E. Flaig: Weltgeschichte der Sklaverei

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Titel
Weltgeschichte der Sklaverei.


Autor(en)
Flaig, Egon
Erschienen
München 2009: C.H. Beck Verlag
Umfang
238 S.
Preis
€ 12,95
Rezensiert für 'Connections' und H-Soz-Kult von:
Ulrike Schmieder, Historisches Seminar/ Transformation Studies, Leibniz Universität Hannover

Flaigs´ Überblick über die Geschichte der Sklaverei beginnt mit einigen definitorischen Überlegungen, behandelt die Sklaverei in antiken Gesellschaften, die Sklaverei in der islamischen Welt, die Entstehung des Rassismus, den Kontinent Afrika als „Lieferzone“ für Sklav/innen, die transatlantische Sklaverei und die Sklavereisysteme in den „Neuen Welt“ sowie die Abolition der Sklaverei. Die folgende Rezension betrachtet das besprochene Werk vom Standort der neuzeitlichen Sklaverei- und Postemanzipationsgeschichte des atlantischen Raums aus.

Zunächst einige grundsätzliche methodische Anmerkungen: Der Versuch, eine Weltgeschichte der Sklaverei auf 217 Seiten darzustellen, mag das weit verbreitete Bedürfnis, komplizierte Fragen einfach und leicht konsumierbar beantwortet zu bekommen, erfüllen, führt aber unweigerlich zu einer sehr selektiven und oberflächlichen Darstellung der historischen Zusammenhänge. Das Problem, Berge von Fachliteratur für ein solches Buch kondensieren zu müssen, löst der Autor z.B. im Kapitel „Sklavistische Systeme in der Neuen Welt“ dadurch, dass er die Sklavereigeschichte in spanischer und portugiesischer Sprache nicht zur Kenntnis nimmt und die Geschichte der Sklaverei in der Karibik und Lateinamerika nach Überblickswerken [1] - unter Ignoranz selbst der deutschsprachigen forschungsbasierten Literatur zur Sklavereigeschichte [2] - zusammenfasst. In der Literaturempfehlungsliste werden zur transatlantischen Sklaverei neun Titel aufgeführt (S. 237), von denen sich fünf nur auf die Sklaverei in Nordamerika beziehen, die Flaig selbst als Sonderfall betrachtet. Wenn Flaig angibt (S. 166), dass allein nach Brasilien 41% aller in die Neue Welt verschleppten Sklav/innen gebracht wurden, hätte dies eine nähere Befassung mit dessen Sklavereiwirtschaft und mit entsprechenden Spezialstudien nahe gelegt. Im übrigen zitiert Flaig in seinem die historischen Akteure und damit neuere Ansätze der Geschichtswissenschaft völlig ignorierenden Buch nicht ein einziges Werk, das die indianische oder afrikanische Sicht auf Eroberung und Sklaverei enthält, auch keine einzige Quelle, die die agency von Sklav/innen belegt, obwohl es längst publizierte Quellensammlungen zur Sklaverei gibt.[3]

Problematisch ist, dass Flaig die Sklaverei in Folge arabischer Eroberungen in Nordafrika, auf der Iberischen Halbinsel, in Indien, Persien, Ägypten, Irak, im Sudan und in Ostafrika, die Sklaverei im Osmanischen Reich und sogar der – später teilweise zum Islam konvertierten - Mongolen und Tartaren vom 7. bis zum 20. Jahrhundert (S. 83-123) als ”islamische Sklaverei” (S. 83) zusammenfasst, während der transatlantische Sklavenhandel und die Sklavereisysteme der Amerikas unter von christlichen Monarchen oder Eliten beherrschten Kolonialmächten niemals als ”christliche Sklaverei” bezeichnet werden. Der Grund dafür, unsystematisch einmal die Religion als definitorische Grundlage, ein anderes Mal einen geographischen Ansatz zu wählen, ist, dass Flaig die Abolition pauschal dem protestantischen Christentum zuschreibt (S. 199-201) und nicht erklärt, warum in den protestantischen Kolonien der Amerikas drei Jahrhunderte lang Sklaverei und Christentum ohne größere Konflikte nebeneinander existierten. Hier kann man nur Eric Williams´ Kritik folgen: „The British historians wrote almost as if Britain had introduced slavery solely for the satisfaction to abolish it.“[4] Tatsächlich gab es protestantische Kirchen wie die der Quäker und Baptisten, die radikal abolitionistisch eingestellt waren, und solche, die Sklaverei tolerierten wie die Herrnhuter und die Anglikanische Kirche.[5] Nicht erörtert wird die duldsame Haltung der katholischen Kirche gegenüber der Sklaverei und die Rolle des Weltklerus wie der Klöster als sklavenhaltende und Plantagenwirtschaft betreibende Institutionen im iberischen Amerika.[6] Ansätze zum abolitionistischen Denken in islamischen Gesellschaften [7] negiert Flaig (S. 199).

