Tourismusgeschichte – ein Mauerblümchen mit Zukunft! Ein Forschungsüberblick

Der folgende Überblick wirft Schlaglichter auf Forschungen zur europäischen Tourismusgeschichte und widmet sich anschließend ausführlich neueren Untersuchungen zum deutschen Tourismus im 20. Jahrhundert. Kritisch diskutiert werden u.a. Forschungen zur Geschichte des Tourismus im Nationalsozialismus und der teilweise stark normative Umgang mit dem Fordismus-Begriff in diesem Kontext. Vorgestellt werden des Weiteren Studien zum deutsch-deutschen Tourismus, insbesondere zum Berlin-Tourismus, sowie zum Verhältnis von Tourismus und Erinnerungskultur. Das Resümee fällt zwiespältig aus: Aller Fortschritte zum Trotz hat sich jedenfalls im deutschsprachigen Raum die Tourismusgeschichte als Zweig der Zeitgeschichte noch nicht wirklich etablieren können. Dies ist auch auf Probleme der Ressourcenmobilisierung zurückzuführen. Tourismus als Gegenstand von ‚Wissenschaft’ gleich welcher Couleur ist zumeist mit gegenwartsbezogenen, marktgebundenen Interessen verknüpft; für die wechselvolle Tourismusgeschichte abseits der Legendenbildung bleibt da wenig Raum.

Abstract

The following overview begins with a brief discussion of recent research on European tourism history. It then goes on to pursue in-depth analyses of studies on German tourism in the 20th century. Research on tourism in National-Socialist Germany is critically evaluated, and the partially quite normative use of the notion of Fordism in debates on this topic is discussed. Publications on tourism in both West and East Germany with an emphasis on Berlin-Tourism are presented. Subsequently, the relation between tourism and memory cultures is debated. The conclusion is ambivalent: At least in the German-speaking world, tourism history has not been established as a distinct branch of contemporary history. This is, among other factors, due to problems of resource mobilization: tourism as an object of scientific investigation is mostly linked to present day, market-oriented interests. This leaves limited room for tourism history beyond the creation of myths.

Von
Rüdiger Hachtmann, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Technische Universität Berlin

Anfang 2009 erschien im SPIEGEL eine Meldung, in der es hieß, dass das „Historische Archiv zum Tourismus“ des Willy-Scharnow-Instituts an der Freien Universität Berlin „vom Aus bedroht“ sei. Ab September dieses Jahres wolle man „400 Regalmeter vollgestopft mit Büchern, Studien, rund 50.000 Prospekten und anderen Schriftstücken rund um das Thema Tourismus“ vor der wissenschaftlichen Öffentlichkeit verschließen.[1] Obwohl es sich bei dem von der Schließung bedrohten Archiv um die einzige bundesdeutsche Institution handelt, die sich der Aufbewahrung von historischen Zeugnissen zum Thema Tourismus widmet und inzwischen einen sehr reichhaltigen Fundus an Fotoalben, Reiseführern, -prospekten gesammelt hat, blieb ein lautstarker Aufschrei seitens der Historikerzunft aus. Zwar ist das Archiv dank der Bemühungen vor allem seines rührigen Leiters Hasso Spode bisher nicht geschlossen worden. Das ändert allerdings nichts daran, dass der fehlende Protest eine erstaunliche Gleichgültigkeit des Gros der Historiker gegenüber einem zentralen Feld der Zeitgeschichte widerspiegelt. Offensichtlich fristet die Tourismusgeschichte innerhalb der historischen Forschung der Bundesrepublik bisher weitgehend ein Dasein als Mauerblümchen, obwohl der Tourismus selbst seit Langem in das Zentrum aller modernen Gesellschaften gerückt ist. Bemerkenswert ist dies auch, weil transnationale Geschichte seit einiger Zeit boomt – und der Tourismus selbst schon lange die nationalen und kontinentalen Grenzen überschreitet.[2]

Schlaglichter auf die europäische und globale Tourismusgeschichte
Vorreiter einer ambitionierten Tourismushistoriografie waren vor allem britische Historiker – angesichts der historischen Rolle der Engländer als touristische Pioniere vermag das wenig zu überraschen. Die angloamerikanische Historiografie hat zudem früh über den nationalen Tellerrand geschaut und sich zum Beispiel der Geschichte des Alpentourismus oder der Entstehung der Wintersaison angenommen.[3] Aber auch der frühe spanische Massentourismus der 1960er-Jahre und seine komplexen kulturellen Rückwirkungen auf die innere Stabilität des späten Franco-Regimes als eines teils freiwilligen, teils unfreiwilligen Stoßes Spaniens in die Moderne ist eingehender thematisiert worden.[4] Zur Geschichte des – insbesondere britischen – Tourismus nach Irland, dessen Anfänge parallel zum Bau erster Eisenbahnen zu Beginn der 1850er-Jahre datieren und der dann Ende der 1920er-Jahre im Freistaat Irland wie in Nordirland politische Anstöße erhielt, liegen ebenfalls erste Überblicksdarstellungen vor.[5] Während der Tourismus seit den 1960er-Jahren in der Republik Irland rasant aufblühte und bis heute ungebrochen prosperiert, stagniert er in Nordirland angesichts des Bürgerkriegs. Dass angesichts seiner wirtschaftlichen „Erfolgsgeschichte“ in jüngerer Zeit auch der Mittelmeertourismus zum zeithistorischen Thema geworden ist, liegt nahe.[6] Garniert mit Beispielen aus sehr unterschiedlichen Ländern ist außerdem die Bedeutung von Flüssen für den Tourismus in den Blick geraten, inklusive der Kontroversen um ihre ökonomische und ökologische Nutzung.[7] Schon seit Längerem ist die Tourismusgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in jenen mitteleuropäischen Regionen ein Thema, die als alpine Zielländer von der Wander- und Reiselust in besonderem Maße profitieren. Zentral sind hier selbstverständlich die Bergsteigerparadiese Schweiz und Österreich.[8] Andere Studien thematisieren die intentionale oder unreflektierte Konstruktion eigener Identitäten durch Touristen bzw. Prototouristen über die Abgrenzung vom „Fremden“ und „Exotischen“.[9]

Auffällig ist außerdem die vergleichsweise große Zahl epochenübergreifender und teilweise zugleich transnationaler Studien.[10] Einen ausgezeichneten Einstieg in die Geschichte des modernen Massentourismus bietet namentlich der von Shelley Baranowski und Ellen Furlough herausgegebene Band „Being Elsewhere. Tourism, Consumer Culture, and Identity in Modern Europe and North America”.[11] Das Spektrum der dort präsentierten Themen reicht vom Einfluss des Tourismus auf die Ausbildung von „middle class identities“ (S. 7) und die „Politics of Nation Building“ (S. 33) über den Tourismus als Hebel der „Mass Mobilization“ (S. 135) im entwickelten Nationalstaat – am Beispiel so unterschiedlicher Nationen wie den USA, dem Deutschen Reich, Frankreich und Schweden – bis hin zum globalen Nachkriegstourismus der Europäer, US-Amerikaner und Kanadier. Die Themen sind gleichfalls breit gestreut. Sie schließen etwa die aufwendige Schaffung ‚künstlicher’ touristischer Räume ein, exemplarisch skizziert für das bis Ende der 1960er-Jahre aufgebaute „state-sponsored tourist project“ (S. 348) von La Grande Motte im französischen Languedoc. Mit einer Investitionssumme von 940 Millionen Franc war dieses damals das größte seiner Art in Europa. Andere Studien werfen exemplarisch für Mexiko, Puerto Rico und Kuba (unter Batista wie unter Castro) aufschlussreiche Schlaglichter auf das Verhältnis von „Empire“ und US-Tourismus in Lateinamerika.[12] Oder sie blicken gar in die Zukunft und thematisieren den Weltraumtourismus.[13] Allen Klagen über die „Bräsigkeit“ der Historikerzunft, an denen der Tourismus als Themenfeld „vorbeigerauscht“ sei[14], zum Trotz kann man also aufgrund der Publikationen der letzten Jahre in globaler wie europäischer Perspektive von einer unübersehbar aufblühenden tourismusgeschichtlichen Forschungslandschaft sprechen.

Gilt dies auch für bundesdeutsche Tourismusgeschichte und die Geschichte des Reisens und Urlaubs im deutschen Raum?[15] Während das Interesse am Prototourismus, also tourismusähnlichen Phänomenen vor dem modernen Tourismus im engeren Sinn, weiterhin eine reichhaltige Forschung hervorbringt[16], ist das Interesse der deutschen Historiker am modernen Tourismus lange Zeit begrenzt geblieben. Zudem fällt auf, dass die meisten Arbeiten zum Thema Geschichte des Reisens und des Urlaubs optisch ansprechend gemacht und hübsch illustriert sind. Sie wollen den Leser mehr oder weniger anspruchsvoll unterhalten – allerdings ohne weitergehende Ambitionen. In der Regel sprengen sie nicht den Rahmen einer historisierenden Heimatkunde, die an ein breiteres Publikum ‚vor Ort’ gerichtet ist, oft mit der unausgesprochenen Intention, Touristen zu werben.[17] Ebenfalls zum ‚Schmökern’ lädt ein von Herbert May und Andrea Schulz herausgegebener Band über die Geschichte und Kultur der Gasthäuser ein. Dieses Buch ist allerdings auch im übertragenen Sinne durchaus gewichtig, setzt es doch in dreißig schön illustrierten Beiträgen aufschlussreiche Schlaglichter. Etwa auf das Wirtshaus als Bühne ostentativer Männlichkeit oder als Pionier des frühen dörflichen Kinos sowie – last, but not least – als Stützpunkt kleinbürgerlicher Sommerfrische seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.[18] Zur wechselvollen, von der historischen Forschung bislang vernachlässigten Geschichte der Jugendherbergen als zentralen, in Deutschland entstandenen Stützpunkten des Jugend- und Wandertourismus ist mit einem reich bebilderten Aufsatzband ebenfalls zumindest ein Anfang gemacht worden.[19] Andere Sammelbände fokussieren auf bestimmte touristische Felder wie den Seebädertourismus, die dann staatenübergreifend thematisiert werden.[20]

Faschismus und Fordismus – Darstellungen zum „Kraft durch Freude“-Tourismus
Aufsatzbände decken oft längere Zeiträume ab. Monographien konzentrieren sich in der Regel auf kürzere historische Epochen. Ein Faszinosum bleibt der Tourismus des „Dritten Reiches“ beziehungsweise genauer: die „Nationalsozialistische Gemeinschaft ‚Kraft durch Freude‘ (KdF)“, welche freilich nur einen Ausschnitt des Tourismus im Nationalsozialismus (NS) markiert. Erneut thematisiert hat Shelley Baranowski diese massentouristische Organisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF) in ihrer in erster Linie an angloamerikanische Leser adressierten Arbeit über „Strength through Joy“ (sowie über die Aktivitäten des Amtes „Schönheit der Arbeit“, das organisatorisch an KdF angebunden war).[21] Entgegen der Verlagsankündigung auf der Innenseite – „the first major book on the Nazi leisure and tourism agency“ – ist die Fülle an Publikationen zu KdF inzwischen beträchtlich und das Thema (allerdings in überwiegend deutschsprachigen Publikationen) für den Zeitraum bis 1939 weitgehend ausgeforscht. Neben empirischen Pionierarbeiten[22] und einigen Überblicksdarstellungen[23] ist hier besonders auf die zahlreichen, innovativen Aufsätze von Hasso Spode zu verweisen.[24] Zwar vermag Baranowski dem Bild von KdF auf der empirischen Ebene vor allem für die Zeit des Zweiten Weltkrieges einige interessante Facetten hinzuzufügen (S. 203-216); so widmet sie sich intensiver der Frontbetreuung durch KdF. Alles in allem jedoch kann Baranowski dem informierten Leser nur wenig Neues bieten.

Hinzu treten, neben methodischen Problemen grundsätzlicher Natur, die hier nicht näher betrachtet werden sollen[25], fragwürdige konzeptionelle Prämissen. Sie tangieren die NS-Tourismusforschung grundsätzlich und sind an dieser Stelle deshalb ausführlich zu diskutieren. Eine Kernthese Baranowskis lautet, die Nationalsozialisten hätten auch und gerade im Tourismus einen Weg jenseits „the Marxist and American-style roads“ (S. 9) gesucht. Sie charakterisiert den KdF-Tourismus in diesem Zusammenhang nicht nur als „non-Marxist“, sondern ausdrücklich außerdem als „non-Fordist“ (S. 8f.) und betont immer wieder den angeblichen Antiamerikanismus der Nationalsozialisten. Tatsächlich ist diese apodiktische Feststellung, eine zentrale Prämisse ihrer Darstellung, nicht zu halten. Sie kann denn auch nur über einen simplen Taschenspielertrick überhaupt aufgestellt werden: „Fordismus“ wird mit „Amerikanismus“ gleichgesetzt und „Amerikanismus“ dann normativ aufgeladen, nämlich mit allen positiven Klischees vom „american dream“ überfrachtet, die sich finden lassen. Auch wenn man sich darauf beschränkt, lediglich die Tourismusorganisation KdF in den Fokus zu nehmen, wäre mindestens das Verhältnis der maßgeblichen Funktionsträger des NS-Regimes zu „Amerika“, zum Fordismus sowie vor allem zu dessen Namensgeber Henry Ford näher in Augenschein zu nehmen. Tatsächlich ist nichts irriger als die Behauptung, kein prominenter NS-Ideologe habe den Fordismus akzeptiert. In der historischen Forschung ist seit circa 25 Jahren bekannt, dass das NS-Regime und ebenso Massenorganisationen wie die Deutsche Arbeitsfront (DAF) keineswegs so antiamerikanisch waren, wie dies nach der NS-Propaganda und Außendarstellung der Diktatur manchmal scheinen mag.[26] Aller verbalen Ausfälle gegen Jazz, Swing oder Tango zum Trotz wurde „Amerika“ für die Nationalsozialisten gerade über das fordistische (und tayloristische) Produktionsregime sowie den Massenkonsum hinaus zum heimlichen Leitbild.

