Berichte vom Historikertag 2010

Von
Redaktion H-Soz-Kult

Liebe Leserinnen und Leser,

seit 2002 veröffentlicht H-Soz-u-Kult gemeinsam mit dem jeweiligen Organisationsbüro des Deutschen Historikertags im Rahmen einer Medienpartnerschaft Ankündigungen und Berichte. Unter dem Motto „Über Grenzen“ fand vom 28. September bis 1. Oktober der 48. Deutsche Historikertag in Berlin statt, vor dem Hintergrund der Jubiläen von Humboldt-Universität und Charité sowie dem Berliner Wissenschaftsjahr 2010.

Wie zu den vorangegangenen Historikertagen wird H-Soz-u-Kult über das Geschehen berichten, um so die Ergebnisse der über 70 Sektionen, Foren und Podiumsdiskussionen zu dokumentieren. Ab heute werden die ersten Sektionsberichte auf der H-Soz-u-Kult-Mailingliste angekündigt und auf der Website veröffentlicht. Die Berichterstatter/innen, welche überwiegend von den Organisatoren und Veranstaltern der einzelnen Sektionen bestimmt wurden, halten hier die Inhalte einzelner Sektionen, zum Teil kritisch und subjektiv kommentierend, fest. Weitere Sektions- und Querschnittsberichte, letztere werden mehrere thematische oder epochale Sektionen zusammenfassen, erscheinen in den kommenden Tagen und Wochen in loser Reihenfolge. Die Übersicht über alle Berichte können Sie fortlaufend auf der Website unter der Adresse <http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/index.asp?pn=texte&id=13911391> einsehen.

Mit der Kombination aus eher protokollierenden Sektionsberichten und persönlich bewertenden Querschnittsberichten hoffen wir, auch im Sinne des Historikertags als wichtigster fachübergreifender Veranstaltung der historischen Wissenschaften in Deutschland, eine Bestandsaufnahme des fachlichen Geschehens und zugleich eine möglichst kritische Reflexion über den aktuellen Stand der Disziplin zu bieten. Ergänzungen und Anmerkungen zu einzelnen Beiträgen nimmt die Redaktion gern entgegen und wird sie in geeigneter Form veröffentlichen.

Mit besten Grüßen aus Berlin
Thomas Meyer und Claudia Prinz

Querschnittsberichte

'Humanitarismus' und 'Entwicklung'
von Martin Rempe, Freie Universität Berlin / Heike Wieters, Europa-Universität Viadrina Frankfurt an der Oder

Wirtschaftsgeschichte
von Mathias Mutz, Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Wissenschaftsgeschichte
von Désirée Schauz, Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte

Didaktik der Geschichte
von Martin Lücke, Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

Sektionsberichte

Alte Geschichte

Grenzen politischer Partizipation im klassischen Griechenland
von Rene Pfeilschifter, Technische Universität Dresden

Leitung: Jan Timmer, Westfälische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Gunnar Seelentag (Köln): Die Ungleichheit der kretischen Homoioi
Wolfgang Blösel (Düsseldorf): Zensusgrenzen und politische Partizipation
im klassischen Griechenland, oder: Wie groß war der
verfassungsrechtliche Abstand der sog. Oligarchien von der athenischen
Demokratie?
Winfried Schmitz (Bonn): Mut zur Entscheidung. Die Ausweitung von
Partizipationschancen durch die Reformen Solons
Jan Timmer (Bonn): Entscheidung und Gemeinwohl. Die attische Demokratie
im 4. Jahrhundert v. Chr.

Prekäre Siege. Die römische Monarchie und der Bürgerkrieg
von Wolfgang Havener, Fachbereich Geschichte & Soziologie, Universität Konstanz

Leitung: Johannes Wienand, Universität Heidelberg
Ulrich Gotter (Konstanz): Blutige Ursprünge. Das Bürgerkriegsnarrativ und die Formierung der römischen Alleinherrschaft
Matthias Haake (Münster): Ambivalente Siege. Der Umgang mit dem Sieg im Bürgerkrieg im langen dritten Jahrhundert (ausgefallen)
Johannes Wienand (Heidelberg): Herrschaftsteilung und Bürgerkrieg. Die Entgrenzung der victoria civilis zwischen Prinzipat und Spätantike
Hartmut Leppin (Frankfurt am Main): Der Bürgerkrieg und das christliche Imperium

Grenzen der Gewalt – Definition, Repräsentation und Einhegung eines universalen Phänomens in antiken Kulturen
von Christian Jung, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg/Hohenstaufen-Gymnasium Eberbach

Leitung: Werner Riess, University of North Carolina, Chapel Hill, Martin Zimmermann Ludwig-Maximilians-Universität München
Martin Zimmermann (München): Literarische Gewaltbilder als Medien moralischer, politischer und kultureller Grenzziehungen
Susanne Muth (Berlin): Bilder der Gewalt – Annäherung an eine historische Interpretation medialer Gewalt
Werner Riess (Chapel Hill): Ritualisierungen von Gewalt im Athen des 4. Jhs. v. Chr.
Jon Lendon (Charlottesville / Heidelberg): The Shifting Boundaries of Violence: Four Cultural Models for Going to War in Greek and Roman Antiquity

