Lebenswelt Ghetto

Organisatoren
Nordost-Institut Lüneburg; Historisches Seminar der Universität Hamburg
Ort
Lüneburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
09.10.2009 - 11.10.2009
Von
Moritz Florin, Historisches Seminar, Universität Hamburg

Die von den Nationalsozialisten eingerichteten Ghettos für die jüdische Bevölkerung wurden in der Forschung bisher überwiegend als reine Verfolgungsorte und als Vorstufe der Vernichtung gesehen, was oft eine Konzentration auf die Perspektive der Täter zur Folge hatte. Als Lebens- und Handlungsraum, der partiell auch durch seine Bewohner gestaltet wurde, sind Ghettos dagegen bislang wenig beachtet worden. Die Konferenz „Lebenswelt Ghetto“ vom 9. bis 11. Oktober 2009 in Lüneburg hat einen Anstoß gegeben, diese Lücke zumindest teilweise zu schließen.
Einer der Auslöser für die Ausrichtung einer Konferenz über das Leben im Ghetto, darauf wies gleich zu Beginn FRANK GOLCZEWSKI (Hamburg) hin, waren die langjährigen, oft zurückgewiesenen Versuche ehemaliger Ghetto-Bewohner/innen, vor den Sozialgerichten der Bundesrepublik Deutschland Renten für die damals geleistete Arbeit zu erstreiten. Während die Untertöne der Diskussion über diese „Ghetto-Renten“ in den vergangenen Jahren oft negativ gewesen seien, so Golczewski, sei der Effekt für die Wissenschaft durchaus positiv, gaben die Verfahren doch Anreiz, sich näher mit der Problematik des Ghettos als „Lebenswelt“ und eben nicht nur als „Wartesaal des Todes“ zu befassen. In diesem Zusammenhang formulierte Golczewski auch bereits jenes zentrale konzeptionelle Problem, das immer wieder zu Diskussionen und Kontroversen während der Konferenz Anlass geben sollte: Die Frage, ob in den Ghettos ähnliche Zusammenhänge wie in der „freien Welt“ galten, die Ghettos also mit denselben Methoden erforscht werden sollten, wie die Welt außerhalb der Ghettomauern. Umstritten war dabei, inwieweit es eine – wenn auch erzwungene – „Normalität“ im Ghetto gegeben habe oder ob zur Beschreibung der Ghettos andere Begriffe, wie zum Beispiel „Adaption“ oder „enforced society“ geeigneter seien.

WOLFGANG BENZ (Berlin) wies in seinem einleitenden Vortrag unter anderem auf die regionalen Unterschiede in Struktur, Funktion und Chronologie der Ghettos hin. Diese Vielfalt der Ghettos spiegelte sich dann auch in der Vielfalt der Vorträge der Konferenz wider. So wurden sowohl Forschungen zu bekannten Ghettos, wie zum Beispiel Warschau oder Theresienstadt, als auch Arbeiten zu den kleineren, meist kaum erforschten Ghettos vorgestellt. Den Versuch, diese Vielfalt überblicksartig zu erfassen, unternahm zunächst MARTIN DEAN (Washington). Gerade weil Dean dabei immer wieder auf die Schwierigkeit einer einheitlichen Typologie hinwies, wurde deutlich, wie unterschiedlich die Lebenswelten in den über 1.000 Ghettos Osteuropas tatsächlich waren.

REGINA FRITZ (Wien) präsentierte Forschungsergebnisse zu den Ghettos in den ländlichen Regionen Ungarns und verwies dabei sowohl auf die Unterschiede zwischen Ghettos in Ungarn selbst, als auch auf das divergierende Erleben, die Vielschichtigkeit der Verfolgung und damit die unterschiedlichen Erinnerungen der Bewohner der ungarischen Ghettos im Vergleich zu Ghettos in anderen Ländern. ANDRZEJ ZBIKOWSKI (Warschau) widmete sich in seinem Vortrag sowohl dem Forschungsstand, als auch den Perspektiven der Erforschung kleinerer, bisher in der Forschung nur am Rande erwähnter Ghettos in Polen. MARIANA HAUSLEITNER (Berlin) stellte in ihrem Vortrag Forschungen zu dem – in der folgenden Diskussion mehrfach als für die Anwesenden „exotisch“ bezeichneten – Ghetto von Moghilev in Transnistrien vor. Auf die Ghettoisierungspolitik der Nationalsozialisten in der Ukraine ging WENDY LOWER (München) ein, wobei es sich in der Diskussion als ein zentrales Problem erwies, die Unterschiede der Lebenswelt Ghetto regional zu erfassen. Gab es Unterschiede des Lebens und Erlebens der Ghettos je nach historischer Region? Die Frage, so Lower, könne nicht abschließend beantwortet werden, da kein einheitliches Narrativ je nach Region existiere und jeweils mehrere Faktoren die Ausgestaltung der Lebenswelt Ghetto beeinflusst hätten.