Auch hinsichtlich des Konsum- und Freizeitbereiches im engeren Sinne ist die These, KdF sei „non-Fordist“ gewesen, nicht zu halten. Der KdF-Tourismus war der Versuch, der deutschen Gesellschaft im Urlaub (als einem ganz zentralen Lebensbereich) Massenkonsum für breite Sozialschichten, nicht zuletzt für schlecht entlohnte Arbeitnehmer zu öffnen. In seiner Produktionsweise folgte KdF gleichfalls der fordistischen Bahn. Man denke nur an das „Bad der Zwanzigtausend“ in Prora auf Rügen, in dem der „Volksgenosse“ mitsamt seiner Familie auf der einen Seite mit der Bahn herantransportiert wurde, im Seebad-eigenen Bahnhof ausgeladen, in die zellenförmigen Zimmer geschleust und auf der anderen Seite, strandtauglich umgekleidet, wieder ausgespuckt wurde.[27]

Gegen diese Position wendet Baranowski ein, dass die NS-Gesellschaft rassistisch war. Deshalb könne sie nicht fordistisch gewesen sein. In der Tat wollten KdF und das NS-Regime eine rassistisch segregierte Massenkonsumgesellschaft; Massenkonsum – und damit Urlaub und Reisen – sollten das Privileg einer „deutsch-arischen Herrenrasse“ sein. Als Argument gegen einen „fordist-style“ von KdF taugt auch dieser Einwand jedoch nicht – allein weil Henry Ford als dessen Namensgeber bis weit in die 1930er-Jahre ein prominenter Antisemit war und zudem in den Fordwerken selbst migrantische Arbeitnehmer bevorzugt an den monotonen repetitiven Arbeitsplätzen am Band beschäftigt wurden. Es ist des Weiteren irreführend, die USA der NS-Diktatur als nicht-rassistische Gesellschaft gegenüberzustellen. Gewiss war es kein eleminatorischer Rassismus, der den gesellschaftlichen Alltag in den USA bis weit in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg kennzeichnete. Aber die Diskriminierung der Schwarzen, Farbigen und Latinos lässt sich schlecht ignorieren – und ebenso eine ausgeprägte Judenfeindschaft. Letztere hat (wie Frank Bajohr in seinem vorzüglichen Buch über den Seebäder-Antisemitismus betont hat) bis weit in die 1950er-Jahre hinein die touristische Praxis in den Vereinigten Staaten massiv geprägt.[28]

Fasziniert von KdF und insbesondere dem dort praktizierten touristischen Fordismus sind auch Jürgen Rostock und der Fotograf Franz Zadnicek. Sie haben sich einer prominenten Facette des KdF-Tourismus zugewandt: den „Paradiesruinen“ von Prora auf Rügen, den steingewordenen Visionen eines fordistischen KdF-Tourismus.[29] In ihrem Band zeigt sich in einer Hinsicht freilich ein ähnliches Dilemma wie bei dem Buch von Baranowski: Die Autoren haben den schon sehr viel älteren Arbeiten von namentlich Buchholz und Spode für die Zeit des „Dritten Reiches“ nichts substanziell Neues hinzuzufügen. Von Informationswert ist dagegen die Nachkriegsgeschichte von Prora (S. 92-143). Was das inzwischen in der achten Auflage erschienene Buch besonders ‚lesenswert’ macht, sind die zahlreichen, vornehmlich allerdings illustrativ eingesetzten Fotos. In wieder anderer Perspektive thematisiert die Kulturanthropologin Dorit Unnasch das ehemalige KdF-Bad: Ihr geht es um den aktuellen Umgang mit Prora als Erinnerungs- sowie „Erlebnisort und Konsumgut“.[30] Nach einer knappen Skizze der Geschichte dieses Monomentalbaus im Zweiten Weltkrieg und in der Sowjetischen Besatzungszone/DDR geht sie auf das in der Tat chaotische, von Eifersüchteleien geprägte, teils kommerziell, teils von ehrlichem Dokumentationswillen geprägte Nebeneinander mehrerer Museen und Ausstellungen in dem riesigen KdF-Gebäudekomplex ein. Unnasch geißelt – zu Recht – das bisherige „konzeptionslose Handeln der Bundesregierung und des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ (S. 27), denen „der politische Wille [fehle], in Prora eine nachhaltige Lösung zu schaffen“ (S. 29). Angesichts der Reetablierung einer Jugendherberge in einem der Gebäudeteile und von Plänen zum Aufbau einer Jugendbegegnungsstätte, die am Beispiel des KdF-Monumentalbaus die verschiedenen Facetten vor allem der NS-Vergangenheit thematisieren soll, steht zu hoffen, dass hier in absehbarer Zeit tatsächlich ein angemessener Erinnerungsort im engeren Sinne des Wortes entsteht.

Das Faszinosum KdF und Prora lässt vergessen, dass der nationalsozialistische Tourismus sich nicht auf den (wie Zeitgenossen formulierten) „KdF-Rummel“ beschränkte. Die umtriebige Massenorganisation hat zwischen 1933 und 1939 maximal zehn bis zwanzig Prozent des Gesamttourismus auf sich ziehen können. Die übrigen achtzig bis neunzig Prozent der Touristen verreisten entweder auf eigene Faust oder vertrauten sich ‚normalen’ kommerziellen Reiseveranstaltern an.[31] Mindestens einige der größeren privaten Tourismusunternehmen prosperierten ab 1936, so lässt sich den Geschäftsberichten entnehmen, sogar noch stärker als KdF. Über diese Unternehmen und darüber hinaus die Entwicklung des ‚gehobeneren’, das heißt oft dezidiert bürgerlichen und gegenüber KdF distinkten Tourismus wissen wir bisher kaum etwas.[32] Zudem markiert der 1. September 1939 nicht das Ende des faschistischen Massentourismus. Noch im Vorfeld von ‚Stalingrad’ sah sich die NS-Propaganda genötigt, unter dem Slogan „Erst siegen, dann reisen“ die anhaltende Reiselust der vermögenderen Deutschen zu bändigen. Die Frage, ob der Zweite Weltkrieg – und die urlaubsähnlichen Verhältnisse in der ‚Etappe’ – die Lust der (männlichen) Deutschen am Reisen stimuliert hat, wird von der Forschung in der Tendenz bejaht. Shelley Baranowski bringt die Bedeutung des Krieges für die spätere Reiselust der Deutschen präzise auf den Punkt, wenn sie die „encouraged touristic analogies“ betont und feststellt, „occupied Europe presented an unlimited source of tourist sites for soldiers, many of them working-class, who had never traveled outside of their homeland“.[33]

„Collective gaze“ versus „romantic gaze“?
Für die Geschichte des bundesdeutschen Tourismus markiert die 2003 erschienene Studie von Cord Pagenstecher einen Meilenstein der historischen Forschung, konzeptionell und ebenso empirisch.[34] Zugleich bietet die Arbeit eine Synthese älterer Ansätze. Zu empfehlen ist dieses Buch auch all denjenigen, die sich lediglich einen Überblick darüber verschaffen wollen, wie die Bundesdeutschen in den ersten fünfzig Jahren der Bonner Republik ihren Urlaub verbracht haben und zuverlässige Daten zur Entwicklung touristischen Verhaltens nach Geschlecht, Alter, Sozialschicht usw. suchen (besonders S. 111-152). Von einem ausgeprägten Problembewusstsein Pagenstechers selbst in eher skizzenhaften Passsagen zeugt zum Beispiel, dass er nicht der Versuchung erliegt, den Urlaub ‚mit Kind und Kegel’ als „letztes Reduit der Familie“ zu idyllisieren. Stattdessen betont er im Anschluss an den schwedischen Ethnologen Orvar Löfgren und andere, dass der Familienurlaub für die Mütter meist nur die Fortsetzung ihrer von harter Hausarbeit geprägten Lebenswelt bedeutet, auf dem Camping-Platz unter erschwerten Bedingungen, im „all inclusive“-Urlaub mit einigen Erleichterungen (S. 37f., S. 60).

Was die Arbeit vor allem interessant macht, ist, dass Pagenstecher unterschiedliche Ansätze aufnimmt und diese dann empirisch fundiert zu einer Theorie mittlerer Reichweite verknüpft. Nicht zuletzt hebt er die bleibende Bedeutung der Tourismustheorie Enzensbergers hervor.[35] Ins Zentrum seiner Dissertation stellt Pagenstecher allerdings das Theorem des touristischen Symbolkonsums, das – namentlich durch Ueli Gyr für die Tourismusforschung fruchtbar gemacht[36] – wiederum auf das Kapitalakkumulations- und Kapitaltauschkonzept Pierre Bourdieus zurückgeht, sowie die Visual History. In Anlehnung an Urry[37] formulierte Pagenstecher die These, dass der „romantic gaze“ der frühen Touristen durch den „collective gaze“ der modernen Touristen – der Geselligkeit, Vergnügen und Unterhaltung in den Vordergrund stelle – abgelöst worden sei. Um dies zu begründen, stellt er Bildinhalte in den Mittelpunkt seiner Untersuchung, und zwar auf zweierlei Ebenen. Zum einen wertet er Fotoalben mit Schnappschüssen aus, die den ‚Blick’ einfangen, den die Touristen selbst als zentral für die Erinnerung festgehalten wissen wollten. Zum anderen beschäftigt er sich mit Fotos und Illustrationen, die in Reiseführern sowie in Werbebroschüren der Reiseveranstalter Eingang finden und, so Pagenstecher, die „visual consumption“ der Touristen lenken. Die „blickprägende Bedeutung der Knipserfotografie“ sowie der „oft verlachten Diaserien“, und damit der Stellenwert informeller „Tipps“ im Freundes- und Bekanntenkreis für die Konzipierung von Reiserouten bzw. überhaupt touristisches Verhalten, könne kaum überschätzt werden. Allerdings hätte die Knipserfotografie zugunsten der zunehmend „ausgefeilteren Beeinflussungstechniken der Bildwerbung“ seit den 1980er-Jahren an verhaltensprägender Bedeutung verloren, so ein Resümee Pagenstechers (S. 201-204, S. 275). Nicht zuletzt der touristische Reiseführer habe sich gewandelt – weg vom gutbürgerlichen Baedeker[38] und ebenso der „anonymen, standardisierten, fordistischen Massenware Polyglott“ hin zu einer „reich bebilderten Massenproduktion in kleinen Serien“, die mit einer zunehmenden „Pluralisierung der Reisestile“ korrespondiere (S. 251ff.).

Pagestecher ist zu klug, um seinen ‚Blick’-Ansatz zu der Tourismustheorie zu verabsolutieren. Dieser kann, so Pagenstecher zu Recht, „keine umfassende Erklärung touristischen Verhaltens beanspruchen“, jedoch durchaus zu „einem Bindeglied zwischen Struktur- und Erfahrungsgeschichte“ werden (S. 29; vergleiche auch S. 42, S. 48). In der Tat orientieren die in Reiseführern und Werbebroschüren abgebildeten Fotos ja nicht nur auf konkrete Reise- und Urlaubsziele. Die Abbildung markanter Highlights ebenso wie – austauschbarer – Strände und Sonnenuntergänge visualisieren zudem Gefühlswelten. Via Reklame wirkt die „Macht der Bilder“ tatsächlich in den Alltag breiter Bevölkerungsschichten hinein. Sie macht Urlaub an sich, unabhängig von konkreten Zielen, unterschwellig zu einer selbstverständlichen Norm (S. 110), von der zunehmend auch einkommensschwächere Schichten erfasst werden. Es trifft zweifelsohne zu, dass die Werbung im Zuge der sozialen Ausweitung des Tourismus in immer stärkerem Maße die konkreten Ziele in den Hintergrund stellt oder gänzlich verschwinden lässt. Stattdessen setzt sie auf abstrakte, austauschbare Ziele wie „Süden“, „Sonneninsel“ und „Badestrand“ mit stets lachenden, jungen Leuten, mithin auf einen „collective gaze“. Indes bietet gerade die Tourismuswerbung mit oft genug aufdringlichen Sonnenuntergängen und anderen fotografischen Romantizismen zahllose Beispiele für die anhaltende Kraft des „romantic gaze“ und ebenso die Anziehungskraft kultureller Highlights.

Es muss mithin Wasser in den Wein geschüttet werden. Das auch für Passagen der Dissertation Pagenstechers charakteristische dichotome Gegenüberstellen von romantischem Blick und einem „collective gaze“ mag in mancherlei Hinsicht von heuristischem Wert sein. In vielen Fällen jedoch „verstellt es eher den Blick auf tatsächliche historische Entwicklungen“, wie Andreas Mai in einer Kritik der Theorie John Urrys zu Recht festgestellt hat.[39] Die oft komplexen Gemengelagen touristischer Orientierungen und Verhaltensmuster werden durch das Konzept der „Blick“-Dichotomie versimpelt. Zudem reduziert es den proletarischen Tourismus „klassenspezifisch“ (Andreas Mai) – oft aus einem Ressentiment heraus – auf „Rummel“, assoziiert bürgerlichen Tourismus demgegenüber mit ästhetisierend-kulturellem Genuss und stilisiert ihn unter der Hand zum touristischen Ideal. Vor derartigen dogmatischen Verengungen ist auch die Darstellung Pagenstechers nicht gefeit. Im Übrigen wäre eine stärkere sozialhistorische Differenzierung, die Pagenstecher ja selbst postuliert, angebracht gewesen. Dann würde das Zurücktreten des „romantic gaze“ zugunsten des „collective gaze“ nicht mehr allzu verkürzt als Signum von Modernität gedeutet. Die scheinbare Hegemonie des in der Forschung oft genug auf Vergnügungssucht, Eventkultur und stupides Sonnenbaden verkürzten „collective gaze“ in der ‚Postmoderne’ wird man zumindest zu wesentlichen Teilen auf die soziale Weiterung des Tourismus auf Mittel- sowie Unterschichten zurückführen müssen. Letztere wiederum werden bekanntlich ihrerseits spätestens seit den 1960er-Jahren nicht mehr durch proletarische Milieus geprägt, sondern (auch) durch plakative Ideale einer ‚postfordistischen’ Massenkonsumgesellschaft – ohne dass dies eine ins Klassenlose nivellierte ‚Mittelstands’-Gesellschaft zur Folge gehabt hätte. Gerade vor dem Hintergrund einer sich seit ein, zwei Jahrzehnten verschärfenden sozialen Polarisierung bilden sich vielmehr neue Milieus und Sozialgruppen heraus, die sozialkategoriell (und in Anlehnung an freilich nicht immer befriedigende Konzepte der Soziologie) zu klassifizieren und auf touristisches Verhalten rückzubeziehen wären. Das Schema romantisch/kollektiv greift hier jedenfalls zu kurz.

