Nach dem Mauerbau. Geteilte Entwicklungen – bleibende Verbindungen

Nach dem Mauerbau. Geteilte Entwicklungen – bleibende Verbindungen

Organisatoren
Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU); Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ)
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
28.09.2011 - 30.09.2011
Von
Nils Lange, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

An traditionsreichem Ort, im Bildungszentrum des BStU in unmittelbarer Nähe zum Checkpoint Charlie in Berlin-Mitte, fand im Zeitraum vom 28. bis zum 30. September im 50. Jahr nach dem Bau der Berliner Mauer eine zentrale Historikerkonferenz zu diesem Thema statt. Schon der Titel der Veranstaltung, „Nach dem Mauerbau – Geteilte Entwicklungen – bleibende Verbindungen“, deutete den Versuch an, den Mauerbau vom 13. August 1961 in seiner gesamten Bedeutung für die deutsch-deutsche Geschichte und den Kalten Krieg zu betrachten. Diese Absicht unterstrich der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte Andreas Wirsching (München) in seiner Begrüßungsrede in dem Sinne, dass vor allem die Folgen des Mauerbaus auf der Tagung aufgezeigt werden sollen. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn konstatierte in seinen emotional mit Einzelschicksalen untermalten Begrüßungsworten, dass die Mauer noch heute ihren Schatten auf einzelne Familien werfe und es daher auch wichtig sei, sich mit dem Mauerbau und seinen konkreten Auswirkungen auf die Menschen zu beschäftigen.

In seinem Eröffnungsvortrag stellte HERMANN WENTKER (Berlin) die Frage, welche Rolle der Mauerbau in dem säkularen Konflikt zwischen der Sowjetunion und den USA und in dem deutsch-deutschen Verhältnis gespielt habe. Im Kalten Krieg müsse der Bau der Mauer im Kontext mehrerer Krisen im Zeitraum von 1958 bis 1963 gesehen werden, in dem die Kubakrise und die 2. Berlinkrise herausstechen, da in diesen Fällen ein „heißer“ Krieg zwischen den beiden Supermächten möglich gewesen wäre. Dennoch war nach Wentkers Meinung der Mauerbau, als Höhepunkt der von Chruschtschow ausgelösten Berlinkrise, nur eine sekundäre Zäsur im gesamten Komplex des Kalten Krieges. Gerade im Vergleich zur Kubakrise ist ihre Bedeutung für die einsetzende Détente im Konflikt der Supermächte eher als gering einzuschätzen. Im deutsch-deutschen Zusammenhang nehme er ein größeres Gewicht ein. Dies sei vor allem auf die Mentalität der Menschen, die sich durch den Mauerbau nun häufiger mit dem Status der Teilung abfanden, zurückzuführen. Auf die Entwicklung der Bundesrepublik hatte der Mauerbau zwar keinen tief greifenden Einfluss, dennoch beeinflusste er das deutsch-deutschen Verhältnis. Diese Gewichtung sei beim Fall der Mauer 1989 nicht zu erkennen. Sowohl auf das deutsch-deutsche Verhältnis als auch auf den Kalten Krieg hatte er eine starke Auswirkung.

