Aufbruch ’89. Interdisziplinäre Perspektiven auf 20 Jahre Gesellschaftstransformation

Aufbruch ’89. Interdisziplinäre Perspektiven auf 20 Jahre Gesellschaftstransformation

Organisatoren
Frankfurter Institut für Transformationsstudien (FIT), Frankfurt an der Oder; Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ort
Ośno Lubuskie
Land
Poland
Vom - Bis
05.02.2010 - 07.02.2010
Von
Andreas Stirn, Berlin

Anfang Februar reisten 13 Nachwuchswissenschaftler ins westpolnische Ośno Lubuskie, um dort drei Tage lang ihre Dissertationsprojekte zur Diskussion zu stellen. Zusammengekommen waren junge Historiker, Politik- und Sozialwissenschaftler, die sich mit Fragen der deutsch-deutschen Geschichte, der DDR-Geschichte sowie mit der postsozialistischen Gesellschaftstransformation in Ost(mittel)europa seit 1989/90 befassen. Moderiert und organisiert wurde der Workshop von Jan Wielgohs, wissenschaftlicher Koordinator am Frankfurter Institut für Transformationsstudien (FIT), zusammen mit Michaela Grün, Doktorandin ebenda.

Die Mehrzahl der Doktorandinnen und Doktoranden lieferte Werkstattberichte, die einen ersten Zwischenstand nach einer längeren Etappe des Konzeptualisierens markieren. Fast alle Referenten stehen an der Schwelle zu einem zweiten Schritt: der Konzentration auf einige als wesentlich definierte Fragen und der Unterfütterung der Theorie durch die Empirie. In dieser Phase der Promotion müssen die (über-)großen Ambitionen im wissenschaftlichen „Tagesgeschäft“ an das Machbare angepasst werden. „Ursprünglich hatte ich den ganz großen Wurf geplant…“, hieß es voller Einsicht in die Notwendigkeit pragmatischer Selbstbeschränkung im Vortrag einer Referentin.

Der Workshop bot Gelegenheit, methodische und konzeptionelle Schwierigkeiten zu besprechen, die im Laufe eines jeden Promotionsprojektes auftreten und die kein Manko, sondern eine notwendige Etappen auf dem verschlungenen Weg zum Doktorhut sind. Kritik, die im Rahmen des Workshops geäußert wurde, war somit nicht als abschließendes und absolutes Urteil über die Projekte der Nachwuchswissenschaftler gedacht, die fast ausnahmslos neugierig auf das endgültige – und erst dann endgültig zu beurteilende – Arbeitsergebnis machen.

Die Mehrzahl der präsentierten Arbeiten ließ sich einem der beiden Themenblöcke zuordnen: Zum einen waren dies Fragstellungen zur Geschichtspolitik, Erinnerungskultur und Geschichtsvermittlung. In diesen Block fiel unter anderem die Arbeit von SEBASTIAN RICHTER (Dresden), der in seinem Dissertationsprojekt den Zusammenhang zwischen der politischen Kultur der Bundesrepublik und dem geschichtspolitisch wirkmächtigen Diskurs über die DDR-Vergangenheit beleuchtet. Der Umgang mit der DDR-Vergangenheit sei eine „Variable der politischen Kultur“, so Richter. Politiker, Journalisten und Teile der ehemaligen DDR-Eliten würden sich an der Auseinandersetzung um die Deutung der DDR-Vergangenheit beteiligen. Jedoch, so konstatierte Richter, sei die Deutungsvielfalt in den letzten Jahren nicht unbedingt breiter geworden. Schon jetzt zeichne sich ab, dass es sich vielfach um einen „Elitendiskurs“ handele. Zudem sei die Wechselwirkung zwischen Soziokultur und Deutungskultur schon längst nicht mehr eindeutig, wie sich am Beispiel ehemaliger DDR-Dissidenten zeige, deren Positionen sich nicht innerhalb des klassischen Links-Rechts-Schemas verorten ließen.

