Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt 34 (2014), 1

Titel
Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt 34 (2014), 1.
Weitere Titelangaben
krieg macht geschlecht


Hrsg. v.
Wissenschaftliche Vereinigung für Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik e.V.
Heft(e)
01
Erschienen
Münster (Westf.) 2014: Westfälisches Dampfboot
Umfang
140 S.
Preis
€ 15,00
Herausgeber d. Zeitschrift
Wissenschaftliche Vereinigung für Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik e.V.
Erscheinungsweise
4 Nummern in 3 Ausgaben
Kontakt
PERIPHERIE Redaktionsbüro c/o Michael Korbmacher Stephanweg 24 48155 Münster Telefon: +49-(0)251/38349643

Bewaffnete Konflikte haben oft massive Veränderungen der Geschlechterverhältnisse zur Folge. Wie weit die Beteiligung von Frauen an Kriegseinsätzen Geschlechterstereotype ins Wanken bringen oder die Beziehungen zwischen den Geschlechtern transformieren kann, gehört zu den offenen Fragen.

PERIPHERIE 133 diskutiert das Konzept der militärischen Geschlechterordnung in Bezug auf den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Ferner untersucht die Ausgabe die Geschlechterverhältnisse im Kontext der Aufstandsbekämpfung in Thailand. Welche Folgen Interventionen sowohl für die Interventionsgesellschaften als auch für die Intervenierenden aufweisen, nimmt sie am Beispiel von Goma, der Hauptstadt der Provinz Nordkivu im Ostkongo, in den Blick. Außerdem fragt sie nach der Verhandlung von Geschlecht in Flüchtlingslagern.

ZU DIESEM HEFT
krieg macht geschlecht

In der internationalen Politik hat die Geschlechterdimension in gewaltsamen Konflikten durch die Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates zu „Frauen, Frieden und Sicherheit“ aus dem Jahr 2000 an Bedeutung gewonnen. Diese Bedeutung wird unterschiedlich eingeschätzt. Zwar haben Frauenorganisationen weltweit für die Anerkennung von Geschlechterfragen durch die sicherheitspolitischen Institutionen gekämpft. Jedoch laufen die Resolution 1325 und ihre Folgeresolutionen Gefahr, stereotype Zuschreibungen von Frauen als Opfer kriegerischer und insbesondere sexualisierter Gewalt zu reproduzieren – obwohl Männer, wenn auch in geringerer Zahl, in bewaffneten Konflikten ebenfalls von solcher Gewalt betroffen sind. Weiterhin mag das in der Resolution geforderte Gender-Mainstreaming zwar zu einem erhöhten Anteil von Frauen in nationalen Armeen insgesamt und auch in militärischen Kernbereichen geführt haben. Geschlechtlich strukturierte Machtverhältnisse im Militär haben sich aber nicht grundsätzlich verändert.

Zwei Themen stehen in dieser Ausgabe der PERIPHERIE im Zentrum der kritischen Auseinandersetzung mit dem Nexus von Krieg, Macht und Geschlecht. Zunächst geht es um die Verhandlung von Geschlecht in der militärischen Aufstandsbekämpfung, der „counterinsurgency“, die als militärische Strategie insbesondere mit den Kriegen in Irak und Afghanistan wieder in den Vordergrund gerückt ist. Die Beiträge von Cordula Dittmer und Ruth Streicher nehmen dabei zwei Kontexte in den Blick, die bisher in der US-geprägten Debatte weitgehend unterbelichtet sind: den Auslandseinsatz des deutschen Militärs in Afghanistan und die Aufstandsbekämpfung in Südthailand. Auf unterschiedliche Weise zeigen beide Autorinnen, dass mit der Veränderung der Geschlechterverhältnisse keineswegs eine Auflösung von Machtverhältnissen einhergeht. Vielmehr verschränken sich Konstruktionen von Geschlecht mit orientalistischen und vergeschlechtlichten Vorstellungen der Interventionsgesellschaft.

