Unverfügbarkeit – Widmung – Latenz: Das Heilige (in) der Kultur

Unverfügbarkeit – Widmung – Latenz: Das Heilige (in) der Kultur

Organisatoren
Norbert Otto Eke / Lothar van Laak, Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft; Ulrike Heinrichs, Institut für Kunst, Musik, Textil – Fach Kunst; Johannes Süßmann, Historisches Institut, Universität Paderborn
Ort
Paderborn und digital
Land
Deutschland
Vom - Bis
16.11.2021 - 18.11.2021
Von
Rieke Becker / Markus Lauert, Historisches Institut; Jessica Fischer / Hannah Kirchhoff / Alina Kornbach, Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft; Katharina Januschewski, Institut für Kunst / Musik / Textil, Fach Kunst, Universität Paderborn

Das „Heilige“ strukturierte über Jahrhunderte hinweg vor- und frühmoderne Gesellschaften, wirkte sinnstiftend und legte soziale Ordnungen fest. Durch die Säkularisierung jedoch schien sich diese feste, kaum hinterfragbare Position des Heiligen zu verschieben. Das Transzendente geriet vermeintlich ins Hintertreffen. In den Fokus der Kulturwissenschaften rückte das Heilige erst, als die Meistererzählung einer rationalen, entzauberten Moderne zusehends hinterfragt wurde. So wurde das Heilige in den letzten Jahrzehnten sowohl in informellen, latent religiösen Praktiken reaktiviert und neuformiert, als auch als politisches Argument in den jüngeren globalen Konflikten und Kriegen verwendet. Das Anliegen der von der Forschungskommission der Universität Paderborn und dem Erzbistum Paderborn geförderten Tagung war deshalb eine interdisziplinäre Neuverortung des Heiligen.

NORBERT OTTO EKE (Paderborn) eröffnete die Tagung und skizzierte einführend den an der Universität Paderborn entwickelten Strukturbegriff des Heiligen, der im offenen Diskurs zwischen Theolog:innen, Soziolog:innen, Literaturwissenschaftler:innen, Erziehungswissenschaftler:innen, Historiker:innen, Kunsthistoriker:innen und Popkulturforscher:innen entstanden ist. Das Heilige verortete Eke in einem Spannungsfeld aus angenommener Unverfügbarkeit und tatsächlicher Ingebrauchnahme. Diese Bipolarität sei – so der Ansatz der Paderborner Forschungsgruppe – das entscheidende Strukturmerkmal von Heiligkeit und setze einen dynamischen Prozess in Gang, bei dem das Heilige als Formungs- und Formierungsmedium von Sinn und Orientierung immer wieder in Anschlag gebracht, neu diskutiert und verhandelt werde. Dieses spezifische Verständnis des Heiligen mache den Begriff sowohl über disziplinäre und epochale Grenzen hinweg anwendbar als auch außerhalb religiöser Kontexte. Auch moderne und säkulare Formen des Heiligen werden auf diese Weise untersuchbar.

Zu Beginn der ersten Sektion, die säkularen und theologischen Begriffsbestimmung des Heiligen gewidmet war, definierte DETLEF POLLACK (Münster) das Heilige als Vermittler zwischen Transzendenz und Immanenz. Er formulierte die These, dass sich die Eigenlogik des Religiösen aus der Unterscheidung des Heiligen und des Profanen ableite. Am Beispiel des Christentums und des Islams zeigte er, wie sich das (jeweilige) Heilige einerseits durch die Inanspruchnahme und Zusammenführung (paganer) Gottesnamen und -metaphern, andererseits durch die Abgrenzung von solchen herausbilden und festigen konnte. Dieses Verhältnis von Verbundensein und gleichzeitiger Autonomie sei bezeichnend für die Moderne, die als Ergebnis eines stetigen, prozesshaften Zusammenwirkens verschiedener Handlungen, Akteure etc. verstanden werden könne.