Mittelalter

Migration als transkulturelle Verflechtung im mittelalterlichen Jahrtausend. Europa, Ostasien und Afrika im Vergleich
von Marcel Müllerburg, Humboldt-Universität zu Berlin

Leitung: Michael Borgolte, Humboldt-Universität zu Berlin
Michael Borgolte (Berlin): Einführung
Marianne Bechhaus-Gerst (Köln): Nubier, Beja, Kopten und Araber in
Dongola. der Nordsudan als kosmopolitischer Raum im mittelalterlichen
Jahrtausend
Klaus Vollmer (München): "Isoliertes Inselland" oder "Zum Meer hin
geöffneter Archipel"? Perspektiven auf transkulturelle Verflechtung im
mittelalterlichen Japan
Benjamin Scheller (Berlin): Migrationen und kulturelle Hybridität im
mittelalterlichen Königreich Sizilien
Angela Schottenhammer (Mexiko Stadt): Muslimische Medizin und
muslimische Ärzte im yuanzeitlichen China
Gudrun Krämer (Berlin): Kommentar

Passagen über Grenzen
von Britta Müller-Schauenburg, Hugo von Sankt Viktor – Institut, Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main

Leitung: Matthias M. Tischler, Technische Universität Dresden / Universitat Autònoma de Barcelona
Matthias M. Tischler: „Passagen über Grenzen“. Einführung in ein Forschungsparadigma
Yassir Benhima (Paris): Construction religieuse du territoire et processus d’islamisation au Maroc (IXe–XIIIe siècle)
Daniel König (Paris): Mittelalterlicher „Datenverkehr“ und seine Hürden. Zu Verzerrungen im Rahmen der Informationsvermittlung zwischen lateinisch-christlicher und arabisch-islamischer Welt
Jenny Rahel Oesterle (Bochum): Multireligiosität im höfischen Leben. Barrieren und Grenzen?
Frederek Musall (Heidelberg): Barrieren – Passagen. Intertextualität zwischen dem Ihya ulum ad-addin des Abu Hamid ibn Muhammad al-Ghazali und der Mishne Torah des Moses Maimonides

Über die Küsten hinaus: Thalassokratien im Mittelalter
von Sebastian Kolditz, Zentrum für Mittelmeerstudien, Ruhr-Universität Bochum

Leitung: Nikolas Jaspert, Ruhr-Universität Bochum; Jan Rüdiger, Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main
Jan Rüdiger (Frankfurt am Main): Einführung
Daniel Föller (Frankfurt am Main): Wege durch die kalte Welt. Navigation und Kognition in der Wikingerzeit
Marc von der Höh (Bochum): Das Meer im Selbstverständnis der italienischen Seestädte
Albrecht Fuess (Marburg): Wie beherrscht man die „See der Römer“? Seestrategien bei Mamluken und Osmanen im 15. und 16. Jahrhundert
Hain Rebas (Göteborg): Gotland als maritime Gesellschaft im langen 15. Jahrhundert
Nikolas Jaspert (Bochum): Zusammenfassung und Perspektiven

Am Rande des Imperiums. Der Osten des Reiches um 1150: Berlin-Brandenburg vor seiner Entstehung
von Christoph Mielzarek, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Leitung: Michael Lindner, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin; Michael Menzel, Humboldt-Universität zu Berlin
Michael Lindner (Berlin): Prolog: Über Wenden – De conversionibus et Sclavis
Michael Lindner (Berlin): Grenzgänger: Jaxa von Köpenick und Pribislaw Heinrich von Brandenburg – Streitgespräch am Rande des Reiches über die Vor- und Nachteile, zum Sacrum Romanum Imperium zu gehören
Bernd Kluge (Berlin): Zwangsumtausch? Pribislaw-Heinrich, Jacza und Albrecht der Bär: Die Anfänge der Münzprägung im späteren Berlin-brandenburgischen Raum um 1150
Christoph Mielzarek (Berlin): Grenzenlose Liebe? Askanier, Piasten und Wettiner in grenzüberschreitenden dynastischen Heiratsbeziehungen
Mathias Lawo (Berlin): Kränze mit Eichenlaub: Die Monumenta Germaniae Historica, die Quellen und die Anfänge der brandenburgischen Geschichte
Michael Menzel (Berlin): Grenzwertig! Der Wendenkreuzzug 1147 und seine Motive
Heinz-Dieter Heimann (Potsdam): Epilog und Diskussionsleitung

Frühe Neuzeit

Furcht und Liebe. Semantische Grenzen der Affekte und affektuelle Grenzen des Handelns in der europäischen Vormoderne
von Stefan Hanß, Freie Universität Berlin

Leitung: Andreas Bähr / Claudia Jarzebowski, Freie Universität Berlin
Renate Dürr (Kassel): Moderation
Lee Palmer Wandel (Madison/WI): Love and Fear in the Catechisms of Luther and Canisius
Claudia Jarzebowski (Berlin): Lieben und Herrschen. Fürstenerziehung im späten 15. und 16. Jahrhundert
Andreas Bähr (Berlin): Die Furcht vor dem Leviathan. Furcht und Liebe in der politischen Theorie des Thomas Hobbes
Gadi Algazi (Tel Aviv): Love as a Code of Social Competence
Martin Schaffner (Basel): Kommentar

