Sammelrezension: Literaturbericht: Opposition, Widerstand und Bürgerbewegung in der DDR

Kurth, Eberhard; in Verbindung mit Hannsjörg F. Buck und Gunter Holzweißig im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (Hrsg.): Opposition in der DDR von den 70er Jahren bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft. Opladen : Leske + Budrich Verlag 1999 ISBN 3-8100-1965-8, DM 98,00.

Gehrke, Bernd; Rüddenklau, Wolfgang (Hrsg.): ...das war doch nicht unsere Alternative. DDR - Oppositionelle zehn Jahre nach der Wende. Münster : Westfälisches Dampfboot 1999 ISBN 3-89691-466-9, 447 S. DM 58,00.

Jesse, Eckhard (Hrsg.): Eine Revolution und ihre Folgen. 14 Bürgerrechtler ziehen Bilanz. Jens Reich, Konrad Weiß, Marianne Birthler, Vera Lengsfeld, Günter Nooke, Wolfgang Templin, Markus Meckel, Erhart Neubert, Freya Klier, Rainer Eppelmann, Edelbert Richter, Ulrike Poppe, Friedrich Schorlemmer, Joachim Gauck. Berlin : Christoph Links Verlag 2000 ISBN 3-86153-223-9, 328 S. DM 38,00.

Pollack, Detlef: Politischer Protest. Politisch alternative Gruppen in der DDR. Opladen : Leske + Budrich Verlag 2000 ISBN 3-8100-2478-3, 282 S. DM 39,80.

von zur Mühlen, Patrick: Aufbruch und Umbruch in der DDR. Bürgerbewegungen, kritische Öffentlichkeit und Niedergang der SED-Herrschaft. Bonn : Verlag J.H.W. Dietz Nachf. 2000 ISBN 3-8012-4111-4, 303 S. DM 44,00.

Timmer, Karsten: Vom Aufbruch zum Umbruch. Die Bürgerbewegung in der DDR 1989. Göttingen : Vandenhoeck & Ruprecht 2000 ISBN 3-525-35925-X, 416 S. DM 66,50.

Veen, Hans-Joachim; Peter Eisenfeld, Hans Michael Kloth, Hubertus Knabe, Peter Maser, Erhart Neubert und Manfred Wilke (Hrsg.): Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur. Berlin : Propyläen Verlag 2000 ISBN 3-549-07125-6, 455 S. DM 98,00.

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland; Zeitgeschichtliches Forum Leipzig (Hrsg.): Einsichten. Diktatur und Widerstand in der DDR. Leipzig : Reclam Verlag Leipzig 2001 ISBN 3-379-00773-0, 231 S. DM 59,80.

Rezensiert für H-Soz-Kult von
PD Dr. Gerd Dietrich, Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Geschichtswissenschaften

Acht Bücher zu einem Thema, wie sie unterschiedlicher und vielstimmiger nicht sein könnten: eine "Erfolgsgeschichte" und eine Geschichte des "Versagens" von Oppositionellen, eine kritische Bilanz der revolutionären Akteure, eine nüchterne soziologische und theoriegeleitete Analyse der Bedingungen politischen Protestes, zwei präzise historische und empirische Darstellungen der bewegten Bürger, ein Lexikon und ein Ausstellungsbilderbuch. Die Themen Opposition, Widerstand, Protest und Bürgerbewegung in der DDR sind inzwischen durch eine Vielzahl von Publikationen belegt. Die Problematik gehört inzwischen zu den am besten erforschten Feldern der Geschichte der DDR. Eine relativ kleine Gruppe von Leuten hat eine erstaunlich große Publizität. Zehn Jahre nach der demokratischen Revolution scheint der Begriff "DDR-Opposition" eine feste Größe geworden zu sein, während vor 1989 nur selten von Opposition die Rede war und die politischen Akteure des Herbstes 1989 diese Bezeichnung bewußt vermieden. Die Diskussion um methodische und theoretische Grund- wie Definitionsfragen, um soziale Trägerschichten und regionale Prägungen ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Wahl der Begriffe: Widerstand, Opposition, Resistenz, Protest, Widerspruch oder Aufbegehren hängt letztlich von der Definition des Herrschaftstyps des SED-Regimes ab. Und über die Chancen und Verluste des Herbst' 1989 wird immer noch zu streiten sein. Ein genauerer Blick in die vielen Veröffentlichungen zeigt sehr kontroverse Interpretationen und viele offenen Fragen.

