Publication Reviews/

Jacob, Joachim; Süßmann, Johannes (Hrsg.): Das 18. Jahrhundert, Stuttgart 2018
Rev. by Matthias Willing, Marburg

Der Name „Pauly“ steht in der Gelehrtenwelt synonym für eine qualifizierte lexikalische Bearbeitung der Antike. Am bekanntesten ist die monumentale „RE“, Pauly-Wissowas „Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft“, die seit Ende des 19. Jahrhunderts herausgegeben wurde.[1] In dieser Tradition steht „Der Neue Pauly“ (DNP), der das Spektrum seiner Vorgänger beträchtlich erweitert und neben der Reihe, die sich dem antiken Stoff widmet (Bände 1–12), auch die Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Faches mit einbezieht (Bände 13–15).

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Michels, Christoph: Antoninus Pius und die Rollenbilder des römischen Princeps, Berlin 2018
Rev. by Oliver Schipp, Historisches Seminar, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Antoninus Pius gilt als der große Langweiler unter den römischen Kaisern. Sein Umfeld war nicht skandalträchtig, er tyrannisierte nicht den Senat, ja nicht einmal eine liebenswerte Marotte ist von ihm bekannt. Der Mann ohne besondere Eigenschaften wurde zudem nie an der Front gesehen. Daran kann auch Christoph Michels in seiner nun publizierten Habilitationsschrift grundsätzlich nichts ändern.

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Rubel, Alexander: Per Anhalter durch die Antike, Wiesbaden 2017
Rev. by Jens Bartels, Abteilung Alte Geschichte, Historisches Seminar, Universität Zürich

Das Verfassen einer Überblicksdarstellung über die Geschichte der Antike ist spätestens in Hinblick auf die dazu eingehenden Rezensionen eine eher mühselige Aufgabe. Das Ziel und der Umfang des Buches zwingen meist zu einer Reihe von Entscheidungen, bei denen ein geteiltes Echo sicher ist. Entsprechend geht es hier weniger darum, abweichende Meinungen im Detail hervorzuheben, sondern eher darum, wie sich das zu besprechende Buch in Umfang, Struktur und Vorgehen von anderen vergleichbaren Büchern unterscheidet.

Dem Autoren Alexander Rubel, der auch eine kurze griechische Geschichte im selben Verlag publiziert hat[1], ist das Feld solcher Überblicksdarstellungen nicht neu.

Eine naheliegende Frage an solche Werke ist, welchen Zeitraum sie abdecken.

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Robarts, Andrew: Migration and Disease in the Black Sea Region, London 2017
Rev. by Stefan Rohdewald, Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen

Andrew Robarts legt mit diesem Band eine Pionierstudie konkreter Aspekte der Schwarzmeerregion vor, definiert als ein in Krieg und Frieden hergestellter Interaktionsraum. Die Region wird hier konstituiert durch Netzwerke und Verbindungen, ganz im Sinne relationaler sozialer Räume (Bourdieu), aber auch bereits von der Ökologie ausgehender Überlegungen hier genannter Schwarzmeer-Umwelthistoriker des 19.

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Events/

Call for Papers
25.02.2019 - 26.02.2019 Arbeitskreis Hochschullehre in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)

Jahrestagung des Arbeitskreises Hochschullehre in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) am 25. und 26. Februar 2019 an der Westfälischen Wilhelms-Universität-Münster.

Vielfalt und Weitblick in der politikwissenschaftlichen Hochschullehre
Bei den bisherigen Veranstaltungen des Arbeitskreises Hochschullehre wurde immer wieder angesprochen, dass sich die Lehre in der Politikwissenschaft durch zum Teil sehr heterogene Lehr- und Lernbedingungen auszeichnet.

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Call for Papers
03.05.2019 - 04.05.2019 Gesellschaft für Designgeschichte e.V.; Kunstmuseen Krefeld

IM ZEICHEN DES BAUHAUSES: 1919-2019
Kunst und Technik. Design im digitalen Zeitalter
3.–4. Mai 2019 im Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld
Tagung der Gesellschaft für Designgeschichte e.V.
in Kooperation mit den Kunstmuseen Krefeld

Die Kunstmuseen Krefeld und die Gesellschaft für Designgeschichte veranstalten
anlässlich des Bauhaus-Jahres 2019 eine gemeinsame Tagung zum Design in der heutigen Zeit.

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Workshop
29.11.2018 - 30.11.2018 Julia Zons / Nicole Hesse, Historisches Instituts, Universität Stuttgart; in Zusammenarbeit mit dem IZKT und der Leibinger-Stiftung

Landschaft ist immer Verschiedenes zugleich: konkreter Ort und Imagination, Materialität und Diskurs, Quelle und Konzept. Dabei wird Landschaft von verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen sehr unterschiedlich in den Blick genommen. Den kleinsten gemeinsamen Nenner bildet die Grundannahme, dass Landschaft immer technisch und symbolisch entworfen ist.

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Conference
03.12.2018 - 04.12.2018 Markus A. Castor (Deutschen Forum für Kunstgeschichte, Paris), Martin Schieder (Universität Leipzig), Wiebke Windorf (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Ce colloque se propose d’interroger les témoignages, les expériences religieuses et les transformations esthétiques de l’espace sacré au siècle des Lumières. Dans le contexte d’un débat caractérisé par la critique de l’Église et de l’absolutisme, l’athéisme et la démystification de la religion, mais aussi par la recherche d’une réactualisation crédible du spirituel, les conceptions (syn)esthétiques de l’espace sacré revêtent une pertinence toute particulière.

