Historische Zeitschrift 305 (2017), 1

Titel
Historische Zeitschrift 305 (2017), 1.


Hrsg. v.
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Heft(e)
1
Erschienen
Berlin/Boston 2017: De Gruyter
Preis
Einzelheft: € 127,00, Online-Abo: € 692,00 (Institutionen)/€ 176,00 (Einzelkunden), Print-Abo: € 692,00
Herausgeber d. Zeitschrift
In Verbindung mit Sabine Dabringhaus, Johannes Fried, Madeleine Herren-Oesch, Birthe Kundrus, Werner Plumpe, Susanne Rau, Frank Rexroth, Andreas Rödder, Karl Ubl, Uwe Walter, Gerrit Walther herausgegeben von Andreas Fahrmeir und Hartmut Leppin unter Mitwirkung von Jürgen Müller und Eckhardt Treichel
Erscheinungsweise
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main Redaktion: Dr. Eckhardt Treichel u. apl. Prof. Dr. Jürgen Müller

Das neue Heft der Historischen Zeitschrift ist erschienen; wir wünschen anregende Lektüre!

INHALT

Aufsätze

Oliver Grote, Zur politischen Funktion der Volksversammlung in Sparta [S. 1]
Untersuchungen der überlieferten Entscheidungen und Debatten in der spartanischen Volksversammlung ergeben, dass diese den politischen Eliten dazu diente, Konsensaussichten für vorgelegte Beschlussanträge abschätzen zu können. Auf diesem Wege und in Verbindung mit der Möglichkeit, es durch rechtzeitige Auflösung der Versammlung gar nicht erst zur Abstimmung kommen zu lassen, wurden die politischen Eliten in die Lage versetzt, unliebsame oder konfliktträchtige Entscheidungen zu verhindern. Wurde eine Abstimmung in der Volksversammlung aber einmal auf den Weg gebracht, so übernahm der Damos die Rolle der ‚Dritten Instanz‘ im Sinne Georg Simmels: Durch die in der Versammlung angenommenen und durch das kratos des Volkes legitimierten Beschlüsse konnte der für Spartas Gesellschaft konstitutive und daher stets vorausgesetzte Konsens angemessen dargestellt werden. Hierin ähnelt das spartanische System dem der römischen Republik: Beide Systeme vermieden die Herstellung politischer Gleichheit ihrer Bürger und ergebnisoffene Verfahren, waren in hohem Maße konsensorientiert und daher auf Regulative des öffentlichen Diskurses angewiesen, um den Konsens beziehungsweise dessen Fiktion aufrechtzuerhalten.
Observing policy-making in Sparta, it becomes obvious that the Spartan assembly of the people never determined the political course of the polis. Strangely enough, the kratos, which means the formal right of the people to have the power of decision, has never been abrogated. This study aims to explain this peculiarity. Examination of the sources telling of decisions and debates of the Spartan assembly reveals an important function of this institution: It served political leaders as an instrument to estimate the prospect of consensus on proposed resolutions. In conjunction with its power to avoid a final vote by dismissing demos, the political elite was able to prevent unwelcome and divisive decisions. However, once a controversial vote had been launched, the gathered people played the role of the ‘third party’ as Georg Simmel calls the external mediator in a conflict of two parties: Resolutions adopted by the assembly and legitimated by the kratos of the people both restored and illustrated impressively the consensus which was essential for Spartan society. Thus, consensus was always presupposed by the decision-makers. In this respect, the political culture of Sparta resembles that of the Roman Republic. Both systems didn’t establish open-ended political procedures and avoided granting political equality to the citizens. Furthermore, the polity of Sparta was based on consensus as well as the Roman Republic; therefore, both states were reliant on techniques regulating the public discourse in order to maintain the consensus (or at least its assumption, fictional as it may have been).