Flaig beachtet nicht, dass die ca. 10,7 Millionen verschleppten afrikanischen Menschen, die in den Amerikas ankamen [8], nicht verschifft worden wären, hätte es die Nachfrage nach Sklav/innen in den amerikanischen Plantagengesellschaften nicht gegeben. Märkte, ökonomische Interessen und Zusammenhänge, das Thema „Kapitalismus und Sklaverei“ (selbst wenn man den Zusammenhang bestreitet, unabdingbar für eine „Weltgeschichte“ der Sklaverei) kommen bei Flaig nicht vor, weil dann die Konstruktion, den Anderen (den Afrikanern, den Muslimen etc.) die Sklaverei, den Europäern die Abolition zuzuschreiben, nicht haltbar wäre. Für die Toten der middle passage, für die 20stündigen Arbeitstage während der Zuckerrohrernte, für die Auspeitschungen, Folterungen, Morde und Vergewaltigungen den Amerikas von Sklav/innen tragen Europäer, Spanier, Portugiesen, Engländer, Franzosen, Niederländer, Dänen und Schweden sowie einzelne Angehörige aller europäischen Nationen und ihre Nachfahren in den Amerikas die Verantwortung und nicht die afrikanischen Eliten.

Völlig uneinsehbar ist, warum das Versklaven von Menschen schlimmer sein sollte (S. 215), als der transatlantische Sklavenhandel und Versklavte oder als Sklav/innen Geborene unter Bedingungen auszubeuten, unter denen – in allen Plantagenwirtschaften mit Ausnahme Nordamerikas – die Sterberate über der Geburtenrate lag.[9]

Flaig verharmlost die demographischen und sozialen Folgen von Conquista und außerdem die Zwangsarbeit der indigenen Bevölkerung im spanischen und portugiesischen Amerika. Die demographische Katastrophe, die die Eroberung der Amerikas durch die Spanier und Portugiesen mit sich brachte [10], führt Flaig nur auf epidemiologische Gründe zurück (S. 163). Obwohl das Einschleppen von Krankheiten eine wesentliche Ursache des Bevölkerungsrückgangs ist, wird damit der Vernichtungskrieg, den die Spanier in vielen Gebieten führten, ebenso ignoriert wie die Zerstörung der materiellen Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung, das Verschleppen von Indianern in ungewohnte Klimazonen, die exzessive Ausbeutung der zwangsrekrutierten Lastenträger, Perlenfischer und Bergarbeiter und die Zerstörung der Familien- und Sozialstrukturen der indigenen Bevölkerung. Der Satz „Im spanischen Reich wurde verboten, Indianer als Sklaven zu halten.” (S. 165) blendet die Tatsache aus, dass dies nur für Indianer galt, die sich der spanischen Herrschaft unterworfen hatten. Indianische Kriegsgefangene der Gesellschaften, die der spanischen Kolonialmacht Widerstand leisteten, wurden, in den Grenzgebieten des Reiches bis ins 19. Jahrhundert ganz offiziell versklavt und gehandelt.[11] Außerdem bedeutet die Existenz eines Verbotes nicht, dass es eingehalten wird. Das trotz gelegentlicher Verbote permanente Fortbestehen der Indianersklaverei in Brasilien bis zum Ende der Kolonialzeit wird überhaupt nicht erwähnt.[12]