Neuere und Neueste Geschichte

Nationalismus, Internationalismus und Transnationalismus im deutschsprachigen Zionismus
von Ivonne Meybohm, Freie Universität Berlin

Leitung:Stefanie Schüler-Springorum, Hamburger Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Stefan Vogt (Beer-Sheva): Zionismus und Weltpolitik: Die Auseinandersetzung der deutschen Zionisten mit dem deutschen Imperialismus und Kolonialismus
Ulrich Sieg (Marburg): Der Zionismus im Ersten Weltkrieg
Lutz Fiedler (Leipzig): Zwischen Zionismus und Universalismus: Prag und die Entstehung der Nationalismusforschung
Michael Enderlein (Hamburg): Messianismus und Weltbürgertum: Hans Kohns Theorien des Nationalismus als Versuche der Einhegung und Aufhebung
Christian Wiese (Falmer/Frankfurt am Main): Das dämonische Antlitz des Nationalismus: Robert Weltschs Deutung des Zionismus angesichts des Nationalsozialismus
Francis R. Nicosia (Burlington): Kommentar

Creating a World Population: The Global Transfer of Techniques of Population Control in the 20th Century
von Maria Dörnemann, Seminar für Zeitgeschichte Tübingen

Leitung: Veronika Lipphardt, Max Planck Institute for the History of Science Berlin; Corinna R. Unger, Jacobs University Bremen
Veronika Lipphardt (Berlin) / Corinna R. Unger (Bremen): Introduction: The Global Transfer of Techniques of Population Control in the 20th Century
Jesse Olszynko-Gryn (Cambridge): The Globalization of Laparoscopic Sterilization.
Alexandra Widmer (Berlin): An Anglican Nun, New Hebridean Nurses and Indigenous Women: Assemblages in the Attempts to Increase the Population in the New Hebrides.
Sybilla Nikolow (Bielefeld): Visualizing Population Changes: Pictorial Statistics and Global Demography
Patrick Wagner (Halle): Comment

Ökonomien der Aufmerksamkeit im 20. Jahrhundert. Eine transnationale Perspektive auf Techniken der Messung, Vermarktung und Generierung von Aufmerksamkeit
von Regina Finsterhölzl, Humboldt-Universität zu Berlin

Leitung: Christiane Reinecke / Malte Zierenberg, Humboldt-Universität zu Berlin
Malte Zierenberg (Berlin): Der Zuschauer. Zur Konstruktion einer Figur der Aufmerksamkeitsökonomie im 20. Jahrhundert
Bernhard Fulda (Cambridge): Der Markt der politischen Meinungen. Meinungsforschung und Öffentlichkeit in transnationaler Perspektive,
1930-1950
Christiane Reinecke (Berlin): Meinung mit und ohne Markt. Zur Rolle der Umfrageforschung in den beiden deutschen Gesellschaften
Kerstin Brückweh (London): Kartographierung sozialer Unterschiede. Zur Messung und Vermarktung soziokultureller Daten in Großbritannien
Anja Kruke (Bonn): Aufmerksamkeit für Europa. Eurobarometer, empirische Sozialforschung und die Europäische Kommission, 1962-1979
Kommentar: Axel Schildt (Hamburg)

Staatsausbau als Grenzüberschreitung: Das Vordringen der Staatsgewalt auf die lokale Ebene. Ein europäisch-globaler Vergleich mit Blick auf das 19. und 20. Jahrhundert
_von Jörg Neuheiser, Fachbereich Geschichtswissenschaft, Eberhard Karls
Universität Tübingen_

Leitung: Jörg Ganzenmüller, Friedrich-Schiller-Universität Jena / Tatjana
Tönsmeyer, Humboldt-Universität zu Berlin /
Ludwig-Maximilians-Universität München
Joachim von Puttkamer (Jena): Einführung
Tatjana Tönsmeyer (Berlin/München): Aushandlungsorte lokaler Herrschaft
in England und Böhmen: Lokalverwaltungen und Gerichte zwischen Staat,
Adel und lokaler Bevölkerung
Jesús Millán (Valencia): Von der dynastisch-katholischen Weltmacht zum
spanischen Nationalstaat: Leistungen und Schwierigkeiten des
Staatsausbaus in Spanien
Patrick Wagner (Halle an der Saale): Probleme lokaler Staatlichkeit in
der nachkolonialen Welt - eine Vergleichsoption?
Jörn Leonhard (Freiburg im Breisgau): Kommentar

Homo Portans – eine Kulturgeschichte des Tragens
von Vanessa Wormer, Universität Mannheim

