Knowing Things. Circulations and Transitions of Objects in Natural History

Knowing Things. Circulations and Transitions of Objects in Natural History

Organisatoren
„PAN – Perspektiven auf Natur“, Museum für Naturkunde Berlin; Basisprojekt „Mobile Objekte“ des Exzellenzclusters „Bild Wissen Gestaltung“, Humboldt-Universität zu Berlin; Sammlungen der Humboldt-Universität zu Berlin
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
23.03.2015 - 24.03.2015
Von
Christian Vogel, DFG-Cluster „Bild Wissen Gestaltung“. Ein interdisziplinäres Labor, Humboldt-Universität zu Berlin

Nachdem 1905 der deutsche Naturforscher Hans Sauter nach Taiwan gekommen war, wo er sein Geld als Vertreter einer englischen Handelsfirma verdiente, begann er sogleich mit großer Akribie, sich der Erforschung der dortigen Tierwelt zu widmen. Sauter sammelte und präparierte alles, was er und seine lokalen Zuträger in die Finger bekommen konnten: vornehmlich Insekten, aber auch kleinere Säugetiere, Reptilien, Fische und Vögel. Als „H. Sauters Formosa-Ausbeute“ wurden die Sammlungen an europäische Museen verkauft oder an befreundete Naturforscher in Europa verschickt, wo man sich um ihre weitere wissenschaftliche Verwertung kümmerte. Sauter versuchte von Taiwan aus, die Bedingungen der wissenschaftlichen Auswertung seiner Sammlungen zu diktieren. Er selbst installierte sich im und als Zentrum eines Europa und Asien übergreifenden Netzwerkes aus lokalen Informanten, Wissenschaftlern und naturhistorischen Forschungsstätten und Museen, innerhalb dessen naturkundliche Objekte in großer Zahl zirkulierten. Doch die kaum zu bewältigende Menge an naturkundlichen Exempla, die Sauter regelmäßig nach Europa verschickte, überforderte Museen wie Naturforscher gleichermaßen; bis heute befinden sich in vielen Naturkundemuseen ungeöffnete Kisten und Umschläge, in denen die von Sauter gesammelten Exemplare ihrer taxonomischen Bestimmung harren. Die Fotografie, die KERSTIN PANNHORST (Berlin) ihrem Vortrag zu Sauters Sammlungspraxis voranstellte, zeigt ein bislang unbearbeitetes und sich im Berliner Naturkundemuseum befindendes Konvolut von Papierumschlägen, in denen der sammelnde Handelsvertreter Schmetterlinge eingeschlagen hatte, um sie vor dem Transport zu schützen.

Sauters Geschichte adressiert zentrale Fragestellungen der internationalen Tagung „Knowing Things. Circulations and Transitions of Objects in Natural History“, die vom 23. bis 24. März stattfand und von der am Museum für Naturkunde Berlin angesiedelten Forschungsabteilung „PAN – Perspektiven auf Natur“ zusammen mit dem Basisprojekt „Mobile Objekte“ des Exzellenzclusters „Bild Wissen Gestaltung“ und den wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert wurde. Die Objekte, die Sauter im Laufe seines Lebens sammelte, waren höchst mobil bzw. mussten mobil gemacht werden; mit ihrer Bewegung im Raum waren zahlreiche Transformationen und Bedeutungsverschiebungen verbunden: Vom Naturobjekt wurden sie unter der Hand des Sammlers und Präparators Sauter zu wissenschaftlichen Objekten, an die Fragen gestellt und von denen Antworten erwartet werden konnten. In europäischen Museen taxonomisch erfasst und ausgestellt, wurden die Objekte, die für Sauter immer auch einen ökonomischen Mehrwert besaßen, zu öffentlichen Museumsdingen. Als solche sind sie gleichzeitig Teil und Effekt des englischen Handelskolonialismus mit Japan, zu dem Taiwan damals gehörte. Schließlich trat an die Seite der emotionalen Beziehung des Privatsammlers gegenüber seinen Objekten ein distanzierterer und professionellerer Objektzugang innerhalb von sammelnden und forschenden Institutionen. Doch mit dem Eintritt in Museen und Forschungseinrichtungen endete die Mobilität naturhistorischer Objekte keineswegs. Dem in einem fixen Kategoriensystem stillgestellten Objekt steht ein reger Objektverkehr gegenüber, der die Dinge weiterhin zwischen unterschiedlichen Kontexten und Arbeitspraktiken, zwischen Depot und Ausstellungsraum oder zwischen Lehr- und Forschungssammlung zirkulieren lässt. Wie ANITA HERMANNSTÄDTER, INA HEUMANN und KERSTIN PANNHORST (Berlin) in ihrer Einleitung deutlich machten, kann der Nachvollzug dieser Bewegungsformen und -bedingungen naturhistorischer Objekte unser historisches und theoretisches Verständnis von „Wissensdingen“ vertiefen, unseren Blick auf Wissenschaft als situierte Praxis schärfen und ihre Geschichtlichkeit erfahrbar und erzählbar machen.