Außerdem wurden statt der Sklaverei andere Zwangsarbeitssysteme, die encomienda und die mita, zur Ausbeutung der Indianer benutzt. Zur mita in den Bergwerken des Vizekönigreichs Peru sagt Flaig, dass es sich um eine „Arbeitspflicht” gehandelt habe, die schon im Inkareich bestanden hatte (S. 179). Nicht erwähnt wird die Tatsache, dass die mita im kolonialen Spanischamerika einen anderen Charakter als im Inkareich hatte. Unter der spanischen Kolonialherrschaft fand die Arbeit in den Bergwerken, vor allem am Silberberg von Potosí, unter lebensvernichtenden Arbeitsbedingungen und bei einer Vergütung weit unter dem Existenzminimum statt.[13]

Flaig ignoriert das Wirken afro(latein)amerikanischer Abolitionist/innen und die Rolle des Sklavenwiderstands für die Abschaffung der Sklaverei. Die Abolition war auch eine Selbstbefreiung bzw. eine Befreiung von Sklav/innen durch ehemalige oder Nachfahren von Sklav/innen. Flaig erwähnt den Erfolg der Sklavenrevolution in Haiti (S. 202-206), ohne die Tragweite dieser Revolution zu begreifen, schreibt sonst aber: ”Somit wird einerseits verständlich, warum Sklaven – egal in welcher Kultur – so selten Aufstände machten.” (S. 20) Dies ignoriert u. a. die Serie von Sklavenaufständen in Brasilien und Kuba in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, den Aufstand gegen die Wiedereinrichtung der Sklaverei in Guadeloupe 1802, die Baptist Rebellion im Jamaika 1832 und den – zur Emanzipation führenden - Sklavenaufstand in der dänischen Karibik 1848.

Mit der These, dass Afrika nur kolonisiert worden wäre, um die Sklaverei abzuschaffen (S. 212), gibt Flaig die ideologische Rechtfertigung der europäischen Eroberungskriege in Afrika durch die europäischen Kolonialmächte wieder. Er ignoriert die wirtschaftlichen Interessen und Profite der europäischen Handels- und Bergwerksgesellschaften in Afrika und die negativen Folgen der Wirtschaftspolitik der Kolonialmächte für die afrikanischen Gesellschaften. Deren ökonomische Entwicklung wurde den Interessen der Metropolen an der Gewinnung von Rohstoffen und an Absatzmärkten für die europäischen Industrien untergeordnet, nicht nur in der frühen Phase der „Raubwirtschaft“, sondern auch während der Periode der „mise en valeur“.[14]

Die fatalen Folgen der Kautschukproduktion für die afrikanischen Arbeiter/innen im Belgisch-Kongo [15] erwähnt Flaig zwar, schreibt sie aber der Tatsache dazu, dass diese Gebiet Privatbesitz Leopolds II. waren (S. 213). Nun wurden aber viele Kolonialherrschaften zunächst durch private Gesellschaften initiiert. Reduziert dies die Verantwortung der daran beteiligten Europäer/innen und stützt es dies die These von der moralischen Überlegenheit der europäischen Kultur? Zwangsarbeit mit Bezahlung unter dem Existenzminimum und harschen Arbeitsbedingungen gab es auch in den offiziellen Kolonialgebieten in Afrika, z.B. Frankreichs, Englands, Portugals.[16] Unglaublich ist Flaigs Rechtfertigung dieser Zwangsarbeitssystem in den europäischen Kolonien in Afrika als Preis der „humanitären” Interventionen (S. 210 ff.) Welchen Sinn macht die Abschaffung der Sklaverei, wenn sie durch andere Zwangsarbeitssysteme ersetzt wird, die Substitution einer Sorte Unfreiheit durch eine andere für die Betroffenen? Die Sätze „Was tun, wenn die Einheimischen mit Lohnarbeit nicht zu locken waren? In einer zutiefst sklavistischen Gesellschaft trug Arbeit außerhalb der Familie den Geruch der Sklaverei.” (S. 212) haben einen eindeutigen rassistischen Unterton und ignorieren, dass die Kolonialmächte niemals bereit waren, existenzsichernde Löhne zu zahlen und dass die Afrikaner/innen keinen Grund hatten, eine ausschließlich ihrer Beherrschung und Ausbeutung dienende Infrastruktur aufzubauen.

