von „Al-Andalus“ und von der „convivencia“ begleiten dabei einen ambivalenten Prozess, in dem historische Schichten wohl ausgegraben, aber zugleich wieder, in einer selektiven Aufmerksamkeitsökonomie, überdeckt werden. Authentizität wird den Touristen versprochen, gleichzeitig laufen unterschwellig aktuelle Projektionen mit, etwa mit Bezug auf die Sonderstellung Kataloniens innerhalb von Spanien. Der wohl sensibelste und aufmerksamste Erforscher der portugiesisch-jüdischen Geschichte und Kultur, in Portugal und seinen ehemaligen Kolonien ebenso wie in den Zufluchtsorten Europas, MICHAEL STUDEMUND-HALEVY, berichtete, wiederum auf angenehm persönliche Weise, von den „Neuchristen“ in Belmonte in Tras-os-montes und deren „Wiederentdeckung“. Die spezifische Kultur des Dazwischen, die das Leben und den Alltag dieser „Kryptojuden“ über Jahrhunderte ausgezeichnet hatte, geht gerade derzeit verloren, da sie einmal „entdeckt“ sind und von verschiedenen Seiten, auch aus zionistischer Sicht, herausgefordert werden, sich für klare Zugehörigkeiten zu entscheiden. Wer beides sein will, „Jude bei Nacht und Christ am Tage“, hat in einer Zeit der Festlegungen kaum eine Chance. Ambivalenz war auch das entscheidende Stichwort für CRISTIANA FACCHINI (Bologna) bei ihrer Darstellung jüdischen Lebens und jüdischer Orte in Italien.

Wie viel müssen wir über Venedig wissen, wenn wir das Ghetto in San Girolamo verstehen wollen? Lassen sich die „jüdischen Orte“ überhaupt unabhängig von ihren jeweiligen städtischen Zusammenhängen lesen? Diese Fragen stellen sich ganz konkret für die jüdischen Museen, und deshalb war im Tagungsverlauf sehr sinnvoll eine Podiumsdiskussion „Das jüdische Erbe im Museum und die städtische Erinnerungskultur“ angesetzt. SABINE OFFE (Bremen), die diese Diskussion einleitete und moderierte, sprach das Erbe als „das, was nicht da ist“, als (mit Derrida) „das Gespenstige“ an, und die Diskussion zwischen den Vertretern der Museen in Augsburg (Benigna Schönhagen), Berlin (Inka Bertz), Dorsten/Westfalen (Norbert Reichling) Halberstadt (Jutta Dick) und Rendsburg (Christian Walda) bot Einblicke in den alltäglichen Umgang, unter ortsspezifisch je verschiedenen Bedingungen, mit diesem Problem.

Die abschließende Sektion war dem Tagungsort Hamburg gewidmet. „Stadttopographische Verweise auf ein jüdisches Hamburg“ bot SYLVIA NECKER, während LINDE APEL den geplanten Gedenkort an die Deportationen in der gentrifizierten Hafen-City vorstellte. Besonders beeindruckend war der Beitrag von LINA NIKOU (alle Hamburg) über die „Vergangenheitstouristen“, die Besuche jüdischer Emigranten in ihren ehemaligen Heimatstädten. Hier kamen tatsächlich die oben genannten drei Konzepte – „memory culture“, „invented traditions“, und „heritage“, miteinander verbunden durch das Motiv der Reise und der Erkundung an bestimmten Orten und vor allem auch durch den thirdspace zwischen diesen Orten und den neuen Heimaten, darunter auch Israel – auf besonders fruchtbare Weise zusammen; dass es eine Promovendin war, der diese synthetische Leistung gelang, ist außerordentlich erfreulich.

Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden vereint, unter der neuen Leitung von Miriam Rürup, die etablierten Tugenden, vor allem die lokale Verankerung, mit neuen Initiativen zur Öffnung gegenüber den vielfältigen europäischen und transatlantischen Diskursen. Der Berichterstatter hatte gelegentlich den Eindruck, dass die Impulse aus den Vorträgen vom Publikum, das ja großenteils aus den anderen Referenten bestand, wenig aufgenommen wurden. Raum für Diskussionen gab es genug, daran lag es nicht; vielmehr war es so, dass jede(r) aus seinem oder ihrem kleinen Universum heraus argumentierte und aus diesen Kugeln nicht immer herauswollte – ob und wie das anders zu machen ist, bleibt offen, den engagierten und souveränen Veranstaltern ist es jedenfalls nicht anzulasten.