Die Frage nach regionalen Unterschieden spielte auch bei der Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen des historischen Vergleichs eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang wurde einerseits argumentiert, ein Vergleich sei oft nicht möglich, da die Ghettos zu unterschiedlich seien. Dieses Argument wurde durch einige besonders gelungene Beispiele des Vergleiches zwischen durchaus unterschiedlichen Ghettos entkräftet. So verglich STEPHAN LEHNSTAEDT (München) die Arbeitsbedingungen von Juden im Generalgouvernement mit den Arbeitsbedingungen im Warthegau und in Ost-Oberschlesien. ANDREA LÖW (Berlin) verglich Chroniken und Chronisten der Ghettos Lodz und Warschau, wobei sie sowohl erstaunliche Analogien im Bemühen, Zeugnisse der Lebenswelt Ghetto für die Nachwelt zu bewahren, als auch durchaus signifikante Unterschiede zwischen Lodz und Warschau herausarbeitete. Besonders eindringlich führte PETER KLEIN (Berlin) in seinem Vortrag über das Alltagsleben und die soziale Selbstverwaltung in den sehr unterschiedlichen Ghettos von Riga und Theresienstadt den Nutzen einer vergleichenden Perspektive vor: Anhand der Gegenüberstellung der beiden Ghettos konnte Klein unter anderem belegen, dass die Ausgestaltung und Entwicklung der Lebenswelt in den Ghettos stark von den Bedingungen am Vorabend ihrer Einrichtung abhing. Die Improvisation bei der Einrichtung des Ghettos in Riga kontrastierte Klein dabei mit der genauen Vorausplanung in Theresienstadt. Diese Ausgangsbedingungen prägten die Lebenswelt: Während das Ghetto in Riga durch Improvisation und Eigeninitiative geprägt war, entwickelten sich in Theresienstadt eine Mammutverwaltung und ungebremste Regelungswut.

In zahlreichen Vorträgen wurde die Vielschichtigkeit von Erinnerung und Erinnerungsdiskursen angesprochen. KRISTIN PLATT (Bochum) stellte zunächst ein psychologisches Erklärungsmodell für die räumliche und temporale Desorganisation vieler Zeitzeugenberichte vor. Die Verschiebung der Orientierungspunkte in der Ghetto-Welt habe dazu geführt, dass die Zeitstruktur im Kontext der Biographie durch den höheren Sinngehalt des unmittelbaren Erlebens überlagert werde. Scheinbar historisch bedeutsame Ereignisse der Geschichte der Ghettoisierung träten daher im Kontext der Biographie gegenüber scheinbar unwichtigen Erfahrungen und Begebenheiten des Alltags zurück. DALIA OFER (Jerusalem) ergänzte zu dieser psychologischen Konzeptualisierung von Erinnerung die Perspektive des Historikers: Sie verwies dabei insbesondere auf Clifford Geertz und sein Konzept der „dichten Beschreibung“. Der Historiker müsse Geertz zufolge in einen Dialog mit der Vergangenheit treten, um diese zu „lesen“ und angemessen zu beschreiben. Nur so könne er oder sie das ergründen, was zunächst unverständlich erscheine, so zum Beispiel die in den Erinnerungen ehemaliger Ghetto-Insassen immer wieder erwähnten „ruhigen Zeiten“. Was, so fragt Ofer, bedeute „quiet time“ im Kontext der Lebenswelt Ghetto? Ofer plädierte für einen anthropologischen Zugang zur Lebenswelt Ghetto, um dies zu verstehen.