Flaig beantwortet auch nicht die Frage, warum, wenn denn die Abolition der Sklaverei das Hauptziel der Kolonialisierung Afrikas gewesen sein sollte, versklavte Frauen oft gar nicht befreit wurden und sich die Abschaffung der Sklaverei in den englischen und französischen Kolonien über Jahrzehnte hinzog.[17] Und was ist, wenn Afrikaner/innen nicht nur ihres Landes enteignet und in Zwangsarbeitssysteme eingebunden, sondern in Reaktion auf verständlichen Widerstand gegen diese Kolonialpolitik scharenweise einschließlich der Frauen und Kinder ermordet wurden? So geschah es beim Vernichtungskrieg gegen die Herero und Nama in Namibia (ehemals Deutsch-Südwestafrika)1904-1907.[18] Für was für eine Art von „humanitärem“ Anliegen kann der Tod der Preis sein? Die deutsche koloniale Vergangenheit in Afrika kommt bei Flaig gar nicht vor: wegen dieser Leichen im Keller oder weil die Sklaverei in deutschen Kolonien in Afrika nie abgeschafft wurde?[19] Und wenn Afrika tatsächlich zum Zweck der Abschaffung der Sklaverei kolonisiert worden wäre: Wie erklärt sich dann die koloniale Eroberung Asiens im 19. Jahrhundert einschließlich der Etablierung von Zwangsarbeitssystemen auf den Teeplantagen Assams und Südindiens und in der Wirtschaft anderer britischer Kolonien [20] und der – für viele der Verschifften tödliche - Handel mit Zwangsarbeitern aus Indien, China und Afrika in die britische und französische Karibik sowie Kuba im 19. Jahrhundert, wo diese in sklavereiähnlichen Verhältnissen ausgebeutet wurden? [21]

Das Kapitel “Gedächtnispolitik gegen historische Wahrheit und Menschenrechte” kommt gänzlich ohne Belege aus und verlässt damit gänzlich das Terrain seriöser akademischer Arbeit. Flaig nennt die „Intellektuellen afrikanischer Abstammung“ nicht beim Namen, die die autochthone Sklaverei in Afrika, die Sklavenausfuhr in die „islamische Welt“ und die Rolle von Afrikanern beim Sklavenexport verschweigen und ignoriert aktuelle Gegenstimmen, die den afrikanischen Eliten die Verantwortung für die Erfüllung der europäischen Nachfrage nach Sklaven durch Verschleppung von Afrikaner/innen an die Küste zu den Sklavenforts (Ibrahima Thioub, Achille Mbembe [22]) zuweisen. „Die afrikanischen Intellektuellen”, die man pauschal einer bestimmten Weltsicht beschuldigt, gibt es nicht, sondern Intellektuelle und Historiker mit persönlichen Ansichten sowie Entwicklungen und Paradigmenwechsel im Fach Geschichte, wie anderswo auch. Es ist ein gravierendes Strukturproblem der Arbeiten Flaigs, dass er Afrikaner/innen nicht als Individuen wahrnimmt, sondern als kollektive Gruppen mit bestimmten Eigenschaften konstruiert, wobei der Begriff “Versklaver-Ethnie” es zweifellos verdient, zum Unwort des Jahres 2009 gewählt werden.

Abschließend stellt sich die Frage, warum ein bisher renommierter akademischer Verlag wie Beck dieses elementaren Anforderungen an wissenschaftliche Texte nicht genügende Buch in sein Programm aufgenommen hat. Weil Islamophobie sich aus gegenwärtigen politischen Konjunkturen so gut verkauft? Das wäre dann die Selbstaufgabe eines Wissenschaftsverlags.