Der von Eberhard Kuhrt, Hannsjörg F. Buck und Gunter Holzweißig herausgegebene Sammelband kommt als solides Handbuch daher, das sich Erhard Neuberts gewichtigem Kompendium zur Geschichte der DDR-Opposition gleichwertig zur Seite stellt. Mit wenigen Ausnahmen, das sind Karl-Wilhelm Fricke, Martin Jander und Hubertus Knabe, analysieren und schreiben hier über zwanzig prominente ostdeutsche Akteure ihre eigene Geschichte. Wesentliche Bereiche des Themas sind abgedeckt und alle darstellenden Beiträge, einige davon Zweitveröffentlichungen, sind mit einem höchst informativen und repräsentativen Dokumentenanhang versehen. So hat der dankbare und kritische Leser die historischen Dokumente wie die zeitgenössische Historisierung beieinander, darüber hinaus interessante Bildbeilagen und im Anhang die bewährten biographischen Notizen von Günther Buch. Der Schwerpunkt des Bandes liegt eindeutig auf der zweiten Hälfte der 80er Jahre. Er ist in sieben, dem Umfang nach sehr unterschiedliche Kapitel gegliedert: Am Anfang stehen Rückblicke: eine Ansprache Rainer Eppelmanns zum 10. Jahrestag der Maueröffnung und Auszüge aus Markus Meckels "Opposition in der DDR" von 1994. Kap. II widmet sich Grundfragen und Definitionen: Neubert und Ilko-Sascha Kowalczuk diskutieren die begrifflichen und methodischen Probleme, die Kategorisierung und Typologie politischer Gegnerschaft. In Kap. III geben Bernd und Peter Eisenfeld einen Überblick über widerständiges Verhalten in den Jahren 1976 bis 1982. Hauptkap. IV umfaßt die Jahre 1983 bis 1988, die Entwicklung von den Friedensgruppen zur Opposition: Nach einer Einleitung von Knabe über den langen Weg zur Opposition stellen Wolfgang Templin und Reinhard Weißhuhn die Initiative Frieden und Menschenrechte dar. Es folgen regionale Beiträge zur Entwicklung der Opposition in Leipzig von Fred Kowasch, in Sachsen von Michael Richter, Christoph Wonneberger, Matthias Rößler und Arnold Vaatz ( Zeitzeugenberichte ) und im Norden von Heiko Lietz. Darüber hinaus analysiert Knabe die Gegenöffentlichkeit des "Samisdat" und Stephan Bickhardt und Gerd Poppe beschreiben die Vernetzungsversuche und die internationalen Verbindungen der oppositionellen Gruppen. In einem gesonderten Kap. V gibt B. Eisenfeld eine Übersicht über die Entwicklung der Flucht und die Ausreisebewegung aus der DDR. Hauptkap. VI ist dem Jahr 1989 gewidmet, dem Prozeß von der Opposition zur Revolution. Nach einer Einführung durch Neubert und einem Beitrag Frickes zur Kommunalwahl 1989 stellen Sebastian Pflugbeil das "Neue Forum", Neubert den "Demokratischen Aufbruch", Ludwig Mehlhorn "Demokratie jetzt", Martin Gutzeit und Stephan Hilsberg die SDP/SPD und Rainer Eckert kleinere Gruppen: die "Grüne Partei/Grüne Liga", den "Unabhängigen Frauenverband", die "Vereinigte Linke", die Initiative für Unabhängige Gewerkschaften und SED-Reformer vor. Deutlich unterbelichtet bleibt dagegen die Entwicklung der Massenbewegung. Uwe Schwabe liefert hierfür eine erste statistische Übersicht zu Demonstrationen und Kundgebungen zwischen August 1989 und April 1990. Christian Dietrich und Jander umreißen die Ausweitung zum Massenprotest in Sachsen und Thüringen. Am Ende steht die Zusammenfassung eines Rundtischgesprächs von Autoren des Bandes, eine Art Bilanz. Zwei Themenkomplexe werden, zum Teil auch kontrovers erörtert: die Frage nach der Begrifflichkeit und Definition von Opposition und die Frage nach den Stärken und Schwächen der DDR-Opposition. Dem totalitären Machtanspruch des SED-Regimes widerstanden und gegen das erodierende totalitäre System die Demokratisierung der DDR durchgesetzt zu haben, wird als der entscheidende Erfolg der Opposition verbucht.