Leitung: Annette Kehnel / Sabine von Heusinger, Universität Mannheim
Annette Kehnel (Mannheim): Einführung
Karl-Siegbert Rehberg (Dresden): Keynote: „Der Homo Portans, seine Natur und seine Stellung in der Welt“ – Anmerkungen zum Thema aus Sicht Arnold Gehlens
Sibylle Wolf (Tübingen): „Tragbare“ Frauenfiguren aus ganz Europa – Anhänger aus der Altsteinzeit
Maria Häusl (Dresden): Tragende Gottheiten im alttestamentlichen und vorderorientalischen Kontext
Agostino Paravicini Bagliani (Lausanne): gerere personam Christi: Der Papst als Träger göttlicher Autorität
Sabine von Heusinger (Mannheim): Fasszieher und Karrer – Warenträger in der mittelalterlichen Stadt
Jörg Wettlaufer (Kiel): Das Steintragen als Schandstrafe für Frauen im Mittelalter
Peter Steinbach (Mannheim): Tragen als Strafe im 20. Jahrhundert
Johannes Paulmann (Mannheim): The White Man’s Burden. Der Homo Portans im Kolonialismus
Sigrid Schmitz (Freiburg): Tragen ist Frauensache und die Erde ist eine Scheibe
Mirjam Mencej (Ljubljana): Bonnets, hoods and hats in history and folklore: Little Red Riding Hood as an example
Christian Holtorf (Dresden): Der Homo Portans in Wissenschaft und Öffentlichkeit
Posterpräsentation
Anja Schindler (Klotten): Erfahrungen von den „Etruskern in Bonn“
Ulrike Scherzer (Dresden): Homo Portans im Museum – eine Potentialanalyse

Grenzgänger – Imperiale Biographien in Vielvölkerreichen. Das Habsburger, das Russische und das Osmanische Reich im Vergleich (1806-1914)
von Alexis Hofmeister, Universität zu Köln

Leitung: Dietrich Beyrau, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Dietrich Beyrau (Tübingen): Einleitung und Moderation
Malte Rolf (Hannover): Imperiale Biographien von Grenzgängern: Zur Einführung / Sokrat I. Starynkevic und Anton S. Budilovic: Warschau als Fronterfahrung oder letzte Ruhestätte. Zwei ungleiche Bürokraten und ihre Wanderschaften durch das Romanov-Imperium
Michael Khodarkovsky (Chicago): The Return of Lieutenant Atarshchikov: Empire and Identity in Asiatic Russia
Tim Buchen (Berlin): Galizien und Wien: Der Abgeordnete Joseph Samuel Bloch und sein Werben für eine „Österreichische Identität“
Hannes Grandits (Graz / Berlin): Verwestlichung aus dem Osten? Das Beispiel von Omer-pasa Latas im Kontext des großen osmanischen Reformanlaufs im 19. Jahrhundert
Jörg Baberowski (Berlin): Kommentar

Entgrenzungen (nationaler) Geschichte und Erinnerung: Historische Deutungskonflikte und Aussöhnung im Spannungsfeld von Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik
von Hanna Grzempa / Thomas Strobel, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig

Leitung: Eckhardt Fuchs / Simone Lässig, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig
Eckardt Fuchs (Braunschweig): Einführung
1. Geschichte und Konflikt
Sören Brinkmann (Erlangen): Innergesellschaftliche Konflikte um die Deutung nationaler Geschichte: Das Beispiel Spanien
Gerhard Seewann (Pécs): Bilaterale Deutungskonflikte im geeinigten Europa? Das Beispiel Ungarn-Slowakei
Sven Saaler (Tokyo): Multilaterale und transnationale Geschichtsdebatten: Das Beispiel Ostasien
2. Geschichte und Aussöhnung
Corine Defrance (Paris) / Ulrich Pfeil (St. Etienne): Erinnerung und Geschichte im Prozess der deutsch-französischen Verständigung nach 1945
3. Geschichte zwischen Konflikt und Aussöhnung?
Simone Lässig (Braunschweig): Zwischen History Wars, Konfliktbewältigung und Cultural Diplomacy: Geschichtsschulbücher als Politikum
Christoph Marx (Essen): Kommentar

Zeitgeschichte

Zeitgeschichtliche Forschungen über Fächergrenzen und die Grenzen des Fachs
von Felicitas Schaub, Humboldt-Universität zu Berlin

Leitung: Rüdiger Graf, Ruhr-Universität Bochum / Kim Christian Priemel,
Humboldt-Universität zu Berlin
Willibald Steinmetz (Bielefeld): Moderation
Rüdiger Graf (Bochum): Theorien der Politik in der Zeitgeschichte.
Internationale Beziehungen und Energie in den 1970er Jahren
Benjamin Ziemann (Sheffield): Empirische Sozialforschung als
"Erkenntnisgegenstand" und "Quellenmaterial"
Christina von Hodenberg (London): Medienwissenschaftliche Studien als
Herausforderung der Zeitgeschichte
Kim Christian Priemel (Berlin): Strukturwandel. Transfergeschichte eines wirtschaftswissenschaftlichen Konzepts
Andreas Wirsching (Augsburg): Kommentar

Grenzziehungen. Projektionen nationaler Identität auf Migranten in europäischen Städten seit 1945
von Olga Sparschuh, Freie Universität Berlin

