Defizitäre Souveräne? Frühneuzeitliche Rechtfertigungsnarrative im Konflikt / Deficient Monarchs? Legitimation in Conflict

Defizitäre Souveräne? Frühneuzeitliche Rechtfertigungsnarrative im Konflikt / Deficient Monarchs? Legitimation in Conflict

Organisatoren
Lena Oetzel, Fachbereich Geschichte, Universität Salzburg; Kerstin Weiand, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Ort
Frankfurt am Main
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.03.2015 - 06.03.2015
Von
Lisa-Maria Speck, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erfuhr der wesentlich von Jean Bodin geprägte Begriff der Souveränität seine gedankliche Ausgestaltung. Im Angesicht der politischen Krisenerfahrungen ihrer Zeit waren seine Verfechter bestrebt, rechtlich eindeutige Kategorien fürstlicher Autorität zu definieren. Das änderte indes nichts daran, dass Herrschaft in der politischen Praxis häufig legitimatorisch ambivalent blieb. Es ist diese Diskrepanz zwischen theoretischer Eindeutigkeit und herrschaftspraktischer Ambiguität, die den Ausgangspunkt der Tagung „Defizitäre Souveräne? Frühneuzeitliche Rechtsfertigungsnarrative im Konflikt“ bildete. Um eine analytische Zusammenschau von politischen Ideen und praktisch-symbolischem Herrschaftsvollzug bemüht, richtete die Veranstaltung ihren Fokus auf die kommunikative Bewältigung potenziell souveränitätseinschränkender obrigkeitlicher Defizite. Dass die Organisatorinnen hierfür einen biographischen Zugriff gewählt hatten, erschien konsequent: Von einem personalisierten Verständnis politischer Herrschaft ausgehend, musste Souveränität in der Vormoderne stets auf individueller Ebene konstruiert und etabliert werden; umgekehrt wirkten Defizite, die der Person des Fürsten/der Fürstin zugeschrieben wurden, unmittelbar auf die legitimatorische Basis des Regimes als solchen zurück. Indem sie die formaljuristische Ebene bewusst ausklammerten, lenkten die Veranstalterinnen den Blick auf den konstruktiven Charakter solcher fürstlichen Defizite. Legitimatorische Defizite stellen sich in dieser Perspektive nicht als statische Kategorien, sondern als Resultat diskursiver Zuschreibungen und politischer Aushandlungsprozesse dar, die historisch-situativen Wandlungen unterliegen und in denen Herrscherkritik und obrigkeitliche Repräsentation in einem dialektischen Verhältnis zueinander stehen. In welchem Maß es gelang, solche Defizite zu kompensieren, und welche Strategien die frühneuzeitliche Monarchie zu diesem Zweck entwickelte, wurde anhand von zehn Fallstudien erörtert. Terminologisch auf das Forschungsprogramm des Frankfurter Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ verweisend, wurde das Konzept des Rechtfertigungsnarrativs dabei in einem eher weiten, unspezifischen Sinn verstanden.

Einen prägnanten Überblick über die konzeptionelle Anlage der Tagung gab KERSTIN WEIAND (Frankfurt am Main). In ihrem einführenden Referat suchte sie eine systematische Perspektive auf den Untersuchungsgegenstand zu eröffnen, indem sie fünf zentrale Fragenkomplexe benannte. Neben der (1) Identifizierung individueller Legimitationsdefizite gehe es darum, (2) die konkreten Strategien des fürstlichen Self-fashioning[1] herauszuarbeiten und auf der Achse Tradition–Innovation zu verorten. Dabei müsse der Eigenlogik der unterschiedlichen Medien und semiotischen Systeme ebenso Rechnung getragen werden wie der Diversität und Heterogenität der (3) Akteure und (4) Adressaten dieser ‘Imagepolitik’; weder sei das öffentliche Bild des Monarchen/der Monarchin als unilaterales Diktat der Obrigkeit noch dessen Rezeption als rein passiver Prozess zu begreifen. Auch gelte es, (5) die Ebene der Herrschafts- und Repräsentationspraktiken analytisch mit den zeitgenössischen juristischen und philosophischen Souveränitätsdiskursen zu verzahnen.