In dem von Bernd Gehrke und Wolfgang Rüddenklau herausgegebenen Sammelband über DDR-Oppositionelle findet sich keiner der Autoren des obigen Bandes wieder. Auch hier sprechen, mit nur einer Ausnahme, Akteure des Herbstes 1989 - aber eben andere. Das seinerzeit keinesfalls homogene Oppositionslager ist heute neu gespalten in Etablierte und Außenseiter und auch das historische Gedächtnis an die Bürgerbewegung in der DDR scheint sich zu teilen. Ja mehr noch, nach zehn Jahren zeichnet sich ein verstärkter Deutungskampf ab: Hat sich die Opposition mit der Erlangung der Demokratie in der DDR zwangsläufig überflüssig gemacht oder liegt ihre Geschichte quer zu den Machtverhältnissen in beiden deutschen Staaten ? Implizit letzterem ist dieser zweite Band verpflichtet. Er soll einen doppelten Zweck erfüllen, einmal "ein Mosaik jener DDR-Opposition und Bürgerbewegung vorstellen, die dem gereinigten Bild des 'DDR-Bürgerrechtlers' zum Opfer gefallen ist" und zum anderen die heutige "Fortexistenz dieses Spektrums" belegen. (S.13) Ein solches Buch entstand freilich nicht im Auftrag des Innenministeriums, konnte aber mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung und des neuen Forum, Berlin gedruckt werden. Es ist wahrlich nicht so solide wie das obige, keine Dokumenten- u.a. Anhänge, weniger abgeklärt, aber gerade deshalb aufregend, keine Rückschau auf die DDR-Opposition als abgeschlossenes Sammelgebiet, sondern Oppositionsgeschichte als offenes Projekt. Hier wird in drei Kapiteln aufgezeigt, was oben gar keine, oder nur eine Statisten-Rolle spielte: Kap. I ist der Opposition und Bürger(innen)bewegung im "real existierenden Pseudosozialismus" gewidmet. Unter dem Stichwort Opposition in den 80ern stellen Klaus Wolfram die Opposition vor 1989, Lothar Feix die Kultur-Szene am Prenzlauer Berg und Christian Halbrock die unabhängige Umweltbewegung dar. Facetten einer "verleugneten Opposition" beschreiben Dirk Moldt mit der Offenen Arbeit und der Kirche von unten, Herbert Mißlitz über den Anti-IWF-Kongreß im Osten 1988, Beate Broßmann mit der Überprüfung der Kommunalwahlen 1989 in Leipzig und Erhard Weinholz: "Erinnerung an meine Schwierigkeiten, mit der Denkweise des autoritären Sozialismus zu brechen". Vom Aufbruch der unabhängigen Frauenbewegung, von den Frauengruppen und der Lesbenbewegung berichten Samirah Kenawi und Marinka Körzendörfer. Dieter Wolf denkt über die Rückseiten des offiziellen Antifaschismus nach. Und "unbekannte" Seiten der Demokratiebewegung 1989 ff. fassen Renate Hürtgen mit den Demokratieversuchen von Betriebsbelegschaften zwischen Oktober 1989 und Januar 1990 und Thomas Klein mit dem Runden Tisch zwischen Volkskammer und Modrow-Regierung ins Auge. Dem Umgang mit dem Verrat widmet sich ein abschließender Beitrag Rüddenklaus. Kap. II geht über das Thema politische Opposition hinaus und bietet uns ökonomische Analysen, die zu einem Disput anregen, wie er der Linken angemessen wäre. Johanna Link analysiert die politische Ökonomie des real existierenden Sozialismus, Sebastian Gerhardt kritisiert die Hebelwirtschaft der DDR als eine moralische Ökonomie und Stefanie Hürtgens ventiliert die Frage, ob sich mit der Fordismus-Analyse die DDR-Gesellschaft erklären läßt. Das III. Kap. trägt die Überschrift: "Gestern und heute: Die Mühen der Sümpfe". "Gegen den Strom" schwimmen Sabine Schaaf mit einer Kurzdokumentation zum Neuen Forum: "Geblieben, was wir waren", Gerold Hildebrand mit einem Beitrag über Wehrdienstverweigerer und Oliver Kloss mit der Frage "Macht Arbeit frei? Ein Versuch über den Wert der Erwerbsarbeit". Am Ende wird konstatiert: "Die Krise bleibt - oder: total global". Jörn Boewe dokumentiert den Aufstand der Zapatisten in Mexiko: "Across the Borderline" und Hans Jochen Vogel erinnert Kontinuitäten der unabhängigen politischen Intervention in der DDR und danach. Abschließend greift Gehrke den Titel des Bandes wieder auf und wendet sich gegen die herrschenden Leitbilder, nach denen es 1990 gleichsam naturgeschichtlich zur Übernahme des westdeutschen Gesellschaftssystems und zur Sturzgeburt der staatlichen Vereinigung führen mußte. Das "historische Versagen" der Bürgerbewegungen führt er auf die defensive Politik der nichtstalinistischen Linken in Ost und West sowie auf ihre Unwilligkeit und Unfähigkeit zurück, gestützt auf die demokratische Volksbewegung die Macht in der DDR zu übernehmen. Beiträge oder Analysen zur Massenbewegung allerdings enthält der Band bezeichnenderweise nicht.

Schon nach der Durchsicht der beiden ersten Sammelbände ergibt sich: Formen und Definitionen, Stärken und Schwächen der Opposition in der DDR und deren Rolle im Umbruchsprozeß werden sehr unterschiedlich charakterisiert. Die tieferen Ursachen hierfür liegen in ebenso umstrittenen Problemen begründet: zum einen wie man das politische System und die Gesellschaft in der DDR definiert, ob man von einem totalitären Macht- und Gesellschaftssystem oder ob man von einer autoritären bzw. spätstalinistischen Parteidiktatur und einer real- oder nominalsozialistischen Gesellschaft ausgeht, zum anderen wie man sich zur demokratischen Verfaßtheit der Bundesrepublik und zum realexistierenden Kapitalismus von heute verhält.