Leitung: Bettina Severin-Barboutie, Justus-Liebig-Universität Giessen
Roberto Sala (Erfurt), Stadt und Nation im Einwanderungsprozess
Imke Sturm-Martin (Köln), Wahrnehmung und Kategorisierung von Migranten in Frankreich und Großbritannien
Susanne Grindel (Braunschweig), Banlieue und Nation. Jugendliche Migranten der Großstädte und die Erziehung und Schulpolitik in Frankreich
Martin Zillinger (Siegen), Verortung ethnischer Ökonomien und transnationaler Netzwerke in Brüssel

Grenzräume. Dimensionen der Berliner Mauer 1961-2010
von Sebastian Richter, Institut für Geschichte, Technische Universität Dresden

Leitung: Klaus-Dietmar Henke, Lehrstuhl für Zeitgeschichte, Technische
Universität Dresden
Manfred Wilke (Berlin): Die Berliner Mauer im Zentrum des längsten
Konflikts des Kalten Krieges zwischen 1958 und 1963
Thomas Lindenberger (Wien): Die Wechselwirkung von Grenzregime und
Gesellschaftskonstruktion im SED-Staat
Gerhard Sälter, (Berlin): Fluchtverhinderung als gesamtgesellschaftliche
Aufgabe
Axel Klausmeier (Berlin): Die Bernauer Straße als deutscher
Erinnerungsort
Leo Schmidt (Cottbus): Die Berliner Mauer als globale Ikone: vom Bauwerk
zum lieu de mémoire

Clan-Strukturen und Policy-Akteure. Die Machtzentralen der staatssozialistischen Parteien zwischen Poststalinismus und Perestroika
von Florian Peters, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Leitung: Jens Gieseke / Rüdiger Bergien, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Jens Gieseke (Potsdam): Einführung und Moderation
Susanne Schattenberg (Bremen): Dnepropetrovsk an der Macht. Clanstrukturen im ZK von Breschnjew bis Gorbatschow
Francesco Di Palma (Berlin): Die ZK-Abteilung für internationale Verbindungen der SED und der Eurokommunismus der PCI und PCF. Akteure, Funktionsweise, Probleme
Petru Weber (Szeged): Minderheitenpolitik im Kommunismus. Steuerungsprobleme und institutionelle Konflikte der ungarischen und rumänischen KP-Zentralen in den achtziger Jahren
Rüdiger Bergien (Potsdam): Policy-Akteure im „Großen Haus“. Der ZK-Apparat der SED und die Performativität kommunistischer Herrschaft
Christoph Boyer (Salzburg): Kommentar

Public History – Geschichte in der Öffentlichkeit. Das zwanzigjährige Jubiläum von „1989“ im Spannungsfeld von akademischer und öffentlicher Zeitgeschichte
von Ruth Rosenberger, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Leitung: Irmgard Zündorf / Martin Sabrow; Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Irmgard Zündorf (Potsdam): Moderation
Simone Rauthe (Köln): Einführung
Sven-Felix Kellerhoff (Berlin) / Frank Bösch (Gießen): Historiker als
Journalisten
Rosmarie Beier-de Haan (Berlin) / Olaf Hartung (Gießen): Historiker in
Museen/Gedenkstätten
Anna Kaminsky (Berlin) / Edgar Wolfrum (Heidelberg): Historiker als
"Aufarbeiter"
Thomas Schuhbauer (Hamburg) / Hanno Hochmuth (Berlin): Historiker als
Filmemacher
Martin Sabrow (Berlin/Potsdam): Kommentar

Genealogien der Menschenrechte
von Lasse Heerten, Freie Universität Berlin / Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Leitung: Stefan-Ludwig Hoffmann, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Stefan-Ludwig Hoffmann (Potsdam): Einführung: Zur Genealogie der
Menschenrechte
Samuel Moyn (New York): Do Human Rights Have a Prehistory?
Hans Joas (Erfurt / Chicago): Die Geschichte der Menschenrechte als
Sakralisierung der Person
Jan Eckel (Freiburg): Moralischer Interventionismus. Zur Neuerfindung
von internationalem Menschenrechtsaktivismus in den 1970er Jahren
Michal Kopecek (Prag): Dissidence, Human Rights, and Liberal Nationalism
in East Central Europe 1968-1989 (ausgefallen)
Sandrine Kott (Genf): Kommentar

Grenzverschiebungen. Historische Semantik der 1960er und 1970er im deutsch-britischen Vergleich
von Nicole Kramer, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Leitung: Elke Seefried, German Historical Institute London / Universität Augsburg, Martina Steber, German Historical Institute London
Riccardo Bavaj (St Andrews): Liberalismus – liberalism
Dominik Geppert (Bonn): Markt – market
Holger Nehring (Sheffield): Demokratie – democracy
Martina Steber (London): Konservatismus – conservatism
Elke Seefried (London/Augsburg): Zukunft – future
Willibald Steinmetz (Bielefeld): Kommentar

Die innerdeutsche Grenze als Realität, Narrativ und Element der Erinnerungskultur
von Ines Meyerhoff, Historisches Seminar, Leibniz Universität Hannover

