Sammelrezension: Die rumänische Legion Erzengel Michael – eine faschistische Bewegung

Dinu, Radu Harald: Faschismus, Religion und Gewalt in Südosteuropa. Die Legion Erzengel Michael und die Ustaša im historischen Vergleich. Wiesbaden : Harrassowitz Verlag 2013 ISBN 978-3-447-10002-1, 283 S. € 49,00.

Sandu, Traian: Un fascisme roumain. Histoire de la Garde de fer. Paris : Librairie Académique Perrin 2014 ISBN 978-2-262-03347-7, 480 S. € 24,85.

Clark, Roland: European Fascists and Local Activists. Romania’s Legion of the Archangel Michael (1922–1938). Pittsburgh : Pennsylvania State University Press 2012 ISBN -, 496 S. Open Access.

Rezensiert für den Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung bei H-Soz-Kult von:
Armin Heinen, Historisches Institut, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Dichte Beschreibung!? – Drei neue Gesamtdarstellungen zur rumänischen Legion Erzengel Michael als faschistische Bewegung

Beinahe gleichzeitig erschienen jüngst drei Studien, die die Geschichte der Legion Erzengel Michael in Rumänien erzählen. Bekannt wurde die Legion unter vielen Namen: Eiserne Garde, Gruppe Corneliu Zelea Codrean, Alles für das (Vater-)Land, Legionäre Bewegung. Jedes Mal, wenn sie wegen Terroranschlägen oder pogromartigen Aufständen verboten worden war, brauchte sie ein neues Etikett. Ihren Anfang nahm sie, ähnlich dem Faschismus in Italien oder dem Nationalsozialismus in Deutschland, als national-sozialistische Antipartei 1919/20. Während der antisemitischen Studentenausschreitungen in den 1920er-Jahren erprobten die späteren Legionäre, was es hieß, den Staat durch Terror und Mordanschläge herauszufordern. Der extreme Nationalismus und ihr radikaler Antisemitismus fanden im Rumänien der Zwischenkriegszeit eine gewisse Basis. Aber was wirklich faszinierte, war der jugendliche, pseudokonservative, gewaltbereite Aufstand gegen das System, die Selbstinszenierung als opferbereite Krieger für eine „moralische Welt“. Nicht anders als in Italien und Deutschland wurden die Gewalttäter durch die Gerichte freigesprochen, weil sie in „Notwehr“ und zum „Schutz ihrer Ehre“ gehandelt hätten. Als dann aber die bürgerkriegsähnliche Eroberung des breiten Landes durch die „faschistischen Kampftruppen“ der Eisernen Garde geplant war und wegen der staatlichen Gegenwehr misslang, wandelte sich die Garde 1931 zur Wahlorganisation, ähnlich wie der Nationalsozialismus. 1937 erzielte die Legion ihren letzten großen Wahlerfolg, wurde offiziell dritt-, de facto zweitstärkste Partei. Da bei den kurzfristig erforderlichen Neuwahlen eine weitere Niederlage für die Führungsgruppen um Carol II. zu erwarten war, entschied sich der König zu einem Staatsstreich. Unter den Schlägen der Diktatur brach die Legion auseinander, war sie doch – anders als der Faschismus in Italien und der Nationalsozialismus in Deutschland – die einzige Kraft, die das soziale Establishment herausforderte. Überleben konnte die Legion nur als terroristische Geheimorganisation. Sie verlor ihre Führung um Corneliu Zelea Codreanu, während gleichzeitig von Deutschland aus einzelne Exil-Terrorgruppen mit Bombenanschlägen den Glauben an die Legion zu festigen hofften. An die Macht kam die Legion im Herbst 1940, weil König Carol das Land nicht vor Territorialverlusten hatte schützen können. Um Berlin gnädig zu stimmen, wurde Rumänien zum „nationallegionären“ Staat erklärt. Doch de facto musste sich die Legion die Macht mit den Militärs unter dem rechtsautoritären General Antonescu teilen. Als der Konflikt zwischen beiden Lagern offen ausbrach, entschied Hitler ohne Zögern zugunsten der Stabilisierung des politischen Systems. Und da den Legionären auch im Lande die Unterstützung fehlte, brach der Aufstand rasch in sich zusammen.

Gewiss ist es kein Zufall, dass Forscher aus Deutschland, Frankreich und den USA die Legion neuerlich in den Blick genommen haben. Nachdem die Archive in Rumänien der Forschung geöffnet und in Rumänien selbst umfangreiche Quellendokumentationen und Memoiren zur Zwischenkriegszeit vorgelegt wurden, besteht die Chance, die Erkenntnisse der neueren Faschismusforschung (Roger Griffin, Stanley Payne, Michael Mann, Emilio Gentile, Robert Paxton, Sven Reichardt) mit einem erweiterten Blick auf die Legion als einer der bedeutenden faschistischen Bewegungen in Europa zu verbinden. Tatsächlich dürfte ihr Mitgliederanteil an der Bevölkerung 1937 höher gewesen sein als der von PNF 1921 oder NSDAP 1932. Jedenfalls wies sie ihr Wahlerfolg 1937 de facto als zweitstärkste politische Kraft in Rumänien aus.