Auf der Grundlage ihrer empirischen Forschungen zur Integration von Frauen in die Bundeswehr entwickelt Dittmer das Konzept der militärischen Geschlechterordnung in Bezug auf den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Der Krieg wurde von Beginn an von den USA, aber auch von Deutschland mit „feministischen Belangen“ legitimiert. In kritischer Weiterführung der Forschungen von US-Feministinnen zum Einsatz von Soldatinnen im Rahmen der neuen „hearts-and-minds“-Strategie, in der Soldatinnen sowie Frauen der Zivilbevölkerung als Informationsbeschafferinnen in sensiblen Bereichen genutzt werden, analysiert die Autorin die militärische Verwendung traditioneller Geschlechterbilder vom „schützenden Mann“ und der „friedfertigen, schutzbedürftigen Frau“. Diese Praxis instrumentalisiert die Soldatinnen und erklärt sie zugleich zu einem besonderen „Sicherheitsrisiko“ für die „kämpfende Truppe“. Dadurch wird ihnen als potenziellen Konkurrentinnen um Posten und Reputation der Zugang zu den höheren Rängen der militärischen Hierarchie versperrt. Gestützt auf eigene empirische Forschung in Thailand untersucht Streicher die Geschlechterordnungen, die im Rahmen der militärischen Aufstandsbekämpfung in Südthailand produziert werden. Unter Bezug auf Foucault‘sche Konzepte der Macht und der Regierungstechniken ergibt die Analyse der Kontrollpraktiken an vom Militär errichteten Straßensperren, deren bevorzugte Objekte junge, muslimische und ethnisch als „malayisch“ bezeichnete Männer aus Südthailand sind, das Bild vergeschlechtlichter Grenzziehungen des Nationalstaates – ein Bild, das die zivilisierte Ordnung des Staates gegenüber einer unzivilisierten Gewalt der Aufständischen demonstriert. Die jungen Männer, die von den Soldaten strengen Kontrollen unterzogen werden, stehen unter dem Verdacht, zu den Aufständischen zu gehören. Sie werden als Produkte von Indoktrination, Drogenmissbrauch und Armut behandelt, denen selbst keine politische Handlungsbefähigung zugestanden wird. In der Hierarchisierung von Männlichkeiten und in der differentiellen Behandlung der Geschlechter wird das Bild „zivilisierter militärischer Männlichkeit“ produziert.

In einem zweiten thematischen Schwerpunkt geht es um die geschlechtsspezifischen Folgen militärischer und humanitärer Interventionen sowie die Verhandlung von Geschlecht in Flüchtlingslagern. Geschlechterproblematiken werden hier zwar inzwischen von Forscher_innen und internationalen Organisationen zum Teil benannt, sind jedoch meist einseitig und oberflächlich gefasst und beruhen auf stereotypen Zuschreibungen von weiblicher Ausbeutung, die einer männlich konnotierten Täterschaft gegenübersteht. Ethnographische Arbeiten, die sich vertiefend mit den diversen vergeschlechtlichten Interaktionen zwischen Intervenierenden und Interventionsgesellschaft auseinandersetzen, gibt es bisher wenige. Silke Oldenburg trägt wesentlich dazu bei, diese Lücke zu schließen. Die Autorin untersucht die sich verändernden Geschlechterasymmetrien in Goma, der Hauptstadt der Provinz Nordkivu im Ostkongo – der Provinz, die mit dem ruandischen Völkermord 1994 und in dessen Folge mit dem Eintreffen hunderttausender Flüchtlinge, einer Choleraepidemie sowie den Kongo-Kriegen (1996–1997; 1998–2003) in die mediale Öffentlichkeit geriet. Hunderte von internationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen schufen in kurzer Zeit einen lebhaften Markt für humanitäre Hilfe, den Oldenburg als "Interventionsmarkt" bezeichnet. Seine Akteure stammen aus den Reihen der Rebellengruppen, der Regierungsarmee, der Blauhelmsoldaten, des humanitären Personals und der lokalen Bevölkerung. Der Beitrag konzentriert sich auf die Praktiken junger kongolesischer Frauen auf dem Interventionsmarkt, auf dem Sex zur Ware wird. Die „Liebe in Zeiten der Intervention“ verändert die Rivalitäten zwischen Generationen und verschärft den Antagonismus zwischen jungen Männern und Frauen. Gerade für junge Frauen eröffnen sich neue Handlungsfelder mit Vorteilen, die ihre (Ver-)Handlungsmacht teilweise stärken. Die Mikroanalyse verdeutlicht die bisher durch empirische Forschungen kaum erschlossenen Veränderungen in der Dynamik sozialer Reproduktion, die mit langfristigen humanitären Interventionen in von bewaffneten Konflikten betroffenen Zonen verbunden sein können.