Georg Eckert, Händler als Helden. Funktionen des Unternehmertums in der Neuzeit [S. 37]
Die heutige Omnipräsenz des Unternehmertums resultiert nicht allein aus dessen wandelhaften ökonomischen Funktionen. Als Quellenbegriff erst seit dem 19. Jahrhundert umfassend belegt, ist Unternehmertum in der Neuzeit vielmehr zu einem integrativen gesellschaftlichen Ideal erwachsen. Der Unternehmer geriet zum Archetyp der westlichen Moderne, die ihm attestierten Eigenschaften erhielten geradezu den Status anthropologischer Zuschreibungen. Diese Entwicklung lässt sich seit dem 17. Jahrhundert nachvollziehen, in dem sich einzelne Händler als Helden zu profilieren wussten – indes so unternehmerisch-risikofreudig bisweilen gar nicht agierten, wie sie vorgaben, während Adelige sich vielfach unternehmerischer Praktiken bedienten, ohne sie so zu benennen. Das 18. Jahrhundert wertete Wissenschaft höher als Mut und pries den sorgfältigen Buchhalter als Inbegriff eines Unternehmertums, das im 19. Jahrhundert als Prinzip Hoffnung nunmehr auch begabten Arbeitern die materielle wie ideelle Selbstverwirklichung verhieß. Die enorme mediale Präsenz des Unternehmers im 20. Jahrhundert schließlich war eng an die Erwartung gebunden, er habe sich als Tatmensch zu beweisen: integrativer Gestus durch Mitarbeiterführung überstrahlte hier das konkrete Geschäftsmodell. Gerade als Fiktion hat das Unternehmertum die moderne Welt mitgeformt; ein ursprüngliches Minderheiten-Konzept konnte für die Mehrheit verbindlich werden, weil es keine Verlierer mehr kannte. Weil die vielleicht wichtigste Funktion des Unternehmers in dessen jeweiliger Inszenierung bestand, wirft dieser Beitrag insbesondere Schlaglichter auf unternehmerische Selbstzuschreibungen, auf publizistische und belletristische Fremdzuschreibungen sowie auf die wirtschaftswissenschaftliche Theoriebildung.
Entrepreneurship seems to have reached ubiquity. This development is not confined to its changeable economic functions; instead, entrepreneurship has turned into an ideal integrating entire societies. The entrepreneur impersonates the archetype of modernity, his attributes have been elevated to anthropologic heights since the 17th century, when merchants were trying to distinguish themselves as daring adventurers. They did rather not tend to take the risks they actually evoked, though – whereas even peers made use of entrepreneurial practices without styling themselves entrepreneurs. Economic heroism devolved into accountancy, then praised the paramount science, in the 18th century. At the end of the 19th century, entrepreneurship had been transformed into a social utopia: aspiring workers were meant to realize their hopes by establishing their own businesses. In the 20th century, entrepreneurs finally gained wide territories throughout the mass media, due to the expectation, their leadership would unite dispersing societies. Such a gesture of integration even outshined the respective business models. That is why a conception having gained its original shape by the ambitions of a minority became both acceptable and obligatory for the majority; apparently, it did not anymore produce any obvious losers. The main function of entrepreneurship, as it were, consists in fiction: entrepreneurship took the center stage of modernity. Accordingly, this article is highlighting self-attributions of entrepreneurs as well as attributions in prose and in literature as well as theories in economics.