Die erste Sektion der Tagung behandelte die „SED-Herrschaft unter den Bedingungen der geschlossenen Grenze“. Die von Moderator Hermann Wentker gestellte übergeordnete Frage lautete, ob sich nach dem Mauerbau die Maßnahmen der DDR gegenüber der Bevölkerung eher verschärft oder gemildert hätten. DANIELA MÜNKEL (Berlin) gab darauf in ihrem Vortrag in Bezug auf das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) eine klare Antwort. Unmittelbar nach dem Mauerbau stellte sie ein repressives Vorgehen des MfS gegen die DDR-Bevölkerung fest. Vor allem Jugendgruppen gerieten in den Fokus des Ministeriums. Laut Münkel sah das MfS unter Mielke die Chance, infolge des Mauerbaus seine Position in dem System der DDR auszubauen und sich zu etablieren. ROGER ENGELMANN (Berlin) untermauerte in seiner Darstellung über das MfS in den 1960er-Jahren diese These. Neben der Erkenntnis, dass die sechs Monate nach dem Mauerbau die stärkste Repressionsphase des MfS darstellten, belegte er den Ausbau des geheimpolizeilichen Apparates mit einem steigenden Wachstum von Etat und Mitarbeitern. Das MfS habe es geschafft, die durch die Grenzschließung verschärften Probleme, wie zum Beispiel die Bekämpfung der Abwanderung und die Abschottung von Westeinflüssen, in ihren Aufgabenbereich einzugliedern. Zwei verschiedene Ansätze zur „Auswirkung des Mauerbaus auf Staat und Gesellschaft in der DDR“ lieferte ILKO-SASCHA KOWALCZUK (Berlin). Der Aussage von Ludwig Mehlhorn, dass die Mauer die Menschen in der DDR krank gemacht habe, stellte er hypothetisch den Ansatz, dass der Mauerbau auch als Chance für die Umsetzung des realen Sozialismus gelten könne, entgegen. Seiner Ansicht nach aber habe der Mauerbau die inneren Verhältnisse der DDR weiter stabilisiert und er stellte wie schon bereits Hermann Wentker eine Verfestigung der Teilung in den Köpfen der DDR-Bürger fest. Erst nach dem Mauerbau habe sich die DDR zu einem rigorosen Überwachungsstaat entwickelt, so dass die Menschen eher gezwungen waren sich in der totalitären Herrschaft einzurichten. Dies endete häufig mit Resignation und Rückzug ins Private. ANDREAS MALYCHA (Berlin) stellte zum Abschluss der ersten Sektion die Frage nach der „Reformbereitschaft und Reformfähigkeit“ in der DDR nach dem Bau der Mauer. Durch die geschlossene Grenze gab es nach Malycha Möglichkeiten für Experimente in der Wirtschaft, die zum Beispiel in der Einführung des Neuen Ökonomischen System (NÖS) zu sehen seien. Die DDR-Führung wollte mit höherer Leistungsfähigkeit in der Wirtschaft den Systemwettbewerb für sich entscheiden und versuchte dies auch durch eine Förderung des technischen Fortschritts zu erreichen. Ideologie und Machterhalt stellten dabei allerdings Grenzen dar, die nicht überschritten wurden, sodass eine grundlegende Reform nicht zustande kommen konnte. Dadurch seien, so das Schlusswort Hermann Wentkers zur ersten Sektion, Modernisierung und Reformen nur begrenzt möglich gewesen.

Die zweite Sektion beschäftigte sich mit den Veränderungen, die der Mauerbau in den beiden deutschen Staaten hervorgerufen hat. Hierbei sollte, wie von Moderator Helge Heidemeyer (Berlin) vorgegeben, ein vergleichender Blick auf DDR und Bundesrepublik gerichtet werden. Die Betrachtungen zur Sozialpolitik der beiden deutschen Teilstaaten von DIERK HOFFMANN (Berlin) begannen mit der Feststellung, dass es sich um unterschiedliche Sozialstaaten handelte. Die ostdeutsche Sozialpolitik konnte demnach, anders als die der Bundesrepublik, die Kräfte und Risiken des Marktes ausschalten. Die DDR-Führung versuchte daher zum Beispiel aus dem Problem der Arbeitslosigkeit in Westdeutschland mit ihrem „Recht auf Arbeit“ Kapital zu schlagen. Dabei geriet die verdeckte Arbeitslosigkeit in der DDR in Vergessenheit. Sei in den 1950er-Jahren diese Art von Konkurrenz noch von gewisser Bedeutung für die beiden Staaten gewesen, so verliere diese vor allem für die Bundesrepublik nach dem Mauerbau stark an Gewicht. Einem Punkt, der auch von Hoffmann als dauerhafter Einflussfaktor gesehen wurde – der Bildungspolitik –widmete im Folgenden HENRIK BISPINCK (Berlin) seine Aufmerksamkeit. Allerdings sah Bispinck auch in diesem Bereich im Mauerbau keine tiefe Zäsur, sondern mehr einen Katalysator der Entwicklung in beiden deutschen Staaten. Die DDR konnte nach dem Mauerbau erst richtig planen, da der Aderlass von Akademikern und Wissenschaftlern aufgehalten werden konnte, so Bispinck. Die Bundesrepublik hingegen konnte sich nicht mehr auf die Zuwanderung verlassen und erkannte am Beispiel anderer Industrienationen, aber auch der DDR, die Notwendigkeit den Zugang zu Bildung auf größere Bevölkerungsteile auszuweiten. PATRICE POUTRUS (Halle) referierte abschließend über die Arbeitsmarkt- und Migrationsentwicklungen. Man könne vermuten, dass der Mauerbau, und damit das Wegbleiben ostdeutscher Fachkräfte, die Zuwanderungspolitik der Bundesrepublik positiv beeinflusst habe. Dieser These widersprach Poutrus jedoch, da ein deutlicher Schub der Migration bereits 1960 zu erkennen sei. Einen Fokus legte er dabei auf das Instrument der Anwerbung von Gastarbeitern, das aber nie für die Erklärung von Migration ausreiche und auch die Ausländerbeschäftigung nicht initiiere. Vielmehr sei das Fenster für Einwanderer schon vorher offen gewesen und ein Anwerbungsabkommen habe nur noch den Zustrom reguliert.