Wäre es nicht eher naheliegend gewesen, wenn rumänische Forscher das Thema aufgegriffen hätten? Es gibt durchaus eine größere Zahl von Studien rumänischer Geschichtswissenschaftler zur Legion und zu den vielen anderen rechtsradikalen Gruppierungen. Sie konzentrieren sich allerdings eher auf Einzelaspekte, untersuchen ideengeschichtliche Kontinuitätslinien, thematisieren die Verstrickung der jungen rumänischen Intelligenz in die Legion (Emil Cioran, Mircea Eliade, Constantin Noica, Train Herseni, …) oder belassen es bei der Aufzählung von Fakten.[1]

Alle drei zu besprechenden Studien gehen demgegenüber von einem expliziten theoretischen Gerüst aus. Ausgangspunkt ist dabei die neuere Faschismustheorie. Freilich verfolgt jeder Autor eine andere Fährte.

Traian Sandu thematisiert Faschismus als eine charismatische Bewegung. Ihn interessiert, wie es Codreanu gelang, eine quasi messianische Ausstrahlung aufzubauen, seine Umgebung für eigene Zwecke zu manipulieren, zeitweise die Sympathie des Königs zu gewinnen. Am Ende des ersten Abschnittes lautet die Frage, warum Codreanu trotz zeitweiser Erfolge scheitern musste. Offenbar gab es 1938 für Codreanu nur noch drei Alternativen: Untergang durch Bereitschaft zum Kompromiss, Stillhalten über eine vergleichsweise kurze Zeit, in der sich die internationale Konstellation zu seinen Gunsten ändern würde, oder faschistischer „Märtyrertod“. Codreanu starb durch die Kugeln staatlicher Exekutoren, weil er die Gewaltdynamik seiner Bewegung nicht zu bändigen vermochte und die Königsdiktatur nicht weniger gewaltsam zurückschlug. Nach diesem Einschnitt schildert Traian Sandu die weitere Geschichte der Legion: die Machtbeteiligung für Horia Sime und seine Anhänger, September 1940, die Konflikte mit Ion Antonescu, schließlich die Niederschlagung des legionären Putsches im Januar 1941. Es folgt ein kurzes Kapitel über den rumänischen Holocaust, der eigentlich nicht mit der Geschichte der Legion unmittelbar verbunden ist. Schließlich endet die Darstellung mit einem Abschnitt über die Legion nach 1945. Auffallend ist die erzählerische Kraft Sandus, was zweifelsohne die Lektüre erleichtert, aber es gelegentlich erschwert, der Argumentationsstruktur zu folgen. Dabei gibt es durchaus stärker analytisch angelegte Kapitel, etwa zu der widersprüchlichen ideologischen Ausrichtung der legionären Publizisten oder zum Erfolg der Mitglieder- und Wählerwerbung. So zeigt Sandu, dass es der Legion nur an wenigen Orten gelang, ihre eigenen Organisationsgrenzen zu überwinden. Wer die Legion wählte, engagierte sich vielfach für sie auch in der einen oder anderen Form. Allerdings verspricht Sandu etwas zu viel, wenn er darauf hinweist, dass seine Analyse weitgehend auf neuem Archivmaterial aufbaue. Denn große Teile seiner Darlegung beruhen auf der umfassenden Quellenedition von Ioan Scurtu zum Thema. Sie ist gewiss gegenüber Kritik nicht immun, hat aber die Forschung zum Rechtsradikalismus in Rumänien doch auf eine neue Grundlage gestellt.

Dasselbe gilt für Radu Harald Dinu. Auch er hat – wie Sandu – neues Archivmaterial im Bukarester Nationalarchiv ausgewertet. Doch auch seine Darlegung beruht in wesentlichen Teilen auf publiziertem Quellenmaterial. Interessiert Sandu die Legion als „charismatische Bewegung“, so thematisiert Dinu die Legion als gewaltorientierten Kampfbund und als politische Religion. Vollkommen zu Recht unterscheidet Dinu in Anschluss an Wolfgang Schieder und Robert Paxton verschiedene Phasen des Faschismus. Die Differenzierung zwischen Frühfaschismus, Bewegungsphase und Regimephase wird allerdings der Komplexität des Formenwandels der Legion meiner Ansicht nach nicht gerecht (siehe oben). Dabei besticht Dinus Fähigkeit, gebündelt Konzepte vorzustellen, Theorien zu erläutern und Forschungsansätze verständlich zu machen. Die eigentliche geschichtswissenschaftliche Darlegung des Gegenstandes, nämlich der Gewalt, fällt demgegenüber eher konventionell aus. Und auch das Kapitel über die Legion als politische Religion sowie das Verhältnis von Codreanus Organisation zur Orthodoxen Kirche fasst weitgehend das an anderer Stelle bereits Erarbeitete zusammen.