Nicht nur Erinnerungen als Quellen zur Erforschung der Lebenswelt Ghetto wurden thematisiert, sondern auch methodische Fragen des Umgangs mit den sehr unterschiedlichen zeitgenössischen Quellen. So stellte JAN GRABOWSKI (Ottawa) Gerichtsakten aus dem Warschauer Ghetto vor, die sowohl quantitative als auch qualitative Einblicke in die Lebenswelt der Ghetto-Bewohner lieferten. Der serielle Charakter der Dokumente ermögliche eine aufschlussreiche quantitative Auswertung. Gleichzeitig zeigten sich in Dokumenten qualitative Aspekte des täglichen Lebens; so würden beispielsweise anhand der Gerichtsakten Handlungsspielräume und –motivationen sichtbar und verstehbar. HABBO KNOCH (Celle) wiederum hinterfragte in seinem Vortrag den Wert von Fotografien als Quelle zur Beschreibung einer „Lebenswelt Ghetto“. Bei der Interpretation der Fotografien müsse man stets den Entstehungskontext berücksichtigen, um so den Fallstricken einer Entkontextualisierung im Erinnern an das Ghetto zu entgehen. Selbst wenn die Fotografen keine unmittelbar propagandistischen Absichten verfolgten, sei ihre Wahrnehmung durch vorherige Erfahrungen und durch das Interesse gerade an der Abweichung von der eigenen Norm beeinflusst worden. So spiegelten die Fotografien weniger die Lebenswelt, als vielmehr eine deutsche, seltener jüdische Perspektive auf das Leben in den Ghettos wider.

Ein weiterer thematischer Bereich der Konferenz umfasste das Arbeits- und Wirtschaftsleben der Ghettos. Unter anderem ging es dabei um die lokalen und übergreifenden Interessen der Besatzer, die Spezifika jüdischer Arbeit und um den Zusammenhang zwischen Produktivierung, Ausbeutung und Vernichtung. Anhand des Beispieles des Ghettos Vilnius problematisierte JOACHIM TAUBER (Lüneburg) in diesem Zusammenhang die einseitige Sicht auf das Ghetto als Ort der Zwangsarbeit. So habe es im Ghetto Vilnius beispielsweise die Möglichkeit gegeben, sich krankschreiben zu lassen. Zudem werde deutlich, dass nicht nur Arbeitszwang, sondern mehr noch Arbeitssuche den Alltag prägten. Inwieweit die Arbeit dabei als „freiwillig“ gelten kann, erscheint jedoch mehr als fragwürdig. So sollte nicht vergessen werden, dass Arbeit Leben rettete, die Arbeitssuche also in einer verstärkten Zwangslage stattfand. So wies WITOLD MEDYKOWSKI (Jerusalem) in seinem Vortrag auf die Rolle der Arbeit als Strategie des Überlebens hin. Letztlich, das zeigte auch der Vortrag von KATRIN STOLL (Bielefeld) über den Judenrat von Białystok, war der Glaube daran, dass Arbeit Leben rette, eine gezielt erzeugte Illusion der Besatzer. Gerade diese Illusion schuf eine Zwangssituation, innerhalb derer die Entscheidung für Arbeit den Ghettobewohnern und auch den Judenräten als Entscheidung gegen den Tod erscheinen musste.

Die Bedeutung von Kultur für den Moment im Gegensatz zur Kultur für die Nachwelt untersuchten KATARZYNA ZIMMERER (Krakau) und ANDREA LÖW (Berlin). Zimmerer beschrieb dabei anhand des Ghettos in Krakau den Versuch, trotz der Zerstörung sozialer Bindungen durch die Zwangsaussiedlung ein kulturelles Leben für den Moment zu erschaffen. Löw beschrieb dann das Bestreben, „Normalität“ zu konstruieren, indem Wissenschaftler, Journalisten und Publizisten für die Nachwelt weiterhin ihrer Vorkriegstätigkeit nachgingen. Andererseits, so wurde danach in der Diskussion betont, zeige doch gerade die Untersuchung der Kultur und der Versuch, die Erinnerung an das Ghetto zu bewahren, die Anomalität und Singularität der Lebenswelt. Umstritten blieb dabei die Frage, wie die Vorgeschichte und insbesondere die Zwischenkriegszeit in die Erforschung der Ghettos einbezogen werden könne. Dabei betonte Löw einerseits die Kontinuität, bemerkte aber andererseits, dass in den Texten der Lodzer Ghetto-Chronisten der Bezug auf frühere Arbeitsfelder weniger dezidiert sei als beispielsweise in Warschau.