Ähnlich deutlich tritt eine Forschungslücke in Bezug auf die Verhandlung von Geschlecht in Flüchtlingslagern zutage. Der Literaturbericht von Susanne Buckley-Zistel, Ulrike Krause und Lisa Löper zeigt, dass auch hier häufig auf homogenisierende Darstellungen von weiblichen Opfern zurückgegriffen wird, ohne die Verhandlung von Männlichkeit in den Blick zu nehmen. Die Autorinnen tragen in ihrer Übersicht der Kontinuität der Gewalterfahrungen von Frauen auch in sog. Postkonfliktsituationen Rechnung. Diese Gewalterfahrungen bestimmen gegenüber den Zeiten des offenen Konflikts im sozialen Umfeld der Flüchtlingslager den vermeintlich geschützten Raum des Privaten. Strukturell sind die häufig über lange Zeiträume bestehenden Lager durch neue Abhängigkeitsverhältnisse, polyhierarchische Interaktionsmuster und machtvolle Hierarchien zwischen Hilfsorganisationen und der Lagerbevölkerung gekennzeichnet. Die gesichteten Untersuchungen legen die Hypothese nahe, dass der von Männern in der Lagersituation wahrgenommene Machtverlust nach einer Wiederherstellung männlicher geschlechtlicher Identität verlangt. Dies manifestiert sich in der Gewaltausübung im häuslichen Raum, besonders gegen Frauen. Die Autorinnen stellen diese im Rahmen der Theorie der hegemonialen Männlichkeit plausiblen Interpretationen von Gewalt jedoch auch in Frage und sehen den Bedarf nach weiteren Untersuchungen.

Die jüngere feministische Forschung im Bereich Krieg, Macht und Geschlecht setzt sich kritisch mit der Indienstnahme feministischer Positionen für politische Zwecke auseinander. Dies beschreibt Andrea Nachtigall im PERIPHERIE-Stichwort „Embedded Feminism“. In der Debatte geht es nicht nur darum, den Missbrauch feministischer Forderungen anzuprangern, sondern auch die Verstrickungen von Feminist_innen selbst in imperiale Projekte aufzuzeigen.

Aus einer anderen Perspektive setzt sich auch der Rezensionsartikel von Reinhart Kößler mit der Konstruktion von Krieg und der in ihm Agierenden auseinander – hier vor allem mit der systematischen, völkerrechtlich verbrämten Diskriminierung von Kolonisierten: Indem ihnen das Recht, Krieg zu führen, abgesprochen wurde, wurden ihnen auch sämtliche Schutzmechanismen genommen.

Die PERIPHERIE-Redaktion und die Wissenschaftliche Vereinigung für Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik (WVEE) e.V. trauern um Michael Nebelung. Er kam am 5. 12. 2013 bei einem Anschlag in Sana‘a ums Leben. Einen Nachruf finden Sie auf S. 3f.

Die nächsten Ausgaben der PERIPHERIE erscheinen im August zu „Religionen in Bewegung“, (Nr. 134/135) sowie im November zu „Klima und Energie“ (Nr. 136). Darüber hinaus sind Hefte zu den Themen „Soziale Klassen und ihre Kämpfe“, „Recht auf Stadt“, „Verwobene Moderne“ sowie „Flucht, Vertreibung, Flüchtlinge“ geplant. Die Calls for Papers für diese Hefte finden sich, sobald sie veröffentlicht werden, wie immer auf unserer Homepage. Unabhängig von diesen Schwerpunktsetzungen sind auch Beiträge zu weiteren Themen theoretischer, konzeptioneller und empirischer Art stets sehr willkommen.

Leider musste der Verlag den Verkaufspreis der Hefte an die gestiegenen Herstellungskosten anpassen. Daher kostet das Einzelheft ab dem Jahrgang 2014 15,00 €, das Doppelheft 30,00 €. Der Preis des Abonnements bleibt hingegen unverändert und beläuft sich weiterhin auf 32,00 € für Personen und 58,00 € für Institutionen.

Für unsere weitgehend ehrenamtliche Arbeit sind wir auch weiterhin auf die Beiträge der Mitglieder der WVEE, der Herausgeberin der PERIPHERIE, und auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns daher über neue Vereinsmitglieder ebenso wie über einmalige Spenden.

