Rechtsgeschichte – Legal History 24 (2016)

Titel
Rechtsgeschichte – Legal History 24 (2016).
Weitere Titelangaben
Translation


Hrsg. v.
Prof. Dr. Thomas Duve und Prof. Stefan Vogenauer, Direktoren des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte Redaktion: Nadine Göbel, Nicole Pasakarnis
Erschienen
Frankfurt am Main 2016: Vittorio Klostermann
Umfang
526 S.
Preis
49,00 €
Herausgeber d. Zeitschrift
Prof. Dr. Thomas Duve, Direktor des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte Redaktion: Olaf Berg, Nicole Pasakarnis
Erscheinungsweise
jährlich
Kontakt
Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte Redaktion Rechtsgeschichte Hansaallee 41 60323 Frankfurt am Main Tel. ++49-69.78978-200 Fax ++49-69-78978-210 Anregungen und Manuskripte unter: rg@rg.mpg.de

Editorial (deutsch)

Die Rechtsgeschichte steht in diesem Jahr im Zeichen der Translation. Im ersten Fokus geht es um kulturelle Übersetzer von Normativität, im zweiten um die Übersetzung von Rechtsgewohnheiten in Rechtsaufzeichnungen, eine Übersetzung in ein anderes Medium. Solche Translationsprozesse dürften einen Schlüssel zum Verständnis von lokalen, nationalen, regionalen oder globalen Rechtsgeschichten darstellen, sind in der Vergangenheit allerdings viel zu wenig beachtet worden. Am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte widmen wir ihnen deswegen seit einiger Zeit im Rahmen eines unserer Forschungsschwerpunkte gesteigerte Aufmerksamkeit. Die von Lena Foljanty zusammengestellten und eingeleiteten Beiträge im ersten Fokus Translators: Mediators of Legal Transfers stammen deswegen überwiegend aus der Arbeit an den Forschungsprojekten im Institut. Sie blicken auf das frühneuzeitliche Mexiko, auf Helmstedt im 18., Kairo im 19. und Kolumbien im 20. Jahrhundert. Eine Übersetzungsleistung im mehrfachen Sinn stellt auch der zweite Fokus dar. Tzung-Mou Wu aus Taiwan hat eine Reihe von Rechtshistorikerinnen und Rechtshistorikern aus der westlichen Welt gebeten, historische Erfahrungen im Umgang mit der Verschriftlichung von Rechtsgewohnheiten für das taiwanesische Nachdenken über die Frage aufzubereiten, wie die Rechtsgewohnheiten und das Gewohnheitsrecht der sog. indigenen Völker am besten zur Geltung gebracht werden können. Dieser Ansatz mag verwundern oder auf den ersten Blick an manche vielleicht nicht so glücklichen Versuche einer direkten Indienststellung der Rechtsgeschichte für die Gestaltung des Rechts der Zukunft erinnern. Doch abusus non tollit usum, und der vielfältige Rekurs auf die Geschichte dürfte zu den interessantesten Phänomenen der gegenwärtigen Debatte um die Rechte der sog. indigenen Völker gehören. Für die Beiträger lag darin eine nicht leicht zu lösende Aufgabe, ging es doch darum, große Fragen der rechtshistorischen Forschung in einer Weise zu übersetzen, die sie für Juristinnen und Juristen aus einer Region interessant sein lassen, welche trotz mancher historischer Berührungspunkte über ganz andere rechtskulturelle Erfahrungen verfügen. Der Bedarf an solchen Texten ist groß und dürfte immer weiter steigen.

