Rez. NG: Francois / Schulze (Hgg.): Deutsche Erinnerungsorte I

Titel
Deutsche Erinnerungsorte I.


Hrsg. v.
Francois, Etienne; Schulze, Hagen
Erschienen
München 2001: C.H. Beck Verlag
Umfang
725 S., 77 Abb.
Preis
DM 68,00
Rezensiert für H-Soz-Kult von
Jan-Holger Kirsch, Universität Bielefeld

Vielleicht

Erinnern
das ist
vielleicht
die qualvollste Art
des Vergessens
und vielleicht
die freundlichste Art
der Linderung
dieser Qual

Erich Fried (1983)

1. Die Konzeption

Ein "historisches Jahrhundertunternehmen" offeriert der Verlag C.H. Beck, und bei aller Skepsis gegenüber solcher Werbung ist die Prognose wohl berechtigt, daß dieses Inventar deutscher Erinnerungsorte für längere Zeit konkurrenzlos bleiben wird. Drei Bände mit knapp 120 Essays und ebenso vielen Autoren sind geplant. Der erste Band liegt vor, die beiden übrigen werden im Herbst 2001 erscheinen.

Das ausdrückliche Vorbild ist Pierre Noras Sammlung von "Lieux de mémoire" - von materiellen und immateriellen Symbolen also, die das französische Kollektivgedächtnis ausmachen [1]. Noras Autorenteam dechiffrierte scheinbar bekannte Topoi der nationalen Erinnerung wie den Eiffelturm, Jeanne d'Arc oder den 14. Juli als "russische Puppen der Bedeutung" [2]: Gefragt wurde nach den Entstehungs-, Vermittlungs- und Wirkungszusammenhängen der Erinnerung. Mit dieser konstruktivistischen Perspektive war freilich das geschichtspolitische Ziel verbunden, den Deutungsrahmen der Nation und das französische Nationalbewußtsein zu stabilisieren [3]. Auf Deutschland kann ein solcher Ansatz nicht ohne weiteres übertragen werden, denn die NS-Vergangenheit und die Zeit der staatlichen Teilung gestatten keine bruchlose Identifikation mit den deutschen Gedächtnisorten [4].

Als Etienne François und Hagen Schulze ihr Vorhaben 1994 initiierten, begriffen sie gerade diese Schwierigkeit als intellektuelle Herausforderung. Vor dem dreifachen Hintergrund der deutschen Einheit, der europäischen Integration und der kulturwissenschaftlichen Neuorientierung der Historiographie wollten sie eine Bestandsaufnahme der deutschen Erinnerungskultur versuchen - nicht zuletzt mit dem pädagogischen Ziel, die Fremdheit zwischen Ost- und Westdeutschen durch eine gemeinsame Verständigung über Geschichtsbilder abzubauen. Die Konzeption der Sammelbände ist jedoch bewußt undogmatisch angelegt. Es wird keine nationale Meistererzählung geboten, sondern ein "Spiegelkabinett" entworfen (S. 20), in dem sich der Leser selbst orientieren kann. Für die Auswahl der untersuchten Gedächtnisorte waren drei Kriterien maßgeblich (S. 18 ff.): Den Schwerpunkt bildet das 19./20. Jahrhundert; die deutsche Erinnerung soll in ihren "europäischen Verknüpfungen" präsentiert werden; auch Topoi und Quellengattungen der Populärkultur werden einbezogen. (Daß die Sammlung dennoch einen bildungsbürgerlichen Bias aufweist, räumen François und Schulze selbst ein.) Die Aufsätze der drei Bände sind unter sechs Oberbegriffen zusammengefaßt - von "Bildung" bis "Zerrissenheit". Als Autoren haben sich Historiker, Germanisten, Volkskundler, Soziologen und andere beteiligt, darunter zahlreiche ausländische Wissenschaftler und Publizisten.

Nicht alle 39 Essays können im folgenden angesprochen werden. Aus jeder Sektion greife ich einige markante Aspekte heraus, die die Leistungen und Grenzen des Werks verdeutlichen sollen. Leider ist dem ersten Band kein Gesamtinhaltsverzeichnis beigegeben; daher ist der Aufbau noch nicht im Zusammenhang erkennbar.

