Publication Reviews/

European ethnology and historical anthropology
Bednarz, Dan: East German Intellectuals and the Unification of Germany, Cham 2017
Rev. by Raj Kollmorgen, Fakultät Sozialwissenschaften, Hochschule Zittau/Görlitz

Ein Buch, das sich mit ostdeutschen Intellektuellen im Prozess der deutschen Vereinigung aus „ethnographischer“ Perspektive beschäftigt, scheint aus der Zeit gefallen. Warum sollte und wie kann man sich heute mit diesem Thema in einer sozialwissenschaftlichen Studie befassen? Mehr als ein zeitgeschichtliches Interesse erscheint jedenfalls auf den ersten Blick kaum begründbar, denn wie ein westdeutscher Professor dem Autor der hier zu besprechenden Studie bereits im Spätherbst 1990 mitteilte: „There`s really nothing left to study … They (i.e.

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Early modern history
Gardiner, John Eliot: Bach, München 2016
Rev. by Holger Böning, Deutsche Presseforschung, Universität Bremen

Unterschiedlicher als diese beiden Monographien können Werke, die eine biographische Annäherung an einen Komponisten versprechen, kaum sein. Hat das eine nicht nur einen praktizierenden Musiker zum Autor, sondern den als Dirigenten wohl bedeutendsten Popularisierer des Vokalwerkes von Johann Sebastian Bach in den vergangenen Jahrzehnten, so ist das andere von einem Musikwissenschaftler verfasst, der nicht zuletzt auch in der Bachforschung ausgewiesen ist.

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Modern history
Mulligan, William; Rose, Andreas; Geppert, Dominik (Hrsg.): The Wars before the Great War, Cambridge 2015
Rev. by Daniel Marc Segesser, Historisches Institut, Universität Bern

Der Erste Weltkrieg hat in den vergangenen Jahren global große mediale und wissenschaftliche Aufmerksamkeit genossen. Bei den Konflikten, die ihm vorangingen, war dies hingegen weit weniger der Fall. Hier knüpfen die beiden Bonner Historiker Dominik Geppert und Andreas Rose sowie ihr Dubliner Kollege William Mulligan in ihrem Werk an und rücken die beiden Balkankriege von 1912/13 sowie Italiens Eroberung der osmanischen Provinz Tripolitanien 1911/12 ins Zentrum.

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National socialism
Urwand, Ben: Der Pakt, Darmstadt 2017
Rev. by Norman Domeier, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien

Als 2013 Ben Urwands „The Collaboration. Hollywood’s Pact with Hitler“ in den USA erschien, sorgte das Buch für großes Aufsehen. Urwand attackierte nicht allein die Legende von Hollywood als Hort des Antifaschismus, sondern griff auch einzelne Protagonisten wie Louis B. Mayer von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) als Nazi-Kollaborateure an.

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Events/

Call for Articles
15.02.2018 Universität Duisburg-Essen / Deutsches Historisches Institut Warschau / Imre Kertész Kolleg Jena

There is growing consensus that historical reenactment embraces a wide range of forms – including live action role play, living history, historical reality TV and film, gaming, performance art, theater, historically-informed music performance, experimental archeology, pilgrimage, and battle reenactment.

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Call for Papers
30.05.2018 - 31.05.2018 Institut für Weltliteratur, Slowakische Akademie der Wissenschaften

Ein Blick auf den aktuellen Stand der Metaphernforschung vermittelt den Eindruck einer undurchschaubaren Durchdringung verschiedener Richtungen und einer mehrfachen Überschneidung von Bruchlinien, die den Fachdiskurs durchziehen, die jedoch gleichzeitig auch als Verbindungsstränge mehrere Disziplinen untereinander vernetzen.

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Symposium
17.12.2017 - 19.12.2017 Jr. Prof. Sonia Campanini, Juniorprofessur für Filmkultur am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Vom 17. – 19. Dezember wird am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main das interdisziplinäre Symposium Echoes of Parthenope. Elvira Notari’s Cinema and Neapolitan Popular Culture stattfinden.
Elvira Notari, die erste italienische Filmemacherin, arbeitete zwischen 1906 und 1930 in Neapel, wo sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Nicola Notari die Produktionsfirma Dora Film führte.

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Call for Papers
28.03.2019 - 30.03.2019 Prof. Dr. Ralph Jessen, Prof. Dr. Habbo Knoch, Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann Department of History, University of Cologne

On the occasion of the 100th anniversary of its re-foundation in 1919, the University of Cologne will offer an opportunity to reflect on the politics, relevance and impacts of the establishment of new universities in Europe during the 20th and early 21st centuries. The international conference "Founding a new University.

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Exhibition Reviews/

Pepchinski, Mary; Budde, Christina; Voigt, Wolfgang; Cachola Schmal, Peter (Hrsg.) Frau Architekt
30.09.2017 - 08.03.2018 Deutsches Architekturmuseum
Rev. by Marcel Bois, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg

Ihre beruflich erfolgreichste Zeit hatte Margarete Schütte-Lihotzky (1897–2000) in Frankfurt am Main. Im Jahr 1926 holte Stadtbaudirektor Ernst May die junge Wiener Architektin in die Mainmetropole, wo sie am „Neuen Frankfurt“ mitarbeitete. Dieses umfangreiche Stadtplanungsprojekt, das die Wohnungsnot in der wachsenden Stadt lindern sollte, setzte Maßstäbe.