MAGNUS SCHLETTE (Heidelberg) beleuchtete das Heilige ebenfalls als Umgang mit Transzendenz, setzte jedoch deutlich andere Schwerpunkte: Er formulierte die These, dass das Heilige die eschatologische Differenz zwischen Immanenz und Transzendenz, zwischen Fragmentarität und Einheit, Entzweiung und Versöhnung, Streben und Erfüllung, Verletzlichkeit und Heilung verkörpere. Diese eschatologische Differenz sei konstitutiv für den Menschen und gerade durch das Heilige erfahrbar. Die Zuschreibung von Heiligkeit bedeute somit, beliebigen Gegenständen, Personen, Ereignissen, Handlungen etc. zuzuerkennen, diese eschatologische Differenz zu verkörpern. Ein Verständnis des Heiligen sei am besten mittels der Naturalisierung möglich, der explanativen bzw. deskriptiven Reduktion der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes in mehreren Stufen.

JOCHEN SCHMIDT (Paderborn) führte den Diskurs des Heiligen mit der aktuellen, kontrovers diskutierten Thematik des assistierten Suizids zusammen. Ausgehend von Kants Perspektive auf die Semantik des Heiligen ist das moralische Gesetz der Anknüpfungspunkt, der letztlich die Freiheit des Menschen als heilig und die Vernunft als instrumentell kennzeichnet. Die Vernunft gibt vor, wie die Freiheit zu entfalten ist, aber die Würde des Menschen liegt im Leben der vernünftigen Freiheit. Daraus folgt, dass der Mensch als Freiheitswesen heilig ist. Heilig ist die Pflicht, dem Menschen den Raum für den wohlüberlegten Gebrauch seiner Freiheit zu lassen, was sowohl Suizid als auch das Festhalten am eigenen Leben einschließt.

HARTMUT LEPPIN (Frankfurt am Main) erläuterte am Beispiel des frühchristlichen Styliten Symeon des Älteren eine Form des Heiligen im spätantiken Syrien, das sich in lebenden Personen manifestierte. Die Heiligen zeichneten sich durch asketische Höchstleistungen, prophetische Fähigkeiten und Wundertätigkeiten aus. Sie besaßen in der Bevölkerung große Autorität. Dies konnte sie in Konkurrenz zu kirchlichen und weltlichen Amtsautoritäten bringen, die zu ihrer Disziplinierung unterschiedliche Strategien entwickelten. In den Heiligen zeige sich eine Ambivalenz aus Unverfügbarkeit und Inanspruchnahme, denn einerseits seien sie zum Gehorsam verpflichtet, andererseits in ihrem Eremitentum und als lebende Personen mit Handlungsmacht deutlich schwerer für weltliche Interessen in Anspruch zu nehmen gewesen als leblose Objekte.

Die Bedeutung des Heiligen in aktuellen jüdischen Diskursen lotete ELISA KLAPHECK (Paderborn) aus, indem sie die Kontexte der hebräischen Referenzbegriffe wie kadosch(dt. „heilig“) oder keduscha (dt. „Heiligung des Namens“) in den Blick nahm. Im rabbinischen Judentum existiert das Heilige nicht eindeutig und kann lediglich als solches interpretiert werden. Zentral scheint neben dem Gottesdienst und der Gemeinschaft das Physische zu sein: die Heiligkeit des Körpers als Ebenbild Gottes. Beispielsweise wird die Eheschließung (Kidduschin) durch das rituelle Tauchbad Mikwe als Heiligung des weiblichen Körpers begleitet. Die „kultisch-säkulare Spannung des Judentums“ führt zu der Annahme, dass jede jüdisch gedachte Handlung – sei sie rituell oder weltlich angelegt – eine Heiligung ist.

Die westlich-eurozentrische Perspektive auf das Heilige, die einen scharfen Gegensatz zwischen einer außereuropäischen religiösen Vergangenheit und einer europäischen säkularen Gegenwart postuliert, kritisierte ABDUL RAHMAN MUSTAFA (Paderborn). In vormodernen islamischen Vorstellungen kommt dem Heiligen in Abgrenzung zu allem Nichtreligiösen ein eigener Raum zu, was das Säkulare ausschließt, während im modernen westlichen Verständnis das Säkulare einen exklusiven Anspruch auf die Realität erhebt. Der vormoderne Islam unterscheidet somit zwischen religiösen und nicht-religiösen-säkularen Bräuchen. Dadurch, dass religiöse Innovation im normativen Islam kritisch gesehen wird, kann von einer Entheiligung des Säkularen im vormodernen Islam ausgegangen werden.

