Materielle Kultur und Sozialprestige im Spätmittelalter. Führungsgruppen in Städten des deutschsprachigen Südwestens

Materielle Kultur und Sozialprestige im Spätmittelalter. Führungsgruppen in Städten des deutschsprachigen Südwestens

Organisatoren
Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart; Institut für Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften, Universität Tübingen; Stadt Ravensburg; Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur
Ort
Weingarten
Land
Deutschland
Vom - Bis
07.04.2016 - 09.04.2016
Von
Magdalena Rais, Referat Geschichte, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die Fülle an materieller Überlieferung zur Kultur der mittelalterlichen Stadt war, wie SIGRID HIRBODIAN (Tübingen) in ihrer Einleitung deutlich machte, ein Anlass der Tagung, die vom 7. bis 9. April im Tagungshaus der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Weingarten stattfand. Die Behandlung von materiellen Quellen stelle jedoch keine Neuerung da. Der „material turn“ erlebe in der Forschung seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Auch die Auseinandersetzung mit der städtischen mittelalterlichen Kultur werde bereits geleistet. Die Tagung sollte nun die bewusst geschaffenen Dinge der städtischen Führungsgruppe genauer in den Blick nehmen. Grundfragen waren dabei die materielle Kultur als nonverbale Kommunikation und der Beitrag der Führungsgruppen zur materiellen Gestaltung der Stadt.

Den Auftakt machte MICHAEL ROTHMANN (Hannover) mit einer Einordnung der reichsstädtischen Führungsgruppen. Dabei verfolgte er in erster Linie deren Entwicklung ab dem 12. Jahrhundert. Kennzeichnend für das Patriziat in Abgrenzung zur allgemeinen Oberschicht sei ihre wirtschaftliche, politische und soziale Vorrangstellung gewesen, wobei letztere auch adelsgleich begründet war. Teil der Annäherung an den Adel im 15. Jahrhundert sei auch die Übernahme adliger Qualitäten durch das städtische Patriziat gewesen. Adlige und bürgerliche Wesenszüge des Patriziats standen aber auch in einem Spannungsverhältnis, was sich vor allem am Ende des 14. und im 15. Jahrhundert zeigte. Auf innerstädtischer Ebene stellte das Patriziat keine hermetisch abgeschlossene Gruppe dar. Neuzugänge aus Adel oder Zunft waren gelegentlich notwendig. Wie Rothmann am Beispiel verschiedener Städte herausarbeitete, konnten sich die Verhältnisse im Einzelnen jedoch sehr differenziert darstellen.

Die Vorträge der ersten, von PIERRE MONNET (Frankfurt) moderierten Sektion nahmen mit der Selbstdarstellung von Stadt und Rat eine übergeordnete Ebene in den Blick, während die zweite Sektion der Tagung sich der Selbstdarstellung einzelner patrizischer Familien widmete.

GABRIEL ZEILINGER (Kiel) leitete die Sektion mit einer Untersuchung zur Schriftlichkeit und Siegelführung im Elsass des 13. Jahrhunderts ein. Siegel wurden bewusst als Träger konzentrierter Nachrichten über städtische Identitätsbildung und Konflikte eingesetzt. Sie dienten der Selbstidentifizierung und Herrschaftsverdeutlichung der städtischen Führungsgruppen. Dies verdeutlichte Zeilinger anhand zweier Beispiele. In Colmar fiel die Entstehung einer civitas und die Emanzipierung der städtischen Führungsschicht gegenüber den Grundherren mit der Entstehung des ersten städtischen Siegels zusammen. Ein ähnlicher Emanzipationsprozess lasse sich auch im Siegel der Stadt Mühlhausen wiederfinden. Die städtische Führungsgruppe setzte sich über den Straßburger Bischof hinweg und stellte ihr neues Selbstbewusstsein ferner im Siegel dar.