Moisés Prieto, Alla fin trabocca e scoppia. Eine historisch-semantische Neuerwägung des „Züriputsches“ von 1839 [S. 70]
Am 6. September 1839 zog eine Menschenmenge von ungefähr 5000 Mann vom Zürcher Oberland in die Stadt Zürich ein und stürzte die radikal-liberale Kantonsregierung. Der Grund für diese Umwälzung fußt im Versuch seitens des Erziehungsrates, den hegelianischen Theologen David Friedrich Strauß gegen den Willen der Kirchenbehörde auf den Lehrstuhl für Dogmatik der Universität Zürich zu berufen. Das ad hoc gegründete Zentralkomitee bestehend aus Vertretern der Kirche und konservativen Politikern kanalisierte den Widerstand gegen diese regierungsrätlichen Bestrebungen. Der Auslöser für den Aufstand war letztlich das Gerücht, die Regierung habe fremde Truppen zur Wahrung der Ordnung aufgeboten. Aufgrund des konservativen Charakters des als „Züriputsch“ in die Geschichte eingegangenen Ereignisses verwehrte die Schweizer Historiographie diesem eine revolutionäre Würde und stigmatisierte es weitgehend. Im Gegenzug etablierte sich das negativ konnotierte Wort „Putsch“ auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes. Der vorliegende Artikel beabsichtigt, die damalige Publizistik im Nachbeben des Ereignisses einer historisch-semantischen Analyse zu unterziehen, die einerseits der entsprechenden Bezeichnung unter Beachtung von Semasiologie und Onomasiologie und andererseits des historischen Narrativs Rechnung tragen soll.
On September 6, 1839 a crowd of about 5,000 people started marching from the Zurich highlands towards the city of Zurich and finally overthrew the liberal-radical government. This was due to the government’s intention to appoint the Hegelian theologian David Friedrich Strauß to the chair of dogmatics at the University of Zurich against the will of the Church authorities. Representatives of the Church and conservative politicians had founded a Central Committee in order to channel the protest against the political leaders’ intentions. In addition, the rebellion was triggered off by the rumour that the government was about to mobilise foreign troops to maintain order. Due to the conservative character of the „Züriputsch“, as this event went down in history, Swiss historiography denied it a sort of revolutionary dignity and stigmatised it to a large extent. Instead the negatively connoted term „Putsch“ took root in the German-speaking world and beyond. The present article aims at analysing the publications in the aftermath of the event, from the point of view of historical semantics. It considers the terms used to describe the events in Zurich, as well as the independent career of the term „Putsch“ with respect to the German Revolution of 1848/49. Finally, some observations on the metahistorical narratives are made.

Nekrolog

Benedikt Stuchtey, Ernst Schulin (1929–2017) [S. 100]

Christian Ellinghaus, Bloße Illustration eines attischen Geschichtsmythos als „Sinn“ der Parthenonskulpturen? Kritische Einwendungen [S. 113]

Vinzenz Brinkmann (Hrsg.), Athen. Triumph der Bilder (C. Ellinghaus) [S. 113]

Barbara Sielhorst, Hellenistische Agorai. Gestaltung, Rezeption und Semantik eines urbanen Raumes (B. Emme) [S. 124]

Allgemeines

Dallas G. Denery, The Devil Wins. A History of Lying from the Garden of Eden to the Enlightenment (K. Hitzbleck) [S. 126]

Jared Poley, The Devil’s Riches (M. Schulte Beerbühl) [S. 128]

Philippe Buc, Holy War, Martyrdom, and Terror. Christianity, Violence and the West, ca. 70 C. E. to the Iraq War (T. Kohl) [S. 129]

Sitta von Reden/Christian Wieland (Hrsg.), Wasser. Alltagsbedarf, Ingenieurskunst und Repräsentation zwischen Antike und Neuzeit (L. Schröder) [S. 131]

Stefan Brakensiek/Rolf Kießling/Werner Troßbach u. a. (Hrsg.), Grundzüge der Agrargeschichte. Bd. 1: Rolf Kießling/Frank Konersmann/Werner Troßbach, Vom Spätmittelalter bis zum Dreißigjährigen Krieg (1350–1650). Mit einem Beitr. v. Dorothee Rippmann. Bd. 2: Reiner Prass, Vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Beginn der Moderne (1650–1880). Hrsg. u. eingel. v. Stefan Brakensiek mit einem Beitr. v. Jürgen Schlumbohm. Bd. 3: Gunter Mahlerwein, Die Moderne (1880–2010). Hrsg. v. Clemens Zimmermann (M. Hille) [S. 134]

Stefano Andretta/Stéphane Péquignot/Jean-Claude Waquet (Eds.), De l’ambassadeur. Les écrits relatifs à l’ambassadeur et à l’art de négocier du Moyen Âge au début du XIXe siècle (A. Tischer) [S. 137]

Robert Darnton, Die Zensoren. Wie staatliche Kontrolle die Literatur beeinflusst hat. Vom vorrevolutionären Frankreich bis zur DDR. Aus dem Engl. v. Enrico Heinemann (U. Schneider) [S. 139]

Jerrold Seigel, Modernity and Bourgeois Life. Society, Politics, and Culture in England, France and Germany since 1750 (S. Weichlein) [S. 141]

