Publication Reviews/

Leal, Claudia: Landscapes of Freedom, Tucson 2018
Rev. by Felipe Fernández, Lateinamerika-Institut, Freie Universität Berlin

Die Monographie "Landscapes of Freedom" der Umwelthistorikerin Claudia Leal beschäftigt sich mit der Entstehung einer freien Bauerngesellschaft[1] in der kolumbianischen Pazifikregion nach der Abschaffung der Sklaverei. Die Studie verortet sich in der Historiographie postemanzipatorischer Gesellschaften in Lateinamerika, in der Geschichtsschreibung über den Übergang von Sklaven- zu freien Gesellschaften.

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Wiesehöfer, Josef; Brinkhaus, Horst; Bichler, Reinhold (Hrsg.): Megasthenes und seine Zeit / Megasthenes and His Time, Wiesbaden 2016
Rev. by Joachim Karmaat, Abteilung für Alte Geschichte, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Bedeutung des Megasthenes für die althistorische Forschung spiegelt sich nicht in seiner bisherigen Rezeption wider.[1] Als „Diplomat“ griechischer Herrscher am Hof des Chandragupta Maurya verfasste er eine vierbändige Indiká. Diese Schrift bildete eine wesentliche Grundlage des literarischen Wissens über Indien in der griechisch-römischen Welt.

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Jüngerkes, Sven (Hrsg.): Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Düsseldorf 2016
Rev. by Nicole Kramer, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Als Historiker/in gehört die Suche nach geeigneten Quellen zu einer der Herausforderungen des wissenschaftlichen Arbeitsprozesses. Je näher man nun aber mit dem Forschungsgegenstand an die Gegenwart heranrückt, desto weniger arbeitet man als Detektiv/in, der/die nach Informationssplittern sucht und diese wie ein Puzzle zusammensetzt.

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Edwards, Sian: Youth Movements, Citizenship and the English Countryside, London 2018
Rev. by Anette Schlimm, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Das vorliegende Buch, das auf einer an der University of Sussex entstandenen PhD-Thesis basiert, beschäftigt sich mit einem in Großbritannien in den letzten Jahren vermehrt bearbeiteten Thema, nämlich dem Zusammenhang von Citizenship (Bürgerschaft im weiteren Sinne) und Landschaft, Natur, Ländlichkeit.

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Events/

Call for Papers
13.12.2018 - 15.12.2018 Forschergruppe "Migration und Mobilität in Spätantike und Frühmittelalter", Universität Tübingen

We would like to invite historians and archaeologists to submit proposals for papers to be delivered at a two-day conference (December 13-15, 2018) at the University of Tübingen on migration and mobility across the Roman-Persian frontier in Late Antiquity.

The conference will be organised by Ekaterina Nechaeva and Alexander Sarantis as a part of the research activities of the DFG (German Research Foundation) Centre for Advanced Studies Project on Migration and Mobility in Late Antiquity and the Early Middle Ages Project (Directors: Mischa Meier, Steffen Patzold and Sebastian Schmidt-Hofner).

While studies of cross-frontier migration in Late Antiquity tend to focus on the northern Rhine and Danube frontiers, the Roman-Persian frontier, running from the Transcaucasian Black Sea coast to the Syrian Desert, also witnessed regular population movements.

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Conference
25.09.2018 - 28.09.2018 Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD); Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. (VGD); Universität Hamburg

52. Deutscher Historikertag Hamburg 2018 – „Gespaltene Gesellschaften“

25. – 28. September 2018

Sektionsübersicht: Mittelalterliche Geschichte

Abstracts und weitere Informationen auf der Homepage des Historikertages: https://www.historikertag.de/Muenster2018/

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Call for Papers
18.07.2018 All Souls College, University of Oxford

CfP: New Voices in the History of War

It is now more than a half-century since ‘new military history’ began to challenge the traditional orthodoxy among historians of war, and successive waves of social and cultural history during the intervening decades have made an indelible impact on the changing face of the subdiscipline.

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Conference
08.06.2018 - 10.06.2018 Gesellschaft für Überseegeschichte

Wissenstransfer in globalgeschichtlicher Perspektive – Akteure, Institutionen, Medien

Die Gesellschaft für Überseegeschichte (GÜSG) wird sich auf ihren Jahrestagungen in Düsseldorf (2018) und Hamburg (2019) mit dem Thema Wissenstransfer befassen. Im Rahmen der beiden Tagungen sollen aktuelle Forschungen vorgestellt und diskutiert werden, die sich mit Formen der Aneignung, Zirkulation, Sammlung und Präsentation von Wissen in interkontinentalen Zusammenhängen befassen.

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Exhibition Reviews/

Haus der Geschichte Baden-Württemberg (Hrsg.) ... denn die Zeiten ändern sich
22.12.2017 - 24.06.2018 Haus der Geschichte Baden-Württemberg
Rev. by Silke Mende, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin

Alle zehn Jahre wieder steht ein Jubiläumsmarathon zu „1968“ ins Haus. Während viele der damaligen Protagonistinnen und Protagonisten mittlerweile in die Rentenjahre gekommen sind, findet die Auseinandersetzung mit dem Erbe von 1968 dieses Mal vor einer veränderten politischen Landschaft in Deutschland und Europa statt: Systemkritik und Populismus machen sich allenthalben lautstark bemerkbar, und mit der AfD sitzt eine Partei aus diesem Spektrum im Bundestag, die dezidiert „weg vom links-rot-grün-versifften 68er-Deutschland“ will.[1] Die kalendarische Gelegenheit zur weniger ideologischen Rückschau und Bilanz lassen sich selbstredend auch zahlreiche Institutionen und Museen nicht entgehen, so etwa das Haus der Geschichte Baden-Württemberg.