An diese Überlegungen anschließend, betonte LYNN K. NYHART (Madison, WI) in ihrem Eröffnungsvortrag, dass mit jedem Ortswechsel eines Objekts neue Bedeutungen einhergehen. Diese aus der Perspektive des betreffenden Objekts gewonnene und in den (historischen) Kulturwissenschaften mittlerweile zu einem Allgemeinplatz gewordene Einsicht gelte es, in einen größeren Zusammenhang zu stellen. So machte Nyhart deutlich, dass die Übergänge eines einzelnen Objekts stets mit anderen Übergängen korrespondieren, die anderen Taktungen folgen können – individuellen Biographien von Sammler- und Forscherpersönlichkeiten etwa, der Geschichte einzelner Institutionen oder der Kultur- und Disziplinengeschichte naturwissenschaftlichen Wissens. Die Mobilität von Objekten könne daher nur in Verbund mit den Bewegungs- und Übergangsrhythmen anderer Akteure, Praktiken und Diskurse analysiert werden, die unterschiedlichen zeitlichen Maßstäben folgen, sich manchmal synchronisieren und dadurch gegenseitig verstärken, sich aber auch asynchron zueinander verhalten und sich wechselseitig abschwächen können. Dieser Komplexität der Gleichzeitigkeit ungleichzeitiger biographischer, kultureller, disziplinärer oder epistemischer Konstellationen gelte es immer, Rechnung zu tragen.

Die meisten Beiträge der Tagung folgten Nyharts Ruf nach Komplexität. Ausgehend von einem einzelnen Objekt oder einem ganzen Objektkonvolut hoben alle Vortragenden die synchrone Vielschichtigkeit naturhistorischer Objekte in Bewegung hervor. Einen in dieser Hinsicht aufschlussreichen Fall stellte LUKAS RIEPPEL (Providence, RI) vor. Das 1845 vom deutschstämmigen Naturforscher Albert Koch gegen Eintritt in verschiedenen amerikanischen Städten präsentierte Skelett eines vermeintlichen Seeungeheuers war ein gleichermaßen ökonomisch wie epistemisch ambitioniertes Unternehmen. Es als bloßes Spektakel abzutun, das ausschließlich ökonomischen Interessen geschuldet gewesen sei, würde dem Anspruch Kochs nicht gerecht werden. Denn über das ausgestellte Skelett wurde nicht nur ökonomisches Kapital akkumuliert, sondern auch eine wissenschaftliche Position artikuliert sowie die Glaubwürdigkeit des ausstellenden Naturforschers stabilisiert. Alle drei Ebenen waren, wie Rieppel plausibel zeigte, untrennbar miteinander verwoben und konnten sich gegenseitig stützen bzw. abschwächen.