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Exhibition Reviews/

Bertrand, Christophe; Lachèvre, Carine; Lagrance, François; Ranvoisy, Emmanuel (Hrsg.) À l’Est la guerre sans fin, 1918-1923
05.10.2018 - 20.01.2019 Musée de l'Armée
Rev. by Cristian Cercel, Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum

Rund um den 11. November 2018 feiert man das 100-jährige Jubiläum des Endes des Ersten Weltkriegs. Vor diesem Hintergrund ist die Kernaussage der neuen Sonderausstellung im Pariser Armeemuseum, einem der größten militärhistorischen Museen überhaupt, auf den ersten Blick provokativ: „À l’Est la guerre sans fin, 1918–1923“ – im Osten, der Krieg ohne Ende.

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Breuss, Susanne (Hrsg.) Mit Haut und Haar
19.04.2018 - 06.01.2019 Wien Museum
Rev. by Steffi Grundmann, Historisches Seminar, Alte Geschichte, Bergische Universität Wuppertal

Unter dem Titel ‚Mit Haut und Haar‘ zeigt das Wien Museum eine körperhistorische Sonderausstellung, die sich unterschiedlichen Körperpflegepraktiken aus (stadt-)historischer Perspektive widmet. Einerseits gehört sie damit in eine Reihe von Ausstellungen, bei denen bisher insbesondere die Haare und seltener die Haut im Zentrum gestanden haben.[1] Andererseits hebt sich die aktuelle von den früheren Ausstellungen und auch von der körperhistorischen Forschung ab[2], indem sie Haut und Haar gemeinsam betrachtet und einen lokalhistorischen statt kultur- und epochenübergreifenden Ansatz wählt.

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Conference Reports/

18.10.2018 - 20.10.2018 Johannes Pahlitzsch, Arbeitsbereich Byzantinistik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Jörg Rogge Mittelalterliche Geschichte, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Leibniz-Wissenschaftscampus Mainz „Byzanz zwischen Orient und Okzident“
By Andrea Bersch / Oana-Andreea Chiriluș / Gwendolyn Döring / Philipp Kuhn / Katharina Schoneveld und Christos Zafeiropoulos, Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, wie man in den Kulturen des Euromediterraneums mit militärischen Siegen und Niederlagen, Siegern und Besiegten umging. Sie inaugurierte zugleich das neu eingerichtete DFG-Graduiertenkolleg 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen. Austausch, Abgrenzung und Rezeption“.

In seiner Keynote Lecture setzte sich TAXIARCHIS KOLIAS (Athen) mit transkulturellen Aspekten des Krieges und den diachronen Veränderungen der byzantinischen Kriegskultur auseinander.

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25.08.2018 - 01.09.2018 Deutsches Polen-Institut (DPI)
By Tabea Wittneben-Fidan, Institut für Slavistik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Die elfte Tagung der Sommerakademie des Deutschen Polen-Instituts fand vom 25. August bis 1. September 2018 in Heppenheim in Südhessen sowie in Darmstadt statt. Erstmals wurde durch den Titel ein thematischer Rahmen gesetzt und ein vielfältiges Programm mit Seminaren und mehreren Exkursionen aufgestellt.

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08.06.2018 - 09.06.2018 Andrea De Vincenti / Norbert Grube / Andreas Hoffmann-Ocon, Zentrum für Schulgeschichte der Pädagogischen Hochschule Zürich; Technische Universität Liberec
By Agneta Floth, Universität Bielefeld; Adrian Juen, Pädagogische Hochschule Zürich

Die Zwischentagung der Sektion „Historische Bildungsforschung“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) beschäftigte sich mit der Frage nach dem Jahr 1918 als Chiffre, die auch in Bezug auf Erziehung, Bildung, Schule und Jugend historiographisch höchst different beurteilt werden kann.

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17.10.2018 - 19.10.2018 Arbeitsgemeinschaft Handschriften und Alte Drucke des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V.; Altbestandskommission von AKThB und VkwB; Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB)
By Konstanze Grutschnig-Kieser, Landeskirchliche Zentralbibliothek, Stuttgart

In ihrer Begrüßung freute sich die Gastgeberin Frau ALESSANDRA SORBELLO STAUB (Fulda) über die Kooperation zwischen der DBV-AG „Handschriften und Alte Drucke“, dem VDB und der „Gemeinsamen Altbestandskommission von AkThB und VkwB“, die zu dieser gemeinsamen Tagung geführt hat. Als Sprecher der DBV-AG erklärte ARMIN SCHLECHTER (Speyer), dass nach der Schließung des Heinrich Fabri-Instituts in Blaubeuren ein neuer Tagungsort gesucht werden musste und sich die AG für Fulda entschieden habe.

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Journals/

Das jüngste Heft der Hémecht, Zeitschrift für Luxemburger Geschichte, ist im Wesentlichen der ganz rezenten Geschichte und damit tagesaktuellen Themen gewidmet:

Kurz vor den Wahlen im Oktober 2018 hatte die Luxemburger Regierung ihren Kulturentwicklungsplan präsentiert. In dem Kontext ist Fabio Spirinellis Untersuchung der Kulturpolitik seit den 1960er Jahren umso relevanter.

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Fotografien, insbesondere medial verbreitete, beeinflussen die Art und Weise, wie wir Menschen, Ereignisse und Themen wahrnehmen und uns infolgedessen auch gegenüber ihnen verhalten. Dies gilt, wie die Berliner Historikerin Violetta Rudolf betont, ganz besonders für die „Entstehung gesellschaftlicher Imaginationen von Migration und Migrant/innen“.

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The editors of PaRDeS, the journal of the German Association for Jewish Studies (vjs), are pleased to announce the publication of the latest issue, dedicated to “Cultures of Wissenschaft des Judentums at 200.”

It is available online (open access) and in print. You can download the entire issue for free here: https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/41494/file/pardes24.pdf.

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