Die beiden ersten Bände bewegten sich vorwiegend im politikhistorischen Kontext. Darüber hinaus geht auch die dritte Publikation nicht, eine mehr oder weniger kritische Bilanz von vierzehn Akteuren der Opposition. Sie ist die lesenswerte Dokumentation einer Ringvorlesung an der TU Chemnitz. Jens Reich, Konrad Weiß, Marianne Birthler, Vera Lengsfeld, Günter Nooke, Wolfgang Templin, Markus Meckel, Erhart Neubert, Freya Klier, Rainer Eppelmann, Edelbert Richter, Ulrike Poppe, Friedrich Schorlemmer und Joachim Gauck äußern sich zu einem Komplex von vier Fragenbündeln: zur eigenen Person, zur Position in der friedlichen Revolution und deutschen Vereinigung 1989/1990, zur aktuellen Haltung 1999/2000 und zur allgemeinen politischen Einordnung. Den Reiz des Unternehmens machen die unterschiedlichen Akzentsetzungen der Vortragenden aus, zugleich ist durch die angenommene Methodik Vergleichbarkeit gewährleistet. Zu Wort kommen vier Frauen und zehn Männer. Sieben davon waren Ende 1989 zwischen 30 und 41 Jahre alt, sieben zwischen 45 und 50. Sechs waren zu diesem Zeitpunkt Theologen, jeweils zwei Naturwissenschaftler, Philosophen und Künstler bzw. gingen neben der Hausfrauenarbeit erzieherischen Berufen nach. Heute ist nur noch ein einziger in seinem Beruf tätig. Das Spektrum reicht von Oppositionellen, die bereits seit Anfang der 80er Jahre aktiv waren, bis zu solchen, die erst im Auflösungsprozeß der DDR hervortraten. Ihre politischen Vorstellungen zeigen Konstanten, aber auch Wandlungen auf. Sieben weisen von der ersten freien Volkskammerwahl bis zur letzten Bundestagswahl die gleichen politischen Präferenzen auf: drei für die SPD, vier für Bündnis 90. Bei den anderen sieben gab es deutliche Änderungen, wovon einer sich der SPD, jedoch sechs sich der CDU zuwandten. Die vierzehn Vorträge sind keineswegs konform, sondern durchaus kontrovers, Ostalgie ist ihnen fremd und mit der üblichen Links-Rechts-Axiomatik kann man ihnen kaum beikommen. Die Mehrzahl der Bürgerrechtler belegt beeindruckend, daß sie unbequem waren und weiter kritisch in der Gesellschaft wirken. Zu Recht werden dabei auch die Begriffe des Bürgerrechtlers und der Opposition problematisiert. Den gedruckten und überarbeiteten Vorlesungen ist jeweils ein Pressebericht beigesellt, der zumindest andeutungsweise die Reaktion der Hörer und der Öffentlichkeit dokumentiert. Der Band ist vom Herausgeber eingeleitet sowie mit einem wissenschaftlichen Schlußartikel versehen, der einen Überblick über den Forschungsstand zu den oppositionellen Bewegungen der 80er Jahre gibt und biographische Skizzen der Vortragenden enthält. Seine Absicht allerdings, ein möglichst repräsentatives Bild einer heterogenen Bewegung zu vermitteln, halte ich nur für die Endphase der DDR für gelungen. Was die heutigen Positionen betrifft, so sind konservative Optionen deutlich überrepräsentiert.