LENA OETZEL (Bonn/Salzburg) verwies in ihren einleitenden Bemerkungen auf das Erkenntnispotenzial eines diachronen und regionalen Vergleichs unterschiedlicher „defizitärer“ Souveräne, wobei sie unterstrich, dass auch und gerade als erfolgreiche Herrscherpersönlichkeiten ins kollektive Gedächtnis eingegangene Monarchinnen und Monarchen mit teils gravierenden Legitimationsdefiziten behaftet waren. Das Spektrum solcher Defizite reiche von dynastischen Aspekten über genderspezifische Probleme weiblicher Souveräne bis hin zu charakterlichen und gesundheitlichen Schwächen des/der jeweiligen Amtsinhabers/in.

Das erste Panel eröffnete wiederum Kerstin Weiand. In ihrem Vortrag über Jakob I. von England (1603-1625) stellte sie heraus, wie sehr dessen Negativimage durch seine Friedenspolitik geprägt wurde, in der Zeitgenossen wie Nachwelt Zeichen politischer Feigheit und Charakterschwäche zu erkennen glaubten. Dabei sei das Bild Jakobs als rex pacificus zunächst nichts anderes als eine Fremdzuschreibung gewesen, die sich der erste englische Stuart-König zunutze gemacht habe, um der Erwartungshaltung seiner neuen Untertanen entgegenzukommen und sich in die Tradition des englischen Königtums und der mit Elisabeth I. verloschenen Tudor-Dynastie einzuschreiben. Dieser Übernahme- sei jedoch zugleich ein Transformationsprozess gewesen: Während Jakobs Bild als Friedensfürst im öffentlichen Diskurs um die Idee inneren Friedens und Wohlstands kreiste, habe der König damit eine außenpolitische Agenda verbunden. Weiand arbeitete die aller herrscherlichen Repräsentation innewohnende Ambivalenz heraus, indem sie dem legitimatorischen Potenzial des Pacificus-Bildes den Umstand gegenüber stellte, dass die normative Wirksamkeit, die Jakobs Selbstinszenierung als ‘neuer Salomon’ entfaltete, zugleich einer Beschneidung seiner politischen Handlungsmöglichkeiten gleichkam.

ULRICH NIGGEMANN (Marburg) unternahm es in seinem Referat über Wilhelm III. und Maria II. von England (1689-1702/1694), das medienwissenschaftliche Konzept des Framing für eine Analyse der zeitgenössischen allegiance controversy fruchtbar zu machen. In diesem Zusammenhang identifizierte er drei für den zeitgenössischen Legitimitätsdiskurs einschlägige Frames: eine providentialistische, eine restaurative und eine im weitesten Sinn kontraktualistische Deutung der Glorious Revolution. Niggemann unterstrich, dass sich Legitimitäts- und Illegitimitätsframes auf einen gemeinsamen Referenzrahmen bezogen, dieselben interpretativen Schemata sowohl von obrigkeitlicher bzw. regierungsaffirmativer Seite als auch von den Revolutionsgegnern aufgegriffen werden konnten. Auf diese Weise gelang es ihm, den diskursiven Charakter der Kategorien ‘Legitimität’ und ‘Illegitimität’ herauszustellen und die derzeit dominante Lesart des Revolutionsgeschehens, der zufolge alle Legitimationsversuche seitens der Revolutionäre lediglich ex post facto-Rationalisierungen und „Propaganda“ im pejorativen Sinn des Wortes darstellten, durch eine differenziertere Betrachtung zu ersetzen.

Das zweite Panel rückte mit Elisabeth I. von England (1558-1603) und Christina von Schweden (1632-1654) zwei weibliche Souveräne ins Zentrum des Interesses. Von Susan Fryes vielzitiertem Diktum eines competition for representation[2] ausgehend, untersuchte Lena Oetzel, inwieweit sich Erwartungshaltungen und im Modus des Herrscherlobs vorgebrachte Obrigkeitskritik seitens der politischen Eliten und herrschaftslegitimatorische Bestrebungen der Königin diskursiv durchdrangen und deren Repräsentation prägten. Oetzel illustrierte die Komplexität dieses Aushandlungsprozesses anhand der zeitgenössischen Inszenierung Elisabeths als protestantische ‘Deborah’ und mythisch überhöhte ‘Virgin Queen’. Beide Darstellungsmodi, so Oetzel, seien geeignet gewesen, um Elisabeths vielleicht gravierendstes Legitimationsdefizit – ihr Geschlecht – zu marginalisieren bzw. transzendieren und so in eine Stärke umzuformulieren, ohne diesen Bildern ihr subversives Potenzial jedoch vollständig nehmen zu können.