Erinnerungsorte und Imagewechsel – der Berlin-Tourismus
Kritik wie diese ändert nichts daran, dass Pagenstecher Maßstäbe gesetzt hat. Er hat ein Standardwerk geschrieben, an dem sich die künftige bundesdeutsche Tourismushistoriografie abarbeiten wird und messen lassen muss. Zu den vielen Aspekten seiner Arbeit gehört ein Kapitel, in dem er sich der Westberlin-Werbung widmet (S. 341-362). Seine Beobachtung: In den ersten Nachkriegsjahren dominierte der „grafische und inhaltliche Rückgriff“ auf die „quirligen zwanziger Jahre“ und das Metropolenimage der Leichtlebigkeit, während die „Berliner Mauer lange Zeit überhaupt nicht erwähnt“ worden sei. Dieser Rekurs auf die Goldenen Zwanziger wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren durch die „Begeisterung für die Moderne“ abgelöst – vergegenständlicht in der Architektur dieser Zeit (Interbau (IBA 57), ‚schwangere Auster’ usw.). Nach dem „Massenspektakel der Maueröffnung“ 1989 sei ein einheitliches, zielgerichtetes Marketing nur schwer auszumachen gewesen. Auffällig war eine „teilweise sehr nostalgisch gefärbte Wiederentdeckung des alten Preußen“. Auch wenn Pagenstecher mit Blick auf die Berlin-Werbung eine wachsende Dominanz des „collective gaze“ entdecken zu können glaubt, sind seine Ausführungen doch eher ein Indiz dafür, wie schwer sich die Tourismuswerbung mit dem vielschichtigen und sich rasch wandelnden Leben der neuen Bundeshauptstadt tut. In einer Hinsicht allerdings ist der Befund eindeutig: Der Tourismus hat sich nach der Wende rasch auf die alte Stadtmitte konzentriert, während die „City“ von West-Berlin heute vielerorts merkwürdig verschlafen wirkt.

Was Pagenstecher für die Nachkriegszeit diskutiert, wird in dem Aufsatzband „Selling Berlin“ im Längsschnitt thematisiert.[40] Entgegen dem Titel geht es in dem Band nicht nur darum, wie sich das Residenzstädtchen der Hohenzollern, welches sich im 19. Jahrhundert zur europäischen Metropole entwickelte, gegenüber Nicht-Berlinern touristisch ‚verkauft’ hat. So finden sich in dem Band Aufsätze zur Baupolitik des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelms I., zu den Hochzeitsfesten der Hohenzollern zwischen dem späten 17. und dem frühen 19. Jahrhundert oder zur Hohenzollernresidenz Ende des 18. Jahrhunderts. Jene können nur mit einiger Kraftanstrengung unter „Imagebildung und Stadtmarketing“ gefasst werden. Anders ist dies etwa mit „Berlin auf Porzellan“, also der Selbststilisierung der aufstrebenden Preußenmetropole auf Schalen, Platten und Essgeschirr im 19. Jahrhundert. Weitere Beiträge im Sammelwerk widmen sich der de facto „markenstrategischen“ Platzierung der heute berühmten Museen als Agglomeration auf einer Insel inmitten der Stadt, der Konstruktion eines „Alt-Berlin“ als wilhelminischem Marketing-Konzept, der einsetzenden „Massenkultur“ als modernistischer „Repräsentation“ der spätwilhelminischen Metropole oder der „Berliner Schnauze“ als volkstümlichem Markenartikel, an dem sich die Zensur im Ersten Weltkrieg die Zähne ausbiss: Sie illustrieren das breite Panorama an konzeptionellen Ansätzen und methodischen Zugängen, die der Band bietet. Wie facettenreich sich das Berlin der Zwischenkriegszeit stilisierte – bzw. von der Tourismuswerbung ‚aufgehübscht’ wurde –, zeigen ein vergleichender Beitrag über Berlin als am Faszinosum ‚Amerika’ orientierter „Stadt der Maschine“, das sich gezielt von Paris als traditionalistischer Metropole abzusetzen versuchte, sowie Aufsätze zum vielschichtigen Polit-Tourismus in die Reichshauptstadt während der 1920er-Jahre oder zur Stilisierung Berlins als nationalsozialistisches Zentrum. Das Jahr 1945 wurde für Berlin eine fundamentale Zäsur auch in der Imagebildung. Die Stadt wandelte sich in den folgenden fünf Jahrzehnten immer wieder rapide – wie Beiträge zum „Baustellen-Tourismus“ der ersten Nachkriegsjahrzehnte und zum „doppelten Schaufenster“ während des Kalten Krieges[41], aber auch Ausführungen zu den vielfältigen architektonischen Aspekten des 750-jährigen Jubiläums Berlins im Jahr 1987 (Internationale Bauausstellung (IBA), Nikolai-Viertel usw.), zu Ost-Berlin als „Stadt des Widerspruchs“ sowie zu Gesamtberlin als Stadt der vielschichtigen, widersprüchlichen und fluiden Images deutlich machen. Beiträge zu Berlin unter anderem als „Ost-West-Drehscheibe“ insbesondere für Osteuropäer sowie zur „Mythenmaschine Potsdamer Platz“, die diesem eigentlich sterilen Ort – „Daimler-City“ – Flair durch nostalgische Erinnerungen an die Goldenen Zwanziger verschaffen will, und doch nur paradigmatisch für die immer stärkere Orientierung des Stadtmarketing an kommerzieller Werbung steht, runden den Band ab. Am letztgenannten Beitrag wird zudem überdeutlich, was die Herausgeber als generellen Trend charakterisieren und der interdisziplinär angelegte Aufsatzband eindrücklich illustriert: dass mit dem Tourismus auch Stadtwerbung und Imagebildung immer unmittelbarer einem Primat des Ökonomischen unterworfen werden.

Angesichts der Vielfalt einer touristisch boomenden Bundeshauptstadt kann der Beitrag selbstverständlich nur Schlaglichter setzen. Besondere Anziehungskraft entwickeln – inzwischen oft genug touristisch aufgemotzte – „Szeneviertel“[42] und ebenso die zahlreichen, vornehmlich negativen Erinnerungsorte, die die Erinnerung vor allem an die NS-Diktatur, aber auch an das Regime zu wahren suchen. Auf einen zentralen Aspekt touristischer Vermarktung von Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus richtet ein schmaler Aufsatzband den Fokus – auf den Gedenkstättentourismus und hier wiederum besonders die „KZ-Souvenirs“.[43] Das Themenspektrum dieses Bandes ist weit gefasst: vom Wandel des Stellenwerts ehemaliger Konzentrationslager (KZ) vom „Stigma zum Standortfaktor“ über einen seit 1999 erschienenen „Traveler’s Guide to World War II Sites“, der ältere Formen des Schlachtfeldtourismus aufnimmt, auf die gesamte Zeit des NS weitet und die KZ als touristische Attraktionen ins Zentrum stellt, bis hin zum Verkauf von „Solidaritätsmedaillen“, Flaggen und Anstecknadeln in den drei großen KZ-Gedenkstätten der DDR. Diese Tradition des ‚Andenkens’ blieb dem beginnenden 21. Jahrhundert erhalten, allerdings unter stärker kommerziellen Gesichtspunkten (Selbstfinanzierung der Gedenkstätten), wie ein Beitrag zum Thema des Verkaufs von Kugelschreibern, Schirmen und Münzen mit dem Logo des niederländischen „Herinneringscentrum Kamp Westerbork“ deutlich macht. Die Diskussion darüber, ob es sich hier um problematische Formen des touristischen Kommerzes handelt oder um politisch-symbolisch sinnvolle Varianten des Erinnerns steht sicherlich erst am Anfang.[44]

Über die an Schattenseiten der deutschen Geschichte erinnernden Orte, welche sich in den letzten Jahren zu touristischen Magneten entwickelt haben, werden positive Erinnerungsorte leicht vergessen. Dies gilt nicht zuletzt für die Bundeshauptstadt, die mit der neu eröffneten „Topographie des Terrors“, dem Holocaust-Mahnmal, dem „Haus der Wannsee-Konferenz“, dem Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst und kleineren Einrichtungen, aber auch mit den nahen Gedenkstätten Ravensbrück und Sachsenhausen über zahlreiche sehr gut besuchte Orte mahnender, ‚negativer Erinnerung’ verfügt. In bemerkenswertem Kontrast dazu sind die positiven, für eine demokratische Traditionsbildung zentralen Erinnerungsorte, die Berlin gleichfalls besitzt, bislang in auffälliger Weise vernachlässigt worden. Zu diesen gehört insbesondere der Friedhof der Märzgefallenen von 1848 auf dem Friedrichshain, der neben der Gedenkstätte Deutscher Freiheitsbewegungen nahe der badischen Festung Rastatt (die im Sommer 1849 zum Schauplatz eines letzten revolutionären Aufbäumens wurde und eine vorzügliche Ausstellung beherbergt) sowie der Frankfurter Paulskirche, die zum Synonym der Deutschen Nationalversammlung geworden ist, die dritte Gedenkstätte zur Revolution von 1848 von nationalem Rang ist. Ein von der rührigen „Aktion 18. März“ herausgegebener Sammelband[45] verweist darauf, dass sich hier einiges geändert hat. Inzwischen, seit Ende Mai 2011, macht eine Ausstellung auf dem Friedrichshain den Hauptstadttouristen mit dem revolutionär-demokratischen Aufbruch Mitte des 19. Jahrhunderts, dem Berliner Barrikadenkampf, der den Hohenzollernthron ins Wanken brachte und die europäische Revolution 1848 zum vorübergehend erfolgreichen Abschluss brachte, bekannt.

Die Geschichte von Tourismusunternehmen – ein Forschungsdesiderat
Die Tourismusgeschichte ist ein weitläufiges Untersuchungsfeld. Nicht nur der Gedenkstättentourismus ist bisher lediglich ausnahmsweise betrachtet worden. Noch ausgeprägter sind die Forschungsdefizite im Bereich der Geschichte der kommerziellen Reiseveranstalter. Sie sind bisher kaum zum Untersuchungsgegenstand geworden[46], obwohl seit zwei, drei Jahrzehnten die Unternehmensgeschichte in der Bundesrepublik boomt.[47] Wenn ein einzelner Tourismusveranstalter doch einmal thematisiert worden ist, dann sieht sich der geneigte Leser eher mit einem, in unerträglichem Marketing-Jargon abgefassten, Elaborat konfrontiert denn mit einer minimalen Ansprüchen genügenden seriösen historischen Darstellung. Paradigmatisch für den affirmativen Typus einer solchen unternehmensbezogenen Tourismusgeschichte steht der Band „Von der Preussag zur TUI“.[48] Das Buch leidet an einer eigentümlichen inneren Spaltung: Wer über den staatlichen, 1923 gegründeten staatseigenen Bergbaukonzern der Weimarer Zeit und über den ehemaligen Stahl-, Schiffsbau- und Maschinenbau-Staatskonzern während der NS-Zeit und der alten Bundesrepublik solide informiert werden möchte, wird bestens bedient. Wer jedoch zu diesem Buch greift und sich substanzielle Aufschlüsse über den (derzeit) weltgrößten Tourismuskonzern erhofft, wird maßlos enttäuscht. Die gut 600 Seiten starke Unternehmensstudie enthält eine empirisch gesättigte, solide gearbeitete und phasenweise spannende Darstellung des ehemaligen preußischen Staatskonzerns Preussag – allerdings nur bis zu seiner Umwandlung in einen Touristikkonzern. Dort, wo es für den Tourismus historiker spannend wird, bei der Privatisierung und Umwandlung des Großunternehmens in einen weltumspannenden Tourismusanbieter, „schließt die historisch-empirische Darstellung“, wie dem Leser auf Seite 561 lakonisch (und unfreiwillig selbstironisch) beschieden wird.