Sektion III unter Vorsitz von Michael Schwartz (Berlin) thematisierte „deutsch-deutsche Verbindungen und Kontakte“ und begann mit einem Vortrag über die Wirtschaftsbeziehungen von PETER E. FÄßLER (Paderborn). Die Beziehungen in diesem Gebiet waren von der Bundesrepublik eher politisch motiviert. Die für die DDR aus ökonomischen Gründen wichtigen Handelsbeziehungen bildeten eine zentrale deutsch-deutsche Klammer. Nach dem Bau der Mauer brachen die Handelsbeziehungen kurzfristig drastisch ein. Dies lag laut Fäßler aber an der westdeutschen Kündigung des Berliner Abkommens und der Politik der „Störfreimachung“ durch DDR-Hardliner wie Ulbricht als Reaktion darauf. Die kirchlichen Jugendbeziehungen wurden, wie von CHRISTIAN HALBROCK (Berlin) erläutert, auf Seiten der DDR schon vor 1961 von der SED, dem MfS und der Freien Deutschen Jugend (FDJ) erschwert. Die Organisationen erkannten in der protestantischen Kirche eine letzte Brücke zwischen den beiden Gesellschaften, die nicht aufrechterhalten werden durfte. Dennoch gingen die Treffen auch nach dem Bau der Mauer trotz massiven Behinderungen der DDR weiter und rissen nie vollständig ab. Halbrock führt diese Risikobereitschaft der DDR-Bürger auch auf den Wunsch zurück, dem Alltag zu entfliehen. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Kontakten zwischen Schriftstellern der beiden deutschen Teilstaaten, vorgestellt von MATTHIAS BRAUN (Berlin). Gespräche in diesem Bereich setzten bereits 1947 ein und wurden durch den Mauerbau nicht verhindert. Häufig kam es bei diesen Treffen jedoch auch zu teils heftigen Auseinandersetzungen, da den DDR-Schriftstellern von ihren westdeutschen Kollegen zum Beispiel „Angst vor der Diktatur“ vorgeworfen wurde. Eine zentrale Figur in den vielfach in privaten Kreisen abgehaltenen Zusammenkünften spielte der ab 1960 in West-Berlin lebende Günter Grass.