Auch ANNA HÁJKOVÁ (Toronto) thematisierte in ihrem Vortrag über sexuelle Beziehungen und soziale Stratifikationen im Ghetto Theresienstadt die Frage nach Kontinuitäten aus der Vorkriegszeit und nach der Einbettung der „Lebenswelt Ghetto“ in den regionalen räumlichen und kulturellen Kontext. HÁJKOVÁ betonte dabei, dass sich in Theresienstadt kein unabhängiges Verständnis einer gemeinsamen jüdischen Identität entwickelt habe. Vielmehr belege das Beispiel des Fußballs, dass die Kultur tschechischer Juden im Ghetto sich nur wenig von der Kultur tschechischer Arbeiter unterschieden habe. Gleichzeitig belegte HÁJKOVÁ, dass die Umkehrung der sozialen Ordnung zu einer Ökonomisierung und Pragmatisierung sexueller Beziehungen geführt habe. Dabei stellte sich wiederum die Frage, inwieweit man von einer Singularität der Lebenswelt Ghetto sprechen kann, oder ob es lediglich zu einer Umkehr und Übersteigerung dessen kam, was ohnehin als „normal“ bezeichnet werden kann.

Damit verwies HÁJKOVÁs Vortrag bereits auf diejenigen zentralen Punkte, die auch zum Abschluss der Konferenz noch einmal lebhaft diskutiert werden sollten. CHRISTOPH DIECKMANN (Keele, Staffordshire) hatte in seinem Vortrag bereits eindringlich für die Behandlung der Ghettos als „normales historisches Phänomen“, für eine Einbettung der Ghetto-Forschung in regionale räumliche Kontexte und für eine Historisierung der Ghettos plädiert. In der Diskussion wurde dann noch einmal hinterfragt, wie sich die „Historisierung“ der Ghettos mit der Singularität der Shoah vertrage. So hielt KATRIN STOLL (Bielefeld) den Begriff „Normalität“ für die Beschreibung der Ghettos als „Lebenswelt“ für ungeeignet. Es habe im Ghetto keine Wahlmöglichkeiten gegeben und gerade deshalb sei ein Vergleich mit „normalen“ Gesellschaften nicht möglich. DALIA OFER (Jerusalem) plädierte im Anschluss dafür, die Ghettos als „erzwungene Gesellschaften“ („enforced societies“) zu konzeptualisieren und weniger die „Normalität“, als vielmehr die Anomalität der Situation zu betonen. Die Entstehung von Lebens- und Handlungsräumen in den Ghettos sei als Adaption an eine gewaltsam herbeigeführte Lage zu verstehen, die mit „Normalität“ nichts zu tun habe.

Letztlich, das wurde in der Diskussion deutlich, können Ghettoisierung und Shoah nicht getrennt betrachtet werden; die Einrichtung von Ghettos war Teil des singulären historischen Verbrechens der Shoah. Daraus folgt aber nicht zwangsläufig, dass die „Lebenswelt Ghetto“ nicht mit anderen Lebenswelten verglichen werden kann. Denn der Begriff „Normalität“ muss durchaus nicht im Gegensatz zu dem Begriff der „Singularität“ gesehen werden: Jede „Norm“ ist historisch spezifisch und damit singulär. Im Ghetto konnte sich also ein „Alltag“ herausbilden, an den sich die BewohnerInnen gewöhnten und den sie damit letztlich als „normal“ empfanden. Gleichzeitig zeigt sich hierin das Problem des Auseinanderfallens divergierender Narrative: So muss uns in der Rückschau das Ghetto als fremd oder, wie Frank Golczewski bemerkte, „exotisch“ erscheinen. Dabei sollte dennoch nicht vergessen werden, wie wenig sich der „Wartesaal des Todes“ in der Perspektive der Opfer oft vom Leben unterschied, wie sehr das Leid mit Hoffnung verbunden war. So ist die Singularität der „Lebenswelt Ghetto“ immer noch die Singularität des Schreckens und der Verletzung menschlicher Würde. Gerade deshalb erstaunt uns in der Rückschau umso mehr, dass die Opfer, die Menschen im Ghetto, den Versuch unternahmen, eine Normalität zu konstruieren, die de facto nicht mehr existierte. Hierin liegt vielleicht auch einer der Kernpunkte einer zukünftigen Diskussion und Erforschung des Lebens im Ghetto, den die Konferenz aufgezeigt hat: Die Frage nach dem Verhältnis von Leben im Krieg und Tod im Krieg, dem Verhältnis also zwischen fragiler „Normalität“ und der Singularität der Shoah.