Die Kultursoziologin ANNE KRÜGER (Berlin) rückt in ihrem Projekt die Einsetzung der Enquête-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in eine globale Perspektive. Krüger will am Beispiel der Kommission die Motive und die Mechanismen untersuchen, die bei der Etablierung einer derartigen Institution eine Rolle spielen. Wahrheitskommissionen seien „institutionalisierte Erwartungen“. Die Erwartungen gelte es zu erfassen und mit einem Blick auf die Akteursebene zu verknüpfen. Die Arbeit der Wahrheitskommissionen, die weltweit den Übergang von autoritären zu demokratischen Systemen begleitet haben, sei von drei Zielen geprägt: Aufklärung, Gerechtigkeit und Versöhnung. Dies seien auch die Ziele der deutschen Enquête-Kommission gewesen, wobei der Begriff der Versöhnung recht vage geblieben sei. Möglicherweise, so die Hypothese Krügers, habe sich der Versöhnungs-Begriff gerade seiner Unbestimmtheit wegen als geeignet erwiesen, um einen „fiktionalen Konsens“ zwischen den Akteuren zu ermöglichen.

CORDULA KALMBACH (Freiburg) fragte anhand des Beispiels Katyns nach dem Stellenwert historischer Selbstbilder innerhalb der polnischen Systemtransformation. Sie untersucht die Rolle, die dieser Gedächtnisort bei der Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur in den 1980er-Jahren spielte, wie „Katyn“ zum Gedächtnisort für die sowjetische Repression sowie als identitätsstiftender Bezugsort aufgebaut wurde und wie sich das Katyn-Bild nach 1989 veränderte. Die „identitätsbildende Konstante einer gemeinsam erinnerten Geschichte“ steht im Zentrum ihres Untersuchungsinteresses. Vor allem das Aufeinandertreffen von staatlich sanktionierter und inoffizieller Erinnerungskultur und der Aufstieg der letzteren zur neuen offiziellen Erinnerungskultur in den 1990er-Jahren interessieren die Forscherin.

TINA MENKE (Oldenburg) möchte in ihrem Dissertationsprojekt unter Rückgriff auf das Modell der didaktischen Rekonstruktion die „innere Landkarte“ erfassen, mittels derer die Lehrer durch den Erinnerungsraum DDR navigieren. Welche Inhalte vermitteln Lehrer auf welche Weise und mit welchem Ziel? In Einzelinterviews befragt Menke Politik-, Geschichts- und Gesellschaftskundelehrer, um aus dem so gewonnenen Datenmaterial Typologien abzuleiten, nach denen typische DDR-Geschichtsbilder rekonstruiert werden. Die aus der Befragung extrahierten Lehrendenvorstellungen sollen schließlich mit DDR-Bildern in Lehrplänen, in wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten verglichen werden.

SUSANNE BRAUCH (Frankfurt an der Oder) leitete mit ihrem Beitrag einen ebenso umfangreichen wie vielschichtigen Themenblock ein, der sich mit der Rolle gesellschaftlicher Eliten innerhalb des Transformationsprozesses befasste. Brauch forscht zum Verhältnis zwischen den EU-Vorstellungen der Eliten und der Bevölkerung in Tschechien und Polen. Diese „komplexen, verdichteten Ideen der EU“ könnten in Beziehung zur politischen Kultur des jeweiligen Mitgliedsstaates gesetzt werden. Diese Vorstellungen wiederum hätten, so Brauchs These, Auswirkungen auf den Legitimitätsglauben der Bevölkerung gegenüber den nationalen politischen Eliten wie auch gegenüber der EU. Brauchs stellte im Laufe ihrer Forschungen fest, dass in beiden Staaten einer europafreundlichen Vorstellung innerhalb der Bevölkerung die Ablehnung der EU durch die Eliten gegenüberstehe. Fest stehe schon jetzt, dass sich die zwischen Eliten und Bevölkerung divergierenden EU-Vorstellungen negativ auf den Legitimitätsglauben letzterer auswirkten.