Leitung: Carl-Hans Hauptmeyer / Detlef Schmiechen-Ackermann, Leibniz-Universität Hannover
Carl-Hans Hauptmeyer (Hannover): Einführung
Detlef Schmiechen-Ackermann (Hannover): Teilung – Gewalt – Durchlässigkeit. Die innerdeutsche Grenze 1945–1989 als Thema und Problem der Zeitgeschichte
Rainer Potratz (Marienborn): Die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn – Ort der Erinnerung und der Begegnung
Thomas Schwark (Hannover): Man sieht nur, was man weiß… Strategien der Vermittlung von „Grenzbildern“ in Geschichtsmuseen
Ines Meyerhoff (Hannover): Die fotografierte Grenze - Fotografie über Grenzen?
Hedwig Wagner (Jena): Die Narrativisierung Berlins durch Berliner Mauerfilme
Jürgen Reiche (Bonn): Die Wirklichkeit hinter den Bildern – Kommentar
Carl-Hans Hauptmeyer (Hannover): Leitung der Abschlussdiskussion und Resümee

Grenzen der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg
von Jakob Ackermann, Nürnberg

Leitung: Waltraud Schreiber, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt; Felix Ackermann, Institut für angewandte Geschichte Frankfurt an der Oder

Felix Ackermann (Frankfurt an der Oder): Moderation
Waltraud Schreiber (Eichstätt): Einführung
Block I:
Bernd Robionek (Berlin): Räumliche Erinnerungskultur in Dalmatien zwischen Partisanenkult und Nationalstaatlichkeit
Stephanie Herold (Berlin): Skopje. Stadtraum und Erinnerung in einem multiethnischen Staat
Stefan Troebst (Leipzig): Kommentar
Block II:
Rasa Balockaite (Kaunas): Vilnius, Minsk, Kiew. Städtische Erinnerungslandschaften des Zweiten Weltkriegs
Alena Paškovi&#269; (Brest) / Christian Ganzer (Kiew): Die Verteidigung der Festung Brest. Museale Repräsentation als Mythos?
Monika Flacke (Berlin): Kommentar
Waltraud Schreiber (Eichstätt): Kommentar

Epochenübergreifend

Historische Epochengrenzen und Periodisierungssysteme im globalen Vergleich
von Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer, Historisches Institut, Fernuniversität in Hagen

Leitung: Christoph Marx, Universität Duisburg-Essen
Justus Cobet (Duisburg/Essen): Zur Periodisierung des europäischen Narrativs
Angelika Malinar (Zuerich): Repräsentation historischen Wandels in indischen Quellen und die moderne Geschichtsschreibung
Stefan Reichmuth (Bochum): Die Frühe Neuzeit als kulturübergreifendes Konzept: die islamische Welt
Helwig Schmidt-Glintzer (Göttingen/Wolfenbüttel): Vergegenwärtigung der Geschichte oder Versorgung der Vergangenheit: Periodisierungsdebatten in China

Der Topos des leeren Raumes als narratives Konstrukt mittelalterlicher und neuzeitlicher Einwanderergesellschaften
von Kerstin Weiand, Fachgebiet Neuere Geschichte, Philipps-Universität Marburg

Leitung: Matthias Asche, Eberhard-Karls-Universität Tübingen; Ulrich Niggemann, Philipps-Universität Marburg
Matthias Asche (Tübingen): Einführung in das Thema der Sektion
Norbert Kersken (Marburg): Der leere Raum in mittelalterlichen
Narrativen zu Landnahme und Landesausbau
Ulrich Niggemann (Marburg): "Desert", "Wilderness", "End of the Earth"
- Konzepte von Wildnis in Neu- England und am Kap der Guten Hoffnung
Matthias Asche (Tübingen): "ein Land, worin Gott Raum gemacht" -
Wahrnehmungen und Deutungen der Einwanderung und Niederlassung
Salzburger Protestanten in Preußisch-Litauen und deutscher Kolonisten im Russischen Reich
Georg Schild (Tübingen): "they did not own the land" - die
Rechtfertigung der Verdrängung der Indianer Nordamerikas im 19.
Jahrhundert
Robert Kenny (Melbourne): From "Terra Incognita" to "Terra Nullius" -
Filling the Australian Emptiness

Grenzen der Sicherheit – Grenzen der (Spät-)Moderne?
von Christoph Wehner, Ruhr-Universität Bochum

Leitung: Cornel Zwierlein, Ruhr-Universität Bochum
Cornel Zwierlein (Bochum): Einführung
Steffen Patzold (Tübingen): „Human security“ und „fragile Staatlichkeit“ im Frühmittelalter: Zur Fragwürdigkeit der Epochengrenze zwischen Vormoderne und Moderne
Stefanie Rüther (Münster): Sicherheit als Privileg. Möglichkeiten und Grenzen der Sicherheitspolitik zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit
Cornel Zwierlein (Bochum): Naturkatastrophen um die Jahre 1300, 1700 und 2000: Sind Grenzen der Versicherbarkeit auch Epochengrenzen?
Stig Förster (Bern): Staatliche Sicherheit und staatliches Gewaltmonopol im 19. und 20. Jahrhundert – Erstrebenswerte Norm oder historische Ausnahmeerscheinung?
Eckart Conze (Marburg): ‚Securitization‘: Gegenwartsdiagnose oder Prozess der ‚longue durée‘?
Christopher Daase (Frankfurt am Main): Kommentar