Die zweite, literarischen Figurationen des Heiligen gewidmete Sektion eröffnete WILLIAM COLLINS DONAHUE (Notre Dame/IN), indem er den Bezug zur Transzendenz in Barbara Honigmanns autobiographischem, stark von ihrer Hinwendung zum traditionellen „Torah-Judentum“ geprägten Roman „Bilder von A.“ analysierte. Ihre Erzählung stelle etablierte Konzepte des Säkularen und des Heiligen in Frage. Doch schon lange bevor dieses Thema explizit aufkomme, sei das Buch von Religiosität durchzogen und werden die Lesenden für die transzendente Sichtweise vereinnahmt. „Bilder von A.“ sei so konzipiert, dass es auch einer säkularen Leserschaft „Momente potenzieller Transzendenz“ ermögliche und sie befähige, die transzendente Option zu imaginieren oder sogar zu begehren.

Ausgehend von Martin Leutzschs These, dass im deutschsprachigen Raum das substantivierte Adjektiv „das Heilige“ erst im 18. Jahrhundert selbstständig wird und sich dadurch von einem rein religiösen Gebrauch unabhängig macht, widmete sich JOACHIM JACOB (Gießen) der attributiven Zuschreibung des Heiligen von Luther über Klopstock und Gottsched bis hin zu Goethe. Friedrich Gottlieb Klopstock kommt das Verdienst zu, die menschliche Sprache selbst als Form der Offenbarung zu begreifen. Weil er das Verhältnis zum Heiligen neu definierte, markiert sein Begriff der „heiligen Poesie“ einen Wendepunkt im Diskurs um die Sakralität von Sprache und Literatur.

NICOLAS DETERING und ANITA MARTIN (Gießen) betrachteten mögliche sakrale Formen im Hinblick auf Gattungstheorien des Heiligen nach 1800 am Beispiel von Ludwig Tiecks „Leben und Tod der heiligen Genoveva“ (1799). Die Formen des Heiligen erscheinen paradox. Die Transzendenz ist nur als Undarstellbares oder Abwesendes vorstellbar. Funktionale Schemata und ganze Passagen wurden älteren Formationen entnommen. Genoveva muss als profane Figur entrückt werden, um in ein sakrales Feld integriert zu werden. Das Heilige ist das zu Lesende. Damit erweist sich Genoveva als aktualistische Figur. „Geschichte und Gedicht“ gehen ineinander über. Gattungsreflexiv werden alle Figuren von innen heraus mimetisch verknüpft.

Die Popmusik brachte – weit über die Texte hinausgehend – ANTTI-VILLE KÄRJÄ (Helsinki) in den Blick. Er betonte, dass der Begriff des Heiligen, den er zur Dekonstruktion des Populären in der Musik und damit zum besseren Verständnis derselben benutzt, multidimensional beschrieben und definiert werden müsse. Popmusik stehe stets in einem spirituellen Kontext, religiöse Traditionen in einem sozialen; sie müssen ästhetisch, soziologisch, folkloristisch, parteilich und postmodern erfasst werden. Wie mit diesen einzelnen Dimensionen umzugehen sei, stellte Kärjä zur Diskussion.

In der dritten Sektion ging es um bildkünstlerische Auseinandersetzungen mit dem Heiligen. BRUNO BOERNER (Rennes) referierte an den Beispielen der Fastentücher aus Haimburg und Zittau über den Gebrauch und die Funktion von Velen und Vorhängen in spätmittelalterlichen Kirchen. In der Fastenzeit versperrte das mit narrativen Bildzyklen ausgestattete, in seiner Konzeption an Andachtsbilder anknüpfende Fastentuch den Blick auf den Altar und trug damit zu einer Dynamisierung von Transzendenzerfahrung bei. Wurde das Heilige durch das Zuziehen des Vorhangs unverfügbar gemacht, so konnte es im Medium des Bildes neu präsentiert und erfahren werden. Die alt- und neutestamentlichen Szenen von der Schöpfungsgeschichte bis zur Passion Christi bzw. dem Jüngsten Gericht thematisierten das wechselnde Gott-Mensch-Verhältnis und regten den Betrachter zur Reflexion über den eigenen Lebenswandel an.