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29.11.2017 - 02.04.2018 NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit der Fachstelle für Demokratie der Landeshauptstadt München und der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V. (a.i.d.a.)
Rev. by Britta Schellenberg, Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München

„Wir kommen wieder!“, „Du dreckige Nestbeschmutzerin“ und „Deutschland den Deutschen!“ – solche Zitate stammen aus Drohbriefen, Postkarten und Plakataktionen von Personen, die nach 1945 in den Besatzungszonen und ab 1949 in der Bundesrepublik Deutschland als „Nazis“, „Neonazis“ oder „Rechtsextremisten“ bezeichnet wurden.

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Conference Reports/

03.05.2018 Konrad-Adenauer-Stiftung
By Claudius Kiene, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

Ein kurzer Blick in die Feuilletons deutscher Leitmedien offenbart es: die Chiffre ‚68‘ hat bis heute wenig von ihrer Polarisierungskraft eingebüßt. Selbst in der Politik wird gegenwärtig wieder um die Deutungshoheit über ‚68‘ gerungen, wenn namhafte Politiker etwa die Forderung erheben, endlich „das Denken der 68er“ zu überwinden.

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29.01.2018 - 30.01.2018 Stefan Laffin, Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld; Teresa Malice, Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld / University of Bologna
By Stefan Laffin, Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld; Teresa Malice, Bielefeld Graduate School in History and Sociology, Universität Bielefeld / University of Bologna

The workshop took place at the premises of the Bielefeld Graduate School in History and Sociology, which likewise funded and promoted the scholarly exchange. Young researchers from German, Italian, French and Scottish universities discussed aspects of their research that were thematically and / or temporally connected to the topic.

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13.07.2017 - 14.07.2017 Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität; Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Hans-Bredow-Institut für Medienforschung Hamburg
By Constanze Seifert-Hartz, Institut für Geschichtswissenschaft, Technische Universität Braunschweig

Authentizität gilt als „Zauberwort der Gegenwart“, als gesellschaftliches Phänomen und geschichtskulturelles Problem von großem Interesse. Potsdam, so MARTIN SABROW (Potsdam), kann als ein „Epizentrum“ der Aushandlung historischer Authentizität betrachtet werden. Insbesondere im Hinblick auf die Kontroversen zum Wiederaufbau des ehemaligen Stadtschlosses und der Garnisonkirche.

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21.10.2017 Oliver Auge, Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
By Henning Andresen / Stefan Brenner, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Da die Frage nach der Struktur, Beschaffenheit und Sicherung von Grenzen als Bestandteil zahlreicher politischer und gesellschaftlicher Debatten aktueller denn je ist, bietet sich vor diesem Hintergrund auch die Beschäftigung mit längst vergangenen Grenzen und Grenzräumen an. In seiner um 1075 verfassten „Hamburger Kirchengeschichte“ berichtet der Chronist Adam von Bremen vom Limes Saxoniae, der – festgelegt von Karl dem Großen – die Gebiete unter fränkischem Einfluss von dem Siedlungsraum der slawischen Abodriten als nordöstliche Reichsgrenze getrennt habe.

Die Frage nach der tatsächlichen Existenz dieser Grenze ist in der jüngeren Vergangenheit verstärkt zum Bestandteil wissenschaftlicher Diskussionen geworden.

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Journals/

Nach all den heftigen Protesten und Demonstrationen gegen Zechenschließungen im Ruhrgebiet aufgrund des wirtschaftlichen Bedeutungsverlusts der heimischen Kohle seit dem Ende der 1950er Jahre gestaltet sich das letzte Jahr der Kohleförderung im Revier eher als Event. Viele kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen und Veröffentlichungen (bis hin zum Panini-Album) widmen sich nachdenklich, doch insgesamt fröhlichfeierlich dem Ende der aktiven Kohlenförderung im Revier – so auch das vorliegende Themenheft des Forums Geschichtskultur Ruhr.
Historisch-reflexiv wird auf verschiedene Phasen des Abschieds vom Ruhrbergbau nach 1945 im europäischen Vergleich eingegangen, wobei das bundesdeutsche sozialkooperative Krisenmanagement auffällt (F.-J.

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Historical Social Research Supplement 30 (2018)

Klaus J. Bade: Historische Migrationsforschung. Eine autobiografische Perspektive

Klaus J. Bade ist ein Pionier der modernen Historischen Migrationsforschung, die sich in Deutschland seit den 1970er Jahren entfaltete. Er hat als Forscher, Publizist, Forschungsorganisator und als Praktiker der ‚Angewandten Migrationsforschung‘ (‚Applied Migration Research’) entscheidend dazu beigetragen, die neue Forschungsrichtung zu konzipieren, zu stärken und bekannt zu machen:

Als Forscher hat er viele Monographien, Sammelbände und Einzelstudien publiziert, die national und international Beachtung fanden.

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As the Cold War ended in the early 1990s, scholars of contemporary international affairs started taking a new look at the basic conflicts that had dominated the latter part of the twentieth century. A plentiful new historical literature on the Cold War era has come into being, greatly helped by the increase in access to archives and other source materials in most countries of the world, from the former Communist states in Europe, to China, to South Africa and elsewhere.

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Heft 1/2018 von Berliner Debatte Initial widmet sich in seinem Themenschwerpunkt aus Sicht verschiedener Disziplinen Fragen der Grenzforschung. In der politischen Kommunikation werden Grenzen meist als markierte Linien begriffen, die das Gebiet eines Staates von Nachbarterritorien trennen. Die Beiträge verdeutlichen, dass Grenzen weitaus vielfältiger zu verstehen sind.

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