In der anschließenden knappen Darstellung, die dem neuen Tätigkeitsfeld der ab Anfang der 1990er-Jahre völlig umgebauten und 2002 in TUI (Touristik Union International GmbH) umbenannten Preussag gewidmet ist (S. 568-605), bleiben wesentliche Informationen spärlich. Stattdessen glaubt sich der Leser in eine Werbebroschüre versetzt. Zum Beispiel, wenn er den Satz, dass „dem heutigen TUI-Urlauber kaum mehr zu tun [bleibt] als Wünschen, Wählen und Kofferpacken“, oder das unerträgliche PR-Motto, demgemäß „putting a smile on peoples‘ faces“ den „fast 65.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen“ von TUI stete „Freude, Herausforderung und Gewinn zugleich“ bedeute, liest (S. 604). Mit solcherart Phrasen wird man gleich zu Beginn der Passage über die TUI konfrontiert, etwa wenn in einer freihändigen historisierenden Skizze der allgemeinen historisch-touristischen Entwicklung die Postkutsche klischeehaft zum „rollenden Desaster“ gemacht (S. 570) wird. Oder wenn Albert Ballin, der das Reederei-Unternehmen HAPAG-Lloyd (einen der Vorläufer der TUI) Ende des 19. Jahrhunderts um eine Passagiersparte erweiterte, zum touristischen Pionier verklärt wird. Dieser – so die Suggestion der Schilderungen – habe sogar Thomas Cook in den Schatten gestellt. Erst Ballin als „das Naturtalent in Sachen Public Relations“, so behaupten die Verfasser ernsthaft, habe den „Start in den modernen Tourismus“ möglich gemacht, indem dessen HAPAG (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft) „die erste große Pauschalreise aus einer Hand“ anbot (S. 574). Dass dem nicht so war und Thomas Cook mit seinem Unternehmen der entscheidende Vorreiter gewesen ist, zeigt der genauere Blick. Da HAPAG nicht über die entsprechende Infrastruktur verfügte, musste man bei der angeblich „ersten großen Pauschalreise aus einer Hand“ auf Dienste des britischen Tourismusanbieters zurückgreifen: „die Landausflüge der Hapag [wurden] teilweise mit Thomas Cook & Son organisiert“, so das verschämte Eingeständnis von Wiborg/Wiborg/Kopper (S. 575).

Vereinzelte interessante Details, beispielsweise die Nordlandfahrten der HAPAG auf den Spuren der Jacht des letzten deutschen Kaisers, können das Grunddilemma der Abhandlung nicht kaschieren: Die Unternehmensskizze basiert auf offiziellen Selbstdarstellungen sowie den Geschäftsberichten der TUI und bietet nicht wirklich neue Erkenntnisse. Obwohl ein Auftragswerk, wurde den Autoren der Zugang zu den Archivalien des Unternehmens und seiner Vorläufer offenbar versperrt. (Auf Anmerkungen, die hier genaueren Aufschluss bieten könnten, wurde gleich ganz verzichtet.) Dabei wäre die Vorgeschichte der TUI, die 1968 aus den Unternehmen Scharnow, Touropa, Hummel und Dr. Tigges entstand und ab den 1970er-Jahren wesentlich durch den Großaktionär HAPAG-Lloyd geprägt wurde, ausgesprochen spannend gewesen. So kam zum Beispiel einer dieser Vorläufer, (Dr.) Hubert Tigges, aus der katholischen Jugendbewegung der Weimarer Republik. Warum, so fragt sich der gespannte Leser, gelang es ihm, die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten nicht nur unbeschadet zu überstehen, sondern überdies sein Unternehmen während des „Dritten Reiches“ zu einem der großen kommerziellen Tourismusanbieter auszubauen, der unter anderem 1934 eine erste Reisegruppe auf die Baleareninsel Mallorca brachte? Wo sich dem Leser diese oder andere Nachfragen aufdrängen, schweigt die Darstellung. Zwar werden der NS-Zeit im Abschnitt zur TUI zwei Seiten eingeräumt; diese allerdings sind in erster Linie dem „DAF-Führer Robert Ley“ und dessen KdF-Organisation gewidmet, nicht den Unternehmen, um die es eigentlich hätte gehen müssen. Im Übrigen ist in den dürftigen Passagen zur Epoche des Nationalsozialismus (und ebenso den Jahrzehnten zuvor) der scharfe Antisemitismus im deutschen Tourismus kein Thema. Ein Zufall?

Offenbar ließen die kurzfristigen, auf ein strahlendes Image orientierten Interessen des TUI-Konzerns als Auftraggeber eine differenzierte oder gar kritische Analyse nicht zu. Das apologetische „Verharren im protoprofessionellen Raum“ (Werner Plumpe), welches die ältere Unternehmensgeschichte charakterisiert[49], hat sich unter den Historikern, die im Auftrag von Touristikkonzernen deren Geschichte schreiben, offenbar erhalten. Dahinter stehen strukturelle Probleme, die über die zeithistorische Tourismusforschung hinausreichen und auf Grundprobleme einer – marktgängigen – „Tourismuswissenschaft“ – generell verweisen. Diese sei, so hat Hasso Spode im 2009 erschienenen achten Band von „Voyage. Jahrbuch für Reise- & Tourismusforschung“ zugespitzt, eine „Kunstlehre, die der sogenannten Praxis dienlich ist, sprich: Unternehmen und Kommunen dabei hilft, Geld zu verdienen.“ Verglichen mit einer dem Kommerz verpflichteten Tourismuswissenschaft sei die Geschichtsforschung eine seriöse „gesellschaftliche Reflexionsinstanz“, die „am schnöden Mammon weniger interessiert“ sei[50] – obwohl sich auch hier „Drittmittel“-Geber bekanntlich oft keineswegs mit der Rolle mildtätiger Sponsoren zufrieden geben.[51]

... nicht nur Herrschaftsgeschichte – Studien zum Tourismus in der DDR
Mit ganz anderen Problemen ist eine Geschichte des Tourismus des ostdeutschen Staates zwischen 1945 und 1989 (und ebenso die der anderen Realsozialismen) konfrontiert. Sie läuft Gefahr, einem simplifizierenden Totalitarismus- und Diktaturkonzept aufzusitzen, das die Geschichte der DDR nicht als Gesellschafts-, sondern lediglich als Herrschaftsgeschichte begreift, in der die SED überall die Fäden zog – als eine Herrschaftsgeschichte zudem, die unausweichlich auf den Untergang zulief. Exemplarisch für ein solches teleologisch aufgeladenes Konzept steht die von Heike Wolter verfasste Geschichte des Reisens und Urlaubs der späten DDR.[52] In dieser zudem stilistisch oft nur schwer verdaulichen Dissertation dominiert die Perspektive ‚von oben’. Die „zeitgenössischen individuellen Aneignungen“, also der Blick ‚von unten’, werden auf nicht einmal zehn Seiten der mit gut fünfhundert Seiten recht voluminösen Dissertation abgehandelt. Zwar hat die Konzentration Wolters auf die institutionelle Entscheidungsebene zur Folge, dass der Leser über die rechtlichen Grundlagen, die Prinzipien staatlicher Tourismuspolitik in der späten DDR, die Reiseverkehrsmittel und die quasi-staatlichen Reiseveranstalter, namentlich den Feriendienst des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und die Betriebe, das Reisebüro der DDR, Jugendtourist der Freien Deutschen Jugend (FDJ) sowie „weitere Leistungsanbieter“ während der Herrschaft Honeckers zuverlässig informiert wird. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Tourismus im ostdeutschen Staat in dieser Studie letztlich zu einem Idealtypus mutiert, dem jegliche historische Dynamik fehlt – obwohl er diese zweifelsohne besessen hat. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die teleologische Aufladung der Darstellung. Wolter zäumt die Geschichte des ostdeutschen Tourismus von seinem scheinbar unausweichlichen Zusammenbruch her auf. Hinzu tritt, dass die Verfasserin nur die beiden letzten Jahrzehnte der SED-Herrschaft untersucht und die Genesis des DDR-Tourismus sowie seine Entwicklung während der Ulbricht-Ära, über die Auflistung von Basisdaten hinaus, ausblendet.[53]

Die Dissertation von Wolter ist, entgegen der Suggestion des Titels und des Klappentextes, hier würde das erste Mal die Geschichte des Tourismus der DDR vom Anfang bis zum Ende ausführlich skizziert, kein Standardwerk. Sie ist eine vergebene Chance nicht zuletzt deswegen, weil der DDR-Tourismus bisher – trotz der Öffnung der Archive – noch weniger als der bundesdeutsche die Aufmerksamkeit der seriösen Historiografie gefunden hat.[54] Als Unterhaltungslektüre sind Betrachtungen zum DDR-Tourismus dagegen durchaus beliebt. So kommt ein bunt bebildertes Büchlein unter dem Titel „Urlaub, Klappfix, Ferienscheck“ ohne einen im engeren Sinne wissenschaftlichen Anspruch daher.[55] Es will das „Zuschussgeschäft“, das der FDGB und die Betriebe auf Kosten des SED-Staates betrieben haben, aber auch das „fröhliche Reiseleben“ in seinen vielen ungebundenen Formen im untergegangenen ostdeutschen Staat auf humorvolle Art ins Gedächtnis zurückrufen – und verklärt dabei vieles. Typisch für das Buch ist außerdem die Eulenspiegelsche Ironisierung der Defizite des DDR-Tourismus: „Wer einmal auf dem Zeltplatz Born am Bodden gewesen ist, braucht auch ein palästinensisches Flüchtlingslager nicht mehr persönlich in Augenschein zu nehmen.“ (S. 16) Oder: „Natürlich ist es wahrscheinlich, dass Urlauber, die zehn Sommer lang im FDGB-Heim Klink gesessen haben, seitdem eine Asbest-Lunge ihr eigen nennen“ (S. 16). Gerade die nostalgische Darstellung des Reisens in der DDR des Klappfix-Büchleins aus dem Eulenspiegel-Verlag, mit seiner Mischung aus Anekdoten, Erinnerungen und informativen Berichten zum Thema, dürfte an die subjektiven und vielfach positiven Erinnerungen vieler DDR-Bürger – als den „Reiseweltmeistern“ des Ostens – anknüpfen. Der Band gibt damit dem subjektiven Element von Tourismusgeschichte Raum, das in der Arbeit von Heike Wolter viel zu kurz kommt.

Besondere Aufmerksamkeit hat die „Friedensflotte“ der DDR gefunden. Im Tonfall nostalgisch, hübsch bebildert und zugleich verliebt in technische Details ist das Buch des ehemaligen Kapitäns der MS „Völkerfreundschaft“ der „Friedensflotte“ der DDR, Gerd Peters.[56] Wer eine gesellschaftsgeschichtlich angelegte und empirisch gründliche Analyse der insgesamt drei „Traumschiffe“ des SED-Regimes sucht, die den Kreuzfahrttourismus der DDR zudem systematisch in die jeweiligen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen einbettet, sei auf die vorzügliche Arbeit von Andreas Stirn verwiesen.[57] Sein Resümee: Die Kreuzfahrtschiffe, die „zur Stabilisierung des Systems beitragen sollten, waren Teil einer unsoliden Politik, mit der die Führung auf längere Sicht gesehen die Basis ihrer Herrschaft untergrub“ (S. 765). Aufschlussreich ist zudem ein Sammelband, der mit Reiseberichten über „illegale“ Touren in die Sowjetunion eine quantitativ vielleicht zu vernachlässigende, in ihrer symptomatischen Bedeutung für Spezifika, Struktur und Grenzen des DDR-Tourismus jedoch spannende Facette in den Blick nimmt.[58]

Am Fazit ändern die genannten Darstellungen wichtiger Aspekte des DDR-Tourismus nichts: Während namentlich Cord Pagenstecher mit seiner auch im übertragenen Sinne gewichtigen Dissertation ein Fundament geschaffen hat, auf dem eine künftige Geschichte des bundesdeutschen Tourismus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufbauen kann, steht das Standardwerk zum Tourismus im ostdeutschen Staat weiterhin aus.[59] Anzufügen bleibt in diesem Zusammenhang, dass die Tourismusgeschichte nicht deutsch-deutsch zergliedert werden muss. Beide deutsche Staaten blieben, ob sie wollten oder nicht, aufeinander bezogen. Dass dies für den DDR-Tourismus gilt, ist allein aufgrund des Westfernsehens und dessen Beliebtheit in zahllosen ostdeutschen Familien evident. Aufschlussreiche Schlaglichter auf eine ganz andere Facette des deutsch-deutschen Tourismus setzt Astrid M. Eckert mit einem Anfang 2011 erschienenen instruktiven Aufsatz über den florierenden westdeutschen Tourismus zum „Eisernen Vorhang“.[60]

Resümee und Ausblick
Das Resümee zur jüngeren deutschen Tourismusgeschichte fällt zwiespältig aus: Auf der einen Seite sind im letzten Jahrzehnt neben vielen schwächeren Arbeiten eine ganze Reihe wichtiger Studien – auch zu hier nicht angesprochenen Themenfeldern wie die Geschichte der touristisch genutzten Massenverkehrsmittel[61], die Europäisierung und Globalisierung des Tourismus seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts[62] oder dessen zwiespältige ökologische Dimension[63] – entstanden, auf die eine künftige Tourismusgeschichte aufbauen kann. Auf der anderen Seite sind die Grunddilemmata unübersehbar. Besonders schwer wiegt, dass der Tourismus als Gegenstand von ‚Wissenschaft’ ökonomisch an zumeist sehr konkrete Interessen gebunden und stromlinienförmig auf ‚Marktgängigkeit’ ausgerichtet ist. Eine ‚Tourismuswissenschaft‘ konnte sich als eigenständige und allgemeine Fachdisziplin infolgedessen nicht etablieren.[64] Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat sich auch eine ‚Tourismusgeschichte‘ als konzeptionell unterscheidbare Subdisziplin der Geschichtswissenschaft nicht ausgebildet. Dabei wäre dies überfällig. Denn zum einen hat sich der Tourismus innerhalb des vergangenen Jahrhunderts immer stärker ins Zentrum der Gesellschaft geschoben. Zum anderen bekommt man das vielschichtige Phänomen Tourismus mit den überkommenen Kategorien der Wirtschafts- und Sozialgeschichte, aber auch mit den Ansätzen einer traditionellen Kulturwissenschaft kaum zu fassen.

