Postdoc-Netzwerk der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts (WAG)

Ort
Deutschland
Veranstalter
Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in der Bundesrepublik Deutschland
Datum
01.11.2016
Von
Kerstin von der Krone, Mathias Berek, Manja Hermann, David Jünger, Markus Krah, Mirjam Thulin

Einladung zum Postdoc-Netzwerk der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts (WAG)

Jüdische Geschichte und Kultur erfahren eine breite Aufmerksamkeit in Wissenschaft und Öffentlichkeit. Insbesondere für das 19. und 20. Jahrhundert liegen inzwischen zahlreiche Forschungsarbeiten vor, die nicht nur unser Verständnis der Geschichte des deutschsprachigen Judentums erweitert haben, sondern ebenso Erkenntnisse zu übergreifenden historischen Fragen befördern – zum Verhältnis von Politik und Religion, Nation und Kultur, zu gesellschaftlicher Vielfalt und Ausgrenzungsprozessen.

Forschungen zu jüdischer Geschichte und Kultur greifen auf eine Vielfalt methodischer und disziplinärer Zugänge zu und beruhen im besonderen Maße auf internationalen Kooperationen. Die WAG widmet sich seit über 25 Jahren diesen Forschungen und bietet insbesondere Historiker/innen des deutschsprachigen Raums ein wissenschaftliches Forum. Im Anschluss an diese erfolgreiche Arbeit möchten wir nun ein Postdoc-Netzwerk initiieren, das dem strategischen Austausch promovierter Forscher/innen vor Erlangungen einer Professur oder einer vergleichbaren Position dienen soll. Das Netzwerk richtete sich an Forscher/innen, die sich mit Blick auf unterschiedliche zeitliche und räumliche Kontexte mit der Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Judentums befassen. Zugleich begrüßen wir die für Forschungen zur jüdischen Geschichte gängige disziplinäre Vielfalt und wollen das Netzwerk keineswegs auf Historiker/innen begrenzen. Wir setzen jedoch ein historisches Interesse voraus.

Das Netzwerk will die besonderen Herausforderungen adressieren, die aus der transdisziplinären Prägung der Forschung zur jüdischen Geschichte und Kultur für die wissenschaftliche Karriere erwachsen. Forscher/innen, die sich zwischen den etablierten Disziplinen bewegen, stehen unter den Bedingungen des deutschen Wissenschaftssystems (Wissenschaftszeitvertragsgesetz, Drittmittel-Bedeutung, Verbundprojekte etc.) gegenwärtig vor ganz eigenen Herausforderungen. Das Postdoc-Netzwerk soll zum anderen als Laboratorium fachwissenschaftlichen Austauschs dienen, zur Entwicklung von Ideen für Forschungsprojekte und Veranstaltungen, in Zusammenarbeit mit und Unterstützung durch WAG und weitere Partner.

Auf organisatorischer Ebene bauen wir derzeit zunächst eine Mailingliste auf, über die Ankündigungen, Diskussionen und Planungen kommuniziert werden können. In einem weiteren Schritt sollen andere Kommunikations- und Präsentationsformen (z.B. ein Blog und eine Kooperationsplattform) entwickelt werden. In diesem Sinne laden wir Interessierte herzlich zur Teilnahme am WAG-Postdoc-Netzwerk ein! Wir freuen uns auf Rückmeldungen mit kurzen Angaben zu den Forschungsinteressen und zum biografisch-fachlichen Hintergrund und sind gespannt auf die Zusammenarbeit.

Mit kollegialen Grüßen, die Initiator/innen: Kerstin von der Krone, Mathias Berek, Manja Hermann, David Jünger, Markus Krah, Mirjam Thulin

Kontakt

Postdoc-Netzwerk Wissensch. Arbeitsgemeinschaft des Leo-Baeck-Instituts

TU Berlin, Ernst-Reuter-Platz 7, Fakultät 1, Zentrum für Antisemitismusforschung, 10587 Berlin

postdoc@wag-leobaeck.de

Zitation
Postdoc-Netzwerk der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts (WAG), 01.11.2016 Deutschland, in: H-Soz-Kult, 20.11.2016, <www.hsozkult.de/project/id/projekte-536>.
Redaktion
Veröffentlicht am
20.11.2016
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