0,65 Wiss. Mitarb. „Kritische Infrastrukturen: Konstruktion, Funktionskrisen und Schutz in Städten (KRITIS)“ (TU Darmstadt)

Ort
Darmstadt
Institution
Graduiertenkolleg KRITIS an der TU Darmstadt
Datum
01.10.2017 - 30.09.2019
Bewerbungsschluss
01.09.2017
Von
Tina Enders

Am interdisziplinären Graduiertenkolleg „Kritische Infrastrukturen: Konstruktion, Funktionskrisen und Schutz in Städten (KRITIS)“ an der Technsichen Universität Darmstadt ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle für eine/einen Wiss. Mitarbeiterin/Mitarbeiter – 65 % im Bereich Neuere und Neueste Geschichte (auf zwei Jahre befristet) zu besetzen.

Das GRK erforscht städtische Techniksysteme, aber auch die Wechselwirkungen von Technik und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen netzgebundene Systeme der Ver- und Entsorgung, der Kommunikation und des Transports. Ziel ist es, diese komplexen Systeme in ihren räumlichen und zeitlichen Zusammenhängen zu verstehen. Dies geschieht in den drei Forschungsschwerpunkten „Konstruktion“, „Funktionskrisen“ und „Schutz“ von Kritischen Infrastrukturen. Als gemeinsamer Rahmen dienen den Kollegiatinnen und Kollegiaten die Konzepte „Kritikalität“, „Vulnerabilität“, „Resilienz“, „Preparedness“ und „Prevention“. Es wird erwartet, dass sich alle KollegiatInnen intensiv mit den Ansätzen der am Kolleg beteiligten Fächer beschäftigen und in ihrer Forschung interdisziplinäre Perspektiven berücksichtigen. Nähere Informationen finden Sie auf folgender Website: www.kritis.tu-darmstadt.de.

Die Stelle ist im Bereich der Neueren und Neuesten Geschichte (Frühe Neuzeit, 19.-20. Jahrhundert) angesiedelt. „Kritische Infrastruktur“ ist dabei als ein heuristisches Konzept zu verwenden. Explizite Zuweisungen von Kritikalität an Infrastrukturen gab es vor den 1990er Jahren so gut wie nicht. Gleichwohl haben historische Stadt-Gesellschaften in der Regel bestimmte technische Systeme als zentral angesehen. Eine Besonderheit der historischen Betrachtungsweise ist die Möglichkeit, neben dem ‚kritisch-Werden‘ auch das ‚unkritisch-Werden‘ untersuchen zu können. Von besonderer Bedeutung sind neben den materiellen die soziokulturellen Dimensionen von Infrastrukturen (Bau und Unterhalt, Ingenieure als Spezialisten, Verwaltung, Träger, Nutzungskonflikte, öffentliche Debatten, Symbolik usw.). Ausdrücklich willkommen sind Arbeiten, die die üblichen Epochengrenzen überschreiten und/oder die vorindustrielle Zeit untersuchen.

Der Vorschlag eines eigenen Themas ist ebenso willkommen wie die Fortsetzung eines Forschungsprojekts, das durch Kündigung eines Mitarbeiters „frei“ geworden ist. Fordern Sie hierzu ggf. bitte Informationen an.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Bewerbung an den Betreuer der Arbeit, Professor Dr. Jens Ivo Engels (engels@pg.tu-darmstadt.de), oder an die Geschäftsführerin des Kollegs, Dr. Tina Enders (enders@kritis.tu-darmstadt.de).

Konditionen und Umfeld: Erwartet werden ein überdurchschnittlicher Studienabschluss (Master) und ein zügiges Studium. Zum Konzept des Kollegs gehört die interdisziplinäre Zusammenarbeit – u.a. in gemeinsamen Oberseminaren, Kolloquien und Workshops. Die Teilnahme ist verpflichtend. Die Promovierenden nehmen während der Förderzeit ihren Wohnsitz im Rhein-Main-Gebiet.

Das GRK bietet eine exzellente Forschungsinfrastruktur für Promovierende. Die Angehörigen des Kollegs arbeiten in gemeinsamen Räumen; sie werden von den beteiligten ProfessorInnen und einer Geschäftsstelle unterstützt und können vielfältige Angebote zur Unterstützung in der Promotionsphase nutzen (u.a. spezifische Förderangebote für Frauen). Zu den besonderen Leistungen des GRK gehört neben einem strukturierten Qualifizierungsprogramm die Möglichkeit eines finanzierten mehrmonatigen Auslandsaufenthalts an einer von vier Partneruniversitäten.

Gelegenheit zur Vorbereitung einer Promotion wird gegeben. Das Erbringen der Dienstleistung dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung der Bewerberin/des Bewerbers.

Die Technische Universität Darmstadt strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und fordert deshalb besonders Frauen auf, sich zu bewerben. Bewerberinnen oder Bewerber mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für die Technische Universität Darmstadt (TV - TU Darmstadt).

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung bis zum 01. September 2017 in elektronischer Form (komprimiert in einer PDF, max. 6 MB) unter folgender Adresse ein: info@kritis.tu-darmstadt.de. Beizufügen sind neben einem Motivationsschreiben (1.) ein CV mit Angaben zu Studienverlauf, Sprachkenntnissen, Auslandserfahrungen, (2.) die akademischen Zeugnisse (gescannt), und (3.) eine Ideenskizze von bis zu fünf Seiten für ein Promotionsprojekt. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Kenn.-Nr. 361

Bewerbungsfrist: 01. September 2017

Kontakt

Tina Enders

Dolivostraße 15, 64293 Darmstadt

06151-16 57445

enders@kritis.tu-darmstadt.de

Zitation
0,65 Wiss. Mitarb. „Kritische Infrastrukturen: Konstruktion, Funktionskrisen und Schutz in Städten (KRITIS)“ (TU Darmstadt), 01.10.2017 – 30.09.2019 Darmstadt, in: H-Soz-Kult, 17.08.2017, <www.hsozkult.de/job/id/stellen-15270>.