MEINRAD VON ENGELBERG (Darmstadt) führte an den Beispielen des Mariahilf-Bildes von Lukas Cranach d.Ä. (um 1537, Innsbruck) sowie der lebensgroßen Holzskulptur der Mater Dolorosa in der Wallfahrtskirche Maria Steinbach (um 1620, Memmingen) vor, wie sich die Latenz der Heiligkeit in menschengeschaffenen Kunstwerken entfalten kann. Das Besondere an der Memminger Mater Dolorosa besteht in der bottom-up-Bewegung ihrer Verehrung. Sie wurde als Kunstwerk geschaffen und nachträglich durch die Gläubigen als Träger von Heilswirksamkeit geschätzt. Im Falle des Cranach-Bildes wurde nicht der Darstellung selbst, sondern dem gesamten Bildtypus Wundertätigkeit zugeschrieben.

RUTH SARGENT NOYES (Kopenhagen) fokussierte Aspekte der Inanspruchnahme und Medialisierung des Heiligen im transkulturellen Kontext am Fallbeispiel einer bidirektionalen translatio der Reliquien zweier gegenreformatorischer Heiliger – des polnisch-litauischen Adligen Kazimierz Jagiellończyk und der Florentiner Mystikerin Maria Maddalena de’ Pazzi – als religiös-politischen Austausch zwischen dem durch das Hochadelsgeschlecht der Pac repräsentierten Großfürstentum Litauen und dem Großherzogtum Toskana unter Cosimo III. de’ Medici. Am Beispiel von drei für den Transfer zwischen Vilnius und Florenz gefertigten Reliquiaren wurden Strategien transregionaler Kultkonstruktion aufgezeigt, die auf der Grundlage von Material, Stil und Ikonographie entwickelt werden. Ihren Bezugsrahmen bildet die im späten 17. Jahrhundert beiden Dynastien drohende Gefahr von Degeneration und Diskontinuität.

An die durch ihren exzessiven Einsatz von Blattgold charakterisierte Malerei der im Vizekönigreich Peru im späten 17. Jahrhundert entstehenden Malschulen von Cusco und Potosí trug MARGIT KERN (Hamburg) die Frage nach Transformationen der an Goldglanz geknüpften bildlichen Formulierung von Latenz im Kontext transkultureller Aushandlungen heran. Die Analyse der Darstellung des Heiligen Franz von Paola konnte eine Doppelkodierung der Goldzeichen aufzeigen: Während das Christogramm auf der Brust des Heiligen die ephemere Erfahrung der Epiphanie transportiert, stellt die Brokatornamentik seines Gewandes den Bezug zu den von Teilen der Forschung als Territorialwappen aufgefassten inkaischen Textilmustern, sogenannten Tokapus, her und legt ihre Deutung als territoriale Markierung der Himmelssphäre nahe.

CHRISTIAN FREIGANG (Berlin) beleuchtete Konzepte von Erfahrungsvermittlung des Heiligen im Kontext von Kirchenbaudiskursen der Moderne. Diese seien vor der Folie der dialektischen Verhandlung von Geschichte und Glaube innerhalb theologischer Debatten im Rahmen der allgemeinen Krise des Historismus zu verstehen, die das subjektive und unmittelbare Erlebnis des durch das Wort vermittelten Kerygmas Christi (Karl Barth) einem gegenwartsbezogenen Traditionsbewusstsein (Ernst Troeltsch) gegenüberstellen. Analog operiere die neue Kirchenarchitektur mit einer Einfühlungsästhetik, welche die emotive Wahrnehmung einer sakral aufgeladenen Bauform (Otto Bartnings Entwurf der Sternenkirche, 1922) von einer maximalen Neutralisierung des Kirchenraums zugunsten des Wirksamwerdens des Wortes (Martin Elsässers Niederurseler Gustav-Adolf-Kirche, 1928) zu differenzieren weiß.