Larry Siedentop, Die Erfindung des Individuums. Der Liberalismus und die westliche Welt. Aus dem Engl. v. Hainer Kober (H. Leppin) [S. 143]

Bernd Herrmann, Umweltgeschichte. Eine Einführung in Grundbegriffe (F. Uekötter) [S. 144]

Peter Landau, Deutsche Rechtsgeschichte im Kontext Europas. 40 Aufsätze in vier Jahrzehnten, versehen mit Addenda, Register und einer Gesamtbibliographie des Autors (H.-C. Kraus) [S. 146]

Aleida Assmann, Formen des Vergessens (S. Benz) [S. 148]

Achim Landwehr, Die anwesende Abwesenheit der Vergangenheit. Essay zur Geschichtstheorie (A. D. Boldt) [S. 150]

Altertum

Jean-François Pradeau, Gouverner avec le monde. Réflexions antiques sur la mondialisation (E. Meyer-Zwiffelhoffer) [S. 153]

Peter Franz Mittag, Griechische Numismatik. Eine Einführung (S. Günther) [S. 155]

Michael Gagarin/Paula Perlman, The Laws of Ancient Crete, c. 650–400 BCE (O. Grote) [S. 157]

Luca Asmonti, Athenian Democracy. A Sourcebook (U. Walter) [S. 159]

Paul A. Rahe, The Grand Strategy of Classical Sparta. The Persian Challenge (E. Baltrusch) [S. 160]

Christine Lee/Neville Morley (Eds.), A Handbook to the Reception of Thucydides (V. Pothou) [S. 163]

Astrid Habenstein, Abwesenheit von Rom. Aristokratische Interaktion in der späten römischen Republik und in der frühen Kaiserzeit (A. Ganter) [S. 165]

Pascal Warnking, Der römische Seehandel in seiner Blütezeit. Rahmenbedingungen, Seerouten, Wirtschaftlichkeit (J. Hoffmann-Salz) [S. 167]

Peter Kritzinger/Frank Schleicher/Timo Stickler (Hrsg.), Studien zum römischen Zollwesen (B. Onken) [S. 168]

Ekaterina Nechaeva, Embassies – Negotiations – Gifts. System of East Roman Diplomacy in Late Antiquity (H. Leppin) [S. 169]

Matthias Becker, Porphyrios, Contra Christianos. Neue Sammlung der Fragmente, Testimonien und Dubia mit Einleitung, Übersetzung und Anmerkungen (W. Kinzig) [S. 170]

Michele Renee Salzman/Marianne Sághi/Rita Lizzi Testa (Eds.), Pagans and Christians in Late Antique Rome. Conflict, Competition, and Coexistence in the Fourth Century (M. Becker) [S. 173]

Geoffrey D. Dunn (Ed.), The Bishop of Rome in Late Antiquity (M. Schuol) [S. 175]

Julia Hillner, Prison, Punishment and Penance in Late Antiquity (C. Hornung) [S. 176]

Kate Wilkinson, Women and Modesty in Late Antiquity (M. Dirschlmayer) [S. 177]

Alexander Puk, Das römische Spielewesen in der Spätantike (M. Kalfelis) [S. 179]

Mittelalter

James T. Palmer, The Apocalypse in the Early Middle Ages (T. Riches) [S. 181]

Rudolf Simek, Monster im Mittelalter. Die phantastische Welt der Wundervölker und Fabelwesen (J. Gudian) [S. 183]

Yaniv Fox, Power and Religion in Merovingian Gaul. Columbanian Monasticism and the Frankish Elites (A. Fischer) [S. 185]

Gouverner en Islam (Xe–XVe siècle). Textes et documents. Sous la direction de Sylvie Denoix et Anne-Marie Eddé (C. la Martire) [S. 187]

Harald Derschka, Individuum und Persönlichkeit im Hochmittelalter (T. Krüger) [S. 188]

Monumenta Germaniae Historica, Die jüngere Translatio s. Dionysii Areopagitae (E. Frauenknecht) [S. 189]