MARIE-LOUISE RODÉN (Kristianstad) zeichnete im Anschluss den Lebensweg Christinas von Schweden nach, wobei sie deren Abdankung 1654 und ihrem anschließenden Übertritt zum Katholizismus besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ, aber auch Christinas Selbstverständnis als weiblicher Souverän thematisierte. In frappierender Offenheit habe die schwedische Königin ihr Geschlecht selbst als Defizit benannt und weibliche Herrschaft als prinzipiell dysfunktional gebrandmarkt. Von der Notwendigkeit einer gesicherten Erbfolge überzeugt, habe sie es abgelehnt, als unverheiratete Monarchin nach dem Vorbild Elisabeths I. zu regieren, andererseits aber auch eine Eheschließung ausgeschlossen – ein Umstand, der in der Forschung zu Spekulationen über ihre geschlechtliche und sexuelle Identität geführt habe.

Dem italienischen Tre- und Quattrocento war das dritte Panel gewidmet. ANDREA GAMBERINI (Mailand) verortete das herrschaftslegitimatorische Bemühen der Visconti im Kontext jener Kontroverse über die Gestalt des Tyrannen und den Charakter der Tyrannei, die im frühen 14. Jahrhundert in den oberitalienischen Kommunen an Intensität gewann. Den Versuch der Mailänder signori, auf die ursprüngliche, wertneutrale Bedeutung des Begriffs „Tyrann“ zu rekurrieren, um den gegen sie erhobenen Vorwurf der Tyrannei zu entkräften, bewertete Gamberini als von vornherein zum Scheitern verurteilt, sei der Begriff der Tyrannei im zeitgenössischen Diskurs doch bereits zu pejorativ konnotiert gewesen. Mittels eines ‘semantischen Kniffs’ habe die Familie den virulenten Tyrannei-Diskurs indes doch noch für ihre Zwecke nutzbar machen können: Tyrannei nun mit politischer Fragmentierung gleichsetzend, sei es ihnen gelungen, sich erfolgreich als Tyrannen-Bekämpfer zu inszenieren und – einen politischen Vorwurf in eine politische Ressource verkehrend – die territoriale Expansion ihres Herrschaftsgebiets als Politik der Friedenssicherung vorzustellen.

HENK VAN VEEN (Groningen) unterzog Pontormos Porträt des Florentiner Herzogs Alessandro de’ Medici (1530-1537) [3] einer detaillierten Betrachtung. Mit Vanessa Walker-Oakes [4] wies er die von Pontormos Zeitgenossen Giorgio Vasari aufgestellte Behauptung zurück, bei besagtem Gemälde handele es sich um eine ‘intime’ Darstellung des Fürsten; zugleich widerlegte er die These, Pontormos Bild und das ungefähr zeitgleich entstandene Porträtgemälde von Vasari selbst [5] stellten ein komplementäres Paar dar, das die ‘private’ (Pontormo) und ‘öffentliche’ (Vasari) Persona des Herzogs zeige. Van Veen betonte, dass auch Pontormos Gemälde ein genuin politisches Bildprogramm zugrunde liege, und setzte dieses zum Höflingsideal Baldassare Castigliones in Bezug.

Den Auftakt des zweiten Veranstaltungstages bildete CHRISTOPHER STORRS᾽ (Dundee) Vortrag über Karl II. von Spanien (1665-1700). Unter dem Schlagwort “Deficient prince but not necessarily deficient polity?” verhandelte er die Frage, wie stark die (unbestreitbaren) Defizite des letzten spanischen Habsburgers angesichts eines – so Storrs – funktionierenden Herrschaftsapparates und der Monarchie eng verbundenen Adels tatsächlich ins Gewicht gefallen seien. Dabei attestierte er Karl II. zwar einen Mangel an Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen und thematisierte die eklatanten ‘imagepolitischen’ Versäumnisse des Regimes, trat aber der Auffassung entgegen, der als El hechizado diffamierte König stelle eine Personifikation des Niedergangs Spaniens im späten 17. Jahrhundert dar: Auch wenn seine Kinderlosigkeit im Spanischen Erbfolgekrieg resultierte, sei Karl II. – wie die spanische Monarchie als solche – deutlich weniger schwach und anfällig gewesen, als es die Leyenda negra glauben mache.