Tzung-Mou Wu weist in seinen einleitenden Bemerkungen auch auf einen anderen Aspekt hin, der unsere Disziplin beschäftigen muss: Die Gefahr, dass angesichts der zunehmenden Anglisierung der akademischen Diskurse selbst die in den großen europäischen Sprachen verfassten Ergebnisse gewichtiger Forschungstraditionen immer weniger Berücksichtigung finden. Auch dies macht Übersetzungsleistungen erforderlich, die wir in diesem Heft zu leisten versuchen. So publizieren wir Gerhard Dilchers ausführliche Bilanz seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit den Germanisten und ihrem Verhältnis zur Historischen Schule in englischer Sprache. Er zeichnet in ihr ein für manche Leserinnen und Leser sicherlich ungewohntes Bild von der deutschen Rechtswissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Viele bekannte, aber auch manche heute nur noch wenig gelesene große Juristen des 19. und 20. Jahrhunderts werden von ihm in einen Entwicklungsbogen eingeschrieben, der von Savigny bis Berman reicht. Nicht zuletzt wegen des scheinbaren Verschwindens der Germanistik nach 1945 sind viele von ihnen heute aus dem Gesichtskreis der Rechtsgeschichtsschreibung, aber auch der rechtswissenschaftlichen Reflexion gerückt. Einige Porträtfotos, mit denen wir dieses Heft ausgestaltet haben, sollen helfen, sie in Erinnerung zu rufen. Auch Jakob Zollmann arbeitet einen wichtigen Teil der deutschen Rechtsgeschichte des 19. Jahrhunderts auf, wenn er sich der Austrägalgerichtsbarkeit im Deutschen Bund widmet. Seine Analyse bringt ein vergessenes rechtshistorisches Phänomen ans Licht, das heute nicht zuletzt angesichts der Überlagerung verschiedener jurisdiktioneller Ebenen besonderes Interesse beanspruchen kann. Pedro Cardim widmet sich schließlich einem großen und grundlegenden Feld der Rechtsgeschichte der europäischen Imperien: Dem Status der Überseegebiete der iberischen Monarchien im 16. und 17. Jahrhundert. Seit gut einem Jahrhundert ist deren politische und rechtliche Stellung meist aus einer nationalen Perspektive analysiert worden – in Europa oder in Amerika. Sein den imperialen Rechtsraum rekonstruierender Aufsatz liefert ein deutlich modifiziertes und gerade in der englischsprachigen Literatur bisher kaum bekanntes Bild.

Zwei Foren bemühen sich, eine Momentaufnahme aus breiten Diskussionen über wichtige Anliegen der rechtshistorischen Forschung zu geben. Christiane Birr hat die Frage gestellt, welche Forschungsergebnisse die viel besprochenen Digital Humanities denn eigentlich erwarten lassen. Gibt es jenseits der allgemeinen Ankündigungsrhetorik bereits konkrete Nutzungen und Ergebnisse für geisteswissenschaftliche und insbesondere rechtshistorische Forschung? – Die Antworten auf diese Frage reichen von grundlegenden Überlegungen über die methodischen Implikationen bis hin zu ganz konkreten Ergebnissen, wie die neuen Technologien auch zu neuen Ergebnissen führen können. Das Thema wird uns sicher weiter beschäftigen. Im zweiten Forum bat Peter Collin einige Kolleginnen und Kollegen um ihre Einschätzung zum Stand der Sozialrechtsgeschichte. Auch hier handelt es sich um ein lange Zeit in nationalen Geschichten beschriebenes Feld, das von einer vergleichenden oder auf Verflechtungen achtenden Perspektivenerweiterung profitieren könnte, wie die Beiträge zeigen.

Im Bereich der Kritik werden wichtige Arbeiten der rechtshistorischen Forschung der letzten beiden Jahre besprochen, darunter auch einige, die sich mit der Translation beschäftigen. Wie stets, so haben wir uns auch in diesem Jahr bemüht, möglichst viele Publikationen in einer anderen Sprache besprechen zu lassen als in der, in der diese abgefasst sind. Zeitschriften sind eben auch Translators.

Editorial (englisch)

This year’s Rechtsgeschichte is flying under the flag of translation. The first Focus section deals with cultural translators of normativity, and the second Focus treats the translation of legal customs into writing – a translation into another medium. Such processes of translation may very well represent a key to understanding local, national, regional, or even global legal histories; however, in the past they have simply received insufficient consideration. In order to rectify this situation, the Max Planck Institute for European Legal History has for quite some time, within the context of a research focus area, been devoting more attention to such processes. For this reason, the contributions brought together by Lena Foljanty in the first Focus section, Translators: Mediators of Legal Transfers, stem predominantly from research projects being conducted at the institute. The contributions are looking at early modern Mexico, Helmstedt in the 18th century, Cairo in the 19th century, and Colombia in the 20th century. Another act of translation, in multiple senses of the term, lies at the heart of the second Focus section. Tzung-Mou Wu, from Taiwan, asked a group of legal historians from the Western world to examine historical experiences involving the codification of legal customs, thereby setting the stage for a Taiwanese reflection on the question as to how to make the most of the so-called indigenous peoples’ legal customs and customary law. At first glance, this approach may appear somewhat peculiar or perhaps remind us of the unfortunate attempts to directly appropriate legal history so as to shape law in the future. Nevertheless, abusus non tollit usum and the multiplicity of recourses to history certainly belong to the more interesting phenomena within the contemporary debate concerning the rights of the so-called indigenous peoples. The contributors, however, were faced with the difficult task of translating the major questions of legal historical scholarship in such a way as to be interesting for the jurists in that region, which, despite some historical points of contact, nevertheless possess very different legal cultural experiences. The demand for such texts is greater than ever and will only continue to grow in the future.