Die Forderung, der Tourismusgeschichte ein eigenständiges Feld einzuräumen, ist allerdings nicht als Plädoyer misszuverstehen, eine allumfassende Tourismustheorie zu formulieren. Ein eher abschreckendes Beispiel ist der Versuch eines Sozialgeografen angesichts des Fehlens „einer umfassenden [...] sozialwissenschaftlichen Tourismustheorie“ (S. 290), die Systemtheorie Niklas Luhmanns auf den (Städte-)Tourismus zu projizieren und diesen „raumtheoretisch“ aufzuladen. Mit großem verbaltheoretischem Aufwand werden dort Sätze produziert wie: „Die gesellschaftliche Aufgabe des Tourismus besteht in der Ermöglichung der vorübergehenden Lockerung und Variation alltäglicher Inklusions- und Erwartungsstrukturen.“ (S. 290) Und im Resümee finden sich dann grundstürzende Sentenzen wie die, dass der „Städtetourismus als eine spezifische Form des Tourismus bestimmt werden“ (S. 291) kann oder: „die Untersuchung städtetouristischen Prospekts- und Reiseführermaterials identifiziert Kultur als den charakteristischen Modus städtetouristischer Strukturbildung“ (S. 291).[65] Die Theorie und Geschichte von Tourismus auf die „Konstruktion von Tourismusräumen“ zu fokussieren und zu glauben, damit den ‚Stein der Weisen’ gefunden zu haben, verkürzt die Dimensionen von Tourismus und blendet dessen Dynamik aus.[66] Eine weitere Schwäche sozialwissenschaftlich inspirierter Beiträge zu Phänomenen des gegenwärtigen Tourismus ist eine (freundlich formuliert) unnötige terminologische Aufrüstung. Wenn in einem Beitrag über touristisches „Global Slumming“ von der „slumtouristischen Konstruktion des Anderen“ gesprochen wird[67], dann verbirgt sich dahinter ein bekannter und anderswo lesbar formulierter trivialer Tatbestand: Touristen, die Elendsviertel erschaudernd und voyeuristisch zugleich besichtigen, machten Slums zur Projektionsfläche für Stereotype des Fremden, Primitiven und (wie die KdF-Touristen, die Elendsviertel in portugiesischen Städten besichtigten) oft genug rassistisch Minderwertigen.

Theorien spiegeln die jeweilige Gegenwart sowie theoretische Moden und nationale bzw. kulturelle Eigenheiten. Oft genug sind sie außerdem Ausdruck der Befindlichkeiten, nicht selten der Ressentiments des jeweiligen Autors – und rhetorisch schlecht drapierte Varianten einer noch heute allgegenwärtigen Tourismusschelte. Das Theorem, dass der „romantic gaze“ im modernen Tourismus durch den „collective gaze“ abgelöst worden sei, spiegelt recht konturenscharf sozialkulturelle Distinktionsmuster der in aller Regel bürgerlichen Tourismushistoriker, ihre Distanz gegenüber der spätkapitalistischen „Massen“-Gesellschaft. Gepaart ist dies nicht selten mit einem wehmütig-nostalgischen Rückblick und/oder der Sehnsucht nach einer weitgehend unberührten „Natur“. Die älteren angloamerikanischen Tourismuswissenschaftler haben wiederum die Neigung, den Tourismus als säkulare Form der klassischen Pilgerreise zu begreifen und touristische Praktiken zu sakralen Handlungen zu verklären, ihnen also eine (ersatz-)religiöse Dimension zu unterlegen. Das zeugt von den stark christlich geprägten Fundamenten namentlich der US-amerikanischen Gesellschaft. Entsprechende Theoreme haben wohl auch deshalb in Mittel- und Westeuropa nur begrenzt Resonanz gefunden. Symptomatisch ist außerdem, dass sich vor allem deutsche Tourismushistoriker bis in die jüngste Zeit an Enzensbergers genialischer Tourismustheorie aus dem Jahre 1958 abarbeiten.

Alle Tourismustheorien verkürzen. Hinter dem mit dem abstrakten Begriff Tourismus gekennzeichneten komplexen Phänomen stehen zahllose, teilweise entgegengesetzte Bedürfnisse, die sich mit Schlagworten wie Erholung, Entspannung und Muße oder Neugier, Herausforderung und Abenteuer usw. nur schlecht umschreiben lassen. Deshalb werden die Bemühungen von Tourismustheoretikern vergeblich bleiben, ein alle Spielarten des Tourismus einschließendes, kompaktes Erklärungsmodell zu finden. Dennoch spricht nichts dagegen, die Tourismusgeschichte zu einer auch konzeptionellen Spielwiese zu machen. Allerdings lassen sich nur – bestenfalls – Theorien mittlerer Reichweite generieren. Die Formen wie die Antriebsmomente von Tourismus werden auch künftig in steter Veränderung bleiben. Gerade Vielschichtigkeit und Dynamik sind es jedoch, die den eigentlichen Reiz der Tourismusgeschichte ausmachen.