Das Verhältnis von faktischen und symbolischen Unterwerfungsakten analysierte LUDOLF PELIZAEUS (Amiens) anhand jener konfliktbehafteten frühen Herrschaftsjahre Karls I. von Spanien (1516-1556), die durch die formelle Souveränitätsteilung zwischen Karl und dessen Mutter Johanna zusätzlich verkompliziert wurden. Pelizaeus zeigte auf, dass die militärische Niederschlagung kommunaler Erhebungen wie des kastilischen Comuneros-Aufstandes nur eine Etappe auf dem Weg zur Wiederherstellung der königlichen Herrschaftsgewalt markierte: Erst mit der symbolisch-rituellen Unterwerfung der rebellierenden Städte und dem triumphalen Einzug Karls (inzwischen als Karl V. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) Jahre später sei dieser Prozess zu einem Abschluss gebracht worden. Als Vorbild für die symbolische Wiederherstellung der königlichen Souveränität habe das Requerimiento für die spanische Landnahme in den Amerikas fungiert. Entscheidend für die Herrschaftsübernahme sei die nachhaltige Neudefinition des öffentlichen Raumes gewesen – die ostentative Übernahme des Stadtraums durch die symbolische Einsetzung des königlichen Bildnisses und den feierlichen Herrscheradventus.

Das letzte Panel wurde von STEFAN EHRENPREIS (Innsbruck) eröffnet. In seinem Vortrag über Rudolf II. (1576-1612) suchte er die These zu entkräften, der unverheiratete Monarch habe sich nach der Übersiedelung des kaiserlichen Hofes nach Prag systematisch von seinem Amt zurückgezogen. Ehrenpreis legte überzeugend dar, dass die kaiserlichen Repräsentationsformen nach 1583 einem dramatischen Wandel unterlagen – weg von aufwändigen Hoffeierlichkeiten, bei denen das Fehlen einer kaiserlichen Gemahlin ein Problem darstellte, hin zu ‘privateren’ Formen der Repräsentation –, Rudolf aber Zeit seines Lebens ein ‘funktionaler’ Monarch blieb, der sich die veränderte Kommunikationssituation strategisch zunutze machte. Tatsächlich sei in seinem „kaiserlichem Programm“ mit der zunehmenden Abkehr von dynastischen Belangen ein immer deutlicheres Bewusstsein seiner kaiserlichen Stellung zutage getreten; in diesem Sinn sei auch Rudolfs Bau- und Sammlungstätigkeit als Formulierung eines prononcierten Machtanspruches zu lesen.

In seinem stärker kunsthistorisch perspektivierten Referat nahm WERNER TELESKO (Wien) die bildliche Repräsentation Maria Theresias (1740-1780) in den Blick, die – so Telesko – zwischen einer Vielzahl unterschiedlicher, sich zum Teil überlagernder Rollenbilder oszillierte und sich erst in der Retrospektive zu einem komplementären Ganzen zusammenfüge. Vor dem Hintergrund ihres geschlechtsbedingt prekären Thronanspruchs habe Maria Theresia einerseits tradierte, 'männlich' codierte Darstellungsmodi wie Reiterbildnisse aufgegriffen, andererseits auf allegorische und sakrale Identifikationsporträts gesetzt, in denen sich bewährte (genderspezifische) Typenbildungen mit einer Betonung der Pietas Austriaca verbanden. Dieser eher auf Kontinuität angelegten Ikonographie lasse sich ein zweites, prospektives Narrativ gegenüberstellen, das auf die außergewöhnliche Fertilität der Monarchin rekurrierte. Telesko arbeitete luzide heraus, wie das thronfolgerechtlich so problematische biologische Geschlecht Maria Theresias mittels eines komplexen Ein- und Überschreibungsprozesses von body politic und body natural zu einem Instrument der Herrschaftssicherung avancierte und es ihr dank einer flexibilisierten Körper- und Bildpolitik gelang, neue herrschaftslegitimatorische und -praktische Handlungsspielräume zu erschließen.

Die Abschlussdiskussion stand vor allem im Zeichen methodisch-forschungspraktischer Fragen. Es herrschte Konsens, dass das Phänomen der Herrschaftsrepräsentation und -legitimation mit Blick auf die Akteurs- wie Rezipientenebene stärker kontextualisiert werden müsse, als dies bislang zumeist geschehe. Dabei gelte es zum einen, die Rolle der politischen Eliten – allen voran des Adels – in der Ausgestaltung der fürstlichen Repräsentation stärker zu berücksichtigen; zum anderen seien die potenziellen Adressatenkreise obrigkeitlicher Rechtfertigungsnarrative klarer zu konturieren. In diesem Zusammenhang erscheine es sinnvoll, parallel existierende Öffentlichkeiten stärker gegeneinander abzugrenzen und den zeitgenössischen Legitimitätsdiskurs auf soziale, regionale und vor allem mediale Ausdifferenzierungen hin zu untersuchen.