In der Sektion IV ging es darum, welche Rolle der Film, das Fernsehen und die bildende Kunst vor und nach dem Mauerbau im deutsch-deutschen Verhältnis spielten. FRANZISKA KUSCHEL (Berlin) erläuterte in ihrem Referat das Vorgehen des SED-Regimes gegen den Einfluss von Westmedien und Westfernsehen. Sie stellte die Erfolglosigkeit von der „Aktion Blitz contra Natosender“ und Westfernsehprozessen dar. Trotz erschwerten Bedingungen beim Empfang der Westkanäle ließen sich die DDR-Bürger nicht vom Westfernsehkonsum abhalten. Im Bereich der bildenden Kunst lieferte KATHLEEN SCHRÖTER (Dresden) ein weiteres Beispiel für den nicht allzu großen Einfluss des Mauerbaus. In den Phasen des deutsch-deutschen Kunstaustauschs stelle der Mauerbau jedenfalls keine eigene Zäsur dar. Vielmehr liege er in einer Annäherungsphase, bevor 1968 die eigentliche Rezeptionsphase einsetzte. Nach 1978 begannen sich die beiden Staaten dann schon als eine „Kulturnation“ zu sehen. In der von Henrick Bispinck geleiteten Diskussion merkte Michael Braun noch an, dass durch die latente Krise der DDR der Kunstaustausch noch gefördert wurde, da der Staat erhebliche Devisen bei Kunstverkäufen in die Bundesrepublik einstrich. Im letzten Vortrag dieser Sektion informierte ANNE BARNERT (Berlin) über die „Ost-West-Begegnungen im Spielfilm“. In den DDR-Filmen sei der Grenzübertritt schlicht und ergreifend nicht zu sehen, und für die Grenze wurden Stereotypen erschaffen. Um die Zuschauerzahlen zu erhöhen, wurden häufig auch Filme aus der Bundesrepublik in ostdeutschen Kinos gezeigt. Obwohl man sich dabei auf Unterhaltungsfilme konzentriert, seien die konkurrierenden individuellen und gesellschaftlichen Ansprüche in den Spielfilmen ein Kontrastprogramm für das von der DDR propagierte Dogma des Kollektivs gewesen.

Die letzte Sektion der Tagung hatte den „Blick von außen“ zum Thema und stellte sich die Frage, wie Moderator Dierk Hoffmann formulierte, wie der Mauerbau von den deutschen Nachbarstaaten rezipiert wurde. INGO LOOSE (Berlin) erläuterte die Auswirkungen des Mauerbaus auf die Beziehungen der Volksrepublik Polen zur DDR und auch zur Bundesrepublik. Neben den offiziellen Loyalitätsbekundungen nach Ost-Berlin herrschte laut Loose aber in Polen auch ein gewisses Unverständnis für die Abschottung der Bevölkerung. Obwohl der Mauerbau den Blick des sozialistischen Partners veränderte, habe die Volksrepublik in ihren Gestaltungsmöglichkeiten wenig Raum für Veränderung gehabt. 1961 sei aber der Ausgangspunkt für den Annäherungsprozess zur Bundesrepublik Deutschland gewesen. Das Wegfallen der Bundesrepublik als Folge der „Störfreimachung“ sollte aber die ČSSR kompensieren, wie VOLKER ZIMMERMANN (München) berichtete. Seit 1950 sei Prag der engste Partner der DDR gewesen, dennoch sei der Mauerbau auch dort kontrovers behandelt worden. Gerade in den Wirtschaftsbeziehungen zeige sich, dass die ČSSR nicht immer eigenmächtig handelte und die Mauer mehr und mehr zum „Ballast“ in den Beziehungen zu beiden deutschen Teilstaaten geworden sei. Abschließend warf PETER VAN DER HEIDEN (Nijmegen) einen Blick auf die „Diskussion über den Mauerbau im niederländischen Parlament“. In einem rhetorisch amüsant gehaltenen Referat machte er deutlich, dass die Berliner Mauer 1961 nicht allzu oft Inhalt der Debatten des Staten-Generaal war. Und wenn, habe dort überwiegend die Meinung geherrscht, dass die Deutschen auf Grund des Zweiten Weltkrieges selbst für ihr Schicksal verantwortlich seien. Deutlich werde aber auch, dass der Mauerfall für die niederländischen Abgeordneten von weitaus größerer Bedeutung als der Mauerbau war. Damit schloss er den Kreis zum Eröffnungsvortrag von Hermann Wentker und folgte seiner These, dass im internationalen Kontext der Mauerfall eine größere Bedeutung hatte als der Mauerbau. Auf diese Zäsur wies auch Helge Heidemeyer in seinem Schlusswort noch einmal hin, da der Mauerbau das deutsch-deutsche Verhältnis zwar beeinflusste und in einigen Bereichen auch eine schwerwiegende Rolle spielte, auf internationaler Ebene aber keine große Tragweite hatte.