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LVR-LandesMuseum Bonn; Uelsberg, Gabriele; Altringer, Lothar; Mölich, Georg; Nußmann, Norbert; Wolter-von dem Knesebeck, Harald (Hrsg.) Die Zisterzienser
29.06.2017 - 28.01.2018 LVR-LandesMuseum Bonn
Rev. by Joachim Werz, Sonderforschungsbereich 923 Bedrohte Ordnungen, Eberhard Karls Universität Tübingen

37 Jahre nach der Aachener Ausstellung „Die Zisterzienser. Ordensleben zwischen Ideal und Wirklichkeit“[1] stehen die Zisterzienser erneut im Mittelpunkt des Interesses. Diesmal sollte im LVR-Landesmuseum in Bonn jener Orden vorgestellt werden, der – so der problematische Untertitel der Ausstellung, der an späterer Stelle noch zu thematisieren sein wird – ein Europa der Klöster etabliert oder geschaffen habe.

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Conference Reports/

03.11.2017 Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.
By Vanessa Staufenberg, Geschäftsstelle, Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.

Die 15. Sitzung des Arbeitskreises Bank- und Versicherungsgeschichte fand am 3. November 2017 im Hause der KfW in Frankfurt am Main statt und widmete sich dem Thema »Die deutschen Banken und die Rückkehr der deutschen Industrie in den Weltmarkt (1953-1973)«.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch die Leiterin des Historischen Konzernarchivs der KfW, LYSANN GOLDBACH (Berlin), erläuterte DIETER ZIEGLER (Bochum) die Themenwahl: Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA ein Jahr zuvor habe Anlass geboten, sich mit den Konsequenzen von offenen Märkten und Protektionismus für Banken in historischer Perspektive auseinanderzusetzen.

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26.10.2017 - 28.10.2017 Volker Depkat (Regensburg); Susanne Lachenicht (Bayreuth)
By Liv Birte Buchmann, Universität Regensburg; Stefan Weiß, Universität Bayreuth

The international and multi-disciplinary conference binding together the early modern and modern periods of history focused on the current academic discourse on nation, nationalism, and transnationalism as well as on historical examples and trajectory lines. In their introductory remarks, VOLKER DEPKAT (Regensburg) and SUSANNE LACHENICHT (Bayreuth) defined the idea behind the conference as an attempt to connect different paradigms and concepts or categories of constructed collective identity and to historicise them across time and space.

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27.10.2017 - 28.10.2017 Stiftung Ettersberg Weimar / Gedenk- und Bildungsstätte, Andreasstraße Erfurt; Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
By Cornelia Bruhn, Historisches Institut, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zwischen hoffnungsvoller Zustimmung und tiefer Ablehnung bewegten sich die Reaktionen auf die Oktoberrevolution von 1917 und bargen so bereits die ideologischen Antagonismen in sich, welche das 20. Jahrhundert prägen sollten. So eröffnete JÖRG GANZENMÜLLER (Weimar / Jena) das 16. Symposium der Stiftung Ettersberg Weimar.

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21.09.2017 - 22.09.2017 Sven Reichardt / Benedikt Sepp / Ole Münch, Universität Konstanz
By Sarah Schwab, Universität Konstanz

Praxeologische Ansätze sind als fester Teil des methodischen Instrumentariums in Sozial- und Geschichtswissenschaft etabliert. In vielen Forschungsgebieten, beispielsweise der Faschismusforschung, lässt sich ein Trend zu praxeologischen Ansätzen beobachten. Gleichzeitig nimmt der Neuheitswert des Ansatzes unbestritten ab, lässt sich eine gewisse Routiniertheit in Vokabular und Forschungspraxis beobachten.

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Journals/

Liebe Leserinnen und Leser,

parallel zur Publikation unserer aktuellen Ausgabe (3/2017, http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2017) sind jetzt die Beiträge des Themenhefts »Der Wert der Dinge« (3/2016) als pdf-Dateien im Layout der Druckausgabe auf der Website frei verfügbar (http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2016).

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Am 08.12.2017 wurde im Stadtarchiv Bamberg der 153. Bericht des Historischen Vereins Bamberg vorgestellt. Er enthält vierzehn Beiträge aus den Bereichen der Vor- und Frühgeschichte, der Bauforschung und Archäologie, der politischen Geschichte des Mittelalters, der Frühen Neuzeit und der Zeitgeschichte, der Kunstgeschichte, der Historischen Hilfswissenschaften sowie der Kunst-, Musik- und Literaturgeschichte aus dem Gebiet der Stadt Bamberg und des ehemaligen Hochstifts, zwei Beiträge aus der Reihe der „Kostbarkeiten aus den Sammlung des Historischen Vereins“, fünf Buchbesprechungen sowie den Geschäftsbericht 2016.

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