Monumenta Germaniae Historica, Die Urkunden der Deutschen Könige und Kaiser. Bd. 12: Die Urkunden Philipps von Schwaben. Bearb. v. Andrea Rzihacek u. Renate Spreitzer unt. Mitwirk. v. Brigitte Merta u. Christine Ottner-Diesenberger und unter der Verwendung von Vorarbeiten v. Paul Zinsmaier (†) u. Rainer Maria Herkenrath (S. Krieb) [S. 192]

Vasil Bivolarov, Inquisitoren-Handbücher. Papsturkunden und juristische Gutachten aus dem 13. Jahrhundert mit Edition des Consilium von Guido Fulcodii (J. Feuchter) [S. 193]

Chris Jones (Ed.), John of Paris. Beyond Royal and Papal Power (R. Schönberger) [S. 195]

Joël Chandelier/Aurélien Robert (Eds.), Frontières des savoirs en Italie à l’époque des premières universités (XIIIe–XVe siècle) (D. Rando) [S. 197]

André R. Köller, Agonalität und Kooperation. Führungsgruppen im Nordwesten des Reiches 1250–1550 (G. Rohmann) [S. 198]

Joëlle Rollo-Koster, Avignon and its Papacy, 1309–1417. Popes, Institutions and Society (J.-H. de Boer) [S. 200]

Gabriela Signori/Birgit Studt (Hrsg.), Das Konstanzer Konzil als europäisches Ereignis. Begegnungen, Medien und Rituale (P. Srodecki) [S. 201]

Niels Petersen, Die Stadt vor den Toren. Lüneburg und sein Umland im Spätmittelalter (G. Zeilinger) [S. 203]

Enno Bünz/Gerhard Fouquet (Hrsg.), Die Pfarrei im Späten Mittelalter (K. Hitzbleck) [S. 204]

Philippe Braunstein, Les Allemands à Venise (1380–1520) (U. Israel) [S. 207]

Ingrid Baumgärtner/Piero Falchetta (Hrsg.), Venezia e la nuova oikoumene. Cartografia del Quattrocento / Venedig und die neue Oikoumene. Kartographie im 15. Jahrhundert (C. Mauntel) [S. 209]

Frühe Neuzeit

Werner Greiling/Armin Kohnle/Uwe Schirmer, Negative Implikationen der Reformation? Gesellschaftliche Transformationsprozesse 1470–1620 (S. Karant-Nunn) [S. 211]

Natalie Krentz, Ritualwandel und Deutungshoheit. Die frühe Reformation in der Residenzstadt Wittenberg (1500–1533) (T. Kaufmann) [S. 214]

Guido Braun, Imagines Imperii. Die Wahrnehmung des Reiches und der Deutschen durch die römische Kurie im Reformationsjahrhundert (1523–1585) (H. Carius) [S. 216]

Manfred Rudersdorf, Universitas semper reformanda. Die beharrende Kraft des Humanismus. Zu einem Grundkonflikt neuzeitlicher Universitätsgeschichte im Jahrhundert der Reformation (C. Nahrendorf) [S. 218]

Flavia Bruni/Andrew Pettegree (Eds.), Lost Books. Reconstructing the Print World of Pre-Industrial Europe (D. Bellingradt) [S. 220]

Alan S. Ross, Daum’s Boys. Schools and Republic of Letters in Early Modern Germany (J. Overhoff) [S. 222]

Alfred Noe, Giambattista Marinos Wort-Zucht-Peitschen und die Gegenreformation in Wien um 1655. Textedition und Kommentar (H. Klueting) [S. 224]

Christoph Nebgen, Konfessionelle Differenzierungen. Reiseberichte vom Rhein (1648–1815) (T. Etzemüller) [S. 225]

Stefan Pongratz, Adel und Alltag am Münchener Hof. Die Schreibkalender des Grafen Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing-Hohenaschau (1687–1764) (A. Karsten) [S. 228]

Alexander Pyrges, Das Kolonialprojekt EbenEzer. Formen und Mechanismen protestantischer Expansion in der atlantischen Welt des 18. Jahrhunderts (M. Häberlein) [S. 229]

Bénédicte Savoy (Hrsg.), Tempel der Kunst. Die Geburt des öffentlichen Museums in Deutschland 1701–1815 (A. Pečar) [S. 230]