In his introductory remarks, Tzung-Mou Wu makes reference to another aspect that our discipline needs to deal with: the danger that, given the growing Anglicization of the academic discourse, the results of the important research traditions composed in the major European languages are receiving less and less consideration. This situation further emphasizes the necessity of translation; something we are attempting to do in this issue. To this end, we are publishing a comprehensive essay by Gerhard Dilcher in English, where he takes stock of his decade-long engagement with the German literature scholars and their relationship to the Historical School. In this contribution he sketches out what some readers might consider an unfamiliar image of the history of 19th century German legal historical scholarship. A number of very well-known and important jurists from the 19th and 20th centuries, some of whom are seldomly read today, are inscribed within the developmental trajectory that stretches from von Savigny to Berman. Not least because of the apparent disappearance of German literature after 1945, a great number of these figures have moved beyond the periphery of both legal historiography and legal historical reflection. Several of the portraits found in this issue are intended to help recall them. In his treatment of the Austrägalgerichtsbarkeit in the German Confederation, Jakob Zollmann also takes up and works through an important part of 19th century German legal history. His analysis sheds light on an almost forgotten legal historical phenomenon; a topic which is of particular interest given the overlap existing between various jurisdictional spheres. Finally, Pedro Cardim addresses the expansive and fundamental field of research within legal history focusing on European empires: the status of the overseas territories of the Iberian monarchy in the 16th and 17th centuries. Over the course of the last 100 years, their political and legal status was primarily analyzed from a national perspective – either in Europe or America. His article reconstructs this imperial legal space and provides a thoroughly altered picture – one little known within the context of the English-language literature.

The two Forum sections strive to provide a snapshot of a broad discussion concerning issues important to legal historical research. Christiane Birr poses the following question: what kind of research results can be expected from the much-discussed digital humanities? Going beyond the common rhetoric, are there any concrete uses or results relevant to the humanities and, in particular, to legal historical research? – The responses to these questions include everything from fundamental reflections regarding methodological implications up to and including very specific results and how the applications of the new technologies could lead to further results. In the second Forum, Peter Collin approached several colleagues and asked them to assess the state of the history of social law. Here again we are dealing with a field that was for a long time described in terms of national histories and, as the contributions show, could profit from a broadening of perspectives via comparative or interrelational approaches.

In the Critique section, important works within legal historical research published within the last two years are discussed, several of which also deal with translation. As always, we have again done our best to discuss as many publications as possible in a language other than that in which they were written. Journals are indeed also translators.

Inhalt

Recherche – research

20 – Gerhard Dilcher
The Germanists and the Historical School of Law: German Legal Science between Romanticism, Realism, and Rationalization

74 – Jakob Zollmann
Austrägalgerichtsbarkeit – Interstate Dispute Settlement in a Confederate Arrangement, 1815 to 1866

101 – Perdo Cardim
Political Status and Identity: Debating the Status of American Territories across the Sixteenth and Seventeenth Century Iberian World

Fokus – focus

Translators: Mediators of Legal Transfers

120 – Lena Foljanty
Translators: Mediators of Legal Transfers

122 – José Luis Egío
From Castilian to Nahuatl, or from Nahuatl to Castilian? Reflections and Doubts about Legal Translation in the Writings of Judge Alonso de Zorita (1512–1585?)

154 – Osvaldo Rodolfo Moutin
More than Copy and Paste. The Drafting of the Judicial Order in the Decrees of the Third Mexican Council

171 – Laura Beck Varela
Translating Law for Women? The Institutes du droit civil pour les dames in Eighteenth-Century Helmstedt

190 – Mahmood Kooria
Two ›Cultural Translators‹ of Islamic Law and German East Africa

203 – Karla Escobar
What is the »Cultural Baggage« of Legal Transfers? Methodological Reflections on the Case of La Quintiada, Tierradentro-Cauca, 1914–1917

Legal History in Action: Laying Down Indigenous Customs in Writing

219 – Tzung-Mou Wu
Legal History in Action: Laying Down Indigenous Customs in Writing. An Introduction

222 – Tzung-Mou Wu
Western Legal Traditions for »Laying Down Taiwan’s Indigenous Customs in Writing«

234 – Emanuele Conte
Consuetudine, Coutume, Gewohnheit and Ius Commune. An Introduction