SUMMARIES

Cordula Dittmer: Western Female Soldiers in Afghanistan – Positioning and Negotiating Military Gender Regimes. This article analyzes the positioning of German female soldiers in the mission in Afghanistan. Against the background of the feminist debate on counterinsurgency and gender in the US, German discourses surrounding the role of women in military and peace processes are explored. It is argued that traditional military gender roles – the ‘male warrior’ versus the ‘peaceful woman’ – are used to legitimize the Afghan mission as civilized and emancipatory and to stabilize traditional military masculinity. In the first section the author highlights the gendered implications of out-of-area-missions in general. In the second section the US-doctrine of counterinsurgency and its gendered implications are illustrated. In the third section, the German military discourse on female soldiers in Afghanistan is deconstructed and the practical implications of these policies for female soldiers are outlined.

Ruth Streicher: Gendered Practices of Counterinsurgency at Checkpoints in Southern Thailand. The author uses the example of checkpoints to discuss the gendered dynamics of counterinsurgency in southern Thailand. Conceptually, she argues for broadening the Foucauldian concept of ‘policing’ to include postcolonial and feminist readings of the nation-state. She thereby suggests that the productivity of counterinsurgency practices should be comprehended as demarcating the gendered boundaries of nation-state order, which also operates to differentiate the ‘civilised’ nation-state from ‘uncivilised’ insurgent violence. In her empirical discussion, she shows that soldiers, who are often themselves put in very vulnerable and ambiguous positions, use checkpoint controls to maintain gendered hierarchies that are historically grounded in the formation of the Thai nation-state vis-à-vis its ‘Malay-Muslim’ provinces. In rationalising insurgent violence, soldiers thereby produce young Malay-Muslim men as ‘uncivilised’ and effeminised victims of indoctrination, drug abuse, and poverty – a construction that denies their political agency and legitimises the military mission as a ‘civilised’ endeavour. The author ends by proposing that a stronger focus on the politics of affect could be mobilised to further conceive of military masculinities beyond stereotypical ‘martial’ forms.

Silke Oldenburg: Love in Times of Humanitarian Intervention – Sex, Gender Relations, and Humanitarian Intervention in Goma, DR Congo. “In Goma there is no love – everything is about dollars” is a common saying amongst young men in Goma, the provincial capital of North Kivu in the Democratic Republic of Congo. More than just referring to ‘love’, this statement illustrates the complex terrain of moralities and materialities in Goma and refers to dynamic gender relations in the context of protracted violent conflict and humanitarian intervention. This article's contribution focuses on the under-researched interactions and social practices going on in the contact zone of peacekeeping missions and the local population. This contact zone is conceptualised as a ‘market of intervention’ where sex becomes a commodity. The market of intervention influences economic opportunities, socio-political hierarchies, normative stereotypes, and the urban infrastructure, as well as shapes local imaginations of ‘modernity’ being characterised by western goods and lifestyle. Zooming into the social practice of transactional sex, the author analyses how the market of intervention might aggravate sexual exploitation, yet also opens up manifold opportunities and may enhance conceptions of the self at the same time. Young women engaged in transactional sex reflect on their obligations towards their family, strive for income, or try to fulfil desires. Men, too, identify the opportunities generated by the market of intervention, yet are often marginalised due to social, ethnic and gendered reasons. The unequal distribution of resources and asymmetric relations of exchange perpetuate patrimonial relations on the one hand, while on the other allow some actors (mostly educated young women) to perform their dream of a ‘good life’ – at least to a certain extent. Without downplaying the prevalent images of rape and sexual abuse, the article sheds light on often neglected yet very present heterogeneous experiences and social practices of and dealing with long-term humanitarian intervention.

Susanne Buckley-Zistel, Ulrike Krause & Lisa Loeper: Sexual and Gender-based Violence against Women in Conflict-related Refugee Camps. A Literature Overview. Although sexual and gender-based violence against women in conflicts is not a new phenomenon, most studies have focused on conflict zones and neglected post-conflict contexts. But what happens geographically outside of conflicts and after violent hostilities? Researchers argue that the end of conflict does not represent the end of violence, instead emphasising a continuum of violence. This article aims to discuss this continuum through a look at the state of research on sexual and gender-based violence in post-conflict contexts, in particular conflict-related refugee camps. In search of safety, most refugees flee conflicts by crossing international borders where they are often settled in camps. Refugee camps therefore comprise specific post-conflict environments which are known for restrictive structures and insecure living conditions, both which impact gender relations. Through a review and discussion of relevant literature, the article takes a gender sensitive perspective to the notion of refuges and the experiences of living in refugee camps. The authors highlight the prevalence of sexual and gender-based violence against women in such camps, and draw upon gender studies theories, particularly the concept of hegemonic masculinity, as a means to explain this phenomenon. By linking peace and conflict research with forced migration and gender studies, the authors strive to contribute to scientific approaches which reflect on the continuity of violence against women in post-conflict contexts.