Anmerkungen:
[1] Zitate: Aliki Nassoufis, Tourismus-Archiv vor dem Aus. Auf den Spuren der Reiselust, in: SPIEGEL ONLINE, 8.01.2009, <http://www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,druck-600135,00.html> (04.07.2011); die Meldung fand ein beachtliches Medienecho, von der „Süddeutschen Zeitung“ bis zur „Gulf Times“ in Dubai, sogar „Bild“ schrieb: „Seltenes Touri-Archiv bedroht“. Hintergrund der drohenden Schließung ist die Einstellung des Studienganges „Tourismuswissenschaft“ 2009 am Willy-Scharnow-Institut der FU Berlin, dem auch das Historische Archiv zum Tourismus (HAT) assoziiert ist. Dass dieses wertvolle Archiv seine Tore schließen muss, konnte bisher durch die (dauerhaft allerdings nicht gesicherte) finanzielle Unterstützung der Willy-Scharnow-Stiftung für Tourismus in Frankfurt am Main vermieden werden. Wer sich über das Archiv und den aktuellen Stand informieren will, sei auf dessen Homepage verwiesen: <http://www.geo.fu-berlin.de/fb/einrichtungen/tourismus/archiv.html> (04.07.2011).
[2] Vgl. Thomas Mergel, Transnationale Kommunikation von unten. Tourismus in Europa nach 1945, in: Martin Sabrow (Hrsg.), ZeitRäume. Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung 2006, Potsdam 2007, S. 115-126 oder online: Thomas Mergel, Transnationale Kommunikation von unten. Tourismus in Europa nach 1945, in: Zeithistorische-Forschungen.de, <http://www.zeithistorische-forschungen.de/Portals/_ZF/documents/pdf/Thomas_Mergel-Transnationale_Kommunikation.pdf> (04.07.2011); ders., Europe as Leisure Time Communications: Tourism and Transnational Interaction since 1945, in: Konrad H. Jarausch / Thomas Lindenberger (Hrsg.), Conflicted Memories. Europeanizing Contemporary Histories, New York 2007, S. 133-153.
[3] Vgl. Susan Barton, Healthy Living in the Alps. The Origins of Winter Tourism in Switzerland, Manchester 2008. Auch ältere Studien, z.B. zentrale Arbeiten des Nestors der britischen Tourismusgeschichte, John K. Walton, sind wieder neu aufgelegt worden. Vgl. namentlich dessen 1988 zuerst veröffentlichte Pionierstudie: John K. Walton, The British Seaside. Holidays and Resorts in the Twentieth Century, Manchester 2000. Einen vorzüglichen Überblick über die britische Tourismusgeschichte bietet der auch konzeptionell vielfältig anregende Aufsatzband von Hartmut Berghoff u.a. (Hrsg.), The Making of Modern Tourism. The Cultural History of British Experience, 1600-2000, Houndmills 2002.
[4] Justin Crumbaugh, Destination Dictatorship. The Spectacle of Spain’s Tourist Boom and the Reinvention of Difference, New York 2009.
[5] Vgl. vor allem Irene Furlong, Irish Tourism 1880-1980, Dublin 2009; ferner Eric G. E. Zuelow, Making Ireland Irish. Tourism and National Identity since the Irish Civil War, Syracuse 2009.
[6] Vgl. etwa die Überblicksdarstellungen von Wirtschaftshistorikern, Volks- und Betriebswirten über wichtige Tourismusveranstalter und Tourismusregionen des Mittelmeerraumes, in: Luciano Segreto / Carles Manera / Manfred Pohl (Hrsg.), Europe at the seaside. The Economic History of Mass Tourism in the Mediterranean, New York 2009.
[7] Vgl. etwa Ute Hasenöhrl / Steven Hoelscher in: Christof Mauch / Thomas Zeller (Hrsg.), Rivers in the History. Perspectives on Waterways in Europe and North America, Pittsburgh 2008.
[8] Mit Blick auf neuere Arbeiten ist hier beispielsweise hinzuweisen auf: Anneliese Gidl, Alpenverein. Die Städter entdecken die Alpen. Der Deutsche und Österreichische Alpenverein von der Gründung bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, Wien 2007. Dieses Buch ist empirisch eine Fundgrube. Als offiziöse Darstellung der Frühgeschichte des Österreichischen Alpenvereins (bis 1918) wird die großdeutsch-rechtskonservative und antisemitische Position breiter Strömungen im Deutsch-Österreichischen Alpenverein (DÖAV) allerdings verharmlost (besonders S. 319ff.). Die opulente und detailreiche Darstellung ergänzt ältere Studien, darunter die wichtige Arbeit zum DÖAV von Rainer Amstädter, Der Alpinismus. Kultur – Organisation – Politik, Wien 1996. Einen literaturwissenschaftlichen Parforceritt zur Geschichte der Entdeckung der Alpen durch das kleine und große Bürgertum in den letzten beiden Jahrhunderten bietet: Wolfgang Hackl, Eingeborene im Paradies. Die literarische Wahrnehmung des alpinen Tourismus im 19. und 20. Jahrhundert, Tübingen 2004. Zu anderen Aspekten des Alpentourismus vgl. z.B. Wolfgang König, Bahnen und Berge. Verkehrstechnik, Tourismus und Naturschutz in den Schweizer Alpen 1870-1939, Frankfurt am Main 2000; Beatrice Schumacher, Ferien. Interpretationen und Popularisierung eines Bedürfnisses, Schweiz 1890-1950, Wien 2002; oder auch Heidi Rogy, Tourismus in Kärnten unterm Hakenkreuz, in: Caranthia 191 (2001), S. 621-640. Das Verhältnis von Literaturproduktion und Tourismus sowie Tourismuskritik wird in (überwiegend individualbiografisch angelegten) Beiträgen thematisiert, die zusammengefasst sind in: Rémy Charbon / Corinna Jäger-Trees / Dominik Müller (Hrsg.), Die Schweiz verkaufen. Wechselverhältnisse zwischen Tourismus, Literatur und Künsten seit 1800, Zürich 2010.
[9] So im zeitlichen Längsschnitt vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart für Süd-Arabien: Jens Willhardt, Kulturbegegnung mit dem Osten. Eine Untersuchung historischer Reiseberichte sowie der Berichte von Touristen und Auslandsentsandten am Beispiel des Jemen (Studies on Modern Yemen 5), Berlin 2004.
[10] Vgl. z.B. den thematisch breit angelegten Aufsatzband: Hans-Jörg Gilomen / Beatrice Schumacher / Laurent Tissot (Hrsg.), Freizeit und Vergnügen vom 14. bis zum 20. Jahrhundert – Temps libre et loisirs du 14e au 20e siècle (Schweizerische Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte – Société Suisse d'histoire économique et sociale), Zürich 2005. Während in dem von Gilomen u.a. herausgegebenen, inhaltlich sehr heterogenen Band jüngeren Historikern wie z.B. Cord Pagenstecher (s.u.) Gelegenheit gegeben wurde, ihre Projekte vorzustellen, bietet das schön bebilderte Buch von: Gabriele M. Knoll, Kulturgeschichte des Reisens. Von der Pilgerfahrt zum Badeurlaub, Darmstadt 2006, nichts substanziell Neues; inhaltlich fällt es gegenüber älteren Studien – namentlich: Hermann Bausinger / Klaus Beyrer / Gottfried Korff (Hrsg.), Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus, München 1991 – deutlich ab.
[11] Shelley Baranowski / Ellen Furlough (Hrsg.), Being Elsewhere. Tourism, Consumer Culture, and Identity in Modern Europe and North America, Ann Arbor 2001.
[12] Vgl. Dennis Merrill, Negotiating paradise. U.S. Tourism and Empire in Twentieth-Century Latin America, Chapel Hill 2009; vgl. ferner Christine Skwiot, The Purposes of Paradise. U.S. Tourism and Empire in Cuba and Hawai'i, Philadelphia 2010.
[13] David Bell / Martin Parker (Hrsg.), Space Travel & Culture: From Apollo to Space Tourism, Malden 2009. Entgegen dem Titel geht es in den meisten Beiträgen allerdings in erster Linie um die NASA und durch die Raumfahrt stimuliertes utopisches Denken – und weniger um einen (kommerziellen) Weltraumtourismus.
[14] So jüngst Hasso Spode, Zur Geschichte der Tourismusgeschichte, in: Voyage. Jahrbuch für Reise- & Tourismusforschung 8 (2009), S. 9-22, hier: S. 17f.
[15] Der folgende Forschungsbericht setzt Schwerpunkte und will nicht enzyklopädisch sein. Vgl. deshalb weitere Forschungsberichte der letzten Jahre, namentlich Cord Pagenstecher, Neue Ansätze für die Tourismusgeschichte. Ein Literaturbericht, in: Archiv für Sozialgeschichte (AfS) 38 (1998), S. 591-619; Christopher Kopper, Neuerscheinungen zur Geschichte des Reisens und des Tourismus, in: AfS 44 (2004), S. 665-677; Spode, Geschichte der Tourismusgeschichte. Vgl. ferner eine ausführliche und kurz-kommentierte Bibliographie von mir zum Thema im Internet, abzurufen unter: <http://www.utb-stuttgart.de/2866_Bibliographie.pdf> (04.07.2011).
[16] Ein schönes Beispiel ist die Studie von: Mathis Leibetseder, Die Kavalierstour. Adlige Erziehungsreisen im 17. und 18. Jahrhundert, Köln 2004 – und sein Plädoyer für eine Historisierung sowie eine stärkere Berücksichtigung der inneren Differenzierung der Kavalierstouren sowie ihrer „Multifunktionalität“.
[17] Exemplarisch für diesen Typus von Tourismusgeschichte: Gudrun Braune / Peter Fauser (Hrsg.), Von Luftschnappern, Wanderfreunden und FDGB-Urlaubern. Zur Geschichte des Tourismus in Thüringen. Beiträge des Kolloquiums „Zur Geschichte des Tourismus in Thüringen“ und weitere Beiträge, Erfurt 2005; oder Chronik Aschau im Chiemgau, Quellenband XXI: Teil 1: Georg Antretter / Ingrid Huber: Tourismus und Eisenbahn. Von den Chiemsee-Malern zu www.chiemsee.de; Teil 2: Heinrich Holzapfel, Vizinalbahn Prien – Aschau. Eine Nebenbahn einst und heute, Aschau im Chiemgau 2004.
[18] Herbert May / Andrea Schilz (Hrsg.), Gasthäuser. Geschichte und Kultur, Petersberg 2004 – mit weiterführenden Literaturhinweisen zu den verschiedenen Facetten der Gasthaus-Geschichte; vgl. außerdem z.B. Beat Kümin, Das vormoderne Wirtshaus im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Freizeit, in: Gilomen / Schumacher / Tissot (Hrsg.), Freizeit und Vergnügen (wie Anm. 10), S. 87-98.
[19] Jürgen Reulecke / Barbara Stambolis (Hrsg.), 100 Jahre Jugendherbergen 1909-2009. Anfänge – Wandlungen – Rück- und Ausblicke, Essen 2009.
[20] Vgl. z.B. Olga Kurilo (Hrsg.), Seebäder an der Ostsee im 19. und 20. Jahrhundert (Colloquia Baltica. Beiträge der Academia Baltica zu Geschichte, Politik und Kultur im Ostseeraum, Bd. 18), München 2009. In diesem Band werden neben den deutschen auch die polnischen, baltischen und russischen Ostseebäder thematisiert. Die dort versammelten, stark empirisch-deskriptiven Aufsätze bestätigten im Wesentlichen die bekannten Ergebnisse und Thesen zum Seebäder-Tourismus.
[21] Shelley Baranowski, Strength through Joy. Consumerism and Mass Tourism in the Third Reich, Cambridge 2004. Die folgenden Seitenangaben beziehen sich auf diese Studie. Vgl. außerdem dies., Strength through Joy: Tourism and National Integration in the Third Reich, in: dies. / Furlough (Hrsg.), Being Elsewhere (wie Anm. 11), S. 213-236.
[22] Vgl. vor allem die materialreichen Dissertationen von: Wolfgang Buchholz, Die nationalsozialistische Gemeinschaft ‚Kraft durch Freude‘. Freizeitgestaltung und Arbeiterschaft im Dritten Reich, München 1976, sowie Bruno Frommann, Reisen im Dienste politischer Zielsetzungen. Arbeiter-Reisen und ‚Kraft durch Freude‘-Fahrten, Stuttgart 1992. Auf die für die Entwicklung des modernen Massentourismus wichtigen rechtlichen Rahmenbedingungen unter der Hitler-Diktatur konzentriert sich: Susanne Appel, Reisen im Nationalsozialismus. Eine rechtshistorische Untersuchung, Baden-Baden 2001. Auch als Thema für akademische Abschlussarbeiten erfreut sich KdF weiterhin größerer Beliebtheit. Vgl. z.B. zu den KdF-Schiffsreisen die publizierte Magister-Arbeit von Claudia Schallenberg, KdF: „Kraft durch Freude“. Innenansichten der Seereisen, Bremen 2005. Neuland betritt: Christopher Görlich, Hermann Esser und die nationalsozialistische Fremdenverkehrspolitik (unveröff. Magister-Arbeit), Berlin 2003. (Dieser Studie wäre eine Veröffentlichung und größere Verbreitung zu wünschen.) Die großartige Studie von Frank Bajohr, „Unser Hotel ist judenfrei“. Bäder-Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2003, zieht zeitlich einen weit über das „Dritte Reich“ hinausgehenden und zudem national vergleichenden Bogen. Sie kann dennoch auch als das Standardwerk zu den antisemitischen Praktiken der Tourismusanbieter (vor allem der Kommunen) und ebenso der Touristen während der NS-Zeit gelten. Vgl. außerdem als Überblick z.B. ders., Bürgerliche Lebenswelt und Bäder-Antisemitismus an der deutschen Ostseeküste, in: Kurilo (Hrsg.), Seebäder (wie Anm. 16), S. 33-54.
[23] Vgl. Christine Keitz, Reisen als Leitbild. Die Entstehung des modernen Massentourismus in Deutschland, München 1997, S. 209-257. Wolfgang König, Volkswagen, Volksempfänger, Volksgemeinschaft. „Volksprodukte“ im Dritten Reich: Vom Scheitern einer nationalsozialistischen Konsumgesellschaft, Paderborn 2004, S. 192-219; Hasso Spode, Wie die Deutschen „Reiseweltmeister“ wurden, Erfurt 2003, S. 122-130; Rüdiger Hachtmann, Tourismus-Geschichte, Göttingen 2007, S. 120-139. (Eine lange Fassung des Kapitels zum NS-Tourismus unter: <http://www.utb-stuttgart.de/2866_NS-Tourismus.pdf> (05.07.2011)).
[24] Vgl. vor allem Hasso Spode, „Der deutsche Arbeiter reist“. Massentourismus im Dritten Reich, in: Gerhard Huck (Hrsg.), Sozialgeschichte der Freizeit, Wuppertal 1982, S. 281-306; ders., Arbeiterurlaub im Dritten Reich, in: Carola Sachse u.a., Angst, Belohnung, Zucht und Ordnung. Herrschaftsmechanismen im Nationalsozialismus, Opladen 1982, S. 275-328.
[25] Vgl. insbesondere die Rezension von Wolfgang König, in: sehepunkte 6 (2006) 7/8, 15.07.2006, <http://www.sehepunkte.de/2006/07/5892.html> (19.08.2010).
[26] Vgl. neben der Pionierstudie von Hans-Dieter Schäfer, Das gespaltene Bewußtsein. Über deutsche Kultur und Lebenswirklichkeit 1933-1945, Frankfurt am Main 1984, vor allem Philipp Gassert, Amerika im Dritten Reich. Ideologie, Propaganda und Volksmeinung, Stuttgart 1997; ferner jetzt auch Victoria de Grazia, Irresistible Empire. Amercia’s Advance Through Twentieth-century Europe, Cambridge 2005, besonders S. 75f., sowie resümierend Christiane Eifert, Henry Ford, Antisemit und Autokönig. Fords Autobiografie und ihre Rezeption in Deutschland in den 1920er Jahren, in: Studies in Contemporary History/Zeithistorische Forschungen 6/2 (2009), S. 209-229, hier: S. 227f.
[27] Spode hat demgegenüber zu Recht insbesondere Prora als fordistischen Tourismus par excellence charakterisiert. Vgl. Hasso Spode, Ein Seebad für zwanzigtausend Volksgenossen. Zur Grammatik und Geschichte des fordistischen Urlaubs, in: Peter J. Brenner (Hrsg.), Reisekultur in Deutschland. Von der Weimarer Republik zum „Dritten Reich“, Tübingen 1997, S. 7–47; ders., Fordism, Mass Tourism and the Third Reich. The ‘Strength through Joy’ Seaside as an Index Fossil, in: Journal of Social History, 38 (2004), S. 127-155. Vgl. im Anschluss an Spode sowie Hans-Magnus Enzensberger auch Cord Pagenstecher, Der bundesdeutsche Tourismus. Ansätze zu einer Visual History: Urlaubsprospekte, Reiseführer, Fotoalben 1950-1990 (Studien zur Zeitgeschichte, Bd. 34), Hamburg 2003, bes. S. 47, S. 55, 235f., 251, 253. Zur internationalen Diskussion des Verhältnisses vom modernen Massentourismus zum Fordismus (und ‚Postfordismus’) vgl. z.B. David J. Telfer / Richard Sharpley, Tourism and Development in the Developing World, New York 2008, bes. S. 60ff., oder Gareth Shaw, Lifestyles and Changes in Tourism Consumption: the British Experience, in: Paul Reuber / Peter Schnell (Hrsg.), Postmoderne Freizeitstile und Freizeiträume. Neue Angebote im Tourismus, Berlin 2006, S. 21-46, bes. S. 22-25 (und die dort jeweils genannte Literatur).