Friedrich Nicolai, Sämtliche Werke – Briefe – Dokumente. Kritische Ausgabe mit Kommentar. Hrsg. v. Rainer Falk, István Gombocz, Hans-Gert Roloff u. Jutta Weber. Literarische Schriften I, Bd. 1.1: Sebaldus Nothanker. Mit den Originalkupferstichen von Daniel Chodowiecki. Bearb. v. Hans-Gert Roloff. – Bd. 1.2: Freuden des jungen Werthers. Eyn feyner kleiner Almanach. Anhang zu Friedrich Schillers Musen-Almanach für das Jahr 1797. Bearb. v. Hans-Gert Roloff (H.-C. Kraus) [S. 232]

Hans-Martin Arnoldt/Kirstin Casemir/Christian Hoffmann u. a. (Hrsg.), Die topographisch-militärische Karte des Bistums Hildesheim von 1798. Erläutert v. Hans-Martin Arnoldt, Kirstin Casemir, Christian Hoffmann, Uwe Ohainski u. Niels Petersen (E. Csaplovics) [S. 234]

19.–21. Jahrhundert

Jacques-Olivier Boudon/Gabriele B. Clemens/Pierre Horn (Hrsg.), Erbfeinde im Empire? Franzosen und Deutsche im Zeitalter Napoleons (P. Burg) [S. 236]

Andreas Dieter Boldt, The Life and Work of the German Historian Leopold von Ranke (1795–1886). An Assessment of His Achievements. With A Foreword by Georg G. Iggers (S. Jordan) [S. 238]

Andreas Dieter Boldt, Das Leben und Werk von Leopold von Ranke (S. Jordan) [S. 238]

Gesamtausgabe des Briefwechsels von Leopold von Ranke. Hrsg. im Auftrag der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Gerrit Walther. Bd. 1: 1810–1825. Neu bearb. v. Dietmar Grypa (W. Baumgart) [S. 240]

Constanze Breuer/Bärbel Holtz/Paul Kahl (Hrsg.), Die Musealisierung der Nation. Ein kulturpolitisches Gestaltungsmodell des 19. Jahrhunderts (S. Weichlein) [S. 244]

Wolfgang Göderle, Zensus und Ethnizität. Zur Herstellung von Wissen über soziale Wirklichkeiten im Habsburgerreich zwischen 1848 und 1910 (V. Moritz) [S. 245]

Quellensammlung zur Geschichte der Deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914. Hrsg. v. Hansjoachim Henning u. Florian Tennstedt. Abt. 2: Von der Kaiserlichen Sozialbotschaft bis zu den Februarerlassen Wilhelms II. (1881–1890). Bd. 7: Kommunale Armenpflege. Bearb. v. Wilfried Rudloff unt. Mitarb. v. Gisela Rust-Schmöle (H. Kaelble) [S. 247]

Jörn Eiben, Das Subjekt des Fußballs. Eine Geschichte bewegter Körper im Kaiserreich (F. Becker) [S. 248]

Hans-Erich Volkmann, Die Polenpolitik des Kaiserreichs. Prolog zum Zeitalter der Weltkriege (C. Nonn) [S. 250]

Nils Löffelbein/Silke Fehlemann/Christoph Cornelißen (Hrsg.), Europa 1914. Wege ins Unbekannte (C. Westerhoff) [S. 252]

Gerd Krumeich/Antoine Prost, Verdun 1916. Die Schlacht und ihr Mythos aus deutsch-französischer Sicht. Aus dem Franz. v. Ursula Böhme (B. Slamka) [S. 254]

Barbara Schneider, Erich Maschke. Im Beziehungsgeflecht von Politik und Geschichtswissenschaft (D. Langewiesche) [S. 256]

Benjamin Z. Kedar/Peter Herde, Karl Bosl im „Dritten Reich“ (S. Jordan) [S. 258]

Tim Schanetzky, Regierungsunternehmer. Henry J. Kaiser, Friedrich Flick und die Staatskonjunkturen in den USA und Deutschland (G. Ambrosius) [S. 260]