INHALT

Michael Nebelung (1958–2013), S. 3

Zu diesem Heft, S. 5

Cordula Dittmer: Der Einsatz westlicher Soldatinnen in Afghanistan – Positionierungen und Aushandlungsprozesse militärischer Geschlechterordnungen, S. 9

Ruth Streicher: Grenzziehungen von „Zivilisation“, Nationalstaat und Geschlecht. Militärische Aufstandsbekämpfung an Straßensperren in Südthailand, S. 26

Silke Oldenburg: Liebe in Zeiten humanitärer Intervention. Sex, Geschlechterbeziehungen und humanitäre Intervention in Goma, DR Kongo, S. 46

Susanne Buckley-Zistel, Ulrike Krause & Lisa Loeper: Sexuelle und geschlechterbasierte Gewalt an Frauen in kriegsbedingten Flüchtlingslagern. Ein Literaturüberblick, S. 71

PERIPHERIE-Stichwort

Andrea Nachtigall: „Embedded Feminism”, S. 90

Rezensionsartikel

Reinhart Kößler: Kolonialismus, Völkerrecht und Krieg, S. 94

Rezensionen, S. 106

Gender in Kriegen und in militärischen Institutionen: Linda Åhäll & Laura Shepherd (Hg.): Gender, Agency, and Political Violence; Maria Eriksson Baaz & Maria Stern: Sexual Violence as a Weapon of War? Perceptions, Prescriptions, Problems in the Congo and Beyond; Annica Kronsell & Erika Svedberg (Hg.): Making Gender, Making War. Violence, Militancy and Peace Keeping Practices; Gabrielle Simm: Sex in Peace Operations (Rita Schäfer)

Heike I. Schmidt: Colonialism and Violence in Zimbabwe. A History of Suffering (Reinhart Kößler)

Thomas Bierschenk & Eva Spies (Hg.): 50 Jahre Unabhängigkeit in Afrika. Kontinuitäten, Brüche, Perspektiven (Maike Birzle)

Jeremy Holland (Hg.): Who Counts – The Power of Participatory Statistics (Jochen Currle)

Maria Magdalena Verburg: Ostdeutsche Dritte-Welt-Gruppen vor und nach 1989/90 (Ulrich van der Heyden)

Markus Demele: Entwicklungspolitik als Arbeitspolitik. Kultursensible Decent Work-Strategien der International Labour Organization (Thomas Wagner)

Michael Heinlein, Cordula Kropp, Judith Neumer, Angelika Poferl & Regina Römhild (Hg.): Futures of Modernity. Challenges for Cosmopolitical Thought and Practice (Reinhart Kößler)

Nadine Marquardt & Verena Schreiber (Hg.): Ortsregister. Ein Glossar zu Räumen der Gegenwart (Bettina Engels)

Christoph Jahr & Jens Thiel (Hg.): Lager vor Auschwitz. Gewalt und Integration im 20. Jahrhundert (Reinhart Kößler)

Reinhart Kößler & Hanns Wienold: Gesellschaft bei Marx (Daniel Unterweger)

Ingo Schmidt (Hg.): Rosa Luxemburgs „Akkumulation des Kapitals“. Die Aktualität von ökonomischer Theorie, Imperialismuserklärung und Klassenanalyse (Reinhart Kößler)

Hans Jürgen Krysmanski: Hirten & Wölfe: Wie Geld‑ und Machteliten sich die Welt aneignen (Marie Christine Koytek)

Ingrid Kurz-Scherf & Alexandra Scheele (Hg.*innen): Macht oder ökonomisches Gesetz? Zum Zusammenhang von Krise und Geschlecht (Sarah Theierling)

Filmkritik, S. 134

Dorit Siemers & Luz Kerkeling: Wenn das Land zur Ware wird. Die Zerstörung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung in Chiapas/Südmexiko (Hanns Wienold)

Eingegangene Bücher, S. 137

Summaries, S. 138

Autorinnen und Autoren, S. 140

Zitation
Peripherie. Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt 34 (2014), 1. in: H-Soz-Kult, 15.04.2014, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-8222>.
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