2. Die Beiträge

Den Auftakt bildet ein Zyklus unter dem Stichwort "Reich". Joachim Ehlers gibt hier einen gelehrten Überblick zur Rezeptionsgeschichte Karls des Großen vom Mittelalter bis heute. Dabei erläutert er auch den deutsch-französischen Meinungsstreit, wessen Nationalgeschichte Karl (oder "Charlemagne") eigentlich zuzurechnen sei. Die Zeit nach 1945 kommt demgegenüber zu kurz - zum Beispiel wird der 1949 gestiftete Karlspreis nicht erwähnt. Dies ist bedauerlich, denn es hätte sich zeigen lassen, wie der Reichsgedanke in der Gründungsphase der Bundesrepublik noch einmal reanimiert wurde, bevor er dem kollektiven Gedächtnis endgültig entrückte [5]. Einen brillanten Essay steuert Ernst Hanisch bei, der die Erinnerungsschichten des Wiener Heldenplatzes analysiert. Die bauliche Gestaltung, die zu politischen und religiösen Inszenierungen geradezu auffordert, bezieht Hanisch ebenso ein wie die soziale Praxis diverser Kundgebungen und deren literarische Verarbeitung. Er macht deutlich, daß der Heldenplatz wegen des "Anschluß"-Jubels vom März 1938 für die Österreicher zu einem traumatischen Erinnerungsort geworden ist, und schildert die widersprüchlichen Versuche aus der Zeit nach 1945, das Areal mit neuen Bedeutungen zu kodieren. Joachim Fests Beitrag über den Berliner Führerbunker steht dazu in einem scharfen Kontrast: Zum x-ten Mal werden die ominösen letzten Tage des deutschen Dämons Hitler nacherzählt. In einer Geschichte der Erinnerungsorte müßte dieser negativ gewendete Führerkult gerade zum Untersuchungsthema werden. Um ein aktuelles Beispiel zu nennen: Die SPIEGEL-Serie "Die Gegenwart der Vergangenheit - Hitlers langer Schatten" begann wieder einmal mit Hitlers Testament und Freitod im Führerbunker [6].

In der zweiten Sektion, die mit "Dichter und Denker" überschrieben ist, setzt sich der Eindruck fort, daß der symbolgeschichtliche Zugriff nicht von allen Verfassern hinreichend beachtet wird. Peter Wapnewskis Essay über das Nibelungenlied belegt zwar die politische Wirksamkeit des Phantasmas der "Nibelungentreue", wird dem Erinnerungsort aber nur in Ansätzen gerecht. So vermißt man eine Auseinandersetzung mit Anselm Kiefers künstlerischer Rezeption des Nibelungenstoffs, die nicht nur ein deutsches Selbstbild transportiert, sondern auch für die ausländische Wahrnehmung "des Deutschen" einflußreich ist. In den Beiträgen Dieter Borchmeyers über Goethe und Irmela von der Lühes über die Familie Mann bleibt die Erinnerungsgeschichte ebenfalls randständig. Ausgezeichnet gelungen ist die Verbindung von Ereignis-, Geistes- und Symbolgeschichte hingegen in Georg Bollenbecks Aufsatz über Weimar. Bollenbeck macht deutlich, wie die Nationalsozialisten von dem völkischen Milieu profitierten, das sich seit der Jahrhundertwende in Thüringen etabliert hatte. Für die Zeit nach 1945 schildert er kurz die Versuche beider deutscher Staaten, an die Aura der Klassik als "Sinnbild eines besseren Deutschlands" anzuknüpfen (S. 221). Seit der Vereinigung von 1990 erhalte Weimar als Touristenziel zwar neuen Zulauf, habe als "nationalkulturelles Integrationszentrum" aber ausgedient (S. 224).

Ein dritter Abschnitt des Bandes ist Topoi gewidmet, die sich dem Oberbegriff "Volk" zuordnen lassen. Ausgesprochen kurzweilig, informativ und methodisch durchdacht ist hier Wolfgang Ullrichs Beitrag über den Bamberger Reiter und Uta von Naumburg. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten beide Skulpturen kaum Beachtung gefunden. Dies änderte sich infolge der deutschen Kriegsniederlage von 1918, als nach Inkarnationen "deutscher Kultur" gesucht wurde. Neben den ideologischen Projektionen in Texten hebt Ullrich besonders die Vermittlerrolle der Fotografie hervor. Zur sozialen Praxis der Erinnerung gehörte es unter anderem, daß sich Fotos des Reiters und der Uta in vielen deutschen Wohnzimmern fanden. (Es wäre interessant zu erfahren, wann sie abgehängt wurden.) Ebenso lesenswert ist Erhard Schütz' Essay über den Volkswagen. Die "Kombination aus Wagen, Werk und Werbung" (S. 353) erläutert Schütz als "Geschichte einer höchst unwahrscheinlichen, aber immer neu gelungenen Serie von Namens- und Bedeutungsübertragungen bei optimaler Nutzung der positiven und Verdrängung negativer Konnotationen" (S. 352). Der semantischen Aufladung der Marke VW, von der in verkürzter Form noch Florian Illies' Bestseller "Generation Golf" und die Wolfsburger "Autostadt" zeugen, gibt Schütz wieder historische Tiefenschärfe. Dabei macht er transparent, wie das Erinnern und Vergessen des Zweiten Weltkriegs die Konsumgeschichte der Bundesrepublik mitbestimmt hat.