Wie sehr naturhistorische Objekte in ihrem epistemischen Status changieren können, zeigte HANNAH-LEE CHALK (Manchester) in ihrem Beitrag am Beispiel von universitären Gesteinssammlungen. Der Transformation des Naturobjekts zu einem Wissensding in der künstlichen Forschungsumgebung eines Labors oder eines Museums fügte sie weitere Transformationen hinzu, die innerhalb des akademischen Kontextes stattfanden und die ebenso einschneidend waren. Ob dieselbe Sammlung als Forschungsinstrument, Lehrsammlung oder als Ausstellungsstück dient, hängt davon ab, in welche Forschungspraktiken und -fragestellungen sie eingebunden wird. Dass ein Wechsel der Forschungsparadigmen sogar zu einer vollständigen Auflösung ganzer Sammlungen führen kann, zeigte EMANUELA SOUSA RIBEIRO (Recife) am Beispiel naturhistorischer Sammlungen in Brasilien, die vor dem Hintergrund der Ablösung der objektzentrierten Naturgeschichte durch die funktional denkende Biologie mehr und mehr obsolet wurden.

Sobald naturkundliche Objekte mobil gemacht werden, sind sie nicht mehr einfach abgeschlossene und unproblematische Entitäten. Mobilität macht die enorme Bandbreite an menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren und Infrastrukturen sichtbar, die bis dahin gewissermaßen hinter den Objekten verborgen blieben. In vielen Beiträgen wurde deutlich, dass naturkundliche Objekte daher als komplexe Konstellationen verstanden werden müssen, die durch ein Netz aus heterogenen Diskursen und Praktiken gehalten werden, das quer zu einer eindeutigen Unterscheidung zwischen Natur- und Kulturding liegt. So konnte BENJAMIN STEININGER (Wien) zeigen, wie industrielle Bohrkerne, die der Ölindustrie zur Bestimmung geologischer Gesteinsverhältnisse dienen, gleichermaßen künstliche wie natürliche Dinge sind und sich am Schnittpunkt geologischer, ökonomischer und national-kulturalistischer Diskurse und Praktiken befinden. Und auch ANJA SCHWARZ (Potsdam) machte am Beispiel eines australischen Hühnervogels, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Bestand des Berliner Naturkundemuseums wanderte, deutlich, wie sich in diesem Objekt natürliche und kulturelle Konstellationen überkreuzten. Wie Schwarz zeigen konnte, ist die Geschichte dieses faszinierenden naturhistorischen Objekts untrennbar verknüpft mit der Weltsicht der europäischen Revolutionsgeneration von 1848, den kolonialen Ambitionen Deutschlands ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und der konkreten kolonialen und postkolonialen Situation Australiens im 20. Jahrhundert.

Eine Reihe von Vorträgen machte auf die Bedingungen und Voraussetzungen aufmerksam, die vorhanden sein müssen, um Objekte überhaupt erst in Bewegung zu versetzen und sie dauerhaft in diesem Zustand zu halten. Ohne die imperiale Infrastruktur von Seewegen, Häfen, Versorgungseinheiten und Personennetzwerken wäre die Challenger-Expedition, die von 1872 bis 1876 unter britischem Mandat geologische und zoologische Untersuchungen auf den Weltmeeren anstellte und dabei in großer Zahl Meeresorganismen sammelte, präparierte und verschickte, nicht möglich gewesen, wie ERIKA JONES' (London) Beitrag deutlich machte. Musste Sauter noch relativ geringen Aufwand betreiben, um die von ihm gesammelten und getöteten Insekten sicher zu transportieren, stellten Organismen, die lebend erforscht werden sollten, ganz andere Herausforderungen dar. In ihrem aufschlussreichen Beitrag berichteten CHRISTIAN REISS (Regensburg) und MAREIKE VENNEN (Weimar) über die Versuche, die seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts von Museen und maritimen Forschungseinrichtungen angestellt wurden, Meeresorganismen als Forschungs- und Ausstellungsobjekte lebend vor Ort zu halten. In den Aquarien, die dafür konstruiert wurden, musste nicht nur der einzelne Organismus, sondern gleich auch seine Umgebung mobilisiert werden. In diesem Fall war die Mobilisierung epistemisch äußerst produktiv, weil dadurch ein Nachdenken über die allgemeine Beziehung zwischen Organismus und Umwelt gewissermaßen erzwungen wurde.