Konferenzübersicht:

Abendvortrag
Yfaat Weiss (Jerusalem): Raub und Erbe. Jüdische Kulturgüter im Nachkriegseuropa

Michael Studemund Halévy, Anna Menny (Hamburg): Begrüßung und Einführung

Sektion: Das (erfundene) jüdische Erbe als europäischer Trend

Sandra Lustig (Berlin): „Jewish Disneyland“ und „Jewish Spaces“. Chancen und Gefahren in der städtischen Erinnerungskultur

Ruth Ellen Gruber: Beyond Virtually Jewish: New Authenticities and Real Imaginary Spaces

Sektion: Das jüdische Erbe im Stadtgedächtnis - ein (trans)nationaler Vergleich

Anna Lipphardt (Freiburg): VILNE in New York. Plädoyer für einen translokalen Zugang zum Jüdischen Erbe Europas

Robert Jan van Pelt (Toronto): Is This Your House? Erinnerungskultur in den Niederlanden

Sektion: Osteuropa (Rudolf Klein)

Michael Meng (Chapel Hill): Muranów as a Jewish Ruin: A Montage of memories in Postwar Warsaw

Nils Römer (Dallas): Hermann Struck and the Eastern European Jews

Michaela Feurstein-Prasser (Wien): Jüdisches Erbe in der Stadtarchitektur. Das Beispiel Wien

Sektion: Südeuropa

Maite Ojeda Mata (Barcelona): The Ottoman-Sephardic Jewish Community of San Antonio Market, Barcelona (1882-1945)

Anna Menny (Hamburg): Vermarktung des jüdischen Erbes. Girona und Toledo

Michael Studemund Halévy (Hamburg): Wiederentdeckung des Jüdischen? Das Beispiel Belmonte

Cristiana Facchini (Bologna): Jewish memory and Jewish history. The ambivalent Italian case

Sabine Offe (Bremen): Impulsvortrag: Jüdische Museen - kritische Überlegungen und Anmerkungen

Podiumsdiskussion:

Das jüdische Erbe im Museum und in der städtischen Erinnerungskultur

Moderation: Sabine Offe

Jutta Dick (Jüdisches Museum Halberstadt)§

Christian Walda (Jüdisches Museum Rendsburg)

Inka Bertz (Jüdisches Museum Berlin)

Norbert Reichling (Jüdisches Museum Westfalen)

Benigna Schönhagen (Jüdisches Museum Augsburg-Schwaben)

Abendveranstaltung

Lesung „Die Teufelswerkstatt – das Geschäft mit der Erinnerung zwischen Fiktion und Realität“

Gesprächs-Lesung mit Eva Profousová, Michael Studemund-Halévy und Anna Menny (Ort: Kulturhaus Eppendorf)

Sektion: Erinnerungskultur in der Praxis: Beispiel Hamburg

Sylvia Necker (Hamburg): Spurlos verschwunden? Bauliche und stadttopographische Verweise auf ein jüdisches Hamburg

Linde Apel (Hamburg): Gedenken an die Deportationen im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Ein aktuelles Hamburger Beispiel.

Lina Nikou (Hamburg): Vergangenheitstouristen. Besuche jüdischer Emigranten auf Einladung des Hamburger Senats

Anmerkungen:
[1] Vgl. Markus Malo: Rezension zu: Kümper, Michal; Rösch, Barbara; Schneider, Ulrike; Thein, Helen (Hrsg.): Makom. Orte und Räume im Judentum. Real. Abstrakt. Imaginär. Hildesheim 2007, in: H-Soz-u-Kult, 01.02.2008, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-1-092> (10.12.2013); Mirjam Thulin: Rezension zu: Brauch, Julia; Lipphardt, Anna; Nocke, Alexandra (Hrsg.): Jewish Topographies. Visions of Space, Traditions of Place. Aldershot 2008, in: H-Soz-u-Kult, 26.03.2010, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=11931> (10.12.2013); Charlotte Elisheva Fonrobert, Vered Shemtov, ‚Introduction: Jewish Conceptions and Practices of Space’, in: Jewish Social Studies 11,3, 2005 (New Series), S. 1–8; Maoz Azaryahu u.a., ‚Collective memory and the politics of urban space: an introduction’, in: GeoJournal 73 (2008) S. 161–164; Barbara E. Mann, Space and Place in Jewish Studies (Keywords in Jewish Studies), New Brunswick 2012.
[2] Vgl. Tobias Brinkmann. Review of Points of Passage: Jewish Transmigrants from Eastern Europe in Germany Britain, and Scandinavia. H-Soz-u-Kult, H-Net Reviews. December, 2008. <http://www.h-net.org/reviews/showrev.php?id=28041> (10.12.2013); Tagungsbericht Jewish and Non-Jewish Spaces in the Urban Context. 05.11.2012-06.11.2012, Berlin, in: H-Soz-u-Kult, 03.07.2013, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4888> (10.12.2013).
[3] Ruth Ellen Gruber, Virtually Jewish. Reinventing Jewish Culture in Europe, Berkeley 2002.
[4] <http://www.communityjoodsmonument.nl/?lang=en> (10.12.2013).

Zitation
Tagungsbericht: Invented Jewish Traditions. Jüdisches Erbe in Europa zwischen Erinnerung und Inszenierung, 17.11.2013 – 20.11.2013 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 20.12.2013, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5146>.