Den politikhistorischen Weg verläßt Detlef Pollack, indem er eine dezidiert sozialwissenschaftliche Analyse anstrebt. Seine leitende Fragestellung ist die nach den Entstehungs- und Reproduktionsbedingungen der politisch alternativen Gruppen. Damit nimmt er zugleich einen Schwerpunktwechsel gegenüber früheren soziologischen Studien vor, die sich vor allem mit dem Zeitraum 1989/90 beschäftigten. Ein besonderes Anliegen seiner Arbeit ist darüber hinaus, das theoretische Niveau der Analyse der oppositionellen Gruppen zu heben. Demgemäß und in guter wissenschaftlicher Tradition setzt er mit einem Kap. über theoretische Aspekte ein. Es enthält zum einen eine Analyse der politischen Verfaßtheit der DDR-Gesellschaft unter dem von ihm schon 1990 kreierten Begriff der Organisationsgesellschaft. Daß er allerdings 1998 diesen Begriff gewissermaßen zurückgenommen hatte, kommt in diesem Band nicht zum Ausdruck. Zum anderen greift er auf das breite Arsenal der westeuropäischen und amerikanischen Bewegungsforschung zurück, um ihre Instrumentarien für die Analyse der ostdeutschen Gruppen zu nutzen: NSB-Theorie, Ressourcen-Mobilisierungs-Ansatz, framing-Konzepte, den Ansatz der political opportunity structure und Theorien der relativen Deprivation. Auf dieser Basis bringt er auch Überlegungen zu den Begriffen Gruppe, oppositionell, politisch alternativ und widerständig ein. Im 2. Kap. wird ein historischer Abriß der Entwicklung der politisch alternativen Gruppen von ihrer Entstehung bis in den Sommer 1989 hinein gegeben. Er stützt sich auf die Analyse der Samisdat-Literatur, programmatischer Erklärungen sowie der Berichte von Zeitzeugen, nimmt also die Binnenperspektive der Akteure auf und überschreitet sie zugleich durch die theoriegeleitete Interpretation und die Einbeziehung äußerer gesellschaftlicher Ereignisse. Das 3. Kap. behandelt die Analyse der politisch alternativen Gruppen unter systematischen Gesichtspunkten, die Frage nach den Motiven, Zielen und Handlungsmitteln wie nach den Welt- und Selbstdeutungsmustern der Akteure, das Problem gruppeninterner Strukturen und Prozesse und die Thematik der Außenkontakte der Gruppen, ihr Verhältnis zu den Ausreisewilligen, zur Kirche, zum Staat und zur SED sowie zur Bevölkerung. Im 4. Kap. beschäftigt sich Pollack mit der Rolle der alternativen Gruppen im Prozeß des gesellschaftlichen Umbruchs im Herbst 1989. Er unterstreicht, daß es notwendig ist, strikt zwischen oppositionellen Bewegungen und Volksbewegung zu unterscheiden. Im wissenschaftlichen Streit darüber, ob der Umbruch von der Oppositionbewegung und den Massenprotesten ausgegangen sei oder von der Ausreisebewegung, vertritt Pollack eine vermittelnde Position. Unter der Aufnahme eines Modells von Pierre Bourdieu vertritt er die These, daß der Umbruch "aufgrund des Zusammenwirkens unterschiedlicher, relativ unabhängig voneinander wirkender Kausalreihen zustande kam, von denen die Bürgerrechtsbewegung zwar nur eine und durchaus nicht die bedeutendste, wohl aber auch nicht eine zu vernachlässigende war." (S.209) In der abschließenden, methodisch und theoretisch komplexen Zusammenfassung wird erstens der Frage nachgegangen, was die Ansätze der westlichen Bewegungsforschung zur Untersuchung der Bedingungen politischen Protestes in der DDR leisten können. Zweitens wird das Phänomen der politisch alternativen Gruppen in den sozio-politischen Kontext der DDR-Gesellschaft gestellt und auf die Konstruktionslinien der Organisationsgesellschaft bezogen. Pollacks Analyse weitet unseren Blick, denn sie ist keine Sicht vom Ende der DDR her, sie liefert keine normative und vor allem keine moralisierende Betrachtungsweise. Sie gehört zu jenen bisher raren systematischen Arbeiten, die die Eigen- und Binnendarstellung verlassen und mittels historischer und theoretischer Perspektiven Platz, Rolle und Funktion politischen Protestes in der DDR und für das Ende der DDR zu bestimmen versuchen.

Auch bei Patrick von zur Mühlen und Karsten Timmer geht es nicht um die Deutungsmacht ehemaliger Akteure, sondern um die empirisch gesättigte Analyse historischer Forschung. Erfrischend, reich an Details und mit wachem Auge für die geschichtlichen Umstände wenden sie sich der Bewegung der Bürger in der DDR zu, die den politischen Umbruch herbeiführten. Sie unterscheiden sich freilich im zeitlichen Rahmen wie im inhaltlichen und theoretischen Fokus: Zur Mühlen gibt einen Überblick über das Wirken der basisdemokratischen Gruppen in den gesamten 80er Jahren, Timmer konzentriert sich nur auf die Bürgerbewegung zwischen September und Dezember 1989. Für zur Mühlen sind die oppositionellen oder Basisgruppen Bürgerbewegungen, daher verwendet er den Begriff im Plural. Für Timmer entsteht der Begriff Bürgerbewegung erst durch das Zusammenwirken der Friedensgebete, Demonstranten und oppositionellen Gruppen, also der organisierten und mobilisierten Aspekte im Herbst 1989. Gegenstand der Analyse zur Mühlens ist die Entstehung einer kritischen Öffentlichkeit in der DDR der 80er Jahre mit ihren charakteristischen Netzwerken und Kommunikationsformen. Das Erkenntnisinteresse Timmers richtet sich auf die Dynamik, d.h. Entstehung, Verlauf, Eigenart und Ende, der Protestwelle im Herbst 1989. Der theoretische Ansatz zur Mühlens orientiert sich an Habermas' Konzept vom Strukturwandel der Öffentlichkeit. Timmer geht von der soziologischen und sozialhistorischen Bewegungsforschung sowie von zivilgesellschaftlichen Konzepten aus. Bei allen Unterschieden geben beide beweiskräftige Erklärungsangebote der Entstehung und Entwicklung des politischen Protests und Umbruchs in der DDR. Sie untersuchen die DDR - Bürgerbewegung(en) als eigenständigen Akteur, ohne deren Einbindung in die politischen Rahmenbedingungen und die historischen Geschehnisse zu vernachlässigen.