Über Grenzen – Transnationale Parteienkooperation in Europa
von Benjamin Legrand, Ruhr-Universität Bochum

Leitung: Wilfried Loth, Universität Duisburg-Essen; Jürgen Mittag, Ruhr-Universität Bochum
Michael Gehler (Hildesheim): Die transnationale Parteienkooperation christdemokratischer und konservativer Parteien
Guido Thiemeyer (Cergy Pontoise): Die transnationale Parteienkooperation liberaler Parteien
Jürgen Mittag (Bochum): Sozialistische und sozialdemokratische Parteienkooperation im 20. Jahrhundert
Janosch Steuwer (Bochum): Transnationale Kooperation rechtsextremer Parteien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Christoph Zöpel (Dortmund): Transnationale Parteienkooperation in der politischen Praxis: Die Sozialistische Internationale im 20. und 21. Jahrhundert
Christian Salm (Portsmouth): Das Potenzial von Ansätzen der Netzwerkforschung

Grenzmissverständnisse in der Globalgeschichtsschreibung (ca. 1500–1900)
von Stefan Kaufmann, Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit, Universität Erfurt

Leitung: Susanne Rau, Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit, Universität Erfurt; Benjamin Steiner, Excellenzcluster "Normative Orders", Johann-Wolfgang Goethe Univeristät Frankfurt am Main
Susanne Rau (Erfurt) / Benjamin Steiner (Frankfurt am Main): Einleitende Bemerkungen, Grenztheorie-Diskurse und Grenzmissverständnisse in der Praxis der Globalgeschichtsschreibung
Alexander Drost (Jena / Greifswald): Grenzenlos eingrenzen – koloniale Raumstrukturen der Frühen Neuzeit in den Konfliktfeldern zwischen Asien und Europa
Stefanie Michels (Frankfurt am Main): Schwarze deutsche Kolonialsoldaten und die Ambivalenz der kolonialen frontier
Norbert Finzsch (Köln): Siedlerimperialismus in Australien: Frontier, Landnahme und Sozio-Ökologische Systeme
Benjamin Steiner (Frankfurt am Main): Wissen als Träger und Bedingung imperialer Grenzvorstellungen im Verhältnis von Europa und Afrika in der Frühen Neuzeit
Susanne Rau (Erfurt): Kommentar, Raumfiguren und Grenz-Sprachen

Virtuelle Grenzen der Geschichtswissenschaft. Stand und Perspektiven der Digitalen Geschichtsforschung
von Georg Vogeler, Zentrum für Informationsmodellierung in den Geisteswissenchaften, Karl-Franzens-Universität Graz; Patrick Sahle, Cologne Center for eHumanities, Universität zu Köln; Malte Rehbein, Zentrum für Digitale Edition, Universität Würzburg

Leitung: Malte Rehbein, Würzburg; Patrick Sahle, Köln; Georg Vogeler, München

Podiumsdiskussion
Helmut Flachenecker (Würzburg)
Peter Haber (Basel)
Jakob Krameritsch (Wien)
Angela Schwarz (Siegen)

Geschichtsdidaktik

Globalgeschichtliche Perspektiven im Geschichtsunterricht. Sektion des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands
von Wolfgang Geiger, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt; Thomas Lange, Seminar für Didaktik der Geschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Leitung: Hans Woidt, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Hans Woidt (Tübingen): Einführung und Leitung
Unsuk Han (Seoul): Globalisierung aus asiatischer Sicht
Hermann J. Hiery (Bayreuth): Globalisierung aus europäischer Sicht
Hilke Günther-Arndt (Berlin) - Urte Kocka (Berlin) - Judith Martin
(Berlin): Globalgeschichte im Unterricht (Theorie und Praxis)
Matti Münch (Rottweil): Globalgeschichte im Unterricht (Themen und
Materialien)

Schulfach Geschichte: Geschichtslehrpläne ohne Inhalte?
von Ralph Erbar, Mainz

Leitung: Ulrich Bongertmann, Rostock, Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e. V.
Diskutanten
Ulrich Bongertmann (Vorsitz, Mecklenburg-Vorpommern)
Rolf Ballof (Niedersachsen)
Rolf Brütting (Nordrhein-Westfalen)
Peter Droste (Nordrhein-Westfalen)
Willi Eisele (Bayern)
Wolfgang Geiger (Hessen)
Walter Helfrich (Rheinland-Pfalz)
René Mounajed (Niedersachsen)

Was ist guter Geschichtsunterricht? Qualitätsmerkmale in der Kontroverse
von Kristina Lange, Ruhr-Universität Bochum

Leitung: Meik Zülsdorf-Kersting, Universität Osnabrück; Holger Thünemann,
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Meik Zülsdorf-Kersting (Osnabrück): Einführung
Holger Thünemann (Münster): Guter Geschichtsunterricht aus der
Lehrerperspektive
Johannes Meyer-Hamme (Hamburg): Guter Geschichtsunterricht aus der
Schülerperspektive
Gerhard Henke-Bockschatz (Frankfurt am Main): Guter Geschichtsunterricht
aus fachdidaktischer Perspektive
Peter Gautschi (Aarau): Fazit - Fragen - Perspektiven