JÖRG ROGGE (Mainz) erörterte anhand von Rathäusern südwestdeutscher Reichsstädte die kommunale Selbstdarstellung sowie den Wandel der ratsherrschaftlichen Legitimation von der Genossenschaft hin zur Obrigkeit. Rathäuser spielten als einer der zentralen Orte des politischen Lebens eine bedeutende Rolle in den Städten. Der Performanz hoher politischer Feste auf dem Rathaus kam in der durch Mündlichkeit und Anwesenheit geprägten politischen Kultur eine hohe Bedeutung zu. Bauten die Ratsherren ihre Herrschaft zuvor auf diese gemeinschaftliche Performanz auf, so wurde die Herrschaftsberechtigung ab etwa 1500 als von Gott und dem König gegeben hergeleitet. Sei das Rathaus in seiner Ausstattung zuvor von Schlichtheit gekennzeichnet gewesen, tauche nun eine die obrigkeitliche Herrschaft rechtfertigende politische Ikonographie auf. Auch Feste auf dem Rathaus seien von nun an einer exklusiven Personengruppe von hohen Herren vorbehalten gewesen. Die Komplexität des Themas „Rathaus“ zeige, dass das Rathaus mit Blick auf das Selbstverständnis des Patriziats noch nicht ausreichend erforscht sei. Auch der Vergleich zu konkurrierenden Orten des gesellschaftlichen Lebens stehe in dieser Hinsicht vielerorts noch aus.

Schlaglichtartige Beispiele für Formen der städtischen Repräsentation der Stadt Esslingen von 1300–1600 bot JOACHIM J. HALBEKANN (Esslingen). Problematisch sei dabei der Mangel an Zeugnissen zur materiellen Kultur in Esslingen. Ein zentrales Bild der Stadt sei der für repräsentative Darstellungen genutzte Adler gewesen. Mangels anderer individueller Darstellungen wurde der Adler konsensfähiger Bezugspunkt sowie Verweis auf den direkten Bezug zum Reich. Erst mit der Einführung des doppelköpfigen Reichsadlers setzte sich der Esslinger Adler ab. Auch die Sakralbauten seien in einer Untersuchung des städtischen Patriziats zu berücksichtigen. Die städtische Pfarrkirche St. Dionys in Esslingen stellte dabei ein genuin kommunales Bauwerk dar. Der prächtige Südturm beherbergte das städtische Gefängnis und Geheimarchiv. Die Frauenkirche entstand in Folge eines komplexen Interessenaustausches mit dem Domkapitel Speyer als kommunaler Sakralbau, dessen Turm als Repräsentationsturm der Stadt diente, da das Rathaus wahrscheinlich keinen Turm besessen habe. Das 1422 zentral neu gebaute Rathaus repräsentierte als weltlicher Bau die Ratsherrschaft sowohl durch seine Ikonographie als auch die astronomische Uhr, dem zentralen Ordnungssymbol in der Stadt.

Die zweite Sektion wurde von JULIA VON DITFURTH (Kiel) moderiert und stellte beispielhaft einzelne Familien innerhalb der Führungsschicht der Städte sowie deren Selbstdarstellung ins Zentrum der Diskussion.

Durch bildliche Präsenz und den direkten Einfluss auf die Kirchenbaupflege sowie als prominentester Stifter kontrollierte der Rat den Ulmer Kirchenraum als Raum städtischer Selbstdarstellung. Das Ulmer Münster veranschauliche dies, so EVA LEISTENSCHNEIDER (Ulm) anhand patrizischer und zünftiger Fenster- und Altarstiftungen. Die patrizischen Grabkapellen am Münster stellen vier Familien herausragend dar. Die vom Chor aus zugängliche Kapelle der Familie Besserer (gebaut 1529–30) veranschaulicht anhand adliger Bildsprache deren Bemühungen um einen herausragenden Status. Ebenfalls einer adligen Bildsprache bediente man sich in dem Versuch, sich durch die auf den Totenschildern und Grablegen dargestellte Familientradition von neuaufsteigenden Familien abzusetzen.