Die Fallbeispiele der Tagung konnten eindrücklich zeigen, dass Naturobjekte erst durch ihre Mobilisierung und Re-Kontextualisierung in sammelnden und forschenden Institutionen zu Wissensdingen werden. Und auch innerhalb wissenschaftlicher Einrichtungen und Museen steht das mobilisierte Objekt dem fixierten und stillgestellten gegenüber; seine Zirkulation in unterschiedlichen disziplinären, praktischen und theoretischen Zusammenhängen ist folgenreich und sagt gleichermaßen etwas über das jeweilige Objekt wie über die institutionellen Selbstverständnisse aus.

Drei Kritikpunkte sollen an dieser Stelle dennoch angesprochen werden, auch wenn sie nicht auf alle Vorträge gleichermaßen zutreffen, sondern lediglich eine Tendenz aufzeigen. Mit dem Fokus auf einzelne Objekte und Objektgruppen wurde ein Ansatz verfolgt, der sich nun schon seit Längerem in der Wissenschaftsgeschichte und -forschung etabliert hat. Entgegen dem Interesse der frühen Wissenschaftsgeschichte an kognitiven Wissensinhalten wurden die Praxis und die materiellen Bedingungen der wissenschaftlichen Erkenntnisproduktion betont. Begriffe wie ‚epistemisches Ding‘[1] oder ‚boundary object‘[2] stellen Versuche dar, den Forschungsprozess vom Objekt aus zu denken. Doch auf der Tagung schien es beinahe so, als wäre das Kind mit dem Bade ausgeschüttet worden. Vor lauter Dingen, deren Bewegungen aufmerksam beschrieben und genau aufgezeichnet wurden, wurde das Wissen, das mit diesen Dingen und der materiellen Kultur der Wissenschaft korrespondiert, beinahe vollständig ausgeschlossen. Es überwogen Fragen nach der Form der Objektbewegung und nach den daran beteiligten menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren. Die Beschreibung der materiellen Kultur der Wissenschaften genügte offensichtlich sich selbst.

Zweitens – und eng damit verbunden – reflektierten die wenigsten Vortragenden über die eigenen Erkenntnisbedingungen. Dass man über Objekte eine aufschlussreiche und noch dazu unterhaltsame Geschichte erzählen kann, die mehr oder doch anderes zeigt, als etwa ein rein diskurshistorischer Ansatz, schien nicht weiter erwähnenswert zu sein. Nutzen oder Grenzen von objektbiographischen Ansätzen, die die meisten der Beiträge implizit verfolgten, wurden von keiner/m Vortragenden eigens herausgestellt. Dadurch erhielten viele der Vorträge eine Singularität, von der aus abstrakte und allgemeine Aussagen nur schwer getätigt werden konnten. Vielleicht ist die Tagung ein Indiz dafür, dass sich gegenüber solchen dingtheoretischen Ansätzen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit eingestellt hat, die eine Legitimation nicht mehr benötigt. Das ist nicht nur schade, weil eine solche Reflexion über das eigene Vorgehen erst den Erkenntnisgewinn der gewählten Methode deutlich macht, sondern auch, glaubt man Thomas Kuhn, weil eine solche Selbstverständlichkeit ein sicheres Zeichen dafür ist, dass dieses Paradigma bald von einem neuen abgelöst werden wird.

Schließlich betonten drittens BARBARA GÖBEL und ANKE TE HEESEN (beide Berlin) in ihrem abschließenden Kommentar, dass obwohl die Vorträge eng an und mit den Objekten argumentiert hätten, eine Reflexion und Beschäftigung mit deren Materialität weitestgehend ausgeblieben sei. Dem Interesse an der materiellen Kultur der Wissenschaften folgte keines an der Materialität der Objekte. Dabei haben gerade in letzter Zeit viele kultur- und kunstwissenschaftliche Arbeiten auf die Bedeutung des Materials aufmerksam gemacht. Es wurde betont, dass das jeweilige Material eben nicht als neutrales Medium begriffen werden kann, in das sich willkürlich Bedeutungen einschreiben lassen, sondern dass es aktiv Anteil an der Konfiguration sozialer, kultureller und epistemischer Situationen nehmen kann. Ein Verweis auf die jeweiligen materiellen Bedingungen hätte daher die Objektgeschichten auf der Tagung um eine weitere, wichtige Dimension angereichert.