Weiter nach Osten bewegte sich der Workshop mit dem Vortrag von RUTH SCHNEIDER (München), die über „Elitenkonkurrenz und Regimeerhalt“ in Georgien und der Ukraine forscht. Beide Staaten seien in der Grauzone zwischen Autokratie und Demokratie angesiedelte „hybride“ Regime. Schneider greift verschiedene politikwissenschaftliche Konzepte auf und führt sie in einem „Wippenmodell“ zusammen, mit dem sie die Reproduktionsmechanismen kompetetiver Autokratien erklären will. Mit ihrem Modell lasse sich der Prozess der Elitenkonzentration und -spaltung im Vorfeld einer Wahl erfassen. Ebenso könnten damit die möglichen Ergebnisse einer Wahl beschrieben werden: Entweder setze sich der alte Amtsinhaber erneut durch oder die Opposition, die die vor der Wahl für begrenzte Zeit gespaltene Elite vereine und den Zugriff auf die Machtressourcen kontingentiere. Als dritte Möglichkeit sei eine Verfestigung der Elitenspaltung und damit eine politische Blockade denkbar.

JOCHEN TÖPFER (Berlin) stellte als einziger Workshopteilnehmer ein kurz vor dem Abschluss stehendes Dissertationsprojekt vor. Töpfer untersucht die Rolle der Eliten im nachsozialistischen Transformationsprozess Sloweniens und Makedoniens. Die ersten Regierungen nach der Unabhängigkeit seien in beiden Staaten von Experten gebildet worden, die den Übergangsprozess managen sollten. In dieser Phase der Transformation hätten die Eliten ihre Position auf der Basis kulturellen Kapitals errungen. Heute hingegen tendiere der Wert kulturellen Kapitals in Makedonien gegen Null. Vielmehr sei dort mittlerweile das verfügbare soziales Kapital ausschlaggebend für die Elitenrekrutierung. Politik werde in Makedonien, im Gegensatz zu Slowenien, symbolisch und nicht rational betrieben. Symbolische Politik sei ein Merkmal jener Phase des Transformationsprozesses, in der der Aufbruch aus dem sozialistischen System in die Wege geleitet werde. Makedonien sei demnach bislang über diese Phase nicht hinausgekommen.

Ebenfalls komparatistisch angelegt ist die Arbeit, die JOHANNES OSCHLIES (Erfurt) präsentierte. Im Rahmen eines Bürger-Eliten-Vergleichs untersucht er „Normative Einstellungen zur Demokratie in Ostdeutschland und Estland“. Oschlies will einige wesentliche Faktoren herausarbeiten, die über die Konvergenz bzw. Divergenz von Bürger- und Eliteneinstellungen zur Demokratie entscheiden. Die Konvergenz zwischen Eliten- und Bürgereinstellungen, so die These des Referenten, sei dann besonders hoch, wenn die Mehrheit der Bürger sozial inkludiert sei. Oschlies geht pragmatisch vor und überlässt die Definition des Demokratiebegriffs den Bürgern selbst. Demokratie sei das, was die Menschen dafür halten. Im Rahmen seiner Erhebung legt der Forscher jeweils 25 bis 30 „einfachen“ Bürgern und Parlamentsabgeordneten 35 Statements vor, die verschiedene wissenschaftliche Demokratiemodelle abbilden. Auf diesem Weg könne kein repräsentatives Bild erstellt werden, wohl aber Diskurslinien auf einem Feld freigelegt werden, das bislang wissenschaftlich kaum bestellt worden ist.
Einen ambitionierten dreifachen Vergleich stellte ANGELA SIEBOLD (Heidelberg) in ihrem Vortrag über „Die Identitätskonzepte ‚Nation‘ und ‚Europa‘ in den Debatten um Grenzöffnung und Migration in Polen, Frankreich und Deutschland“ vor. Diese Debatten und Identitätskonzepte will die Heidelbergerin für die Jahre 1985 bis 2007 untersuchen, um so die Produktionsbedingungen kultureller und sozialer Räume beispielhaft zu erfassen. Siebolds ausgefeiltes und konsistentes Forschungsdesign fand bei den Zuhörern viel Zuspruch. Die Wissenschaftlerin identifiziert auf der Basis von Medien-, Vertrags- und Redetexten Diskurse, die sich im Kontext des 1985 verabschiedeten und 1995 in Kraft getretenen Schengener Abkommens herausgebildet haben, gruppiert diese zu Themenfeldern, die sie schließlich hinsichtlich der zugrundeliegenden Entwürfe nationaler Selbst- und Fremdbilder befragt. Die Diskurse über die Verschiebung und Öffnung der EU-Innengrenzen sowie über Migration fungierten als eine Art Projektionsfläche, auf die nationale Selbstbilder und Europa-Bilder projiziert würden. Diese will Siebold identifizieren und in ihrer Dynamik erfassen.