Wappen waren in der mittelalterlichen Stadtgesellschaft multifunktional und omnipräsent, so auch in Mainz, für das HEIDRUN OCHS (Mainz) anhand dreier alter Mainzer Geschlechter die Bedeutung der Wappenführung für die patrizische Repräsentation herausarbeitete. Wappen seien die „symbolischen Visitenkarten“ der Familienverbände gewesen. Sie dienten besonders im Mainzer Patriziat, dessen Grundlage bereits seit 1335 die Familienverbände waren, als Kommunikationsmedium, zur Selbstvergewisserung als Teil des Patriziats und formten Identitätsgemeinschaften. In der Stadt waren die patrizischen Wappen dort gegenwärtig, wo sie in Form von Siegeln und an Bauten, insbesondere den patrizischen Höfen, Bedeutung erzeugten. Diese spiegelten Wohlstand und Prestige einer Familie wider. Eine Mainzer Besonderheit stellt das Wappenbuch dar. Die Wappentafel aus dem 15. Jahrhundert zeigt die Bedeutungszunahme der Wappen als Kennzeichen der Familien und als Identifikationskriterium für das Patriziat. Der Gedanke des Wappenbuchs, Listen des Patriziats und seiner Wappen anzulegen, sei möglicherweise jeweils in Konfliktsituationen aufgekommen, in denen die Geschlechter unter Druck standen, ihren Lebensstil und ihre Vorrangstellung zu rechtfertigen. Wappen, so Ochs, dienten der Selbstvergewisserung und definierten Gruppenzugehörigkeit.

KATJA PUTZER (Nürnberg) stellte Totenschilder als Mittel der ständischen Repräsentation und damit Zwischenergebnisse aus einem aktuellen Projekt des Germanischen Nationalmuseums vor. Totenschilder waren in Nürnberg ausschließlich der lokalen Elite vorbehalten und mussten vom Rat genehmigt werden. Der soziale Status ließ sich daran grundsätzlich nicht ablesen. Der Anbringungsort konnte jedoch Auskunft über die Stellung geben, so war St. Sebald der prestigeträchtigste Begräbnisort. Die zeitnah nach dem Tod installierten Schilder dienten primär der Memoria. Bis ins 17. Jahrhundert hinein hatten Totenschilder in Nürnberg ein festes Muster mit wenigen Variationen. Im 15. Jahrhundert kam es jedoch durch das Bestreben einiger Familien, sich durch ihre Totenschilder abzusetzen, zu zunehmend prächtigeren Schildern. Dem wirkte der Rat mit einem Erlass entgegen, so dass bis ins 17. Jahrhundert nur schlichte und uniforme Holzplatten aufgehängt werden durften. Eine Gegenbewegung hin zu den barocken Schildern und Epitaphien markierte das Ende der Totenschilder in Nürnberg.

Der öffentliche Abendvortrag von ANDREAS SCHMAUDER (Ravensburg) setzte einen Zwischenakzent. Am Beispiel der Ravensburger Humpis und weiterer führender Kaufmannsfamilien der Bodenseestädte vollzog er die patrizische Partizipation am Stadtbild sowie die Annäherung an den adligen Lebensstil nach. Das Streben, sich dem Adel anzunähern, wurde am Landbesitz der Humpis deutlich. Diese nutzen ihr Fernhandelskapital zum Erwerb großer Herrschaften. Man strebte aus den Städten hinaus auf die Burgen, aus dem städtischen Erwerb in den adligen Lebensstil. Auch das Konnubium der Familien wandelte sich in diesem Kontext. Verband man sich zuvor in erster Linie mit gleichgestellten Familien des Handelspatriziats, so erlangte man ab der Mitte des 15. Jahrhunderts Gleichbürtigkeit zum Niederadel und ging vermehrt mit diesem Verbindungen ein. Im Stadtbild waren die Humpis, Muntprat, Kröll und Mötteli durch die exklusiven Trinkstuben, ihre baulichen und caritativen Stiftungen sowie ihre Wohnhäuser präsent. Das Humpisquartier verfügte über den einzigen Erker der Stadt Ravensburg, Wappen kennzeichneten das Haus in prestigereicher Wohnlage. Aber auch politisch engagierten sich diese Familien (mit Ausnahme der Mötteli) durch ihre Partizipation an der Stadtregierung.