Gewalt und politische Religion sind situative soziale Handlungsweisen, die in ihrem jeweiligen Kontext verstanden werden müssen. Doch keine der drei zu besprechenden Arbeiten richtet ihren Fokus auf die genauen zeitlichen, räumlichen und sozialen Handlungsbedingungen. Ihren Erkenntnisgewinn erzielt die Untersuchung von Dinu aus dem Vergleich mit der kroatischen Ustaša, insbesondere aus der Gegenüberstellung des konkreten Gewalthandelns beider Organisationen. Der komparative Zugriff und der Blick auf die durch Gewalt geprägte innere Dynamik des nationalistischen Kampfbundes heben Dinus Studie von den eher klassisch nationalgeschichtlich argumentierenden und auf die politische Werbung abhebenden Arbeiten Sandus und Clarks ab. Tatsächlich, so das Fazit Dinus, sind Legion und Ustaša nur ansatzweise miteinander zu vergleichen. Zwar bekenne sich, so der Autor, auch die Ustaša zur Gewalt, sie verleihe ihr aber keine tiefere „moralische“ Basis, keine systematische intellektuelle Rechtfertigung. Die Legion und die Ustaša strebten beide eine neue Volksgemeinschaft an, und doch blieb das „social engineering“ der Ustaša mehr noch als das der Legion durch Widersprüche geprägt, erkennbar an den ganz unterschiedlichen Modi der angestrebten Homogenisierung. Physische „Vernichtung“, Zwangsassimilation und forcierte „Glaubensübertritte“ dienten alle demselben Zweck, nämlich der scheinbaren Wiederaufrichtung eines in sich geschlossenen, glorreichen kroatischen Staates (S. 254).

Roland Clark schließlich geht ganz anders vor, als Train Sandu und Radu Harald Dinu es in ihren Arbeiten vorführen. Sie nähern sich der Legion mit Hilfe theorieorientierter Konzepte (charismatische Bewegung, Gewalt, politische Religion). Clark versucht demgegenüber, in die Lebenswelt der Legionäre einzutauchen. Ihn interessiert der „Alltag“ der Legionäre sowie die Erfahrungswelt der Anhänger Codreanus. Dabei ist der Begriff Alltag – so das Ergebnis seiner Studie – höchst unpassend, denn der „opferbereite nationale Willenskampf“ gegen die „Juden“ und das „System“ hebt den Alltag auf und stellt die Exaltation auf Dauer. Man muss sich – so mein Eindruck nach der Lektüre – die Zugehörigkeit zur Legion wohl wie eine „Droge“ vorstellen: Aktivität statt Hilfslosigkeit; Körpererfahrung; Machtdemonstration; selbst das Unsagbare ist sagbar; Musik; Lyrik; Paraden; Diskussionen. Wer in der Legion mitwirkte, musste über mangelnde Beschäftigung, mangelnde Aufregung und mangelndes Wahrgenommen-Werden nicht klagen. In den antisozialistischen Streikbrechergruppen der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der antisemitischen Studentenbewegung der 1920er-Jahre und in der Legion trafen sich Gleichgesinnte und Kampfgenossen. Sie erlebten aufregende Zeiten, knüppelten sich mit der Polizei, erschossen Gegner, saßen in Haft. Trotzdem wurden sie freigesprochen. Dafür sorgten ihre prominenten Befürworter von der Ultrarechten. Dafür sorgte aber auch die Willkür des Staates, die jede Form des Widerstandes gerechtfertigt erscheinen ließ.

Clark verweist vollkommen zu Recht auf die Wurzeln des extremen Nationalismus in den Vorkriegsjahren und zeigt, dass bereits in den frühen 1920er-Jahren zahlreiche rechtsradikale Gruppierungen das politische Leben Rumäniens bevölkerten. Der Autor erzählt von Gewalt und Hooliganismus, burschenschaftlichen Studentenvereinigungen, den aufregenden Studentenkongressen, der ultranationalistischen Justiz, Hochzeiten und Taufen, die der politischen Propaganda dienten. Viel Energie steckten die Anhänger Codreanus in den Kampf gegen andere Rechtsgruppen, in die Verfolgung der Verräter in den eigenen Reihen. Wenn die Legionäre in den 1930er-Jahren in einem Dorf einen Damm errichteten oder eine Kirche bauten, um der Öffentlichkeit vorzuführen, dass die Zeit der Taten herangezogen war anstelle von Reden, dann schaufelten sie nicht nur Sand auf, setzten sie nicht nur einen Stein auf den anderen, sondern veranstalten gleichzeitig Paraden, führten politische Schulungen durch, ertüchtigten sie sich im Umgang mit Waffen, die sie immer wieder skrupellos einsetzten. Clark schildert den Faschismus der Garde als „not a safe option for many Legionaries, but it was an invigorating one“ (S. 455).