MARKUS PETER NAGEL (Tartu) stellte am letzten Tag des Workshops ein überzeugendes Forschungskonzept sowie erste Erkenntnisse über ein in Deutschland bislang wenig bekanntes, gleichwohl äußerst brisantes Thema vor. 1989 spielt in seiner Arbeit über „De-facto Sprachpolitik und Anpassung russischsprachiger Minderheiten in den Baltischen Staaten“ nur insofern eine Rolle, als es Ausgangspunkt für eine tiefgreifende Änderung des Verhältnisses zwischen Russen auf der einen und Letten, Litauern und Esten auf der anderen Seite war. Diese Veränderung lässt sich nicht zuletzt an der Sprachpolitik sowie der de-facto-Sprachpolitik der Mehrheitsbevölkerung gegenüber den Minderheiten ablesen. Zur de-facto-Sprachpolitik gehöre ein breites Spektrum von Regeln und Vorschriften, die von der linguistischen Mehrheit gesteuert werden. Die mangelnde Einbeziehung der linguistischen Minderheiten in die Sprachpolitik und die strikte Umsetzung einer rigiden Sprachpolitik führten in den baltischen Staaten zum Gegenteil der von staatlicher Seite angestrebten Integration, so Nagels These. Der Anpassungsdruck durchkreuze die Integration und Assimilation der Sprach-Minderheit.

Daneben wurden einige Spezialstudien zu wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Voraussetzungen und Folgen von 1989/90 präsentiert. Mit einem bislang kaum untersuchten Aspekt des deutschen Wiedervereinigungsprozesses beschäftigt sich MARCUS BÖICK (Bochum) in seiner Arbeit zur Geschichte der „Treuhandanstalt im Prozess der ostdeutschen Transformation 1990-1994“. Die Treuhandanstalt sei geradezu prädestiniert für die Untersuchung des Systemwechsels, da sie zugleich Handlungsträgerin bei der Abschaffung der Planwirtschaft, Begegnungsraum zwischen den westdeutschen „Transfereliten“ und der ostdeutschen Gesellschaft sowie Referenzobjekt für deutsch-deutsche Deutungskontroversen gewesen sei. Diese drei Ebenen will Böick miteinander verknüpft, um so eine Institutionen-, Praxis- und Diskursgeschichte der ostdeutschen Transformation aufs Papier zu bringen. Das Referat deutete überzeugend an, welchen Ertrag eine multiperspektivische Annäherung an eine der wichtigsten Institutionen des Vereinigungsprozesses verspricht.

AXEL STRASSER (Berlin) geht in seinem Promotionsvorhaben dem Einfluss jugendlicher Gegenkulturen auf die Ereignisse von 1989 in Polen und der DDR nach. In den 1980er-Jahren habe es in beiden Staaten ein „neues Repertoire von Aktionsformen“ gegeben, die einen Beitrag zum Aufbruch von 1989 geleistet hätten, so seine – in der Diskussion umstrittene – These. Die Jugend habe mit ihren Aktionsformen zur Mobilisierung der „Normalbevölkerung“ beigetragen und vorgelebt, wie Protest aussehen könnte. Dem entgegen stand jedoch, wie der Referent einräumte, die Antipathie, mit der Teile der Bevölkerung auf die jugendlichen Subkulturen reagiert hätten. Das Bemühen, die analytische Stoßrichtung der Arbeit klarer zu definieren, bestimmte die Diskussion, in der etwa vorgeschlagen wurde, eine Kollektivbiographie zu verfassen, die die Auswirkungen des Umbruchs von 1989 auf die Jugendsubkultur untersucht. Ebenso wurde aus dem Auditorium angemerkt, dass der Zusammenhang zwischen den polnischen Theatermachern und den ostdeutschen Punks, deren Aktionsrepertoire und Reichweite begrenz blieb, noch unklar sei.