Auf die während der Tagung lebhaft geführte Diskussion über den Paderborner Heiligkeitsbegriff nahm JOHANNES SÜSSMANN (Paderborn) Bezug. In seiner Zusammenfassung unterstrich er dessen Status als heuristisches Erkenntnismodell, das Glaubensvorstellungen rekonstruiere, aber zugleich auf Distanz bringe. Die Zusammenführung von Forschungsansätzen aus der Religionswissenschaft, der Ethnologie und den Theologien stelle verfestigte Begriffskonventionen infrage und erfordere eine offensivere Begründung. Ein wichtiger Befund sei die kulturelle Bedingtheit des Ansatzes, wie sie sich beispielsweise an Übersetzungsproblemen zeige. Für deren Lösung sei eine phänomenologisch hergeleitete Form des Zugangs denkbar. Ein reflektierter Umgang mit der unvermeidlichen Standortgebundenheit jeder Position zum Heiligen könne auch der Kritik an deren überwiegend westlichen Prägungen entgegentreten. Erkenntnisgewinn verspreche eine Überprüfung der Rolle des Unverfügbaren als Triebfeder für Prozesse der Ingebrauchnahme. Zudem hätten die Beiträge einen Paragone der Medien im Hinblick auf ihre Eignung für die Symbolisierung des Heiligen nahegelegt

Die Forschungen der Arbeitsgruppe werden weitergeführt, die Gründung eines offenen Arbeitskreises wird anvisiert.[1]

Konferenzübersicht:

Einführung

Norbert Otto Eke (Paderborn): Unverfügbarkeit – Widmung – Latenz: Das Heilige (in) der Kultur

Sektion I: Das Heilige in Geschichte und Gegenwart

Detlef Pollack (Münster): Die Ausdifferenzierung des Religiösen als Ausgangspunkt der Emergenz der Moderne: Kulturvergleichende Überlegungen

Magnus Schlette (Heidelberg): Evolution des Heiligen. Zur Transparenz-Immanenz-Dichotomie als Gegenstand religionsanthropologischer Forschung

Jochen Schmidt (Paderborn): Heiligkeit des Lebens und Heiligkeit der Freiheit. Fragen ethischer Letztbegründung im Zusammenhang der Diskussion über ärztlich assistierten Suizid

Hartmut Leppin (Frankfurt am Main): Symeon Stylites d.Ä. – die Evidenz des Heiligen und die Vielfalt der Perspektiven

Elisa Klapheck (Paderborn): Die Bedeutung von „Heiligkeit“ und „Heiligung“ in heutigen jüdischen Diskursen

Abdul Rahman Mustafa (Paderborn): Sensing the Sacred in a (post-) Secular Setting

Sektion II: Lesen und Spielen

William Collins Donahue (Notre Dame, IN): Conjuring the Sacred for a Secular Readership. The Case of Barbara Honigmann ?

Joachim Jacob (Gießen): Heilig, Heilige, Heiligen – zur Heiligung von Sprache und Literatur in der Aufklärung

Nicolas Detering / Anita Martin (Gießen): Sakrale Formen. Zur Gattungstheorie des Heiligen nach 1800

Sektion III: Hören und Sehen

Antti-Ville Kärjä (Helsinki): Intersections of the Popular and the Sacred in Music

Bruno Boerner (Rennes): Vela templi. Gebrauch und Funktion von Velen und Vorhängen in mittelalterlichen Kirchen

Meinrad von Engelberg (Darmstadt): Heilige(n)Bilder: Kulturelle Zuschreibungsprozesse im konfessionellen Zeitalter

Ruth Sargent Noyes (Kopenhagen): Translatio in Early Modern Borderlands. (Re)moving Relics and Reforming the Sacred between Italy and Livonia, 16th–19th Centuries

Margit Kern (Hamburg): Transkulturelle Aushandlungen von Sakralität im Vizekönigreich Peru

Christian Freigang (Berlin): Das Heilige und das Historische. Kirchenbaudiskurse der frühen Moderne

Schlusswort

Johannes Süßmann (Paderborn)

Anmerkung:
[1] Ergebnisse aus diesem Forschungszusammenhang liegen bislang in drei Sammelbänden vor: Inszenierungen der Heiligen Schrift. Jüdische und christliche Bibeltransformationen vom Mittelalter bis in die Moderne, hrsg. v. Marion Keuchen, Stephan Müller, Annegret Thiem, Paderborn 2009; Kultur und Religion. Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme, hrsg. v. Klaus von Stosch, Sabine Schmitz und Michael Hofmann, Bielefeld 2016; Davidfigur und Opfermotiv. Jüdisch-christliche Transformationen, hrsg. v. Norbert Otto Eke und Angelika Strotmann, Paderborn 2019. Unverfügbar. Kulturen des Heiligen, hrsg. v. Margret Egidi, Ludmilla Peters und Jochen Schmidt, in Druck, erscheint voraussichtlich 2022.