Die Studie zur Mühlens will keine Geschichte der Opposition liefern, sondern die Voraussetzungen darstellen, unter denen die Basisgruppen agierten und agieren konnten. Ihr Fragenspektrum ist darum zugleich ein engeres und ein weiteres. Sie vernachlässigt einerseits die konkrete Geschichte der Gruppen und ihrer Ideen. Sie umfaßt aber andererseits Gruppierungen, Bewegungen, Szenen und Milieus, deren Zuordnung zur Opposition zwar problematisch ist, deren Wirkungsweise aber zur Erosion politischer Strukturen der SED-Diktatur beitrug. "Die Entstehung einer Öffentlichkeit, die sich weder von ihrem Gedankengut noch von ihren eigenen Kommunikationsstrukturen her an die Vorgaben von Staat und Partei hält, muß daher breiter gefaßt sein als eine Geschichte der Opposition, da auch völlig unpolitische Gruppen wie Künstlerkreise, Bohème- und Aussteigerszenen, soziale Randgruppen, jugendliche Protestmilieus oder Ausreisewillige eigenständige Kommunikationen schaffen, Themen und Inhalte für ihre Aktivitäten selbst bestimmen und mit eigenen Ausdrucksformen artikulieren." (S.12) Die Entstehung einer nicht-gleichgeschalteten, einer nicht-konformen letztlich kritischen Öffentlichkeit verfolgt zur Mühlen dann chronologisch seit dem öffentlichen Widerspruch gegen die Militarisierung der DDR-Gesellschaft und einem zunehmenden Umweltbewußtsein am Anfang der 80er, über die Zivilisationskritik und die Menschenrechtsgruppen in der Mitte bis zur öffentlichen Protestkultur am Ende der 80er Jahre. Er entwickelt einen Weg vom individuellen Dissens zum kollektiven Widerspruch und von der Partikularkritik zur Generalkritik. Er berücksichtigt dabei sowohl die Organisation und Institutionalisierung des öffentlichen Widerspruch durch die Basis- und Oppositionsgruppen als auch die Rolle der Außenseiter und Verweigerer am Beispiel der Frauengruppen, der alternativen literarischen und künstlerischen Szenen, der jugendlichen Randgruppen und der Ausreisewilligen. Zwischen der Erosion des SED-Regimes und der Entstehung einer öffentlichen Protestkultur entsteht ein Zusammenhang. Allerdings wird von ihm die Funktion der westlichen Medien beim Übergang von der Protestkultur der Gruppen zur Mobilisierung breiter Bevölkerungsteile wie beim Aufkommen der nationalen Frage unterschätzt.

Die in Bielefeld 1999 als Dissertation verteidigte Arbeit Timmers kann auf Grund ihres engen zeitlichen Rahmens in vielem ungleich genauer sein. Ihre plausible und nachdenkenswerte Eingrenzung des Begriffs der Bürgerbewegung auf jenen kollektiven Zusammenhang, der im Herbst 1989 den Massenprotest in der DDR trug, erweitert zugleich das Blickfeld. Sie versteht diese Bürgerbewegung als ein eigenständiges Phänomen: "Als ein historisches Phänomen, das als kollektiver Akteur den Prozeß des Zusammenbruchs der DDR vorantrieb; als ein soziales Phänomen, das viele hunderttausend Menschen in einen einzigartigen Handlungszusammenhang einbezog; und schließlich als ein kulturelles Phänomen, das neue Wirklichkeitsdeutungen und Lebensentwürfe propagierte und umsetzte. Diese Dimensionen fallen zusammen in der Charakterisierung des Protests als eine soziale Bewegung" (S.17). Timmer untersucht die Bürgerbewegung als eigenständigen Akteur dabei sowohl aus der Binnen- als auch der Außenperspektive, er hat nicht nur ihre Zentren, sondern die gesamte DDR im Auge und er scheut auch nicht den Vergleich mit den osteuropäischen Bewegungen. Nach zwei einleitenden Abschnitten, die die kognitive Konstituierung der Bürgerbewegung und die Ursachen und Faktoren der Mobilisierung umreißen, stellt er chronologisch den Prozeß von der sozialen Formierung der Bürgerbewegung im September, über die Entfaltung der Bewegung und den Kampf um die Öffentlichkeit im Oktober, das Dilemma der Bürgerbewegung zwischen Staat und Gesellschaft nach dem Fall der Mauer im November, bis zum Ende der Bewegung mit ihrem Weg an den Runden Tisch Anfang Dezember 1989 dar. Faszinierend zu lesen sind seine Analysen der Interaktionen zwischen Bevölkerung und Opposition, zwischen Ausreise- bzw. Fluchtwelle und Protestbewegung, zwischen Trägergruppen und Demonstranten, zwischen Krisenstimmung und politischer Aktion, zwischen Dialog und Demonstration, zwischen Demokratisierung der DDR und deutscher Frage, zwischen der westlichen Medienberichterstattung und dem Stimmungsumschwung in Richtung deutsche Einheit, sowie der Vor- und der Nachteile der zivilgesellschaftlichen Denk- und Handlungsmuster der Bürgerbewegung. Im ganzen eine einfühlsame, überzeugende und zugleich spannende Geschichte des revolutionären Herbstes von 1989.