Christoph Manasse, Auf der Suche nach einer neuen jüdischen Identität. Der Schriftsteller Karl Lieblich (1895–1984) und seine Vision einer interterritorialen Nation (U. Wyrwa) [S. 262]

Jack Jacobs, The Frankfurt School, Jewish Lives, and Antisemitism (U. Wyrwa) [S. 263]

Sven Kriese (Hrsg.), Archivarbeit im und für den Nationalsozialismus. Die preußischen Staatsarchive vor und nach dem Machtwechsel von 1933 (K. Jedlitschka) [S. 265]

Johannes Gießauf/Walter M. Iber/Harald Knoll (Hrsg.), Fußball, Macht und Diktatur. Streiflichter auf den Stand der historischen Forschung (H. Thoß) [S. 267]

Helmut Maier, Chemiker im „Dritten Reich“. Die Deutsche Chemische Gesellschaft und der Verein Deutscher Chemiker im NS-Herrschaftsapparat. Im Auftrag der Gesellschaft Deutscher Chemiker (C. Kopper) [S. 269]

Keith Lowe, Der wilde Kontinent. Europa in den Jahren der Anarchie 1943–1950. Aus dem Engl. übers. v. Stephan Gebauer u. Thorsten Schmidt (J. Zimmermann) [S. 270]

Markus Häfner, „Jede Stadt braucht ihr Gesicht“. Der Wiederaufbau der Stadt Hanau nach 1945 – Zwei Dekaden zwischen Zerstörung und Urbanität (T. Harlander) [S. 272]

Sascha Schießl, „Das Tor zur Freiheit“. Kriegsfolgen, Erinnerungspolitik und humanitärer Anspruch im Lager Friedland (1945–1970) (M. Kittel) [S. 274]

Christina Norwig, Die erste europäische Generation. Europakonstruktionen in der Europäischen Jugendkampagne 1951–1958 (J. Dülffer) [S. 276]

Werner Renz (Hrsg.), „Von Gott und der Welt verlassen“. Fritz Bauers Briefe an Thomas Harlan. Mit Einführungen und Anmerkungen v. Werner Renz u. Jean-Pierre Stephan (A. Meyer) [S. 277]

Mike Schmeitzner/Clemens Vollnhals/Francesca Weil (Hrsg.), Von Stalingrad zur SBZ. Sachsen 1943 bis 1949 (I.-S. Kowalczuk) [S. 279]

Sebastian Rick, Die Entwicklung der SED-Diktatur auf dem Lande. Die Landkreise Liebenwerda und Schweinitz in der Sowjetischen Besatzungszone 1945–1949 (I.-S. Kowalczuk) [S. 280]

Franziska Kuschel, Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien (A. Bauerkämper) [S. 281]

Gottfried Meinhold, Der besondere Fall Jena. Die Universität im Umbruch 1989–1991 (I.-S. Kowalczuk) [S. 283]

Michael Brenner, Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute (M. Liepach) [S. 285]

Ulrike Capdepón, Vom Fall Pinochet zu den Verschwundenen des Spanischen Bürgerkrieges. Die Auseinandersetzung mit Diktatur und Menschenrechtsverletzung in Spanien und Chile (T. Kössler) [S. 286]
Agnieszka Zagańczyk-Neufeld, Die geglückte Revolution. Das Politische und der Umbruch in Polen 1976–1997 (B. Musial) [S. 287]

Michael Stolleis (Hrsg.), Konflikt und Koexistenz. Die Rechtsordnungen Südosteuropas im 19. und 20. Jahrhundert. Bd. 1: Rumänien, Bulgarien, Griechenland. Hrsg. unter Mitarb. v. Gerd Binder u. Jani Kirov (E. Binder-Iijima) [S. 289]

Kerstin Brückweh, Menschen zählen. Wissensproduktion durch britische Volkszählungen und Umfragen vom 19. Jahrhundert bis ins digitale Zeitalter (T. Rahlf) [S. 293]

Gerhard Paul, Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel (J. Jäger) [S. 295]

Corrigendum [S. 297]

Eingegangene Bücher [S. 298]

Zitation
Historische Zeitschrift 305 (2017), 1. in: H-Soz-Kult, 30.08.2017, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-10554>.
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30.08.2017
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