244 – Soazick Kerneis
Consuetudo Legis: Writing Down Customs in the Roman Empire (2nd–5th Century CE)

251 – Bernd Kannowski
On Legal Pluralism and Ghosts in the Sachsenspiegel and in Gaya

257 – Claudia Storti
Ascertainment of Customs and Personal Laws in Medieval Italy from the Lombard Kingdom to the Communes

266 – Charles de Miramon
Customary Law, Legal Consciousness and Local Agency. From Sumatra to Beauvais circa 1100 and back

276 – Beatrice Pasciuta
From Ethnic Law to Town Law: The Customs of the Kingdom of Sicily from the Twelfth to the Fifteenth Century

288 – Bram Van Hofstraeten
Recording Customs in Early Modern Antwerp, a Commercial Metropolis

302 – Rodrigo Míguez Núñez
Indigenous Customary Law in a Civil Law Context: Latin America and the Chilean Case

314 – Barbara Truffin
Codification and Its Discontents: the Emergence of »Customary Rights« of Amazonian Kichwa in Ecuador

Forum – forum

Digital Humanities

330 – Christiane Birr
Die geisteswissenschaftliche Perspektive: Welche Forschungsergebnisse lassen Digital Humanities erwarten?

335 – Manfred Thaller
Was sind (keine) methodischen Implikationen der Digital Humanities?

337 – Silke Schwandt
Digitale Objektivität in der Geschichtswissenschaft? Oder: Kann man finden, was man nicht sucht? Ein Erfahrungsbericht

339 – Eric C. Nystrom, David S. Tanenhaus
Two Humanists Exploring Together: or, a View from the Weeds

341 – Kellen Funk, Lincoln A. Mullen
A Servile Copy: Text Reuse and Medium Data in American Civil Procedure

344 – Jörg Wettlaufer
Digitale Transformation der Geschichtswissenschaft: Welcher Erkenntnisfortschritt? Wann?

347 – Bryan Jurish
Tools, Toys, and Filters. A Tinker’s Apology

349 – Thorsten Schlauwitz
Chancen und Grenzen der automatischen Schriftanalyse und -erkennung

351 – Noah Bubenhofer
Drei Thesen zu Visualisierungspraktiken in den Digital Humanities

356 – Tatiana Sukhondyaeva
Digital Possibilities and Availability of Original Sources on Military Legislation of the 16th–19th Centuries

358 – Andreas Deutsch
Auf Wortschatzsuche. Das Deutsche Rechtswörterbuch in einer digitalen Welt

361 – Ute Dercks
Kapitellskulptur des 12./13. Jahrhunderts in multimedialer Vision

State and Perspectives of the History of Social Law

365 – Peter Collin
State and Perspectives of the History of Social Law – A Few Preliminary Remarks

366 – Marcus Gräser
»Tocqueville’s Nightmare«? Zum Stand der Diskussion über die Genese der Wohlfahrtsstaatlichkeit in den USA

373 – Deguchi Yuichi
From Social Law to Labor Law: The Change in Japanese Legal Theory in Connection with Social Law (Shakai-ho)

380 – Monica Stronati
The History of Social Law in Italy: Some Considerations

387 – Bruno Debaenst
State and Perspectives of the History of Social Law – Belgium

393 – Peter Collin
State and Perspectives of the History of Social Law in Germany

402 – Gerhard Melinz
Sozialrechtsgeschichte in Österreich: Status quo und quo vadis?

412 – Maciej Jan Mazurkiewicz
On the Issues of Social Law in Poland: A State of Research on the History of Social Insurance Law

420 – Marianna Muravyeva
History of Social Law in Russia

Kritik – critique

430 – Marietta Auer
Hundert Klassiker der Weltliteratur
Christoph Möllers, Die Möglichkeit der Normen

433 – Matthias Schwaibold
GoA – Geschichte ohne Ansicht
Gunter Deppenkemper, Negotiorum gestio – Geschäftsführung ohne Auftrag

436 – Matthias Schwaibold
Der Richter und sein Rechner
Wolfgang Ernst, Rechtserkenntnis durch Richtermehrheiten

439 – Matthias Schwaibold
Römische Schichtarbeit
Ulrike Babusiaux, Wege zur Rechtsgeschichte: Römisches Erbrecht

441 – Heinz Holzhauer
Nachhallendes Wortgefecht
Christophe Camby, Wergeld ou uueregildus

445 – Klaus Frédéric Johannes
Marmor-Steinbruch
Martin Bertram, Kanonisten und ihre Texte