Bei soviel Angebot an Forschungsliteratur wie auch an Selbstdarstellung und noch soviel Unklarheit und Diskussionsbedarf im Definitorischen lag der Gedanke eines Lexikons nahe. Das ausgerechnet die Konrad-Adenauer-Stiftung zuerst darauf kommen mußte überrascht einigermaßen. Aber vielleicht muß man gerade dort historisches Personal mobilisieren, um im Ringen um die ostdeutsche Vergangenheit nicht ins Hintertreffen zu geraten. Sei's drum. Hier liegt nun ein voluminöser Band vor, der sich auf die gesamte DDR-Zeit bezieht und plausibel macht, daß Opposition und Widerstand zu unterschiedlichen Zeiten Unterschiedliches bedeuteten. Das Lexikon versucht, das breite Umfeld von gesellschaftlicher Verweigerung, Dissidenz, Opposition, Resistenz, Auflehnung sowie passiven und aktiven Widerstand ebenso darzustellen wie das von politischer Distanzierung, innerer und äußerer Abwanderung und öffentlicher Abkehr. Die Begriffe Opposition und Widerstand werden zu Recht nicht verengt, um keine Richtung auszugrenzen. Nach einer Einführung von Hans-Joachim Veen, zwei historischen Abrissen von Thomas Ammer und Peter Eisenfeld und zwei Titeln von Erhard Neubert: "Typen politischer Gegnerschaft" und "Was ist aus den Oppositionellen geworden?", die allerdings nicht halten was sie versprechen, folgen 377 Stichwortartikel von 92 Autoren aus Ost und West, von Akteuren und Zeitzeugen, Publizisten und Wissenschaftlern. Die Stichwortartikel von A bis Z freilich sind ein recht buntes Gemisch: spezifisch politisch-organisatorische Artikel von Aktionskreis Halle bis Zeugen Jehovas, allgemeinere politische Themen von Widerstand gegen die Bodenreform bis Widerstand an den Universitäten, gesellschaftspolitische Artikel von Alltag und Diktatur bis Zwangsumsiedlungen, ideengeschichtliche Themen von alternativer Antifaschismus bis Umweltbewegung, Kurzbiographien von Bernd Albani bis Heinz Zöger, lokalgeschichtliche Abrisse von Berlin und Brandenburg (Land) bis Thüringen und Weimar, editorische Artikel von der Künstlerzeitschrift Anschlag bis zum Spiegel - Manifest. Es ist eben ein Lexikon. Gleichwohl wäre die Trennung von Sach- und Personenstichworten übersichtlicher gewesen. Die für ein solches zeitgeschichtliches Lexikon typischen inhaltlichen Ungleichgewichte und Unterschiede in Durchdringung und Umfang der Stichwortartikel sind nicht zu übersehen und auch dem Forschungsstand geschuldet.. Sicher hätte wenigstens bei den biographischen Artikeln auf mehr Einheitlichkeit gedrungen werden können. Dabei werden die Auswahlkriterien für die Aufnahme der Personen nicht deutlich gemacht. Es fehlen z.B. Bernd Gehrke, Matthias Platzeck und Klaus Wolfram. Während Stephan Hermlin und Christa Wolf mit gesonderten Artikeln vertreten sind, müssen sich Volker Braun und Heiner Müller mit Randerwähnungen begnügen. Alle politischen Oppositionskreise und -gruppen sind wohl im großen und ganzen erfaßt, ausführlich behandelt auch die Evangelische Kirche, dagegen sind die reformsozialistischen und kulturoppositionellen Bestrebungen eher unterrepräsentiert. Die Künste werden wie so oft literaturzentristisch betrachtet, subversive bildende Künstler, Theater- und Filmemacher kommen kaum vor. Das Lexikon gewinnt an Authentizität und subjektiver Erfahrung dadurch, daß bekannte Oppositionelle und Kritiker des SED-Regimes an ihm mitarbeiteten. Deshalb finden wir auch viele der in der ersten "Erfolgsgeschichte" (s.o.) dominierenden Namen wieder. Was aber wenig sinnvoll erscheint und von Objektivität und Systematik wegführt ist, daß dann Oppositionelle über Oppositionelle Kurzbiographien schreiben oder Siegmar Faust das Wirken von Siegmar Faust, Stefan Wolle den Forschungsansatz von Stefan Wolle erklärt. - Nun gut, ein Lexikon ist zum Nachschlagen da und in dieser Hinsicht hat es Einiges zu bieten. Kein wichtiges Thema ist ausgelassen und viele Personen kommen ins Blickfeld, an die ehrenhaft erinnert werden sollte. In der Mitte illustrieren etwa dreißig Schwarz-Weiß-Fotos Meilensteine widerständigen Verhaltens und ein etwa 70 Seiten umfassender Anhang erleichtert den Gebrauch des Lexikons ungemein. Außer einem chronologischen Überblick, einem Abkürzungsverzeichnis und einer umfangreichen und gut gegliederten Auswahlbibliographie erfreuen ein detailliertes Personen- wie Sach- und Ortsregister den Benutzer.