Das Ziel der Tagung, den Bau der Berliner Mauer im Prozess der deutschen Teilung und im Kalten Krieg zu verorten, wurde durch eine breite Sichtweise auf viele Aspekte somit erreicht. Auch wenn der Mauerbau in den Gedanken der Menschen immer ein Zeichen der Teilung des deutschen Staates sein wird und die Bevölkerung mental zu einem Sichabfinden mit der Teilung veranlasste, war er im Grunde genommen nur eine sekundäre Zäsur. Die verschiedenen Vorträge haben dies deutlich gemacht und insbesondere neue Perspektiven auf die Geschichte der DDR und die Auswirkungen des Mauerbaus geworfen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung
Roland Jahn
Andreas Wirsching

Eröffnungsvortrag
Hermann Wentker (Berlin): Der Ort des Mauerbaus im Kalten Krieg und in der deutsch-deutschen Geschichte

Sektion I: SED-Herrschaft unter den Bedingungen der geschlossenen Grenze
Moderation: Hermann Wentker

Daniela Münkel (Berlin): Staatssicherheit und Bevölkerung nach dem 13. August 1961

Roger Engelmann (Berlin): Geheimpolizeiliche Expansion in der eingemauerten DDR. Das MfS in den 1960er-Jahren

Ilko-Sascha Kowalczuk (Berlin): Auswirkungen des Mauerbaus auf Staat und Gesellschaft der DDR

Andreas Malycha (Berlin): Reformbereitschaft und Reformfähigkeit in der „geschlossenen Gesellschaft“. Das Reformpaket der 1960er-Jahre

Sektion II: Gesellschaftliche Veränderung in Ost und West
Moderation: Helge Heidemeyer (Berlin)

Dierk Hoffmann (Berlin): Ökonomisierung und Ende des Systemwettbewerbs? Sozialpolitik im geteilten Deutschland nach dem Mauerbau

Henrik Bispinck (Berlin): Schul- und Bildungspolitik im Zeichen der Systemkonkurrenz

Patrice Poutrus (Halle): Nach dem Ende der Flucht: Arbeitsmarkt und Migration in die Bundesrepublik nach dem Mauerbau

Sektion III: Deutsch-deutsche Verbindungen und Kontakte
Moderation: Michael Schwartz (Berlin)

Peter E. Fäßler (Paderborn): Zwischen „Störfreimachung“ und Rückkehr zum Tagesgeschäft. Die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen nach dem Mauerbau

Christian Halbrock (Berlin): Basisarbeit mit der kirchlichen Jugend: Die Ost-West-Treffen der evangeliaschen Kirchen in der DDR

Matthias Braun (Berlin): Schriftstellerkontakte zwischen Ost und West

Sektion IV: Grenzen überschreiten: Film, Fernsehen und bildende Kunst
Moderation: Henrik Bispinck

Franziska Kuschel (Berlin): Westmedien und Westfernsehen in der DDR

Kathleen Schröter (Dresden): Mauerbau und Zweistaatlichkeit in der bildenden Kunst

Anne Barnert (Berlin): Besuche von „drüben“: Ost-West Begegnungen im Spielfilm

Sektion V: Mauerbau und Trennung: Der Blick von außen
Moderation: Dierk Hoffmann

Ingo Loose (Berlin): Die Volksrepublik Polen und die deutsch-polnische Ménage à trois nach 1961

Volker Zimmermann (München): „Wir wussten, dass es eine Gefängnismauer ist und keine Schutzmauer.“ Die Folgen des 13. August für die Beziehungen zwischen der ČSSR und der DDR

Peter van der Heiden (Nijmegen): Die Diskussion über den Mauerbau im niederländischen Parlament