Die Beobachtung, nahezu jeder frühneuzeitliche Herrscher sei mit dem einen oder anderen „Defizit“ behaftet gewesen, verdeutlichte, dass der kommunikativen Genese, Dynamik und Funktion solcher Defizite stärkere Beachtung zuteilwerden muss. Die in diesem Kontext erhobene Forderung, klarer zwischen „Defiziten als solchen“ und ihrer zeitgenössischen Wahrnehmung zu unterscheiden, greift dabei zu kurz. Vielmehr wird es darum gehen, zu einer konsequent konstruktivistischen Sicht auf die Kategorien ‘Legitimität’ und ‘Illegitimität’ zu gelangen und den diskursiven Charakter souveränitätseinschränkender herrscherlicher Defizite nicht nur zu postulieren, sondern im forschungspraktischen Arbeiten ernst zu nehmen.

Konferenzübersicht:

Lena Oetzel (Bonn/Salzburg)/Kerstin Weiand (Frankfurt am Main), Welcome and Introduction

Panel I: England and Scotland
Chair: Niels Fabian May (Frankfurt am Main)

Kerstin Weiand (Frankfurt am Main), How to Reinvent a Royal Image Abroad: James I/VI of England and Scotland

Ulrich Niggemann (Marburg), Wilhelm III. und Maria II. als defizitäre Souveräne? Legitimitäts- und Illegitimitäts-Frames in England im ausgehenden 17. und frühen 18. Jahrhundert

Panel II: England and Sweden
Chair: Marco Platania (Triest/Frankfurt am Main)

Lena Oetzel (Bonn/Salzburg), Talking about Rule: Queen Elizabeth’s I Royal Representation between Idealization and Expectations

Marie-Louise Rodén (Kristianstad), The Historical Fate of a Dysfunctional Monarch – Christina of Sweden

Panel III: Italy
Chair: Magnus Ressel (Frankfurt am Main)

Andrea Gamberini (Mailand), Politics vs Law in 14th-Century-Milan. The Visconti, the Question of Tyranny, and the Construction of a New Territorial Sovereignty

Henk van Veen (Groningen), The Image of Rulership in Jacopo Pontormo’s Portrait of Duke Alessandro de’ Medici

Panel IV: The Holy Roman Empire and Spain
Chair: Mircea Ogrin (Frankfurt am Main)

Christopher Storrs (Dundee), The Problem of the Childless King: Spanish Political Life in the Reign of Carlos II (1665-1700)

Ludolf Pelizaeus (Amiens), Das Requerimiento und die „gleiche Gnade Gottes“. Symbolik bei der Unterwerfung rebellierender Städte beim Herrschaftsantritt Karls I./V.

Panel V: The Holy Roman Empire
Chair: Cecilia Cristellon (Frankfurt am Main)

Stefan Ehrenpreis (Innsbruck), Rudolf II. – Repräsentation und Legitimation eines unverheirateten Monarchen

Werner Telesko (Wien), „Sie starb als Mann – und Kaiserinn“. Body Politics und visuelle Repräsentation bei Maria Theresia (1717-1780)

Final Discussion

Anmerkungen:
[1] Stephen Greenblatt, Renaissance Self-fashioning. From More to Shakespeare, Chicago u.a. 1984 (1. Aufl. 1980).
[2] Susan Frye, Elizabeth I. The Competition for Representation, New York 1991.
[3] (Jacopo da) Pontormo, Porträt des Alessando de᾽ Medici (1534/35), Öl auf Holz, Philadelphia Museum of Art.
[4] Vanessa Walker-Oake, Representing the Perfect Prince: Pontormo᾽s Alessandro de᾽ Medici, in: Comitatus. A Journal of Medieval and Renaissance Studies 32 (2001), S. 127-146.
[5] Giorgio Vasari, Porträt des Alessandro de᾽ Medici (1534), Öl auf Leinwand, Galleria Palatina, Florenz.


Redaktion
Veröffentlicht am
22.04.2015
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