Die Vorträge des letzten Tagungstages unter der Leitung von ROLAND DEIGENDESCH (Reutlingen) boten geographische sowie zeitliche Ausblicke.

ARMIN TORGGLER (Bozen) stellte die Burg Runkelstein der Familie Vintler als Beispiel für die materielle Annäherung an den Adel in Bozen vor. Die Aufstiegsmechanismen der Vintler erinnern dabei an das Patriziat in Oberdeutschland. Die Vintler profitierten im 14. Jahrhundert durch Kredite an die Habsburger vom Herrschaftswechsel in Tirol. Sie erwarben Burg Runkelstein und bauten diese 1388 bis 1393, am landsässigen Adel orientiert, um. Über Fresken in den Räumlichkeiten wurde versucht, eine adelsähnliche Tradition und Genealogie zu vermitteln. Da man nicht an den Blutadel anschließen konnte, lehnte man sich über Darstellungen aus der ritterlichen Literatur an den Tugendadel an. Ein zentrales Fresko im Turniersaal der Burg stellt gleich mehrfach die adligen Attribute der Vintler dar, indem es sich auf deren Turnierfähigkeit, ihr adliges Konnubium sowie die Zuständigkeit Niklas Vintlers für die lokale Judengemeinschaft bezieht. Ebenfalls nach adligem Vorbild zog sich Niklas Vintler ab den 1390ern aus den traditionellen Familiengeschäften zurück und konzentrierte sich auf den Dienst am herzoglichen Hof. Mit dem Eintritt in den bischöflich-brixener Adelskreis durch das Konnubium mit der etablierten Brixener Adelsfamilie von Platsch veräußerte Vintler die Bozener Besitzungen, einschließlich der Burg Runkelstein.

DIETMAR SCHIERSNER (Weingarten) steigerte in seinem Vortrag über die Schlösser der Fugger die bisher für das städtische Patriziat zart angedeuteten Verhältnisse und bot damit einen Ausblick auf die weitere Entwicklung im 16. Jahrhundert. Trotz hauptsächlich adliger Ehebeziehungen ab dem 15. Jahrhundert blieb die Reichsstadt Augsburg bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts der Lebensmittelpunkt der Fugger. Durch den gleichzeitigen expansiven Erwerb von Schlössern und Burgen sowie ihre Aristokratisierung verband die Familie städtische und landadlige Merkmale. Dies machen auch die ersten Fuggerbauten sichtbar. Diese entsprachen zunächst einer eher schlichten, patrizischen Architektur, näherten sich aber immer mehr dem benachbarten Niederadel an. In der Sprengung dieser Verhältnisse ab etwa 1550 sieht Schiersner den Übergang zu einer zweiten Phase des fuggerschen Schlossbaus. Das bisherige Understatement weiche, gleichzeitig werde ein reichsadliges Konnubium eingegangen. Die neue Architektur habe dazu gedient, die Herrschaftslegitimität zu untermauern, sowie die eigene landesherrliche Autonomie zu demonstrieren. Eine nun einsetzende Besonderheit der Architektur der Fuggerschlösser war die Verbindung von Tradition und Innovation, alter Bausubstanz und neuesten Methoden. Eine endgültige „Take-Off-Phase“ verortete Dietmar Schiersner um 1560/75. Kennzeichnend für die Schlösser dieser Zeit seien ihre exponierte Lage sowie der sich baulich widerspiegelnde Herrschaftsanspruch.

PETER NIEDERHÄUSER (Winterthur) skizzierte die besonderen Verhältnisse in der Deutschschweiz des 14. und 15. Jahrhunderts. Die Schweizer Eliten zeichneten sich als Verwaltungspatriziat aus, das über städtische Ämter seine privaten Herrschaften ausbaute. Trotz der zunehmenden Adelsherrschaften blieb die Stadt Politik- und Lebenszentrum sowie Grablege. Die Benennung dieser Elite als „Gerichtsherren“ sei trügerisch. Nicht nur die Gerichtsbarkeit definiere sie, sondern auch grund-, leib- und kirchenherrliche Aspekte. Hinter dem Erwerb der Herrschaften lagen diverse Interessen. Sie dienten ausgleichend zu den zurückhaltenden Stadthäusern zur Selbstdarstellung in Konkurrenz mit anderen Patriziern. Sie hatten jedoch einen saisonalen Charakter und blieben als vordergründige Investitionen mobil. Eine Entwicklung hin zur Stammherrschaft kam erst im ausgehenden Mittelalter auf. Nun erfolgte vereinzelt der Schritt aus der Stadt in den Landadel. Deckten sich die schweizer Befunde bis ins 15. Jahrhundert mit dem deutschen Südwesten, so erfolgte nun eine stärkere Anlehnung an Frankreich.