Der folgende Teil des Buchs ist dem Leitbegriff "Erbfeind" zugeordnet. Mitherausgeber Hagen Schulze beschreibt am Beispiel von Versailles die Beziehungsgeschichte deutsch-französischer Erinnerung. Vor allem das "Weimarer Revisionssyndrom" (S. 421) belegt er mit vielen Details. Der abschließende, sehr knappe Ausblick auf die deutsch-französische Verständigung kann allerdings nicht ganz erklären, wie es gelang, die beiderseitigen Feindbilder in ein friedliches Miteinander zu transformieren. Im deutsch-polnischen Verhältnis leisteten dies unter anderem die Schulbuchkonferenzen, die Frithjof Benjamin Schenk in seinem Beitrag über Tannenberg/Grunwald erwähnt (S. 454). Ob die Erinnerung an die Schlacht von 1410, die in Deutschland schon länger keine Rolle mehr spielt, auch für Polen ihren emotionalen Gehalt verliert, bleibt allerdings abzuwarten. Eine polnische Stiftung plant neuerdings, an der Fernstraße Warschau-Danzig ein riesiges Monument zu errichten: 350 Ritterfiguren aus Beton sollen das Grunwald-Gedenken festigen [7]. Für die deutsch-sowjetischen bzw. deutsch-russischen Beziehungen veranschaulicht Pierre Ayçoberry unter anderem mit Wahlplakaten, daß der Antibolschewismus vor 1933 begann und nach 1945 zunächst virulent blieb. Zu ergänzen wäre der gelungene Aufsatz vielleicht durch einen Hinweis auf das Deutsch-Russische Museum Berlin-Karlshorst: Seit 1995 dokumentiert es die Feindbilder und trägt mustergültig zu ihrer Überwindung bei [8].

Die fünfte Sektion bietet Fallstudien zum Thema "Zerrissenheit". Ob der Begriff "Junker" hier richtig plaziert ist, sei einmal dahingestellt; Heinz Reifs Essay zu diesem Stichwort ist jedenfalls herausragend. Anhand von Lexika belegt er "eine langfristige, seit dem 19. Jahrhundert beschleunigte Kumulation von Negativa in Wortfeldern und Geschichtserzählungen" (S. 520 f.). Satirische Zeitschriften und Karikaturen prägten um 1900 den Junker-Offizier und den Junker-Agrarier als ikonographisch festumrissene Typen. Nach 1945 erhielten die Junker nicht nur in der DDR "kumulierende Sündenbockfunktionen" zugewiesen (S. 527). Auch die Sonderwegsthese westdeutscher Historiker stützte sich laut Reif auf ein Zerrbild dieser Gruppe. Der Junkerkritik standen und stehen andererseits Idealisierungen gegenüber, in denen die Trauer über eine verlorene Adelswelt mitschwingt. Einen Erinnerungsort, bei dem der Bezug zur "Zerrissenheit" offensichtlicher ist, beschreibt Edgar Wolfrum: die Berliner Mauer. Er schildert zum einen die reale Grenzbefestigung, zum anderen die diskursiven Muster, die sich mit ihr vor und nach 1989 verbunden haben. Die Bedeutungsschichten der Mauer als Kollektivsymbol für Ost und West wären allerdings noch prononcierter herauszuarbeiten gewesen [9].