Zu guter letzt stellt sich mit "Einsichten" das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig vor, dessen Träger die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist. Das Ausstellungs-, Dokumentations- und Informationszentrum wurde am 9. Oktober 1999 anläßlich der zehnten Wiederkehr der ersten großen Leipziger Montagsdemonstration eröffnet und hat seitdem mit interessanten Ausstellungen und Veranstaltungen auf sich aufmerksam gemacht. "Der durchgehend farbig illustrierte Band erzählt die Geschichte der DDR und des Widerstandes ihrer Bürger gegen die Diktatur" heißt es in Reclams Verlagskatalog. O ja, dies ist ein solides und reiches "Bilderbuch" im wahren Sinne, 248 Abbildungen bringen uns Politik und Alltag, Widerstand und Verfolgung nahe, lassen uns lächelnd und erinnernd dreinschauen wie erschreckend und aufmerkend nachschauen. Das fordert geradezu zum Blättern heraus und fängt den Betrachter ein durch die Vielfalt, den Reichtum und die Abwechslung gegenständlicher, dokumentarischer, künstlerischer und fotografischer Bilder, Porträts und Einlicken in die Ausstellung. Die Texte, die die andere Hälfte des Bandes ausmachen, sind eher von der museumspädagogischen und populärwissenschaftlichen Art. Einleitend stellt Hermann Schäfer die Entstehungsgeschichte des Forums vor, Rainer Eckert beschreibt "Repression und Widerstand in der zweiten deutschen Diktatur" und Jürgen Reiche erklärt die Konzeption der Dauerausstellung. Danach erzählen Anne Martin, Daniel Kosthorst, Bernd Lindner, Henrike Girmond und Kornelia Lobmeier die Geschichte von Deutschland bei Kriegsende über die Gründung der beiden Staaten, Fluchtbewegung und Mauerbau, Anspruch und Wirklichkeit im Realsozialismus, Opposition und Repression in der DDR bis zur friedlichen Revolution und dem Weg zur Einheit. Ziemlich unkritische "Wege in die Gegenwart", zumindest aus ostdeutscher Sicht, beschließen den Band. Mitunter kommt doch ein recht einfaches Geschichtsbild zustande, das den Leser eher ans Schulbuch erinnert. Hier wäre wohl weniger (Text zugunsten von Abbildungen) mehr gewesen. Alles in allem, ein Buch gut, wirklich gut anzuschauen. Es lädt uns geradezu ins Forum ein. Zum Lesen empfehle ich die anderen.

Zitation
Gerd Dietrich: Rezension zu: Kurth, Eberhard; in Verbindung mit Hannsjörg F. Buck und Gunter Holzweißig im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (Hrsg.): Opposition in der DDR von den 70er Jahren bis zum Zusammenbruch der SED-Herrschaft. Opladen 1999 / Gehrke, Bernd; Rüddenklau, Wolfgang (Hrsg.): ...das war doch nicht unsere Alternative. DDR - Oppositionelle zehn Jahre nach der Wende. Münster 1999 / Jesse, Eckhard (Hrsg.): Eine Revolution und ihre Folgen. 14 Bürgerrechtler ziehen Bilanz. Jens Reich, Konrad Weiß, Marianne Birthler, Vera Lengsfeld, Günter Nooke, Wolfgang Templin, Markus Meckel, Erhart Neubert, Freya Klier, Rainer Eppelmann, Edelbert Richter, Ulrike Poppe, Friedrich Schorlemmer, Joachim Gauck. Berlin 2000 / Pollack, Detlef: Politischer Protest. Politisch alternative Gruppen in der DDR. Opladen 2000 / von zur Mühlen, Patrick: Aufbruch und Umbruch in der DDR. Bürgerbewegungen, kritische Öffentlichkeit und Niedergang der SED-Herrschaft. Bonn 2000 / Timmer, Karsten: Vom Aufbruch zum Umbruch. Die Bürgerbewegung in der DDR 1989. Göttingen 2000 / Veen, Hans-Joachim; Peter Eisenfeld, Hans Michael Kloth, Hubertus Knabe, Peter Maser, Erhart Neubert und Manfred Wilke (Hrsg.): Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur. Berlin 2000 / Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland; Zeitgeschichtliches Forum Leipzig (Hrsg.): Einsichten. Diktatur und Widerstand in der DDR. Leipzig 2001 , in: H-Soz-Kult, 22.02.2002, <www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-1763>.
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22.02.2002
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