Anmerkungen:
[1] Meissner, Jochen; Mücke, Ulrich; Weber, Karl, Schwarzes Amerika. Eine Geschichte der Sklaverei, München 2008.
[2] Zeuske, Michael, Schwarze Karibik. Sklaven, Sklavereikultur und Emanzipation, Zürich 2004; ders., Sklaven und Sklaverei in den Welten des Atlantiks 1400-1900, Berlin 2006.
[3] Beispiele hierfür sind Brasilien und Kuba, vgl. dazu: Conrad, Robert E., Children of God´s Fire. A Documentary History of Black Slavery in Brazil, Pennsylvania 1984; García Rodríguez, Gloria, La esclavitud desde la esclavitud, La Habana 2003.
[4] Williams, Eric, British Historians and the West Indies, London 1966, S. 233.
[5] Füllberg-Stolberg, Claus, Britisch- und Dänisch-Westindien nach der Sklaverei, in: Schmieder, Ulrike (Hrsg.), Postemanzipation und Gender: Comparativ, Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung 17 (2007) 1, S. 38-78.
[6] Mezan Algranti, Leila, A escravidão no cotidiano das instituições de reclusão femenina no Sudeste do Brasil colonial, in: Nizza da Silva, Maria Beatriz (Hrsg.), Colonização e Escravidão, Rio de Janeiro 2000, S. 73-89; Koster, Heinrich, Reisen in Brasilien, Weimar 1817, S. 591-594; Katarina Bosl, Die Sklavenbefreiung in Brasilien, eine soziale Frage für die Kirche? Die Katholische Kirche und das Ende der Sklaverei in der Kaffeeprovinz São Paulo, 1871-1888, Stuttgart 1999, S. 128-134 sowie 179-215; Saez, José Luis, La Iglesia y el negro esclavo en Santo Domingo. Una historia de tres siglos, Santo Domingo 1994, S. 32-38.
[7] Clarence-Smith, William Gervase, Islam and the Abolition of Slavery, London 2006.
[8] Genau nach “The Trans-Atlantic Slave Trade Database”: 10.702.656 Sklav/innen.
http://www.slavevoyages.org/tast/assessment/estimates.faces;jsessionid=E27575540A9CBA01DC1875EE6145E069, Zugriff: 18.01.2009. Flaigs Behauptung, der Sklavenhandel in die islamische Welt sei um ein vielfaches umfangreicher gewesen als der transatlantische, wird durch veraltete Daten (1981!, S. 149) gestützt, die noch dazu zwei extrem unterschiedliche Zeiträume belegen. Neuere Zahlen: Nunn, Nathan, The Long-Term Effects of Africa´s Slave Trades, in: The Quarterly Journal of Economics, Februar 2008, S. 139-176.
[9] Bergad, Laird W., The Comparative Histories of Slavery in Brazil, Cuba, and the United States, Cambridge 2007, S. 96-131; Morgan, Kenneth, The Struggle for Survival. Slave Infant Mortality in the British Caribbean and the Late Eighteenth and Nineteenth Centuries, in: Campbell, Gwyn; Miers, Suzanne; Miller, Joseph C. (Hrsg.), Children in Slavery through the Ages, Athens 2009, S. 187-203; Moitt, Bernard, Women and Slavery in the French Antilles 1635-1848, Bloomington 2001, S. 89-99.
[10] Sánchez-Albornoz, Nicolás, La población de América latina. Desde los tiempos precolombinos al año 2025, Madrid 1994, S. 54-61; Sánchez-Albornoz, Nicolás, El debate inagotable, in: Revista de Indias, 63 (2003) 227, S. 9-18.
[11] Jiménez G., Morella A., La esclavitud indígena en Venezuela (siglo XVI), Caracas 1986; Deive, Carlos Esteban, La Española y la Esclavitud del Indio, Santo Domingo 1995; Sherman, William L., El trabajo forzoso en América Central, siglo XVI, Guatemala 1987.
[12] Ribeiro da Silva, Francisco, A Legislação seiscentista e os índios do Brasil, in: Nizza, Colonização e Escravidão, S. 15-27; Nazarri, Muriel, Da Escravidão à Liberdade. A Transição de índio administrado para vassalo independente em São Paulo colonial, in: ebd., S. 28-44; Domingues, Ângela, Os conceitos de Guerra Justa e resgate e os ameríndios do Norte do Brasil, in: ebd., S. 45-56.
[13] Cole, Jeffrey A., The Potosí Mita, 1573-1700, Compulsory Indian Labor in the Andes, Stanford 1985.
[14] (Begriffe von Harding) Harding, Leonhard, Geschichte Afrikas im 19. und 20. Jahrhundert, Manchen 2006, S. 34-65; Marfaing, Laurence, L'évolution du commerce au Sénégal, 1820-1930, Paris 1991; Marseille, Jacques, Empire colonial et capitalisme français. Histoire d'un divorce, Paris 1986, besonders S. 37-119; Kaniki, M.H.Y., The colonial economy. The former British zones, in: Boahen A. Abu (Hrsg.), General History of Africa, Part VII, Africa under Colonial Domination 1880-1935, Paris 1985, S. 382-419. Ich danke Brigitte Reinwald für die Literaturhinweise zu dieser und der folgenden Fußnote.