KIRSTEN GERLAND (Göttingen) knüpfte in gewisser Weise an den Vortrag von Axel Strasser an indem sie aus einer generationsgeschichtlichen Perspektive auf 1989/90 blickt. Sie fragt jedoch nicht nach dem Beitrag jugendlicher Gegenkulturen zur Revolution, sondern nach dem damaligen Selbstverständnis von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Zum einen will Gerland klären, inwieweit jüngere Akteure während des Umbruchs von 1989/90 die Vorstellung „Generation“ in eine politische Strategie einbanden. Zum anderen fragt sie, wie sich die jugendlichen Akteure ex-post selbst verorten und sich dabei – ähnlich den „68ern“ im Westen – als „Erinnerungsgeneration“ konstituieren. Gerland zufolge sei die Kategorie „Generation“ durchaus Teil einer politischen Strategie gewesen. Nach 1989 habe der Begriff Jugend jedoch keine größere Rolle mehr bei der Deutung der Revolution und der Selbst-Deutung der jungen Revolutionäre gespielt.

Innerhalb von drei Tagen intensiver Diskussion hatte ein weiter Horizont geöffnet, der einen multiperspektivischen und interdisziplinären Blick auf den Zusammenbruch des Ostblocks und auf den darauf folgenden, bis heute andauernden Transformationsprozess freigab. Was hier zu verfolgen war, war eine Übung in wissenschaftlicher Debattenkultur auf hohem Niveau, wie Jan Wielgohs am Ende lobte. Schon jetzt wünscht man sich einen Sammelband, der tiefere und allgemein zugängliche Einblicke in die ambitionierten Projekte der Nachwuchswissenschaftler ermöglicht.

Konferenzübersicht:

Sebastian Richter: Die DDR als Gegenstand geschichtspolitischer Auseinandersetzungen in Deutschland 1989/90 - 2009/10

Anne K. Krüger: Auf der Suche nach „Versöhnung“. Die Einsetzung der Enquête-Kommission zur „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ in globaler Perspektive

Cordula Kalmbach: Katyń als ,lieux de mémoire' in der polnischen Erinnerungskultur

Tina Menke: Lehrendenvorstellungen über die DDR(-Geschichte) und ihre Bedeutung in historisch-politischen Bildungsprozessen. Ein Beitrag zur Didaktischen Rekonstruktion

Marcus Böick: Arena des Übergangs. Die Treuhandanstalt in den ökonomischen, kulturellen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen 1990-1994

Susanne Brauch: EU-Vorstellungen in Polen und Tschechien: Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen politischen Eliten und Gesellschaften

Ruth Schneider: Elitenaustausch und Stabilität in kompetitiven Autokratien

Jochen Töpfer: Politische Eliten und Transformation in Osteuropa

Johannes Oschlies: Einstellungen und Erwartungen von Bürgern und politischen Eliten zur Demokratie in Deutschland und Estland

Axel Strasser: Punk und Theater – widerständige Jugend in der Endphase der VRP und der DDR

Kirsten Gerland: Generationelle Dynamik im Umbruch. Eine generationengeschichtliche Perspektive auf 1989/90

Angela Siebold: Die Identitätskonzepte ‚Nation’ und ‚Europa’ in den Debatten um Grenzöffnung und Migration in Polen, Frankreich und Deutschland 1985-2008

Markus Peter Nagel: Sprachpolitik und De-facto-Sprachpolitik. Mechanismen der Sprachpolitik und Anpassung russischsprachiger Minderheiten in den Baltischen Staaten, Litauen, Lettland und Estland