Roland Clarks Quellenkenntnis ist beeindruckend. Seine Archivübersicht und die Liste der ausgewerteten Zeitungen und Zeitschriften füllen mehrere Seiten. Dazu kommen dann noch die zahlreichen Memoiren und Tagebücher der Gardisten, die ebenfalls einen Einblick in die „legionäre Erlebniswelt“ ermöglichten. Freilich, auch seine Ausführungen zielen auf das Herausarbeiten des generellen Klimas, nicht auf konkrete historische, lokale und soziale Kontexte. Dass es eine Welt außerhalb der Legion gab, dass ganz unterschiedliche Wirklichkeiten nebeneinander existierten oder miteinander interagierten, das muss in einer Darstellung, die die soziale Dynamik des faschistischen Kampfbundes in den Mittelpunkt stellt, die emotionalen Erlebnisse herausarbeitet, wohl außen vor bleiben. Aber die Legion lässt sich, ähnlich wie die NSDAP oder der PNF, nur erklären, wenn das Ganze in den Blick genommen wird, wenn also die Dynamik des Faschismus auch aus der Interaktion mit seiner Außenwelt beschrieben wird. Tatsächlich erzielte die Legion ja nie mehr als ein Fünftel der Wählerstimmen und blieb bis 1940 die politische Macht fest in der Hand der „konservativen“ politischen Elite. Noch liegt die Dissertation Clarks nicht gedruckt vor. Zusammen mit weiteren Aufsätzen des Autors zum selben Thema, die ebenfalls im Internet einzusehen sind[2], lässt sie ein wenig von der „Faszination für die Legion“ nachspüren, von der viele der Erinnerungen durch Zeitgenossen berichten.

Fassen wir zusammen, so fällt auf, dass alle drei Arbeiten die Legion und ihre Geschichte als die einer faschistischen Bewegung schildern. Der rumänische Vorkriegsnationalismus, das Fehlen demokratischer und rechtsstaatlicher Traditionen, die Überforderung mit der Integration zahlreicher neuer Provinzen nach 1918, die enttäuschten Aufstiegserwartungen der jungen Generation, der unvollständige Nationalstaatsbildungsprozess, die pseudodemokratischen Verfassungsstrukturen, schließlich das gesamteuropäische Umfeld sicherten der Legion einen fruchtbaren Boden. Noch in den 1960er- und 1970er-Jahren hatte die internationale Faschismusforschung größere Schwierigkeiten, die Legion angemessen zu kategorisieren (populistische Bewegung, pseudo-religiöse Organisation). Dass sie nun auf ganz unterschiedlichem Wege (charismatische Bewegung, Gewalt, politische Religion, nationalistischer Erlebnisbund) als eindeutig faschistisch beschrieben werden kann, stellt vielleicht tatsächlich einen „new consensus“ dar, um einen Begriff von Roger Griffin aufzugreifen.

Anmerkungen:
[1] Einen umfangreichen bibliographischen Nachweis bietet: Armin Heinen / Oliver Jens Schmitt (Hrsg.), Inszenierte Gegenmacht von rechts. Die „Legion Erzengel Michael“ in Rumänien 1918–1938, München 2013.
[2] Vgl. bspw. <https://easternct.academia.edu/RolandClark> (03.08.2014).

Zitation
Armin Heinen: Rezension zu: Dinu, Radu Harald: Faschismus, Religion und Gewalt in Südosteuropa. Die Legion Erzengel Michael und die Ustaša im historischen Vergleich. Wiesbaden 2013 / Sandu, Traian: Un fascisme roumain. Histoire de la Garde de fer. Paris 2014 / Clark, Roland: European Fascists and Local Activists. Romania’s Legion of the Archangel Michael (1922–1938). Pittsburgh 2012 , in: Connections. A Journal for Historians and Area Specialists, 15.08.2014, <www.connections.clio-online.net/publicationreview/id/rezbuecher-22295>.
Redaktion
Veröffentlicht am
15.08.2014
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Die Rezension ist hervorgegangen aus der Kooperation mit dem Arbeitskreis Historische Friedens- und Konfliktforschung. (Redaktionelle Betreuung: Jan Hansen, Alexander Korb und Christoph Laucht) http://www.akhf.de/