446 – Paolo Astorri
La Riforma della conoscenza
Mathias Schmoeckel, Das Recht der Reformation

449 – Michael Stolleis
Ein zu weites Feld
Luise Schorn-Schütte, Gottes Wort und Menschenherrschaft

452 – Karl Härter
Religiöse Devianz zwischen Kriminalitätsgeschichte, sozialer Praxis und konfessionellen Diskursen
Eric Piltz, Gerd Schwerhoff (Hg.), Gottlosigkeit und Eigensinn. Religiöse Devianz im konfessionellen Zeitalter

454 – Christoph H. F. Meyer
Naturrecht als Praxis
R. H. Helmholz, Natural Law in Court

456 – José Luis Egío
Traductores e intérpretes en la Hispanoamérica colonial y sus crónicas
Julio Valdeón, Translation and the Spanish Empire in the Americas

459 – Renzo Honores
Los intelectuales indígenas del periodo colonial. Un breve comentario a la edición de Ramos y Yannakakis
Gabriela Ramos, Yanna Yannakakis (eds.), Indigenous Intellectuals: Knowledge, Power, and Colonial Culture in Mexico and the Andes

462 – Constanza López Lamerain
Pulling out the Thread: Canon Law and Ecclesiastical Forums at the Core of Spanish American Judicial History
Jorge E. Traslosheros, Historia judicial eclesiástica de la Nueva España

463 – Max Deardorff
Cuestionando el «sistema de castas» – Categorías de identidad en los Andes coloniales
Joanne Rappaport, The Disappearing Mestizo

465 – Otto Danwerth
›Die nackte Wahrheit‹ über Rebellionen in den Anden
Charles F. Walker, The Tupac Amaru Rebellion

472 – Conrad Tyrichter
Kraft im Recht
Wolfram Siemann, Metternich

473 – Alessoandro Somma
Il diritto della Rivoluzione industriale
Matthias Maetschke, David von Mayenburg, Mathias Schmoeckel (Hg.), Das Recht der Industriellen Revolution

480 – Kellen Funk
Die ungeschriebene Geschichte der nordamerikanischen Kodifizierung
John W. Cairns, Codification, Transplants and History

483 – Matthias Schwaibold
Codex Caroni
Pio Caroni, Privatrecht im 19. Jahrhundert

487 – Urs Matthias Zachmann
Ungentle Civilizer: Treaties and Colonial War in 19th Century International Law
Harald Kleinschmidt, Diskriminierung durch Vertrag und Krieg

490 – Gisela A. Ferrari
El constitucionalismo latinoamericano desde la óptica de una constitución olvidada
M.C. Mirow, Latin American Constitutions

492 – Harriet Rudolph
Arenen des Rechts. Die Medialisierung der Justiz in der Neuzeit
Kjell Å. Modéer, Martin Sunnqvist (eds.), Legal Stagings

493 – Michael Stolleis
Deutscher Juristenstand
Jean-Louis Halpérin, Histoire de l’état des juristes. Allemagne, XIXe–XXe siècles

496 – Michael Stolleis
Verwaltungsrecht bei den Galliern
Grégoire Bigot, Ce droit qu’on dit administratif

498 – Jean-Philippe Dequen
Eternal Judiciary over Ever-changing Politics
Abhinav Chandrachud, An Independent, Colonial Judiciary

500 – Karl-Heinz Lingens
Wenn zwei sich streiten …
Jan Martin Lemnitzer, Power, Law and the End of Privateering
Maartje Abbenhuis, An Age of Neutrals
Éric Schnakenbourg, Entre la guerre et la paix
Axel Gotthard, Der liebe vnd werthe Fried

502 – Nina Keller-Kemmerer
Hybrides Völkerrecht: eine Diskursgeschichte aus der Perspektive der Peripherie
Arnulf Becker Lorca, Mestizo International Law

505 – Miloš Vec
The Project of Anti-Positivism in International Law
Mónica García-Salmones Rovira, The Project of Positivism in International Law. The History and Theory of International Law

508 – Hendrik Simon
Das Recht des Krieges
Isabell Hull, A Scrap of Paper
Martin Löhnig, Mareike Preisner, Thomas Schlemmer (Hg.), Krieg und Recht

510 – Helge Dedek
Privat-Justiz
Imre S. Szalai, Outsourcing Justice

514 – Lorena Ossio Bustillos
Feind des Kolonialismus
Bartolomé Clavero, Derecho global

Zitation
Rechtsgeschichte – Legal History 24 (2016). in: H-Soz-Kult, 20.09.2016, <www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-9885>.
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