[28] Bajohr, Bäder-Antisemitismus (wie Anm. 18), hier: S. 154-165.
[29] Jürgen Rostock / Franz Zadnicek, Paradiesruinen. Das KdF-Seebad der Zwanzigtausend auf Rügen, Berlin 2008.
[30] Dorit Unnasch, Zwischen Politik, Erinnerung und Commerz. Vom schwierigen Umgang mit dem Kraft durch Freude-Seebad Prora auf Rügen, Saarbrücken 2007.
[31] Vgl. Hachtmann, Tourismus-Geschichte, S. 126ff., und Hasso Spode: Some Quantitative Aspects of „Kraft durch Freude“ Tourism, 1934-1939, in: Margarita Dritsas (Hrsg.): European Tourism and Culture: History and National Perspectives, Athen 2007, S. 123-134 (in gekürzter Fassung auch unter <http://hist-soz.de/publika/EU-Tourism.pdf> (05.07.2011).
[32] Symptomatisch ist, dass in der Lokalstudie von Antretter über den „Tourismus im Priental“ (Anm. 17) das einschlägige Kapitel über den NS-Tourismus unter die Überschrift „Kraft durch Freude“ gestellt wird (S. 47-71). Immerhin wird erwähnt, dass auch private Reiseveranstalter aktiv waren (S. 69f.) und der Fremdenverkehrsverein noch 1941 „sehr zufrieden“ mit der Auslastung der Hotels und Pensionen war.
[33] Zitat: Baranowski, Strength through Joy (wie Anm. 36), S. 224f. Vgl. auch z.B. Ulrike Schmiegelt, „Macht euch um mich keine Sorgen...“, in: dies. / Peter Jahn (Hrsg.), Foto-Feldpost. Geknipste Kriegserlebnisse 1939-1945, Berlin 2000, S. 13-22; oder, mit Blick auf den Quasi-Tourismus während des Ersten Weltkrieges: Charlotte Heymel, Touristen an der Front. Das Kriegserlebnis 1914-1918 als Reiserfahrung in zeitgenössischen Reiseberichten, Berlin 2007.
[34] Der bundesdeutsche Tourismus. Ansätze zu einer Visual History: Urlaubsprospekte, Reiseführer, Fotoalben, 1950-1990, Hamburg 2003.
[35] Vgl. Hans-Magnus Enzensberger, Eine Theorie des Tourismus, in: Merkur, 12 (1958), S. 701-720; bzw. ders., Einzelheiten I. Bewußtseins-Industrie, Frankfurt am Main 1969, S. 179-205.
[36] Vgl. besonders Ueli Gyr, Touristenverhalten und Symbolstrukturen. Zur Typik des organisierten Erlebniskonsums, in: Burkhard Pöttler / Ulrike Kammerhofer-Aggermann (Hrsg.), Tourismus und Regionalkultur, Wien 1994, S. 41-56.
[37] Vgl. vor allem John Urry, The Tourist Gaze. Leisure and Travel in Contemporary Societies, London 1990; ders., Consumption of Tourism, in: Sociology 24 (1990), S. 25-35; ders., The Tourist Gaze and the „Enviroment“, in: Theory, Culture and Society, 9 (1992), S. 1-26.
[38] Zu Baedeker, „the first great bible of modern tourist experience“, seinen Nachfolgern und der Funktion des bürgerlichen Reiseführers ab Ende des 19. bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts vgl. ausführlich vor allem Rudy Koshar, German Travel Cultures, Oxford 2002 (und die kritische Rezension von Andreas Mai, in: H-Soz-u-Kult, 15.12.2003, <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2003-4-152> (05.07.2011)), außerdem z.B. Jan Palmowski, Travels with Baedeker. The Guidebook and the Middle Classes in Victorian and Edwardian England, in: Rudy Koshar (Hrsg.), Histories of Leisure, Oxford 2002, S. 105-130, sowie jetzt auch Benedikt Bock, Baedecker & Cook – Tourismus am Mittelrhein 1756 bis ca. 1914, Frankfurt am Main 2010 (der den bekannten Ergebnissen zum frühen Massentourismus nichts substanziell Neues hinzufügt).
[39] Vgl. Andreas Mai, Touristische Räume im 19. Jahrhundert. Zur Entstehung und Ausbreitung von Sommerfrischen, in: Werkstatt Geschichte 36 (2004) (Themenheft „Tourismus“), S. 7-23, Zitate: S. 23. In der Tat rekurrierte namentlich die historische „Sommerfrische“, rekurrieren aber auch zahlreiche aktuelle Tourismuspraktiken „auf Leitbilder, die sowohl Urrys romantischem als auch kollektivem Blick entsprachen“, wie Mai in seinem lesenswerten Aufsatz betont.
[40] Thomas Biskup / Marc Schalenberg (Hrsg.), Selling Berlin. Imagebildung und Stadtmarketing von der preußischen Residenz bis zur Bundeshauptstadt, Stuttgart 2008.
[41] So Alexander Seldmaier, im Anschluss an eine Metapher von Michael Lemke; vgl. Michael Lemke (Hrsg.), Schaufenster der Systemkonkurrenz. Die Region Berlin-Brandenburg im Kalten Krieg, Köln 2006.
[42] Einem von Jan Glatter und Daniela Weber verfassten Aufsatz kommt das Verdienst zu, auf diese – in Berlin, aber auch in München oder Hamburg schon seit längerem ‚etablierte’ – Variante des Städtetourismus und seine gezielte Produktion durch (mit „Geheimtipps“ aufgemotzten) Reiseführern wenigstens aufmerksam gemacht zu haben. Der in vielen Großstadtregionen inzwischen scharfe Trend der Gentrifizierung wird immerhin erwähnt, das Phänomen selbst, das sich vor dem Hintergrund nachhaltiger Veränderungen in einer bekannten süddeutschen Großstadt auch „Schwabing-Syndrom“ taufen ließe, aber nicht historisiert und zudem mit „Loslösung von lokalen Traditionen und lokalen Lebensformen“ harmlos-betulich umschrieben. Jan Glatter / Daniela Weber, Die mediale Konstruktion des Stereotyps in Reiseführern, in: Karlheinz Wöhler / Andreas Pott / Vera Denzer (Hrsg.), Tourismusräume. Zur soziokulturellen Konstruktion eines globalen Phänomens, Bielefeld 2010, S. 43-64, hier: S. 63.
[43] Ulrike Dittrich / Sigrid Jacobeit (Hrsg.), KZ-Souvenirs. Erinnerungsobjekte der Alltagskultur im Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen, Potsdam 2005. Es handelt sich hier um die Aufsatzfassungen von Vorträgen des 4. Ravensbrücker Kolloquiums vom März 2004. Einen wieder anderen Aspekt des touristischen Umgangs mit den NS-Verbrechen und einen zugleich sensiblen Umgang mit dem Erbe jüdischer Kultur thematisiert: Nils Roemer, Die touristische Konstruktion jüdischer Vergangenheit in Worms, in: Werkstatt Geschichte 36 (2004), S. 57-72.
[44] Zur Ambivalenz eines routinisierten touristischen Erinnerns an die Konzentrations- und Vernichtungslager bietet auch der Spielfilm „Am Ende kommen die Touristen“ von Robert Thalheim (2007) vielfältiges Anschauungsmaterial.
[45] Volker Schröder / Christoph Hamann (Hrsg.), Demokratische Tradition und revolutionärer Geist. Erinnern an 1848 in Berlin, Freiburg 2010.
[46] Das unstrukturiert-dickleibige Buch des vormaligen Präsidenten des Deutschen Reisebüro-Verbandes Otto Schneider (Die Ferien-Macher. Eine gründliche und grundsätzliche Betrachtung über das Jahrhundert des Tourismus, Hamburg 2001) ist nicht ansatzweise die Monographie, die der Titel erwarten lässt, sondern eine „selbstgefällige Nabelschau“ – so Tomas Niederberghaus pointiert in der ZEIT 12 (2001); Spode spricht in seiner Rezension in Voyage 5 (2002) von einer handgestrickten „Power-Point-Präsentation auf Glanzpapier“.
[47] Einen ersten Überblick und guten Einstieg in die Geschichte der bundesdeutschen Tourismusunternehmen bietet: Christoph Kopper, Die Reise als Ware. Die Bedeutung der Pauschalreise für den westdeutschen Massentourismus nach 1945, in: Studies in Contemporary History/Zeithistorische Forschungen, Online Ausgabe, 4/1+2 (2007), <http://zeithistorische-forschungen.de/16126041-Kopper-2-2007> (05.07.2011).
[48] Bernhard Stier / Johannes Laufer, Von der PREUSSAG zur TUI. Wege und Wandlungen eines Unternehmens 1923-2003, Essen 2005. Für die Teile 1 bis 3, die Geschichte der „alten Preussag“, zeichnen Stier und Laufer, für den Teil 4 über die TUI Susanne und Klaus Wiborg sowie Christopher Kopper verantwortlich. Vgl. dazu auch die äußerst kritische Rezension von Oliver Kersten in Journal of Transport History 28 (2007), S. 153f.
[49] Werner Plumpe, Perspektiven der Unternehmensgeschichte, in: Günther Schulz u.a. (Hrsg.), Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Arbeitsgebiete – Probleme – Perspektiven. 100 Jahre Vierteljahrsschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Stuttgart 2004, S. 403-425, Zitat: S. 407f. Vgl. außerdem ders., Die Unternehmen im Nationalsozialismus. Eine Zwischenbilanz, in: Werner Abelshauser / Jan-Otmar Hesse / Werner Plumpe (Hrsg.), Wirtschaftsordnung, Staat und Unternehmen. Neue Forschungen zur Wirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus, Essen 2003, S. S. 243-266, bes. S. 247, oder Toni Pierenkemper, Unternehmensgeschichte. Eine Einführung in ihre Methoden und Ergebnisse, Stuttgart 2000, S. 28-40, S. 64ff.
[50] Spode, Geschichte der Tourismusgeschichte (wie Anm. 6), S. 9.
[51] Umso größer darf die Erwartung an ein von der Deutschen Forschungsgesellschaft gefördertes, von Jörg Lesczenski in Frankfurt am Main bearbeitetes Projekt über die deutsch-deutsche Tourismuswirtschaft in den 1960er- und 1970er-Jahren sein, das wesentlich auf Fallbeispielen wichtiger bundesdeutscher Tourismusunternehmen basiert.
[52] Heike Wolter, „Ich harre aus im Land und geh, ihm fremd“. Die Geschichte des Tourismus in der DDR, Frankfurt am Main 2009. Nicht ‚historisch’ im engeren Sinne und deshalb hier ausgespart sind Untersuchungen zum Tourismus der Wendezeit wie etwa Heike Bähre, Tourismus in der Systemtransformation. Eine Untersuchung zum Reisen in der DDR und zum ostdeutschen Tourismus im Zeitraum 1980 bis 2000, Berlin 2003.
[53] Zu weiteren Schwächen der Arbeit von Wolter vgl. meine Rezension in: sehepunkte 10 (2010) 5, 15.05.2010, <http://www.sehepunkte.de/2010/05/17252.html> (19.8.2010).
[54] Vgl. an älteren Studien vor allem die Beiträge von Martin Bütow („Abenteuerurlaub, Marke DDR. Camping“), Margita Großmann („Boten der Völkerfreundschaft? DDR-Bürger im sozialistischen Ausland“) oder Judith Kruse („Nische im Sozialismus“ – zum FKK-Tourismus) zum DDR-Tourismus im Ausstellungskatalog: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): „Endlich Urlaub!“ Die Deutschen reisen, Köln 1996. Oder die Aufsätze von Gundel Fuhrmann („Der Urlaub der DDR-Bürger in den später 60er Jahren“), Gerlinde Irmscher („Alltägliche Fremde. Auslandsreisen in der DDR“) und Hasso Spode („Tourismus in der Gesellschaft der DDR. Eine vergleichende Einführung“) in: Hasso Spode. (Hrsg.), Goldstrand und Teutonengrill. Kultur- und Sozialgeschichte des Tourismus in Deutschland 1945 bis 1989, Berlin 1996. Oder Aufsätze von: Christopher Görlich, „Wohin werden Sie sich im nächsten Sommer wenden?“ Zur DDR-Reisezeitschrift „Unterwegs“ 1957-1962, in: Heiner Timmermann (Hrsg.), Die DDR in Europa – zwischen Isolation und Hoffnung, Münster 2005, S. 506-527; ders., Vom Ferienheim zum Interhotel. Formen „sozialistischen“ Urlaubs in der DDR, in: Voyage 8 (2009), S. 129-136; ders., „Schlecht wandern, das heißt, als Mensch unverändert bleiben“. Reisen und Bildung in der DDR, in: ders. (Hrsg.), Das lernende Subjekt. Aufsätze, Norderstedt 2009. Vgl. außerdem den unlängst erschienenen Aufsatzband von Ulrike Häußer / Markus Merkel (Hrsg.), Vergnügen in der DDR, Berlin 2009.
[55] Ralf Pierau (Hrsg.), Urlaub, Klappfix, Ferienscheck. Reisen in der DDR, Berlin 2003.
[56] Gerd Peters, Vom Urlauberschiff zum Luxusschiff. Die Seetouristik der VEB Deutsche Seereederei Rostock, Hamburg 2005.
[57] Andreas Stirn, Traumschiffe des Sozialismus. Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953-1990, Berlin 2010.
[58] Cornelia Clauß / Frank Böttcher (Hrsg.), Unerkannt durch Freundesland. Illegale Reisen durch das Sowjetreich, Berlin 2011.
[59] Hingewiesen sei allerdings darauf, dass Ende 2011/Anfang 2012 die Dissertation von Christopher Görlich (Urlaub vom Staat. Zur Geschichte des Tourismus in der DDR) im Böhlau-Verlag erscheinen wird, die zeitlich den ostdeutschen Tourismus von Anfängen in der SBZ bis zum Untergang der DDR umfassen wird.
[60] Astrid M. Eckert, ‚Greetings from the Zonal Border’. Tourism to the Iron Curtain in West Germany, in: Studies in Contemporary History/ Zeithistorische Forschungen 8/1 (2011), S. 9-36.
[61]Vgl. z.B. Hasso Spode, Von der Luftpolitik zur Deregulierung. Das Flugzeug und der Massentourismus, in: Ralf Roth / Karl Schlögel (Hrsg.), Neue Wege in ein neues Europa. Geschichte und Verkehr im 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2009, S. 491-514; oder Rüdiger Hachtmann, Schrittmacher des modernen Massentourismus: die Eisenbahn und das Motorrad, in: Martin Sabrow (Hrsg.), ZeitRäume. Potsdamer Almanach 2009, Göttingen 2010, S. 57-65.
[62] Anregende Überblicke bieten z.B. Hasso Spode, Zeit, Raum, Tourismus. Touristischer Konsum zwischen Regionalisierung, Nationalisierung und Europäisierung im langen 19. Jahrhundert, in: Winfried Eberhard (Hrsg.), Die Vielfalt Europas. Identitäten und Räume, Leipzig 2009, S. 251-264; Mergel, Transnationale Kommunikation; ders., Europe as Leisure Time Communications (wie Anm. 2). Wichtige Aspekte namentlich für die deutsche Geschichte thematisiert Frank Steinbeck, Die Motorisierung des Straßenverkehrs im Deutschen Reich 1918 bis 1939 unter besonderer Berücksichtigung des Motorrades (MA-Arbeit), Berlin 2001; bzw. ders., Das Motorrad. Ein deutscher Sonderweg in die automobile Gesellschaft, Stuttgart 2010.
[63] Karl Ditt, Naturschutz und Tourismus in England und in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1980. Gesetzgebung, Organisation, Probleme, in: Archiv für Sozialgeschichte 43 (2003), S. 241-274.
[64] Vgl. vor allem Hasso Spode, Wie vor 50 Jahren keine theoriegeleitete Tourismuswissenschaft entstand, in: Reinhard Bachleitner (Hrsg.), Der durchschaute Tourist, München 1998, S. 11-20; ders., Tourism Research and Theory in German Speaking Countries, in: Graham M.S. Dann / Giuli Liebman-Parrinello (Hrsg.): The Sociology of Tourism. European Origins and Developments, Bingley 2009, S. 65-95.
[65] Andreas Pott, Orte des Tourismus. Eine raum- und gesellschaftstheoretische Untersuchung, Bielefeld 2007.
[66] Vgl. exemplarisch für eine solche Reduktion: Wöhler /Pott / Denzer (Hrsg.), Tourismusräume (wie Anm. 45). Auf der Tagung, aus der dieser Band hervorgegangen ist, waren vornehmlich Geografen versammelt – die sich fast sämtlich dem angedeuteten „raumtouristischen“ Paradigma verpflichtet fühlten. Zwei Kulturanthropologinnen, im Band gleichfalls mit einem Beitrag über „Kulturtourismus und Europäisierung“ vertreten, konstatierten in ihrem Fazit demgegenüber lakonisch, dass „Europa“ vornehmlich „Bewegung“ sei, sich ein „substanzieller Raum mit einer eindeutigen Geschichte“ nicht identifizieren lasse und es „dementsprechend nicht möglich“ sei, Europa als kulturtouristisches „Zielgebiet eindeutig zu definieren“, vgl. Ramona Lenz / Kirsten Salein, Kulturtourismus und Europäisierung. Europa als Referenz touristischer Raumkonstruktionen, in: Wöhler / Pott / Denzer (Hrsg.), Tourismusräume, S. 295-310, hier: S. 308.
[67] Malte Steinbrink / Andreas Pott, Global Slumming. Zur Genese und Globalisierung des Armutstourismus, in: Wöhler / Pott / Denzer (Hrsg.), Tourismusräume, S. 247-270, hier: S. 267.