Auch die aktuelle Tagung habe Lücken hinterlassen, resümierte SABINE VON HEUSINGER (Köln) in ihrem Impuls zum Ende der Tagung. Die Kleinstädte seien, wie fast immer, zu kurz gekommen, die Verbindung von Stadt und Umland rücke in der Forschung erst allmählich wieder in den Fokus. Aus der Tagung ergäben sich auch neue Fragen, wie etwa jene nach der Konkurrenz der städtischen und kirchlichen Eliten und der Plausibilität der These der Erwerbsaufgabe mit dem Aufstieg in den Niederadel. Diese sei auch wirtschaftsgeschichtlich zu überprüfen. Der „material turn“ herrsche überall und das sei gut so. Er sei bisher aber eher ein „image turn“, man wende sich eher dem Bild als dem Ding zu. Zum anderen scheitere er auch an der kläglichen materiellen Überlieferung des Mittelalters. Hier wecke zum Beispiel die Forschung Katja Putzers Hoffnungen. Letztendlich sei nur interdisziplinäres Weiterkommen möglich. Es benötige neue Methoden und Zugänge, um Wissen über Materielles zu erhalten.

Die Anregungen zum Abschluss der Tagung nahmen die Organisator/innen gerne auf, um über eine Folgeveranstaltung nachzudenken. Die Ergebnisse der aktuellen Tagung sollen in den Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde erscheinen.

Konferenzübersicht:

Sigrid Hirbodian (Tübingen): Einführung

Michael Rothmann (Hannover): Reichsstädtische Führungsgruppen zwischen Stadtadel und Funktionselite

Sektion 1: Selbstdarstellung von Stadt und Rat
Moderation: Pierre Monnet (Frankfurt am Main)

Gabriel Zeilinger (Kiel): Schriftlichkeit und Siegelführung. Die Bildung und Behauptung städtischer Führungsgruppen im Elsass des 13. Jahrhunderts

Jörg Rogge (Mainz): Rathäuser als Orte kommunaler Selbstdarstellung in südwestdeutschen Reichsstädten

Joachim J. Halbekann (Esslingen): Formen der Selbstdarstellung der Reichsstadt Esslingen am Neckar im Spätmittelalter (1300-1600)

Sektion 2: Sozialprestige und Selbstdarstellung von Familien der städtischen Eliten
Moderation: Julia von Ditfurth (Kiel) / Roland Deigendesch (Reutlingen)

Eva Leistenschneider (Ulm): Selbstdarstellung der Führungseliten in den Sakralbauten der Reichsstadt Ulm

Heidrun Ochs (Mainz): Patrizische Repräsentation. Wappen der alten Geschlechter im spätmittelalterlichen Mainz

Katja Putzer (Nürnberg): Memoria und ständische Repräsentation. Die Totenschilde der Nürnberger Elite

Andreas Schmauder (Ravensburg): Macht, Reichtum, Selbstdarstellung. Die Humpis und die führenden Kaufleute der Bodenseestädte

Armin Torggler (Bozen): Die Vintler auf Burg Runkelstein. Materielle Annäherungen an den Adel

Dietmar Schiersner (Weingarten): Burgen fürs Sozialprestige? Die Schlösser der Fugger und ihre Vorgängerbauten

Peter Niederhäuser (Winterthur): Zwischen Stadt und Burg. Städtische Gerichtsherren in der Deutschschweiz

Sabine von Heusinger (Köln): Impuls und Diskussion zum Abschluss