[15] Füllberg-Stolberg, Katja, Afro-Amerikaner in Afrika. Schwarze Missionare und die "Kongo-Greuel" (1890-1910), in: Periplus 4 (1994), S. 68-80, besonders S. 75-78; Gondola, Charles Didier, The History of the Congo, London 2002, S. 59-76.
[16] Centro de Estudos Africanos da Universidade do Porto (Hrsg.), Trabalho forçado africano. Experiências coloniais comparadas, Parte III ”Trabalho forçado na África Colonial”, S. 229-468, Porto 2006.
[17] Lovejoy, Paul; Hogendorn, Jan S., Slow death for slavery. The course of abolition in Northern Nigeria, 1897-1936, Cambridge 1993; Getz, Trevor R., Slavery and Reform in West Africa. Toward Emancipation in Nineteenth-Century Senegal and the Gold Coast, Athens, Oxford 2004.
[18] Zimmerer, Jürgen, Deutsche Herrschaft über Afrikaner. Staatlicher Machtanspruch und Wirklichkeit im kolonialen Namibia, Hamburg 2002, S. 31-55.
[19] Deutsch, Jan-Georg, Emancipation without abolition in German East Africa, ca. 1884-1914, Oxford 2006, S. 102-130. Es wurde lediglich die Beteiligung deutscher Staatsbürger am Sklavenhandel verboten (1895), bestimmte Regeln für den Umgang der Besitzer mit den Sklaven festgesetzt (1901) und erklärt, dass die Kinder von Sklaven frei waren (1904). Der Reichstag wollte, dass die Sklaverei in “Deutsch-Ostafrika” zum 1.1. 1920 (sic!) abgeschafft würde. Ob dies ohne den Ausbruch des I. Weltkriegs passiert wäre, bleibt Spekulation.
[20] Behal, Rana, Power Structure, Discipline and Labour in Assam Tea Plantations under Colonial Rule, in: IRSH 51 (2006), Supplement, S. 143-172; Baak, Paul Erik, Plantation, Production and Political Power. Plantation Development in South-West India in a Long-Term Historical Perspective, 1743-1963, Delhi 1997.
[21] Northrup, David, Indentured Indians in the French Antilles. Les immigrants indiens engagés aux Antilles Françaises, in: Outre-Mer. Revue d´histoire, 87 (2000) 326-327, S. 245-271; Renard, Rosamunde, Immigration in the French West Indies, 1848-1870, in: Beckles, Hilary; Shepherd, Verene (Hrsg.), Caribbean Freedom. Economy and Society from Emancipation to the Present, A Student Reader, London 1993, S. 161-168; Yun, Lisa, The Coolie Speaks. Chinese Indentured Laborers and African Slaves of Cuba, Philadelphia 2008; Hu-DeHart, Evelyn, La Trata Amarilla. The “Yellow Trade” and the Middle Passage, 1847-1874, in: Christopher, Emma; Pybus, Cassandra; Rediker, Marcus (Hrsg.), Many Middle Passages. Forced Migration and the Making of the Modern World, Berkeley 2007, S. 166-183. Schuler, Monica, Alás, alás Congo. A Social History of Indentured African Immigration to Jamaica, 1841-1865, Baltimore 1980; Look Lai, Walton, Indentured labor, Caribbean sugar. Chinese and Indian migrants to the British West Indies, 1838-1918, Baltimore 1993.
[22] Thioub, Ibrahima, Regard critique sur les lectures africaines de l'esclavage et de la traite atlantique, in: Mandé, Issiaka∞ Stefanson, Blandine (Hrsg.), Les Historiens africains et la Mondialisation, Paris 2005, S. 271-292; Mbembe, Achille, The Subject of the World, in: Oostindie, Gert (Hrsg.), Facing up. Perspectives on the the commemoration of Slavery from Africa, the Americas and Europe, Kingston 2001, S. 21-34.

Zitation
Ulrike Schmieder: Rezension zu: Flaig, Egon: Weltgeschichte der Sklaverei. München 2009 , in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 25.06.2010, <www.connections.clio-online.net/publicationreview/id/rezbuecher-13181>.
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25.06.2010
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Diese Rezension entstand im Rahmen des Fachforums 'Connections'. http://www.connections.clio-online.net/
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