Trotz – oder gerade wegen – dieser Kritikpunkte war die Tagung ein wertvolles und zum weiteren Nachdenken anregendes Zwischenresümee von kulturwissenschaftlichen und wissenschaftshistorischen Zugängen mit Fokus auf Mobilität und Transformation naturkundlicher Wissensdinge. Durch die offene und kritische Diskussionsatmosphäre wurden auf der überdies sehr gut besuchten Tagung die Fruchtbarkeit und Grenzen eines objektzentrierten Ansatzes deutlich.

Konferenzübersicht:

Welcome Address
Anita Hermannstädter/Ina Heumann/Kerstin Pannhorst (Berlin)

Keynote Lecture
Lynn K. Nyhart (Madison, WI), Changing Natures: Temporal Scale in the Life of the Museum and its Objects

Section: Mobile Objects

Christian Reiß (Regensburg)/Mareike Vennen (Weimar), Mobilising and Immobilising Aquatic Life in the Museum

Erika Jones (London), Mobilities and Moorings: Following the Challenger Expedition beyond the Sea

Section: Global Objects I

Chris Manias (Manchester), Two Rhinoceroses from the Ordos Desert: Movement and Blockages of Objects in the early-twentieth century

Anja Schwarz (Potsdam), Schomburgk’s Chook: Reconstructing the Settler-colonial Past of Berlin’s Malleefowl

Poster Session

Gianenrico Bernasconi (Zürich), A Leaf’s Mobility: Epistemic Object, Technical Agent, Medium

Ina Heumann/Holger Stoecker (Berlin), Modern Deep Times: The Story of Brachiosaurus Brancai

Verena Kuni (Frankfurt a. M.), Tableaux Vivants. Reflections on the Movements between Things

Laura Valls (Barcelona), A Travelling Whale in Barcelona: From Popular Entertainment to Scientific Instruction

Section: Global Objects II

Benjamin Steininger (Wien), Modern Fossils: Industrial Drill Cores

Introduction
Barbara Göbel/Anke te Heesen (Berlin)

Section: Public Objects

Marion Endt-Jones (Manchester), Exhibiting Art with Manchester Museum’s Coral Collection

Lukas Rieppel (Providence, RI), The Hydrarchos Craze and the Decline and Fall of Commercial Natural History

Oliver Hochadel (Barcelona), Avi, Alive and Dead. The Two Careers of Barcelona’s Emblematic Elephant

Ilja Nieuwland (Amsterdam), Plaster Diplomacy: When Dinosaurs Reshaped Natural History Museums

Section: Unique Masses

Hannah-Lee Chalk (Manchester), Knowing Objects in the Earth Sciences (Mobile Stones)

Kerstin Pannhorst (Berlin), A Flood of Insects: H. Sauter’s Formosa Collection

Section: Disappearing Objects

Emanuela Sousa Ribeiro (Recife), Natural History Collections in Brazil: Redefinition and Disposal in Pernambuco State

Michael Rossi (Chicago), Wrecking a Whale: The Twilight Lives of Museum Objects

Final Discussion
Barbara Göbel/Anke te Heesen (Berlin)

Anmerkungen:
[1] Hans-Jörg Rheinberger, Experimentalsysteme und epistemische Dinge. Eine Geschichte der Proteinsynthese im Reagenzglas, Göttingen 2001.
[2] Susan Leigh Star/James R. Griesemer, Institutional Ecology, ‚Translations‘ and Boundary Objects: Amateurs and Professionals in Berkely’s Museum of Vertebrate Zoology, 1907-39, in: Social Studies of Science 19 (1989), S. 387-420.


Redaktion
Veröffentlicht am
11.05.2015