Geschichtsmethodik und -theorie

Im Grenzbereich zwischen Quellenproduzenten, Archiven und historischer Forschung
von Janina Fuge, Universität Hamburg

Leitung: Rainer Hering, Landesarchiv Schleswig-Holstein / Universität Hamburg; Robert Kretzschmar, Landesarchiv Baden-Württemberg, Universität Tübingen
Robert Kretzschmar (Stuttgart/Tübingen): Hilflose Historikerinnen und Historiker in den Archiven? Zur Bedeutung einer zukünftigen archivalischen Quellenkunde für die universitäre Lehre
Rainer Hering (Schleswig/Hamburg): Digitale Quellen und historische Forschung
Malte Thießen (Hamburg): Quellenbewertung im vorarchivischen Bereich. Vom Nutzen und Nachteil der Recherche in Registraturen
Sylvia Necker (Hamburg): Verplant und Vermessen. Karten, Pläne und Modelle als Quellen für die Geschichtswissenschaft
Peter Haber (Basel): Kommentar

Wie schreibt man Deutsche Geschichte im Zeitalter der Transnationalität? Die Neukonzeption des Oxford Handbook of Modern German History in der Diskussion
von Thomas Werneke, Humboldt-Universität zu Berlin

Leitung: Thomas Mergel, Humboldt-Universität zu Berlin
Helmut Walser Smith (Nashville): Die Konzeption des Oxford Handbook
Rebekka Habermas (Göttingen): 19. Jahrhundert/Religion
Thomas Mergel (Berlin): 20. Jahrhundert/Politik
Adam Tooze (New Haven): 20. Jahrhundert/Wirtschaft
Dieter Langewiesche (Tübingen): Kommentar

Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

Die Entstehung des modernen Unternehmens: Aufkommen, Form und Grenzen der Institutionalisierung und Diffusion in Europa 1400-1900
von Christian Müller, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Leitung: Ralf Banken, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Michael Rothmann (Gießen): Handelsgesellschaften und Gewerbeunternehmungen im Spätmittelalter
Stefan Gorißen (Bielefeld): Kaufleute – Verleger – Unternehmer. Ökonomische Akteure und Betriebsformen im 18. und frühen 19. Jahrhundert
Ralf Banken (Frankfurt am Main): Handlung, Firma, Unternehmen. Zur Institutionalisierung der modernen Unternehmung im 19. Jahrhundert
Alfred Reckendrees (Kopenhagen): ’nur durch das Actiensystem lässt sich die englische Industrie auf deutschen Boden verpflanzen’? – Industrialisierung und Unternehmensformen im frühen 19. Jahrhundert
Clemens Wischermann (Konstanz): Kommentar

Geschichten von Menschen und Dingen – Potenziale und Grenzen der Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) für die Geschichtswissenschaft
von Catarina Caetano da Rosa, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen; Marcel Streng, Universität Köln

Leitung: Christina Benninghaus, Universität Bielefeld
Klaus Weinhauer (Wassenaar, NL): Heroin: Vom Hustenmittel zur illegalen Droge (1898-1912)
Christina Benninghaus (Bielefeld): Eine neue Art, unfruchtbar zu sein: Die Einführung der Tubendurchblasung um 1920
Dagmar Ellerbrock (Bielefeld): Browning, Mauser und Co. als Startschuss einer neuen deutschen Waffenkultur
Martin Kohlrausch (Bochum): Jenseits des Bauwerks: Professioneller Wandel und neue soziale Relevanz moderner Architekten nach 1918
Martina Heßler (Hamburg): Kommentar

Die Technisierung der Ernährung und die Grenzen des „Natürlichen“. Beiträge zur Technikgeschichte der Ernährung vom ausgehenden 19. bis ins 21. Jahrhundert
von Ulrike Thoms, Institut für Geschichte der Medizin, Berlin

Leitung: Karin Zachmann, Technische Universität München
Helga Satzinger (London): Leitung und Kommentar
Thomas Wieland (München): Von der klassischen Pflanzenzüchtung zur Grünen Gentechnik. Transformationen des biopolitischen Raumes.
Karin Zachmann (München): Grenzenlose Machbarkeit und unbegrenzte Haltbarkeit? Das „friedliche Atom“ im Dienst der Land- und Ernährungswirtschaft
Uwe Spiekermann (Washington, DC): Die gescheiterte Neugestaltung der Alltagskost. Eiweißpräparate und und Lebensmittelsurrogate im späten Kaiserreich
Uwe Fraunholz (Dresden): Substitut, Imitat, Surrogat: Soft-Drink-Innovationen im Nationalsozialismus und in der DDR
Carolyn de la Peña (University of Texas at Austin): Have your Cake and Eat it Too: Visions of Techno-Nature in the marketing of Nutra-Sweet.

Zitation
Berichte vom Historikertag 2010, in: H-Soz-Kult, 15.10.2010, <www.hsozkult.de/text/id/texte-1391>.
Redaktion
Veröffentlicht am
15.10.2010
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