Im Zentrum des sechsten und letzten Abschnitts, der der "Schuld" gewidmet ist, steht Peter Reichels Beitrag über Auschwitz. Für das Gesamtwerk "Deutsche Erinnerungsorte" ist dies ohne Zweifel eines der sensibelsten und wichtigsten Themen. Soweit es der knappe Raum von 20 Seiten erlaubt, geht Reichel zunächst auf den Realort Auschwitz/Oswiecim ein, damit die Verbrechensgeschichte nicht hinter der Metapherngeschichte und einem unkonkreten "Nie wieder" verschwindet. An einer "Behaglichkeit des Gedenkens", wie sie sich in den 1990er Jahren eingestellt habe, übt Reichel deutliche Kritik (S. 615-618). Die Relevanz des Erinnerns für das zwischenstaatliche Verhältnis kommt in Adam Krzeminkis Aufsatz über Brandts Kniefall und den Erinnerungsort Warschau noch einmal gut zum Ausdruck. Der polnische Journalist erläutert, warum die Geste 1970 sowohl in der Bundesrepublik als auch in Polen auf starke Vorbehalte stieß. Daß in Warschau kürzlich ein Platz nach Willy Brandt benannt worden ist, wertet Krzeminski als hoffnungsvolles Zeichen eines gemeinsamen Bemühens um Erinnerung.

3. Zusammenfassende Beurteilung

Zwar wird eine Bilanz des Projekts erst möglich sein, wenn alle drei Bände vorliegen, doch zeichnen sich einige Stärken und Schwächen bereits anhand des ersten Bandes ab. So ist es recht überzeugend gelungen, eine nationale Selbstbespiegelung zu vermeiden und europäische Perspektiven in die Beiträge zu integrieren. Eine zweite Schwierigkeit, die Thematisierung des Nationalsozialismus als Kontinuitätsbruch und zugleich als wesentlicher Teil deutscher (Erinnerungs-)Geschichte, ist grosso modo ebenfalls angemessen berücksichtigt worden. Weniger einleuchtend ist die Art und Weise, wie das Erbe der deutschen Zweistaatlichkeit einbezogen wird. Symbole, die in der Geschichtskultur der DDR einen wichtigen Stellenwert besaßen, kommen im ersten Band der "Erinnerungsorte" zu kurz, und selbst bei den aufgenommenen Stichworten werden spezifisch ostdeutsche Erinnerungsmuster meist nur am Rande untersucht. Es wäre wünschenswert gewesen, mehr Autoren mit entsprechendem Erfahrungshintergrund für das Projekt zu gewinnen.

Methodisch und stilistisch sind die Beiträge sehr unterschiedlich, und diese Vielfalt macht gerade den Reiz der Sammlung aus. Ein gemeinsamer Mangel ist allerdings, daß die verwendeten Abbildungen kaum interpretiert, ja in den Texten zum Teil überhaupt nicht erwähnt werden. Größere Aufmerksamkeit hätte auch die Frage verdient, wie sich eine Deinstitutionalisierung solcher Erinnerungsorte vollzieht, die über Jahrzehnte symbolisch wirksam waren. Da sich Mentalität und Habitus veränderten politischen Rahmenbedingungen nur allmählich anpassen, ist zu vermuten, daß dafür eine gewisse kulturelle Anstrengung erforderlich ist [10].

Ein Grundproblem, das in den bisherigen Rezensionen bereits hervorgehoben wurde [11], stellt schließlich die Auswahl der einzelnen Themen dar. Wenn auf dem Buchrücken versprochen wird, daß es sich um "die wichtigsten Bezugspunkte im kulturellen Gedächtnis der Deutschen" handle, so ist dies mit einem Fragezeichen zu versehen. Stichworte wie Felix Dahns "Kampf um Rom" oder die Türken vor Wien gehören eher zum Bildungs- als zum heutigen Identitätswissen; manche aktuelleren Topoi werden gerade jüngere Leser dagegen vermissen. Um die Auswahl plausibler zu machen, gäbe es im Prinzip zwei Möglichkeiten: Entweder setzt man beim empirisch nachweisbaren Geschichtsbewußtsein an, oder man stellt eine Art von kulturellem Kanon auf, der dann stärker normativ begründet werden müßte. François und Schulze haben sich demgegenüber für ein betont eklektisches Themenspektrum entschieden, das trotz der eingangs genannten Kriterien etwas beliebig bleibt.

Dennoch ist dem Werk ein breiter Leserkreis zu wünschen, denn interessante Entdeckungen bieten die Aufsätze allemal. Es muß ja nicht gleich ein "Jahrhundertunternehmen" sein.

Anmerkungen:

[1] Pierre Nora (Hg.), Les lieux de mémoire, 7 Bde., Paris 1984-1992.

[2] Pierre Nora, Zwischen Geschichte und Gedächtnis: Die Gedächtnisorte, in: ders., Zwischen Geschichte und Gedächtnis, Berlin 1990 (Kl. Kulturwiss. Bibliothek Bd. 16), S. 11-33, hier S. 28.