Es wurde deutlich, dass es zahlreiche vielversprechende Forschungsansätze gibt, um die „Lebenswelt Ghetto“ zu beschreiben. Gleichzeitig wurde immer wieder bemerkt, dass es noch viele Herausforderungen, offene Fragen und teilweise umstrittene Probleme der Forschung gibt. So stellte Andreas Lawaty zum Abschluss der Konferenz fest, er habe selten so kontrovers geführte Diskussionen bei einer Konferenz erlebt wie bei dem komplexen und vielfältigen Thema der „Lebenswelt Ghetto“.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung
Andreas Lawaty, Nordost-Institut, Lüneburg und Frank Golczewski, Hamburg

Einleitender Vortrag
Wolfgang Benz (Berlin): Ghettos: Topographie – Strukturen – Funktion

Sektion: Theorie und Methode zur Erforschung von Ghettos als Lebenswelt
Moderation: Andreas Lawaty

Martin Dean (Washington): Regional patterns of ghettoization and ghetto typologies in the annexed and occupied territories of the Third Reich

Kristin Platt (Bochum): ’Es war eine schwere Zeit’. Erlebnisnähe und Erzählung in autobiographischen Berichten

Dalia Ofer (Jerusalem): The Ghetto Resident: His/Her Perspective and the Historian

Regina Fritz (Wien): Leben in ungarischen Ghettos – Neue Perspektiven durch Oral History

Sektion: Wirtschafts- und Arbeitsleben im Ghetto
Moderation: Imke Hansen

Stephan Lehnstaedt (München): Arbeitsbedingungen für Juden im Vergleich im Generalgouvernement, im Warthegau und in Ost-Oberschlesien

Wendy Lower (München): Nazi Ghettoization Policies in Ukraine

Witold Mędykowski (Jerusalem): Jewish Struggle for the Means of Subsistance in the Ghettos of the Generalgouvernement

Joachim Tauber (Lüneburg): Die Rolle des jüdischen Arbeitsamtes im Ghetto Vilnius

Sektion: Kultur im Ghetto
Moderation: Imke Hansen

Katarzyna Zimmerer (Krakau): Kultur im Ghetto Krakau

Andrea Löw (Berlin): Chroniken und Chronisten der Ghettos Lodz und Warschau

Sektion: Judenrat und Soziales
Moderation: Joachim Tauber

Peter Klein (Berlin): Alltagsleben und soziale Selbstverwaltung in den Ghettos von Riga und Theresienstadt

Mariana Hausleitner (Berlin): Das Unternehmen von Jägendorf – der Kaiser von Moghilev

Katrin Stoll (Bielefeld): Reaktionen des Białystoker Judenrats auf die antijüdische Politik der deutschen Besatzungsinstitutionen

Andrzej Żbikowski (Warschau): The small ghettos

Sektion: Soziale Stratifikationen im Ghetto
Moderation: Frank Golczewski

Christoph Dieckmann (Keele Staffordshire): Hunger, Arbeit und Kultur in den Ghettos in Litauen

Jan Grabowski (Ottawa): Criminality and criminals in the Warsaw Ghetto

Anna Hájková (Toronto): Sex and Soccer in a Nazi Ghetto: Young Czech men as a dominant elite in Terezín

Sektion: Bilder vom Ghetto (Überlieferung und Erinnerung)
Moderation: Katrin Steffen

Hans-Christian Trepte (Leipzig): Das Ghetto in der polnischen Literatur

Habbo Knoch (Celle): „Aus den Bunkern geholt“. Die visuelle Überlieferung der Ghettos

Zusammenfassung und Abschlussdiskussion
Frank Golczewski (Hamburg)

Gefördert von/ Aided by:
dem Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und dem Historischen Seminar der Universität Hamburg