Bibliografie

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Heiner Timmermann (Hrsg.), Die DDR in Europa - zwischen Isolation und Öffnung (Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen 140), Münster 2005. ISBN: 3825888843
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3 Beiträge in Sammelbänden & Zeitschriften
Frank Bajohr, Bürgerliche Lebenswelt und Bäder-Antisemitismus an der deutschen Ostseeküste, in: Olga Kurilo (Hrsg.), Seebäder an der Ostsee im 19. und 20. Jahrhundert [umfasst die erweiterten Beiträge der internationalen und interdisziplinären Tagung "Seebäder an der Ostsee im 19. und 20. Jahrhundert", die vom 12. bis 14. September 2008 in Greifswald von der Academia Baltica veranstaltet wurde], München 2009, S. 33-54. ISBN: 9783899751512
Shelley Baranowski, Strength trough Joy. Tourism and National Integration in the Third Reich, in: dies. / Ellen Furlough (Hrsg.), Being Elsewhere. Tourism, Consumer Culture, and Identity in Modern Europe and North America, Ann Arbor, Mich. 2001, S. 213-236. ISBN: 0472111671
Martin Bütow, Abenteuerurlaub, Marke DDR. Camping, in: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Endlich Urlaub! Die Deutschen reisen [Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 6. Juni bis 13. Oktober 1996], Köln 1996, S. 101–105. ISBN: 377013916X
Karl Ditt, Naturschutz und Tourismus in England und in der Bundesrepublik Deutschland 1949-1980, in: Archiv für Sozialgeschichte 43 (2003), S. 241-274.
Astrid M. Eckert, "Greetings from the Zonal Border". Tourism to the Iron Curtain in West Germany, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 8,1 (2011), S. 9-36.
Christiane Eifert, Henry Ford, Antisemit und Autokönig. Fords Autobiographie und ihre Rezeption in Deutschland in den 1920er Jahren, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 6,2 (2009), S. 209-229.
Hans-Magnus Enzensberger, Eine Theorie des Tourismus, in: Merkur,12 (1958), S. 701-720.
Gundel Fuhrmann, Der Urlaub der DDR-Bürger in den später 60er Jahren, in: Hasso Spode u.a. (Hrsg.), Goldstrand und Teutonengrill. Kultur- und Sozialgeschichte des Tourismus in Deutschland 1945 bis 1989, Berlin 1996, S. 23-50. ISBN: 3928077147
Jan Glatter / Daniela Weber, Die mediale Konstruktion des Stereotyps in Reiseführern,, in: Karlheinz Wöhler u.a. (Hrsg.), Tourismusräume. Zur soziokulturellen Konstruktion eines globalen Phänomens, Bielefeld 2010, S. 43-64. ISBN: 9783837611946
Christopher Görlich, „Wohin werden Sie sich im nächsten Sommer wenden?“ Die Reisezeitschrift „Unterwegs“ 1957-1962, in: Heiner Timmermann (Hrsg.), Die DDR in Europa - zwischen Isolation und Öffnung, Münster 2005, S. 506-527. ISBN: 3825888843
Christopher Görlich, „Schlecht wandern, das heißt, als Mensch unverändert bleiben“. Reisen und Bildung in der DDR, in: Christopher Görlich (Hrsg.), Das lernende Subjekt, O.O. 2009. ISBN: 3837091392
Christopher Görlich, Vom Ferienheim zum Interhotel. Formen „sozialistischen“ Urlaubs in der DDR, in: Voyage 8 (2009), S. 129-136.
Margita Großmann, Boten der Völkerfreundschaft? DDR-Bürger im sozialistischen Ausland,in: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Endlich Urlaub! Die Deutschen reisen [Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 6. Juni bis 13. Oktober 1996], Köln 1996, S. 77-80. ISBN: 377013916X
Ueli Gyr, Touristenverhalten und Symbolstrukturen. Zur Typik des organisierten Erlebniskonsums, in: Burkhard Pöttler u.a. (Hrsg.), Tourismus und Regionalkultur. Referate der Österreichischen Volkskundetagung 1992 in Salzburg, Wien 1994, S. 41-56. ISBN: 3900358095
Rüdiger Hachtmann, „Die Begründer der amerikanischen Technik sind fast lauter schwäbisch-allemannische Menschen“. Nazi-Deutschland, der Blick auf die USA und die 'Amerikanisierung' der industriellen Produktionsstrukturen im 'Dritten Reich', in: Alf Lüdtke u.a. (Hrsg.), Amerikanisierung. Traum und Alptraum im Deutschland des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1996, S. 37-66. ISBN: 9783515069526
Rüdiger Hachtmann, Rezension zu: Heike Wolter: „Ich harre aus im Land und geh, ihm fremd“. Die Geschichte des Tourismus in der DDR (Deutsches Museum. Beiträge zur Historischen Verkehrsforschung 10), Frankfurt am Main 2009, in: sehepunkte 10,5 (2010).
Rüdiger Hachtmann / Adelheid von Saldern, „Gesellschaft am Fließband“. Fordistische Produktion und Herrschaftspraxis in Deutschland, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 6,2 (2009), S. 186-208.
Rüdiger Hachtmann / Adelheid von Saldern, Das fordistische Jahrhundert. Eine Einleitung, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 6,2 (2009), S. 174-185.
Gerlinde Irmscher, Alltägliche Fremde. Auslandsreisen in der DDR, in: Hasso Spode u.a. (Hrsg.), Goldstrand und Teutonengrill. Kultur- und Sozialgeschichte des Tourismus in Deutschland 1945 bis 1989, Berlin 1996, S. 51-67. ISBN: 3928077147
Oliver Kersten, Rezension zu: Bernhard Stier; Johannes Laufer, Von der PREUSSAG zur TUI. Wege und Wandlungen eines Unternehmens 1923-2003, Essen 2005, in: Journal of Transport History 28 (2007), S. 153f.
Wolfgang König, Rezension von: Shelley Baranowski: Strength through Joy. Consumerism and Mass Tourism in the Third Reich, Cambridge 2004, in: sehepunkte 6,7/8 (2006).
Christopher Kopper, Neuerscheinungen zur Geschichte des Reisens und des Tourismus, in: Archiv für Sozialgeschichte 44 (2004), S. 665-677.
Christopher Kopper, Die Reise als Ware. Die Bedeutung der Pauschalreise für den westdeutschen Massentourismus, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 4,1/2 (2007). Siehe < http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208751/default.aspx > (01.09.2011).
Judith Kruse, „Nische im Sozialismus“ – zum FKK-Tourismus, Endlich Urlaub! Die Deutschen reisen [Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, 6. Juni bis 13. Oktober 1996], Köln 1996, S. 106-111. ISBN: 377013916X
Beat Kümin, Das vormoderne Wirtshaus im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Freizeit, in: Hans-Jörg Gilomen u.a. (Hrsg.), Freizeit und Vergnügen vom 14. bis zum 20. Jahrhundert = Temps libre et loisirs du 14e au 20e siècles, Zürich 2005, S. 87-98. ISBN: 9783034007306
Ramona Lenz / Kirsten Salein, Kulturtourismus und Europäisierung. Europa als Referenz touristischer Raumkonstruktionen, in: Karlheinz Wöhler u.a. (Hrsg.), Tourismusräume. Zur soziokulturellen Konstruktion eines globalen Phänomens, Bielefeld 2010, S. 295-310. ISBN: 9783837611946
Andreas Mai, Touristische Räume im 19. Jahrhundert. Zur Entstehung und Ausbreitung von Sommerfrische, in: Werkstatt Geschichte 13,36 (2004), S. 7-23.
Thomas Mergel, Transnationale Kommunikation von unten. Tourismus in Europa nach 1945, in: Martin Sabrow (Hrsg.), ZeitRäume. Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung 2006, Berlin 2006, S. 115-126. ISBN: 9783887472283
Thomas Mergel, Europe as Leisure Time Communications: Tourism and Transnational Interaction since 1945, in: Konrad Hugo Jarausch / Thomas Lindenberger (Hrsg.), Conflicted memories. Europeanizing contemporary histories, New York, NY 2007, S. 133-153. ISBN: 9781845452841
Cord Pagenstecher, Neue Ansätze für die Tourismusgeschichte. Ein Literaturbericht, in: Archiv für Sozialgeschichte 38 (1998), S. 591-619.
Jan Palmowski, Travels with Baedeker. The Guidebook and the Middle Classes in Victorian and Edwardian England, in: Rudy Koshar (Hrsg.), Histories of leisure, Oxford 2002, S. 105-130. ISBN: 1859735258
Werner Plumpe, Unternehmen im Nationalsozialismus. Eine Zwischenbilanz, in: Werner Abelshauser / Dietmar Petzina (Hrsg.), Wirtschaftsordnung, Staat und Unternehmen. Neue Forschungen zur Wirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus ; Festschrift für Dietmar Petzina zum 65. Geburtstag, Essen 2003, S. 243-266. ISBN: 3898612597
Werner Plumpe, Perspektiven der Unternehmensgeschichte, in: Günther Schulz u.a. (Hrsg.), Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Arbeitsgebiete, Probleme, Perspektiven, Stuttgart 2005, S. 403-425. ISBN: 3515087710
Nils Roemer, Die touristische Konstruktion jüdischer Vergangenheit in Worms, in: Werkstatt Geschichte 13,36 (2004), S. 57-72.
Heidi Rogy, Tourismus in Kärnten unterm Hakenkreuz, in: Carinthia I,191 (2001), S. 621-640.
Ulrike Schmiegelt, "Macht euch um mich keine Sorgen", in: Peter Jahn / Ulrike Schmiegelt (Hrsg.), Foto-Feldpost. Geknipste Kriegserlebnisse 1939-1945, Berlin 2000, S. 13-22. ISBN: 3885207788
Gareth Shaw, Lifestyles and Changes in Tourism Consumption. The British Experience, in: Paul Reuber u.a. (Hrsg.), Postmoderne Freizeitstile und Freizeiträume. Neue Angebote im Tourismus, Berlin 2006, S. 21-46. ISBN: 3503093079
Hasso Spode, Arbeiterurlaub im Dritten Reich, in: Carola Sachse / Timothy W. Mason (Hrsg.), Angst, Belohnung, Zucht und Ordnung. Herrschaftsmechanismen im Nationalsozialismus, Opladen 1982, S. 275-328. ISBN: 3531115952
Hasso Spode, "Der deutsche Arbeiter reist". Massentourismus im Dritten Reich, in: Gerhard Huck (Hrsg.), Sozialgeschichte der Freizeit. Untersuchungen zum Wandel der Alltagskultur in Deutschland, Wuppertal 1982, S. 281-306. ISBN: 387294164X
Hasso Spode, Tourismus in der Gesellschaft der DDR. Eine vergleichende Einführung, in: Hasso Spode u.a. (Hrsg.), Goldstrand und Teutonengrill. Kultur- und Sozialgeschichte des Tourismus in Deutschland 1945 bis 1989, Berlin 1996, S. 11-34. ISBN: 3928077147
Hasso Spode, Ein Seebad für zwanzigtausend Volksgenossen. Zur Grammatik und Geschichte des fordistischen Urlaubs, in: Peter J. Brenner (Hrsg.), Reisekultur in Deutschland. Von der Weimarer Republik zum "Dritten Reich", Tübingen 1997, S. 7-47. ISBN: 3484107642
Hasso Spode, Wie vor 50 Jahren keine theoriegeleitete Tourismuswissenschaft entstand, in: Reinhard Bachleitner / Hanns Haas (Hrsg.), Der durchschaute Tourist. Arbeiten zur Tourismusforschung, München 1998, S. 11-20. ISBN: 3890194052
Hasso Spode, Rezension zu: Otto Schneider: Die Ferien-Macher, in: Voyage 5 (2002).
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Hasso Spode, Von der Luftpolitik zur Deregulierung. Das Flugzeug und der Massentourismus, in: Ralf Roth / Karl Schlögel (Hrsg.), Neue Wege in ein neues Europa. Geschichte und Verkehr im 20. Jahrhundert, Frankfurt/Main 2009, S. 491-514. ISBN: 9783593389004
Hasso Spode, Zeit, Raum, Tourismus. Touristischer Konsum zwischen Regionalisierung, Nationalisierung und Europäisierung im langen 19. Jahrhundert, in: Winfried Eberhard u.a. (Hrsg.), Die Vielfalt Europas. Identitäten und Räume ; Beiträge einer internationalen Konferenz, Leipzig, 6. bis 9. Juni 2007, Leipzig 2009, S. 251-264. ISBN: 9783865833822
Malte Steinbrink / Andreas Pott, Global Slumming. Zur Genese und Globalisierung des Armutstourismus, in: Karlheinz Wöhler u.a. (Hrsg.), Tourismusräume. Zur soziokulturellen Konstruktion eines globalen Phänomens, Bielefeld 2010, S. 247-270. ISBN: 9783837611946
John Urry, Consumption of Tourism, in: Sociology 24 (1990), S. 25-35.
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Aliki Nassoufis, Auf den Spuren der Reiselust. Tourismus-Archiv vor dem Aus. Spiegel, 27.06.2011, <http://www.spiegel.de/reise/staedte/0,1518,600135,00.html> (01.09.2011).
Rüdiger Hachtmann, Kommentierte Bibliographie. Tourismus-Geschichte. UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, 01.07.2011, <http://www.utb-stuttgart.de/2866_Bibliographie.pdf> (01.09.2011).
Rüdiger Hachtmann, Tourismus in der Zeit des Nationalsozialismus. Kapitel aus Tourismus-Geschichte, 01.07.2011, <www.utb-stuttgart.de/2866_NS-Tourismus.pdf> (01.09.2011).
Rüdiger Hachtmann, Tourismus und Tourismusgeschichte, für Docupedia-Zeitgeschichte, Version 1.0, 22.12.2010, <http://docupedia.de/zg/Tourismus_und_Tourismusgeschichte> (01.09.2011).
Tomas Niederberghaus, Ich über uns. Die Ferien-Macher: Leider kein Standardwerk über den Tourismus, in: Die Zeit 2001, Ausgabe 12, <http://www.zeit.de/2001/12/Ich_ueber_uns, 01.07.2011> (01.09.2011).
Historisches Archiv zum Tourismus (HAT). Willy-Scharnow-Stiftung, <http://www.geo.fu-berlin.de/fb/einrichtungen/tourismus/archiv.html 2009>, 08.06.2009 (01.09.2011).

5 Ton- oder Filmdokument
Robert Thalheim (Regie), Am Ende kommen die Touristen. DVD: Warner Home Video, 2007.

Zitation
Rüdiger Hachtmann: Tourismusgeschichte – ein Mauerblümchen mit Zukunft! Ein Forschungsüberblick, in: H-Soz-Kult, 06.10.2011, <http://www.hsozkult.de/literaturereview/id/forschungsberichte-1119>.