[3] Vgl. dazu etwa Peter Carrier, Places, Politics and the Archiving of Contemporary Memory in Pierre Nora's Les Lieux de mémoire, in: Susannah Radstone (Hg.), Memory and Methodology, Oxford/New York 2000, S. 37-57.

[4] Vgl. Jürgen Danyel, Unwirtliche Gegenden und abgelegene Orte?, in: Etienne François (Hg.), Lieux de mémoire, Erinnerungsorte. D'un modèle français à un projet allemand, Berlin 1996 (Les Travaux du Centre Marc Bloch Bd. 6), S. 127-142 (auch in: Geschichte und Gesellschaft 24 [1998], S. 463-475); Etienne François, Von der wiedererlangten Nation zur "Nation wider Willen". Kann man eine Geschichte der deutschen "Erinnerungsorte" schreiben?, in: ders./Hannes Siegrist/Jacob Vogel (Hg.), Nation und Emotion. Deutschland und Frankreich im Vergleich. 19. und 20. Jahrhundert, Göttingen 1995 (Krit. Studien zur Geschichtswiss. Bd. 110), S. 93-107.

[5] Vgl. Matthias Pape, Der Karlskult an Wendepunkten der neueren deutschen Geschichte, in: Historisches Jahrbuch 120 (2000), S. 138-181, hier S. 161-181. Vgl. auch Alexandra Gerstner, Aachen: Wo ein alter Kaiser den Weg ins moderne Europa weist, in: Constanze Carcenac-Lecomte u.a. (Hg.), Steinbruch. Deutsche Erinnerungsorte. Annäherung an eine deutsche Gedächtnisgeschichte. Mit einem Vorwort von Hagen Schulze und Etienne François, Frankfurt a.M. u.a. 2000, S. 151-166. Dort werden der Karlspreis und sein Umfeld berücksichtigt (S. 162 ff.).

[6] Gerhard Spörl, Die Kraft des Grauens, in: SPIEGEL, 7.5.2000, S. 58-61, hier S. 58 f.

[7] Vgl. dpa, Monumentalismus & Beton: Polen will größtes Denkmal Europas bauen, in: Frankfurter Rundschau, 21.3.2001, S. 19.

[8] Vgl. den Katalog der Dauerausstellung: Museum Berlin-Karlshorst (Hg.), Erinnerung an einen Krieg, Berlin 1997.

[9] Etwa in Anknüpfung an Michael Diers, Die Mauer. Notizen zur Kunst- und Kulturgeschichte eines deutschen Symbo(l)werks (1992), in: ders., Schlagbilder. Zur politischen Ikonographie der Gegenwart, Frankfurt a.M. 1997, S. 121-141, und Klaus Theweleit, Von Mauer, Schild, Schirm und Spalt. Die Mauer als nationales Massensymbol der Deutschen, in: ders., Das Land, das Deutschland heißt. Essays, Reden, Interviews zu Politik und Kunst, München 1995, S. 11-39. Als ergiebige Ergänzung zu Wolfrums Aufsatz siehe jetzt auch Nikolaus Wegmann, Die Mauer 1961-1989, in: Weimarer Beiträge 47 (2001), S. 104-123.

[10] Als facettenreiche Fallstudie derartiger Deinstitutionalisierungen vgl. etwa Joachim Zeller, Kolonialdenkmäler und Geschichtsbewußtsein. Eine Untersuchung der kolonialdeutschen Erinnerungskultur, Frankfurt a.M. 2000.

[11] Siehe etwa Johannes Willms, Museum der Ungewissheiten, in: Süddeutsche Zeitung, 17.3.2000, S. V; Ulrich Raulff, Heil dir im Kaffeekranz, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.3.2001, S. L 21; Hans-Ulrich Wehler, Was uns zusammenhält, in: ZEIT, 22.3.2001, Literaturbeilage, S. 28; Ulrich Speck, Gediegener Hausschatz, in: Frankfurter Rundschau, 2.4.2001, S. 9; Jörg Plath, Lichtblicke im Kellergeschoss, in: Tagesspiegel, 14.5.2001, S. 6.

Zitation
Jan-Holger Kirsch: Rezension zu: Francois, Etienne; Schulze, Hagen (Hrsg.): Deutsche Erinnerungsorte I. München 2001 , in: H-Soz-Kult, 18.06.2001, <http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-572>.
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18.06.2001
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